CH286847A - Verfahren zur Aromatisierung von Tabakerzeugnissen. - Google Patents

Verfahren zur Aromatisierung von Tabakerzeugnissen.

Info

Publication number
CH286847A
CH286847A CH286847DA CH286847A CH 286847 A CH286847 A CH 286847A CH 286847D A CH286847D A CH 286847DA CH 286847 A CH286847 A CH 286847A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
tobacco
flavoring
tobacco products
substances
added
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gmbh Zigarettenfabrik Kosmos
Original Assignee
Gmbh Zigarettenfabrik Kosmos
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gmbh Zigarettenfabrik Kosmos filed Critical Gmbh Zigarettenfabrik Kosmos
Publication of CH286847A publication Critical patent/CH286847A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/18Treatment of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/28Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances
    • A24B15/281Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances the action of the chemical substances being delayed
    • A24B15/282Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances the action of the chemical substances being delayed by indirect addition of the chemical substances, e.g. in the wrapper, in the case

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description


  Verfahren zur Aromatisierung von Tabakerzeugnissen.    Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren  zur Aromatisierung von Tabakerzeugnissen,  zum Beispiel von Zigaretten. Bei bestimmten  Tabakerzeugnissen ist eine künstliche Anrei  cherung mit bekannten Duft- oder Aroma  stoffen notwendig oder üblich. Zu     diesem     Zweck wurde der Tabak bisher während des  Fabrikationsvorganges mit den     Aromastoffen     versetzt, zum Beispiel durch Eintauchen, Be  netzen oder Aufsprühen.

   Dabei mussten     Be-          tribe,    die sowohl ein     aromatisiertes    als     aüeh     ein nicht aromatisiertes Erzeugnis     herstellen,     für jeden     Fabrikationszweig    völlig getrennte  Räumlichkeiten und maschinelle Anlagen un  terhalten, weil der hochempfindliche Tabak  schon Spuren der leicht flüchtigen, ätheri  schen Duftstoffe aus der Umgebung begierig  annimmt. Diese Trennung in der Praxis voll  kommen durchzuführen, verursacht hohe Ko  sten und betriebliche Schwierigkeiten.  



  Die Erfindung bezweckt-, das Verfahren  der Aromatisierung so auszubilden, dass diese  Nachteile entfallen. Dabei sind folgende Ge  gebenheiten und Erfahrungen zu berücksich  tigen  Rauchtabak wird von jeher in verschie  denem Umfang sossiert und aromatisiert, um  auch mindere Tabake mit geringem Eigen  charakter oder störender Geschmacksnote dem  Raucher in ansprechender Form darzubieten.  



  Bei den     Orient-Zigaretten    des reinen tür  kischen oder ägyptischen     Types    ist es nicht  notwendig und     Linerwünscht,    die in genügen-    der Auswahl und Menge vorhandenen blumi  gen und von Natur hocharomatischen Tabake  mit künstlichen Duftstoffen     zii    versetzen,  Die fortschreitende     Wandlung    des Kon  sumentengeschmackes hat die meisten Herstel  ler dazu geführt, neben der reinen     Orient-          Zigarette    in grossem Umfang auch eine Ziga  rettentype zu fabrizieren, die als     KAmeriean          Blend     bekannt ist.

   Das Charakteristikum  dieser Zigarette     besteht    in einer. Mischung  ausgewählter Orient-Tabake mit einem min  destens 50prozentigen Anteil von Tabaken  nordamerikanischer Herkunft. Von letzteren  werden je nach der speziellen Note, welche  jeder Hersteller seinem Erzeugnis zu geben  bemüht sein wird, helle     Virginia-Tabake    einer  seits und dunklere     Burley-    und     Maryland-          Tabake    anderseits verwendet, Die an sich  wertvollen und kräftigen amerikanischen Ta  bake mit starker,

   charakteristischer Eigenart  sind     ungesosst    überhaupt nicht     verarbeitbar          Lind    werden zusätzlich mit     Aromastoffen        (Fla-          vour)    versetzt. So erst ergeben sieh die vom  Raucher geschätzten     American-Blend-Zigaret-          ten.     



  Der Tabak ist ein ausserordentlich emp  findliches Naturprodukt, dessen chemische  Zusammensetzung und     Aromagehalt    je nach  der Sorte, dem Boden, auf dem er gewachsen  ist, den klimatischen Einflüssen, denen er aus  gesetzt war, und dem Zeitpunkt der Ernte  sowie der Sorgfalt der anschliessenden Mani  pulation von Fall zu Fall starken     Sehwan-          kLlngen    unterworfen 'ist.

        Um diese     Unzulänglichkeiten    auszuglei  chen, bedarf es zur fabrikmässigen Verarbei  tung der Tabake einer weiteren     Behandlung     und einer modifizierten     Sossierung    und     Fla-          vourisierung.    Der Hauptzweck der     Sossierung     ist neben der Erhöhung des     Kohlehydratge-          haltes    die Erzielung der für angemessene  Raucheigenschaften notwendigen Feuchtigkeit.  und deren Erhaltung auch im verpackten  Endprodukt. Kohlehydrate besitzen Affinität  gegenüber Wasser und verleihen dem Tabak  damit eine gewisse Schmiegsamkeit.

   Diese  reicht für die Verarbeitung nicht aus und  wird durch Beigabe milder, hygroskopischer  Mittel verstärkt. Man verwendet somit Sirupe,  Zuckerarten, besonders     Invertzucker,        misam-          men    mit Glyzerin,     Diäthylenglykol,        Sorbitol     u. a. m. Damit erreicht man grössere Süsse des  Geschmackes und die Stabilisierung des       Feilchtigkeitsgehaltes,    der notwendig ist, die  flüchtigen     Aromastoffe    während der Lagerung  vor Zersetzung zu bewahren und diese beim       Rauchprozess    durch den beim Verbrennen ent  stehenden Wasserdampf zur     Lösung    und zur  Entfaltung zu bringen.

    



  Die genannten     Konditionieruangsmittel    ha  ben einen Nachteil. Sie sind chemisch reaktiv  und ihre Verbrennungsprodukte verursachen  unerwünschte Geruchsveränderungen. Um  diese zu kompensieren, setzt man der Sosse so  genannten      Flavour ,    das sind Duft- oder       Aromastoffe    organischen oder anorganischen  Ursprungs, zum Beispiel Extrakte aus Pflan  zen oder Drogen, Lösungen ätherischer Öle  usw., bei.  



  Diese Sosse teilte man bisher dem Tabak  während der Fabrikation durch Eintauchen,  Benetzen oder Aufsprühen entweder auf das  gelöste Blatt oder den     Schnitt-Tabak    mit. Da  durch wurden die gesamten Fabrikationsein  richtungen mit den intensiven     Aromastoffen     in solchem Umfange behaftet, dass die Herstel  lung eines nicht aromatisierten Tabakproduk  tes in den gleichen Räumen und Anlagen  nicht möglich war.  



  Durch zahlreiche Versuche wurde gefun  den, dass eine ausreichende Aromatisierung    von Tabakerzeugnissen dadurch zu erreichen  ist, dass die bekannten Duft- oder     Aromastoffe     nicht. dem Tabak selbst, sondern nach der vor  liegenden Erfindung den Hüllen der Tabak  erzeugnisse zugesetzt werden. Beispielsweise  kann das zur Herstellung     und/oder        Verpak-          kung    der Tabakerzeugnisse verwendete Papier  oder sonstiges     Hüllmaterial    mit den Aroma  stoffen     inmprägniert    werden. Auch können  in den Hüllen oder Verpackungen     hinlagen     vorgesehen werden, die mit den     Aromastoffen     imprägniert sind.

   Soweit es sieh um die     Her-          stellung    von Zigaretten handelt, können die       Zigarettenpapierhülsen    mit den     Aromastoffen     imprägniert werden. Eine weitere zweck  mässige Ausführungsform des Verfahrens be  steht darin, dass die     Aromastoffe    den zur       Herstelhing    der     Umhüllungen    für die Tabak  erzeugnisse, verwendeten Klebstoffen beige  mischt werden, zum Beispiel dem Nahtkleister  der     Zigarettenpapierhülsen.     



  Im folgenden werden einige Beispiele für  die Durchführung des Verfahrens angegeben,  ohne dass dadurch die Möglichkeiten der     Aus-          führung    und Anwendung begrenzt, werden.       Beispiele:     1. Ein bekannter Leim oder     Nahtkleister     oder sonstiges Bindemittel zum Kleben des  Zigarettenpapiers wird im Verhältnis, zum  Beispiel 10 bis 20:1, mit. einer Lösung der       Aromastoffe    vermengt. Der Klebstoff muss so  gewählt sein, dass er sieh gegenüber den  verwendeten     Duft-    und     Aromastoffen    neutral  verhält, um eine Zersetzung oder neue Ver  bindung mit unerwünschten Raucheigenschaf  ten zu vermeiden.  



  Die Beimischung der Duftstoffe zum  Bindemittel hat, den Erfolg, dass die     Duft-          und        Aromastoffe    in dem getrockneten Binde  mittel fast unbegrenzt haltbar sind, ohne an  Intensität zu verlieren. Die     Aromastoffe    wer  den beim Rauchen im Kontakt mit dem beim       Verbrennungsprozess    entstehenden Wasser  dampf gelöst und entwickelt und verleihen  dem vom Raucher eingesogenen Rauch ein  mildes und angenehmes Aroma.

   Ein weiterer  Vorteil dieser     Miethode    besteht darin, dass der      (rehalt an     Aromastoff    leicht standardisiert  werden kann, wodurch in der Praxis auf ein  fachem Wege die Rezeptur den Eigenheiten  des verwendeten Tabaks angepasst werden  kann,     um    ein geschmacklich stets gleichblei  bendes Endprodukt zu erzielen.  



  In gleicher Weise können die Bindemittel  für alle andern für ein Tabakprodukt ver  wendeten Papiere, Umhüllungen, Einschläge  usw. mit.     Aromastoffen    kombiniert. werden.  Der Tabak nimmt während der Lagerung das  Aroma in gleichmässiger Verteilung begierig  an.  



       \?.    Dein Zigarettenpapier wird während der  letzten Phase der Fertigung der     Aromastoff     zugesetzt, indem man dem Papierbrei vor der  Ausbreitung über die Trockenwalze die ge  wünschte Menge Duftstoff beigibt. Es hat  sich als ausreichend erwiesen, dem Papierbrei,  auf 100 kg Trockenmasse umgerechnet., je nach  der gewünschten Intensität 2 bis 10     1/o    der  aromatischen Lösung beizusetzen.  



  In gleicher Weise kann man bei den an  dern, zur Umhüllung oder Verpackung von  Tabakerzeugnissen verwendeten Materialien  verfahren.  



  3. In manchen Fällen hat sich als nütz  lich erwiesen, die unter 1 und 2 beschriebenen  Verfahren miteinander     züi    kombinieren.  



  In allen diesen Fällen wird, wie sieh er  geben hat, eine Aromatisierung der gesamten  Fabrikationsräume vermieden, die bei dem  üblichen Verfahren des     Besprühens    oder       Netzens    der Tabake selbst nicht zu umgehen  ist.     Während    bisher in diesen Räumen gleich  zeitig eine nicht     aromatisierte        Orient-Ziga-          rette    - ohne dass diese ihren Charakter ver  lor - nicht hergestellt werden konnte, ist  dies bei den beschriebenen Verfahren ohne    weiteres möglich. Die Vereinfachung und  Kostenersparnis sind erheblich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Aromatisierung von Tabak erzeugnissen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aromastoffe den Hüllen der Tabakerzeug-. nisse zugesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das zur Verpak- kung der Tabakerzeugnisse verwendete Ma terial mit den Aromastoffen imprägniert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in den Verpackun gen der Tabakerzeugnisse vorgesehene Einla gen mit den Aromastoffen imprägniert wer den. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Aromastoffe den zur Herstellung der Umhüllungen ver wendeten Klebstoffen beigemischt werden. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Herstellung von Zigaretten die Zigarettenpapierhülsen mit den Aromastoffen imprägniert. werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei der Herstel lung von Zigaretten die Aromastoffe dem Nahtkleister der Zigarettenpapierhülsen zuge setzt werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Aromastoffe sowohl den UmhüliLingen der Tabakerzeug nisse als auch den zur Anfertigung der Um hüllungen verwendeten Klebstoffen zugesetzt werden.
CH286847D 1950-11-13 1950-11-13 Verfahren zur Aromatisierung von Tabakerzeugnissen. CH286847A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH286847T 1950-11-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH286847A true CH286847A (de) 1952-11-15

Family

ID=4485548

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH286847D CH286847A (de) 1950-11-13 1950-11-13 Verfahren zur Aromatisierung von Tabakerzeugnissen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH286847A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0756461B1 (de) Tabakerzeugnisse oder tabakerzeugnissen ähnliche waren mit antioxidativ wirkenden naturstoffen und verfahren zur herstellung derselben
DE3686237T2 (de) Einschliessung in eine matrize von aroma fuer rauchartikel.
DE3884246T2 (de) Zigarette.
DE2715469A1 (de) Verfahren zur einarbeitung eines aromastoffs in cellulosesubstrate und die dabei hergestellten produkte
EP0069056B1 (de) Verfahren zur Aromatisierung von Tabakrauch, Zigarettenendstück zur Durchführung des Verfahrens und Verwendung des Verfahrens
DE2221778A1 (de) Zigarette und Verfahren zu ihrer Herstellung
JPS55102385A (en) Tobacco product with filter impregnated by solid flavor
EP0868857A1 (de) Aromamischungen enthaltende Hüllen rauchbarer Tabakwaren
DE4332019C2 (de) Ventilierte Filtercigarette
DE533199C (de) Verfahren zur Herstellung von Zigarettenpapier
DE3200305C2 (de) Verfahren zur Verbesserung der Füllfähigkeit von Tabak, insbesondere Tabakblattschnitt
DE3709749C2 (de)
DE2019252C3 (de) Mit Alkylpyridindenvaten aro matisiertes Tabakerzeugnis
DE3021668C2 (de) Verwendung von porösem Magnesiumsilikat und/oder Magnesiumsilikathydrat im Mundstück von Zigaretten
DE846370C (de) Verfahren zur Aromatisierung von Tabakerzeugnissen
US5003995A (en) Compositions and articles for stimulating taste receptors
CH286847A (de) Verfahren zur Aromatisierung von Tabakerzeugnissen.
EP1240835A2 (de) Rauchbarer Artikel mit einer zwei- oder mehrlagigen Umhüllung
KR100294985B1 (ko) 니코틴이중화되는담배의제조방법
EP0567891A1 (de) Materialzubereitung für einen Raucherartikel
DE852362C (de) Verfahren zur Veredelung von Tabakwaren, wie Zigarren
DE1517253A1 (de) Filter fuer ein Rauchtabakprodukt und Verfahren zur Herstellung desselben
DE2738930A1 (de) Rauchgegenstand
US3559656A (en) Tobacco product
CH662042A5 (en) Cigarette endpiece