Einrichtung an elektrischen Stellwerken für Weichen und Signale, im besonderen an Tischhebelwerken. Bei elektrischen Stellwerken wird die Um stellung von einzelnen Weichen oder ganzen Fahrstrassen sowie die Umstellung der Si gnale und anderer Vorrichtungen des Eisen- bahnsieherungswesens durch Betätigen von kleinen Hebeln oder Tasten bewirkt, die z. B. innerhalb eines Gleisbildes angeordnet sein können. Durch die Hebel oder Tasten werden Relais betätigt, die entweder als Stützrelais ausgebildet sind oder Selbstschlusskontakte be sitzen, um nach dem Loslassen der Tasten oder Hebel den gegebenen Befehl festzuhalten.
Durch diese sogenannten Tastenrelais werden eitere Relais betätigt, welche z. B. die Ein zelumstellung oder fahrstrassenweise Umstel lung der Weichen bewirken. Dies sind z. B. die Fahrweg-Minus- und -Plussteller, Plus- und Minusweichensteller, Prüfrelais und der gleichen mehr. Um eine Fehlbetätigung der Relais sowie eine falsche Befehlsübertragung bei etwaigem Versagen eines Relais zu verhin dern, mussten verschiedene Überwachungskon takte und Abhängigkeitskontakte in den ein zelnen Stromkreisen vorgesehen werden, was zu einer erheblichen Häufung von Kontakten geführt hat. Dies erfordert naturgemäss auch eine erhebliche Anzahl von Leitungen zwi schen den einzelnen Kontakten und Relais.
Eine weitere Gefahr ist die Beeinflussung der Relais durch Erdschluss, Leitungsberüh rungen oder Fremdstrom. Die erfindungsgemässe Einrichtung, bei welcher ein bestimmter Betriebsvorgang des Stellwerkes durch Zusammenwirken von min destens zwei Relais herbeigeführt wird, sieht vor, dass die Betätigungsspulen von zwei dieser Relais durch eine Leitung miteinander ver bunden sind und der Betriebsvorgang aus gelöst wird durch die Änderung des Schalt zustandes mindestens eines Kontaktes, der in der Leitung zwischen diesen Betätigungsspu len der beiden Relais liegt.
Man kann dadurch erreichen, da.ss bei Lei tungsbruch, Erdschluss, Leitungsberührung oder dergleichen entweder die Sicherung sofort durchbrennt oder nach Schliessen des Kontaktes, oder dass nur eines der beiden Relais anzieht und damit die Störung erkenn bar macht.
Eine weitere Verbesserung in dieser Hin sicht und gleichzeitig eine Ersparnis an Relais und Kontakten kann man erreichen, wenn man die für die Betätigung einer Vorrichtung notwendigen Relais mechanisch oder elektrisch miteinander kuppelt, oder auch, wenn man ein Relais vorsieht, welches durch Verwen dung von Nockenscheiben oder dergleichen eine verschiedenartige Betätigung der durch dieses Relais gesteuerten Kontakte ermöglicht.
Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes. Fig. 1 ist ein Schema einer Einrichtung nach der ersten Ausführungsform.
Fig. 2 zeigt als Beispiel einen Weichen steller.
Fig. 3 und Fig. 4 zeigen eine andere Aus führung des Weichenstellers gemäss Fig. 2. Fig. 5 bis 7 zeigen schematisch die zweite Ausführungsform.
Für die Weichenumstellung von Plus nach Minus und umgekehrt dient der Magnetschal ter 10, der so arbeitet, dass er beim Anziehen den Kontaktwechsel in der einen Richtung vornimmt, beim Abfallen dagegen leer läuft, beim nächsten Anziehen den Kontaktwechsel in der andern Richtung bewirkt und beim Abfallen wieder leer läuft Lind so fort. Ausser dem besitzt der Anker noch Kontakte, die beim Anziehen und Abfallen abwechselnd ge öffnet und geschlossen werden. Der Span nungswechsler, ein Relais, welches durch seine Kontakte die Antriebsleitungen des Stell motors für Vorwärts- und Rückwärtslauf um schaltet, ist mit 50 bezeichnet. Es ist ange nommen, dass, wie gewöhnlich, ein Spannungs wechsler mit zwei Wicklungen verwendet wird, also z. B. ein Stützrelais.
Die zweite Wicklung ist nicht. gezeichnet und befindet sich in der nicht dargestellten Weichenschal tung. 20 ist ein mit Verzögerung arbeitender Spannungsabschalter, der nach bestimmter Zeit. die Stelleitungen unterbricht für den Fall, dass der Antrieb nicht normal umgelaufen ist. 30 und 40 sind die beiden als Stützrelais arbeitenden Magnetschalter, die den Weichen verschluss herstellen. Soll nun die zugehörige Weiche umgestellt werden, so werden zunächst die Weichentaste und die Gruppenweichen taste gedrückt, wodurch entweder unmittelbar oder über besondere Relais die Kontakte TI und T2 geschlossen werden. Auf dem Wege über die Leitung L1, die Kontakte T1 und T2, Leitung L2 erhält. nun der Spannungs wechsler 50 Strom.
Er zieht seinen Anker an und legt die Kontakte um, die den Span nungswechsel in der Weichenschaltung her stellen. Er schliesst hierbei auch den Kontakt 51 und unterbricht den Kontakt 52, welche die Lage behalten, auch wenn das Relais 50 wieder stromlos wird, da der Anker des Relais 50 durch den abgefallenen Anker des mit arbeitenden Stützrelais abgestützt wird. Durch Relais 50 wurde gleichzeitig auch der Kontakt 53 geschlossen. Durch das Arbeiten der Span- nungsweehslerkontakte in der Weichenschal tung ist der Überwachungsmagnet abgefallen und hat den Kontakt. L'1.1 geschlossen.
Dieser Kontakt ersetzt. also die bekannte Ankersperre, denn erst wenn der Überwachungsmagnet ab gefallen ist, kann der Weichenstellmagnet 10 arbeiten. Es ist. nun der Stromweg für das Arbeiten des Weichenatellmagneten 10 her gestellt, Lind es fliesst nun ein Strom von der Stromquelle über den Kontakt L'21 des im Ruhezustand abgefallenen Plusüberwachungs magneten L'20, den Kontakt U31 des im Ruhe zustand ebenfalls abgefallenen Minusüberwa chungsmagneten L'30, Gleisrelaiskontakt G11, Kontakt L'1.1 des abgefallenen Überwachungs magneten, den Kontakt. 41 des Verschliessers, Kontakt 53, Weichensteller 10, die Kontakte T1, T2, Gleisrelaiskontakt GI 2, Kontakte I%22, U3? an den Plus- und Minusüberwachungs magneten, Kontakt.
L"-12 am Verschliesser, Lei tung L3 und Kontakt 51 zur Stromquelle zurück. Sowohl die Kontakte der Plus- und Minusüberwacher, als auch des Verschliessers und des Gleisrelais sind verdoppelt, um eine Sicherheit. gegen falsches Arbeiten der Ein richtung bei etwaigem Leitungsschluss zu ge währleisten. Die Verschliesserkontakte 41 und 42 verhindern ein Anziehen des Weichen stellers, wenn eine Fahrstrasse eingestellt ist, weil diese Kontakte in dem Fall unterbrochen sind. Durch Anziehen des Weichenstellers 10 sind nun erstens in der -nicht dargestellten Weichenschaltung Kontakte geschlossen wor den, welche die Stelleitungen zum Antriebs motor durchschalten. Ausserdem sind in der dargestellten Schaltung die Kontakte 11 und 12 gewechselt worden. Der Kontakt 54 ist durch das Anziehen des Spannungswechslers geschlossen worden.
Der Kondensator K1, der parallel zti dem Spannungsabschalter 20 liegt, ist während des Ruhezustandes der Weiche über den ZV eichenüberwachungskontakt <I>U12</I> geladen worden. Nach Unterbrechen des Kon- taktes I"19 übernimmt. das Aufrechterhalten der Ladung des Kondensators der Kontakt 12 des Weichenstellers. Sobald der Weichenstel ler 10 wieder abfällt, werden die Kontakte 1.1. 1111(l 12, die bei jedem Arbeiten des Stellma gneten gewechselt werden, wieder umgelegt. Relais 20 ist nun an den Kondensator K1 angeschlossen und wird durch die Ladung des Kondensators zum Anziehen gebracht.
Durch Relais 20 wird in bekannter Weise die Abschaltung des Stehstromes bewirkt, unab hängig davon, ob schon durch Umlaufen des Weichenmotors die Stelleitungen unterbro chen worden sind.
Bei fahrstrassenweiser Umstellung der 'eiche wird durch das Betätigen der Fahr strassentaste ein Magnetschalter zum Arbeiten ,bracht, der den Kontakt F1 schliesst. Dieser Kontakt liegt. parallel zu den Kontakten T1 und T2 und hat daher die Umstellung der Weiche in derselben Weise zur Folge wie oben beschrieben. Für die verschiedenen Fahr strassen sind entsprechende Kontakte F2 usw. parallel geschaltet. Der auszulösende Betriebs vorgang, im vorliegenden Falle die Umstel lung der Weiche, erfolgt also erst, wenn durch Änderung des Schaltzustandes mindestens eines Kontaktes T1, T2 bzw. F1, F2 zuerst der Spannungswechsler 50 und dann der Weichensteller 10 zum Ansprechen gebracht wird.
Diese Arbeitsreihenfolge der Relais wird durch Kontakte 51, 52, 53 erreicht, die im Er regerstromkreis der beiden Relais bzw. par allel zu den Relais liegen. Würde beim An sprechen des Relais 50 nur einer dieser Kon takte seine Stellung nicht wechseln, so wäre das Relais 10 z. B. durch Kontakt 53 abge schaltet, durch Kontakt 52 kurzgeschlossen. Würde Kontakt 51 nicht schliessen, so könnte das Relais 10 nicht ansprechen, da der durch die in Reihe liegenden Spulen 50 und 10 fliessende Strom nicht ausreicht.
In der Zeichnung ist angenommen, dass die Kontakte F1 und F2 z. B. die Minusstellung bewirken, die Kontakte F3, F4 die Plusstel lung der Weiche. Der Weichensteller 10 wech selt. beim Anziehen die Kontakte 13 und 14, die auch nach Abfallen von Relais 10 ihre Lage behalten. Durch Kontakt 13 wird der Spannungswechsler 50 abgeschaltet; über Kon takt 14 erhält der Verschliesser 40 Strom. Der Verschliesser hat die Aufgabe, durch Unter brechen von Kontakten, z. B. der Kontakte 41. und 42, den Verschluss der Weiche her= zustellen, d. h. eine Umstellung der Weiche zu' verhindern, solange die Fahrstrasse eingestellt ist.
In dem Beispiel der Fig. 1 erfolgt der Verschluss durch öffnen der Kontakte 41 und 42, die in dieser Stellung ein erneutes Betä tigen der Relais 10 und 50 verhindern, Bisher hatte man jeder Fahrstrasse einen Verschlie sser zugeordnet; demgemäss wurden im all gemeinen durch einen Verschliesser mehrere Weichen gleichzeitig verschlossen. Auch die Auflösung des Verschlusses erfolgte für alle Weichen gleichzeitig, und zwar erst nach dem Freiwerden der gesamten Fahrstrasse. Bei dem beschriebenen Beispiel ist für jede Weiche ein besonderer Verschliesser vorgesehen, so dass es möglich ist, den Verschluss der Wei chen einer Fahrstrasse, insbesondere der zuerst befahrenen Weichen, schon nach Frei werden dieses Gleisteils, also vor dem Räumen der ganzen Fahrstrasse, aufzulösen.
Dem Ver schliesser 40 ist noch ein Kontakt U13 des Überwachungsmagneten vorgeschaltet, durch welchen die Endlage der Weiche überprüft wird. Der Selbstschlusskontakt 45 des Ma gneten 40, der parallel zu dem Kontakt U13 liegt, ist eingefügt worden, um bei etwaigem Versagen des Überwachungsmagneten den Verschluss der Weiche zu sichern. In den Stromkreis des Magneten 30 sind noch Kon takte F11, F16, F14, F18 eingefügt, die gleichzeitig mit den entsprechenden Kontakten 1f'1, <I>F6, F8,</I> F4 usw. betätigt werden. Sie unterbrechen den Stromkreis des Magneten 30, durch welchen die Rücknahme des Ver schlusses bewerkstelligt werden könnte.
Die Kontakte F5, F6, F7 und F8 führen über Leitung L5 unmittelbar zum Verschliesser, aber nicht zum _Weichensteller. Es ist hierbei angenommen, dass es sich um eine Weiche handelt, die nicht fahrstrassenmässig umge stellt werden soll, aber nach Einstellung einer Fahrstrasse verschlossen werden muss. Die Kon- takte F9 und F1',3 bzw. F10 und P1') werden durch Fahrstrassentasten betätigt und bewir ken lediglich die Umstellung einer Weiche, aber nicht deren Verschluss, da, sie nicht entsprechende Kontakte in der Leitung L6 zu der Spule 30 des Verschliessers besitzen.
Für den Fall des Versagens der Gleisrelais bzw. der zugehörigen Kontakte C11, C12 ist eine Überbrückung dieser Kontakte durch eine Hilfstaste vorgesehen. Dies geschieht hier durch die Kontakte H11 und H12, die zusam men mit einer Weichenwahltaste W1 betätigt. werden. Der Kontakt 18 befindet sich am Weichensteller 10 und dient, zur Überprüfung; des Weichentastenkontaktes T1. Würde näm lich der Kontakt 1'1 durch Festhalten der Taste geschlossen bleiben, so wäre auch bei Loslassen der Gruppenweichentaste und Un terbrechen des Kontaktes T2 der Stromkreis über Leitung L2 trotzdem hergestellt und demgemäss Relais 10 angezogen.
Der Kontakt 1.1 wäre dann unterbrochen und würde das Anziehen des Spannungsabschalters 20 vor dem Öffnen des Kontaktes P1 verhindern.
In Fig. 2 ist ein Beispiel eines Weichen stellers dargestellt, der sieh für die Umstel lung der Weiche eignet, wobei angenommen ist, dass dieser nur durch einen Magnetschalter betätigt wird. Hierbei ist ein Magnet 70 vor gesehen, dessen Anker 71 über einen Mit nehmer 72 auf ein Zahnrad 73 einwirkt. Bei jedem Anziehen des Ankers wird das Zahnrad um einen Zahn weiter gedreht und nimmt hierbei die Nockenscheibe 74 mit. Beim Ab fallen des Ankers dagegen wird keine Ver änderung in der Lage der Nockenscheibe be wirkt, so dass der Mitnehmer 72 lediglich nachgreift. Die Nockenscheibe steuert eine Kontaktstange 75, die unter Druck einer Feder 76 steht.
Bei jedem Anziehen des Ankers 71 wird daher die Kontaktstange ab wechselnd in eine andere Lage gebracht und schliesst hierbei einmal die Plus- und einmal die Minusstellkontakte. Man kann mit dem Anker noch einen Kontaktsatz verbinden, der bei jedem Anziehen und Abfallen geschlossen und geöffnet wird. In Fig. 1 sind dies die Kontakte 11 und 18, während an der Kontakt- stange 75 die Kontakte 13, 11 usw. sitzen. An Stelle eines Magneten 70, der mittels der Nockenscheibe 74 und des Gestänges 75 die Kontakte steuert, kann man auch , zwei Ma gnete verwenden, die abwechselnd anziehen und abfallen und dadurch in ähnlicher Weise sowohl die Kontakte 11, 1.8 als auch die Kon takte 13, 1..1 steuern.
Man kann die Steuerung der Kontaktstange 75 auch in anderer Form bewirken; man könnte z. B. die Scheibe 74 auch mit einer Kulisse versehen, in welche die Kontaktstange 75 mit einem Zapfen eingreift. so dass also die Kontakte 13, 14 durch eine Kulissensteuerung in die geschlossene bzw. geöffnete Lage gebracht werden.
Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Schaltung nach Fig. 1 ist nun, dass sie besonders widerstandsfähig ist gegen Erdschlüsse, Lei tungsberührungen und Fremdströme. Würde z. B. in der Leitung zwischen den Magneten 10 und dem Tastenkontakt T2 an irgendeiner Stelle ein Erdschluss oder bei nicht geerdeten Anlagen ein Rückleitungsschluss auftreten, so würde die Sicherung 81 entweder sofort oder nach Drücken der Taste T1 durchbrennen, je nachdem, ob der Schluss oberhalb oder unter halb des Tastenkontaktes TI eingetreten ist.
Würde dagegen in der Leitung L2 ein Fremdstrom, z. B. durch Leitungsberührung, auftreten, so würde zwar der Magnetschalter 50 anziehen, aber über seinen Kontakt 51 zur Rück leitung abgeleitet werden und die Sicherung aus dem Kreis, aus welchem der Fremdstrom kam, brennt durch. Es kann also in keinem Fall durch Erdschluss oder Fremdstroh eine Betätigung der durch den Magnetschalter 10 bzw. 50 zu steuernden Einrichtungen erfolgen.
Die Fig.3 und 4 zeigen andere Ausfüh rungsformen des in Fig. 2 dargestellten Relais, die in vieler Hinsicht noch zweckmässiger sind. Das Magnetsstein arbeitet hier mit einem steuerbaren Haken, der mit dem Kontaktsteg gekuppelt ist. -Je nach Lage des Kontaktsteges wird. durch eine Feder der Haken in die jeweilige Wirkstellung gebracht. In Fig. 3 ist 101 das Magnetsvstem, mit dem Anker 1.02, der mit dem Clelenk 103 den Haken 104 trägt.
Dieser doppelseitig wirkende Haken kann in die Stifte 105 -und 106 eingreifen und so bei (]er Aufwärtsbewegung des Magnetankers die Schwinge 107, die in der Lagerung 108 auf <U>g</U>ehängt ist, umlegen. An der Schwinge 107 sind. die Kontaktstangen 109 und 1.10 befestigt, die in bekannter Weise eine bestimmte An zahl von Kontakten steuert. Dies wird meist dadurch bewirkt, dass an der Kontaktstange Silberstifte 11 angeordnet sind, die in an- 1ezogeneni. oder abgefallenem Zustand mit. orts festen, federnden Gegenkontakten 1.1.2 die Kontaktverbindung herstellen.
Der Haken 104 wird durch eine entsprechende Führung oder < furch eine Feder, z. B. durch eine Blattfeder 113 in die jeweilige Wirklage gedrückt. Die Feder kann an der Schwinge 107 oder, wie dargestellt, an dem Haken 104 befestigt sein. Um für die Zwischenstellungen des Kontakt. systems eine Festhaltung zu erreichen, ist eine Rollenrast oder Klinke 114 vorgesehen, die sieh in entsprechende Aussparungen der untern. Schwinge 115 unter dem Druck der Feder 116 legt. An Stelle der Rollenrast kann auch eine andere Anordnung treten, z. B. ein Gelenkhebel 120, der, wie in Fig. 4 dargestellt Ist, federnd angedrückt wird und so die Rastung bewirkt.
Zur Festlegung des Endzu standes des Kontaktsystems ist an dem Anker 102 ein Riegelschieber 117 angeordnet, der sich auf die eine oder andere Seite der an der Schwinge 107 angebrachten Nase 118 legt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Beim An ziehen des Ankers 102 nimmt. der Haken 104 den Stift 105 mit, und die Schwinge 107 kippt um den Drehpunkt 108, wobei die Kon taktstege 109 und 110 entsprechend mitgenom men werden. Die Schwinge 115 kippt eben falls um und drückt dabei mit dem Nocken 119 die Rolle 114 herab, so dass die letztere in den benachbarten Ausschnitt 1.21 zu liegen kommt. Der Haken 104 wird jetzt durch die nach links gebogene Feder 113 in Richtung gegen die andere Lage gedrückt., jedoch bei angezogenem Anker durch den in den Stift 10) eingreifenden Hakenteil gehalten. Damit ist in der angezogenen Stellung des Ankers auch die Stellung der Kontaktstege sicherge stellt.
Wenn der Anker abfällt, verlässt der Haken den Stift 105 und wird nun unter dem Druck der Feder 113 nach der andern Seite transportiert, so dass er nach weiterer Ab wärtsbewegung in der Endlage mit dem Haken unter den Stift 106 gelangt. Hierbei hat sich auch der Schieber 117 hinter die andere Seite der Nase 118 gelegt und ver riegelt so die Neustellung des Kontaktsystems. Diese Sperrung des Systems durch den an der Nase 118 festgelegten Schieber 117 ver hindert eine Veränderung der Kontaktlage durch unmittelbare Einwirkung auf die Kon taktstange. Um einen gewissen Gewichtsaus gleich zu erzielen, kann man die Anordnung so treffen, wie dargestellt, d. h. also, dass zwei Kontaktstege 109, 110 vorgesehen sind. Man kann jedoch auch mit einem Kontaktsteg arbeiten, wobei es zweckmässig ist, dann als Gewichtsausgleich eine entsprechende Feder vorzusehen.
Bemerkt sei, dass auch hier au Überwa chungszwecken oder auch zur Ersparnis eines weiteren Relais von dem Anker 102 noch un mittelbar Kontakte gesteuert werden können, die dann im doppelten Takt der andern Kon takte arbeiten.
Die Fig. 5, 6, 7 zeigen eine weitere An ordnung, bei welcher die Steuerung, z. B. einer Weiche, unter Zuhilfenahme von Schritt sehaltern erfolgt. Auch hier wird der ein gangs erwähnte Vorteil, vor allem hinsicht lich Fremdstrom und Erdschlusssicherheit, er reicht dadurch, dass ähnlich wie in Fig.1 dar gestellt, die Tastenkontakte T1,<I>T2</I> zwischen zwei für die Weichenumstellung erforderlichen Relais angeordnet. sind. Dies ist hier der Dreh magnet 210 des Schrittschalters und ein Relais 150, das entweder ein Prüfmagnet. oder ein Fahrwegsteller oder dergleichen sein kann.
Ein besonderer Vorteil ist hier,. dass man ausser der Steuerbank des Schrittschalters, die in Fig. 5 dargestellt ist, und der zweiten Bank, durch welche die Umstellung der Weichen er folgt (Fig.6) noch eine Bank (Fig.7) vor sehen kann für die Ausleuchtung der Gleise. Man erspart dadurch einen grossen Teil der andernfalls notwendig werdenden Stützrelais. In Fig. 5 sind P1 und T2 Kontakte an der Gruppenweichentaste und der Weichen taste. Parallel zu ihnen sind Fahrstrassenkon takte P1 bis F6 angeordnet, wobei angenom men ist, dass zu den Kontakten F1 bis F3 die Minusstellung der Weiche zu den Kontakten F-1 bis F6 die Plusstellung der Weiche gehört. Werden nun z.
B. die Kontakte T1, T2 durch Drücken der beiden Weichentasten geschlos sen, so erhält der Drehmagnet 210 Strom und bewegt die mit den Kontaktbänken K1., K2 und K3 zusammenarbeitenden Kontaktarme a1, a2 und a3 von den Kontakten 1 auf die Kontakte 2. Es erhält nun der Weichensteller 220 über den Kontaktarm a1 und über den Sparkontakt. 221 Strom. Der Drehmagnet hat ausserdem seinen Stirnkontakt 21.1 geschlossen, so dass der Spannungswechsler 2-10 Strom er hält. Gleichzeitig erhält. die eine Wicklung des Fahrwegstellers 250 Strom über Leitung L1, zieht an und schliesst seinen Kontakt 251 (Fig. 6). Mit.
Anziehen des Relais 220 fällt der bis dahin abgestützte Anker des mit ihm zusammenarbeitenden Relais 230 ab. Mit. Ab fallen des Relais 230 -erden die Kontakte 231_ bis 233 (Fig. 6) umgelegt. Durch Anziehen des Spannungswechslers 210 haben ausserdem die Kontakte 211 bis 249 ihre Stellung- ge wechselt. Die Überwachungsleitungen sind unterbrochen worden, der Überwachungsma gnet T'1.0 ist abgefallen, und die Weichenlei tungen Sind an Stellspannung gelegt. Die Weiche läuft, um, wobei der Strom über Lei tung<I>L2, L3,</I> L4 über Kontakt 215, Leitung L? zur Wicklung W1, über Kontakt 244, Lei tung L3 zur Wicklung W2 und Kontakt 2413, Leitung L-1 zur Wicklung 1V3 gelangt.
Sobald die Weiche umgelaufen ist, wechseln die Motorkontakte M1 bis 176, und es fliesst nun ein Strom von Kontakt. 2-15 über Leitung L2, 11'1, L5, L6, Kontakt. '237, L7, der Fallwick lung des Spannungswechslers 140, Kontakt 2-18, L8, M2, L3 und die Kontakte 231, 21-l. Der Spannungswechsler 110 zieht an und Behaltet seine Kontakte 2-11 bis 219 um. Jetzt erhält der Überwachungsmagnet T'10 wieder Strom auf dem Wege über Kontakt 217, 235, Leitung L9, J15, W3, W2, J13, L5, L6, 237. r'1.0, 249, L8, M2, L3, 23-1, Leitung L10, Kon takt 211. Die Kontaktbank K2 hat bei Ein zelstellung der Weichen keine Bedeutung. Da gegen hat an Kontaktbank K3 (Fig. 7) der Kontaktarm a.3 beim Umschalten auf Kontakt die Pluslampe I31 abgeschaltet und die Minuslampe I32 zum Aufleuchten gebracht.
Die verschiedenen in den zugehörigen Lei tungen liegenden Kontakte sind der Vollstän digkeit, halber eingezeichnet, haben aber für das Prinzip der Erfindung keinerlei Bedeu tung; 260 und 270 sind die Wicklungen des Auffahrmelders. Dieser zeigt das Auffahren oder Aufschneiden der zugehörigen Weiche an. Wird beispielsweise die Weiche von der stumpfen Seite her befahren. und liegen dabei die Weichenzungen infolge irgendeiner Stö rung in der für diese Fahrt falschen Lage, so fahren die ersten Räder diese Weiche auf, d. h. die Spurkränze drücken die Weichen zungen in die richtige Lage. Dabei wechseln die im Weichenantrieb vorhandenen Antriebs kontakte ihren Schaltzustand und bringen den Auffahrmelder zum Ansprechen.
Bei fahrstrassenweiser Umstellung der Weichen wird z. B. der Kontakt F2 durch Drücken der zugehörigen Fahrstrassentaste geschlossen. Der Drehmagnet 210 sowie der Fahrwegsteller 250 erhalten Strom. Die Wir kung des Drehmagneten ist dieselbe wie bei Einzelumstellung, und die Umstellung der Weiche erfolgt. \in der Bleiehen Weise. Der Fahrwegsteller 250 bleibt jetzt jedoch ange zogen, da. die zweite Wicklung Strom erhält über den Kontakt 239, der durch Abfallen des Weichenstellrelais 230 geschlossen wurde. Der Minusüberwacher P20 zieht an, sobald der Kontaktarm a.2 auf den Kontakt 2 der Kon taktbank K2 gelangt ist und der Überwachungs magnet 110 nach denn Umlaufen der Weiche ,seinen Kontakt T'11 wieder geschlossen hat.
Durch Relais 250 war ausserdem der Kontakt 252 geschlossen worden, und die Spitzenaus- leuelitung'slampe B3 kommt zum Aufleuchten, wodurch die Fahrstrasse durchgehend ausge- leuehtet wird. Die Kontakte d1 bis d6 sind Aussehlulkontakte feindlieber Fahrstrassen. Die Kontakte P11, P12, P21, P22 befinden :sich an den plus- und Minusüberwachern P10 und P20.
Würde die Weiche schon in der richtigen, also im vorliegenden Falle Minus lage, liegen, so würde beim Schliessen des Kontaktes F2 nur der Fahrwegsteller 250 Strom erhalten, dagegen nicht. der Drehma gnet 210; denn bei Minuslage der Weiche ist der Anker des Relais 230 abgefallen und Kon takt 239 geschlossen, Kontakt 1.39 dagegen unterbrochen, so dass zwar die notwendige Weichenausleuchtung zustande kommt, aber keine Umstellung der Weiche bewirkt werden kann.
Zweckmässig ist es, den Stromkreis des Drehmagneten 21.0 auf Fremdstrom zu über wachen, damit nicht. durch einen solchen Fremdstrom unzeitgemäss die Umstellung einer eiche erfolgen kann. Man kann daher eines der vorhandenen Relais in den Stromkreis dieses Drehmagneten legen, so dass es gleich zeitig als Prüfmagnet dient. Zweckmässig ver wendet man hierzu den Fahrwegsteller 250, der in diesem Falle also, wie punktiert an gedeutet, bei 150 vorgesehen würde. Die zweite Wicklung muss dann entsprechend an den Kontakt 239 angeschlossen werden. Statt der zweiten Wicklung des Magneten 250 wird dann zwischen Kontakt 139 und Erde ein Widerstand eingeschaltet.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung lässt sieh ausser bei Tischliebelwerken auch bei allen andern Stellwerken mit. elektrischen Verschlüssen verwenden, vorzugsweise auch da, wo Fernsteuerung zur Anwendung kommt.. Statt. eines Schrittschalters kann man auch hier eine ähnlich wirkende Vorrichtung, z. B. ein Relais mit Kulissensteuerung, verwenden. (las bei aufeinanderfolgenden .gleichartigen Erregungen abwechselnd zwei verschiedene Stellungen der Kontakte erzeugt.