CH283208A - Elektrische Anlage mit vor Korrosion geschützten Verbindungsstellen der elektrischen Leiter. - Google Patents
Elektrische Anlage mit vor Korrosion geschützten Verbindungsstellen der elektrischen Leiter.Info
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Description
Elektrische Anlage mit vor Korrosion geschützten Verbindungsstellen der elektrischen Leiter. Isolierte elektrische Leitungen werden ;in den Stellen, an denen sie zu verbinden, also zu verklemmen oder zu verlöten sind, von ihrer Isolierhülle befreit und dadurch des Korrosionsschutzes beraubt.
Häufig werden zwar die Verbindungsstellen mit Isolierband umwickelt, doch bietet. eine solche Umwick lung nur einen unvollkommenen Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, da die ein zelnen Bandlagen nicht immer glatt aufein- anderliegen, sondern Falten schlagen Lind dann unvollkommen zusammenkleben, so dass Lücken verbleiben, durch welche die atmo sphärischen Einflüsse Zugang zu den Leitern und Klemmen finden. Besonders wenn diese aus verschiedenen Metallen, z. B. Kupfer und.
Aluminium, bestehen, ist aber ein zuverlässi ger Korrosionssehut.z wegen der elekt.rolyti- sehen, die Korrosion fördernden Einflüsse von besonderer Bedeutung. , Tim diesen Schutz in besonders dring- lichen Fällen zu gewährleisten, z. B. bei Tn- stallationsanlagen in feuchten Räumen, hat man diese Verbindungsstellen in das Innere von Abzweigdosen verlegt, die am Deckel und an den Leittingseinführungsstellen mit Stopf buchsen oder gleichwertigen Dichtungsmit teln versehen sind.
Bei Erdkabeln, bei denen ebenfalls der Korrosionsschutz besonders dringlich ist, hat man die Verbindungsstel len in das Innere von Kabelmuffen verlegt und diese mit, einer schmelzbaren Isoliermasse vollständig ausgegossen. Beide Massnahmen sind aber mit Nach teilen verbunden. Mit Stopfbuchsen versehene Verbindungsdosen bedürfen sehr sorgfälti ger Verlegung, um völlig dicht zu werden. Erfahrungsgemäss wird es aber oftmals bei der Errichtung der Anlage unterlassen, die Stopfbuchsen und die Deckel mit der erfor derlichen Sorgfalt festzuziehen, und dann sind diese Dichtungsmittel unzureichend.
Auch das vollständige Ausgiessen mit einer schmelzbaren Isoliermasse, wie es bei Kabelmuffen. von Erdkabeln üblich ist und für Verbindungs- und Anschlussdosen bei Fetichtraumanlagen mit kabelähnlichen Lei tungen vorgeschlagen worden ist, hat seine Nachteile: Das Erhitzen der Massen ist sehr zeitraubend, und dazu tritt, dass man später, wenn man Zugang zu den Verbindungsstellen erhalten will, um diese zu kontrollieren oder neue Anschlüsse herzustellen, genötigt ist, die Ansgussmasse wieder durch Erhitzen zum :Schmelzen zu bringen und dass dadurch die Leitungen gefährdet werden.
Um nun die Korrosionsgefahr zu besei tigen, die bei Versagen der Stopfbuchsen den in den Abzweigdosen befindlichen Verbin dungsstellen droht, hat der Urheber der vor liegenden Erfindung bereits früher vorge schlagen, die innerhalb der Dose liegendeir Teile und die Innenfläche der Dose mit einer lückenlosen, dichten, aber leicht entfernbarer Wachsschicht zu überziehen, die vor dem Verschliessen der Dose durch Aufstäuben des geschmolzenen Wachses mittels eines Zerstäu- bers herzustellen ist.
Er hat weiter vorge schlagen, eine Ansammlung von Kondensa tionswasser in der Dose durch Anbringen eines Loches an deren tiefster Stelle zu ver hindern (vgl. die deutsche Patentsehrift Nr. 739224).
Durch Aufstäuben der Wachsschicht kann man in einfachster Weise dafür sorgen, dass sämtliche freiliegenden, stromführenden Teile der Installationsanlage mit einer geschlossenen Wachsschicht überzogen werden, die indessen den Leitungsverlauf in keiner Weise verhüllt, sondern diesen übersichtlich erkennen lässt Lind sich in dieser Hinsicht vorteilhaft. von den schmelzbaren Vergussmassen unterschei det.
Der Erfinder hat nun erkannt, dass diese im Aufstäuben der Wachsschicht bestehende Schutzmassnahme jeden schädlichen Einfluss der Feuchtigkeit verhindert, und dass man daher bei Gehäusen auf die Stopfbuchsen und die Deckelabdichtungen verzichten und dadurch die Verlegung der Anlagen wesent lich vereinfachen kann.
Erfindungsgemäss ist daher die elektrische Anlage mit vor Korrosion geschützten Ver bindungsstellen der elektrischen Leiter da durch gekennzeichnet, dass die elektrischen Leiter an Verbindungsstellen, die sich nicht innerhalb einer mit Stopfbuchsen versehenen Abzweigdose befinden, allseitig mit einer auf gespritzten, dichten Wachsschicht überzogen sind.
Als Ausführungsbeispiele der Anlage kön nen insbesondere Schalttafeln in Frage kom men, auf denen die elektrischen Leiter mit den Verbindungsstellen angeordnet sind. Die Anlagen können ferner Freileitungen mit Ver- bindungs- und Abzweigstellen aufweisen. Schliesslich können sie auch Anlagen sein, bei denen die elektrischen Leitungen durch nicht abgedichtete Öffnungen ins Innere eines Ge häuses hineinführen und dort miteinander verbunden sind. Bei einer solchen Anlage hat.
das Gehäuse mir noch die Aufgabe, eine me chanische Beschädigung der Wachssehicht zu verhindern, während der Feuchtigkeitsschutz nicht mehr, wie bisher, von dem Gehäuse, sondern nur noch von der Waehssehicht aus geübt wird.
Schliesslich kann die Anlage eine solche sein, in welcher die Verbindungsstelle zweier Erdkabel im Innern einer Kabelmuffe liegt. Die innerhalb der Muffe liegende Verbin dungsstelle ist also im Sinne der vorliegenden Erfindung allseitig mit einer aufgespritzten, dichten Wachsschicht überzogen. Die schmelz bare Ausgussmasse, welche man früher zum Ausfüllen der Muffe verwendete, fällt als;>> fort: Allerdings ist es bekannt, die Verbin dungsstelle eines papierisolierten Hochspa.:i- nungskabels mit einer Hülle aus einem ölun- löslichen, thermoplastischen Isoliermaterial zu umgeben.
Diese Hülle wird aber nicht aufge stäubt, sondern vielmehr mit Hilfe einer ge teilten Form hergestellt, welche die Verbin dungsstelle des Kabels umgibt Lind mit der erweichten Isoliermasse unter Druck gefüllt wird.
Damit der Wachsüberzug fest auf den Metallteilen haftet, ist es freilich erforderlich, dass diese völlig trocken sind, wenn das Wachs aufgespritzt wird. Zum Trocknen lässt sich aber die Wachsspritze selbst in einfachster Weise verwenden, wenn sie mit einer Luft pumpe versehen ist, die den zum Spritzen erforderlichen Druck erzeugt.. Denn dann kann man den elektrisch beheizten Wachs behälter auch zum Erzeugen eines Warmluft strahls verwenden, mit welchem sieh die Me tallteile leicht und schnell trocknen lassen.
Bei Schalttafeln gemeinhin, auf deren Rückseite elektrische Leitungen verlegt sind, ist es bekannt, die Leitungsdrähte in Nuten der Tafel einzulassen und diese Nuten mit Wachs auszufüllen. Demgegenüber bietet die Erfindung den Vorteil, dass sie auch da an wendbar ist, wo die Leitungen nicht in Nuten angeordnet sind.
Für die Ausführung der Erfindung ge-, eignete Wachssorten, zum Beispiel Ceresin- Wachs, Nibren-Wachs und Gur 0-Wa.chS, sind im Handel erhältlich. Diese Wachssorten sind nicht brennbar und gegen chemische Einflüsse, wie gegen Laugen, Säuren, Kabeltränköleund Seewasser widerstandsfähig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrische Anlage mit vor Korrosion ge schützten Verbindungsstellen der elektrischen Leiter, dadurch gekennzeichnet, dass die elek trischen Leiter an Verbindungsstellen, die sich nicht innerhalb einer mit Stopfbuchsen versehenen Abzweigdose befinden, allseitig mit einer aufgespritzten, dichten Wachsschielit überzogen sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Elektrische Anlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Schalttafel ausgebildet ist, auf der elektrische Leiter angeordnet sind, welche Verbindungs- -tellen aufweisen. 2.Elektrische Anlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie Frei leitungen mit Verbindungsstellen und Ab zweigstellen aufweist. 3. Elektrische Anlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gehäuse mit nicht abgedichteten Öffnungen aufweist, durch welche elektrische Leitungen ins Innere des Gehäuses führen, wo sie mit einander verbunden sind. 4. Elektrische Anlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei miteinander verbundene Erdkabel aufweist, deren Verbindungsstelle im Innern einer Kabelmuffe liegt.
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