CH287556A - Verfahren zur Herstellung von Alkylcellulosen in fein pulverisierbarer Form. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylcellulosen in fein pulverisierbarer Form.

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CH287556A
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B11/00—Preparation of cellulose ethers
    • C08B11/20—Post-etherification treatments of chemical or physical type, e.g. mixed etherification in two steps, including purification

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   Alkylcellulosen    in fein pulverisierbarer Form.



   Es ist bekannt, dass die e niedrig verÏtherten, in   kaltem Wasser losl. ichen,    in heissem Wasser unlöslichen   Alkylcellulosen,    die zum Beispiel   durez    Einwirkung von   Alkylhalo-    geniden auf   Alkalicellulose    erhältlich sind, ein voluminöses, faserartiges Material darstellen, das durch Mahlen oder Zerfasern nicht in die Form eines leicht fliessenden, feinen Pulvers überführbar ist.



   Des weiteren ist es bekannt, dass derartige   kaltwasserlösliehe    Alkyleellulosen aus ihren wässerigen Lösungen durch Zusatz einer Reihe von Salzen ausgefällt werden. (Vgl.



  Emil Ott, Cellulose and Cellulose Derivatives, New York, 1943, Seite 791 u. ff.) Als solehe   fällend    wirkende Salze sind schon sowohl   anorganisehe    Salze, wie z. B. Sulfate, Chloride, Bromide, Nitrate als auch organische Salze, wie z.   B.    Acetate und Tartrate der   was-    serlöslichen   Erdalkali-und insbesondere    der Alkalimetalle, verwendet worden. Dabei hat sich gezeigt, dass die   ausfällende Eigenschaft    der Salze vor allem von den zur Anwendung gelangenden Anionen abhängt, indem sie in der Reihe Rhodanid ? Jodid ? Nitrat ?Bromid ?Chlorid ?Acetat ?   Tartrat---Sulfat    stark ansteigt.

   Die ausfällende Wirkung steht aber auch in engem Zusammenhang mit der Konzentration des angewandten Salzes und mit der Temperatur, bei der die Ausfällung vorgenommen wird. Je hoher die Salzkonzentration gewählt wird, desto niedriger kann die Temperatur gehalten werden, und je geringer die Salzkonzentration gewählt wird, desto mehr muss die Temperatur erhöht werden, um quantitative Ausfällun  en    der   Alkyleellulosen    zu erhalten. Je nach der Wahl der   Fällungsbedingungen    wird das ausfallende   Alaterial    in Form feiner Flocken, in groben, körnigen oder in   grosseren    faserartigen Aggregaten erhalten. Dieses ausge  fällte Material    hat man bisher f r keine technischen Zweeke verwenden können.



   Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser löslichen und in hei¯em Wasser unlöslichen   Alkyleellulosen in feinpulverisier-    barer Form, ausgehend von gefällte Alkyl  eellulosen    enthaltenden Reaktionsmischungen, die durch Versetzen einer Lösung von kaltwasserlöslichen   Alkyleellulosen    mit   fällend    wirkenden Salzen erhalten worden sind   ;    es ist dadurch gekennzeichnet, dass die gefällten   Al-      kyleellulosen    von den   Salzlosungen    abgetrennt und hierauf getrocknet werden.

   Um eine quantitative   Abseheidung    der   Alkyleellulosen    zu erreichen und um ein grobkörniges Material, das sich leichter filtrieren und besser trocknen lässt, zu   erlialten,    ist es vorteilhaft, die die gefÏllten   Alkyleellulosen    enthaltenden   Reaktionsmisehungen zunächst    auf etwa 50 bis   1000    C zu erhitzen, hierauf die   Salzlosungen    abzusaugen und schliesslieh die dabei isolierten Alkyleellulosen zu trocknen.



   Da es wiinschenswert ist, die   Alkyleellu-    losen in möglichst salzfreiem Zustand zu erhalten, ist es angezeigt, die durch Absaugen der   Salzlosungen    isolierten   Alkyleellulosen    zu nächst durch Ausblasen oder durch Aspressen von anhaftender Salzlosung zu befreien und erst hierauf zu trocknen. Die kleine, im getrockneten Endprodukt verbleibende Salzmenge hat überraschenderweise auf die Viskosität der damit hergestellten Losungen keinen Einfluss. Diese weist den gleiehen Wert auf wie eine gleich konzentrierte Lösung der   vrspriinglichen,    nicht ausgefÏllten Alkylcellulose.



   Als Ausgangsmaterial f r die Herstellung der   Reaktionsmisehung    kann jede in kaltem Wasser l¯sliche und in hei¯em   Wasser unlös-    liche   Alkylcellulose    verwendet werden. Besonders wertvoll sind die diesen Bedingungen entsprechenden Methylcellulosen. Ebenso eignen sich   Alkyleellulosen,    die teilweise   Oxalkyl-    gruppen enthalten, wie z. B. ¯thyl-oxÏthyl  eellulosen,    die   kaltwasserlöslich,    aber heisswas  serunlöslich    sind.



   Die erfindungsgemäss hergestellten   Alkyl-    cellulose-Präparate stellen ein sprödes Material dar, das sich in einer beliebigen   Alühle    leicht zu grosser Feinheit vermahlen lässt. Die daraus erhaltenen Pulver zeiehnen sich dadurch aus, dass sie in kaltem Wasser sofort benetzt werden und sich rasch klar losen ; sie haben ein spezifisches Gewicht von etwa 0, 5 und lassen sich für alle möglichen Zwecke sehr gut verwenden. Beispielsweise sind sie wegen ihrer gro¯en Feinheit vorzüglich   geeig-    net zur Beimischung in   pulverformige    Pflan  zenschutzmittel.    Die oberflächenaktiven Ei   genschaften von daraus hergestellten Spritz-    briihen werden durch diesen Zusatz stark verbessert.

   Auch   Stäube-und    Saatgutbeizmittel, die die   erfindungsgemässen Alkylcellulosen    enthalten, zeichnen sich durch verbesserte physikalisch-chemische Eigenschaften aus.



  Ebenso eignen sich die nach dem vorliegenden Verfahren erhÏltlichen PrÏparate sehr gut als   Hilfsprodukt    im Textildruck, beispielsweise als Verdiekungsmittel für Druckpasten.



   Die naehfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung. Dabei entspricht das Verhältnis von Gewichtsteilen zu Volumteilen demjenigen von   Kilogrammen zu Litern.   



  Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1 :
10 Gewichtsteile einer Alethyleellulose die in   2  /o iger Lösung bei 20  eine Viskosität von      4000 Cps. zeigt, werden    in   200 Volumteilen    Wasser von   60  eine halbe Stunde gerührt    und dann mit 200   Volumteilen      kaltem Was-    ser versetzt. Dabei löst sich   die Methylcellu-    lose auf und bildet eine stark viskose   Flüssig-      keit,    die mit mehr oder weniger Luftblasen durchsetzt ist.

   Nach dem Abkühlen auf   25     werden viermal in Abständen von wenigen Alinuten je 100   Volumteile gesättigte Koch-      salzlosung    zugegossen, wobei eine flockige Ausfällung entsteht, die noch wÏhrend einer Stunde gerührt wird. Dann wird durch Einblasen von Dampf auf 90  erhitzt und die schaumige Masse filtriert. Der   Filterkuehen    wird möglichst trocken gesaugt oder abgepresst und locker auf Trockenbleche ausgebreitet.



  Durch Trocknen in einem 90 bis 100  warmen Luftstrom wird ein   korniges Material    erhalten, das noch   20    bis 30% Kochsalz enthält und sieh leicht in einer   Sehlagstiftmühle zu    einem feinen Pulver vermahlen lϯt.



      Eeispiel S :   
10 Gewichtsteile Methylcellulose, die in    2%iger L¯sung eine Visk@sitÏt von 400 Cps.    zeigt, werden in 100   Volur@teilen    Wasser von 40¯ eingetragen und   tarin    eine halbe Stunde gerührt. Dann wird mit 100   Volumteilen    kaltem Wasser verdünnt, wobei sich die   Methyl-    cellulose unter Bildung einer stark viskosen Flüssigkeit klar   lost. Nachdem    eine Stunde bei 25¯ ger hrt worden ist, werden 60 Volumteile einer 20gewichtsprozentigen Natriumsul  fatlosung    von   20     zugef gt, eine Viertelstunde weitergerührt und   darauf nochmals 40 Volum-    teile der gleichen   Salzlosung zugegeben.

   Da-    durch wird   die Methylcellulose    in   Floeken    ausgefÏllt.   Anschliessendwirddurch    Einblasen von Dampf auf 90¯ erhitzt und die Masse auf einer Filterpresse filtriert. Das filtrierte Material wird noch eine Stunde ausgeblasen und darauf auf Bleche locker ausgebreitet.



  Nach dem Trocknen in einem Luftstrom von 80 bis   120  kann die spröde, liarte Alasse,    die noch 5 bis 10  /o Natriumsulfat enthält, in einer Sehlagstiftmühle zu einem feinen Pulver vermahlen werden.



   Beispiel 3 :
10 Gewichtsteile Methylcellulose, die in   2 /oiger Lösung    eine Viskosität von 400 Cps. zeigt, werden, wie im Beispiel   2    beschrieben, in eine klare viskose Flüssigkeit  bergef hrt.



  Naehdem eine Stunde bei   25     gerührt worden ist, werden unter gutem Rühren 200 Volumteile einer   20gewichtsprozentigen    Natriumsul  fatlösung    langsam zufliessen gelassen. Nach beendigtem Eintragen wird noch eine Stunde weitergerührt und die ausgefällte Masse auf einer Filterpresse filtriert. Das filtrierte Ma  terial    wird noch zwei Stunden ausgeblasen und in einem Luftstrom von 90 bis   100     getrocknet. Das   10    bis   20"/o    Natriumsulfat enthaltende spr¯de   Trockenprodukt    lässt sich leicht zu einem feinen Pulver vermahlen.



   An Stelle der Natriumsulfatl¯sung lϯt sich mit gleichem Erfolg die gleiche Menge   Magnesiumsulfatlosung    zur Fällung verwenden.



   Beispiel 4 :
10 Gewichtsteile einer ¯thyl-oxÏthylcellulose, die in   S'/oiger wässeriger Losung    eine Viskosität von 400 Cps. aufweist, werden nach Benetzen mit 40 Volumteilen hei¯em Wasser durch Zusatz von 160 Volumteilen kaltem Wasser gelöst. Dann werden unter gutem Rühren im Verlauf einer halben Stunde 400 Volumteile einer gesättigten Kochsalzlösung zugefügt. Das Gemisch wird sodann zum Sieden erhitzt, kochend filtriert, der Rüekstand möglichst vollständig von der Salzlösung befreit und in einem warmen Luftstrom getrocknet. Das   Trockenprodukt    enthält noch 20 bis 30% Kochsalz und lässt sich infolge seiner harten, spröden Struktur leicht zu einem feinen Pulver vermahlen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellmg von in kaltem Wasser l¯slichen und in heissem Wasser unlös- lichen Alkyleellulosen in feinpulverisierbarer Form, ausgehend von gefällte Alkylcellulosen enthaltenden Reaktionsmischungen, die durch Versetzen einer Lösung von kaltwasserloslichen Alkyleellulosen mit fällend wirkenden Salzen erhalten worden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die gefällten Alkyleellulosen von den Salzlösungen abgetrennt und hierauf getroeknet werden.
    UNTERANSPR¯CHE : 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktions- mischungen zunächst erhitzt, hierauf die Salzlösungen abgesaugt und schliesslich die dabei isolierten Alkyleellulosen getrocknet werden.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Absaugen der Salzlosungen isolierten Alkyleellulosen zunächst durch Aus- blasen von noeh anhaftender Salzlosung befreit und hierauf getrocknet werden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer Reaktionsmischung, die eine kaltwasserlos- liche, in heissem Wasser unlösliehe Methylcellulose enthält, ausgeht.
CH287556D 1950-06-14 1950-06-14 Verfahren zur Herstellung von Alkylcellulosen in fein pulverisierbarer Form. CH287556A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2001508116A (ja) * 1997-01-21 2001-06-19 ヴオルフ・ヴアルスロデ・アクチエンゲゼルシヤフト 微分割された多糖類誘導体の製造法

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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JP2001508116A (ja) * 1997-01-21 2001-06-19 ヴオルフ・ヴアルスロデ・アクチエンゲゼルシヤフト 微分割された多糖類誘導体の製造法

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