CH295113A - Unterirdischer Schutzraum gegen Atombomben. - Google Patents

Unterirdischer Schutzraum gegen Atombomben.

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CH295113A
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Spribille Charles
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Spribille Charles
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H9/00Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
    • E04H9/04Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate against air-raid or other war-like actions
    • E04H9/10Independent shelters; Arrangement of independent splinter-proof walls
    • E04H9/12Independent shelters; Arrangement of independent splinter-proof walls entirely underneath the level of the ground, e.g. air-raid galleries

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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
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Description


      Unterirdischer    Schutzraum gegen Atombomben.    Gegenstand der vorliegenden     Erfindung     ist ein unterirdischer Schutzraum gegen  Atombomben, bei welchem das Neue darin  besteht, dass ein zentraler Hauptschutzraum  mit Schutzwand von mehreren untereinander  getrennt angeordneten     Vorschutzräumen    um  schlossen ist, wobei der äusserste     Vorschutz-          raum    in einer Begrenzungswand verschiedene  fischen enthält, die für die Aufnahme von  Gegenständen und     Lebensmitteln    dienen, die  zur Rettung von Menschen erforderlich sind,

    und dass im äussersten     Vorschutzraum    meh  rere Eingangskanäle     sternstrahlenartig        und     in geneigter Richtung zur Waagrechten mün  den.  



  Die     Zeichnungen        veranschaulichen-den    Er  findungsgegenstand in einer beispielsweisen  Ausführungsform; es zeigen:       Fig.1    einen senkrechten Schnitt durch den  unterirdischen     Sehutzraum    nach Linie     A-B     der     Fig.    2,       Fig.    2 einen Schnitt nach Linie     C-D    der       Fig.    l ,       Fig.    3 und 4 Teilzeichnungen,       Fig.    5 einen Schnitt nach Linie     F'-G    der       Fig.    1, und zwar eine Hälfte,

         Fig.    6 einen Längsschnitt durch den un  tern Teil eines Zugangs- oder     Förderkanals     und       Fig.    7 einen Schnitt nach Linie     H-J    der       Fig.    6.  



  Der in     Fig.1    im Schnitt dargestellte unter  irdische Schutzraum ist mit mehreren ring-         förmigen        Vorschutzräumen    1, 2 versehen, die       uni    den eigentlichen zentralen     Hauptschutz-          raum    3 angelegt sind, dessen Begrenzungs  wand 3'     in    Form     eines    Zylinders aufgebaut  ist; sie besitzt vier Zugangsöffnungen 4 bis 7,  die mit     Luftschutztüren    verschliessbar sind.  Die     Öffnung    7 ist wegen der halben     Qluer-          schnittsfigur    nicht sichtbar.

   Der gesamte Auf  bau mit den     raiunabteilenden    Wänden ist aus  einer Mischung von Beton mit Einlagen von  Bleimatten, Bleispänen und Zusatz von che  mischen Abwehrstoffen (Verbindung aus     Ti-          tanium    mit     Bromsilber)    hergestellt, welch  letztere den höchsten     Temperaturen        #Wider-          stand    leistet. Auf die obere     Abschlusswand     (Decke) ist ein Bleibehälter 29 aufgesetzt, der  mit Bleispänen, Bleimatten, einem gleichen  chemischen Abwehrstoff wie vorgenannter ge  füllt ist.

   Dieser Behälter ist durch eine starke  Stahlbetonwand 8' abgedeckt, die mit der Au  ssenwand 12 in homogener     Verbindiuig    ist.  Diese Stahlbetonwand 8' trägt einen hohen  Betonbehälter 30, der von einer Läge dicht       nebeneinanderliegender    Stahlträger 31 über  deckt ist, die in der Aussenwand 12 verankert  sind. Auf dieser     Stahlträgerdecke    folgen  schichtweise eine dichte Gruppe von wider  standsfähigen Pufferfedern 32, darauf eine  zweite     Stahlträgerdecke    30',     auf    dieser eine  zweite dichte Gruppe von widerstandsfähigen  Pufferfedern 32', die eine dritte Stahlträger  decke 30" trägt.

   Die beiden     Stahlträgerdecken     30'     und    30" wirken als abgefederte Zwischen  decken.      Der Betonbehälter 30 ist mit leichtflüssi  ger Lehmnässe hoch aufgefüllt, die erfah  rungsgemäss die     Explosivwirkung    einer Bombe  abdampft, sogar ausschaltet.  



  Im mittleren Teil des     Hauptschutzraiunes     3     befindet    sich eine     Betonsäule    8"' mit Luft  schacht 9, der bis     zum    obern Erdboden 34  führt und     mit    einem Förderkorb ausgerüstet  sein kann. Der     untere    Teil der Betonsäule 8"'  besitzt     kreuzförmigen    Querschnitt (Fug. 5),  wobei die Nischenbildungen 33 einerseits für       Trinkwasseraufnahme        und    anderseits für     Toi-          lettenanlagen    verwendbar sind.

   Der Luft  schacht 9     ist    an der     obern        Mündung    mit  einem Ventil 35 versehen, das mit einem lan  gen Schaft in den Luftschacht führt und von  diesem aus mittels     eines    Gestänges gehoben  werden kann.

   Zum Besteigen desselben befin  den sich im Innern des Schachtes in die Wand  eingebrachte     Stufen;    dieselben können einge  mauert oder durch Steigeisen gebildet     sein.     Die     Begrenzungswand    3'     ist    von einer ring  förmigen Schutzwand 10 umschlossen, die eine       Anzahl        Zugangsöffnungen    mit Bleitüren 11  besitzt; sie bildet mit der äussern Schutzwand  12 den Verteilungsraum 2     für    die zuströmen  den Personen und ist zugleich ein Bollwerk  für den Hauptschutzraum 3.  



  Die Innenseite der Schutzwand 12 ist mit  Nischen 14 zum. Einsetzen von Bleikammern  ausgebaut, um lebenswichtige Materialien und  Einrichtungen, wie z. B. Sauerstoff- und  Klimaanlage, Nahrungsmittel, Kühlwasser,  Kühlanlagen usw., aufzunehmen.  



  Die Bauart der     sternstrahlenartigen    Zu  gangskanäle für die schnelle Flucht von Per  sonen in den Hauptschutzraum 3 ist in den       Fig.    6     und    7 ersichtlich.  



  Danach besteht ein Zugangskanal aus  einem äussern, in der Erde fest eingebauten,  verbleiten Metallrohr 13,     innerhalb    welchem  das eigentliche Förderrohr 15 auf     Ilartgummi-          lagern    16     iun    sich selbst drehbar ruht.. Im  Innern desselben ist an einer Langseite eine  Reihe Treppenstufen 17 angeordnet, die aus       nebeneinanderliegenden    Metallstäben gebildet  sind. Gegenüber denselben ist die     zylindrisehe     Innenwand glatt.

      Für die     Förderung    von     Menschen    in     die     Tiefe wird das Förderrohr 15     iun    180  ge  dreht, so dass die     Treppenstufen    17 oben lie  gen. In dieser Stellung können die einsteigen  den Personen durch Hinabgleiten schnell in  den Schutzraum 1 gelangen. Das verbleite  Metallrohr 13 ist an dem untern und obern  Ende verschliessbar,     und    zwar mittels spulen  artiger     Verschlusskörper,    um deren Naben 18  je ein dickwandiger Luftschlauch 19 gelegt  ist.

   Beide     Spulenscheiben    der     Verschlusskör-          per    20 und 21 dienen als     Begrenzungsscheiben     und sind mit Bleibelägen 26 und 27 versehen.  Jeder     Verschlusskörper    wird an den Enden  des Förderkanals 15 bei entleertem Luft  schlauch in eine Büchse 23 eingeführt, welche  mit dem verbleiten Metallrohr 13 metallisch  dicht     verbinden,    z. B. angeschweisst ist. Die  Büchsen 23 sind je mit einem     Flanseh    22  versehen; ferner ist der äussere Rand des ver  bleiten Metallrohres 13 mit einem Flansch     2-1     versehen.

   An diesem sind mehrere mit Ge  winde versehene Befestigungsbolzen 25 an  geordnet, mittels welchen der     Spulenkörper     mit der     äussern    Scheibe 20     angepresst    wird.  Wird     nun    der     Luftsehlauch    19 mittels des  Ventils aufgepumpt, so presst sieh derselbe  gegen die gerillte     Innenwandung    der Büchse  23 und dichtet vollständig gegen Gase und  Flüssigkeit ab. Für die     Herausnahme    des  Verschlusses muss     zuerst    das Luftventil 28  geöffnet werden.  



  Derselbe     vorbeschriebene    Verschluss befin  det sich am obern Ende des Bleirohres 13, je  doch ist das Luftventil durch die innere     Spu-          lenscheibe    21 geführt, damit. es vom Innen  raum mit der Hand erreichbar ist. Das Auf  pumpen der Luftschläuche erfolgt mittels       Pressluftflasehen.      Für die Förderung von Personen durch  die Förderrohre 15 sind an jedem Rohr beide  Verschlüsse abzunehmen. Die glatte Rutsch  fläche ermöglicht, eine grosse Anzahl von Per  sonen schnell     hinunterzufördern.    Am     untern     Ende eines jeden Förderrohres nimmt die       Bedienung    die Personen mittels eines Luft  sackes in Empfang.

        Es ist vorgesehen, dass in grösseren Häu  serblocks eine Zentralanlage gebaut wird, von  welcher die Förderkanäle 15 mit den unter  irdischen Räumen 34 der einzelnen Häuser in  unmittelbarer Verbindung sind, wie     Fig.3     zeigt.  



  Es ist noch zu bemerken, dass alle Metall  teile an den Schutzräumen mit Blei umman  telt sind; ferner, dass das obere Ventil 35 mit  einer massiven     Klappenhaube    36 überdeckt  ist, welche in Verbindung mit dem Ventil 35  vom Innern des Luftschachtes 9 mittels eines  Gestänges, einer Schraubenspindel usw.     me-          ehanisch    gehoben werden kann, indem beim  Ventilhub die     Klappenhaube    ebenfalls mit  gehoben wird.  



  Um dem unterirdischen Schutzraum eine  genügende Widerstandsfähigkeit zu geben, ist.  ein Hartbeton zu verwenden, der bis 1500  und sogar bis 2000 kg Druckfestigkeit und  ferner bis 300 kg     Biegefestigkeit,    beide je     em3,     besitzt.  



  Vom äussern     Vorschutzraum    1 ist noch ein       Notausgangskanal    37, ausgehend zur Erd  oberfläche, vorgesehen, von welchem mehrere       eingebaut    werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Unterirdischer Schutzraum gegen Atom bomben, dadurch gekennzeichnet, dass ein zen traler Hauptschutzraum mit Schutzwand von mehreren untereinander getrennt angeordne ten Vorsehutzräumen umschlossen ist, wobei der äusserste Vorschutzraum in einer Begren zungswand verschiedene Nischen enthält, die für die Aufnahme von Gegenständen und Le bensmitteln dienen, die zur Rettung von Men schen erforderlich sind, und dass im äusser sten Vorschutzraum mehrere Eingangskanäle sternstrahlenartig und in geneigter Richtung zur Waagrechten münden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Unterirdischer Schutzraum nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im zentralen Hauptschutzraum (3) eine senk rechte Betonsäule (S "') mit Luftschacht (9) und. Wassernischen (33) eingebaut ist, wobei der Luftschacht (9) bis zum Erdboden (34) ausläuft und an seiner obern Mündung mit einem Gummiventil (35) verschlossen ist, das vom Hauptschutzraum (3) betätigt werden kann, und dass im Luftschacht (9) Mittel zum Besteigen desselben vorgesehen sind. 2.
    Unterirdischer Schutzraum nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass über die die Schutzräume oben abschliessende Betondecke folgender Aufbau erfolgt ist: a) ein Bleibehälter (29), der mit Bleispä nen, Bleimatten sowie chemischen Abwehr stoffen gefüllt ist, b) eine Stahlbetondecke (S'), die mit der Aussenwand (12) homogen verbunden ist, c) ein Betonbehälter (30), mit flüssiger Lehmmasse gefüllt, d) eine Stahlträgerdecke (31), die in der Aussenwand (12) verankert ist, e) eine Gruppe Pufferfedern (32), f) eine abgefederte Stahlträgerbetondecke (30), g)
    eine Gruppe von Pufferfedern (32') und h) eine abgefederte Stahlträgerdecke (30"). 3. Unterirdischer Schutzraum nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass alle Aussen- und Innenwände für den Ab schluss der Schutzräume aus einer Mischung aus Beton, Bleispänen, Zwischenlagen von Bleimatten und chemischen Abwehrstoffen bestehen und dass alle Metalle, Metallteile, soweit sie nicht aus Blei hergestellt sind, ver bleit sind. 4.
    Unterirdischer Schutzraum nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangskanäle aus einem fest eingebau ten, verbleiten Metallrohr (13) und einem in demselben auf Hartgummilager (16) gestütz ten, drehbaren Förderrohr (15) bestehen, in nerhalb welchem die Einförderung von Per sonen durch Hinabgleiten erfolgt, während für die Ausförderung derselben an der ge genüberliegenden Seite der innern Zylinder fläche treppenartige Stufen (17) angeordnet sind, wobei in beiden Fällen für die Ein- und Aussteigung je eine halbe Umdrehung des Förderrohres (15) erforderlich ist. 5.
    Unterirdischer Schutzraum nach Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden des äussern Förderrohres (13) spulenartige pneumatische Verschlüsse haben, bei welchen zwischen den beiden Spu- lenscheiben (20, 21) auf der Spulennabe (18) ein Luftschlauch (19) eingelegt ist, dessen Oberfläche in Rillen einer angeschweissten Büchse (23) des genannten Förderrohres ein zudringen vermag und abdichtet. 6.
    Unterirdischer Schutzraum nach Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenkörper mit seiner äussern Scheibe (20) auf den Flansch (22) der Büchse (23) durch Gewindebolzen aufgepr esst ist und dass die innere und äussere Spulenscheibe (21, 20) mit Bleischeiben (27, 26) belegt sind.
CH295113D 1951-06-12 1951-06-12 Unterirdischer Schutzraum gegen Atombomben. CH295113A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074852B (de) * 1960-02-04 Honnef/Rhein und Dr. Heinz Dobiey Düsseldorf Dr. Oskar Meyer Vorrichtung zur Erleichterung der Messung der Strahlungsintensität der Atmosphäre mit einem Meßgerät von einem Luftschutzraum aus
DE1093979B (de) * 1954-08-09 1960-12-01 E H Fritz Nallinger Dipl Ing D Beschusssicheres Bauwerk mit mehrschichtigen Wand- bzw. Deckenflaechen und einer zwischen diesen Schichten angeordneten elastischen Gummischicht

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074852B (de) * 1960-02-04 Honnef/Rhein und Dr. Heinz Dobiey Düsseldorf Dr. Oskar Meyer Vorrichtung zur Erleichterung der Messung der Strahlungsintensität der Atmosphäre mit einem Meßgerät von einem Luftschutzraum aus
DE1093979B (de) * 1954-08-09 1960-12-01 E H Fritz Nallinger Dipl Ing D Beschusssicheres Bauwerk mit mehrschichtigen Wand- bzw. Deckenflaechen und einer zwischen diesen Schichten angeordneten elastischen Gummischicht

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