CH288382A - Beständiges Präparat zum Verbessern der Echtheiten von Färbungen. - Google Patents

Beständiges Präparat zum Verbessern der Echtheiten von Färbungen.

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CH288382A
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  Beständiges Präparat zum Verbessern der     Echtheiten    von Färbungen.    Es wurde gefunden, dass die höhenmoleku  laren polt'     qitaternären        Amnioniumverbinclun-          gen,    welche durch Einwirkung von     aliphati-          sehen    tertiären Polyaminen auf     aliphatische          Dilialogenide    erhalten werden, in Kombina  tion mit löslichen Kupferverbindungen zum  Verbessern der     Eehtheiten    von     Färbungen    ver  wendet werden können.

   Insbesondere eignen  sie sich zum Fixieren von     substantiven    Fär  bungen auf     Cellulosefasern,    das heisst sie ver  bessern in Kombination mit löslichen     Kupfer-          verbindungen    die     Nassechtheiten <     häufig auch  die Lichtechtheit der     Ausfärbungen    vieler  Direktfarbstoffe. Die Wirksamkeit solcher  Echtheitsverbesserer ist, wie bekannt, konsti  tutionsbedingt und deshalb nicht. bei allen  Direktfarbstoffen gleich gross. Bei der Mehr  zahl derselben ist die Verbesserung der     Nass-          cchtheiten    ganz     beträchtlich.     



  Die höhenmolekularen     polyquaternären          Ammoniumverbindungen    lösen sieh auch in  hartem oder     sulfat.haltigem    Wasser klar auf,  was für die     färberisehe    Praxis von Bedeutung  ist. Sie werden durch Säurezusatz nicht aus  gefällt.

   Zur     Kombinierung    eignen sich lösliche  Kupferverbindungen wie zum Beispiel Kup  fersulfat,     -chlorid,        -acetat,        -tartrat,        -gliiconat     oder     -lactat.    Diese werden am einfachsten  direkt zur Lösung der     polyquaternären        Am-          nioniumverbindung    gegeben, aber es ist auch       inöglieh,    die Ausfärbungen vor oder nach der  Behandlung zu kupfern.  



       Quaternäre        Ammoniumverbindungen    in       Kombination    mit Kupfersalzen sind schon    mehrfach als Echtheitsverbesserer vorgeschla  gen worden, und     zwar    sowohl mono- als auch       diquaternär    e     Ammoniumverbindungen.    Die  höhenmolekularen polt'     quaternären        Ainmo-          niumverbindungen,    gemäss vorliegendem Ver  fahren verwendet, sind ihnen, gemessen an  den erzielten Echtheitsverbesserungen, in  vielen Fällen wesentlich überlegen.  



  Die höhenmolekularen     polyquaternären          Ammoniumverbindungenwerden    auf einfache  Weise erhalten, indem die     aliphatischen,    ter  tiären Polyamine bei erhöhter     Temperatur    mit  den     Dihalogeniden        quaternär    gemacht wer  den. Die Reaktion wird durch     Krhitzen    der  Reaktionskomponenten auf     50-1-10      durch  geführt und ist. meist im     Lauf    einer bis mehre  rer Stunden beendigt.

   Sie kann in Abwesen  heit oder in Anwesenheit von Verdünnungs  mitteln -wie zum Beispiel     Butylalkohol,        Äthy-          lenglykol    oder     Diäthylenglykol    durchgeführt  werden. Die Anwendung von erhöhtem Druck  ist meist unnötig.  



  Als     aliphatische    tertiäre Polyamine kom  men vor allem     Di-,        Tri-    und     Tetramine,    wie  zum Beispiel     N,N'-Tetramethylhexamethylen-          diamin    und Homologe,     N,N'-Tetramethyl-          triglykoldiamin,        N,N',N"-Pentaiuethyl-diäthy-          lentriamin    und     N,N',N",N"'-Hexamethyl-          t.riäthylentetramin    sowie auch ihre     teehni-          achen    Gemische, in Betracht.  



  Als     aliphatische        Dihalogenide    kommen       Alkyldihalogenide    wie     1,2-Diclilor-    oder     Di-          bromäthan,        1,3-Diehlorpropan,        1,4-Dichlor-          butan,        1,5-Diehlorpentan,        1,6-Dichlorhexan,              1,4-Dibrompentan,        ?,3-Dichlorbutan,        1-Chlor-          2-bromäthan    usw.

   in Frage, ferner auch von       Glykolätliern    abgeleitete     Dihalogenide,wie    zum  Beispiel     ss,        #)'-Dichlordiäthyläther,        Ät.hylen-          glykol-di-ss-cliloräthyläther,        Tetraäthy1engly-          koldiehlorid,        7,;,'-Diehlor-propyläther    sowie       CT'Ivcerindiehlorhvdrin.     



  Die     Reaktionsprodukte    zeigen die besten  Eigenschaften, wenn die     Mengenverhältnisse     der     Reaktionskomponenten    so gewählt wer  den, dass auf ein     N-Atom    ungefähr ein Halo  genatom entfällt, so dass zum Beispiel bei  Verwendung eines     Triamins        zwei        Mol    Amin  mit drei     11o1        Dihalogenid        quaternär    gemacht  werden. Es können aber auch abweichende       Mengenverhältnisse    gewählt werden.  



  Es kann angenommen werden, dass bei  der     Quaternieruno,    von tertiären Diaminen  lineare Polymere entstehen, während mit     drei-          und        höherzähligen    tertiären Aminen ver  netzte Produkte gebildet werden. Die letztern  eignen sieh besonders gut.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  zum     Verbessern    der     Echtheiten    von Färbun  gen direktziehender Farbstoffe geeignetes, be  ständiges Präparat, enthaltend mindestens  eine wasserlösliche Kupferverbindung und  mindestens eine     höheriholekulare        polyquater-          näre        Ammoniumverbindung,    welche durch       Einwirkung    von     aliphatischen        Dihalogeniden     auf     aliphatisehe    tertiäre Polyamine erhalten  wird.  



       Beispiel:     Man vermischt 1 Teil     höhermolekulare          Ammoniumverhindung    und 0,5 Teile Kupfer  acetat.  



  Die erwähnte     Ammoniumverbindung    wird  wie folgt. erhalten:  11,5 Teile     N,N',Ni"-Pentamethy        1-diäthylen-          triamin    werden mit. 14,3 Teilen     ss,ss'-Dichlor-          ciiäthyläther    vermischt und in einem Ölbade  auf<B>1000</B> erhitzt. Unter Trübung und Ab  scheidung eines Öles tritt bei     100-12011    die       exotherme        Unisetzling    ein. Man belässt das       Reaktionsgemiseh    so lange bei dieser Tempe  ratur, bis sich der Inhalt vollständig zu einer  braunen, harten hasse v     erfestio@t    hat.

   Durch    Pulverisieren des stark     hygroskopischen    Re  aktionsproduktes erhält man ein hellbraunes  Pulver, das sich in     Wasser    leicht und klar  auflöst.  



  Wird an Stelle     von        /,ss'-Diehlor-diät.hyl-          ä.ther    eine entsprechende     llen-e        Triglylzol-          diehlorid        (Äthylenglykol-di-ss-eliloräthvläther)     verwendet oder     das        Triamin    durch     N,N',N",          N"'-Hexametliyl-triäthylentetramiri    oder     N,N'-          Tetrainethyl-trio@lvkoldiamin    ersetzt, so erhält  man bei gleicher Arbeitsweise ein Produkt mit  ähnlichen     Eigenschaften.     



  Wenn man 100 Teile     Baumwoll-    oder       Viskosegewebe,    das in     üblieher    Weise mit<B>6011o</B>  seines Gewichts an     Polvplienylsch-%varz    FF  (Schultz,     Farbstofftabellen,    7.

       Aufl.        Nr.628)     gefärbt wurde, während     i/@    Stunde in einer  Flotte     naehbehandelt,    die durch Lösen von 4  Teilen des oben beschriebenen Präparates in  4000 Teilen Wasser bereitet wird und das  Gewebe     ausschleudert    und bei     gewöhnlieher     Temperatur trocknet, so werden die     Nasseeht-          heiten    der     Färbuno    ganz     beträchtlich    ver  bessert.

      In gleicher Weise können     Ausfärbungen     reit vielen andern Direktfarbstoffen, zum  Beispiel Sonnengelb 3     CT        (Sehultz,        Nr.703),          Diphenylechtgelb    3     GL        (Sehultz        Nr.718),          Polyphenylorange    R     (Sehultz        11\,r.706),        Di-          phenylreinblau    FF (Schultz     Nr.510),

          Solo-          phenylviolett    BL (die lösliche Kupferver  bindung des     Disazofarbstoffs    gemäss     sehwei-          zerischer        Patentsehrift        Nr.1.451.55)    und Solo  plienylgrau 4     GL        (schweiz.    Patentschrift  Nr.     2211.79?    behandelt werden.  



  An Stelle der oben erwähnten     Ammoniuin-          v-erbindung    kann man auch das wie     folgt    her  gestellte Produkt verwenden:  Zn 17,3 Teilen     N,N',N"-Pentamethy        1-diätliv-          lentriamin    gibt man unter Rühren 19,3 Teile       Glycerindichlorhy    drin und     erwärmt.    mit Hilfe  eines Ölbades langsam auf     110-1.2511.    Durch  zeitweise Kühlung wird dafür gesorgt., dass  die     maximale    Reaktionstemperatur von     12511     nicht überschritten wird.

   -Man     rührt    40 Minu  ten bei -der     angegebenen    Temperatur, wodurch  man eine braune, klare, fadenziehende     lIasse         erhält, die bei     Zimmertemperatur    zu einem  springharten, hygroskopischen Harz erstarrt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zum Verbessern der Eehtheiten von Fär bungen direktziehender Farbstoffe geeignetes, beständiges Präparat, enthaltend mindestens eine wasserlösliche Kupferverbindung und mindestens eine höhermolekulare polyquater- iiäre Ammoniumverbindung, welche durch Einwirkung von aliphatischen Dihalogeniden auf aliphatische tertiäre Polyamine erhalten wird.
    UNTERANSPRUCH: Präparat nach Patentanspruch, enthaltend als polyquaternäre Ammoniumverbindung das Produkt, welches durch Einwirkung von diprimären aliphatischen Dihalogeniden auf aliphatische, mindestens dreizählige tertiäre Amine erhalten wird.
CH288382D 1950-09-01 1950-09-01 Beständiges Präparat zum Verbessern der Echtheiten von Färbungen. CH288382A (de)

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