CH295500A - Anordnung zur selsttätigen Spannungsregelung in Wechselstromkreisen. - Google Patents
Anordnung zur selsttätigen Spannungsregelung in Wechselstromkreisen.Info
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Description
Anordnung zur selbsttätigen Spannungsregelung in Wechselstromkreisen. Es sind Anordnungen zur selbsttätigen Spannungsregelung in Wechselstromkreisen bekannt geworden, bei denen zwei induktive Schaltelemente (Drosselspulen, Transforma toren) vorgesehen sind. Dabei ist der Kern des einen induktiven Schaltelementes gesät tigt, der des andern ungesättigt. Diese An ordnungen besitzen den Vorzug, dass sie kei nerlei mechanische Hilfsmittel benötigen und deswegen vor allem sehr schnell die Spannung regeln.
Die einfachsten Anordnungen dieser Art bestehen aus einer Drosselspule oder einem Transformator mit Sättigungseigen schaften und einer damit in Reihe geschal teten Drosselspule, die meist mit Luftspalt versehen ist. Bei schwankender Netzspannung bleibt alsdann an der sättigbaren Drosselspule oder dem Transformator die Spannung auch bei veränderlicher Belastung annähernd kon stant. Man kann auch vor das gesättigte in duktive Schaltelement einen Kondensator oder Widerstand schalten, mit welchem in gleicher Weise die gestellte Aufgabe erfüllt werden kann.
Alle diese Einrichtungen geben. aber, wie schon gesagt, keine wirklich konstante Spannung ab, vielmehr ist, die abgegebene Spannung mit dem Belastungsstrom und auch mit der sich ändernden Netzspannung in ge wissen Grenzen veränderlich, weil bisher der Ausbildung des Kernes nicht genügend Auf merksamkeit geschenkt wurde.
Es sind deshalb Anordnungen mit mehre ren Eisenkernen entwickelt worden, die durch Gegenwindungen zum Beispiel eine geringe Erhöhung der abgegebenen Spannung bei Zu nahme der Netzspannuung wieder ausgleichen. Diese Einrichtungen sind verhältnismässig verwickelt in ihrem Aufbau und erfordern auch mehr aktives Material als die oben genannten Ausführungen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ver besserung der Anordnungen mit zwei verschie denartigen induktiven Schaltelementen. Erfin dungsgemäss gelingt dies dadurch, dass der Kern des gesättigten induktiven Schaltelemen tes als Ringkern ohne Luftspalt ausgebildet ist.
Der Ringkern hat den Vorteil einer sehr kleinen Streuung, womit die Abweichungen von dem gewünschten Sollwert auch bei sich ändernden Lastverhältnissen sehr gering wer den und praktisch umbedeutend sind. Ausser der geringen Streuung empfiehlt sieh jedoch noch ein Eisenblech, dessen Anfangspermea- bilität mindestens 10 000 Gauss/AW ist und dessen Sättigungskurve höchstens mit einem Hundertstel der Anfangspermeabilität an steigt.
Solche Eisenbleche sind im Handel zum Beispiel unter dem Namen Permenorm usw. bekannt und bestehen hauptsächlich aus einer nickelhaltigen Eisenlegierung.
In dem gesättigten induktiven Schaltele ment ist die Flussänderung dureh die beiden Sättigungsgrenzen des Eisenbleches alsdann fast konstant. Der Fliissänderimg in dem. Eisenkern entspricht ein bestimmtes Span nungszeitintegral, mit andern Worten einer bestimmten Fläche der Spannungskurve. Diese Spannungskurve wird wegen der Sätti gungseigenschaften von der Sinuskurve je nach Sättigung mehr oder minder abweichen. Doch hat die Kurvenform für die meisten Anwendungsgebiete keine Bedeutung (z. B.
für Heizungszwecke und die Gleichrichtung von Strömen). Je nach Auslegung des gesät tigten induktiven Schaltelementes kann sich die Spannungskurve mit der Belastung än dern. Für den Effektivwert der Spannung würde das eine gewisse Bedeutung haben, der man durch besondere Hilfsmittel (Oberwel- lensaugkreise) zur Kompensation Rechnung tragen. kann. Bei der Gleichrichtung von Strö men spielt diese Kurvenänderung jedoch keine Rolle, da die Spannungsfläche auch bei Ände rung der Kurvenform die gleiche bleibt.
Der Gleichrichter muss nur mit einer genügend grossen Glättungsdrossel versehen -sein, 1in den Gleichstromverbraucherkreis von Ober wellen genügend frei zu machen. Verwendet man als Gleichrichter beispielsweise einen Trockengleichrichter mit sehr kleinem inne rem Widerstand, so ist dessen abgegebene Gleichspannung ebenfalls fast unabhängig von der Belastung und von der zugeführten Netz spannung. Durch Begrenzung der abgegebe nen Gleichspannung auf einen bestimmten Wert kann man -die Ladung von Akkumula- torenbätterien sogar selbsttätig- gestalten. Gibt der Gleichrichter, auf die Zellenspannung be zogen, z.
B. eine Höchstspannung von 2,3 Volt ab, so hört der Ladestrom beim Anstieg der Zellenspannung von 2,3 Volt auf zu 'fliessen. Bei wiedereinsetzender Entladung und zu rückgehender Zellenspannung kehrt dann der Ladesur önm selbsttätig wieder.
In der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand beispielsweise in zwei Aulsführ-an- gen veranschaulicht. Nach Fig. 1 liegen an der ungeregelten Wechselspannung die ungesät tigte Drosselspüle 1 und -in Reihe dazu ge schaltet der. gesättigte Transformator 2 mit der Primärwicklung 3 und der Sekundärwiek- hmg 4: Der Kern 2 ist als Ringkern ohne Luft spalt ausgebildet. Vorteilhaft ist es, den Ring kern aus Bandeisen zu wickeln.
Eine beson- ders vorteilhafte Anordnung ergibt sieh für das gesättigte induktive Schaltelement dann, wenn man als Wiek1ung eine gestanzte blanke Wicklung verwendet, deren einzelne Win- dimgselemente zusammengeschweisst werden. Die Wicklung umschlingt sehr eng den Eisen kern, so dass sich keine zusätzlichen Streu flüsse bilden können. Man kann hierbei den Wicklungsteil im Fenster, also innerhalb des Ringes, schwächen, um einen guten Wick- lungsfüllfaktor zu erreichen.
Infolge der blan ken Wicklung ist die Wärmeabführung aus gezeichnet, die spezifische Belastung der Wicklung kann somit höher als normal ge wählt werden. Ebenfalls ist der Transforma tor sehr überlastungsfähig, da eine leicht ver brennbare Isolation nicht vorhanden ist. Die Abstützung der einzelnen blanken Wicklungs teile kann entweder durch Hartpapier oder besser noch durch Mikanit, Porzellan oder dergleichen vorgenommen werden. Zweck mässig wird man Primär- und Sekimdärwick- lumg ineinander verschachteln, um auch hier die Streuung auf ein Mindestmass zurückzu führen.
Durch eine besondere Anordnung kann man aber auch die Wicklung für das ungesät tigte induktive Schaltelement vermeiden, wenn man sich einer Anordnung nach Fig. 2 bedient und für beide induktive Schaltele mente je einen Ringkern vorsieht. Die Primär wicklung 3 umschlingt hierbei beide Eisen kerne, die Sekundärwicklung 4 dagegen nur den Kern 2.
Der sich ändernden Netzspan nung entspricht eine proportionale Flussände- rung. Da im Ring 2 die Flussänderung infolge der Sättigungsgrenzen konstant ist, nimmt die überschüssige Flussänderung der Ring 1 auf.
Zur Verbesserung der Blindlastverhält- nisse kann man zur Anordnung einen Kon densator geeigneter Grösse parallel schalten. Es ist aber weiterhin auch eine Anordnung nach Fig.1 denkbar, zu der eine zweite glei che Anordnung parallel geschaltet wird, die jedoch an Stelle der ungesättigten Drossel spule einen Kondensator benutzt. Im Sekun- därkrei@ schaltet man die beiden Sekundär- wicklungen dieser Spannungsgleichhälter in Reihe oder gegebenenfalls auch parallel.
Für die Wicklung kann man Kupferblech verwenden. Nach neueren Gesichtspunkten verwendet man lieber Aluminiumbleche, die sieh durch Punktsehweissimg ebenfalls gut zu einer einheitlichen Wicklung vereinigen las sen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur selbsttätigen Spannungs regelung in Wechselstromkreisen mittels eines gesättigten und eines ungesättigten induktiven Schaltelementes, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern des gesättigten induktiven Schalt elementes als Ringkern ohne Luftspalt aus gebildet ist. UNTERANSPRÜCHE: l..Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ringkern aus einem Eisenblech mit einer Anfangspermea- bilität von mindestens<B>10000</B> Gauss/AW be steht, dessen Sättigungskurve nach dem Knie höchstens mit einem Hundertstel der An fangspermeabilität ansteigt. 2. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ringkern aus Bandeisen gewickelt ist. 3. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ringkern von blanker Wicklung umgeben ist, die aus ein zelnen Blechelementen bestehen, die nach dem Einschachteln um den Ringkern miteinander verschweisst sind. 4.Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Wieklimg aus nach dem Einlegen miteinander verschweiss ten Windungselementen besteht. 5. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer sinusförmigen Sekundärspannung Oberwel- lensaugkreise vorgesehen sind. 6.Anordnung nach Patentanspruch in Verbindung mit einem Gleichrichter zur La dung von Batterien, dadurch gekennzeichnet; dass die sekundäre Spannung des einen als gesättigten Transformator ausgebildeten in duktiven Schaltelementes auf einen derarti gen Höchstwert festgelegt ist, dass die Bat terieladung nach entsprechendem Anstieg der Zellenspannung aufhört. 7. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beide induktive Schaltelemente derart räumlich miteinander vereinigt sind, dass eine Wicklung beide gerne umschlingt. B.Anordnung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass das ungesättigte induktive Schaltelement einen Ringkern auf weist.
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| DE102024206884A1 (de) * | 2024-07-22 | 2026-01-22 | Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Ringtransformator mit Streuinduktivität |
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