CH290512A - Spritzbare Masse für Strassenmarkierungen. - Google Patents

Spritzbare Masse für Strassenmarkierungen.

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CH290512A
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Company Minnesot Manufacturing
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Minnesota Mining & Mfg
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Description


  Spritzbare Masse für Strassenmarkierungen.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf eine spritzbare, rasch trocknende Masse  für die Landstrassenmarkierung, die kleine  durchsichtige Glasperlen in einem Zustand  dauernder Suspension enthält und dazu be  stimmt ist, auf Landstrassenoberflächen, die  dem Fahrzeugverkehr unterworfen sind, auf  gespritzt zu werden, um Verkehrsmarkierun  gen mit Umkehrstrahlung zu erzeugen, die  für die Fahrzeuglenker nachts sehr gut sicht  bar sind.  



  Diese Masse enthält einen rasch trock  nenden Firnis auf Trockenölbasis, der mit  einem flüchtigen Lösungsmittel, wie z. B.  Naphtha, verdünnt ist, und eine dauerhaft  suspendierte Mischung von Titandioxyd  pigment, Streckpigment und durchsichtigen  Glasperlen (kleine Kügelchen) mit einem  mittleren Durchmesser von 0,076 bis 0,254 mm.  Die Masse enthält ferner noch eine kleine  Menge gelöstes Lecithin, das dazu dient, die  Glasperlen in einem Zustand dauerhafter  Suspension zu halten, sonst jedoch die ge  wünschten Eigenschaften der     glasperlenhal-          tigen    Masse nicht     beeinflusst.     



  Eine Masse dieser Art für die     Landstra-          ssenmarkierung    ist dazu geeignet, auf Stra  ssenoberflächen, die dem Fahrzeugverkehr  unterworfen sind, aufgespritzt zu werden,  um Mittellinien und andere     Markierungs-          und    Führungslinien zu erzeugen, die eine  längere effektive Lebensdauer aufweisen     äls     Markierungen aus einer     Anstrichmasse,    die"  keine Glasperlen enthält. Der aufgebrachte    Überzug enthält von Anfang an die Glas  perlen, die vom pigmentierten Trägermittel  umgeben und fest damit gebunden sind.

   Die       zusätzlichen        Eiosten    für die Glasperlen wer  den mehr als kompensiert durch die Einspa  rungen, die sich aus der     Steigerung    der effek  tiven Lebensdauer der Markierung, ergeben.  



  Nachdem die Markierungen während  einiger Wochen der Einwirkung des Fahr  zeugverkehrs unterworfen gewesen sind, sind  diejenigen Teile des Films, welche die     obern     Enden der Perlen bedecken, abgetragen, so  dass die Perlen dem einfallenden Licht, das  unter den Bedingungen des Nachtfahrens von  den Fahrzeugscheinwerfern ausgeht, direkt  ausgesetzt     sind.    Die Perlen funktionieren       dann    als wirksame sphärische Linsenelemente,  indem sie die als  Umkehrstrahlung  bezeich  nete Erscheinung verursachen, wodurch die  Sichtbarkeit der Markierungen für Motor  fahrzeuglenker nachts erhöht wird.

   Diese  Erscheinung beruht darauf, dass ein grösserer  Betrag ' des von den Scheinwerfern eines  Fahrzeuges kommenden Lichtes in Richtung  des Fahrzeuges-     zurückreflektiert    wird und  daher die Markierung für den Fahrzeug  lenker auf eine grössere Entfernung vor  dem Fahrzeug sichtbar ist als dies bei  Abwesenheit der Glasperlen der Fall wäre.  Die Steigerung der Sichtbarkeit tritt beim  Nachtfahren bei dunstigem, nebligem oder  regnerischem Wetter, wenn sichtbare Mar  kierungen zur Erhöhung der Sicherheit be  sonders Not tun, besonders stark in Erschei-      nung. Am Tage besitzen die glasperlenhaltigen  Markierungen eine Sichtbarkeit, die mit jener  einer aus einer gewöhnlichen, keine Glas  perlen enthaltenden Anstrichmasse hergestell  ten Markierung vergleichbar ist.  



  Die Erscheinung der  Umkehrstrahlung   beruht nicht auf der Reflexion an den Glas  perlen. Die Perlen wirken als durchsichtige  sphärische Linsen     und    brechen die durch sie  hindurch nach dem pigmentierten Binde  mittel gehenden einfallenden Lichtstrahlen.  Das Bindemittel bildet an den Berührungs  stellen mit den einzelnen Perlen konkave  sphärische reflektierende Flächen. Die an die  sen Flächen reflektierten Lichtstrahlen wer  den durch die Perlen ebenfalls gebrochen. Die  Perlen und das reflektierende Bindemittel  bilden zusammen     eine        katadioptrische    Kom  bination, die so wirkt, dass der Anteil des  reflektierten Lichtes, der in Richtung des  Fahrzeuges und der Augen des Fahrzeug  lenkers zurückgeht, erhöht wird.

   Dazu kommt  noch die Reflexion an der     obern,    freiliegen  den Oberfläche des reflektierenden Binde  mittels zwischen den Perlen, wodurch zu  sätzliches Licht geliefert wird, das die Augen  des Fahrzeuglenkers erreicht.  



  Die     aus    der perlenhaltigen Masse frisch  hergestellte Markierung, in welcher die Per  len mit einem noch nicht abgetragenen Film  überzogen sind, weist infolge der raster  artigen Oberfläche eine Tages- und Nacht  sichtbarkeit auf, die etwas grösser ist als die  jenige einer aus einer keine Perlen enthalten  den Anstrichmasse hergestellten Markierung.  



  Das Verfahren, bei welchem das Auf  tragen in einer Stufe unter Verwendung einer  v orgemischten, perlenhaltigen Anstrichmasse  erfolgt, ist demn älteren, zweistufigen Ver  fahren zur Herstellung von     perlenhaltigen     Markierungslinien überlegen. Beim zweistufi  gen Verfahren wird die Strassenoberfläche  zuerst mit einem geeigneten reflektierenden  Anstrich überzogen, worauf auf die Ober  fläche des Überzuges Glasperlen aufgestreut  werden, während die Anstrichmasse sich noch  in nicht getrocknetem, klebrigem Zustand be  findet. Die Perlen sinken genügend tief ein,    um teilweise eingebettet zu werden. Das  Bindemittel steigt infolge Kapillarwirkung  an den Perlen empor, wodurch zwischen den  Perlen im     getrockneten    Belag kleine Mulden  gebildet werden.

   Bei diesem zweistufigen  Verfahren wird eine     perlenhaltige        Markie-          rung    erhalten, die gegenüber der mechani  schen lockernden     und    verschiebenden     Wir-          kung    von darüber hinweggehenden Motor  fahrzeugpneus sehr empfindlich ist, wobei ein  fortschreitender Verlust an Perlen, eine     Aus-          füllung    der Vertiefungen mit Schmutz und  eine Abtragung des freigelegten Anstrich  belages eintreten.

   Die Erzielung einer maxi  malen Dauerhaftigkeit ist kritisch abhängig  von der Zusammensetzung und Viskosität der       Anstrichmasse    und von der Dicke des feuch  ten     Anstrichfilms    bezüglich des Durchmessers  der Perlen usw. In diesem Zusammenhang  sei beispielsweise auf die eingehende Diskus  sion im     amerikan.        Shuger-Patent    Nr. 2268537  vom 30. Dezember 1941 hingewiesen. Zum  Aufbringen der Perlen müssen mechanische  Vorrichtungen verwendet werden, um Ar  beitskräfte zu sparen und eine Verschwen  dung von Perlen zu vermeiden.

   Eine der dem  zweistufigen Verfahren eigenen     Schwierig-          keiten    beruht darauf, dass die     Bedingungen,     unter welchen das Auftragen erfolgt, stark  variieren, wodurch das Endresultat beein  flusst wird.

   Die     Temperatur    der     Landstrassen-          oberfläche    und die atmosphärischen Bedin  gungen beeinflussen die Viskosität und Kleb  rigkeit und das     Oberfläehenhaftvermögen    des  aufgebrachten     Anstrichüberzuges    und die       Trocknungszeit,    die ihrerseits wieder den  Grad der     Einbettung    der Schicht aufgebrach  ter Perlen     und    die Stärke der     Haftung    zwi  schen den Perlen und der     Anstrichmasse    be  einflusst.

   Ausserdem ist es schwierig, die Per  len gleichmässig und ohne übermässige Ver  luste an Perlen, die nicht eingebettet oder nur  schwach eingebettet sind und rasch verscho  ben werden, insbesondere wenn ein starker  Wind bläst, aufzubringen.  



  Perlenhaltige Mittellinien, die nach dem       Zweistufenverfahren    hergestellt werden, be  sitzen anfänglich eine nächtliche Sichtbar-      keif, die grösser ist als diejenige von     perlen-          haltigen    Mittellinien, die nach dem einstufi  gen Verfahren aus einer     vorgemischten        per-          lenhaltigen    Anstrichmasse hergestellt werden,  da die Perlen schon von Anfang an teilweise  Freiliegen und die Umkehrstrahlung ermög  lichen. Es erfolgt jedoch eine fortschreitende  Abnahme der Leuchtkraft, deren Ursache im  fortschreitenden Verlust an gelockerten und  verschobenen Perlenliegt.

   Die Leuchtkraft einer  aus einer vorgemischten perlenhaltigen An  strichmasse hergestellten Mittellinie steigt  nach Massgabe der Abtragung des Anstrich  films von den obern Enden der Perlen. In  folge der erhöhten Dauerhaftigkeit der     per-          lenhaltigen    Linie nimmt die Sichtbarkeit im  weiteren Verlauf weniger rasch ab. Das End  resultat besteht darin, dass innert einem oder  zwei Monaten die nach dem Einstufenverfah  ren hergestellte Mittellinie eine zunehmende  Leuchtkraft aufweist     und    dann weiterhin  infolge ihrer grösseren Dauerhaftigkeit über  legene Eigenschaften beibehält.  



  Es ist zweckmässiger, wenn eine     vorge-          mischte    perlenhaltige Anstrichmasse für  Landstrassenmarkierung durch einen Fabri  kanten unter kontrollierten, fabrikmässigen  Bedingungen zusammengestellt und in Kan  nen oder Fässern an den Verbraucher abge  geben wird, als wenn sie durch den Verbrau  cher selbst hergestellt wird. Die     perlenhal-          tige    Anstrichmasse soll in hohem Grad be  ständig sein, so dass die Perlen nicht unter       Bildung    einer dichten Schicht     absinken,    die  sich durch einfaches Rühren nicht mehr wie  der verteilen liesse.

   Die perlenhaltige An  strichmasse kann beim Lagern unter Umstän  den während längerer Zeit     ruhen    und wird  während des Transportes geschüttelt und  Schwingungen unterworfen sein.  



  Die Perlen besitzen einen durchschnitt  lichen Durchmesser von 0,076 bis 0,254 mm,  im Gegensatz zu den Pigmentpartikeln, die  viel kleiner sind und oft eine kolloidale Grösse  aufweisen; das spezifische Gewicht der Perlen  ist zweckmässig etwa 2,5. Die Zusammenset  zung und die     Oberflächeneigenschaften    der  Glasperlen sind ebenfalls verschieden von    denen der Pigmentpartikel. Es hat sich des  halb, wie zu     erwarten    war, gezeigt, dass die  jenigen Mittel, welche das Absinken von Pig  mentpartikeln vermindern, im allgemeinen  zum Verhindern eines unerwünschten Ab  sinkens der Glasperlen unwirksam sind.

   Es  hat sich ferner gezeigt, dass Anstrichmassen,  die Titandioxyd als Pigment enthalten, im  Vergleich mit Anstrichmassen, die beispiels  weise mit Chromgelb pigmentiert sind, der  Erscheinung des Absetzens der Glasperlen be  sonders stark     unterworfen    sind. Obschon  durch Einschluss von Streckpigmenten, wie  z. B. gepulvertem Asbestin oder Talkum       (Magnesiumsilikat)    eine     -günstige        Wirkung     erzielt     wird,    hat es sich gezeigt, dass dabei  der Grad und die Geschwindigkeit des Ab  setzens der Glasperlen nicht auf das ge  wünschte Ausmass heruntergedrückt werden       können,    insbesondere dann, wenn die An  strichmasse während längerer Zeit gelagert  und transportiert wird.

    



  Es besteht noch eine weitere Schwierig  keit. Als das Absetzen verhindernde Substanz  sollte nicht eine solche verwendet werden,  welche die     Grenzflächenbindung    zwischen den  Glasperlen und dem     reflektierenden    Binde  mittel im getrockneten Überzug auf der Land  strasse     ungünstig        beeinflusst.    Es sollte     keine     Substanz     verwendet    werden, die eine Schwä  chung der     Bindung    verursacht, wenn sie der  Atmosphäre ausgesetzt wird, nachdem der die  obern Enden der Perlen bedeckende     .film    ab  getragen worden ist,

   oder die     ein        Eindringen     von Wasser an der     Grenzfläche    verursacht.  Es sollte ferner keine Substanz     verwendet     werden, die die Beständigkeit der Masse be  einträchtigt, das Auftragen durch Spritzen  verhindert oder     die    Dauerhaftigkeit des ge  trockneten Bindemittels herabsetzt. Es sollte  auch keine Substanz verwendet werden, die  das Reflexionsvermögen und die Sichtbarkeit  wesentlich herabsetzt.

   Die Eignung irgend  eines vorgeschlagenen Zusatzes kann einzig       bestimmt    werden durch. eingehende Prüfung  der frischen perlenhaltigen     Anstrichmasse     und durch eingehende Prüfung auf der Land  strasse,     um        festzustellen,    oh die     perlenhaltige         Markierung der komplizierten     Zusammen-          wirkung    der im wirklichen Betrieb auftreten  den schädigenden Einflüsse widerstehen wird.  



  Es wurde empirisch gefunden, dass eine       perlenhaltige    Masse für Landstrassenmarkie  rungen von der hier beschriebenen Art, die  Titandioxydpigment und eine kleine Menge  gelösten Lecithins enthält, den zahlreichen       Anforderungen    genügt. Diese     perlenhaltige     Masse ist auf den Markt     gekommen    und hat  sich in verschiedenen Landesteilen unter wirk  lichen     Arbeitsbedingungen    bewährt, wie dies  durch Strassenbaufachleute in einer grossen  Anzahl von Staaten bezeugt wurde.  



  Im folgenden wird eine bevorzugte Aus  führungsform des     Erfindungsgegenstandes     beschrieben.  
EMI0004.0009     
  
    Beispiel:
<tb>  Firnis <SEP> Gewichts  teile
<tb>  Tungöl <SEP> 177
<tb>  Dehydratisiertes <SEP> Ricinusöl <SEP> ( Syn  thenol <SEP> Z-3 , <SEP> Markenprodukt) <SEP> 177
<tb>  Öllösliches, <SEP> mit <SEP> Kolophonium <SEP> modi  fiziertes <SEP> Phenol-Aldehyd-Firnis  harz <SEP> ( Amberol <SEP> M-88 , <SEP> Marken  produkt) <SEP> 246
<tb>  VM <SEP>  &  <SEP> P <SEP> Naphtha <SEP> 600       Zusammensetzung der Anstrichmasse  
EMI0004.0010     
  
    Firnis <SEP> 1120
<tb>  Unbehandeltes, <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> disper  gierbares <SEP> Titandioxydpigment
<tb>  ( Unitape <SEP> OR-150 , <SEP> Markenpro  dukt) <SEP> 720
<tb>  Magnesiumsilikat-pigment
<tb>  ( Asbestirre <SEP> 151-A , <SEP> Markenpro  dukt)

   <SEP> 480
<tb>  VM <SEP>  &  <SEP> P <SEP> Naphtha <SEP> etwa <SEP> 192
<tb>  Durchsichtige <SEP> Glasperlen <SEP> mit <SEP> einem
<tb>  durchschnittlichen <SEP> Durchmesser
<tb>  von <SEP> 0,076 <SEP> bis <SEP> 0,254 <SEP> mm <SEP> 1360
<tb>  Lecithinlösung <SEP> (70 <SEP> % <SEP> iges <SEP> Roh  lecithin), <SEP> ( Yelkin-TTS , <SEP> Mar  kenprodukt) <SEP> 20
<tb>  Trockenmittel <SEP> 15       Bei der Herstellung des Firnisses werden  zuerst das Tungöl und das Phenol-Aldehyd-    harz zusammen auf 260  C erhitzt, worauf das  dehydratisierte Ricinusöl zugesetzt und das  Gemisch auf 246  C gebracht und so lange  auf dieser Temperatur gehalten wird, bis  eine Pille ein schwaches Ziehen aufweist.

   Das  Gemisch wird hierauf auf 204  C abgekühlt  und in das Naphtha gegeben, um eine homo  gene Lösung mit einer bevorzugten Viskosität  von 100 bis 200 Centipoisen bei 25  C zu er  zeugen. Es können auch Lösungen mit einer  Viskosität des breiteren Bereiches von etwa  80 bis 150     Centipoisen    verwendet werden.  



  Hierauf werden zwei     Dritteln    des Fir  nisses die Pigmente und die     Lecithinlösung     beigemischt, worauf das Gemisch in einer  Farbenmühle gemahlen wird, bis es homogen  ist. Hierauf werden der Rest des Firnisses,  die Glasperlen, das Trockenmittel     und    das  zusätzliche Lösungsmittel zugesetzt und ein  gemischt, beispielsweise mittels eines langsam  laufenden Schaufelmischers. Die fertige Masse  besitzt eine Viskosität von 85 bis 90 Krebsein  heiten (gemessen mit dem     Stormer-Viskosi-          meter    in der Krebssehen     Modifikation)    bei  25  C oder etwa 75 K. E. bei 38  C.

   Bei diesem  Wert wird ein sehr geringes Absetzen der  Glasperlen oder des Pigmentes beobachtet,  selbst nach mehreren Monaten normaler La  gerung oder nach dem Transport kreuz und  quer durch das Land, wie dies im folgenden  noch eingehender erläutert wird. Diese Masse  lässt sich bei     Temperaturen    von 32 bis 43  C,  das heisst bei Temperaturen, die bei warmem  sommerlichem     Wetter    auftreten, leicht sprit  zen. Die Masse kann mit Naphtha verdünnt  werden, um eine zum Spritzen geeignete  Konsistenz zu erzielen, wenn bei tieferen  Temperaturen gearbeitet wird.  



  Das     Titandioxyd,    welches ein leuchtend  reflektierendes, weisses Pigment darstellt,  kann teilweise durch andere Pigmente, wie  z. B.     Lithopon,    ersetzt werden, wobei eine  entsprechende Verminderung der Leuchtkraft.  erfolgt.     Gepulvertes        Magnesiumsilikatpigment,          wie    z. B. Asbestirr oder Talkum, ermöglicht  eine Verminderung der pro Liter erforder  lichen Menge an Bindefirnis und bewirkt  einen     thixotropen    Effekt, der dazu bei-      steuert, das Absetzen der Glasperlen während  des Lagerns zu verhindern. Es ist ein     ölabsor-          bierendes    Streckpigment.

   Es verbessert auch  die Oberflächeneigenschaften des frisch auf  gebrachten und getrockneten Überzuges. Das  im Beispiel genannte Asbestin kann auch  ganz oder teilweise durch andere Streck  pigmente ersetzt werden. Eines dieser Ma  terialien ist gefälltes Calciumcarbonat, ein  nicht     ölabsorptionsfähiges        Streckpigment,    das  eine günstige, das Absetzen hemmende Wir  kung aufweist und zugleich als Streckmittel  dient.  



  In der Masse der oben angegebenen Zu  sammensetzung beträgt das  Pigmentvolumen  verhältnis  38 %. Dieser Wert wird berechnet  durch Dividieren des Pigmentvolumens     (Ti-          tandioxyd    + Streckpigment) durch das Ge  samtvolumen von Pigment und nichtflüch  tigem Bindemittel und Multiplikation mit 100.  Das Volumen des flüchtigen Lösungsmittels  und das Volumen der Glasperlen werden bei  dieser Berechnung nicht eingesetzt. Es hat  sich gezeigt, dass das Pigmentvolumenver  hältnis nicht besonders kritisch ist und etwa  25 bis 60 % betragen kann, wobei die höheren  Werte günstig sind, wenn die Masse ein  Streckpigment enthält, das     nichtölabsorptions-          fähig    ist (z. B. gefälltes Calciumcarbonat).  



  Die prompte Umwandlung des aufgebrach  ten Films in einen     harten    und wetterfesten  Überzug wird durch die Wirkung gewöhn  licher metallhaltiger Trockenmittel beschleu  nigt. Das gemäss obigem Beispiel verwendete  Gemisch wurde aus 28 Teilen     Kobaltnaph-          thenatlösung    mit einem Gehalt von 4 % Ko  balt, 24 Teilen Bleinaphthenatlösung mit einem  Gehalt von 8 % Blei und 15 Teilen     Mangan-          naphthenatlösung    mit einem Gehalt von 4  Mangan hergestellt.  



  Wie schon oben gesagt, weisen die Glas  perlen einen mittleren Durchmesser von 0,076  bis 0,254 mm auf. Grössere Perlen bewirken  eine Verminderung der Spritzfähigkeit der  Anstriehmasse und widerstehen weniger gut  der Loslösung aus dem getrockneten Überzug  unter dem Einfluss des Verkehrs. Extrem  feine Perlen wirken als Füll- oder Streck-    mittel und verursachen wegen der Grösse der  erforderlichen Menge eine übermässige Ver  dickung der Anstrichmasse. Ausserdem ist  ihre Wirkung als optische Elemente nicht so  günstig. Ein Gemisch, mit welchem sehr gute  Resultate erzielt wurden, wurde mit den fol  genden Sorten von Glasperlen im angegebenen  Mengenverhältnis hergestellt. Die angeführ  ten Durchmesser sind ausschliesslich Mittel  werte.

    
EMI0005.0014     
  
    Perlen <SEP> Nr.10, <SEP> Durchmesser <SEP> 0,15 <SEP> mm <SEP> 20
<tb>  Perlen <SEP> Nr.12, <SEP> Durchmesser <SEP> 0,12 <SEP> mm <SEP> 55
<tb>  Perlen <SEP> Nr.13, <SEP> Durchmesser <SEP> 0,1 <SEP> mm <SEP> 25       Die Perlen Nr. 10     können    beispielsweise Per  len mit Durchmessern von 0,24 bis 0,106 min  enthalten, während die meisten Perlen Durch  messer von 0,167- bis 0,132 mm aufweisen wer  den.  



  Mit der Masse von der angegebenen Zu  sammensetzung, die ein Gemisch von Perlen  verschiedener Grösse enthält, wird eine     perlen-          haltige        Markierung    erhalten, die im trockenen       Zustand    eine Dicke von etwa 0,038 mm auf  weist,     wenn    die     perlenhaltige        Anstrichmasse     in der üblichen Menge von etwa 38 1 pro     kin.     für eine Linie von 10 cm Breite aufgebracht  wird.

       Infolge    der     Grössenverteilung    der Per  len ergibt sich     ein    Nebeneinander von grö  sseren und kleineren Perlen, wodurch die     per-          lenhaltige    Markierung eine längere effektive  Lebensdauer erlangt. Wird eine grosse oder  eine kleine Perle unter dem Einfluss des Ver  kehrs verschoben, so werden eine oder meh  rere kleinere Perlen freigelegt, die die Funk  tion der Erzeugung einer Umkehrstrahlung  übernehmen.

   So hat es sich gezeigt, dass die  Zahl der wirkenden, an ihren obern Teilen       freigelegten    Perlen pro     Flächeneinheit        nahezu     während der ganzen     Lebensdauer    der Mar  kierung gleich bleibt.  



  Das     Gewicht    der gemäss dem Beispiel zu  gesetzten Perlen beträgt     etwa    0,55 kg pro  Liter der fertigen Masse oder 0,71 kg pro  Liter     der-perlenfreien    Masset Für den ge  gebenen Grössenbereich der Perlen und den  gegebenen Prozentgehalt an nichtflüchtigem  Bindemittel stellt dieser Betrag eine optimale      Grösse dar. Es hat sich jedoch gezeigt, dass  man sogar mit einer Menge von nur etwa  0,36 kg pro Liter der     perlenfreien    Masse eine       vernünftige    Wirkung erzielt, insbesondere  wenn eine gleiche Gewichtsmenge Bimsstein  partikel von ähnlicher Grösse zugesetzt wer  den.

   Bei Zugabe von bis zu 0,96 kg pro Liter  perlenfreier Masse trat im     aufgebrachten     Streifen kein übermässiger Verlust an Perlen  auf.  



  Die zur Herstellung der     Anstrichmasse    ge  mäss Beispiel verwendete Lecithinlösung be  steht aus 70 Teilen rohem Sojabohnenlecithin  ( Yelkin-TTS , Markenprodukt der Archer  Daniels Midland Co.), gelöst in 30 Teilen  eines Gemisches von 4 Teilen VM  &  P Naph  tha und 1 Teil Xylol. Dieses rohe Lecithin  enthält etwa 65 % Phosphatide und 35 % Soja  bohnenöl. Ein ähnliches rohes Sojabohnen  lecithin liegt im NS-Produkt der  The     Glid-          den    Company  vor, das ebenfalls 65 %     Phos-          phatide    und 35 % Sojabohnenöl enthält. Es  könnten auch höher raffinierte Qualitäten von  Lecithin verwendet werden; die rohe Form ist  jedoch befriedigend und überdies erheblich  billiger.

   In der im Beispiel gegebenen Formel  beträgt der Zusatz von Lecithin etwas mehr  als 1/2 %, bezogen auf das Gesamtgewicht an  Pigmenten und Glasperlen. Es hat sich ge  zeigt, dass man mit etwa 1/2 bis etwa 21/2%  an rohem Lecithin, auf die gleiche Basis be  zogen, ausgezeichnete Resultate erzielen kann.  Eine kleinere Menge ist weniger wirksam  bezüglich der Erhaltung der Perlensuspen  sion, während grössere Mengen das  der Masse verzögern und die Festigkeit der  Bindung zwischen den Perlen und dem Binde  mittel reduzieren. Auf die Phosphatide be  zogen, betragen die entsprechenden Mengen  etwa 0,3 bis 1,6 %. Die perlenhaltige. Masse  von der oben angegebenen Zusammensetzung  kann in ähnlicher Weise stabilisiert werden,  wenn statt Sojabohnenlecithin 0,3 % tierisches  Leeithin in technischer Qualität (z. B.

    P 683 ,  Produkt der     Eastman        Kodak    Co.) verwendet  wird. Das zuerst genannte rohe Sojabohnen  lecithin wird wegen seines niedrigeren Preises  bevorzugt.    Das Ausbleiben eines wesentlichen Abset  zens der Glasperlen, und insbesondere des  durch     Schwingungen    während des Transpor  tes verursachten Absetzens, ist in erster  Linie auf die Wirkung des Lecithins zurück  zuführen. Es geht dies aus den Resultaten  einer Absetzprüfung hervor, bei welcher die  Masse in einem Behälter während 18     Stunden     auf einer Schüttelplatte, die durch eine die  Platte -um eine Distanz von 0,32 cm mit einer  Geschwindigkeit von 1400 Schwingungen pro  Minute hebende lind senkende     Nocke    be  tätigt wird, stehengelassen wird.

   Der Grad  des     Absetzens    wird dann gemessen, indem  man das flache Ende eines zylindrischen Sta  bes von 0,95 cm Durchmesser unter einem  gegebenen. Drück in den Behälter presst     und     die Höhe der abgesetzten Feststoffe, durch  welche der Stab nicht     hindurchdringt,    in  Prozenten der Gesamthöhe der Probe der  Masse aufnimmt. Zur Bestimmung des  wei  chen  und des  harten      Absetzens    werden  willkürlich Drücke von<B>0,176</B>     kg/cm2    und  2,534     km/cm2    verwendet.

   Weich abgesetztes  Material lässt sich durch Rühren leicht wie  der suspendieren, während hart abgesetztes  Material     durch    die dem Strassenpersonal     zur     Verfügung stehenden gewöhnlichen Mittel  nur äusserst schwer oder überhaupt nicht  mehr in eine Suspension zurückverwandelt  werden kann.  



  In der folgenden Tabelle sind die     Absetz-          werte    angeführt, die beim oben beschriebenen  Prüfversuch mit einer gemäss Beispiel herge  stellten perlenartigen Masse erhalten wurden.  Zum Vergleich wurde eine gleich zusammen  gesetzte Kontrollprobe, die jedoch kein     Leei-          thin    enthielt, geprüft.

    
EMI0006.0026     
  
    Probe <SEP>  weiches  <SEP>  hartes 
<tb>  Absetzen <SEP> Absetzen
<tb>  Mit <SEP> Lecithin <SEP> 2'/, <SEP> 0 <SEP> %
<tb>  Ohne <SEP> Lecithin <SEP> <B>38%</B> <SEP> 36       Überraschenderweise wird die Wirksam  keit des zugesetzten     Lecithins    im Verhindern  des     Abset.zens    von Perlen und     Pigment    in  der perlenhaltigen Masse durch die besondere  Natur der verwendeten Pigmente beeinflusst.

        Es wurde beispielsweise gefunden, dass ge  wisse gelbe     perlenhaltige    Massen, die Chrom  gelbpigmente an Stelle von Titandioxyd ent  halten, bei Gegenwart von Lecithin vor dem  Absetzen nicht bewahrt werden, wenn die  Masse so verarbeitet wird, dass sie eine nun  Spritzen geeignete     Konsistenz    erlangt.

   Mit  einer spritzbaren,     perlenhaltigen,    gelben  Masse, die gleich wie die im Beispiel beschrie  bene Masse zusammengesetzt war, mit der  Ausnahme, dass sie ein Gemisch von Chrom  gelbpigmenten an Stelle des Titandioxydpig  mentes enthielt, wurden die folgenden Ab  setzwerte erhalten:  
EMI0007.0004     
  
    Probe <SEP>  weiches  <SEP>  hartes 
<tb>  Absetzen <SEP> Absetzen
<tb>  Mit <SEP> Lecithin <SEP> 28% <SEP> 20
<tb>  Ohne <SEP> Lecithin <SEP> 10% <SEP> 6       Es ist sehr überraschend, dass das Ab  setzen der Glasperlen durch Lecithin in der  einen Masse wirksam verhindert und in einer  andern anscheinend ähnlichen Masse stark ge  steigert wird.  



  Die perlenhaltige Masse gemäss der vor  liegenden     Erfindung    kann ohne Verlust ihrer  Spritzfähigkeit infolge Absetzens von Pig  ment oder Glasperlen gelagert und transpor  tiert werden. Bei der Herstellung von     Land-          strassennittellinien    erhält man durch Auf  spritzen einer nach dem obigen Beispiel her  gestellten Masse in einer Breite von 10 cm  in einer Menge von etwa 38 Liter pro lkm  eine rasch trocknende, sehr dauerhafte Mittel'  linie, die nach wenigen Wochen die Eigen-    schaft der Umkehrstrahlung erlangt, so dass  sie für     Motorfahrzeuglenker    nachts eine hohe  Sichtbarkeit aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Spritzbare Masse für Landstrassenmarkie rungen, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen schnelltrocknenden Firnis auf Trocken- ölbasis, der durch ein flüchtiges Lösungs mittel verdünnt ist, ein dauerhaft suspendier tes Gemisch von Titandioxydpigment, Streck pigment Lind durchsichtigen Glasperlen mit einem mittleren Durchmesser von 0,076 bis 0,254 mm und gelöstes Lecithin in einer klei nen Menge enthält, die genügt, um die Sus pension der Glasperlen zu stabilisieren, welche Masse dazu bestimmt ist, auf Landstrassen oberflächen, die dem Fahrzeugverkehr unter worfen sind, aufgespritzt zu werden,
    um dauerhafte Markierungen mit Umkehrstrah- lung zu erzeugen, die für Fahrzeuglenker nachts eine sehr hohe Sichtbarkeit aufweisen. UNTERAN?SPRÜCHE 1. Masse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Pigmentvolumenver- hältnis 25 bis<B>60%</B> und die -Menge der Glas perlen 0,36 bis 0,96 kg pro Liter der perlen freien Masse beträgt. 2. Masse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss sie als Streckpigment Magnesiumsilikat enthält. 3.
    Masse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Streckpigment gefälltes Calciumcarbonat enthält.
CH290512D 1945-10-26 1951-11-12 Spritzbare Masse für Strassenmarkierungen. CH290512A (de)

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