CH294689A - Verfahren zur Gewinnung von reinen Olefinen aus olefinhaltigen Kohlenwasserstoffgemischen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von reinen Olefinen aus olefinhaltigen Kohlenwasserstoffgemischen.

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CH294689A
CH294689A CH294689DA CH294689A CH 294689 A CH294689 A CH 294689A CH 294689D A CH294689D A CH 294689DA CH 294689 A CH294689 A CH 294689A
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Aktiengesellschaft Ruhrchemie
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Ruhrchemie Ag
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Description


      Verfahren        zur        Gewinnung    von reinen     Olefinen    aus     olefinhaltigen        Kohlenwasserstoffgemischen.       Für manche Zwecke der     chemischen    Tech  nik, z.

   B. beider katalytischen     Wassergasanla-          gerung    all     Olefinkohlen-,vasserstoffe    zwecks  Herstellung von     Aldehyden    und Alkoholen,  sind reine     Olefinkohlenwasserstoffe        erwünscht.     \eben gesättigten     Kohlenwasserstoffen    sind       aliphatisehe        Olefine    in mehr oder weniger  grosser Menge beispielsweise in den Produkten  der     katalytischen        Kohlenoxydhydriernng    und  in Spaltprodukten von     spntlietisehen    oder  natürlichen     Kohlenwasserstoffen,    z.

   B. voll  Erdölparaffin, vorhanden. Eine     einfaehe    Me  thode zur Gewinnung von reinen     Olefinen     ans derartigen Ausgangsstoffen, insbesondere  wenn dieselben nur     a@eri4ge        Olefinmengen    ent  halten, ist, bisher nicht bekannt.

   Auf     destilla-          tivem    Wege ist die Abtrennung     derartiger          Olefine        uninöglieli.    Auch eine     Behandlung     mit flüssigem     Seliwefeldioxyd    und vielen an  dern     l@:xtraktiolismitteln    liefert ein     allgemei-          iien    keine     befriedigenden    Ergebnisse.  



  Es wurde gefunden, dass     siele    aus bei  normaler Temperatur flüssigen,     olefinhalti-          neil    Kohlen     wasserstoffgelnischen    beliebiger  Herkunft. und Konzentration in einfacher  Weise reine     Olefine    gewinnen lassen, wenn  man erfindungsgemäss.

   das Ausgangsmaterial  zunächst in     einzelne    Fraktionen von gleicher       C-Zahl    zerlegt, dann die in den einzelnen  Fraktionen enthaltenen     olefinischen    Kohlen  wasserstoffe mit Zinkchlorid und Salzsäure in       alipliatisehe        Monochloride    überführt, die hier  bei entstehenden Reaktionsgemische     destillativ       in     Alkvlmonochloride    und gesättigte Kohlen  wasser Stoffe zerlegt,

   die     Alkylmonoehloride     durch     Chlorwasserstoff-Abspaltung    in     Olefin-          kohlenwasserstoffe    überführt und den abge  spaltenen Chlorwasserstoff in den Kreislauf  des Verfahrens zurückführt.  



  Für die     Anlagerung    von Chlorwasserstoff  an     olefinhaltige        Kohlenwasserstoffe    sind ver  schiedene Verfahren bekannt. So können z. B.       Kohlenwasserstoffe    der Molekülgrösse     C#,    bis       Cr,    in Dampfform zwischen 180 und     200     über       Zinkchlorid-Katalysatoren    geleitet- werden,  wobei das     verwendete    Zinkchlorid durch       Halogenverbindungen    ein- oder mehrwertiger  Metalle aktiviert und auf porösen Trägern,  z. B. auf     Silikagel,    niedergeschlagen wird.

   Es       kann        auch        aktive        Kieselsäure,        die        mit        10        %     einer Mischung von wasserfreiem     Zinkchlorid     und     Titanehlorid    getränkt ist, als Katalysator  benutzt. werden.

   Neben aktiver Kieselsäure  sind als Trägerstoffe auch Holzkohle, Aktiv  kohle oder     Aluminiumoxyd    geeignet.     Auch     Chloride von andern zwei- und     höherwertigen     Metallen sind bei der     Chlonvasserstoffanlage-          ruilg    an     Olefine    als     Katalysatoren    bereits  vorgeschlagen worden.  



  Diese     vorbekannten    Verfahren. zur Herstel  lung von     Alkvlmonochloriden    aus     Olefinen     und Chlorwasserstoff haben den Nachteil, dass  die     Kohlenwasserstoffe    vorher verdampft  werden müssen.  



  Versuche haben gezeigt, dass sich die für  das     erfindungsgemässe    Verfahren erforder-      liehe Überführung von     olefinhaltigen    Kohlen  wasserstofffraktionen, die unter normalen  Bedingungen (760 min     Hg,    15 ) flüssig sind,  in     Alk3-lmonoehloiide    durchführen lässt, wenn  man sie     -unterhalb    von 100  und bei gewöhn  lichem oder erhöhtem Druck in flüssiger  Phase     finit    Chlorwasserstoff in Gegenwart von  Zinkchlorid behandelt.

   Das Zinkchlorid wird  in Form von     Zinkchlorid-Kohlenwasserstoff-          Additionsverbindungen    (Zinkchlorid - Kon  taktöl) oder von wässerigen     Zinkehlorid-Lö-          sungen    verwendet..  



  Der Katalysator braucht. keine Träger  stoffe oder     aktivierenden    Zusätze von     andern          Metall-Halogenverbindungen    zu enthalten. Es       genügt,    wenn die zu behandelnde     olefinhal-          tige    Fraktion mit. dem Zinkchlorid in innige  Berührung gebracht wird. Hierbei ist. gleich  zeitig Chlorwasserstoff in den Kohlenwasser  stoff einzuleiten.

      Bei der diskontinuierlichen Ausführung  dieser     HCl-Anlagerungsstufe    wird beispiels  weise festes     Zinkehlorzä    durch intensive Rüh  rung     möglichst    gleichmässig in dem zu verar  beitenden     Olefingemisch    verteilt. In     ähnlicher     Weise wie bei der     Aluminiumehloridbehand-          lung    von     olefinisehen        Kohlenwasserstoffen     entstehen hierbei zwischen Zinkchlorid und  Kohlenwasserstoff unter Bildung einer soge  nannten      Kont,aktöl-Schieht     Additionsver  bindungen.

   Nach Beendigung der Reaktion  und Stillsetzung der Rührvorrichtung schei  det sich dieses     Kontaktöl    am Boden des Ge  fässes als untere Schicht ab. Durch Zugabe  von kleinen     Mengen    Zinkchlorid kann das  Kontaktöl immer wieder auf seine     ursprün;-          liehe        Aktivität        zurüekgebraeht    werden.  



  Am     besten.    arbeitet man derart, dass     vor     Beginn der     Chlorwasserstoffanlagerung    in  das zur Reaktion benutzte     Rührgefäss    etwa  5 bis 10      /o        Zinkchlorid,    bezogen auf die zu  verarbeitende Kohlenwasserstoffmenge, als  bleibender Vorrat eingebracht wird.

   Bei allen  weiteren Chargen wird :dieser     Kontaktölvor-          rat        jeweils        mit        0,2        bis        0,5        %        ZnC12,        berechnet.     auf den zu verarbeitenden Kohlenwasserstoff,  aktiviert.    In die aus Kontaktöl und     olefinlialtigeni     Kohlenwasserstoff bestehende     Mischung    wird  unter dauernder Rührung gasförmiger Chlor  wasserstoff eingeleitet.

   Bei     ausreiehend        selinel-          ler    Rührung ist die Umsetzung zwischen  Kohlenwasserstoff und Chlorwasserstoff in  etwa 1 bis 2 Stunden beendet. Die Tempera  turen werden     zweckmässig    während der U     in-          setzung    auf 30 bis 80  gehalten.  



  An Stelle von     'Zinkehlorid-,Kontaktöl,    das  sieh     aus    wasserfreiem     Zinkehlorid,    Kohlen  wasserstoff und     Alkylehloriden    selbsttätig  bildet, können auch     wässerige    Lösungen von       Zinkehlorid    als     Katalysator    für die Chlor  wasserstoff-Anlagerung     benutzt    werden. In  diesem Fall entsteht kein Kontaktöl, so dass  die     dadureh    bedingte     Ausbeuteverminderuna     unterbleibt.

   Die Konzentration der     Zinkehlo-          ridlösung    soll vorzugsweise oberhalb von       50        Gew.         /o,        zweckmässig        bei        60        bis        80        %,        lie-          gen.    Die Reaktionstemperaturen sind vor  zugsweise auf 70 bis 100  einzustellen.

   Un  ter diesen Umständen kann man auch     finit     wässerigen Lösungen von     Zinkehlorid    eine  praktisch     100o/oige        Anlagerung    von Salzsäure  an     Olefine    erreichen.  



  Der Erfindungsgegenstand     umfasst        auch     eine     Vorrichtung    zur     Ausfühiaing    des erfin  dungsgemässen Verfahrens, die aus einem  senkrechten, Füllkörper enthaltenden Reak  tionsrohr mit     einem    untern und obern füll  körperfreien     Beruhigungsraum,    untern Zu  leitungsrohren für     olefinhaltice        Kohlenwas-          serstoffe    und gasförmigen Chlorwasserstoff  und einem     obern    Ablauf für die gebildeten  Reaktionsprodukte besteht.

   Das Reaktions  rohr ist vorzugsweise mit einer Heiz- und       Kühlvorrichtung    versehen und bis zur Höhe  der     obern        Füllkörperbegrenzungsfläehe    mit       ZnC12-Kontaktöl    oder     finit.    einer     wässerigen          ZnCl2-Lösung    gefüllt.  



  Am untern Ende der     Füllkörpersäule    wer  den die zu verarbeitende     olefinhaltige    Frak  tion und     Chlorwasserstoffgas    eingeleitet. Die  Aufenthaltsdauer des Kohlenwasserstoffes im  Reaktionsrohr muss auf ungefähr 1 bis 2 Stun  den bemessen werden. Am besten verwendet  man einen Überschuss von Chlorwasserstoff-           gas,        damit    eine innige     Durchmisehung    der  Reaktionsteilnehmer, d. h. des Kontaktöls  oder der wässerigen     Zinkchlorid-Lösung    mit  den     Kohlenwasserstoffen,    eintritt.  



  Das entstehende     Alkylchlorid    wird aus  dein obern Beruhigungsraum durch einen  Überlauf abgezogen und vor der Weiterverar  beitung gegebenenfalls einer Nachbehandlung  zugeführt. Zur Aufrechterhaltung der Akti  vität des Kontaktöls .ist es     zweekmä.ssig,    kleine  Mengen von     Zinkchlorid    oder von frischem.  Kontaktöl ebenfalls von unten her einzufüh  ren. Das überschüssige Kontaktöl wird hier  bei oben aus dem Kohlenwasserstoffgemisch  abgeführt, um in einem Abscheiden abge  trennt und nach     Aktivier-Ling    wieder von un  ten her in die Kontaktsäule eingeführt     zii      -erden.

   Wenn mit einer wässerigen     Z11Cl2-          Lösung    gearbeitet. wird, dann werden zur  Auffrischung der     Zinkclilorid-Lösung    kleine  Mengen von frischer     Zinkchlorid-Lösung    auf  die obere     Begrenzungssehieht    der Füllkörper  aufgegeben. Die überschüssige.     Zinkchloricl-          Lösung    wird aus     dein    untern     Beruhigungs-          rauie    abgezogen.  



  Mit Hilfe des geschilderten Chlorwasser  stoff-Anlagerungs-Verfahrens kann man     aueb.     Kohlenwasserstoffgemische verarbeiten,, die  einen sehr geringen     Olefingehalt    aufweisen.  Das Endprodukt enthält in allen Fällen weni  ger als 1      /o    nichtumgesetztes     Olefin.    Ausser       Alkylinonoehloriden    entstehen, wenn man mit       Zinkcliloi-id-Kontaktöl    arbeitet, nur kleine       Mengen    von     Zini:ehloricl-Additionsverbindun-          gen,    die     zur    Nachlieferung des sogenannten   Kontaktöls  beitragen.

   Im     Durelischnitt          kann        inan        damit        rechnen,        dass        höchstens    1     %          des    eingesetzten     Olefins    zur Kontaktbildung       verbrauelit    wird.

   Andere Nebenprodukte, wie       Polyinerisationsprodukte    usw., entstehen nicht,       so        class        man        mit        Umsätzen        von        über        98        %     der Theorie     reelinen    kann.

   Wenn die     Chlor-          wasserstoff-Anlagerung    mit wässerigen     ZnC1.2-          Lösungen    durchgeführt wird,, entsteht keine       Ausbeutev        erminderung    durch Bildung voll  Kontaktöl.  



  Die     Chlorwasserstoff-Abspaltung    aus den  durch Destillation abgetrennten Alkylmono-         chloriden    kann auf beliebige Weise erfolgen.  Besonders     zweckmässig    ist es, wenn man die       Alky        lmonochloride    in flüssiger Phase bei an  nähernd 180 bis     250     mit     Altiminiumhydro-          silikaten,    z. B. mit Bleicherlen, behandelt.,  Das .abgespaltene     Salzsäuregas    wird zur  Verarbeitung weiterer Mengen von     olefinhal-          tigen        Kohlenwasserstoffen    benutzt.

   Auf diese  Weise entsteht, kein Verbrauch an Chlor, so  dass die reinen     Olefine    unter dauernder Kreis  laufführung der Salzsäure gewonnen werden  können.  



  Die in den zur Verarbeitung kommenden  Fraktionen etwa vorhandenen     aliphatischen     Alkohole werden ebenfalls in     Alkylchloride     übergeführt, woraus man in     äbnlieher    Weise  auch reine     Olefine    herstellen kann. Derartige  Alkohole sind v     ornehinlich    in Produkten der  katalytischen     Kohlenoxydhydrierung    vorhan  den. Hierbei ist zu beachten, dass im Siede  bereich der     Kohlenwasserstoffe    mit bestimm  ter     C-Zahl    gleichzeitig auch der um 3     C-Zah-          len    tiefer liegende Alkohol vorhanden ist.         Beispiele:     1.

   Aus mit     Kobaltkatalysatoren    gewonne  nen     Kohlenoxyd-Hydrierungsprodukten    wurde  eine     Clo-Fraktion    herausgeschnitten, die 30       Gew.         /o        Olefine        (Jodzahl        =        54)        und    3     %          C7-Alkohole    (OH-Zahl = 10) enthielt. Von  dieser Fraktion wurden 500 g in ein<B>1000</B>     cma     fassendes Rührgefäss eingetragen.

   In diesem       Rührgefäss    waren aus einer vorhergehenden  Charge bereits 100     0,        ZnC12-Kontaktöl        vor-          handen,        die        bei     des neuen Koh  lenwasserstoffes mit     \'    g     ZnC12    aufgefrischt  wurden. Darauf wurde die     -Mischung    2 Stun  den intensiv gerührt und während dieser Zeit  eine Menge von 50 g     Chlor@vasserstoffgas    ein  geleitet. Während der Reaktion stieg die Tem  peratur langsam von 20  auf 70 .

   Nach     Been-          digLing    der Reaktion wurde das Rührwerk  stillgesetzt:. Der Gefässinhalt trennte sieh hier  bei in zwei Schichten. Die untere Schicht ent  hielt das Zinkchlorid     (Kontaktöl).    Die obere       Schicht.    wurde abgetrennt und salzsäurefrei  gewaschen. Sie lieferte 537 g     Reaktionspro-          dukt        mit        einem        Restgehalt        von        0,6        %        Olefin         (Jodzahl = 1,     Hydroxylzahl    = 0).

   Durch De  stillation wurden hieraus 184 g     C1o-lIono-          ehlorid    und 10 g     C7-Monoehlorid    isoliert.  



  In eine 0,5 Liter fassende     Destillations-          blase    mit aufgesetzter 2 m hoher Fraktions  kolonne von 50 mm lichter Weite, die mit       5-inm-CTlasringen    gefüllt und mit einem Küh  ler für Totalkondensation versehen ist, wer  den     stündlich    0,5 kg des oben gewonnenen       Cio-1Ionoelilorids,    vermischt. mit. 5 g     Tonsil/kg,     eingerührt. Die     Destillationsblase    ist.     finit    einer       Rührv        orriehtung    versehen, um ein. Anbacken  des     Tonsils    zu verhindern.

   Das aus der Blase  ablaufende Produkt wird in eine zweite  <B>0,225</B> Liter fassende Blase eingeleitet, die     gas-          seitig    in     Verbindüng    mit der gleichen     Frak-          tionierkolonne    steht.     Anis    dem Sumpf dieser  zweiten Blase werden die über     C1o    siedenden       Poly        merisationsprodukte    abgelassen. Am Kopf  der Kolonne fallen     Salzsäuregas    und     Clo-Ole-          finfraktion    an.

   Der     Chlorrestgehalt    dieser  Fraktion liegt bei etwa 1     Gew.     /o. Das Destil  lat wird nun in einer zweiten 2 m hohen       Destillationskolonne,die    mit     5-mm-Glasringen     gefüllt ist, bei einem     Rüekflussverhältnis    von  1:10 nochmals destilliert, wobei das Sumpf  produkt. dem Einsatzprodukt der ersten     De-          stillationskoloi.ne    zugegeben wird.

   Als Destil  lat fällt schliesslich ein wasserklares Produkt  an, das einen     Chlorrestgehalt    von unter       0,0511/o    besitzt und einen aus der     Jodzahl          ermittelten        Olefingella.lt        voll        praktisch        100        %     hat.

   Das     Gewiehtsverhältli.is        voll        olefinisehein     Destillat zum     Polymerisat.ionsprodukt    (Sumpf       z.        Blase)        beträgt        96        %        zu    4     o/o.     



  2. Von einer     äliphatisehen        CS-Kohlenwas-          serstoff-Fraktion,    die 50     Gew.         /o        Olefine    ent  hielt, wurden 500 g in ein 1000     em3    fassendes  Rührgefäss eingebracht. Gleichzeitig wurden       1.00g    einer wässerigen Lösung zugesetzt, die       701/o        ZnCl.    enthielt. Die     11Tisehun,-    wurde  2 Stunden bei 70 bis 80  C gerührt.

   Hierbei       wurden        gleichzeitig-    langsam 105 g     gasförmi-          (Ver    Chlorwasserstoff eingeleitet. Darauf wurde  die obere Schicht von der wässerigen Kontakt  lösung abgetrennt. und so lange gewaschen,  bis sie keine Zinkchlorid- und     HCl-Reste     mehr enthielt.

   Als obere Schicht ergaben sich    580 g Reaktionsprodukt mit- einem restlichen       Gehalt.        von        weniger        als        0,5        %        Olefinen.        Durch     Destillation wurden hieraus 320 g     Cs-1lono-          elilorid    isoliert.  



  In eine 0,5 Liter fassende     Destillations-          blase    finit aufgesetzter ' in hoher Fraktions  kolonne von 50 mm     lichter    Weite, die mit       5-nim-Glasringen        -efüllt    und mit einem Küh  ler für Totalkondensation versehen ist, wer  den     stündlich    0,5 kg des oben     -,gewonnenen          Cs-1lonochlorids,        vermischt    mit 5 g     Tonsil/kg,     eingerührt.

   Die     Destillationsblase    ist mit  einer Rührvorrichtung versehen, uni ein An  backen des     Tonsils        zir    verhindern. Das aus der  Blase ablaufende Produkt     wird    in eine zweite.  0,25 Liter fassende Blase eingeleitet, die     gas-          seitig    in Verbindung     finit    der gleichen     Frak-          tionierkolonne    steht. Aus dein Sumpf dieser  zweiten Blase werden die über     Cs    siedenden       Polymerisationsprodukte    abgelassen.

   Am Kopf  der Kolonne fallen     Salzsäuregas    und     Cs-Ole-          finfraktion    an. Der     Chlorrestgehalt    dieser  Fraktion liegt- bei etwa 1,5 %. Das Destillat  wird nun in einer zweiten 2 in hohen     Destil-          lationskolonne,    die mit     5-nnn-Glasringen    ge  füllt. ist, bei einem     R.fiekflussverhältliis    voll  1:10 nochmals destilliert, wobei das Sumpf  produkt dem Einsatzprodukt der ersten De  stillationskolonne     zuo-egebeil    wird.

   Als Destil  lat fällt. schliesslich ein wasserklares Produkt  an, das einen     Chlorrestoelialt.    voll unter 0,1     oio     besitzt und einen aus der     Jodzahl    ermittelten       Olefingehalt        von        praktisch        100        %        hat.        Das     Gewichtsverhältnis von     olefiniseheni    Destil  lat zum     Polynlerisationsprodukt    (Sumpf der       z.        Blase)        beträgt        95,

  5        %        zu        4,5        %.     



  3. In ein senkrechtes Glasrohr voll 2     in     Länge und 20 min     Durebinesser    wurden als  Füllkörper     Glasringe    von 5     inne    Durchmesser  derart eingefüllt, dass oben und unten ein     voll     Füllkörpern freier     Raum        voll    je 20     ein    Höhe  vorhanden war.

   Bis zur obern     Begrenzuilrs-          fläche    der     Füllkörperscllicht    wurde     dieses     Reaktionsrohr mit einer wässerigen Lösung       gefüllt,        die        65        %        ZnCl.        enthielt.        An        der     untern Begrenzungsschicht der Füllkörper  wurden stündlich 150 g einer     aliphatisehen              C9-Kohlenwasserstofffraktion    eingeleitet.,

   die  38     Crew.     /o     Olefine    enthielt. Ausserdem wur  den an der untern     Füllkörper-Begrenzungs-          schicht    stündlich 35     b    gasförmiger Chlorwas  serstoff eingeleitet. Mit. Hilfe eines Heizman  tels wurde die     Reaktionstemperatur    auf 80 bis       85     gehalten.

   Das aus dem. obern     Beruhigungs-          raum    kontinuierlich ablaufende     Chlorierungs-          geiniscliwurde    durch Bleicherde     und    Wasser  von seinem     Restgehalt    an Salzsäure und Zink  chlorid befreit. Stündlich wurden<B>166</B>     g        Chlo-          rierungsgemisch    erhalten.

   Es hatte einen     Ole-          fingehalt        von        weniger        als        1%.        Durch        Destil-          lation    wurden hieraus 70     g        C(,---Vlonochlorid     isoliert.

   Die     Chlorwasserstoffabspaltung    ans  den durch Destillation gewonnenen     Alkyl-          nionoehloriden        erfolgte        nach        Zusatz        von        1%          Tonsil        und    einem stündlichen Einsatz von  0,5     kri        C#i-Chlorid    in einer wie im Beispiel 1  und ? beschriebenen Apparatur. Die am Kopf  der 1.

   Kolonne anfallende     Ca-Olefinfraktion          hatte        einen        Chlorrestgehalt        von        1,2        %.        Nach     erneutem Einsatz dieser     Olefinfraktion    in die  2.     Destillationskolonnewurde    bei einem     Rück-          laiifverliältiiis    von 1:

  10 nun ein     wasserklare,     Destillat erhalten, das einen     Chlorrestgehalt          von        unter        0,1%        und        einen        aus        der        Jodzahl     ermittelten     Olefingehalt    von praktisch 100 0/0  besass.

   Das Gewichtsverhältnis von     olefini-          schem    Destillat zum     Polymerisationsprodukt          beträgt        96,:i        1/o        zu        3,5        %.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Gewinnung- von reinen Ole- finen aus bei normaler Temperatur flüssigen, olefinhaltigen Kohlenwasserstoffgemischen, da durch gekennzeichnet, dass -die Kohlenwasser stoffgemische zunächst. in einzelne Fraktio nen von gleielier C-Zahl zerlegt,
    dann die in den einzelnen Fraktionen vorhandenen olefi- nisehen Kohlenwasserstoffe mit Zinkchlorid und Salzsäure in aliphatische Monochloride übergeführt, die hierbei entstehenden Reak tionsgemische destillativ in Alkylmonochloride und gesättigte Kohlenwasserstoffe zerlegt,
    die Alkylinonochloride durch Chlorwasserstoff- Abspaltung in Olefinkohlenwasserstoffe über geführt und der abgespaltene Chlorwasser- Stoff in den Kreislauf des Verfahrens zurück geführt werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Anlagering des Chlorwasserstoffes an !die olefinhaltigen Einzelfraktionen in flüssiger Phase unterhalb von 100 in einer Schicht von Zinkehlorid- Kohlenwasserstoff - Additions - Verbindungen (Kontaktöl) bei gewöhnlichem Druck erfolgt. '.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Anlagering des Chlorwasserstoffes an die olefinhaltigen Einzelfraktionen in flüssiger Phase unterhalb von 100 in einer Schicht. von Zinkehlorid- Kohlenwasserstoff - Additions - Verbindungen (Kontaktöl) hei erhöhtem Druck erfolgt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch die Verwendung einer wässerigen Zinkehlorid-Lösung, die mehr als >0 % Zinkchlorid enthält. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Uiteransprueli 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer wässerigen Zinkehlorid- Lösung, die 60 bis 80 1/o Zinkchlorid enthält. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die olefinhaltigen Kohlenwasserstofffraktionen unter Einlei tung von gasförmigem Chlorwasserstoff län gere Zeit mit dem Zinkehlorid-Katalysator verrührt werden. 6.
    Verfahren nach Patentansprtieh I, da durch gelzeniizeichxiet, dass bei der Anlage rung des Chlorwasserstoffes an die olefinhal- tigen Einzelfraktionen von unten kontinuier lich olefinhalti-e Kohlenwasserstoffe und Chlorwasserstoff durch eine Zinkehlori(1- Kontaktölschicht eingeleitet werden und oben das entstandene Alkylnionochlorid abgeleitet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass bei der Anlage rung des Chlorwasserstoffes an die olefinhal- tigen Einzelfraktionen von unten kontinuier lich olefinhaltige Kohlenwasserstoffe und Chlorwasserstoff durch. eine wässerige Zink- chlorid-Lösung eingeleitet werden und oben das entstandene Alkylmonochlorid abgeleitet wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die bei der Anlage rung des Chlor-,vasserstoffes an -die olefinhalti- gen Einzelfraktionen entstehende, Zinkehlorid enthaltende flüssige Katalysatorschicht fort laufend mit. frischen Zinkchlorid-Mengen aktiviert, wird.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die beider Anlage- i-Ling des Chlorwasserstoffes an die olefinhalti- gen Einzelfraktionen entstehende, Zinkchlorid enthaltende flüssige Kataly satorschieht absatz weise mit frischen Zinkchloridmengen akti viert wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet, dass die Abspaltung des Chlorwasserstoffes aus dem Alkylmonoehlorid in flüssiger Phase unter Zusatz von Alumi- niumhydrosilikaten, erfolgt. PAT-ENTANSPRL CH 1I Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass sie aus einem senkrechten, Füll körper enthaltenden Reaktionsrohr mit un terem und oberem füllkörperfreiem Beruhi- gungsraum,
    untern Zuleitungsrohren für ole- finhaltige Kohlenwasserstoffe und gasförmi gen Chlorwasserstoff. und oberem Ablauf für ,die gebildeten Reaktionsprodukte besteht.
CH294689D 1950-03-23 1951-03-19 Verfahren zur Gewinnung von reinen Olefinen aus olefinhaltigen Kohlenwasserstoffgemischen. CH294689A (de)

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