CH295113A - Unterirdischer Schutzraum gegen Atombomben. - Google Patents
Unterirdischer Schutzraum gegen Atombomben.Info
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Description
Unterirdischer Schutzraum gegen Atombomben. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein unterirdischer Schutzraum gegen Atombomben, bei welchem das Neue darin besteht, dass ein zentraler Hauptschutzraum mit Schutzwand von mehreren untereinander getrennt angeordneten Vorschutzräumen um schlossen ist, wobei der äusserste Vorschutz- raum in einer Begrenzungswand verschiedene fischen enthält, die für die Aufnahme von Gegenständen und Lebensmitteln dienen, die zur Rettung von Menschen erforderlich sind,
und dass im äussersten Vorschutzraum meh rere Eingangskanäle sternstrahlenartig und in geneigter Richtung zur Waagrechten mün den.
Die Zeichnungen veranschaulichen-den Er findungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform; es zeigen: Fig.1 einen senkrechten Schnitt durch den unterirdischen Sehutzraum nach Linie A-B der Fig. 2, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie C-D der Fig. l , Fig. 3 und 4 Teilzeichnungen, Fig. 5 einen Schnitt nach Linie F'-G der Fig. 1, und zwar eine Hälfte,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch den un tern Teil eines Zugangs- oder Förderkanals und Fig. 7 einen Schnitt nach Linie H-J der Fig. 6.
Der in Fig.1 im Schnitt dargestellte unter irdische Schutzraum ist mit mehreren ring- förmigen Vorschutzräumen 1, 2 versehen, die uni den eigentlichen zentralen Hauptschutz- raum 3 angelegt sind, dessen Begrenzungs wand 3' in Form eines Zylinders aufgebaut ist; sie besitzt vier Zugangsöffnungen 4 bis 7, die mit Luftschutztüren verschliessbar sind. Die Öffnung 7 ist wegen der halben Qluer- schnittsfigur nicht sichtbar.
Der gesamte Auf bau mit den raiunabteilenden Wänden ist aus einer Mischung von Beton mit Einlagen von Bleimatten, Bleispänen und Zusatz von che mischen Abwehrstoffen (Verbindung aus Ti- tanium mit Bromsilber) hergestellt, welch letztere den höchsten Temperaturen #Wider- stand leistet. Auf die obere Abschlusswand (Decke) ist ein Bleibehälter 29 aufgesetzt, der mit Bleispänen, Bleimatten, einem gleichen chemischen Abwehrstoff wie vorgenannter ge füllt ist.
Dieser Behälter ist durch eine starke Stahlbetonwand 8' abgedeckt, die mit der Au ssenwand 12 in homogener Verbindiuig ist. Diese Stahlbetonwand 8' trägt einen hohen Betonbehälter 30, der von einer Läge dicht nebeneinanderliegender Stahlträger 31 über deckt ist, die in der Aussenwand 12 verankert sind. Auf dieser Stahlträgerdecke folgen schichtweise eine dichte Gruppe von wider standsfähigen Pufferfedern 32, darauf eine zweite Stahlträgerdecke 30', auf dieser eine zweite dichte Gruppe von widerstandsfähigen Pufferfedern 32', die eine dritte Stahlträger decke 30" trägt.
Die beiden Stahlträgerdecken 30' und 30" wirken als abgefederte Zwischen decken. Der Betonbehälter 30 ist mit leichtflüssi ger Lehmnässe hoch aufgefüllt, die erfah rungsgemäss die Explosivwirkung einer Bombe abdampft, sogar ausschaltet.
Im mittleren Teil des Hauptschutzraiunes 3 befindet sich eine Betonsäule 8"' mit Luft schacht 9, der bis zum obern Erdboden 34 führt und mit einem Förderkorb ausgerüstet sein kann. Der untere Teil der Betonsäule 8"' besitzt kreuzförmigen Querschnitt (Fug. 5), wobei die Nischenbildungen 33 einerseits für Trinkwasseraufnahme und anderseits für Toi- lettenanlagen verwendbar sind.
Der Luft schacht 9 ist an der obern Mündung mit einem Ventil 35 versehen, das mit einem lan gen Schaft in den Luftschacht führt und von diesem aus mittels eines Gestänges gehoben werden kann.
Zum Besteigen desselben befin den sich im Innern des Schachtes in die Wand eingebrachte Stufen; dieselben können einge mauert oder durch Steigeisen gebildet sein. Die Begrenzungswand 3' ist von einer ring förmigen Schutzwand 10 umschlossen, die eine Anzahl Zugangsöffnungen mit Bleitüren 11 besitzt; sie bildet mit der äussern Schutzwand 12 den Verteilungsraum 2 für die zuströmen den Personen und ist zugleich ein Bollwerk für den Hauptschutzraum 3.
Die Innenseite der Schutzwand 12 ist mit Nischen 14 zum. Einsetzen von Bleikammern ausgebaut, um lebenswichtige Materialien und Einrichtungen, wie z. B. Sauerstoff- und Klimaanlage, Nahrungsmittel, Kühlwasser, Kühlanlagen usw., aufzunehmen.
Die Bauart der sternstrahlenartigen Zu gangskanäle für die schnelle Flucht von Per sonen in den Hauptschutzraum 3 ist in den Fig. 6 und 7 ersichtlich.
Danach besteht ein Zugangskanal aus einem äussern, in der Erde fest eingebauten, verbleiten Metallrohr 13, innerhalb welchem das eigentliche Förderrohr 15 auf Ilartgummi- lagern 16 iun sich selbst drehbar ruht.. Im Innern desselben ist an einer Langseite eine Reihe Treppenstufen 17 angeordnet, die aus nebeneinanderliegenden Metallstäben gebildet sind. Gegenüber denselben ist die zylindrisehe Innenwand glatt.
Für die Förderung von Menschen in die Tiefe wird das Förderrohr 15 iun 180 ge dreht, so dass die Treppenstufen 17 oben lie gen. In dieser Stellung können die einsteigen den Personen durch Hinabgleiten schnell in den Schutzraum 1 gelangen. Das verbleite Metallrohr 13 ist an dem untern und obern Ende verschliessbar, und zwar mittels spulen artiger Verschlusskörper, um deren Naben 18 je ein dickwandiger Luftschlauch 19 gelegt ist.
Beide Spulenscheiben der Verschlusskör- per 20 und 21 dienen als Begrenzungsscheiben und sind mit Bleibelägen 26 und 27 versehen. Jeder Verschlusskörper wird an den Enden des Förderkanals 15 bei entleertem Luft schlauch in eine Büchse 23 eingeführt, welche mit dem verbleiten Metallrohr 13 metallisch dicht verbinden, z. B. angeschweisst ist. Die Büchsen 23 sind je mit einem Flanseh 22 versehen; ferner ist der äussere Rand des ver bleiten Metallrohres 13 mit einem Flansch 2-1 versehen.
An diesem sind mehrere mit Ge winde versehene Befestigungsbolzen 25 an geordnet, mittels welchen der Spulenkörper mit der äussern Scheibe 20 angepresst wird. Wird nun der Luftsehlauch 19 mittels des Ventils aufgepumpt, so presst sieh derselbe gegen die gerillte Innenwandung der Büchse 23 und dichtet vollständig gegen Gase und Flüssigkeit ab. Für die Herausnahme des Verschlusses muss zuerst das Luftventil 28 geöffnet werden.
Derselbe vorbeschriebene Verschluss befin det sich am obern Ende des Bleirohres 13, je doch ist das Luftventil durch die innere Spu- lenscheibe 21 geführt, damit. es vom Innen raum mit der Hand erreichbar ist. Das Auf pumpen der Luftschläuche erfolgt mittels Pressluftflasehen. Für die Förderung von Personen durch die Förderrohre 15 sind an jedem Rohr beide Verschlüsse abzunehmen. Die glatte Rutsch fläche ermöglicht, eine grosse Anzahl von Per sonen schnell hinunterzufördern. Am untern Ende eines jeden Förderrohres nimmt die Bedienung die Personen mittels eines Luft sackes in Empfang.
Es ist vorgesehen, dass in grösseren Häu serblocks eine Zentralanlage gebaut wird, von welcher die Förderkanäle 15 mit den unter irdischen Räumen 34 der einzelnen Häuser in unmittelbarer Verbindung sind, wie Fig.3 zeigt.
Es ist noch zu bemerken, dass alle Metall teile an den Schutzräumen mit Blei umman telt sind; ferner, dass das obere Ventil 35 mit einer massiven Klappenhaube 36 überdeckt ist, welche in Verbindung mit dem Ventil 35 vom Innern des Luftschachtes 9 mittels eines Gestänges, einer Schraubenspindel usw. me- ehanisch gehoben werden kann, indem beim Ventilhub die Klappenhaube ebenfalls mit gehoben wird.
Um dem unterirdischen Schutzraum eine genügende Widerstandsfähigkeit zu geben, ist. ein Hartbeton zu verwenden, der bis 1500 und sogar bis 2000 kg Druckfestigkeit und ferner bis 300 kg Biegefestigkeit, beide je em3, besitzt.
Vom äussern Vorschutzraum 1 ist noch ein Notausgangskanal 37, ausgehend zur Erd oberfläche, vorgesehen, von welchem mehrere eingebaut werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Unterirdischer Schutzraum gegen Atom bomben, dadurch gekennzeichnet, dass ein zen traler Hauptschutzraum mit Schutzwand von mehreren untereinander getrennt angeordne ten Vorsehutzräumen umschlossen ist, wobei der äusserste Vorschutzraum in einer Begren zungswand verschiedene Nischen enthält, die für die Aufnahme von Gegenständen und Le bensmitteln dienen, die zur Rettung von Men schen erforderlich sind, und dass im äusser sten Vorschutzraum mehrere Eingangskanäle sternstrahlenartig und in geneigter Richtung zur Waagrechten münden. UNTERANSPRÜCHE: 1.Unterirdischer Schutzraum nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im zentralen Hauptschutzraum (3) eine senk rechte Betonsäule (S "') mit Luftschacht (9) und. Wassernischen (33) eingebaut ist, wobei der Luftschacht (9) bis zum Erdboden (34) ausläuft und an seiner obern Mündung mit einem Gummiventil (35) verschlossen ist, das vom Hauptschutzraum (3) betätigt werden kann, und dass im Luftschacht (9) Mittel zum Besteigen desselben vorgesehen sind. 2.Unterirdischer Schutzraum nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass über die die Schutzräume oben abschliessende Betondecke folgender Aufbau erfolgt ist: a) ein Bleibehälter (29), der mit Bleispä nen, Bleimatten sowie chemischen Abwehr stoffen gefüllt ist, b) eine Stahlbetondecke (S'), die mit der Aussenwand (12) homogen verbunden ist, c) ein Betonbehälter (30), mit flüssiger Lehmmasse gefüllt, d) eine Stahlträgerdecke (31), die in der Aussenwand (12) verankert ist, e) eine Gruppe Pufferfedern (32), f) eine abgefederte Stahlträgerbetondecke (30), g)eine Gruppe von Pufferfedern (32') und h) eine abgefederte Stahlträgerdecke (30"). 3. Unterirdischer Schutzraum nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass alle Aussen- und Innenwände für den Ab schluss der Schutzräume aus einer Mischung aus Beton, Bleispänen, Zwischenlagen von Bleimatten und chemischen Abwehrstoffen bestehen und dass alle Metalle, Metallteile, soweit sie nicht aus Blei hergestellt sind, ver bleit sind. 4.Unterirdischer Schutzraum nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangskanäle aus einem fest eingebau ten, verbleiten Metallrohr (13) und einem in demselben auf Hartgummilager (16) gestütz ten, drehbaren Förderrohr (15) bestehen, in nerhalb welchem die Einförderung von Per sonen durch Hinabgleiten erfolgt, während für die Ausförderung derselben an der ge genüberliegenden Seite der innern Zylinder fläche treppenartige Stufen (17) angeordnet sind, wobei in beiden Fällen für die Ein- und Aussteigung je eine halbe Umdrehung des Förderrohres (15) erforderlich ist. 5.Unterirdischer Schutzraum nach Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden des äussern Förderrohres (13) spulenartige pneumatische Verschlüsse haben, bei welchen zwischen den beiden Spu- lenscheiben (20, 21) auf der Spulennabe (18) ein Luftschlauch (19) eingelegt ist, dessen Oberfläche in Rillen einer angeschweissten Büchse (23) des genannten Förderrohres ein zudringen vermag und abdichtet. 6.Unterirdischer Schutzraum nach Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenkörper mit seiner äussern Scheibe (20) auf den Flansch (22) der Büchse (23) durch Gewindebolzen aufgepr esst ist und dass die innere und äussere Spulenscheibe (21, 20) mit Bleischeiben (27, 26) belegt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH295113T | 1951-06-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH295113A true CH295113A (de) | 1953-12-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH295113D CH295113A (de) | 1951-06-12 | 1951-06-12 | Unterirdischer Schutzraum gegen Atombomben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH295113A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1074852B (de) * | 1960-02-04 | Honnef/Rhein und Dr. Heinz Dobiey Düsseldorf Dr. Oskar Meyer | Vorrichtung zur Erleichterung der Messung der Strahlungsintensität der Atmosphäre mit einem Meßgerät von einem Luftschutzraum aus | |
| DE1093979B (de) * | 1954-08-09 | 1960-12-01 | E H Fritz Nallinger Dipl Ing D | Beschusssicheres Bauwerk mit mehrschichtigen Wand- bzw. Deckenflaechen und einer zwischen diesen Schichten angeordneten elastischen Gummischicht |
-
1951
- 1951-06-12 CH CH295113D patent/CH295113A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1074852B (de) * | 1960-02-04 | Honnef/Rhein und Dr. Heinz Dobiey Düsseldorf Dr. Oskar Meyer | Vorrichtung zur Erleichterung der Messung der Strahlungsintensität der Atmosphäre mit einem Meßgerät von einem Luftschutzraum aus | |
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