CH293427A - Verfahren zum Isolieren von Desoxycholsäure aus Gallensäuregemischen. - Google Patents

Verfahren zum Isolieren von Desoxycholsäure aus Gallensäuregemischen.

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CH293427A
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    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane
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Description


  Verfahren zum     Isofieren    von     Desoxycholsäure    aus     Gallensäuregemischen.       Die festen Substanzen, beispielsweise der       Ochsengalle,    bestehen hauptsächlich aus den       Natriumsalzen    zweier der     Cholsäure    verwand  ter Säuren, der     Taurocholsäure        und    der       Glykocholsäure,    nebst geringen Beimischun  gen von     Natriumglykodesoxycholat,    Na  triumtaurodesoxycholat, Fetten und Pig  menten.

   Nach !den allgemein     üblichen.    Me  thoden werden durch alkalische Hydro  lyse und nachfolgende Fällung mit Säu  ren die     Cholsäure    und die     Desoxychol-          säure    von den     Aminosäuren,    Taurun und       Glykokoll,    befreit. Die Behandlung mit. Säu  ren scheidet auch die den gefällten Gallen  säuren beharrlich anhaftenden Fette und Pig  mente aus der Lösung aus. Die Isolierung der       Desoxyeholsäure    aus der harzartigen Masse  hat sich als sehr schwierig erwiesen.  



  Zunächst haben die     Cholsäure        und    die     Des-          oxycholsäure    sehr ähnliche physikalische und  chemische Eigenschaften. Die Isolierung wird  ferner dadurch kompliziert, dass die     Desoxy-          cholsäure    stark dazu     neigt.,    Molekülverbin  dungen zu bilden, so dass beim Versuch der  Extraktion mit organischen Lösungsmitteln  sowohl die     Cholsäure    als Fette gleichzeitig ge  löst werden.

   Versuche mit reiner     Desoxychol-          sä.ure    ergeben, dass ihre Löslichkeit in Äthanol  etwas geringer ist als diejenige der     Chol-          säure;    trotz der erhöhten     Löslichkeit    der Mole  külverbindung von     Desoxycholsäüre    und     Chol-          säure    kann die     Desoxycholsäure    durch meh  rere     Umkristallisationen    aus     Äthanol    aus ro-         hen    Gemischen nahezu     vollständig    entfernt  werden.

   Jedoch. ist infolge der Neigung zur  Bildung von     Molekülverbindungen    die Aus  beute an     Cholsäure    bei dieser Herstellungs  weise     immer    gering. Der Alkohol entfernt  auch die Fette und Pigmente, und diese Ver  unreinigungen, welche nun in erhöhtem Ver  hältnis gegenüber der     Desoxycholsäure    auf  treten, machen die Reinigung dieser letztge  nannten Säure nur noch schwieriger.  



  Trotzdem stützte sich die bisherige Tech  nik der Isolierung und Reinigung der Gallen  säuren weitgehend auf die verschiedene Lös  lichkeit der     Cholsäure    und der     Desoxychol-          säure    in organischen     Lösungsmitteln.    Die       Ausbeuten.    waren dementsprechend gering.  



  Bis zu einem gewissen Grad lässt sich die       Desoxycholsäure    aus rohen Gallensäuren auch  durch Fällung in Form der wenig löslichen  Barium- und     l@lagnesiiunsalze    abtrennen; aber  auch hier bleibt eine grössere Menge -der     Des-          oxycholsäure    mit der     Cholsäure    in Lösung.  



  Es     wurde        nun,    ein Verfahren zum Iso  lieren der     Desoxycholsäure    aus     daneben,    min  destens noch     Cholsäureenthaltenden    rohen       Gallensäuregemischen    entwickelt, welches ihre  beinahe quantitative Abtrennung ermöglicht.  Dieses Verfahren ist dadurch     gekennzeichnet,     dass man das Gemisch mit einer Base, in wel  cher die     Cholsäure    löslicher ist, in wässeriger  Lösung behandelt und hierauf die als Salz  gelöste     Cholsäure    von der festen     Desoxychol-          säure    abtrennt.

        Dieses Verfahren bietet     verschiedene    Vor  teile gegenüber den     bekannten    Verfahren: 1.  Die     Desoxycholsäure    wird von dem Gemisch  der übrigen Substanzen abgetrennt und so  von störenden Pigmenten und Fetten befreit;  2.     es    werden keine metallischen Verunreini  gungen: eingeführt, welche später wieder ent  fernt werden müssen; 3. die von der     Des-          oxyeholsäure    befreite     Cholsäure    lässt sich  leichter reinigen.  



  Dieses Trennungsverfahren beruht darauf,  dass die Löslichkeit der     Cholsäure    in gewis  sen Basen grösser ist als diejenige der     Des-          oxycholsäure.    Wenn eine wässerige Suspen  sion roher Gallensäuren     -unter    schnellem Rüh  ren mit einer     basischen    Lösung behandelt  wird, steigt das p$ schnell bis auf 6 an und  bleibt     gepuffert,    bis alle     Gallensäuren    gelöst  sind.

   Wenn aber zu wenig Base zugefügt wird,  als zur vollständigen     Lösung    der Gallensäuren  erforderlich wäre, so wird vorzugsweise die       Cholsäure    gelöst, während sich die     Desoxy-          cholsäure    im Ungelösten anreichert. Wenn  man dagegen die     Gallensäuren        vollständig    löst,  so lässt sich die     Desoxycholsäure    aus dem ge  bildeten Salz leichter freisetzen als die     Chol-          säure.     



  Die Menge der Base, welche ein Maximum  der     Trennung    der     Cholsäure    und der     Desoxy-          eholsäure    ergibt, kann leicht durch Versuch  bestimmt werden. Sie kann von Charge zu  Charge, je nach dem Mengenverhältnis der  beiden     Gallensäuren,    schwanken. Bei Ver  wendung einer starken Base, wie zum Beispiel       Natriiunhydroxyd,    ist die Bemessung der Ba  senmenge allerdings äusserst schwierig.     Schwä-          chere    Basen werden daher bevorzugt.

   Allge  mein ergibt jede anorganische oder organische  schwache Base, welche eine     Dissoziationskon-          stante    zwischen     1,10-5    und     1,10-$    aufweist,  eine gute     Trennung    und ermöglicht nahezu  quantitative     Entfernungider        Desoxycholsäure.          Beispielsweise    sind     Morpholin        -und        Triäthanol-          amin    besonders wirksam.

   Ihre Zugabe in ge  eigneten Mengen ergibt unter Umständen  eine     Desoxyeholsäiirefraktion    mit weniger als       10        %        Cholsäuregehalt.        Man        kann        zum        Bei-          spiel    eine     ;solche    Menge der Base -einer Sus-         pension    der rohen     Gallensäuren    in Wasser zu  fügen, dass beim Kochen     wenigstens    annähernd  vollständige Lösung eintritt.

   Beim Abkühlen  der Lösung bleibt dann die     Cholsäure    gröss  tenteils zusammen mit Fetten und Pigmenten  gelöst, während die     Desoxycholsäure    sieh als  solche abscheidet. Das     pH    dieses Gemisches be  trägt 5,9 bis 6,1. Die Verwendung gewisser  schwacher anorganischer Basen, wie Barium  und     Magnesiumhydroxyd,    welche unlösliche  Verbindungen mit der     Desoxycholsäure    bil  den, fällt selbstverständlich ausser Betracht.  



  Es hat sich ferner gezeigt, dass besonders  auch gewisse Basen, welche bei Zimmertem  peratur gasförmig sind und sieh daher leicht  aus wässeriger Lösung verflüchtigen lassen,  gut geeignet sind. Wenn man die Gallensäu  ren in einer Lösung einer solchen Base voll  ständig löst, so wird beim Erhitzen zuerst  die schwach saure     Desoxycholsäure    unter  Verflüchtigung der Base aus dem gebildeten  Salz freigesetzt und damit ausgefällt, wäh  rend das Salz der stärker sauren     Cholsäure     unter den gleichen Bedingungen noch nicht  zerfällt und in Lösung bleibt.

   Insbesondere  kommen hierfür flüchtige Basen mit einer       Dissoziationskonstante    zwischen     1,10-4    und       1,10-$,    vorzugsweise unter     1,10-6,    in Be  tracht. Im allgemeinen hat     sieh    Ammoniak  als am geeignetsten für diese zweite Tren  nungsmethode erwiesen; es können aber auch  andere flüchtige Amine, wie     Methyl-    und       Äthylamin,    verwendet werden.  



  Es hat, sich ferner ergeben, dass die in der  beschriebenen Weise isolierte, noch 10 bis       15        %        Cholsäure        enthaltende        Desox,        cholsäure     mit Vorteil wie folgt weiter gereinigt     wird     Die rohe     Desoxycholsäure        wird    in Wasser       suspendiert,

          dein    1     bis        '2        %        Natr        iumbikarbonat     oder die äquivalente Menge eines andern  schwach basischen anorganischen Salzes, wie  zum Beispiel     Natriumacetat    und dergleichen,  oder eines schwach basischen Amins, wie     Mor-          pholin,    beigefügt sind.

   Um die Dispersion  der rohen     Desoxycholsäure    und die Extrak  tion der Fettrückstände zu erleichtern, kann  an Stelle des Wassers ein Gemisch von     M'as-          ser    mit einem organischen Lösungsmittel v er-      wendet werden, in welchem die Gallensäuren  löslich sind, und welches zugleich mit Wasser  mischbar ist. Beispielsweise können     Äthanol,     Aceton,     Isopropylalliohol    bis zu gleichen  Mengen mit Wasser gemischt. verwendet wer  den.  



  Die zusammen mit Fetten und Pigmenten  in der Base gelöste     Cholsäure    kann nach übli  chen Methoden durch Säure     ausgefällt    wer  den. Die so erhaltene rohe     Cholsäure    ist in  folge der Konzentration der Gallenpigmente  in dieser Fraktion dunkel gefärbt. Diese  Pigmente zeigen ebenfalls eine bevorzugte  Löslichkeit in schwach alkalischen Lösungen  und können deshalb in analoger Weise aus  der     Cholsäure    entfernt werden. - '  Beispielsweise wird das erfindungsgemässe  Verfahren wie folgt durchgeführt:  Ein pulverförmiges Gemisch roher Gallen  säuren wird in Wasser suspendiert. Dann  wird Ammoniak oder ein schwachbasisches  Amin zugefügt, und zwar in solcher Menge,  dass die Gallensäuren beim Kochen nahezu  vollständig gelöst sind.

   Nach Abkühlen über  Nacht scheidet sich die     Desoxycholsäure    zu  sammen mit etwa 15     1/o        Cholsäure    aus. Nach       Vervdtlständigung    der Ausscheidung wird die       Desoxycholsäure        abfiltriert,    wobei der Haupt  teil der     Cholsäure,    die Fette und Pigmente  in der Lösung zurückbleiben, und anschlie  ssend nach 1. oder 2. gereinigt.  



  1. 'Die     Desoxycholsäurefraktion    wird in  einer solchen Menge wässerigen Ammoniaks  gelöst, dass eine 10prozentige Lösung ent  steht und die Lösung einige Minuten gekocht  und dann filtriert. Das Filtrat     wird    durch  Erhitzen eingedickt, hierauf abgekühlt und  die     Desoxycholsäure        abfilti@iert.    Das entstan  dene Produkt ist angenähert weiss, hat einen  Schmelzpunkt von 187 bis 189  und ist an  nähernd frei von     Cholsäure.    Ihn.

   die Farbe  weiter zu verbessern, wird das Material ein  mal aus     Äthanol    umkristallisiert, wobei jedoch  der Schmelzpunkt nicht beeinflusst     wird.    Das       Cholsäure    und etwas     Desoxycholsäure    enthal  tende     ammoniakalische    Filtrat kann der näch  sten Charge verseifter Galle zugefügt werden.    Die     Cholsäure        in        dein        ersten    Filtrat, -wel  ches die Fette und Pigmente enthält, aber an-.

    nähernd frei von     Desoxycholsäure    ist,     kann     mit Säure gefällt     und    mit wässerigem Alkohol  mit einem     Zusatz    von     Natriumbikarbonat    aus  gelaugt werden, wobei reine     Cholsäure    erhal  ten wird.  



  2. Der rohen     Desoxycholsäure    wird ein  Gemisch gleicher     Gewichtsmengen        Isopropyl-          alkohol        und        Wasser        mit        1%        Natriumbikar-          bonat    zugefügt. Das entstandene Gemisch  wird unter langsamem     Rühren    zwei Stunden  am     Rückflusskühler    erhitzt.

   Man lässt es über  Nacht     abkühlen    und     auskristallisieren.    Es  entsteht angenähert reine     Desoxycholsäure.          Beispiel        .2:     ' 0,9 kg rohe Gallensäuren werden in einer  Flasche in 3,8 Liter Wasser     suspendiert,     118     em3        Morpholin        zugefügt        und    die rohen       Gallensäuren    durch Kochen am     Rückfluss    wäh  rend einer Stunde zur Lösung gebracht.

   Man  lässt die Lösung sich     abkühlen    und 24     bis     48 Stunden stehen, worauf die Ausscheidung  der     Desoxycholsäure    vollendet ist, welche ab  filtriert wird. Das     entstandene    Filtrat wird  mit 10prozentiger     Salzsäure    auf     pH    3,5 einge  stellt, die ausgefällte     Cholsäure    mehrmals mit  Wasser gewaschen     und    getrocknet.

   Diese un  reine     Cholsäure    wird mehrmals mit je 250     cm3     Äthanol ausgelaugt, bis die Pigmente entfernt  sind, dann aus 90 % Methanol auskristalli  siert, wobei man reine     Cholsäure    vom Schmelz  punkt 198-199  C erhält.  



  Die     Desoxycholsäurefräktion        -(165    g<B>)</B> wird  in 1650     cm3    destilliertem Wasser suspendiert  und gerade so viel 28prozentiges     Ammonium-          hydroxyd    zugefügt, dass alles in     Lösung    geht.  Die Lösung wird einige Minuten gekocht     und     dann filtriert. 'Sie wird dann in eine Flasche  gebracht und das Ammoniak      & bdestslliert,    bis  die zurückbleibende     Desoxycholsäure    eine dick  flüssige Masse bildet. Die Masse wird ge  kühlt und filtriert.

   Die entstandene     Desoxy-          eholsäure    ist weiss, hat einen     Schmelzpunkt     von 187 bis 189  C und zeigt bei der Prüfung  nach     Gregory    nur Spuren von     Cholsäure.         <I>Beispiel 2:</I>  0,9 kg rohe Gallensäuren werden in  7,6 Liter Wasser     suspendiert    und gerade so  viel     28prozentiges        Ammoniumhydroxyd        zuge-          fügt,    dass alles in Lösung geht.

   Dann wird  durch Filtration     geklärt.    Die     ammoniakalische          Lösung    wird in eine Flasche gebracht und das       Ammoniak    mit Wasser überdestilliert, bis ein  dicker Sirup entsteht. 7,6 Liter destilliertes  Wasser werden nun zugefügt;

   der Inhalt bis  zur vollständigen Lösung erhitzt und die  Flasche beiseite gestellt, bis die     Desoxychol-          säure    aus der Lösung     ausgeschieden        ist.    Nach  dem Erkalten wird die     Desoxycholsäure-          fraktion        abfiltriert,        wieder    in wässeri  gem     Ammoniak    gelöst und die endgültige Rei  nigung in der     im    Beispiel 1 angegebenen  Weise     vorgenommen.     



  <I>Beispiel 3:</I>  0,9 kg rohe Gallensäuren     werden    in  3,8 Liter Wasser in einer Flasche suspen  diert; 115     cm3        2-Amino-2'-methyl-propanol    zu  gefügt     und    der Inhalt der Flasche eine Stunde  am     Rückfluss    erhitzt.

   Die verwendete Menge       2-Amino-2-methyl-propanol    genügt bei .Siede  temperatur nicht zur vollständigen Lösung  der rohen Gallensäuren, löst aber aus den ro  hen     Gallensäuren    selektiv die Fette, Pigmente  und die Hauptmenge der     Cholsäure.    Nach       einer    Stunde     wird    der Inhalt der Flasche ge  kühlt und dann 48     Stunden    stehengelassen.  Die     Desoxycholsäurefraktion    wird     abfiltriert,     in wässerigem Ammoniak gelöst und die end  gültige     Reinigung    in der im Beispiel 1 ange  gebenen Weise     vorgenommen.     



  <I>Beispiel 4:</I>       Trennung   <I>der</I>     Cholsäure   <I>von der</I>     Desoxy-          cholsäure.     
EMI0004.0040     
    Die rohen     Gallensäuren    werden dem Wasser       in    einem mit Mantel     versehenen    Behälter mit  gutem Rührwerk zugefügt. Das     Morpholin     wird     dann    zugegossen, und .das Gemisch zwei    Stunden am     Uückflusskühler    extrahiert. Nach  Abstellen der Wärmezufuhr wird der Inhalt  des Behälters zwei Stunden heftig gerührt       und    dann auf Zimmertemperatur abgekühlt.

    Die rohe     Desoxycholsäure    wird mit der Zentri  fuge entfernt, mit Wasser und     Toluol    ge  waschen und     abgeschleudert.    Die Ausbeute an  roher     Desoxycholsäure    beträgt 11,3 kg. Die       Analyse        ergibt        einen        Gehalt        von        16        %        Chol-          säure.     



  Die beim Zentrifugieren erhaltene Flüssig  keit, welche die     Cholsäure,    Pigmente und Fette  enthält, wird mit Salzsäure auf     pH    3,5 ein  gestellt. Die dabei ausgefällte rohe     Cholsäure     wird     abzentrifugiert    und mit Wasser ge  waschen. Ausbeute: 29,5 kg.  
EMI0004.0065     
    Die     Desoxycholsäure    wird in Wasser sus  pendiert. Unter Rühren wird so viel     Ammo-          niumhydroxyd    zugefügt, dass die Gallensäure  in Lösung geht.

   Die entstandene Lösung wird  filtriert, in einen Destillierkolben gebracht  und das Ammoniak     abdestilliert,    bis     lie    zu  rückbleibende     Desoxycholsäure    eine dickflüs  sige Masse bildet. Das Gemisch wird gekühlt  und .die     Desoxycholsäure        abfiltriert.    Die er  haltene     Desoxycholsäure    ist weiss, hat. einen       Schmelzpunkt    187 bis 189  C,     und    die Ana  lyse ergibt nur Spuren von     Cholsäure.     



  <I>Beispiel 5:</I>  <I>Trennung der</I>     Cholsäure   <I>von der</I>     Desoxy-          chols;iure.     
EMI0004.0081     
    Die rohen Gallensäuren werden im Wasser  suspendiert, und das     Natriumbikarbonat    wird  unter Rühren langsam zugegeben. Die Tren  nung der beiden Gallensäuren wird wie im  Beispiel 4 vorgenommen. Die Ausbeute an  roher     Desoxycholsäure    beträgt 9,5 kg. Die      Analyse ergibt einen Gehalt von     18-        %        Chol-          säure.    Die Ausbeute an roher     Cholsäure    be  trägt 30 kg.

    
EMI0005.0006     
    Das Gemisch wird in einem Behälter  langsam     gerührt    und über Nacht am Rück  fluss behandelt.. Der Inhalt des Behälters wird  gekühlt     und    die     Desoxycholsäure        abfiltriert.     Der Filterkuchen wird mit einem Gemisch  gleicher Teile     Isopropylalkoholund        Toluol    ge  waschen     und    dann     getrocknet.    Ausbeute  6,8 kg     Desozycholsäure,    Schmelzpunkt 170 bis  172  C,     Cholsäuregehalt    weniger als 3     1/o.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Isolieren von Desoxychol- säure aus daneben mindestens noch Cholsäure enthaltenden rohen Gallensäuregemischen, da durch gekennzeichnet, dass man das Gemisch mit einer Base, in welcher die Cholsäure lös licher ist., in wässeriger Lösung behandelt und hierauf die als Salz gelöste Cholsäure von der festen Desoxycholsäiire abtrennt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von einer wäs serigen Suspension des Gallensäuregemisches ausgeht. . 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Base ein schwach basisches Amin verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Base ein schwach basisches anorganisches Salz ver wendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Base verwendet, welche eine Dissoziationskonstante zwischen 1,10-4 und 1,10-6 aufweist. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Base in einer Menge verwendet wird, welche gerade genügt, um bei erhöhter Temperatur die Gallensäuren aufzulösen. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine wässerige Lösung von Morpholin verwendet und das Gemisch erhitzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine wässerige Lösung von Triäthanolamin verwendet und das Gemisch erhitzt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die entstandene Lösung kühlt, wobei sich vorzugsweise die Desoxycholsäure aus scheidet. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als, Base Na triumbikarbonat verwendet und das Gemisch erhitzt. 10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man das Natriumkarbonat in einer Menge verwendet, welche gerade genügt;, um die Gallensäuren in Lösung zu bringen. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Base ein gasförmiges Amin verwendet. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass man das gasförmige Amin in einer Menge verwendet, welche gerade genügt, um .bei er höhter Temperatur die Gallensäuren in Lö sung zu bringen. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösung so weit erhitzt, dass das gasförmige Amin aus dem Desoxycholsäure- satz freigesetzt wird und sich verflüchtigt, wobei sich die Desoxycholsäure ausscheidet. 14. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 11 und 13, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Lösung zum Sieden erhitzt. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Base Am moniak verwendet. 16. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die umgelöste Desoxycholsäure von der Lösung abtrennt, die Desoxycholsäurefrakbion in einer wässerigen Lösung eines gasförmigen Amins löst und darauf das gasförmige Amin- bei erhöhter Temperatur aus der Lösung verjagt, wobei sich hauptsächlich die Desoxycholsäure ab scheidet. 17.
    Verfahren nach Unteranspruch 16, da durch gekennzeichnet, dass man die Abschei- dung der Desoxycholsäure durch Abkühlen vervollständigt. 18. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösung kühlt, wobei sich haupt sächlich die Desoxycholsäure abscheidet, und dass man aus der abgetrennten Desoxychol- säure die noch darin enthaltene Cholsäure mit einem schwach basischen Lösungsmittel extrahiert. 19.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man aus der ausge schiedenen Desoxycholsäure die noch vorhan dene Chölsäure mit eine schwache Base ent haltendem wässerigem Isopropylalkohol extra hiert, wobei die Base in einer 1 lo Natrium bikarbonat, bezogen auf den wässerigen Iso- propylalkohol, äquivalenten Menge zugegen ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN120398988A (zh) * 2025-07-03 2025-08-01 山东海化集团有限公司 一种高纯度胆酸的制备方法

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