CH296946A - Tragwerk aus Stahlbeton mit Bewehrungen aus angespannten Stahlstäben. - Google Patents
Tragwerk aus Stahlbeton mit Bewehrungen aus angespannten Stahlstäben.Info
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Description
Tragwerk aus Stahlbeton mit Bewehrungen aus angespannten Stahlstäben. Die Erfindung betrifft ein Tragwerk aus Stahlbeton mit Bewehrungsstäben aus Stahl, die an den Enden mit Gewinde versehen un ter Verwendung des erhärteten Betons als Widerlager angespannt werden und mit Hilfe von auf die genannten Gewinde aufgeschraub ten Muttern und entsprechenden Ankerplat ten Spannkräfte auf den Beton übertragen.
Bei bekannten Tragwerken dieser Art hat man zum Beispiel die in Hüllrohren mit Spiel eingebetteten Stahlstäbe mit Hilfe von in die Stahlstäbe eingeschnittenen Gewinden, vit auf diese Gewinde aufgeschraubten Mut- tern und von Ankerplatten am Tragwerk ver ankert. Durch das Einschneiden der Gewinde tritt ein erheblicher Querschnittsverlust und infolge Kerbwirkung ein Verlust an Material festigkeit ein. Um diese Verluste auszuglei chen, hat man verdickte Endstücke an die Stahlstäbe angeschweisst.
Demgegenüberbesteht die Erfindung darin, dass die auf den Bewehrungsstäben aus Stahl angebrachten Gewinde zur Sicherung eines ausreichenden Übertragungsquerschnittes der Stahlstäbe durch Kaltwalzung aufgerollt sind.
Zweckmässig bestehen die Bewehrungs stäbe aus einem keinem Härtungsverfahren unterzogenen und seine natürliche Walzhaut besitzenden Stahl mit einer Streckgrenze über 4000 kg/cmê.
Bei Tragwerken, bei denen der einzelne, als Bewehrung dienernde Stahlstab aus Teil- stücken zusammengesetzt ist, können die auf die Enden der einzelnen Teilstücke zum Zwecke der gegenseitigen Vermuffung der Teilstücke angebrachten Gewinde durch Kalt- walzung aufgerollt sein.
An Hand der beigefügten Zeichnung soll der Erfindungsgegenstand an einem Ausfüh rungsbeispiel näher erläutert werden.
Fig. 1 und 2 zeigen in teilweisem Längs schnitt und in Stirnansicht einen geraden Tragkörper von rundem Querschnitt mit ein gelegter Bewehrung.
Fig. 3 und 4 zeigen in teilweisem Längs schnitt und in Stirnansicht einen Platten balken mit parabolisch verlaufender Beweh rung, und Fig.5 und 6 stellen in etwas grösserem Massstab in einem teilweisen Längsschnitt und in Stirnansicht. einen in ein Hüllrohr aus Blech eingeschobenen Stahlstab mit. seinen Endverankerungen dar.
Der Betonkörper 1 ist mit einem durch gehenden Hohlraum versehen, der bei dem Bauelement nach Fig. 1. uncl 2 gerade, bei dem Plattenbalken nach Fig. 3 und 4 parabolisch verläuft: und durch dessen Schwerpunkt geht. Dieser Hohlrahm wird bei den dargestellten Ausführungsbeispielen durch ein bei der Be tonierung miteingeforrntes und im Beton ver bleibendes Rohr 2 gebildet..
Er kann jedoch auch unmittelbar im Beton selbst. zum Bei spiel dadurch hergestellt werden, dass eine der ge rünsehten Querschnittsform des Hohlrau- nes entsprechende Einlage, zum Beispiel ein Rohr, zwar miteingeformt, aber gleich nach dem Ausschalen des Betonkörpers zum Bei spiel durch Herausziehen in Richtung seiner Längsachse entfernt wird. Das Entfernen des Rohres kann durch eine leichte Einfet tung oder einen dünnen Bitumenüberzug er leichtert werden. Die liebte Weite des Hohlraumes wird so bemessen, dass in ihm ein vergleichsweise stark dimensionierter Stahlstab 3 Platz findet und noch ein Ringspalt von geeigneter und aus reichender Stärke zwischen ihm und der Wan dung des Hohlraumes verbleibt.
Der Stahl stab 3 besteht zum Beispiel aus naturhartem Stahl und, ist an seinen beiden Enden mit Gewinde versehen, das im Kaltwalzverfahren angerollt ist, um die Zugfestigkeit des Stabes nicht zu mindern. Nach dem Einschieben des Stahlstabes 3 in den Hohlraum des Betonkörpers 1 wird auf jeder Seite desselben eine Druckverteilungs platte 4 und sodann ein napfförmiger Druck körper 5 aufgeschoben, der eine mit dem Hohlraum des Betonkörpers 1 in Verbindung stehende und mit einer Ein- bzw. Ausfluss öffnung 9 versehene Verteilungskammer S aufweist. Weiterhin wird auf das Gewinde ende des Stabes 3 eine Mutter 6 aufge schraubt. Die Teile 4, ö und 6 liegen jeweils in einer an der Stirnseite des Betonkörpers 1 angebrachten Aussparung 7.
Zur Sicherung einer zentrischen Lage des Stabes 3 innerhalb des Hohlraumes können an dessen Enden über den Umfang verteilt nicht dargestellte Halteglieder zwischen Hohl raumwand und Stab 3 eingelegt werden. plan kann auch in Abständen auf dem Stab Zen trierseheiben befestigen, die mit Bohrungen zum Durchtritt der abbindefähigen Masse versehen werden. Eine zentrische Lage des Stahlstabes innerhalb des Hohlraumes, in den er eingeschoben wird, ist deshalb wünschens wert, damit die ringförmige Schicht des nach träglich eingepressten abbindefähigen Mittels (zum Beispiel Zementmörtel) überall gleiche Wandstärke hat.
Nach dem Erhärten des Betons wird der Stahlstab 3 zum Beispiel mit Hilfe einer hydraulischen, an seinem einen Ende angrei fenden Presse stark gespannt; die Spann kräfte werden beim Ausführungsbeispiel durch entsprechendes Nachziehen der Muttern 6 über die Druckverteilungsplatten auf den Beton übergeleitet. Sodann wird so lange durch die Öffnung 9 des einen napfförmigen Druckstückes 5 Zementmörtel unter Druck eingepresst, bis dieser durch die Öffnung 9 im gegenüberliegenden Druckstüek 5 austritt. Das ist das Zeichen dafür, dass alle Hohl räume gut ausgefüllt sind. Nach dem Ver schliessen der Ausfliessöffnung 9 wird zur Verdichtung der Einpressmasse nochmals kurz Zementmörtel nachgepresst und dann auch die Einfüllöffnung 9 verschlossen.
Zum Schluss werden die Aussparungen 7 durch Beton pfropfen ausgefüllt.
In gewissen Fällen kann es zweckmässig sein, auf ein Ausfüllen des Hohlraumes zwi schen jedem Stahlstab und dem Hüllrohr, in welchem er sieh befindet, zu verzichten, um die Möglichkeit zu haben, die Stahlstäbe zu einem späteren Zeitpunkt n.achzuspannen. zum Beispiel nach erfolgter Durehführuna von Reparaturen an dem betreffenden Bau werk. In solchen Fällen wird in den Hohl raum zwischen Hüllrohr und Stahlstab Bi tumen oder eine andere geeignete, nicht ab bindende blasse eingepresst und dadurch ein wirksamer Rostschutz erzielt.
Wenn die einzelnen Stahlstäbe aus Teil stüeken zusammengesetzt sind, was insbeson dere bei Spannbetonkörpern von grosser Länge, also zum Beispiel bei Brüekeiikon- struktionen der Fall ist, so verfährt man gleichfalls nach der beschriebenen Regel. In diesem Fall werden die Teilstücke, aus denen sich der einzelne Stahlstab zusammensetzt, an ihren Enden mit im Wege der haltwalzung aufgerollten Gewinden versehen und durch in diese Gewinde eingreifende Muffen bekannter Art miteinander verbunden; Gewinde, die durch eine Kaltwalzung her gestellt werden, sind an sich bekannt.
Auf dem Gebiet des allgemeinen Maschinenbaues wurden die Verfahren zum Herstellen solcher Gewinde mur vereinzelt angewendet. Grössere Verbreitung fanden diese Massnahmen im Flugzeugbau, da hier wegen der auftreten den dynamischen Beanspruchungen besondere Festigkeitsanforderungen an die mit Gewinde versehenen Teile gestellt werden. Gegen eine allgemeine Anwendung bestand in der ein schlägigen Fachwelt eine gewisse Abneigung, da im Wege des Kaltwalzverfahrens aufge rollte Gewinde im Durchmesser etwas stär ker sind als der an sie anschliessende Schaft teil. Bei stangenförmigen Maschinenteilen, die in der erwähnten Art und Weise mit aufge rollten Gewinden versehen werden und durch einen andern Maschinenteil hindurchgeführt werden, muss sich die Bohrung nach dem Ge windedurchmesser richten.
Bei einer richtig dimensionierten Bohrung zum Hindurchschie ben des Gewindeteils entsteht aber kein Pass sitz, das heisst kein sattes Einfügen, sondern ein sogenannter Klappersitz. Diese Erwägun gen haben dazu geführt, dass man aufgerollte Gewinde trotz ihrer Vorteile praktisch nur auf dem Gebiet des Flugzeugbaues angewen det hat.
Im Stahlbetonbau ist das Kaltaufwalzen von Gewinden auf Stahlstäbe noch nicht an gewendet worden. Man kann hier Gewinde so aufwalzen, dass im Gewinde trotz Quer- sehnittsverminderung durch die Verfestigung des Stahls beim Aufwalzen die Bruchfestig keit des vollen Stabes erhalten bleibt. Die zuvor aufgezeigten Nachteile der aufgerollten Gewinde treten hier nicht in Erscheinung, da das Überstehen des aufgerollten Gewindes über den Schaftdurchmesser des Stahlstabes beim Überstreifen des sowieso wegen des not- wendigen Spiels mit genügender Weite aus gestatteten Hüllrohres keine Rolle spielt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Tragwerk aus Stahlbeton mit Beweh- rungsstäben aus Stahl, die an den Enden mit. Gewinde versehen unter Verwendung des er härteten Betons als Widerlager angespannt werden und mit Hilfe von auf die genannten Gewinde aufgeschraubten Muttern und ent sprechenden Ankerplatten Spannkräfte auf den Beton übertragen, dadurch gekennzeich net, -ass die auf den Spannstäben angebrach ten Gewinde zur Sicherung eines ausreichen den Übertragungsquerschnittes durch Kalt- walzung aufgerollt sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.Tragwerk aus Stahlbeton nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrungsstäbe aus einem Stahl bestehen, der seine natürliche Walzhaut besitzt, eine Streckgrenze über 4000 kg/cm2 hat und kei ner Härtung unterzogen wurde. 2. Tragwerk aus Stahlbeton nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass jeder Stahlstab an seinen beiden die aufschraub'baren Endverankerun- gen aufnehmenden Enden mit. durch Kalt walzung aufgerollten Gewinden versehen ist. 3.Tragwerk aus Stahlbeton nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, bei welchen der einzelne als Bewehrung dienende Stahl stab aus Teilstücken zusammengesetzt ist, da durch gekennzeichnet, dass die auf den Enden der einzelnen Teilstücke zum Zwecke der ge genseitigen Vermuffung der Teilstücke ange brachten Gewinde dur eh Kaltwalzung aufge rollt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE296946X | 1949-09-23 |
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| CH296946D CH296946A (de) | 1949-09-23 | 1951-05-12 | Tragwerk aus Stahlbeton mit Bewehrungen aus angespannten Stahlstäben. |
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| CH (1) | CH296946A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2570569A3 (de) * | 2011-09-14 | 2014-02-19 | Stahlwerk Annahütte Max Aicher Gmbh&co. Kg | Verfahren zum Vorspannen von Spannstahlstäben |
-
1951
- 1951-05-12 CH CH296946D patent/CH296946A/de unknown
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