CH293802A - Verfahren zur Herstellung einer rotlumineszierenden Substanz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer rotlumineszierenden Substanz.

Info

Publication number
CH293802A
CH293802A CH293802DA CH293802A CH 293802 A CH293802 A CH 293802A CH 293802D A CH293802D A CH 293802DA CH 293802 A CH293802 A CH 293802A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
magnesium
sep
arsenic
red
manganese
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gloeilampenfabrieken N Philips
Original Assignee
Philips Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Nv filed Critical Philips Nv
Publication of CH293802A publication Critical patent/CH293802A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/08Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials
    • C09K11/74Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials containing arsenic, antimony or bismuth

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer     rotlumineszierenden    Substanz.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung einer rotlumines  zierenden Substanz, insbesondere für     Lumi-          neszenzschirme.     



  Bekanntlich finden     Lumineszenzstoffe     neuerdings weitverbreitete Anwendung zu  den verschiedensten Zwecken. Als wichtige  Anwendung sei ihre Verwendung in elektri  schen     Gasentladungslampen,    in Elektronen  strahlröhren für Fernsehzwecke,     Oszillo-          graphie    oder Radarzwecke genannt, ferner       ihre    Verwendung in Leuchtfarbstoffen und  zum Überziehen von im Dunkeln sichtbaren  Gegenständen, zum Beispiel Knöpfen von  Rundfunkgeräten und Zeigern für Mess  geräte.  



  Die Farbe des von den Lumineszenz  stoffen ausgesandten Lichtes kann vom  Tiefblau bis zum Dunkelrot variieren. Es  stehen für fast jede Farbe eine Anzahl  Stoffe zur Verfügung, aus denen man eine  Wahl treffen kann, wobei verschiedenen  Anforderungen in bezug auf Beständigkeit,  Temperaturabhängigkeit usw. Rechnung ge  tragen wird. Sehr beschränkt war man bisher  in der Wahl von bei Bestrahlung mit Ultra  violettstrahlen oder Elektronen rotes Licht  erzeugenden     Lumineszenzstoffen.    Die Be  strebungen gehen somit     dahin,    die Anzahl  dieser Stoffe zu vergrössern.  



  Mit Mangan aktiviertes     Magnesiumger-          manat    ist bereits bekannt. Dieser Stoff  sendet beim Auftreffen von Ultraviolett-    strahlen sehr verschiedener     Wellenlänge,     zum Beispiel von den Quecksilberlinien der  Wellenlängen 2537 A und 3650 A, rotes Licht  aus. Dabei ist angegeben worden, dass ein  Überschuss an     Magnesiumoxyd    über das       Germaniumoxyd    in bezug auf das     Ortho-          verhältnis    vorhanden sein muss, um eine  hohe Ausbeute zu erzielen.  



  Das Verfahren nach der Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch  von Magnesium, Arsen und Mangan ent  haltenden Verbindungen, aus dem durch  Erhitzung eine rotlumineszierende Substanz  entsteht, in der das     Molverhältnis    zwischen       Magnesiumoxyd        (Mg0)    und     Arsenpentoxyd          (As205)    höher als 3: 1 liegt, in einer oxy  dierenden Atmosphäre erhitzt     wird.     



  In bezug auf das bekannte     Magnesium-          germanat    hat die nach der Erfindung her  gestellte Substanz den grossen Vorzug, dass  sie keine Elemente enthält, die nur in sehr  geringen Mengen zur Verfügung stehen und       somit    sehr kostspielig sind. Zur praktischen  Verwendung in grossem Massstab ist die Ver  wendung von     Germanat    wegen des sehr  hohen     Germaniumpreises    so gut     wie    ausge  schlossen.  



  Die rotleuchtende Substanz lässt sich  durch     Ultraviolettstrahlen    sehr verschiedener  Wellenlänge erregen, zum Beispiel durch die  Quecksilberlinien von 2537 A und 3650 A.  Die     Umwandlungsausbeute    übersteigt dabei       diejenige    des bekannten Magnesiumgerma-           nats.    Die rote Farbe des ausgesandten Lichtes  entspricht etwa derjenigen des vom     Ger-          manat    ausgesandten Lichtes.  



  Die rotlumineszierende Substanz enthält  einen Überschuss an     Magnesiumoxyd    gegen  über dem     Arsenpentoxyd    in bezug auf das  Verhältnis     dieser    Oxyde, das sich im     Ma-          gnesiumorthoarsenat    vorfindet. Es hat sich  gezeigt, dass dieser Überschuss sehr gross sein  kann; das     Molverhältnis    liegt vorzugsweise  zwischen 8: 1 und 10: 1. Besonders gute  Ergebnisse werden mit einem     Molverhältnis     von 9 : 1 erhalten.  



  Es ist festgestellt worden, dass Magnesium  orthoarsenat beim Auftreffen von Ultra  violettstrahlen keine rote Lumineszenz auf  weist.  



  Es ist bereits     bekannt,    dass mit Mangan  aktiviertes     Magnesiumoxyd    beim Auftreffen  von Kathodenstrahlen rotes Licht aussendet.  Dieser Stoff kann jedoch durch Ultraviolett  strahlen nicht zur Lumineszenz gebracht  werden.  



  Der Mechanismus, auf dem die Lumines  zenz der nach der Erfindung hergestellten  rotlumineszierenden Substanz beruht, ist  nicht vollkommen aufgeklärt. Man kann  einen sehr grossen Überschuss an Magnesium  oxyd verwenden, obgleich es, wie vorerwähnt,  bekannt ist, dass     reines        Magnesiumoxyd    beim  Auftreffen von     Ultraviolettstrahlen    nicht       luminesziert.    Das Arsen spielt also offenbar  eine wichtige Rolle. Es wäre nicht ausge  schlossen, dass der Stoff aus einer     Magne-          siumoxydphase    aufgebaut ist, in der Arsen  und Mangan aufgelöst sind.  



  Gerade in der Tatsache, dass der Stoff  seine     Lumineszenz    bei sehr verschiedenen  Mengen     Magnesiumoxyd    in bezug auf Arsen  oxyd zeigt, liegt ein sehr grosser Vorteil.  Dies gestattet nämlich bei der Herstellung  eine grosse Freiheit, und es braucht nicht  immer innerhalb sehr enger Grenzen ge  arbeitet zu werden.  



  Ferner liefert der neue rotlumineszierende  Stoff eine     grosse    Anzahl anderer Vorteile.  Er ist nämlich chemisch sehr beständig, so  dass er auch bei höheren Temperaturen ver-         wendbar    ist, und die Temperaturabhängig  keit der     Lumineszenz    ist sehr günstig, das  heisst dass bei höheren Temperaturen immer  noch eine sehr grosse Lichtmenge ausgesandt  wird, im Gegensatz zu den meisten lumines  zierenden. Stoffen, deren Lichtausbeute beim  Ansteigen der Temperatur zumeist. stark  abfällt. Zur Erläuterung sei bemerkt, dass die  Substanz mit einem Verhältnis von 9 : 1 bei  100  C noch 100% und bei 150  C noch gut  90% der bei Zimmertemperatur gemessenen  Lichtausbeute hat. Ein besonderer Vorteil  besteht weiter in der sehr hohen Quanten  ausbeute.

   Ein     weitererVorzug,    der bereits er  wähnt worden ist, besteht im breiten Er  regungsspektrum. Die Erregung kann näm  lich mit elektromagnetischer Strahlung er  folgen, deren Wellenlänge sich bis weit ins  Blau des sichtbaren Spektrums erstreckt.  Auch ist Erregung mit Kathodenstrahlen  möglich.  



  Die vorerwähnten Vorzüge machen die  nach der Erfindung erhaltene Substanz sehr  geeignet zu den verschiedensten Anwendun  gen. In erster Linie sei die Anwendung in       Niederdruckquecksilberdarnpfentladungsröh-          ren    erwähnt, in denen die wichtigste Strah  lung mit einer Wellenlänge von 2537 A statt  findet.  



  Nicht weniger wichtig ist die Verwendung  in     Hochdruckquecksilberdampfentladungs-          röhren,    in denen die Strahlung über ein sehr  breites Spektrum mit Maxima unter anderem  bei 2537 A, 3650 A und 4358 A stattfindet.  Durch diese Strahlen wird der Stoffvorzüglich  erregt; er sendet dabei ein dunkelrotes Licht  aus. Die Quantenausbeute dieser Umwand  lung ist sehr hoch und kann mehr als 70%  betragen. Durch Verwendung des     Lumines-          zenzstoffes    nach der Erfindung wird es  möglich, die     Hochdruckquecksilberdampf-          entladungsröhre    auch in den Fällen zu ver  wenden, in denen eine richtige Farbenwieder  gabe wichtig ist.  



  Man hat bereits versucht, das an sich       grellblaufarbige    Licht der     Höchdruckqueck-          silberdampfentladungslampe    durch Verwen  dung lumineszierender Stoffe derart zu ver-      bessern, dass die Farbenwiedergabe hin  reichend ist. Selbstverständlich hat man da  nach getrachtet, einen Teil der Ultraviolett  strahlen der Lampe in rotes Licht umzu  wandeln. Sämtliche bisher zur Verfügung  stehenden rotlumineszierenden Stoffe haben  jedoch einen oder mehrere Nachteile. Manche  emittieren zwar eine zulängliche Menge rotes  Licht, sind aber bei höheren Temperaturen  chemisch sehr unbeständig. Andere haben  eine unzureichende Temperaturabhängigkeit.

    Weiter gibt es rotlumineszierende Stoffe, die  in dieser Beziehung brauchbar sind, aber  diese haben wieder eine zu geringe Intensität  des roten Lichtes, während gerade eine grosse  Intensität des roten Lichtes gewünscht ist,  um die starke blaue Strahlung auszugleichen.  Da die     Hochdruckquecksilberdampfentla-          dungsröhre    üblicher Bemessung eine ziemlich  hohe Temperatur der Wand hat, auf der  der     Lumineszenzstoff    angebracht werden  muss, ist es wichtig, dass der Lumineszenz  stoff bei dieser höheren Temperatur chemisch  beständig ist; weiter ist natürlich eine  günstige Temperaturabhängigkeit erforder  lich.  



  Der nach der Erfindung hergestellte  rotlumineszierende     Stoff    entspricht sämt  lichen Anforderungen. Er hat eine hohe Um  wandlungsausbeute, eine günstige Tempera  turabhängigkeit und eine grosse chemische  Beständigkeit. Ferner ist es besonders wich  tig, dass gerade ein grosser Teil der sehr  intensiven blauen Strahlung     mit    einer Wel  lenlänge von 4358 A in rotes Licht umge  wandelt wird.  



  Die rotlumineszierende Substanz ist wei  ter in     Leuchtreklameröhren    und für andere  Reklamezwecke verwendbar, wobei ein zum  Beispiel in einem Schaufenster aufgestellter  Schirm mittels einer Quelle ultravioletter  Strahlen zum Aufleuchten gebracht wird.  Eine ähnliche Anwendung ist die Verwendung  für Theaterdekors. Bisher standen zu diesem  Zweck wenig rotlumineszierende Stoffe zur  Verfügung, deren Lichtstärke mit derjenigen,  die man sehr leicht für andere Farben, zum  Beispiel Grün erreichen konnte, vergleichbar    war. Bei der gleichzeitigen Verwendung  mehrerer Farben fiel die rote Farbe nicht  ins Gewicht in bezug auf das Grün. Bei  Anwendung der nach der Erfindung er  haltenen Substanz ist das Verhältnis zwischen  der Intensität des roten und des grünen  Lichtes viel günstiger.  



  Da auch Erregung durch Kathoden  strahlen stattfinden kann, ist eine Anwen  dung für Fernsehzwecke, insbesondere beim  Farbenfernsehen möglich.  



  Der     Mangangehalt    in der rotlumines  zierenden Substanz nach der Erfindung kann       zwischen    sehr weiten Grenzen geändert  werden; man kann ihn zwischen 0,001 und  5 Atomprozent wählen, auf die Menge       Magnesiumoxyd    bezogen. Vorzugsweise  wählt man ihn zwischen 0,05 und 0,6 Atom  prozent, da dann die maximale Lichtausbeute  erhalten wird.  



  Die Farbe des ausgesandten Lichtes  wird durch die Menge Mangan praktisch  nicht beeinflusst. Die Strahlung weist immer  ein Maximum zwischen 6300 A und 6700 A  auf.  



  Der rotlumineszierende     Stoff    ist auf sehr  verschiedene Weise     herstellbar.    Wesentlich  ist nur, dass der     Stoff    in einer oxydierenden  Atmosphäre erhitzt wird. Dies hängt mut  masslich mit dem Oxydationszustand zu  sammen, den das Mangan im     Stoff    haben  muss.  



  Für die verschiedenen Verbindungen kann  man die Oxyde von Magnesium, Arsen und  Mangan oder Verbindungen, aus denen diese  Oxyde durch Erhitzung entstehen, ver  wenden.  



  Man kann auch von einer bereits Ma  gnesium und Arsen     enthaltenden,    Verbindung  ausgehen     und    diese unter Hinzufügung einer       manganhaltigen    Verbindung auf eine Tem  peratur über 500  C in einer oxydierenden ,  Atmosphäre erhitzen. Als eine solche Ver  bindung kann man zum Beispiel das     Ma-          gnesiumarsenit        (Mg3(As0,#)2,)    verwenden. Da  bei der Erhitzung ein Teil des Arsenoxyds  verdampft, kann auch hier ein über 3: 1      liegendes     Molverhältnis    zwischen     MgO    und       As205    erhalten werden.  



  Besonders gute Ergebnisse werden er  zielt, wenn man bei der Herstellung der       Arsenate        fluorhaltige    Verbindungen, zum  Beispiel     Magnesiumfluorid,    als Schmelzmittel  verwendet. Bei einer Analyse der in dieser  Weise hergestellten Verbindungen hat es sich  gezeigt, dass im endgültigen Erzeugnis ein  Teil des Fluors des Schmelzmittels vor  handen ist. Die Verwendung des Schmelz  mittels wirkt sich in einem besseren     Kristal-          lisationszustand    und in einer Erniedrigung  der Herstellungstemperatur aus.  



       Selbstverständlich        wird    bei sämtlichen  Verfahren das Verhältnis der verschiedenen  Komponenten derart gewählt, dass im end  gültigen Erzeugnis die Anforderung, dass das  Verhältnis     zwischen        Magnesiumoxyd    und       Arsenpentoxyd    grösser als<B>3:</B> 1 ist, erfüllt ist.  



  Die nach der Erfindung hergestellte  Substanz kann auch mit andern lumines  zierenden Stoffen vermischt werden. Diese  Stoffe können Licht im gleichen oder in  andern Teilen des Spektrums aussenden.  



  Die Erfindung     wird    nun an Hand     einiger     Beispiele näher erläutert.  



  Bei sämtlichen Beispielen werden sehr  reine Ausgangsstoffe verwendet, wie dies  bei der Herstellung lumineszierender Stoffe       üblich    ist. Auch wird dafür Sorge getragen,  dass zur Erzielung einer grossen     Reaktivität     die Stoffe hinreichend fein verteilt sind.  
EMI0004.0018     
  
    <I>Beispiel <SEP> 1:</I>
<tb>  Es <SEP> wird <SEP> ein <SEP> Gemisch <SEP> von
<tb>  365 <SEP> g <SEP> <B>MgO</B>
<tb>  230 <SEP> g <SEP> As20,,
<tb>  2,3 <SEP> g <SEP> MnCO,       hergestellt.  Dieses Gemisch wird in 1,5 Liter Wasser  in einer Kugelmühle gemahlen. Danach wird  die erhaltene Suspension zur Trockne ein  gedampft und der trockene Stoff während  einer Stunde auf einer Temperatur von etwa  600  C in Luft oder in Sauerstoff erhitzt.

    Danach     wird    während 16 Stunden auf     1100'C     erhitzt,     gleichfalls    in Luft oder in Sauerstoff.  
EMI0004.0022     
  
    <I>Beispiel <SEP> 2:</I>
<tb>  Es <SEP> wird <SEP> ein <SEP> Gemisch <SEP> von
<tb>  365 <SEP> g <SEP> <B>MgO</B>
<tb>  230 <SEP> g <SEP> As.05
<tb>  35 <SEP> g <SEP> NH4F
<tb>  2,3 <SEP> g <SEP> MnC03       hergestellt. Das Gemisch wird unter Hinzu  fügung von 1,5 Liter destilliertem Wasser in  einer Kugelmühle gemahlen.

   Die erhaltene  Suspension wird bis zur Trockne eingedampft  und während einer Stunde in der Luft auf  einer Temperatur von etwa 600  C     vorer-          wärmt.    Danach wird während     drei    Stunden  bei einer Temperatur von 1100  C ebenfalls  in der Luft weitererhitzt.         Beispiel     
EMI0004.0027     
  
    Es <SEP> wird <SEP> ein <SEP> Gemisch <SEP> von
<tb>  365 <SEP> g <SEP> <B>MgO</B>
<tb>  200 <SEP> g <SEP> As203
<tb>  2,3 <SEP> g <SEP> MnC03       hergestellt. Unter Hinzufügung von Wasser  wird dieses Gemisch in einer Kugelmühle  gemahlen. Die erhaltene Suspension wird bis  zur Trockne eingedampft und das trockene  Erzeugnis während 10 Stunden in der Luft  auf eine     Temperatur    von<B>600'</B> C erhitzt.

    Danach wird noch     während    16 Stunden in  Luft oder in einer Sauerstoffatmosphäre auf  etwa 1100  C erhitzt.         Beispiel       Es wird von 200 g     As203    ausgegangen.  Dieses Oxyd wird mit Wasser angemacht,  wonach der erhaltenen Suspension 0,5 Liter       H202    von 30% hinzugefügt wird. Danach  wird langsam bis zum Siedepunkt erhitzt  und erwärmt, bis alles Arsenoxyd in Lösung  gegangen ist. Nach Abkühlung wird filtriert,  und das Filtrat wird in eine     Eindampfschale     übergeführt. Unter fortwährendem Umrüh  ren werden nun nach und nach 365 g     MgO     und 2,3 g     MuC03    hinzugefügt. Das Ganze  wird eingedampft und der trockene.

   Stoff  während 3 Stunden in Luft bei einer Tem  peratur von etwa 600  C     vorerhitzt.    Danach       wird    in Luft oder in Sauerstoff bei einer           Temperatur    von 1100 C weitererhitzt. Diese  letztgenannte Erhitzung wird während 16  Stunden fortgesetzt.  



  Die nach der Erhitzung erhaltenen     Stoffe,     wie in den Beispielen beschrieben, werden  nötigenfalls gemahlen und gesiebt und sind  dann gebrauchsfertig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer rot lumineszierenden Substanz, insbesondere für Lumineszenzschirme, dadurch gekennzeich net, dass ein Gemisch. von Magnesium, Arsen und Mangan enthaltenden Verbindungen, aus dem durch Erhitzung eine rotlumines zierende Substanz entsteht, in der das Mol- verhältnis zwischen Magnesiumoxyd (Mg0) und Arsenpentoxyd (As205) höher als 3:1 liegt, in einer oxydierenden Atmosphäre er hitzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erhitzung bei einer Temperatur über 500 C statt findet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis zwischen Magnesiumoxyd und Arsenpent- oxyd zwischen den Grenzen<B>8:1</B> und 10:1 liegt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis zwischen Magnesiumoxyd und Arsenpent- oxyd gleich<B>9,</B> 1 ist. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Mangange- halt der rotlumineszierenden Substanz zwi schen 0,001 und 5 Atomprozent liegt, auf die Menge Magnesiumoxyd bezogen. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mangan gehalt zwischen 0,05 und 0,6 Atomprozent liegt, auf die Menge Magnesiumoxyd bezogen. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass von einem Ge misch der Oxyde von Magnesium, Arsen und Mangan ausgegangen wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass von einem Ge misch von Verbindungen, aus denen die Oxyde von Magnesium, Arsen und Mangan durch Erhitzung entstehen, ausgegangen wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Magnesium und Arsen enthaltende Verbindung mit einer Mangan enthaltenden Verbindung bei einer Temperatur über 500 C in einer oxydieren den Atmosphäre erhitzt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung eine Fluor enthaltende Verbindung als Schmelzmittel verwendet wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Magnesium- fluorid verwendet wird.
CH293802D 1950-04-06 1950-07-18 Verfahren zur Herstellung einer rotlumineszierenden Substanz. CH293802A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL293802X 1950-04-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH293802A true CH293802A (de) 1953-10-15

Family

ID=19782885

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH293802D CH293802A (de) 1950-04-06 1950-07-18 Verfahren zur Herstellung einer rotlumineszierenden Substanz.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH293802A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2247932A1 (de) Leuchtschirm
DE1572221C3 (de) Rot lumineszierender Stoff und dessen Verwendung
DE851235C (de) Lumineszenzstoff
DE1810999C3 (de) Erdalkalisilikat-Leuchtstoff
CH293802A (de) Verfahren zur Herstellung einer rotlumineszierenden Substanz.
DE1512397A1 (de) Farbfernsehbildwiedergabeeinrichtung
DE1284296B (de) Leichtschirm, der Borate mindestens eines Erdalkalimetalls enthaelt
DE1927455B2 (de) Leuchtstoff fuer eine niederdruck- quecksilberdampf-entladungslampe
DE883787C (de) Leuchtschirm fuer Kathodenstrahlroehren
DE2751939C3 (de) Gadolinium-aktivierter Phosphatleuchtstoff
DE958685C (de) Rot lumineszierender kuenstlicher Leuchtstoff fuer Leuchtschirme und Leuchtroehren und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1592828C (de) Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffes auf Basis Erdalkalihalogenphosphaten und Zinksilikat
DE1614228C3 (de) Rot aufleuchtender Leuchtstoff, Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Verwendung
DE2129100B2 (de) Leuchtstofflampe mit einer einzigen Schicht aus einer Mischung von Leuchtstoffen
DE809277C (de) Leuchtschirm
DE1802060C3 (de) Lumineszierendes Erdalkalisilikat
DE1961332A1 (de) Leuchtschirm
DE1639082C3 (de) Rot lumineszierendes Material
DE1717199C3 (de) Leuchtstoff für eine Quecksilberdampf entladungslampe
DE1811731C3 (de) Leuchtstoff
DE1938688C3 (de) Leuchtschirm für Elektronenstrahlröhren
DE1801486C3 (de) Lumineszierendes Erdalkalisilikat
CH333714A (de) Lumineszierender Schirm
DE1592828B2 (de) Verfahren zur herstellung eines leuchtstoffes auf basis erdalkalihalogenphosphaten und zinksilikat
DE1802060B2 (de) Lumineszierendes erdalkalisilikat