Regelvorrichtung an einer Maschinenanlage. Die Energiezufuhr von Kraftmasehinen wird üblieherweise mittels eines auf die Dreh zahl ansprechenden Reglers verändert. Die Kraftmasehinen werden zum Antrieb anderer Ma-%ehinen benützt, und die Drehzahl der Kraftmasehine ändert sich bei Änderungen ihrer Belastung infolge des weehselnden Kraftbedarfes der angetriebenen Masehine. Der Regler bringt dann die Drehzahl der Kraftmasehine wieder auf die gewünschte Höhe, entsprechend den jeweils vorliegenden Verhältnissen.
Es gibt jedoch Fälle, wo der Regler das Bestreben hat, die Drehzahl der Kraftma- sehine auf einem Wert zu halten, der für den gewünschten Betrieb der angetriebenen Ma- sehine -unter der obwaltenden Belastung züi hoch ist. Ein solcher Fall ist der durch eine Brennkraftmasehine erfolgende Antrieb eines Drehmomentwandlers, der seinerseits z. B. einen Kran oder Aufzug und insbesondere einen Löffelbagger betätigt.
Ist die Belastung des letzteren sehr klein und steiat die Dreh zahl der ALtsgangswelle des Drehmoment- wandlers auf einen hohen Wert, so tritt ein Überhitzen des Drehmomentwandlers ein. Bei dieseni Beispiel wird die Drehzahl der Kraft maschine natürlich vom Regler 'gesteuert -Lind hat das Bestreben, wenigstens annähernd auf der gleichen Höhe za bleiben, wie wenn der Drehmomentwandler belastet wäre und die Ausgangswelle des letzteren mit einer kleine n Drehzahl laufen würde.
Beim Eintreten solcher Zustände geringelte Belastunc sollte die Drehzahl der Kraftma- schine so weit reduziert werden können, da!3 die Ausgangswelle des Drehmomentwandlers nuf einer mässigeren Geschwindigkeit gehalten wird, um ein Überhitzen des Wandlers zu ver hüten.
Es ist daher angezeig <B>,</B> die Energie zufuhr der Kraftma-ehine nicht nur abhän gig von ihrer Drehzahl zu regeln, sondern aueh eine dieser Regelluig überlagerte Stene- rung vorzusehen, mittels der die Kraftma- sehine auf eine den im DrehmomentwandIer obwaltenden Zuständen an- asste Drehzahl zIep gebracht werden kann.
Ähnliches gilt für den Antrieb eines elektrischen Generators durch eine Kraftmaschi ne, wo es von Nutzen sein kann, die Kraftmasehine nicht nur abhängig von ihrer eigenen Drehzahl, sondern auch ab hängig von der Kraftabgabe des Generators <B>C</B> zu stei aern,
die z. B. in Volt und Ampere ge- messen wird. Beim Antrieb einer hydrauli- sehen Pumpe durch eine Kraftmasehine kann es, von Vorteil sein, letztere nicht nur abhän gig von ihrer eigenen Drehzahl, sondern auch abhängig vom Druck und von der Förderung der Pumpe zu steuern.
Ein weiteres Beispiel ist der Fall, dass die Höhe der Temperatur eine Grenzbedingung für einen von der Kraftinasehine angetriebenen Mechanismus darstellt, wobei dem Kraftmasehinenreggler eine auf diese Temperatur ansprechende Steuerung überlagert ist.
Als auf die Drehzahl der Kraftmaschine ansprechende Steuer- und Regelvorrichtun gen sind hydraulische Regler bekannt, bei denen Drueli:flüssigkeit Zum Betätigen der Steucrang für die Energiezufuhr der Ma schine an eineentsprechende Betätigungsvor richtung gegeben wird.
Die Regelvorrichtung nach der vorliegen den Erfindung an einer eine, Kraftmaschine und ein angetriebenes Aggregat aufweisenden Maschinenanla-e hat einen Hauptregler, der ein Ventil besitzt> das in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kraftmaschine gesteuert wird und seinerseits die Zufuhr von Druekflüssig- keit zu einem Servomotor steuert, der auf ein Steuerorgan für die Energiezufuhr der Kraft- niaschine wirkt.
Diese Regelvorriehtung be sitzt ausserdem Hilfssteaermittel, die unter dem Einfluss des angetriebenen Aggregates stehen, mit einer Druekflüssigkeitsleitung in Verbindung stehen und die Wirkung des Ilauptreglers auf die Maschinendrehzahl bei Auftreten von bestimmten Betriebszuständen des angetriebenen Aggregates ändern.
Die Regelvorrielitung nach der vorliegenden Er findung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Hilfssteuermittel so ausgebildet sind, dass sie aus dem Servomotor durch eine Abzapföffnung bei bestimmten Betriebsbedin gungen am angetriebenen Aggregat Druck flüssigkeit, abfliessen lassen.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin- duingsgegenstandes sind in der Zeichnung in Anwendung auf einen Dieselmotor veran- sehaulieht, und zwar zeigen:
Fig. <B>1</B> eine Seitenansicht des Motors mit einem ersten Beispiel der Regelvorriehtung, Fig. <B>21</B> eine Vorderansicht, ineinem grösse ren Massstab, der in Fig. <B>1</B> dargestellten Regelvorrichtung, teilweise im Schnitt, nach der Linie 2-2 der Fig. <B>1,</B> Fig. <B>3</B> einen Vertikalsehnitt nach der Linie<B>3-3</B> der Fig. 2, Fi-. 4 einen Vertikalsehnitt nach der <B>c</B> Linie 4--4 der Fig. 2,
Fig. <B>5</B> einen Horizontalschnitt nach der Linie<B>5-5</B> der Fig. 2, Fig. <B>6</B> bis<B>8</B> ein Detail aus Fig. <B>3</B> in gTösserem Massstab mit Teilen der Regel- vorriehtun-, in drei verschiedenen Stellungen und Fig. <B>9</B> bis<B>11</B> ein Detail ähnlich demjeni gen der Fig. <B>6</B> bis<B>8,</B> aber von einem zweiten Beispiel.
Die übersiehtszeiehnung der Fig. <B>1</B> zeigt einen Dieselmotor 20, mit dem ein Drehmo- inentwandler 21 verbunden ist, der von diesen" angetrieben wird und dessen Ausgangswellt 22 eine Arbeitsmasehine, z. B. einen Kran, Aufzu- oder Löffelbagger, antreibt.
Ein Brennstoff-Förderapparat <B>23</B> mit einem dreh baren Verteiler 24 zur Abgabe von Brennstoff an die einzelnen Motorzviinder ist auf der einen Seite des Motors '20 montiert uind weist eine Messpumpe (nicht gezeigt) auf, deren Förderung durch einen Steuerhebel<B>25</B> regu liert wird. Auf dem Apparat<B>23</B> ist ein Hauptregler<B>26</B> und ein Hilfsregler<B>27</B> mon tiert.
Beide Regler sind hydrauliseher Art, und der Hauptregler<B>26</B> wird vom Motor über eine VerbindLing mit einer Antriebswelle im Apparat '223 angetrieben, die ihrerseits mit zn der Motorkurbelwelle verbunden ist. Der auf die Drehzahl der Wandlerausgangswelle 22 ansprechende Hilfsregier <B>27</B> wird von dieser über ein-en Riemen 31. -und eine bie-,Same Welle<B>30</B> angetrieben.
Der Hauptregler<B>26</B> ist #on bekannter Konstruktion und weist ein am Apparat,<B>23</B> befestigtes GehäLise <B>32</B> auf. Im GehäLise <B>32</B> ist eine rohrförmi-e Re#,ler- n kn <I>welle</I><B>33</B> gelagert, deren unteres Ende genLitet ist zwecks Ansehl-Lisses eines Getriebes (nicht gezeigt), das von einer vom Motor angetrie benen Welle im Apparat<B>293</B> angetrieben wird.
Der Hauptregler kann als hydraulisches Flui- duin das dem Motor durch den Apparat<B>23</B> ,belieferte Dieselöl benützen. Zu diesem Zweck weist der Hauptregler im untern Teil seines Gehäuses ein Einlass-Ansehlussstüek 34 auf, das an eine Fluiduniztif-uihrleit-Lin,- angesehlos- sen ist und in eine Einlaufkammer <B>35</B> einer durch die Reglerwelle <B>33</B> angetriebenen hy- draulisehen Pumpe<B>36</B> mündet.
Die Pumpe weist hier die Form einer Zahnradp-Limpe auf Lind ist auf der Reglerwelle <B>33</B> nahe deren unterem Ende montiert. Die Pumpe<B>36</B> för dert das Fluidum in eine im Gehäuse<B>32</B> ge bildete, der Einlaufkammer <B>35</B> diametral ge, genüberliegende Druekkammer <B>37,</B> und ein Durehlass 40 verbindet die Kammer<B>37</B> über einen abgesetzten Zwisehenteil der Welle<B>33</B> mit der Einlaufkammer <B>35,</B> wobei in letzterer ein Entlastungsventil 41 vorgesehen ist.
Wenn die Zahnradpumpe also mehr Fluidum unter Druck fördert, als im Regler benützt wird, so wird dieser Übersehass an die Pum- peneinlaafseite zurückgeführt. Das Entla stungsventil 41 ist von bekannter Konstruk tion mit Feder, um den Druck in der Kam- iner <B>37</B> wenigstens annähernd auf einem vor bestimmten Wert zu halten.
In der rohrförmigen Antriebswelle.<B>33</B> ist ein Ventilplunger 42 (Fig. <B>3)</B> zum Steuern des Durchflusses von Druckfluidam zum Be- tätiger des Motorsteuerhebels verschiebbar angeordnet.
Zu diesem Zweck besitzt die Welle <B>33</B> eine ringförmige, mit dem Durehlass 40 auf gleicher Höhe liegende Ringnuit 43, die durch eine Anzahl von RadialbohrLingen 44 mit dem Welleninnern verbunden ist, so dass von der Pumpe<B>36</B> gefördertes Druckfluidum in die Welle<B>33</B> eintreten kann, wenn der Ven.- tilplung-er einen solchen Durehfluss erlaubt.
Die Welle<B>33</B> besitzt eine zweite Ringnut 45, die mit dem Welleninnern durch Bohrungen 46 verbunden ist, so dass ö]. aus dem Wellen innern in einen im Gehäuse<B>32</B> gebildeten und mit dem untern Ende eines in letzterem gebil deten Zylinders<B>50</B> in Verbindung stehenden Durehlass 47 fliessen kann. Im Zylinder<B>50</B> ist ein hvdrauliseher Betätiger in Form eines zn Kolbens<B>51.</B>
Die rohrförmige Antriebswelle <B>33</B> besitzt einen Kopf<B>52,</B> an dem Zentriftiggal,gewichte <B>53</B> schwenkbar befestigt sind. Einwärtsgerieh- tete Finger 54 an den Gewichten<B>53</B> legen sieh von unten -e-en ein Kugellager<B>55,</B> auf dem ein Federteller<B>56</B> abgestützt ist. Letzterer bildet einen Sitz für eine Sehraubenfeder <B>57,</B> die die Regierfeder bildet.
Der Federteller<B>56</B> ist starr am Ventilplunger 42 befestigt, und <B>-</B> wenn die Gewichte<B>53</B> unter der Zentrifu- galwirkung und der Kraft der Feder<B>57</B> nach aussen bzw. innen kippen<B>-</B> gleitet der Ven- tilplanger 42 in der Welle<B>33.</B> Die Feder<B>57</B> arbeitet natürlich dem Auswärtskippen der Gewichte<B>53</B> entgegen.
Der Ventilplunger 42 weist ein Paar Bünde<B>60</B> und<B>61</B> -und zwischen di-esen einen. abgesetzten Teil<B>62</B> auf, wobei die Bünde glei tend in die Welle<B>33</B> passen. Wenn daher der Ventilplunger 42 sieh in der Stellung gemäss Fig. <B>3</B> befindet, so fliesst von der Pumpe<B>36</B> in die Druekkammer <B>37</B> geliefertes<B>Öl</B> durch den Durchlass 40, die Ringnut 43 in der Welle und durch die Bohrungen 44 ins Wel leninnere um den abgesetzten Teil<B>62,</B> da der Bund<B>60</B> die Bohrungen 44 freigibt.
Der Bund<B>61</B> hingegen versperrt die Bohrungen 46, so dass kein<B>Öl</B> vom Welleninnern in den Duirehlass 47 und in den Zylinder<B>50</B> gelangen kann. Sollte die Motordrehzahl abfallen, wo bei die Feder<B>57</B> die Gewiehte <B>53</B> nach innen kippt, so senkt sich der Ventilplunger 42, wodurch der Bund<B>61</B> die Bohrungen 46 frei- ,lIbt. Daher kann jetzt<B>Öl</B> in den Durchlass 47 und Zylinder<B>50</B> fliessen, um den Kolben 51- des Betätigers anzuheben.
Wenn die Motor drehzahl übermässig gross ist und die Ge- wiehte <B>53</B> nach aussen gekippt sind, so wird cler Ventilplunger 42 angehoben, wobei er den Bund<B>61</B> über die Bohrungen 46 hebt, so dass im Zylinder<B>50</B> befindliehes <B>Öl</B> durch den Kanal 47 und die Bohrun.-en 46 ins Innere der Welle<B>33</B> unter den Bund<B>61</B> gelangen kann. Das untere Ende der Welle<B>33</B> ist offen" so dass <B>Öl</B> vom Zylinder<B>50</B> entweichen kann, wodurch der Kolben<B>51</B> sieh im Zylinder<B>50</B> abwärts bewegt.
Das obere Ende des Kolbens<B>51</B> legt sieh von unten gegen ein Ende des Hebels<B>62</B> von angenähert dreieckiger Form, wie aus Fig. <B>5</B> ersichtlich. Der Hebel<B>62</B> ist auf Zapfen<B>63</B> im Gehäuse<B>32</B> schwenkbar gelagert. Der ge- j#iiäss Fig. <B>5</B> rechte Zapfen<B>63</B> erstreckt sieh auf die Aussenseite des Gehäuses<B>32</B> und trägt einen Reglerhebel 64.
Am freien Ende des letzteren ist eine Reglerstange <B>65</B> befestigt, die sieh nach unten erstreckt und mit dem .Steuerhebel<B>25</B> des Brennstofförderapparates <B>23</B> verbunden ist. Wenn der Kolben<B>51</B> durch den Zutritt von Drucköl ins untere Ende des Zylinders<B>50</B> aufwärts bewegt wird, so ver- schwenkt er den Hebel<B>62</B> in dem Sinne, dass der Steuerhebel<B>25</B> den Ölzufluss an den Motor vergrössert und dadurch dessen Drehzahl er höht.
Wenn hingegen der Zylinder<B>50</B> mit dein Ablauf durch das untere Ende der Welle<B>33</B> verbunden ist, so hat eine am einen Ende am Reglerhebel 64 befestigte und. am andern Ende an einem festen Teil des Brennstofför- derapparates verankerte Sehraubenfeder <B>66</B> Tig. <B>1</B> und 4) das Bestreben, den Regler- hebel 64 in dem Sinne zu verschwenken, dass der Brennstoffzufluss an den Motor und damit dessen Drehzahl gedrosselt wird.
Durch diese Verschwenkung wird der Kolben<B>51</B> a abwärts bewegt und drüekt das<B>Öl</B> aus dem Zylinder<B>50.</B>
Der Hauptre,-ler <B>26</B> ist vorzugsweise mit einem so-. Drebzahlabfall-Steuergestänge versehen, das die geregelte Motordrehzahl etwas verkleinert, wenn die Belastung des Mo tors ansteigt. Wie in Fig. <B>3</B> und<B>5</B> gezeigt, ist am Hebel<B>62</B> ein winkelförmiger Träger<B>70</B> verstellbar montiert und greift in einen Sehlitz <B>71</B> des Hebels<B>62.</B> Der Träger<B>70</B> kann ge -,
genüber der Schwenkach-se des Hebels 62 verstellt werden und in der eingestellten Lage mittels einer in den Hebel<B>62</B> eingreifenden Schraube<B>72</B> gesichert werden. Am Träger<B>70</B> ist ein Stift<B>73</B> befestigt, der quer zum Schlitz <B>71</B> steht, und ein gegabelter Hebel 74 greift am Stift<B>73</B> an. Der Hebel 74 ist. auf einem Drehbolzen<B>75</B> in einem Drellzahl-Verstell- hebel <B>76</B> schwenkbar gelagert.
Wenn sich,da- her der Hebel<B>62</B> auf seinen Zapfen<B>63</B> ver- sehwenkt, so verschwenkt sieh "auch der Hebel 74 zufolge seiner Verbindung mit dem Stift <B>73,</B> wobei diese Verschwenkung um den Bol zen<B>75</B> erfolgt. Der Hebel 74 trägt zwischen seinen Enden ein Joch<B>77,</B> das am obern Ende der Reglerfeder <B>57</B> angreift.
Wenn der Kolben<B>51</B> durch den Öldruek im Zylinder<B>50</B> nach oben bewegt und der Hebel<B>62</B> verschwenkt wird, so wird auch der Stift<B>73</B> nach oben bewegt, wodurch der Hebel 74 versehwenkt -Luid das Joch<B>77,</B> gegen das die Feder<B>57</B> anliegt, angehoben wird. Der <B>;D</B> Druck letzterer wird dadurch verringert, so dass die Reglergewiehte <B>53</B> zufolge dieses ver ringerten Federwiderstandes nach aussen kip pen und der Ventilplanger <B>72</B> die Bohrungen 46 abschliesst, wodurch der ölzufluss an den Zylinder<B>50</B> abgeschnitten wird.
Die Regler- gewichte <B>53</B> stellen somit eine Netitralstellung des Ventilplangers 42 bei einer verschiedenen Motordrehzahl ein, zufolge der Änderung im Druck der Feder<B>57</B> wegen des Anhebens des Kolbens<B>51</B> und des Hebels 74.
Sollte sieh die Maschinendrehzahl über die vom Regler be stimmte steigern, so kippen die Gewiehte <B>53</B> nach aussen, wodurch der Ventilplunger 42 angehoben wird und etwas<B>Öl</B> aus dem<B>Zy-</B> linder<B>50</B> abfliesst, Zufolge dieser Bewegung senken sieh die Hebel<B>62</B> und 74, wodurch sich der Druck auf die Feder<B>57</B> vergrössert und die Regglergewiehte <B>53</B> -.uiüel-cverse.limenkt werden, bis der Ventilplanger eine Neutral- stellung einnimmt.
Je nach der Stellung des Kolbens<B>51</B> und des Hebels<B>62</B> verändert sieh also der Druck der Feder<B>57,</B> und da der Hebel<B>62</B> über die Brennstoffzufuhr an den Motor die Drehzahl desselben steuert, so ver ändert sieh der von der Feder<B>57</B> ausgeübte Druck mit der Motordrehzahl.
Zwecks manuellen Einstellens der regu lierten Drehzahl ist ein Drehzahl-Verstellhehel <B>76</B> vorgesehen, der den Drehbolzen<B>75 für</B> den Hebel 74 trägt und seinerseits auf einer Drehzahl-Verstellwelle <B>80</B> gelagert ist, die an ihren Enden im Gehäuse<B>32</B> drehbar gelagert ist. Wie in Fig. <B>5</B> gezeigt, erstreekt sieh die W, elle <B>80</B> links auf die Aussenseite des Gehäu ses<B>32</B> und kann einen Hebel (nicht gezeigt) aufnehmen, mittels dessen die Welle<B>80</B> von Hand verschwenkt werden, kann.
Wie in Fig. <B>3</B> dargestellt, wird durch eine Verdre- bung derWelle <B>80</B> im Gegen-Lihrzeigersinn der Bolzen<B>75</B> für den Hebel 74 'gesenkt, wodurch das Joch<B>77</B> das obere Ende der Feder<B>57</B> nie derdrückt und den von letzterer aLis--eübten Drueli: verstärkt. Durch Versehwenken der Drehzahl-Einstellwelle <B>80</B> im rhrzeigersinn wird das Joch<B>77</B> angehoben, wodurch der von der Feder<B>57</B> ausgeübte Druck verrin-ert wird.
Der vorstehend beschriebene Hauptregler <B>26</B> ist von bekannter Konstruktion und stellt ein -Mittel dar, um den Motor gemäss seiner Drehzahl zu regeln.
Der Hilfsregler <B>27</B> ist im allgemeinen von ähnlicher Konstruktion wie der Ilauptregler <B>26,</B> spricht aber<B>-</B> wie ii-Uher erwähnt<B>-</B> auf die Drellzahl der Aus,gangswelle 22 des Dreh- inomentwandlers 21 an. Zu diesem Zweck weist die von der Ausgangswelle 22 des Wandlers ausgehende biegsame Welle<B>30</B> eine Antriebsverbindung<B>81</B> (Fig. 2) auf, die mit dem untern Ende einer im Gehäuse<B>83</B> des Hilfsreglers<B>27</B> montierten Hohlwelle<B>82</B> in Eingriff steht.
Das obere Ende letzterer weist einen Kopf 84 (Fig. 4) auf, der Zentriftigal- gewichte <B>85</B> trägt. Diese besitzen Finger<B>86,</B> die gegen die Unterseite eines Lagers<B>87</B> drücken, auf dem ein Federteller<B>90</B> abge stützt ist. Letzterer bildet einen Sitz fÜr eine Feder<B>91</B> des Ililfsreglers. Mit dem Feder teller<B>90</B> ist ein in der Ilohlwelle <B>82</B> gleitbar montierter Ventilplunger <B>92</B> verbunden.
Das Gehäuse<B>8ä</B> weist einen Durchlass <B>93</B> auf, der durch ein Rohr 94 mit einem weiteren Durehlass <B>95</B> (Fig. <B>3)</B> verbunden ist, der mit dem Zylinder<B>50</B> neben dessen unterem Ende in Verbindung steht.
Der Ventilplunger <B>92</B> im Hilfsre-ler ist so ausgebildet, dass er den Ablauf von<B>öl</B> aus dem Zviinder <B>50</B> -estattet. Zu diesem Zweck weist die Hohlwelle<B>82</B> eine Ringnut<B>96</B> auf, die sieh mit dem Durehlass <B>93</B> deckt, und Bohrun,-eil <B>97</B> verbinden die Ringnut mit dem Innern der Hohlwelle. Un terhalb der Bohrungen<B>97</B> weist die Hohlwelle eine zweite Gruppe von Bohrungen<B>100</B> auf die in eine Kammer<B>101</B> eines das Gehäuse<B>83</B> tragenden Tragkörpers 102 münden.
Der Tragkörper 102 erstreckt sieh aueb- unter den Hauptregler<B>26</B> (Fikg. 2) zwecks Abstützens des Gehäuses<B>32</B> desselben und ist am Gehäuse der Brennstoffpumpe<B>23</B> montiert. Im Tra,-- körper 102 ist ein Durehlass <B>103</B> vorgesehen, der einen Ablauf aus der Kammer<B>101</B> -unter dem Hilfsreuler darstellt und mit dem Innern der Brennstoffptimpe <B>23</B> in Verbindung steht.
Der Tragkörper 102 weist auch einen Nahen- teil 104 auf, der das untere Ende der rohr- förmigen Antriebswelle 82 und die flexible Welle<B>30</B> drehbar abstÜtzt.
Der Hilfsregler<B>27</B> steuert die Abzapfung von<B>Öl</B> aus dem Zylinder<B>50</B> durch den Durch- lass <B>95,</B> das Rohr 94, den Durehlass <B>93,</B> die hohle Antriebwelle <B>82</B> und die Kammer<B>101.</B> Zu diesem Zweck weihst der Ventilplunger <B>92</B> ein Paar Bünde<B>105</B> und<B>106</B> (Fig. 4) auf, die gleitend in der Hohlwelle<B>82</B> passen. Der obere Bund<B>105</B> verschliesst normalerweise die Bohrungen<B>97</B> in der Welle<B>82,</B> so dass kein <B>Öl</B> aus dem Zylinder<B>50</B> abläuft.
Wenn die Drehzahl der Ausgangswelle 22 des Dreh- momentwandlers 21 zu gross wird, so kippen die Reglergewiehte <B>85</B> nach aussen, wodureb der Plunger <B>92</B> angehoben wird.
Dadurch wird der Bund<B>105</B> von den Bohrungen<B>97</B> wegbewegt, und es fliesst<B>Öl</B> ins Innere der Welle<B>82.</B> Das untere Ende der letzteren ist durch einen Zapfen<B>107</B> verschlossen, so dass das ins Innere der Welle fliessende<B>01</B> nach aussen durch die BohrLingen <B>100</B> in die Kam- iner <B>101</B> fliesst und weiter durch den Durch- lass <B>103</B> in einen Sumpf.
Wenn also die Drehzahl der Wandlerwelle 22 zu gross wird, so wird<B>öl</B> aus dem Zylin der<B>50</B> abgelassen, wodurch die vom Haupt- reo,ler <B>26</B> auf den Kolben<B>51</B> a-Li-,s"-eübte Wir- e_I kung aufgehoben wird.
Wenn<B>-</B> im Augen- bliek, wo die Reglergewiehte des Hilfsreglers el den Ventilplun,#,er <B>92</B> verschieben, um ein Ab- C zapfen von<B>Öl</B> aus dem Zylinder<B>50</B> durch den Hilfsregler zu ermöglichen<B>-</B> der Haupt regler eine Erhöhung der Drehzahl verlangt und somit<B>Öl</B> an den Zylinder<B>50</B> abgibt, so wird dieses<B>Öl</B> durch den Durehlass <B>95</B> abge lassen, und daher wird der Kolben<B>51</B> nicht aufwärts verschoben zwecks Erhöhens der Mo tordrehzahl.
Letztere wird somit auf einer solchen Höhe gehalten, dass die Drehzahl der Welle 22 nicht noch weiter ansteigen kann. Wenn die Drehzahl der Welle, 22 des Dreh- momentwandlers ein Kippen der Hilfsregler- gewichte verursacht, zwecks Abzapfens von <B>Öl</B> aus dem Zylinder<B>50</B> in einem Augenblick, wo dureh den Hauptregler<B>26</B> kein<B>Öl</B> an diesen Zylinder abgefreben wird, oder wenn die Abzapfung die durch den Hauptregler abgegebene Ölmenge übersteigt,
dann ermög licht diese ölabzapfung aus dem Zylinder<B>50</B> ein Abwärtsbewegen des Kolbens<B>51"</B> wodurch die Motordrehzahl auf die vom Hilfsregler 21 verlangte Drehzahl reduziert wird. Der Haupt regler steuert somit normalerweise die Motor drehzahl; aber wenn die Drehzahl der Welle 22 zu gross wird, so übernimmt. der Hilfs regler<B>27</B> die Steuerung, indem aus dem<B>Zy-</B> linder<B>50 Öl</B> abgezapft und dadurch die Mo tordrehzahl verringert wird.
Der Hilfsregler<B>27</B> ist auch mit. einem Drehzahlabfall<B>-</B> Steuergestänge ausgerüstet, das ähnlich dem im Hauptregler<B>26</B> gezeigten ist. Da aber der Hilfsregler<B>27</B> keinen dem Kolben<B>51</B> im Hauptregler ähnlichen Kolben- betätiger besitzt, so ist der Hebel<B>110</B> (Fig. 4, <B>5)</B> des Hilfsreglers mit dem Drehzahlabfall- Steuergestänge des Hauptreglers verbunden. Der Hebel<B>110</B> des Hilfsreglers besitzt Dreh zapfen<B>111,</B> wovon der eine bis auf die Aussen seite des Gehäuses<B>83</B> auf der Seite neben dem Hauptregler verlängert ist.
Am äussern Ende dieser Verlängerung<B>111</B> ist ein Hebel 112 befestigt, der an seinem freien Ende durch einen Lenker<B>113</B> mit dem Reglerhebel 64 des Haupt.reglers verbunden ist. Wenn daher der Hebel<B>62</B> des Hauptreglers aui seinen beiden Drehzapfen .630 verschwenkt wird, so wird auch der Hebel<B>110</B> des Hills- reglers auf seinen beiden Drehzapfen 111ent- spreehend verschwenkt.
Die Bewegung des Hebels<B>110</B> wird zum Einstellen des Druckes der Reglerleder <B>91</B> be.- nützt. Zu diesem Zwecke weist der Hebel<B>110</B> eine verstellbare Konsole 114 (Fig. <B>5)</B> auf, die einen in einen gegabelten Hebel<B>116</B> ein greifenden Stift<B>115</B> trägt. Der Hebel<B>116</B> ist an einem Drehzapfen<B>117</B> befestigt und trägt zwischen seinen beiden Enden ein Joch 120, das gegen das obere Ende der Reglerfeder <B>91</B> anliegt. Wenn ssich der Hebel<B>110</B> also bewegt, so ändert sieh der von der Reglerfeder <B>91</B> aus geübte Druck.
Der Drehzapfen<B>117</B> des Hebels <B>116</B> wird von einem Drehzahlverstellhebel 121 getragen, der auf einer verschwenkbaren Drehzahlverstellwelle 122 befestigt ist. Letz tere reicht auf die Aussenseite des Gehäuses, wie bei 123 gezeigt ist, Lind kann mit einer Vorriehtung versehen sein, um die Welle zwecks Verstellens von Hand zu verschwen- ken.
Es ist wünsehenswert, dass der Hilfsregler nur dann zwecks Abzapfens von<B>Öl</B> aus dem Zylinder<B>50</B> tätig ist, wenn der Motor mit höheren Tourenzahlen umläuft. Die niedereren Motordrehzahlen würden natürlich keine über mässigen Drehzahlen für die Abtriebwelle 22 des Drehmomentwandlers ergeben, so dass dann der Hauptregler nicht ausgesehaltet werden muss. Dies trifft insbesondere bei Leerlauf zu, wenn es #villisehenswerit ist, dass der Motor einzig unter der Steuerung seiner eigenen Drehzahl arbeitet.
Aus diesem Grund ist der vom Zylinder<B>50</B> ausgehende Abzapf- durchlass <B>95</B> nur dann offen, wenn der Motor mit höheren Drehzahlen arbeitet. Dies trifft aber nur dann zu, wenn sieh der Kolben<B>51</B> in Hoehlage befindet. Demgemäss wird der Kolben<B>51 -</B> zusätzlich zu seiner Funktion des Steuerns der Motordrehzahl<B>-</B> auch zum Steuern des öffnens des Ablaufdurehlasses <B>95</B> benützt. Die Steuerung des öffnens des Abzapf- durehlasses <B>95</B> ist, in Fig. <B>6</B> bis<B>8</B> dargestellt.
Fig. <B>6</B> zeigt diejenige Stellung des Kolbens <B>51,</B> wenn der Motor ausser Betrieb ist. In dieser Stellung nimmt der Kolben seine un terste Lage ein, Lind sein unteres Ende sitzt auf dem Gehäuse. Dieses Ende 124 ist jedoch koniseh, so dass durch den Durchlass 47 an den Zylinder<B>50</B> geliefertes<B>Öl</B> das konische Ende 124 umfliessen und dadurch den Kol ben<B>51</B> heben kann. Die Abzapföffnung <B>95</B> befindet sieh jedoeh über dem untern Ende des Zylinders<B>50</B> und bleibt daher verschlos sen.
In Fig. <B>7</B> ist die Stellung des Kolbens <B>51</B> bei leerlaufendem Motor gezeigt. Der Kol ben istetwa8 angehoben worden, so dass das <B>Öl</B> im Zylinder<B>50</B> seinen Druck auf die volle Fläche des Kolbens ausüben kann. Der Kol ben verschliesst die Abzaplöffnung <B>95</B> immer noch.
Wenn der Kolben<B>51</B> über die Leerlauf- Jage angehoben wird, so wird zwischen dem, Durehlass <B>95</B> und dem Zylinder<B>50</B> die Ver bindung hergestellt, sobald das konisehe Kol benende 124 den untern Rand des Durchlasses <B>95</B> erreicht.
Das konische Kolbenende sowie die Tatsache, dass dadurch nur ein Teil des Durehlasses <B>95</B> geöffnet wird, verhindern einen grösseren Durchfluss durch den Durch- lass <B>95</B> bei mässigen Drehzahlen, insbesondere bei Drehzahlen, die nuir wenig über der Leer laufdrehzahl liegen (Fig. <B>8).</B> Wenn der Miotor auf maximaler Drehzahl arbeitet, so befindet sich der Kolben<B>51</B> genügend hoch, um den Abzapfdunblass <B>95</B> vollständig zu öffnen.
Bei maximaler Drehzahl kann daher die volle Wirkung des durch den Hilfsregler <B>27</B> er- mögliehten Ab7apfens ausgewertet werden. Da die Drehzahl der Abtriebwelle 22 des Drehmomentwandlers nur beider maximalen Motordrehzahl übermässig hoch werden kann, wird die volle Öffnung des Abzapfdurchlasses <B>95</B> nur dann nötig.
In Fir. <B>9</B> bis<B>11</B> ist ein abgeänderter Kol ben<B>126</B> zur Verwendung im Zylinder<B>50</B> dar gestellt. Der Abzapidurchlass <B>125</B> in der Sei tenwand des Zylinders befindet sieh hier be- träehtlieh über dem Durchlass 47. Der Kol ben weist ein konisehes unteres Ende<B>127</B> und ferner einen zentralen Axialdurchlass <B>130</B> auf, der am untern Kolbenende offen ist. Der Durchlass <B>130</B> erstreckt sich aufwärts und steht zwischen den Kolbenenden mit Radial- bohrungen <B>131</B> in Verbindung.
Am äussern Ende dieser Radialbohrungen weist der Kol ben eine Ringnut<B>132</B> auf, deren Spaltraum sich nach oben verjüngt.
Wenn der Motor ab-estellt wird und der Kolben<B>126</B> sich in seiner untersten Stellung befindet, so ist die, Fussöffnung des zentralen Durehlasses <B>130</B> geschlossen, da der Kolben dann auf dem Gehäuse aufsitzt. A-Lieh befin- (Jet sieh dann die Nut<B>132</B> unterhalb des Durehlasses <B>125.</B> Fig. <B>10</B> zeigt diejenige Stel lung des Kolbens,<B>126,</B> wenn der Motor leer läuft.
Der Kolben ist dann etwas über den Boden de-, Zylinders<B>50</B> angehoben, so dass <B>öl</B> in die Axialbohruno- <B>130</B> eintreten kann, aber die mit <B>132</B> befindet sieh immer noch unter halb des Durchlasses<B>1.25.</B> Steigt nun die Motordrehzahl vom Leerlauf auf die maxi male Tourenzahl, so wird zwischen der Ring nut<B>132</B> und dem Abzapidurchlass <B>125</B> die Verbindung hergestellt, bis bei der höchsten Drehzahl die Ringnut<B>132</B> sich direkt gegen über dem Durchlass <B>125</B> befindet, wie in Fig. <B>11</B> dargestellt,
so dass sieh ein maximaler Abfluss von<B>Öl</B> aus dem Zylinder<B>50</B> ergibt. Beim Heben des Kolbens<B>126</B> aus der in Fig. <B>10</B> gezeigten Leerlaufstellung öffnet die Nuit <B>132</B> den Durehlass <B>125</B> allmählich, und zufolge der sich nach oben verengenden Ring- ii-Lit, <B>132</B> vergrössert sieh der Ölabfluss durch Oiesen Durchlass fortsehreitend,
bis in der Stellung gemäss Fig. <B>11</B> der maximale Abfluss eintritt. Somit ermöglichen sowohl die Ein richtung gemäss Fig. <B>6</B> bis<B>8</B> wie auch die- je#nige nach Fig. <B>9</B> bis<B>11</B> eine allmähliche Erhöhung der ölabzapfung aus dem Zy, n- der <B>50,</B> wenn die, Motordrehzahl über die Leerlaii:idrehzahl ansteigt.
Bei der der maxi malen Drehzahl entsprechenden Kolbenstel- hing (Fig. <B>8, 11)</B> tritt die maximale Ülmenge durch den Abzapfdurehlass.