CH290813A - Deckenstrahlungseinrichtung. - Google Patents
Deckenstrahlungseinrichtung.Info
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Description
Deckenstrahlungseinrichtung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Deckenstrahlungseinrichtung, mit unterhalb dem äussern, tragenden Deckenteil hinter der Putzdecke verlegten Verteiler röhren, welche in metallene Wärme- bzw. Kälteableitlamellen eingebettet sind, die mit ihrer dem zu beheizenden bzw. zu kühlenden Raum zugekehrten Seite mit der Putzdecke in direkter Berührung stehen.
Trotz der vielen Vorzüge einer in dieser Art ausgeführten Strahlungsheizung ver mochte dieselbe in den bisherigen Aus führungsformen nicht restlos zu befriedigen, da, wie praktische Versuche ergeben haben, nicht alle Personen derartige Deckenstrah- lungsheizungen gleich gut vertragen, indem bei einem Grossteil von Personen, die sich längere Zeit in mit derartigen Decken strahlungsheizungen ausgestatteten Räumen aufhalten müssen, die intensive Kopfbe strahlung zu pathologischen Reaktionen führt.
Diesen pathogenen Einwirkungen kann man allerdings zum grossen Teil dadurch begegnen, dass man die Decke nur bis zu einer bestimmten, entsprechend niederen Tempera tur aufheizt. Eine solche Massnahme ist in wärmewirtschaftlicher Beziehung jedoch sehr unzweckmässig und führt ausserdem zu einem wärmetechnisch sehr unelastischen, schlecht anpassungsfähigen Heizbetrieb.
Alle diese Nachteile können nun durch die Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung völlig vermieden werden. Zu diesem Zweck sind erfindungsgemäss die Verteilerröhren und die Wärme- bzw. Kälteableitungslamellen ausschliesslich in die an die Raumwände angrenzende.Randzone der Decke verlegt, wobei zweckmässig der im Be reiche dieser beheizbaren Randzone liegende Teil der Putzdecke sowohl von der angren zenden Wand wie auch von dem von der Randzone umgebenen Teil der Putzdecke durch je eine Dilatationsfuge getrennt ist.
Da sich Personen in der Regel nicht unmittelbar an den Raumwänden, sondern. eher-gegen das Rauminnere hin aufzuhalten pflegen, bleiben sie bei der erfindiuigsgemässen Einrichtung für den Fall, dass sie als Heizung dient, von der senkrechten, schädlichen Wärmebestrahlung verschont. Aus diesem Grunde ermöglicht es die erfindungsgemässe Einrichtung, die Randzone der Decke sehr hoch aufzuheizen -und dadurch den ganzen Heizbetrieb nicht nur ausserordentlich wirt schaftlich, sondern auch sehr elastisch zu gestalten.
Darüber hinaus ermöglicht die erfindungsgemässe Einrichtung eine sehr wesentliche Einsparung an Baukosten, da, im Gegensatz zu den bisherigen Decken-Ileiz-bzw. -Kühleinrichtungen, die Verteilerröhren und Abstrahlungslamellen nicht mehr über die ganze Decke verlegt werden müssen, sondern nur noch in der Randzone derselben ange ordnet zu werden brauchen.
In der Zeichnung sind einige Ausführung- formen des Erfindungsgegenstandes beispiels weise dargestellt, -und zwar zeigt Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemässen Decken-Heiz- bzw. -Kühl- einrichtung im Vertikalschnitt, Fig:
2 einen Vertikalschnitt einer zweiten, insbesondere für Fensterfronten bestimmten Ausführungsform, Fig. 3 eine der Fig. 1 analoge Aus führungsform in grösserem Massstab, Fig. 4 eine weitere Ausführungsform der Heiz- bzw.
Kühleinrichtung mit nach aussen ausgewölbter Randzone, Fig. 5 und 6 zwei weitere, der Fig. 4 ähnliche Ausführungsbeispiele und Fig. -7 eine perspektivische Ansicht eines mit der Heizung nach Fig. 1 ausgestatteten Raumes, mit der Decke teilweise im Vertikal schnitt.
Bei den Beispielen nach Fig. 1, 3 und 7 bezeichnet 1 die äussere, tragende Betondecke, 2 die direkt auf die Betondecke 1 aufgetra gene Putzdecke, 3 eine Seitenwand und 4 deren Verputz.
In der sogenanuten Randzone der Decke, d. h. in. dem an die Wand 3, 4 angrenzenden Teil der Decke, sind zwei parallel zueinander verlaufende Holzleisten 5 und 6 in Abstand voneinander in an und für sich bekannter Weise an der Betondecke 1 befestigt. An diesen Holzleisten sind in Abständen von einander als Tragbügel 7 ausgebildete Rund eisenstäbe aufgehängt, welche der Verteiler röhre 8 als Träger dienen. Auf diese Verteiler röhre sind an und für sich bekannte, z. B.
aus einer Aluminiumlegierung bestehende Wärme- bzw. Kälteableitungslamellen aufge- klemmt. Diese Lamellen, welche in Längen von mehreren Metern hergestellt sein können, besitzen. je eine rinnenartige -Vertiefung 10, in welcher die Verteilerröhre 8 eingebettet ist. An den äussern, parallel zu der Rinne 10 verlaufenden Seitenkanten sind die Lamellen 9 mittels Drahtstiften 11 (Fug. 3) derart an den Holzleisten 5 und 6 befestigt, dass sie sich bei Erwärmung ausdehnen und bei Abkühlung zusammenziehen können.
Unmittelbar unter der Lamelle 9 ist eine Streckmetallage 12 angeordnet und mittels Drahtstiften 13 an den Holzleisten 5 und 6 festgemacht. Diese Streckmetallage dient als Träger für die Putzschicht 14 der Randzone. Zwischen dieser Randzonen-Putzschicht und dem Verputz 2 des übrigen, zentralen Decken teils ist eine vorgeformte bzw. fertig bezieh bare Profilleiste 15 angeordnet, die mittels Drahtstiften 16 an der Holzleiste 6 befestigt ist.
Zwischen der Putzschicht 14 der Rand zone und dem Wandverputz 4 bzw. der Profil leiste 15 ist je eine Dilatationsfuge 17 bzw. 18 freigelassen, welche das freie Ausdehnen und Zusammenziehen der Putzschicht der Rand zone bei Temperaturänderungen ermöglichen. Die Dilatationsfuge 18 ist durch einen Vor sprung 15ca der Profilleiste nach dem Raum innern hin abgedeckt, während die Dilata- tionsfuge 17 durch eine Kordel, eine Leiste oder dergleichen ebenfalls abgedeckt werden kann.
Bei dein Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 bezeichnet 1. die äussere, tragende Decke, 2 die Putzdecke, 3' eine Aussenmauer mit dem innern Wandverputz 4', und 19 einen Kreuz stock der Fensterfront. Auch hier bezeichnen wieder: 5 und 6 zwei an der tragenden Decke 1 befestigte Holzleisten, 7 einen Rundeisen- Tragbügel, 9 eine Lamelle, 12 eine Streck metallage, 14 die Putzdecke und 15 die Profilleiste.
Im Gegensatz zu den Beispielen nach Fig. 1 und 3 sind beim Beispiel nach Fig. 2 die Lamellen 9 mit je zwei Rinnen 10 für die Aufnahme zweier Verteilerröhren 8 versehen. Diese, eine örtliche Erhöhung der Heizleitung ermöglichende Ausbildung eignet sich insbe sondere für die Anordnung an Fensterfronten, um den Kälteeinfall von der Fensterfront her entgegenzuwirken.
Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 4 bis 6 bezeichnen wieder: 1 die äussere, tra gende Decke mit der Putzdecke 2, 3 eine Wand mit dem Wandverputz 4, 5 und 6 zwei an der Decke 1 bzw. der Wand 3 befestigte Holzleisten, 7 als Träger für die Verteiler röhren 8 dienende Rundeisen-Tragorgane, 9 die Wärme- bzw.
Kälteableitlamellen mit den die Verteilerröhren 8 aufnehmenden Rinnen 10, 11 Drahtstifte für die Befestigung der Lamellen an den Holzleisten 5 und 6, 12 die Streckmetallagen für die Aufnahme des Rand zonenverputzes 14, 13 Drahtstifte für die Befestigung des Streckmetalls an den Holz leisten 5 und 6, 15 die die Dilatationsfugen 17 und 18 überdeckenden Profilleisten und 16 Drahtstifte für die Befestigung dieser Leisten an den Holzleisten 5 und 6.
Bei den Beispielen nach I\ig. 4 bis 6 sind die in den von der Decke und den Wänden gebildeten Ecken angeordneten Lamellen 9 nach aussen ausgewölbt, wobei die Krüm- mungsachsen der Wölbung parallel zu den Verteilerröhren 8 verlaufen. Entsprechend der gewölbten Form der Lamellen und der Anordnung derselben in den von der Decke und den Wänden gebildeten :Ecken sind auch die Tragbügel 7 entsprechend ausgebildet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 sind, ähnlich wie bei dem Beispiel nach Fig. 2, zwei Verteilerröhren vorgesehen. Es ist natürlich aber auch möglich, drei oder mehr Verteilerröhren in ein und derselben Rand zone unterzubringen.
Die vorstehend beschriebene Ausbildung der Heizung als sogenannte Randzonen heizung ermöglicht es, das die Verteilerröhren durchfliessende Heizmedium, beispielsweise Nasser, relativ hoch aufzuheizen und ein Heizmedium zu verwenden, das beim Verlas sen des Heizkessels Temperaturen von bis über 100 C aufweist.
Statt der Anordnung von Streckmetall unterhalb der Lamellen wäre es auch möglich, die Unterseite der Lamellen mit einer gut wärmeleitenden Haftmasse zu belegen und die Putzschicht 14 direkt auf diese Haftmasse aufzutragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Deckenstrahlungseinrichtung, mit unter halb dem äussern, tragenden Deckenteil hinter der Putzdecke verlegten Verteilerröhren, welche in metallene Wärme- bzw. Kälteableit- lamellen eingebettet sind, die mit ihrer dem zu beheizenden bzw. zu kühlenden Raum zugekehrten Seite mit der Putzdecke in direkter Berührung stehen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Verteilerröhren und die Wärme- bzw. Kälteableitlamellen ausschliess lich in die an die Raumwände angrenzende Randzone der Decke verlegi sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Deckenstrahlungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der im Bereich der beheizbaren Randzone liegende Teil der Putzdecke sowohl von der angrenzenden Wand wie auch von dem von der Randzone umgebenen Teil der Putzdecke durch eine Dilatationsfuge getrennt ist.2. Deckenstrahlungseinrichtung nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Dilatationsfuge zwischen der Randzone der Putzdecke und dem von dieser Zone -umgebenen Teil der 'Putzdecke gegen das Ratuninnere hin mit einer Profilleiste überdeckt ist. 3. Deekenstrahlungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen nach aussen ausgewölbt sind, wobei die Krümmungsachsen der Wölbung parallel zu den Verteilerröhren verlaufen.4. Deckenstrahlungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen in den von der Decke und den Wänden gebildeten Eckräumen angeordnet sind. 5. Deckenstrahlungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einzelnen Lamellen mehr als eine Verteilerröhre zugeordnet ist.
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