CH290195A - Eisenbahnschwelle aus Stahlbeton und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents
Eisenbahnschwelle aus Stahlbeton und Verfahren zu ihrer Herstellung.Info
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Description
Dyckerhoff & Widmann Kommanditgesellschaft, München (Deutschland). Eisenbahnschwelle aus Stahlbeton und Verfahren zu hrer Herstellung. Die Erfindung bezieht sieh auf eine Eisen- bahnsehwelle aus Beton mit längsbeweglich in den Beton eingebetteten, an den Enden mit Gewinde versehenen Spannelementen in Form von Stäben aus Stahl, auf welche unter Zwisehenschaltung von Druclverteilungsplat- ten Muttern aufgeschraubt sind. Die genann ten Gewinde, Muttern und Platten bilden die Endverankerungen für die in die Stahlstäbe eingeleiteten Spannkräfte.
Die Erfindung besteht darin, dass die Stahlstäbe aus Stahl in naturfestem Zustand mit einer untern Streckgrenze von 50 kg/mmê bestehen und dass die Gewinde an ihren Enden im. Kaltwalzverfahren angerollt sind.
In der Zeichnung sind ein Ausführungs- beispiel gemäss der Erfindung der Schwelle und sieh auf die Herstellung dieses Beispiels beziehende Figuren dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Formkasten zur Herstellung der Schwelle.
Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch die fertige Sehwelle nach der Linie II-II der Fig. 4, und Fig. 3 ein Querschnitt entlang der Linie III-III der Fig. 2.
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die fertige schwelle. Fig. 5 zeigt einen Teilschnitt durch den Formkasten nachdem Einbringen des Betons in grösserem Massstab, Fig. 6 erläutert in einem Längsschnitt das Anspannen eines Stahlstabes mit Hilfe einer hydraulischen Presse.
Fig. 7 ist eine Stirnansicht der fertigen Schwelle vor dem Ausfüllen der stirnseitigen Aussparungen.
Die Schwelle besteht aus dem mit 1 be zeichneten Betonkörper, in welchem beim Ausführungsbeispiel zwei Spannelemente in Form von Stäben 2 aus Rundstahl angeordnet sind. An Stelle von zwei Stäben könnte auch ein einziger Stab angewendet werden, es könnten jedoch auch mehr als zwei Stäbe be nutzt werden.
Als Material für die Stäbe wird Stahl in naturfestem Zustand verwendet. Dieser Stahl soll im vorliegenden Falle eine untere Streck grenze von 50 kg/mm9 nicht unterschreiten und vorzugsweise eine solche von 55 kg/mm2 aufweisen. Die Stahlstäbe 2 sind an ihren beiden Enden mit Gewindeköpfen 5 versehen. Diese Gewinde werden mit Hilfe einer Kalt- wa.lzung bekannter Art angerollt.
3 und 4 sind Dübel aus Holz zur späteren Befestigung der Schwellenschrauben, die in den Betonkörper 1 eingefügt. werden. 3' und 4' sied die im Formkasten vorgesehenen Kerne zur Erzeugung der öffnungen zum späteren Einsetzen der genannten Dübel.
In jedem Stirnende des Schwellenkörpers 1 sind zwei sich nach innen verjüngende Aus sparungen 6 vorgesehen, die die Verankerun- gen für,di.e Stahlstäbe 2 in versenkter Anord nung aufnehmen. Die Verankerungen beste- hell jeweils aus dem bereits erwähnten Ge windekopf 5, einer Druckv erteilungsplatte 7 und einer auf den Gewindekopf 5 aufge schraubten Sehraubenmutter B. Letztere wird zweckmässig aus weicherem Stahl als die Spannelemente, z. B. aus normalem Schrau benstahl, hergestellt.
Die Sehwelle wird in dem aus Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 5 ersiehtlichen, z. B. aus Blech bestehenden Formkasten 9 eingeformt, der entsprechend der gewünschten Umriss form des Schwellenkörpers ausgebildet ist.
In den verstärkten Stirnwänden des Form kastens sind auf jeder Seite in geeigneter Weise zwei topfförmige Einsatzkörper 10 be festigt. Wie besonders Fig. 5 zeigt, stützt sieh der Einsatzkörper 10 mit seinem Flansch ge gen die Stirnfläche eines in Fig. 5 in Ansieht dargestellten Widerlagerkörpers 18, dessen entsprechend gestaltete Rückwand an der schrägen Stirnwand des Formkastens 9 an liegt. In den Böden 11 der Einsatzkörper 10 ist je eine mit Gewinde versehene zentrische Bohrnung angebracht, in welche der G ewinde- kopf 5 des Stahlstabes 2 eingeschraubt werden kann.
Durch entsprechendes Aufschrauben je eines Einsatzkörpers 10 auf die beiden Ge windeköpfe eines Stahlstabes wird erreicht, dass der betreffende Stab sicher in dem Form kasten 9 gehalten wird, so dass bei der Ein füllung des Betons in den Formkasten und während der meist unter Rüttelung erfolgen den Verdichtungsvorgänge Lageänderungen des Stahlstabes nicht eintreten können. Bevor der Beton in den Formkasten 9 eingebracht wird, erhalten die Stahlstäbe eine Umhüllung, z. B. mit Bitumen, wodurch verhindert wird, dass eine Haftverbindung zwischen Beton und Stahlstab eintritt. Nach dem Verdichten des Betons werden die Einsatzkörper 10 herausgeschraubt und abgenommen.
Der Formkasten kann zur Be schleunigung des Abbindevorganges in einem klimatisierten Raum abgestellt werden. Das Ausformen erfolgt durch einfaches Hippen des Formkastens, zweckmässig unter, gleichzei tiger, leichter Rüttelung der Foren. Nach der durch das Abbinden erfolgten Verfestigung des Betons werden die soge nannten Vorspannkräfte in die Stahlstäbe 2 eingetragen. Zu diesem Zweek wird auf das eine Ende des Stahlstabes 2 die Drueckver- teilungsplatte 7 aufgesehoben und die Mutter 8 angedreht. Die Platte 7 kann auch bereit vor dem Betonieren auf die Stahlstäbe 2 auf geschoben werden.
Auf der andern Schwel lenseite wird, wie die Fig. 6 zeigt, eine hy draulische Presse bekannter Bauart derart zum Angriff gebracht, dass die mit einer Gewindebohrung versehene Zugspindel 14 dieser Vorrichtung auf das Gewinde 5 auf geschraubt wird. Die Presse wird dabei durch eine nicht dargestellte Aufhängung gehalten. Das Aufschrauben der Zugspindel 14 auf den Gewindekopf 5 wird von aussen her mit Hilfe eines Handrades 16 v oroenommen. Der rohr- förmige Arbeitszylinder 19 der Vorrichtung 13 ist an dem in die Aussparung 6 einzusetzen den Ende verjüngt und stützt sich gegen die Druekverteilungsplatte 7 und damit gegen den Schwellenkörper ab.
In dem verjüngten Teil ist, eine seitliche Öffnung 15 vorgesehen, durch die hindurch mittels eines geeigneten Werkzeuges jeweils die Schraubenmutter 8 nachgezogen werden kann. Am andern Ende ist das Gehäuse 19 reit einer zylindrischen Ausdrehung zur Aufnahme des Arbeitskol bens 20 versehen, der auf der Zugspindel 1-1 durch eine Mutter 21 gehalten ist.. Durch Zu fuhr .eines Druckmittels durch das Rohr 22 in den zylindrischen D,ruekraum 13' der Vor richtung werden Vorspannkräfte messbarer Grösse erzeugt und auf' den Stahlstab 2 zur Einwirkung gebracht..
Nach der Eintragung ausreichender Spann kräfte wird die zuvor lose auf den Gewinde kopf aufgedrehte rechte -Mutter 8 mit Hilfe. eines durch die erwähnte Öffnruig- 15 im Ge häuse hindurchoeführt.en Werkzeuges fest gegen die Druel,-ve,rteilrin-splatte 7 angedreht. Dadurch geht nach Entlasten der Presse die in den Stab 2 eingeleitete Spannung von den Verankerungen auf den Betonkörper 1 über.
Die erste Einleitung der Spannkräfte erfolgt, wenn der Beton sich durch Abbinden soweit verfestigt hat, dass der Betonkörper 1 sich nach der Entnahme aus der Form nicht mehr durch äussere Druckeinwirkungen verformt. Da der Abbindevorgang des Betons bis zu dessen endgültiger Erhärtung sich über einen längeren Zeitraum erstrecken kann und in diesem Zeitraum noch ein sogenanntes Knie ehen und Schwinden des Betons erfolgt, kön nen nachträglich noch Spannungsabfälle ein treten.
Der Ausgleich solcher Spannungsab fälle kann durch ein unter Umständen mehr- taehes späteres Nachspannen der Stahlstäbe in der für das erste Einführen der Spann kräfte bereits beschriebenen Art und Weise erfolgen. Man kann allerdings auch mit einem einmaligen ersten Anspannen der Stahlstäbe auskommen, insbesondere dann, wenn dabei die eingetragenen Spannkräfte in einer den errechneten Wert entsprechend Übersteigen den Höhe eingeführt werden.
Wenn nicht mehr mit Spannungsabfällen zu rechnen ist, können die Aussparungen 6 nach dem einmaligen Spannen der Stäbe an den Stirnseiten des Schwellenkörpers durch Betonpfropfen 23 verschlossen werden (siehe Fig. 2). Diese Pfropfen verankern sich aus reichend an dem in jede Aussparung hin einragenden Gewindekopf; gegebenenfalls kann zum Ausfüllen der Aussparungen eine Masse verwendet werden, die beim Abbinden nicht schwindet. Die Aussparung 6 an der Seite des Schwellenkörpers, an welcher keine Presse zur Einleitung der Spannkräfte ange setzt werden soll, kann sogleich nach dem Ausschalen und dem Aufbringen der Druck verteilungsplatte nebst zugehöriger Mutter durch Betonpfropfen verschlossen werden.
Das Herstellungsverfahren kann in einer etwas abgewandelten Form auch wie folgt durchgeführt werden: Statt in den Formkasten 9 vor der Beto nierung die in Fig. 1 dargestellten Stahl stäbe einzufügen, kann man im Formkasten stabförmige Kernkörper in der gleichen Art und Weise anordnen, wie dies in Fig. 1 für die Stäbe 2 dargestellt ist. Diese Formkörper werden sogleich nach dem Ausformen der Schwelle aus dem Betonkörper 1 herausgezo- gen, wodurch sich in diesem in der Längs richtung verlaufende Hohlräume bilden. In diese Hohlräume werden später die eigent lichen Stahlstäbe 2 eingeschoben.
Um die aus Stahl bestehenden Teile der Schwelle gegenüber dem Beton elektrisch zu isolieren, empfiehlt es sich, die Stahlstäbe so wie alle Teile der Verankerungen, die mit dem Beton in Berührung treten, vor der Betonie- rung mit einem zusammenhängenden Über zug eines elektrisch isolierend wirkenden Lackes bekannter Art zu versehen. Gegen benenfalls kann man so vorgehen, dass auf die Metallteile zunächst ein elektrisch isolie render Überzug aufgebracht und diesem dann noch die erwähnte Umhüllung aus Bitumen hinzugefügt wird.
Naturfester Stahl mit hoher natürlicher Streckgrenze ist an sich bekannt. Ebenso haben im Kaltwalzverfahren aufgerollte Ge winde, insbesondere im Flugzeugball, Anwen dung gefunden, weil hier die erhöhte Festig keit der Gewinde gegenüber den dynamischen Beanspruchungen entscheidend ist.
Bei der Herstellung von Eisenbahnschwellen aus Spannbeton hat das Aufrollen von Gewin den durch Kaltwallzung bisher keine Anwen- dung gefunden, obwohl dadurch gerade durch die Anwendung dieser :VTassnahme bei Beton schwellen übernaschend vorteilhafte Wirkur= gen erzielt werden können.
Durch das Auf rollen von Gewinden auf Stahlstäbe wird nämlich ein Teil der verdrängten Masse des Stabes zusammengepr esst und ein anderer Teil über den Aussendurchmesser des Stabes nach aussen gedrückt. Die Werkstoffestigkeit wird durch die Kaltverformung im Kern- querschnitt um etwa 15 /o erhöht;
hierdurch wird der Querschnittsverlust gegenüber dem Schaftquerschnitt ausgeglichen, so dass der Kernquerschnitt die gleiche Tragfähigkeit hat wie der Schaftquerschnitt.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der aufgerollten Gewinde besteht darin, dass keine verdickten Enden notwendig sind, die bei der sonst üblichen Art der Herstellung von Gewinden. .durch Aufschneiden wegen der herabgesetzten Trag- fähigkeit erforderlich wären, Bei der Ver- Wendung von Spannelementen mit solchen verdickten Enden würden ausserdem beim An spannen unerwünschte Hohlräume entstehen, die nachträglich nicht mehr ausgefüllt werden können.
Gegenüber Sehwellen, bei denen als Spann elemente dünne Stahldrähte verwendet wer den, was gleichfalls bekannt ist, wird bei der dargestellten Schwelle eine bessere Endv eran- kerung der Stäbe sichergestellt. Dies wirkt sich insbesondere bei schlagartigen Beanspru- ehungen derSehwelleaus FürdieseBeanspru- chungen sowie für jede andere Art der Über- beansprtuehung ist die Verwendung von natur hartem Stahl insofern günstig, als dieser ein besonders hohes Arbeitsvermögen besitzt.
Von wesentlicher Bedeutung für das günstigere Verhalten der dargestellten Schwelle bei schlagartigen Beanspruchungen ist die Tat sache, dass die stabförmigen Spannelemente auf ihrer ganzen Länge mit gleichmässiger Dehnung zu arbeiten vermögen, während die bekannten fest einbetonierten dünnen Stahl drähte nur an der Stelle der Überbeanspru- ehung in Spannung kommen und infolge ihres geringen Arbeitsvermögens dort leicht abreissen.
Über die schon genannten Vorteile hinaus weist die dargestellte Schwelle kurz zusam mengefasst folgende Vorteile auf: Einfache, billige und den besonderen Erfordernissen einer Massenfertigung Rechnung tragende Herstelltung, Möglichkeit zum Ausgleichen von Spannungsverlusten durch Nachspannen der Spannelemente, Fortfall teurer Spann betten und verstärkter Schalungen, einfache und rationell herstellbare Ausbildung der Ver ankerung, rasches und leichtes Ausschalen, wirksamer Schutz aller Stahlteile gegen Rost, leichte Wiedergewinnung und erneute Ver wendbarkeit der Spannelemente bei Zerstö rung des Betons der Schwelle.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Eisenbahnschwelle aus Beton mit längs beweglich in den Betonkörper eingebetteten, an den Enden mit Gewinde versehenen Stahl stäben, atü welche unter Zwischenschaltung von Druckverteilungsplatten Muttern aufge schraubt sind, welche Gewinde, Platten und Muttern die Endveranlkerungen für die in die Stahlstäbe eingeleiteten Spannkräfte bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlstäbe aus Stahl in naturfestem Zustand mit einer untern Streckgrenze von 50 kg/mm2 bestehen und dass die Gewinde an ihren Enden im Kaltwalzverfahren angerollt sind. UNTER ANSPRUCH: 1.Eisenbahnschwelle nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Endver- ankerungen in Aussparungen versenkt sind, die an den Stirnseiten des Betonkörpers ange bracht sind. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung der Eisenbahn schwellen nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlstäbe in spannungslosem Zustand in einen Formkasten eingelegt und in diesem durch topfartige Einsatzkörper gehalten wer den, die zugleich als Kerne zur Bildung von Aussparungen an den Stirnseiten des Beton körpers dienen, welche die En dverankertungen in versenkter Anordnung aufnehmen, wobei in jeden Stahlstab nach der durch das Ab binden erfolgten Verfestigung des Betons mit Hilfe einer hycdraulischen Presse,deren Zug spindel auf das Gewinde der Stahlstäbe auf geschraubt wird und deren Presszylinder sieh gegen den Schwellenkörper abstützt, V or- spannkräfte messbarer Grösse eingeleitet und durch die= Endverankenin-en auf den Beton übertragen werden.UN TERANSPRÜCHE: 2. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch. gekennzeichnet., dal.; die Stahlstäbe während der Betonierung dadurch in den Einsatzkörpern gehalten werden, dass die Ge windeköpfe an den beiden Enden der Stahl stäbe in Gewindebohi#un-@en in den Böden der Einsatzkörper eingeschraubt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet.da.ss die Stahlstäbe sowie, alle mit. deni Beton in Berührung tretenden Teile der Endveran- kerungen mit zusammenhängenden Schichten eines elektrisch isolierend wirkenden Mittels überzogen werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass eine im weiteren Verlauf des Abbindevorganges unter dein Ein- fluss des Kriechens und Sehwindens einge tretene Verringerung der eingeleiteten Vor- @pannkräfte durch Nachspannen ausgeglichen wird.
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