CH294146A - Elektrische Anlage mit vor Korrosion geschützten Verbindungsstellen der elektrischen Leiter. - Google Patents
Elektrische Anlage mit vor Korrosion geschützten Verbindungsstellen der elektrischen Leiter.Info
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Description
Elektrische Anlage mit vor Korrosion geschützten Verbindungsstellen der elektrischen Leiter. Isolierte elektrische Leitungen werden an den Stellen, an denen sie zu verbinden, also zu verklemmen oder zu verlöten sind, von ihrer Isolierhülle befreit und dadurch des Korrosionsschutzes beraubt. Häufig werden zwar die Verbindungsstellen mit Isolierband umwiekelt, doch bietet eine solche Umwick lung nur einen unvollkommenen Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, da die ein zelnen Bandlagen nicht immer glatt aufein- anderliegen, sondern Falten schlagen und dann unvollkommen zusammenkleben, so dass Lücken verbleiben, durch welche die atmosphä rischen Einflüsse Zugang zu den Leitern und Klemmen finden.. Besonders wenn diese aus verschiedenen Metallen, zum Beispiel Kupfer und Aluminium, bestehen, ist aber ein zuver lässiger Korrosionsschutz wegen der elektroly tischen, die Korrosion fördernden Einflüsse von besonderer Bedeutung. Um diesen Schutz in besonders dringlichen Fällen zu gewährleisten, zum Beispiel bei In stallationsanlagen in feuchten Räumen, hat man diese Verbindungsstellen in das Innere von Abzweigdosen verlegt, die am Deckel und an den Leitungseinführungsstellen mit Stopf buchsen oder gleichwertigen Abdiehtungsmit- teln versehen sind. Bei Erdkabeln, bei denen ebenfalls der Korrosionsschutz besonders dringlich ist, hat man die Verbindungsstellen in das Innere von Kabelmuffen verlegt und diese mit einer schmelzbaren Isoliermasse vollständig ausgegossen. Beide Massnahmen sind aber mit Nach teilen verbunden. Mit Stopfbuchsen versehene Abzweigdosen bedürfen sehr sorgfältiger Ver legung, um völlig dicht zu werden. Erfah rungsgemäss wird es aber oftmals bei der Er richtung der Anlage unterlassen, die Stopf buchsen und die Deckel mit der erforder lichen Sorgfalt festzuziehen, und dann sind diese Dichtungsmittel unzureichend. Auch das vollständige Ausgiessen mit einer schmelzbaren Isoliermasse, wie es bei Kabel muffen von Erdkabeln üblich ist und für Verbindungs- und Anschlussdosen bei Feucht raumanlagen mit kabelähnlichen Leitungen vorgeschlagen worden ist, hat seine Nachteile Das Erhitzen der Massen ist sehr zeitraubend, und dazu tritt, dass man später, wenn man Zugang zu den Verbindungsstellen erhalten will, um diese zu kontrollieren oder neue An schlüsse herzustellen, genötigt ist, die Aus gussmasse wieder durch Erhitzen zum Schmel zen züt bringen und dass dadurch die Leitun gen gefährdet werden. Um nun die Korrosionsgefahr zu beseiti gen, die bei Versagen der Stopfbuchsen den in den Abzweigdosen befindlichen Verbin dungsstellen droht, hat der Urheber der vor liegenden Erfindung bereits früher vorge schlagen, die innerhalb der Dose liegenden Teile und die Innenfläche der Dose mit einer lückenlosen, dichten, aber leicht entfernbaren Wachsschicht zu überziehen, die vor dem Ver schliessen der Dose durch Aufstäuben von ge- schmolzenem '\Vachs mittels eines Zerstäubers herzustellen ist. Er hat weiter vorgeschlagen, eine Ansammlung von Kondensationswasser in der Dose durch Anbringen eines Loches an deren: tiefster Stelle zu verhindern (vgl. die deutsche Patentschrift Nr. 739224). Durch Aufspritzen einer Waehssehicht kann man in einfachster Weise dafür sorgen, da.ss sämtliche freiliegenden, stromführenden Teile der Installationsanlage mit einer ge schlossenen Wachsschicht überzogen werden, die indessen den Leitungsverlauf in keiner Weise verhüllt, sondern diesen übersichtlich erkennen lässt und sieh in dieser Hinsicht vorteilhaft von den schmelzbaren Verguss- massen unterscheidet. Der Erfinder hat nun erkannt, dass diese im Aufspritzen der Wachsschicht bestehende Schutzmassnahme jeden schädlichen Einfluss der Feuchtigkeit verhindert und da.ss man daher bei Gehäusen auf die Stopfbuchsen und die Deckelabdichtungen verzichten und dadurch die Verlegung der Anlagen wesent lich vereinfachen kann. Erfindungsgemäss ist datier die elektrische Anlage mit vor Korrosion geschützten Verbin dungsstellen der elektrischen Leiter dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Leiter an Verbindungsstellen, die sich nicht innerhalb einer abgedichteten Abmveigdose befinden, all seitig mit einer aufgespritzten, dichten V,#7aehs- schicht überzogen sind. Auf diese Weise können insbesondere auf Schalttafeln angeordnete Verbindungsstellen mit der Wachsschicht überzogen sein. Schliesslich kann die Anlage eine solche sein, bei welcher eine Verbindungsstelle zweier Erdkabel im Innern einer Kabelmuffe vor handen ist. Die innerhalb der Muffe liegende Verbindungsstelle ist dann im Sinne der vor liegenden Erfindung allseitig mit einer aufge spritzten, dichten Wachsschicht überzogen. Die schmelzbare Ausgussmasse, welche man früher zum Ausfüllen der Muffe verwendete, fällt also fort. Allerdings ist es bekannt, die Verbindungsstelle eines papierisolierten Hoch spannungskabels mit, einer Hülle aus einem ölunlöslichen, thermoplastischen Isoliermaterial zu umgeben. Diese Hülle wird aber nietet. auf gespritzt, sondern vielmehr mit Hilfe einer geteilten Form hergestellt, welche die Ver bindungsstelle des Kabels umgibt und mit der erweieliten Isoliermasse unter Druck gefüllt wird. Damit der -#Vaelisüberzug fest auf den Metallteilen haftet., ist. es freilich erforder lich, dass diese völlig trocken sind, wenn das Wachs aufgespritzt wird. Zum Trocknen lässt sich aber die Wachsspritze selbst in ein fachster Weise verwenden, wenn sie mit einer Luftpumpe versehen ist, die den zum Sprit zen erforderlichen Druck erzeugt,. Denn dann kann män den elektrisch beheizten Wachs behälter auch zum Erzeugen eines Warm luftstrahls verwenden, mit welchem sich die Metallteile leicht und schnell trocknen lassen. Bei Schalttafeln gemeinhin, auf deren Rückseite elektrische Leitungen verlegt sind, ist es bekannt, die Leitungsdrähte in Nuten der Tafel einzulassen und diese Nuten mit Wachs auszufüllen. Demgegenüber bietet. die Erfindung den Vorteil, dass sie auch da an wendbar ist, wo die Leitungen nicht in Nuten angeordnet sind. Für die Ausführung der Erfindung ist zum Beispiel Ceresin-Waehs geeignet. Es kön nen aber auch andere im Handel erhältliche Wachssorten verwendet werden, die vorzugs weise nicht brennbar und gegen chemische Einflüsse, wie gegen Laugen, Säuren, Kabel tränköle und Seewasser, widerstandsfähig sind.
Claims (1)
- PATENTANSPR.L?CH I: Elektrische Anlage mit vor Korrosion ge schützten Verbindungsstellen der elektrischen Leiter, dadurch gekennzeichnet, dass die elek trischen Leiter an Verbindungsstellen, die sieh nicht innerhalb einer abgedichteten Ab zweigdose befinden, allseitig mit einer aufge spritzten, dichten )V aehssehicht, überzogen sind. UNTERAN SPRÜCHE 1. Elektrische Anlage nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Schalttafel angeordnete Verbindungs stellen mit der Waelissehicht überzogen sind. 2.Elektrische Anlage nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstelle zweier miteinander verbun dener Erdkabel im Innern einer Kabelmuffe mit der Wachsschicht überzogen ist. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung einer elektri schen Anlage nach Patentanspruch I unter Verwendung eines heizbaren, mit Druckluft arbeitenden Wachszerstäubers, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbindungsstellen v or dem Aufspritzen der Wachsschicht mit einem durch den Zerstäuber erzeugten Warmluft strom getrocknet werden.
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