CH308665A - Verfahren zur Herstellung eines Lumineszenzstoffes und darnach hergestellter Lumineszenzstoff. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Lumineszenzstoffes und darnach hergestellter Lumineszenzstoff.

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CH308665A
CH308665A CH308665DA CH308665A CH 308665 A CH308665 A CH 308665A CH 308665D A CH308665D A CH 308665DA CH 308665 A CH308665 A CH 308665A
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zinc sulfide
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Gen Electric
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    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/08Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials
    • C09K11/74Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials containing arsenic, antimony or bismuth
    • C09K11/7407Chalcogenides
    • C09K11/7414Chalcogenides with zinc or cadmium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Lumineszenzstoffes    und darnach hergestellter     Lumineszenzstoff.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung eines       Lumineszenzstoffes.    Der erfindungsgemässe       Lumineszenzstoff    enthält mit Arsen aktivier  tes Zinksulfid und kann durch Kathoden  strahlen und     Ultraviolettlicht    zur Lumines  zenz gebracht werden.  



  Mit der wachsenden Bedeutung des Fern  sehens und anderer Anwendungsgebiete der  Kathodenstrahlröhren ist auch der Bedarf  an     Lumineszenzstoffen    gestiegen, die ein  weisses Licht abgeben. Auch besteht ein Be  dürfnis nach solchen auf dem Gebiet der       Fluoreszenzbeleuchtung,    in welchem     Ultravio-          lettenergie    zur Bestrahlung verwendet wird.  Bisher wurden die meisten dieser     Lumines-          zenzstoffe    durch Mischung     versehiedener     Stoffe hergestellt, deren Emissionsbänder bei       Misehung    weiss leuchteten.  



  Mit vorliegender Erfindung kann ein       I,umineszenzstoff    erhalten werden, der bei  Erregung durch     Kathodenstrahlen    und Ultra  violettlicht weiss leuchtet.  



  Die Erfindung ermöglicht auch die Schaf  fung eines solchen     Lumineszenzstoffes    in       einer    einzigen Substanz, so dass keine Not  wendigkeit besteht, -verschiedene Stoffe zu  mischen.  



  Die Tönung des weissen Lichtes kann  durch eine Veränderung in der Menge des  aktivierenden Stoffes bestimmt werden.  



  Es hat sich erwiesen, dass sich solche bei  spielsweise weiss leuchtenden Stoffe erfin-         dungsgemäss    herstellen lassen, indem aktivie  rende Mengen Arsen mit Zinksulfid kombi  niert werden.  



  Es ist bekannt, dass reines     Zinksulfid,          wenn.    es in einer Schutzatmosphäre bei etwa  1000  C mit einer geringen Menge Natrium  chlorid als     Flussmittel    gebrannt wird, blau  leuchtet, wenn es Kathoden- oder     Ultra-          v        iolettstrahlen    ausgesetzt wird. Dieses blaue  Leuchten ist verschiedentlich der Aktivierung  durch     interstitielles    Zink zugeschrieben wor  den.  



  Wenn dem Zinksulfid geringe Mengen  Arsen zugesetzt werden, erscheinen neben  der blauen Farbe auch Emissionsbänder im  orange und grünen 'Teil des Spektrums, wo  durch die sich ergebende Farbe für das Auge  grün scheint. Das orange oder grüne Band  kann durch Veränderung der     Arsenmenge     stärker zur Geltung gebracht werden.  



  Bei der Ausführung der Erfindung wird  Arsen in Form einer Verbindung wie     Arsen-          trisulfid,        Arsentrioxyd,        Zinkarsenat    oder der  gleichen in solchen Mengen dem Zinksulfid  zugesetzt, dass der zusätzliche Arsengehalt  vor dem Brennen mindestens     0;01    Gewichts  prozent des Zinksulfids beträgt. Die obere  Grenze des Arsenzusatzes ist nicht bindend  vorgeschrieben, und es sind Mengen bis zu  5      /o    verwendet worden. Doch leuchten die  Stoffe bei so hohen Arsenkonzentrationen  mehr grün als weiss.

   Wenn ein weisses Licht  erwünscht ist, muss sich der Arsengehalt zwi-           sehen        0,01        bis        2,00        %        des        Zinksulfids        bewe-          gen,    wobei ein höherer Gehalt unter Katho  denstrahlen eine leicht. grünliche Färbung be  dingt.

   Unter     :3'650    A     Ultraviolettbestrahlung     liegt die Lumineszenz zwischen einem warmen       oder        orangenahen        Weiss        bei        0,01%        Arsen-          gehalt    und einem leicht grünlichen Weiss bei  2     %        Arsengehalt.     



  Bei der Herstellung des     Lumineszenzstof.-          fes    kann das Zinksulfid innig, beispielsweise  durch Mahlen, mit der Arsenverbindung und  der üblichen Menge     Natriumchlorid-Fluss-          mittel,    wie es dem     Fachmann    bekannt ist,  vermischt werden.

   Im allgemeinen bewegt sich  die Menge des     Flussmittels    zwischen 2 und  6     o/o.    des Zinksulfids.     Natriumchlorid    wird  als     Flussmittel    bevorzugt, doch können auch  andere Alkali- oder     Erdalkali-Halogenide    und  andere der Fachwelt bekannte     Flussmittel    mit  befriedigendem Erfolg verwendet werden. Das       Flussmittel    wird     zweckmässigerweise    nach er  folgtem Brennen weitgehend entfernt und  übt dann auf die Farbe des Lichtes keinen  Einfluss aus.  



  Die     erfindungsgemässen        Lumineszenzstoffe     werden     vorteilhafterweise    in einer Wasserstoff  Schutzatmosphäre hergestellt und während  etwa 30 Minuten bei Temperaturen gebrannt,  die zwischen 800 und 1200  C liegen. Der  sich ergebende Stoff kann direkt zur Verwen  dung gelangen, doch ergibt sich ein     homo-          generes    Produkt, wenn der Stoff abgekühlt,  wieder gemahlen und während etwa. 15 Mi  nuten bei gleicher Temperatur neuerdings  gebrannt wird. Das     Flussmittel    wird dann  aus diesem Produkt ausgewaschen und letz  teres getrocknet.  



  Mit Vorteil werden die Ausgangsstoffe  während einer halben Stunde bei 900  C ge  brannt, wieder gemahlen und während 15 Mi  nuten bei derselben Temperatur erneut ge  brannt. Dieses Verfahren gewährleistet     wei-          sseste    Strahlung. Im allgemeinen ergeben we  sentlich über     90011C    liegende Temperaturen  einen     Lumineszenzstoff,    der infolge Arsenver  lust orangefarbig oder warm weiss leuchtet.

    In einer Reihe von Proben, die 1 Gewichts  prozent Arsen enthielten und während     einer       halben Stunde bei     800a    900, 1000 und     1150     C  gebrannt wurden,     leuchteten    die bei     800    und  900  C gebrannten weiss, während die hö  heren     Brenntemperaturen    ein weisses Leuch  ten mit orangefarbiger Tönung hervorbrach  ten.  



  Die Brennzeit bei jeder Temperatur     beein-          flusst    die Farbe des Endproduktes ebenfalls  durch Arsenverlust infolge Verdampfung. Im  allgemeinen zeigen Brennzeiten, die wesent  lich über<B>30</B>     Minuten    hinausgehen, die Ten  denz, die Farbe der Strahlung gegen Orange  zu verschieben. Dies steht mit der Beobach  tung in Übereinstimmung, dass Proben mit  mehr als     0:,10    Gewichtsprozent zugesetztem  Arsen weniger stark orangefarbig leuchten,  wenn sie unter 3650 A     Ultr        aviolettbestrahlung     stehen.  



  Die genaue Menge des während des     Brenn-          prozesses    verlorenen Arsens ist nicht be  kannt, da keine präzise Methode zur     Bestitn-          mimg    der Verbindung des Endproduktes  entwickelt worden ist. Doch wird ein gleich  förmiges Endprodukt erzeugt, wenn man von  bekannten Materialien ausgeht und diese  gleich behandelt.  



  Die nachstehende Beschreibung zeigt das  bevorzugte Herstellungsverfahren der     neuen          Lumineszenzstoffe.    10 g reines Zinksulfid wur  den jeweils mit 5 Gewichtsprozent (0,5 g)       Natriumehlorid    und genügend     Arsentrisulfid     gemischt, um     eine        Konzentration    von 0,01,  0,10, 0,50, 1,00 bzw. 2,00 Gewichtsprozent  Arsen im Zinksulfid zu erzeugen. Mit Vorteil  werden die     :Stoffe    durch     -Mahlen    gemischt.  Die Proben wurden dann während einer hal  ben 'Stunde in Wasserstoff bei 900  C ge  brannt.

   Wie oben angedeutet wurde, ergibt  sich, trotzdem sich das Produkt schon nach  dem ersten Brennen verwenden     lä.sst,    ein       homogeneres    Material, wenn das Produkt ab  gekühlt, wiederum     gemahlen    und während  etwa 15 Minuten bei etwa 900  C neuerdings  gebrannt, dann mit heissem     destilliertemWasser     zur Entfernung des     Flussmittels    gewaschen  und schliesslich getrocknet wird.  



  Die auf diese Weise hergestellten Stoffe  besitzen in der Regel in ihren Emissions-      Spektren drei Bänder. Die relative Intensität  der Bänder hängt von der Arsenkonzentra  tion im fertigen Phosphor, der Art der Be  strahlung und der Temperatur des Stoffes  während der Bestrahlung ab. Ein durch die       7.inkaktivierung    des Zinksulfids     hervorgeru-          i'enes    blaues Band mit einem Scheitelwert  bei     4700    A erscheint in allen Produkten. Ein  orange Band mit Scheitelwert bei     62,00    A  ist. ebenfalls in allen Proben feststellbar.

   Im  Verhältnis zu dem blauen Band bei Erre  gung mit. 3650 A ist es am ausgesprochensten    in der Probe, die     0@,1    Gewichtsprozent zuge  setztes Arsen enthält,     und    seine Intensität  sinkt mit den höheren Arsenkonzentrationen  ab. Bei höheren Arsenkonzentrationen er  scheint ein grünes Band mit einem Scheitel  wert bei 5200 A. Insbesondere ist es in der  Probe mit     2,0G1/9    zugesetztem Arsen sehr  klar sichtbar.  



  Die Charakteristiken bei Zimmertempera  tur der auf erläuterte Weise hergestellten  Phosphore sind nachstehend zusammenge  fasst:  
EMI0003.0009     
  
    <I>Erregung: <SEP> 3650 <SEP> Ä</I>
<tb>  Probe <SEP> Zugesetztes <SEP> As <SEP> Relative <SEP> Enrgie <SEP> bei <SEP> o
<tb>  Gewichtsprozent <SEP> <U>4700 <SEP> A <SEP> 5200</U> <SEP> <B>A'</B> <SEP> <U>6200 <SEP> A</U>Q <SEP> Farbe <SEP> bei <SEP> 3650 <SEP> A
<tb>  1 <SEP> 0,01. <SEP> 100 <SEP> 5 <SEP> ;

   <SEP> 68 <SEP> warmes <SEP> Weiss
<tb>  2 <SEP> 0,10 <SEP> 100 <SEP> 73 <SEP> 200 <SEP> Hellorange
<tb>  3 <SEP> <B>0,50</B> <SEP> 100 <SEP> 61 <SEP> 80 <SEP> warmes <SEP> Weiss
<tb>  4 <SEP> 1,00, <SEP> 100 <SEP> 67 <SEP> 41 <SEP> kaltes <SEP> Weiss
<tb>  5 <SEP> 2.,00 <SEP> 100 <SEP> 103 <SEP> 2.1 <SEP> helles <SEP> Grün
<tb>  <I>Bestrahlung <SEP> mit <SEP> KathodertstraTtlen <SEP> 4,17 <SEP> KV,

   <SEP> 5 <SEP> 3Tikroca</I>m<I>p/cm2</I>
<tb>  Probe <SEP> Relative <SEP> Energie <SEP> bei <SEP> o <SEP> Farbe
<tb>  <U>4700 <SEP> A <SEP> 5200 <SEP> A <SEP> 6</U>2<U>00</U> <SEP> A <SEP> bei <SEP> Kathodenbestrahlung
<tb>  1 <SEP> 100 <SEP> 39 <SEP> 11 <SEP> Hellblau
<tb>  2 <SEP> 1001 <SEP> 42 <SEP> 23 <SEP> kaltes <SEP> Weiss
<tb>  3 <SEP> 100 <SEP> 47 <SEP> 28 <SEP> kaltes <SEP> Weiss
<tb>  4 <SEP> 100 <SEP> 48 <SEP> 15 <SEP> kaltes <SEP> Weiss
<tb>  5 <SEP> 100 <SEP> 80 <SEP> 9 <SEP> Hellgrün       Bei Bestrahlungstemperaturen über Zim  mertemperatur ist die Haupterscheinung eine  Verminderung der Intensität des blauen Ban  des, so dass der     Lumineszenzstoff    die Ten  denz zeigt, seine Farbe gegen Orange zu ver  ändern.  



       I'ür    das Fernsehen oder andere Zwecke,  wo reinstes oder kaltes Weiss wünschbar ist  und Bestrahlung mit Kathodenstrahlen zur  Anwendung gelangt, werden Produkte mit  0,1 bis 1,00     Gewiehtsprozent    zugesetztem       Arsen    vorgezogen. Doch können hier wie  auch für     Ultraviolettbestrahlung    eine Mehr  zahl von Stoffen, deren     Leuchtwirkung    zwi  schen Orange oder Orangegelb über Weiss zu    Grün spielt, dadurch hergestellt werden, dass  die Menge des zugesetzten     Arsens,    die Brenn  dauer und Brenntemperatur entweder einzeln  oder zusammen verändert werden.

   Beispiels  weise werden, wie bereits erwähnt bis 5 Ge  wichtsprozent Arsen zugesetzt, um Stoffe zu  schaffen, die grün leuchten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines auf Kathodenstrahlen und auf Ultraviolettlicht ansprechenden Lumineszenzstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass eine 0,0,1 bis 5 Gewichts teilen Arsen entsprechende Menge einer Ar senverbindung und zwischen 2.
    und 6 G e- wiclltsteile eines Flussmittels mit 100 Ge wichtsteilen Zinksulfid gemischt werden und diese Mischung bei Temperaturen zwischen 800 und 1200 C gebrannt wird. II. Auf Kathodenstrahlen und auf Ultra violettlicht ansprechender Lumineszenzstoff, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Zinksulfid einen zur Aktivierung ausrei chenden Arsengehalt von höchstens 5 Ge- wiehtsprozent aufweist. UNTERANSPPRÜCIIE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Mischung wäh rend etwa 3<B>0</B> Minuten bei einer Temperatur von etwa 900 C gebrannt, dann abgekühlt, gemahlen, wieder gebrannt und abgekühlt und schliesslich zur Beseitigung des Flussmittels gewaschen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1., dadurch gekennzeichnet., dass der zweite Brennvorgang während 15 Minuten bei etwa 900 C vorgenommen wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Arsengehalt im Ausgangsmaterial von 0,1 bis 1 @Gewichts- teilen vorgesehen wird und die Temperatur und Brenndauer derart gewählt werden, dass ein Endprodukt mit weisser Leuchtfarbe bei Beaufschlagung durch Kathodenstrahlen er zielt wird. 4. Lumineszenzstoff nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Zink sulfid höchstens 1 Gewichtsprozent Arsen ent hält und bei Beaufschlagting durch Kathoden strahlen eine weisse Leuchtfarbe zeigt.
CH308665D 1951-01-24 1952-01-05 Verfahren zur Herstellung eines Lumineszenzstoffes und darnach hergestellter Lumineszenzstoff. CH308665A (de)

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