Brennstoffzufuhreinrichtung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Brennstoffzufuhreinrichtung in Gastur binenanlagen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist von jener Art, die eine Pumpe für flüssigen Brennstoff und Injektorvorrichtungen zum Einspritzen von Brennstoff in die Verbren nungseinrichtung der Anlage aufweist und die ferner Mittel zum Verändern des Brenn stoffstromes zu den Injektoren besitzt.
Eine bekannte Einrichtung der genannten Art besitzt eine Brennstoffpumpe der Ver drängerbauart mit annähernd konstanter Fördermenge, welche durch die Maschine an- treibbar ist und wobei die Brennstoffströ mung zu den Injektoren durch eine Drossel vorrichtung steuerbar ist. Ü berschüssiger, der Verbrennungseinrichtung nicht zugeführter Brennstoff wird dabei unter der Steuerwir kung eines Überdruckventils zur Saugseite der Pumpe zurückgeführt, und zwar durch eine zwischen der Pumpe und der Drosselvor- riehtung angeordnete Rückströmleitung. Die Rüekströmleitung muss unter gewissen Be triebsbedingungen einen sehr grossen Brenn stoffstrom führen können.
Um die Verwen dung einer solchen von einem Überdruck ventil ausgehenden Rückströmleitung vermei den zu können, besitzt eine andere bekannte Einrichtung der genannten Art eine Ver- drängerpunmpe mit veränderlicher Förder menge und eine Drossel oder dergleichen zur Steuerung der Brennstoffströmung zu den In- jektorvorrichtungen. Die Verdrängerpumpe mit veränderlicher Fördermenge wird entspre chend dem Brennstoffbedarf der Anlage reguliert. Auf diese Weise kann eine Rüclk- strönmleitung, die einen grossen Brennstoff strom führen muss, vermieden werden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt vor allem, eine Brennstoffzufuhreinrichtung zu schaffen, welche günstiges Betriebsverhalten ermöglicht.
Gemäss der vorliegenden Erfindung besitzt eine Brennstoffzufuhreinriehtung der ge nannten Art ein Brennstoffpumpensystem, das eine maschinengetriebene Zentrifugalpunmpe und eine maschinengetriebene Verdränger pumpe besitzt, welche parallel zur Zentri fugalpumpe Brennstoff in die Anlage för dert. Die Verdrängerpumpe ist zweckmässig eine solche, die bei gegebener Drehzahl kon stante Fördermenge besitzt. Die Verwendung einer Zentrifugal-Brennstoffpumpe ergibt den grossen Vorteil der Vereinfachung der Einrichtung und der Vermeidung relativ komplizierter Mechanismen, die bei einer Verdrä.ngerpumpe mit variabler Förder menge notwendig sind.
Eine Zentrifugal pumpe besitzt jedoch eine Fördercharak- teristik, welche eine solche Pumpe im allge meinen zur Veiwendun - in (-xa turbinen- Brennstoffzufuhreinrichtungen ungeeignet inaeht, insbesondere beim Anlassen und beim Betrieb mit kleiner Leistung; der Anlagre, das heisst wenn die Masehinendrelizahl und dem- zufolge die Drehzahl, mit welcher die Pumpe angetrieben wird, klein ist.
Um diese Sclhwie- rigkeit zu beheben, kann die parallel zu der Zentrifugalpumpe arbeitende Verdränger pumpe so ausgebildet sein, dass sie bei Betrieb der Anlage im untern Drehzahlbereich eine Fördermenge aufweist, welche dem Brenn stoffverbrauch bei diesen Betriebszuständen der Anlage genügt.
Die Erfindung kann besonders in Gas turbinenanlagen angewendet werden, bei wel chen sowohl Hilfs- als auch Hauptbrennstoff injektoren vorhanden sind. Bei einer solchen Anlage wird für das Anlassen und für Be trieb mit kleiner Drehzahl Brennstoff durch die Hilfsbrennstoffinjektoren zugeführt, und für den Betrieb bei hoher Leistung wird Brennstoff durch die Hauptbrennstoffinjek toren zugeführt, wobei die Brennstoffzufüh rung durch die Hilfsbrennstoffinjektoren im letzteren Fall nach Wunsch weitergeführt oder abgestellt werden kann.
Die Hilfsbrenn stoffinjektoren sind so ausgebildet, dass sie eine genügende Zerstäubercharakteristik bei geringer Brennstoffströmung aufweisen, und die Hauptbrennstoffinjektoren sind so ausge bildet, dass sie bei hohen Brennstoffströmun gen geute Charakteristiken aufweisen, ohne dass übermässig hohe Brennstofförderdrücke im Brennstoff-Pumpensystem notwendig sind.
Demzufolge kann die Brennstoffzuführ einrichtung der genannten Art eine maschi nengetriebene Zentrifugalpumpe zur Förde rung von Brennstoff zu den Hauptbrennstoff injektoren aufweisen, sowie eine maschinen getriebene Verdrängerpumpe, welche Brenn stoff zu den Hilfsbrennstoffinjektoren för dern kann.
Um hohe Drücke in der Förderleitung der Verdrängerpumpe zu vermeiden, kann ein Über druckventil auf der Förderseite der Pumpe vorgesehen sein, um einen vorbe stimmten maximalen Förderdruek der Pumpe aufrechterhalten zu können, und da die Ver- drängerpunmpe nur einen verhältnismässig kleinen Bruchteil der maximalen, von der Maschine benötigten Brennstoffmenge för dert, ist die Strömung durch das Überdruck- ventil verglichen mit der Gesamtströmung zur Maschine klein.
Die Verdrängerpunmpe kann z. B. eine Flügelpumpe mit exzentrisch gelagertem Flü gelrad sein oder eine Kolbenpumpe oder eine Zahnradpumpe. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Einrichtung in einer Gasturbinenanlage sind Haupt- und Hilfs brennstoffinjektoren vorgesehen und die Zen- trifugalpunmpe und ihr Fördersystenm zu den Hauptinjektoren ist hydraulisch von der Ver drängerpumpe und ihrem Fördersystem zu den Hilfsinjektoren getrennt, so dass die Pumpen in Wirklichkeit parallel Brennstoff in die Anlage fördern. Die Einlässe der Zen trifugalpumpe und der Verdrängerpunmpe mit konstanter Fördermenge können an eine gemeinsame Saugleitung angeschlossen sein.
Der Erfindungsgegenstand ist in der bei liegenden Zeichnung beispielsweise näher dar gestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Gasturbinen anlage mit Brennstoffinjektoren.
Fig. 2 ist eine Einzelheit im Schnitt und zeigt eine Variante der in Fig. 1 dargestell ten Brennstoffinjektoren.
Fig. 3 zeigt eine weitere Variante der Brennstoffinjektoren zur Verwendung in der Einrichtung gemäss Fig. 1.
Fig. 4 zeigt schenmatisclh ein Ausführungs beispiel der Brennstoffzuführungseinrich- tung.
Fig. :5 zeigt. ein weiteres Beispiel dieser Einrichtung, und Fig. 6 zeigt eine Einrichtung gemäss Fig. 5, bei welcher Einzelheiten einer Steuer vorrichtung für den Ilauptbrennstoffstroin sichtbar sind.
Für gleiche oder einander entsprechende Teile sind gleiche Bezugszahlen benützt wor den.
In Fig. 1 ist eine Gasturbinenanlage dar gestellt, welche einen Kompressor 10 besitzt, ferner eine Mehrzahl von Brennkammern 11, in welchen Brennstoff zur Erwärmung die ser Luft verbrannt wird, eine Turbine 1.3, welcher die Heissgase der Brennkammer zu geführt werden und die zum Antrieb des Kompressorrotors 10a mittels einer Welle 15 bestimmt ist,' und ferner eine Abgasleitung 14, welche die Abgase aus der Turbine 13 aufnimmt.
Die Zahl der Brennkammern 11, von welchen nur zwei dargestellt sind, kann verschieden sein, wobei die Brennkammern 11 ringförmig unm ein Statorgehäuse 12 an geordnet sind, welches Gehäuse sieh innerhalb des Brennkammerringes vom Kompressor 10 zur Turbine 13 erstreckt. Die Turbine kann ferner verschiedene Zusatzgeräte, wie Brenn stoff- und Ölpumpen antreiben, zu welchem Zweck an der Welle 15 eine bei 16 angedeu tete Antriebsabzweigung vorgesehen ist.
Der Brennstoff wird den Brennkammern 11 dureh Brennstoffinjektoren zugeführt, und im vorliegenden Beispiel ist angenom- mnen, dass eine Hauptbrennstoffquelle für die Förderung von Brennstoff zur Anlage während des Betriebes mit grosser Leistung und eine Hilfsbrennstoffquelle zur Förde rung von Brennstoff zur Anlage während des Anlassens und des Betriebes der Anlage mit kleiner Leistung vorhanden sind.
Der Hauptbrennstoffstronm und der 1Hlilfs- brennstoffstrom können beide dureh gemein same Brennstoffinjektoren den Brennkam- mern zugeführt werden oder sie können dureh getrennte Brennstoffinjektoren oder dureh Brennstoffinjektoren mit getrennten Düsen für Hilfs- und Hauptbrennstoff zuge führt werden.
Beim Beispiel gemäss Fig. 1 wird der Haupt- und der Hilfsbrennstoffstrom durch, getrennte lnjektoren den Brennkammern zu geführt. Zu diesem ist ein Haupt-Brenn- stoffsammelrohr 17 vorgesehen, welchem Brennstoff durch eine Speiseleitung 24 zuge führt wird und welches eine Anzahl von Zweigleitungen 18 besitzt, welche zu Hlaupt- injektoren 22 führen. Ferner ist ein Hilfs- Brennstoffsammelrohr 19 vorgesehen, wel chem Brennstoff durch eine Speiseleitung 25 zugeführt wird und (las eine Mehrzahl von Zweigleitungen 20 besitzt, welche zu Hilfs injektoren 23 führt.
Es ist ersiehtlieh, dass bei dfiesem Beispiel zwei Injektoren, ein Hilfs- injektor 23 und ein Hauptinjektor 22 für jede Brennkammer 11 vorgesehen sind.
Beim Beispiel gemäss Fig. 2 wird den Brennkammern 11 der Haupt- und der Hilfs- brennstoffstronm durch eine einzige Injektor- vorriehtung zugeführt. Diese Vorrichtung be sitzt getrennte Düsen für den Haupt- und den Hilfsbrennstoff. Der Hauptbrennstoff strömt aus der entsprechenden Zweigleitung 18 in einen Speisekanal 27a im Brennstoff injektor 27 und von hier in die Ringkammer 28a, deren Auslass eine Hauptbrennstoffdüse 29a bildet. Der Hilfsbrennstoff strömt aus der Zweigleitung 20 in den Kanal 27b im Brennstoffinjektor 27 und von hier in eine zentrale Kammer 28b, deren Auslass 29b die Einspritzdüse für den Hilfsbrennstoff bildet.
Anstatt eine einzige Injektorvorrichtung mit zwei Düsen vorzusehen, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, oder anstatt zwei Brennstoff injektoren, den einen für den Hauptbrenn- stoffstron und den andern für den Hilfs- brennstöffstrom, wie in Fig. 1 vorgesehen, können bei jeder Brennkammer 11 aich drei Injektoren vorgesehen sein, wie dies in Fig. 3 ersichtlich ist. Bei diesem Beispiel wird, wie in Fig. 1 gezeigt, ein Hilfsbrennstoffinjektor 23 mit Brennstoff aus dem Hlilfsbrennstoff- sammelrohr 19 versorgt, und ferner sind zwei Hauptbrennstoffinjektoren 22, 22a vorge sehen.
Dem Injektor 22 wird Brennstoff aus dem Hauptbrennstoffsammelrohr 17, wie beim Beispiel gemäss Fig. 1 zugeführt, und dem zweiten Hauptbrennstoffinjektor 22a wird Brennstoff aus einem Sammelrohr 17cr. durch eine Zweigleitung 18a zugeführt. Das Sammelrohr 17a wird dureli eine Speise leitung 24a. gespeist, die an die Speiseleitung 24 angesehlossen ist und ein Überdruekventil 26 aufweist.
Bei diesem Ausfüh,-zngsbeispiel wird der Brennkammer 11 während des An- lassen.s und während des Betriebes der An lage mit kleiner Leistung Brennstoff dureh den Hilfsinjektor 23 zugeführt. Wenn die Leistungsabgabe der Maschine zunimmt, wird vorerst Brennstoff durch den Hauptinjektor 22 zugeführt, und wenn der Brennstoff-För- derdruek in der Speiseleitung 24 einen vor- bestimmten Wert erreicht, öffnet sich das Ventil 26, und nun wird Brennstoff durch den andern Hauptinjektor 22a der Brenn- kammer 11 zugeführt.
Bei den Beispielen gemäss den Fig. 2 und 3 sind die Brennkammern 11 mit einem Flammrohr lla versehen, das das äussere Ge häuse der Brennkammer schützt.
Die Brennstoffzufuhreinrichtung ist in Fig. 4 dargestellt. Bei dieser Ausführung ist eine gemeinsame Saugleitung 30 vorgesehen, die von einem nicht gezeichneten Brennstoff tank ausgeht, wobei in der Leitung 30 ein Grobfilter 31 für den Brennstoff angeordnet ist. Die gemeinsame Saugleitung 30 verzweigt sieh stromabwärts des Grobfilters 31 in zwei Zweigleitungen 30a und 30b, wobei die Zweig leitung 30a zum Einlass der Zentrifugal pumpe 32 führt, welche die Förderpumpe für den Hauptbrennstoffstrom darstellt. Die andere Zweigleitung 30b führt zum Einlass einer Verdrängerpumpe 38 mit bei gegebener Drehzahl konstanter Fördermenge, welche zur Förderung der Hilfsbrennstoffmenge dient.
Die Zentrifugalpumpe 32 besitzt einen Rotor 32a, der über eine Kupplung 33 durch die Antriebswelle 16 angetrieben wird. Die Zentrifugalpumpe fördert in eine Speise leitung 34, welche zu einer Steuervorrichtung 35 für den Hauptbrennstoffstrom führt, aus welchem der Brennstoff in die Hauptspeise leitung 24 und anschliessend in das Haupt- brennstoffsammelrohr 17 gelangt.
In der Hauptspeiseleitung 24 ist ein Ab stellhahn 36 vorgesehen, der während des Betriebes der Anlage vollständig offen ist und der bei Stillstand der Anläge vollständig geschlossen ist.
Die Hilfsbrennstoffmenge aus der als Zahnradpumpe ausgebildeten Verdränger- pumpe 38 mit konstanter Fördermenge, die ebenfalls durch die Antriebswelle 16 antreib- bar ist, strömt von der Pumpe 38 in die Hilfs brennstoffspeiseleitung 25 und gelangt so in das Hilfsbrennstoffsammelrohr 19.
Ein Abstellhahn 39, ähnlich demn Abstell hahn 36, ist in der Hilfsbrennstoffspeiselei- tune 25 vorgesehen, die, wie bei 42 gezeigt, mit dem Abstellhahn 36 zwecks gleichzeitiger Betätigung gekoppelt ist. Eine Rückleitung 40 ist vorgesehen, und zwar auf der Förder- seite der Pumpe 38, die zur Saugseite der Pumpe zurückführt, und die Strömung durch die Rückleitung 40 wird durch ein Über- druelventil 4l gesteuert, welches dazu be stimmt ist, einen konstanten Förderdruelzk in der Hilfsbrennstoffspeiseleitung 25 aufrecht zuerhalten, so dass der Druck des Hilfs brennstoffes unabhängig ist von Änderungen der Betriebsverhältnisse der Anlage.
In der Zweigleitung 30b ist ein Feinfilter 37 vorgesehen, um zu verhindern, dass Staub, der das Grobfilter 31 passieren kann, in das Hilfsbrennstoffpumpensystem gelangen kann und so die Hilfsinjektoren, welche durch die Zweigleitungen 20 an das Sammelrohr 19 an geschlossen sind, verstopfen kann. Ein Vor teil dieser Ausbildung besteht darin, dass kein Feinfilter zum Filtrieren des in das Haupt- brennstoffsvstenm eintretenden Brennstoffes erforderlich ist, da keine relativbeweglichen Dichtungsflächen mit kleinem Spiel in der Hauptbrennstoffpumpe vorhanden sind.
Somit sind die Druckverluste im Brennstoffsystem bedeutend kleiner als bei bekannten Einriclh- tungen, da der grössere Teil des Brennstoffes, der der Maschine zugeführt wird, ohne fil triert zu werden, durch die Einrichtung strömt. Nur ein kleiner Teil des Brennstoffes strömt durch die Zweigleitung 30b, und die ser Brennstoff kann durclh das Feinfilter 37 strömen, ohne grosse Druckverluste zu ver ursachen.
Die Verwendung einer Zentrifugalpumpe 32 zur Förderung der Hauptbrennstoffinenge ergibt eine bedeutend einfachere Brennstoff- zufuhreinriehtung, als dies bisher mö-liell war, und die Verwendun - einer Verdrän -er pumpe 38 niit. konstanter Fördermenge zur Förderun- der Hilfsbrennstoffnien ge gewähr leistet,
dass die Brennstofförderung bei klei nen Drehzahlen und beine Anlassen der lIa- sehine dem Brennstoffbedarf der Anla-e bei diesen Betriebszuständen genügl. Ein anderes Ausführungsbeispiel einer Brennstoffzufuhreinrichtung ist in Fig. 5 dargestellt, welche Einrichtung sieh für jenen Fall eignet, in welchem die Haupt- und die Hilfsbrennstoffmenge durch einen gemein samen Brennstoffinjektor der Brennkammer 1l zugeführt wird.
Bei diesem Beispiel strömt der die Steuervorriehtung 35 verlassende Brennstoff in eine Hauptspeiseleitung 24b, in welcher der Abstellhahn 36 angeordnet ist und welche auch ein Rücksehlagventil 46 aufweist. Die Hauptspeiseleitung 24b ist mit einer Speise- leittin,g 43 verbunden, welche in ein Sanmmel- rohr 44 mündet. Letzteres besitzt eine An zahl von Zweigleitungen 45, wovon jede mit einem nicht gezeiehneten Brenistoffinjektor verbunden ist.
Das Hilfsbrennstoffsystem besitzt eine Saugleitung 30b, in welcher ein Filter 37 an geordnet ist, ferner die masehinengetriebene Verdrängerpumpe 38 mit konstanter Förder menge und eine Hilfsbrennstoff-Förder- leitung 25a, welche an die Förderseite der Pumpe 38 angeschlossen ist und einen Ab stellhahn 39 und ein Rücksehlagventil 47 auf weist. Das Auslassende der Hilfsbrennstoff- Förderleitung 25a ist mit der Speiseleitung 43 verbunden, die zum Sammelrohr 44 und den nicht gezeiehnten Brennstoffinjektoren führt.
Eine Riickleitung 48 erstreckt sieh von der Speiseleitung 25a (zwischen der Pumpe 38 und dem Mahn 39) zum Einlass der Hauptbrennstoffpumpe 32; die Strömung durch die Rückleitung wird durch ein Über druckventil 49 so gesteuert, dass in der Speise leitung 25a ein konstanter Druck aufrecht erhalten wird.
Das Rüekselhlagventil 46 verhindert, dass von der Pumpe 38 geförderter Brennstoff bei Betrieb der Anlage reit kleiner Drehzahl zur Saugseite der Pumpe über die Zentrifugal pumpe 32 zurückfliessen kann. Das Rück- seltlagventil 47 verhindert, dass von der Pumpe 32 geförderter Brennstoff zurück zurrt Einlass der Pumpe 32 über das Rüeksehlag- ventil 49 strömt. Irr der Fig. 6 ist eine Brennstoffzufuhr- einriehtung dargestellt, die derjenigen in Fig. 4 entspricht, bei welcher jedoch ein Aus führungsbeispiel der Steuervorrichtung für die Hauptbrennstoffmenge für Detail gezeigt ist.
Die Steuervorrichtung 35 kann auch bei der in Fig. 5 gezeigten Einrichtung benützt. werden. Die Steuervorrichtung 35 besitzt eine Drosselvorrichtung 50, die durch ein Steuer organ 51 zwecks Einstellung der Hauptbrenn stoffmenge auf einen bestimmten Wert zur Festlegung der gewünschten Maschinendreh zahl bewegbar ist. Ferner besitzt sie einen Reglermeehanismus zur Aufrechterhaltung der Brennstoffströmung auf einem solchen Wert, dass die gewünschte Maschinendreh zahl, die durch die Drossel gewählt wurde, aufrechterhalten werden kann und zur Än derung der Brennstoffströmung entsprechend den Änderungen des Atmosphärendruekes der Umgebung.
Der Reglermechanismus besitzt eine Öff nung 52, die zwischen der Drossel 50 und der Pumpe 32 angeordnet ist und deren Quer schnitt durch ein Plattenelement 53 gesteuert wird, welches von einem Kolben 54 getragen wird, der in einem Zylinder 55, entgegen der Wirkung einer Feder 56, unter dem Eln- fluss des Fluiddruckes arbeitet.
Der Kolben 54 kann einem konstanten Fluiddruek ausge setzt -erden, und zri diesem Zweck ist. der Zylinder 55 finit der Hilfsspeiseleitung 25, in welcher der Druck durch das L'berdruekvent.il 41 konstant gehalten wird, über die Zweig leitung 55a. verbunden.
Das untere Ende des Zylinders 55 ist mit dein obern Zylinderende durch eine Leitung 57 verbunden, in welcher eine verengte Öffnung 58 angeordnet ist, und an das untere Ende des Zylinders 55 ist.
eine Arrzapfleitung 59 angeschlossen. Wenn durch die Leitung 59 kein Brennstoff strömt, sind die auf beiden Seiten des Kolbens 54 herrschenden Drücke einander gleich, und der Kolben 54 wird unter der Wirkung der Feder 56 angehoben, wodurch die Platte 53 gehoben und der Querschnitt der Öffnung 52 auf seinen maximalen Wert vergrössert wird. -Wenn dagegen durch die Leitung 59 Brenn- Stoff strömt,
ist der Druck auf der untern Seite des Zylincders 55 kleiner als der Fluid- druck im obern Zylinderteil, und der Kolben 54 nimmt eine Lage ein, in welcher die Fluid- druckbelastung auf der Oberseite des Kol bens 54 der kombinierten Belastung auf der Kolbenunterseite zufolge des Fluiddruckes im untern Zylinderteil und zufolge der Wir kung der Feder 56 das Gleiehgewicht hält. Demzufolge wird die Platte 53 gesenkt und der Querschnitt der Öffnung 52 verkleinert. Dies bewirkt, dass, wenn die Strömung durch die Leitung 59 abnimmt, der Querschnitt der Öffnung 52 zunimmt und die Brennstoff- förderung zur Maschine zunimmt.
Wenn da gegen die Strömung durch die Leitung 59 zu nimmt, wird der Querschnitt der Öffnung 52 verkleinert, und die Brennstofförderung zur Maschine nimmt ab.
Die Anzapfströmung durch die Leitung 59 wird durch das Halbkugelventilelement 60 gesteuert, das am einen Ende eines Hebels 61 angebracht ist, der seinerseits von einer Menm- bran 62 getragen wird, die zwei Kammern 63, 64 voneinander trennt, welche in einem Gehäuse 65 angeordnet sind. Die Kammer 63 ist durch eine Rückströmleitung 66 mit der Saugleitung 30a verbunden, so dass durch die Leitung 59 abgezapfter Brennstoff zurüek zur Sangseite der Zentrifugalpumpe 32 strömt.
Die Kammer 64 mündet in die Atmo sphäre, und in der Kammer ist eine evakuierte Dose 6 7 angeordnet, die gegen einen einstell baren Anschlag 68 abgestützt ist. Die Dose 67 liegt gegen den Hebel 61 an. Beim Abneh- mnen des Atnmosphärendruekes der Umgebung, z. B. zufolge einer Zunahme der Flughöhe eines Flugzeuges, dessen Triebwerk eine Gas turbinenanlage mit der beschriebenen Brenn- stoffzufuhreinriehtung ist, dehnt sieh die Dose 67 aus, und die durch sie auf den Hebel 61 bewirkte Belastung nimmt im Sinne eines Anhebens des Halbkugelventils 60 zu. Bei einer Zunahme des Atmosphärendruclkes nimmt die durclh die Dose 67 auf den Hebel 61 übertragene Belastung ab.
Der Hebel 61 ist ferner durch eine Feder 69 belastet, die an einem einstellbaren Anschlag 70 anliegt, die durch die Feder 69 ausgeübte Belastung wirkt im Sinne des Schliessens des Auslasses der Anzapfleitung 59 durch das Halbkugel ventil 60.
Der Hebel 61 ist so angeordnet, dass er durelh die Differenz der in der Speiseleitung 24 beidseits der Drossel 50 herzsehenden Drücke belastet werden kann. Zu diesem Zweck führt von der Speiseleitung 24 eine Zweigleitung 71 zu einem Zylinderraum 72, der vom Raum 79 durch eine Membran 7 3 getrennt ist. Der Raunz 79 ist durch eine Leitung 80 mit der Speiseleitung 24 verbun den, und zwar stromabwärts der Drossel 50. Die Membran 73 betätigt einen Stössel 71, welcher sieh am Hebel 61 abstützt, so dass er auf ihn eine Belastung im Sinne des Ab hebens des Halbkugelventils 60 von seiner Sitzfläche rund um den Auslass der Leitung 59 ausübt.
Es ist zu bemerken, dass demzufolge den auf den Hebel 61 durch den Stössel 74 und die Dose 67 übertragenen Belastungen die durch die Feder 69 auf den Hebel 61 aus geübte Belastung entgegenwirkt, und bei sta tionären Betriebszuständen sind diese Be lastungen miteinander im Gleichgewicht.
Bei stationären Betriebsbedinguno-en be wirkt jede unerwünschte Zunahme der Brenn- stoffströmurig eine Erhöhung der. Druckdif- ferenz an der Drossel 50.
Die auf den Hebel 61 durch den Stössel 7-I übertra-ene Be lastung wird demzufolge das Halbkugelventil 60 weiter anheben und ermöglicht einen ei-- höhten Abfluss durch die Leitung 59, und dies hat ein Bewegen des Kolbens 54 im Sinne der Verkleinerung des Querschnittes 5? zur Folge, wodurch die Brennstoffströmung <B>ge-</B> drosselt wird.
.Jede unerwünschte Abnahme der Brennstoffströmung bewirkt ein Abfal len der Druckdifferenz an der Drossel 50 und eine Herabsetzung der Belastung des Hebels 61 dureli den Stössel 7-l. Das Halb- kugelventil 60 wird demnaeli im Sinne der Herabsetzun- der Strömung durch die Lei tung 59 wirken,
wobei der Kolben 5.1 iin Sinne einer Vergrösserung des Querschnittes der Öffnung 52 und demzufolge einer Ver grösserung der Brennstoffzufuhr bewegt wird. Man sieht also, dass die Brennstofförderung zur Masehine auf demjenigen Wert gehalten wird, der notwendig ist zur Aufrechterlhal- tung der durch Einstellen der Drossel 50 mit tels des Steuerorgans 51 gewählten Maschi- nendrelhzahl.
Beim Einstellen des Steuerorgans 51 zwecks Beschleunigung der Maschine wird die auf den Hebel 61 durch den Stössel 74 übertragene Belastung abnehmen und der Querschnitt der Öffnung 52 zunehmen, wo dureh die Brennstoffzufuhr zunimmt und zwar so lange, bis die auf den Hebel 61 wir kenden Belastungen wieder ausgeglichen sind. Beinm Einstellen des Steuerorgans 51 zur Ver zögerung der Masehine nimmt die cdureh den Stössel 74 auf den Hebel 61 ausgeübte Be lastung zu, was bewirkt, dass der Kolben 54 im Sinne der Herabsetzung des Quersclnittes der Öffnung 52 bewegt und die Brennstoff zufuhr gedrosselt wird. Die Allnahme der Brennstoffzufulhr erfolgt so lange, bis die auf den Hebel 61 wirkenden Belastungen wie der ausgeglichen sind.
Die Dose 67 dehnt sieh, wie oben erwähnt, mit abnehmendem Atnmosphärendruck aus und zieht sieh mit zu nehmendem Atmosphärendruck zusammen, wobei die durch diese Dose auf den Hebel 61 ausgeübte Belastung zu, bzw. abnimmt. Demn- zufolge ninmmt die Brennstoffzufuhr bei einer Zunahme der Flughöhe und entsprechender Abnahme des Atmnosphärendrtuckes ab und bei einer Zunahme des Atmosphärendruckes zu.
Zwecknmässig ist die Anordnung derart, dass die Änderung in der Brennstoffzufuhr, die durch ein Ausdehnen oder Zusammen ziehen der Dose verursacht wird, derart ist, dass bei einer gegebenen Einstellung der Drossel 50 die Brennstoffzufuhr zur Ma- sehine stets derart ist, dass die Drehzahl der Masehine unabhängig von der Flughöhe kon stant gehalten wird. Der Förderstrom der Pumpe 38 mit konstanter Fördermenge kann beispielsweise durch eine Drossel geleitet wer den, deren Querschnitt beliebig einstellbar ist, und es kann eine auf Druck ansprechende Vorrichtung vorgesehen sein, die auf die Dif ferenz der beidseits der Drossel herrschenden Drücke anspricht und die dazu bestimmt ist, die Förderung der Zentrifugalpumpe zur Masehine zu steuern.
Es ist zu bemerken, dass, da die Pumpe mit konstanter Förder menge von der Masehine angetrieben wird, die Druckdifferenz eine vorbestimmte Funk tion der Masehinendrehzahl ist, und sie kann deshalb als ein Drehzahl empfindliches Organ für das Steuersystem der Zentrifugalpumpe benützt werden.