CH289968A - Einrichtung zur Durchführung von Dekatierproben an Gewebemustern. - Google Patents
Einrichtung zur Durchführung von Dekatierproben an Gewebemustern.Info
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- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
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Description
Einrichtung zur Durchführung von Dekatierproben an Gewebemustern. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur T)urehführaing von Dekatierproben an Gewebemustern.
Die Einrichtung nach der l,.i-finclung ist gekennzeichnet. durch einen mit einem Deckel verschlossenen Behälter, eine scheibenförmige Zwischenwand, welche den vom Deekel umschlossenen Raum vom Be hälterraum trennt und welche perforierte, einen Zwischenraum zur Aufnahme von Gewebemustern einschliessende Platten auf- @s eist, einen Teilraum im Behälter, der mittels Kanälen mit dem vom Deckel um sehlossenen Raum verbunden ist, und durch Anselilussleittingen an den Behälterhauptraum und an den Behälter-Teilraum zur Führung von Dampf bzw. Kondensat.
Die erfindungsgemässe Einrichtung dient dazu, die beim Dekatieren von Geweben an -gewendete Wärmebehandlung mittels Dampf vorerst probeweise an einzelnen Mustern durchzuführen und so die für die angestrebten Veränderungen des Stoffes massgeblichen Betriebs-rössen für das Dekatieren der ganzen Gewebebahnen auf den dafür bekannten Ein- riehtungen versuchsweise festzulegen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ermöglicht, Qualitätseinbussen oder unter Umständen Materialverluste infolge unsachgemässer Be handlung der Stoffbahnen bei der Wahl un geeigneter Betriebsbedingungen für das Deka- tierverfahren zii verhindern. Bei entsprechen der Ausbildung gestattet sie ein rasches und rationelles Arbeiten unter leicht kontrollier baren Verhältnissen. Die Behälteröffnung der erfindungs gemässen Einrichtung ist vorteilhaft von einem ringförmigen Flansch begrenzt, auf welchem die scheibenförmige Zwischenwand anfliegt.
Diese wird zweckmässig durch zwei heraus nehmbare Platten gebildet, welche auf ihrem Umfange auf Ringflächen aufeinander liegen und in einer zentralen perforierten Partie einen Zwischenraum zur Aufnahme der zu behandelnden Gewebemuster einschliessen. Der im Behälter angeordnete Teilraum ist dabei vorteilhaft ringförmig ausgebildet und von der an den genannten Flansch anstossenden Be hälterwand und einer im Abstand zu dieser den Flansch mit der Bodenpartie des Behälters verbindenden zylinderförmigen Wand ein geschlossen. Dabei können die vom Teilraum in den vom Deckel umschlossenen Raum führenden Verbindungskanäle durch eine Mehrzahl im Flansch angeordneter Löcher gebildet sein, welche über den Umfang des Flansches gleichmässig verteilt sind.
Bei aus zwei Platten gebildeter Zwischen- -#vand empfiehlt es sich, den Deckel des Behälters auf seiner Innenseite mit Ver stärkungsrippen zu versehen, welche bei ge- sehlossenem Behälter mittels Druekfedern die Platten der Zwischenwand an deren Umfangs partie gegeneinander pressen. Zwischen den perforierten -Platten ist zweckmässig min destens eine dampfdurchlässige Platte aus porösem Material eingelegt. Schliesslich kann der Behälter mit Mitteln zur Erzeugung eines Vakuums verbunden sein. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindtinj ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch den Hauptteil der Einrichtung und Fig. 2 die schematische Anordnung des in Fig. 1 gezeigten Hauptteils zusammen mit andern Apparaten und Leitungen.
Der in Fig. 1 dargestellte Behälter 1 besitzt einen nach aussen gewölbten Boden, welcher in eine Wandpartie kreisringförmigen Quer schnittes übergeht. An diese Wand des Be hälters ist ein ringförmiger Flansch 2 an geschweisst, welcher eine mit Dichtungs material ausgefüllte Nute 3 aufweist. Diese Dichtungspartie verschliesst bei angepresstem Deckel 4 den Behälter hermetisch. Zur Er zeugung des dazu erforderlichen Anpress- druckes ist ein Bügel 5 vorgesehen, dessen Arme unter einen Bünd des Flansches 2 ge schoben werden können.
Der mit dem Bügel 5 verschraubte Bolzen 6 ist an seinem untern Ende drehbar mit dem auf dem Deckel auf geschweissten Körper 7 verbunden; diese Ver bindung ist durch die Stifte 24 gesichert. Beim Verschliessen wird der Deckel samt dem Bügel auf den Behälter aufgeschoben, und mittels Drehens des am Bolzen 6 befestigten Griffes 8 wird der Deckel 4 auf den Flansch 2 des Behälters 1 gepresst.
Im Innein des vom Behälter 1 und vom Deckel 4 umschlossenen Raumes ist eine scheibenförmige Zwischenwand angeordnet, welche auf dem Flansch \? aufliegt lind den vom Deckel umschlossenen Raum 9 vom Be hälterraum 10 trennt. Diese Zwischenwand ist durch zwei herausnehmbare Platten 11 und 12 gebildet, welche an ihrem Umfange auf Ring flächen aneinanderliegen. Die zentrale Partie 11a, 12a dieser Platten ist perforiert und schliesst einen Zwischenraum zur Aufnahme der zu behandelnden Gewebemuster 1.3 ein.
Dabei sind zwischen den Gewebemustern und den perforierten Platten dampfdurchlässige Platten 14 und 15 aus porösem Material - bei spielsweise Filz - eingelegt.
Der Deckel des Behälters weist. auf seinem Innenseite Verstärkungsrippen 16 auf. Diese pressen bei geschlossenem Behälter mittels Druckfedern 17 die Platte 11 gegen die auf dem Flansch ? aufliegende Platte 12.
Zur Führung des als Arbeitsmittel beim Dekatieren der Gewebemuster verwendeten Dampfes sind Leitungen vorgesehen, welche an die Stutzen 18 und 19 angeschlossen wer den. Der Stutzen 18 mündet in einen im Innern des Behälters angeordneten rin-förmi- gen Teilraum 20, welcher von der an den Flansch 2 anstossenden Behälterwand 1 und einer im Abstand zu dieser den Flansch mit der Bodenpartie des Behälters verbindenden zylinderförmigen Wand 21 eingeschlossen ist.
Dieser Teilraum 20 steht über im Flansch an geordnete Löcher 22 mit dein vom Deckel 4 umschlossenen Raum 9 in Verbindung. Die Löcher 22 sind gleichmässig über den ganzen Umfang des Flansches verteilt. Der Anschluss stutzen 19 mündet in den unterhalb der Platte 7.2, 12a befindlichen Behälterhauptraum 10. Ein weiterer Stutzen ?3 am Boden des Be hälters dient zur Abfuhr von Kondensat aus dem Behälterraum 10. Der Stutzen 25 dient zum Ansehluss einer Drnekmesseinrielitting.
Die Durchführung einer Dekatierprobe mittels der beschriebenen Einrichtung erfolgt beispielsweise folgendermassen: Die zu be handelnden Gewebemuster 13 werden bei ab gehobenem Deckel 4 und Platte 11, llca auf die Filzplatte 15 der untern Platte 12, 12a gelegt. und mittels der die Filzplatte 14 enthaltenden Platte 11, 11a zugedeckt. Hierauf wird der vom Bügel 5 gehaltene Deckel 4 auf den Flanseli 2 aufgeschoben und mittels des Schraubenbolzens 6 fest auf die Dichtung 3 gepresst.
Der für die Dekatierprobe an den Gewebemustern verwendete Dampf wird zweckmässig durch den Stutzen 18 unter Druck in den Teilraum 20 eingeführt und strömt durch die Löcher ?? in den vom Deckel umschlossenen Raum 9. Beim Durchströmen der perforierten Platten 11a, und 12a sowie der in der Zwischenwand enthaltenen Filz platten kommt der Dampf in Berührung mit den Gewebemustern 13.
Diese Dekatierbehand- lung ruft die angestrebten Veränderungen der Gewebemuster hervor, welche sieh beispiels- weise in einer Veränderung des sogenannten Griffes äussert. Nach Durchströmen der Zwischenwand sammelt sich der Dampf im Behälterraum 10 und kann durch den Stutzen 19 abgeführt werden. Hierauf kann die Dampfabfuhr durch die an den Stutzen 19 anschliessende Leitung für eine gewisse Zeit unterbrochen werden, so dass sich im Innern des Behälters ein dem Druck des verwendeten Dampfes entsprechender Innendruck und Temperatur einstellen.
Die Behandlungsdauer sowie die Zustandsgrössen des verwendeten Dampfes richten sich nach der gewünschten Dekatierwirkung. Das am Boden des Behälter raumes 10 sich sammelnde Kondensat wird durch den Stutzen 23 abgeführt. Nach der Durchführung der Dekatierprobe wird die Dampfzufuhr unterbrochen, worauf nach erfolgter Druclz:senkung im Behälter der Deckel abgehoben und die behandelten Gewebe muster aus der Zwischenwand entfernt werden können. Sie können nunmehr noch getrocknet und auf den hervorgerufenen Dekatiereffekt untersucht werden.
Sofern dieser den ge- wünseht.en Veränderungen entspricht, bildet diese Dekatierprobe die Grundlage für das auf den Maschinen üblicher Bauart durchgeführte Dekatierverfahren für ganze Gewebebahnen. Ist. der beabsichtigte Effekt nicht oder nur un vollkommen bei der Dekatierprobe mittels der beschriebenen Einrichtung erzielt worden, so können weitere Muster desselben Gewebes bei veränderten Bedingungen der Behandlung mittels Dampf ausgesetzt werden, bis die für die angestrebten Veränderungen erforder lichen Massnahmen ermittelt. sind.
Fig. 2 zeigt den in Fig. 1 dargestellten Ein richtungshauptteil zusammen mit. weiteren Apparaten und den für den Betrieb erforder lichen Leitungen für die Führung von Dampf und Kondensat.
Dampf von beispielsweise 1,5 atü Betriebsdruck strömt durch die Leitung 31 mmd das Regulierventil 32 in den Wasser abseheider 33 üblicher Bauart, in welchem vom Dampf mitgerissene Wasserteilchen am Boden des Abscheiders gesammelt und durch die Leitung 34 in den Kondensatableiter 35 ab führt werden. Der so getrocknete Dampf wird durch die Leitung 36 in den Anschluss stutzen 18 der in Fig.1 gezeichneten Ein richtung geführt und dient hier in der oben beschriebenen Weise zur Durchführung von Dekatierproben an den in den. Behälter ein gebrachten Gewebemustern.
Das am Boden des Behälters 1 sich sammelnde Kondensat wird durch die am Stutzen 23 angeschlossene Leitung 37 in einen weitem Kondensatableiter 38 geführt. Am Stutzen 19 ist eine mit einem Ventil 39 versehene Abführleitung 40 angeordnet; bei geöffnetem Ventil 39 wird die durch die Gewebemuster geleitete und nicht kondensierte Dampfmenge durch die Leitung 40 weggeführt. Manometer 43 und 44 dienen zur Kontrolle des Dampfdruckes in der Leitung 31 bzw. des durch die Leitung 45 übertrageneuDruckes im Innern des Behälters.
Bei der Durchführung einer Dekatierprobe kann wie folgt vorgegangen werden: NachAuf- setzen des Deckels 4 auf den die zu behandeln den Gewebemuster enthaltenden Behälter 1 wird bei geöffnetem Ventil 39 Dampf aus der Leitung 31 in den Anschlussstutzen 18 und durch die Gewebemuster geleitet und durch die Leitung 40 aus dem Behälter 1 abgeführt. Nach einiger Zeit kann diese Behandlung ab gebrochen und können die behandelten Gewebemuster auf Veränderungen untersucht werden. Es kann aber auch bei fortdauernder Dampfzufuhr das Ventil 39 geschlossen wer den, worauf sich im Innern des Behälters der entsprechende - Dampfdruck bei zugehöriger Dampftemperatur einstellt.
Diese Behandlung kann ebenfalls beliebige Zeit fortgesetzt wer den, bis die Untersuchung der behandelten Gewebemuster die gewünschten Veränderun gen anzeigt.
In vielen Fällen ist. es zweckmässig, die CTewebemuster unmittelbar anschliessend an die Behandlung mit Dampf zu trocknen. Zu die sem Zwecke ist, die Leitung 40 über die Leitung 41 mit Mitteln zur Erzeugung eines Vakuums verbunden, beispielsweise mit einer Wasserstrahlpumpe. Bei geschlossenem Ventil 39 und geöffnetem Ventil 42 wird sich im In nern des Behälters ein unter der Atmosphäre liegender Druck einstellen, so dass die in den Gewebemustern und den Filzplatten enthaltene Feuchtigkeit teilweise verdampft.
Es könnte auch eine Umschaltvorrichtung für die dampfführenden Leitungen vorgesehen sein, welche erlauben würde, Dampf wahlweise durch die Anschlussstutzen 18 und 7.9 ein- bzw. wegzuführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Durchführung von Deka- tierproben an Gewebemustern, gekennzeichnet. durch einen mit einem Deckel verschlossenen Behälter, eine scheibenförmige Zwischenwand, welche den vom Deckel umschlossenen Raum vom Behälterraum trennt und welche per forierte einen Zwischenraum zur Aufnahme von Gewebemustern einschliessende Platten aufweist, ferner einen Teilraum im Behälter, der mittels Kanälen mit dem vom Deckel um- sehlossenen Raum verbunden ist,und schliess lich durch Anschlussleitungen an den Behälter hauptraum und an den Behälterteilraum zur Führung von Dampf bzw. Kondensat. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Behälter öffnung von einem ringförmigen Flansch be grenzt ist, auf welehein die scheibenförmige Zwischenwand aufliegt. .Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zwischenwand durch zwei lierausnehinbare Platten gebildet ist, welche an ihrem Umfange auf Ringflächen aneinanderliegen und in einer zentralen per- forierten Partie einen Zwisehenraum zur Auf nahme der zu behandelnden Gewebemuster ein schliessen.@. Einrichtung nach Patentansprueh und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der im Behälter angeordnete Teilraum ringförmig ausgebildet und von der an den Flansch anstossenden Behälterwand und einer im Abstand zu dieser den Flanseh mit der Bodenpartie des Behälters verbindenden zrIin- clerförmigen Wand eingeschlossen ist. 4.Einrichtung naeli Patentanspruch und Unteranspriiehen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, da.ss die vom Teilraum in den vom Deckel umschlossenen Raum führenden Ver bindungskanäle durch eine -Mehrzahl im Flanseh angeordneter Löcher gebildet sind, welche über den Umfang des Flansehes gleieli- inässig verteilt sind. , 5.Einriehtun-- nach Patentanspruch und Unteransprueh \3, dadnreh gekennzeichnet, class der Deckel des Behälters auf seiner Innen seite Verstärkungsrippen aufweist, welche bei geschlossenem Behälter mittels Druckfedern die Platten der Zwisehen wand an deren Um fang gegeneinanderpressen. 6. Einrichtung nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den per forierten Platten mindestens eine dampfdurch lässige Platte aus porösem Material eingelegt ist. 7.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass der Behälter mit Mitteln zur Erzeugung eines Vakuums ver bunden ist.
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