CH293352A - Schleuderschutzeinrichtung für durch Elektromotoren angetriebene Schienen-Triebfahrzeuge. - Google Patents
Schleuderschutzeinrichtung für durch Elektromotoren angetriebene Schienen-Triebfahrzeuge.Info
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
- B60L3/00—Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
- B60L3/10—Indicating wheel slip ; Correction of wheel slip
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Description
Schleuderschutzeinrichtung für durch Elektromotoren angetriebene Schienen-Triebfahrzeuge. Die maximale Zugkraft von Schienen- Triebfahrzeugen ist durch die Adhäsion zwi- sehen Rad und Schiene begrenzt. Es sind ver schiedene Mittel bekannt, um die Folgen des Schleuderns zu vermindern (z.
B. Parallel- schaltung der Motoren, Sanden, AcUsdruck- ausgleich, mechanische Kupplung der Achsen, Zurückschalten auf tiefere Stufen, Abschal ten der Motoren). Als sehr wirksam hat sich auch das meclianische Abbremsen der Räder erwiesen, wobei der Führer vor dem oder beim Schleudern die Bremse bedient.
Letztere Art der Unterdrückung des Schleuderns kann nun wesentlich verbessert werden, wenn das Bremsen selbsttätig erfolgt, sobald ein Motor schleudert, und selbsttätig aufhört, wenn die Achse sich beruhigt hat.
Es besitzt deshalb die Schleuderschutzein- richtuing gemäss vorliegender Erfindung Mit tel, welche beim Schleudern von Achsen das Einsetzen der Druckluftbrems6 selbsttätig be wirken.
Die beiliegende Zeichnung zeigt schema tisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar in Anwendung bei einer vierachsi gen Lokomotive. Die vier Achsen 1--4 werden durch die Motoren 5-8, von denen nur die Anker angedeutet sind, angetrieben. Letztere werden in Reihenparallelschaltung gespeist. .Je zwei Motoren sind durch ein Potentiometer überbrückt. Die Mittelpunkte der Anker gruppen und der Potentiometer 9 speisen je ein Elektroventil 10 bzw. 11, das aus einer Druckleitung 17 Luft in die Bremszylinder 12 und 13 strömen lässt.
Um eine zu starke Brem sung zu vermeiden, ist in der Druckluftlei- tung 17 ein Druckredüzierventil 14 eingefügt. Zwei Doppelrückschlagventile 15 verhindern eine gegenseitige Beeinflussung der Schleu- derschiltzeinrichtung und der Bremssteuer- einrichtuulg, die über die direkte Leitung 16 gespeist wird.
Schleudert beispielsweise die Achse 1, so steigt die Spannung am Anker 5 und die jenige am Anker 6 sinkt. Zwischen den Mit telklemmen der Motorgruppe 5, 6 und des Potentiometers 9 entsteht eine Spannung, welche das Elektroventil 10 erregt. Der Bremszylinder 12 erhält Druckluft und bremst die Achsen 1 und 2, biss .das Schleu dern aufhört und das Elektroventil 10 entregt wird, worauf die volle Zugkraft der Motoren wieder verfügbar ist.
Die Zugkraft der nicht schleudernden Achsen 3 und 4 wird dabei nicht beeinträchtigt.
Der Hauptvorteil der beschriebenen und dargestellten Schleuderbremse gegenüber der willkürlich bedienten liegt darin, dass nicht mehr als gerade notwendig gebremst wird. Ausserdem wird der Lokomotivführer von der Bedienung der Schleuderbremse befreit. Dieser Vorteil kann voll ausgenützt werden, wenn die Schleuderbremse nicht stets auf alle Achsen angewendet wird, sondern nur auf diejenigen Achsen oder Achsgruppen, welche sich durch Schleudern bemerkbar machen.
Dadurch wird der durch die Schleuderbremse verursachte Ausfall an Zugkraft weiter we- sentlich vermindert. Wird beispielsweise bei einer Lokomotive mit zwei Drehgestellen jedes Drehgestell gesondert gebremst, so geht ge genüber den bekannten Anordnungen der Zugkr aftverlust auf die Hälfte zurück und bei drei Drehgestellen auf einen Drittel.
Der Einsatz der Schleuderbremse kann auch durch die leicht messbaren elektrischen Grössen der Triebmotoren gesteuert werden. Es können aber auch mechanische Grössen zur Steuerung der Schleuderbremse herangezogen werden.
Die erforderliche Bremskraft, um das Schleudern zu unterdrücken, ist durch die Abnahme des Reibungskoeffizienten der schleudernden Achse gegenüber einer haften den Achse bestimmt; sie ist also bedeutend kleiner als die maximale Bremskraft. Um eine unnötige Verminderung der Zugkraft zu ver meiden, ist es daher zweckmässig, die Brems kraft der Schleuderbremse auf einen Wert festzulegen, der noch ein sicheres Abbremsen der Achse gewährleistet.
Zu diesem Zweck kann bei Luftbremsen der Luftdruck der Schleuderbremse durch ein Druckreduzier- ventil ermässigt werden.
Alle erwähnten Massnahmen sollten zweck mässigerweise zum Ziele haben, die Schleuder bremse sowohl zeitlich und örtlich als auch in der Intensität sparsamst zu verwenden, um die Zugkraft der Triebfahrzeuge möglichst gut auszunützen.
Für ausserordentliche Fälle kann ausser der Schleuderbremse eine Vorrichtung vorge sehen werden, die bei übermässigem Schleu dern die Motoren abschaltet. Um zu vermeiden, dass der Lokomotivfüh rer während des Schleuderns weiter aufschal tet, kann eine Warnlampe vorgesehen sein, die beim Schleudern aufleuchtet, oder ein anderes Instrument, welches das Schleudern anzeigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schleuderschutzeinrichtung für durch Elektromotoren angetriebene Schienen-Trieb- fahrzeuge, bei welchen das Schleudern der Triebachsen durch Einsatz der Druckluft bremse unterdrückt -wird, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schutzeinrichtung Mittel be sitzt, welche beim Schleudern von Achsen selbsttätig das Einsetzen der Druckhiftbremse bewirken. UNTERANTSPRC C HE 1.Schleuderschutzeinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz der Druckluftbremse durch die elektrischen Grössen der schleudernden Motor gruppen gesteuert wird. 2. Schleuderschutzeinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz der Driickluftbremse durch me chanischen Grössen gesteuert wird. 3. Schleuderschutzeinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzliche Mittel vorhanden sind, die bei übermässigem Schleudern die Triebmotoren ausschalten.4. Schleuderschutzeinrichtung nach Pa tentanspruch, gekennzeichnet durch eine dem Führer das Schleudern anzeigende Vorrich tung.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH293352T | 1951-08-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH293352A true CH293352A (de) | 1953-09-15 |
Family
ID=4488140
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH293352D CH293352A (de) | 1951-08-28 | 1951-08-28 | Schleuderschutzeinrichtung für durch Elektromotoren angetriebene Schienen-Triebfahrzeuge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH293352A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1139870B (de) * | 1958-10-08 | 1962-11-22 | Knorr Bremse Gmbh | Schleuder- und Gleitschutzeinrichtung fuer die Bremseinrichtung von schienengebundenen Zugfahrzeugen |
| DE1157254B (de) * | 1959-09-04 | 1963-11-14 | Knorr Bremse Gmbh | Gleitschutzeinrichtung fuer Schienenfahrzeuge |
| DE1166243B (de) * | 1959-12-31 | 1964-03-26 | Siemens Ag | Schleuderschutzbremse fuer Fahrzeuge mit Einzelachsantrieb |
| DE1171461B (de) * | 1960-06-24 | 1964-06-04 | Westinghouse Bremsen Gmbh | Regelvorrichtung fuer die Bremseinrichtung, insbesondere von Schienenfahrzeugen |
| DE1203814B (de) * | 1961-02-25 | 1965-10-28 | Krauss Maffei Ag | Schleuderschutzeinrichtung fuer Treibradsaetze von Schienenfahrzeugen, insbesondere von Lokomotiven |
-
1951
- 1951-08-28 CH CH293352D patent/CH293352A/de unknown
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1139870B (de) * | 1958-10-08 | 1962-11-22 | Knorr Bremse Gmbh | Schleuder- und Gleitschutzeinrichtung fuer die Bremseinrichtung von schienengebundenen Zugfahrzeugen |
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| DE1203814B (de) * | 1961-02-25 | 1965-10-28 | Krauss Maffei Ag | Schleuderschutzeinrichtung fuer Treibradsaetze von Schienenfahrzeugen, insbesondere von Lokomotiven |
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