CH297231A - Antriebsanordnung für Seilbahnen sowie Kabelkrananlagen. - Google Patents
Antriebsanordnung für Seilbahnen sowie Kabelkrananlagen.Info
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Description
Antriebsanordnung f r Seilbahnen sowie Kabelkrananlagen.
Die vorliegende Erfindung betritt eine Antriebsanordnung für Seilbahnen, insbesonclere Personenschwebebahnen, sowie Kabel krananlag'en. insbesondere für Bauinstalla- tionen.
Die Anordnung soll ermöglichen, die Windentrommel bei geringem Stromver- hrauch zeitweise oder dauernd mit einer Ge schwindigkeit anzutreiben, welche unter der normalen Betriebsgesehwindigkeit liegt, ohne da¯ dabei kostspielige, den ganzen Geschwin- riigkeitsbereich umfassende Getriebeanordnun- nen verwendet werden müssten.
Ferner soll es ermöglicht werden, die Grosse der zu installierenden Motorenleistun- gen aueh. bei Kabelkrananlagen für Bauinstallationen und dergleichen zu verringern, bei denen die Hub- und Fahrmotoren bisher verhältnismässig gross bemessen werden mussten, um hohe Geschwindigkeiten zu errei clive-n und gro¯e Lasten zll befordern.
Der Grund für die heute üblichen Anord nungen liegt in erster Linie darin, dass mittels der gewohnlichen Drehstromschaltung die Geschwindigkeiten und Lasten, insbesondere in den ersten Schaltstufen, nicht fein fühlig genug beherrscht werden können. In solchen Falten musste man daher häufig zu der sehr kostspieligenWard-Leonhard-SchaI- tung greifen, deren Steuergenauigkeit jecloeh in den meisten Fallen die bei Perso nenschwebebahnen und Kabelkrananlagen auch in den ersten Schaltstufen erforderliche PrÏzision bersteigt.
Bei Schwebebahnen f r Personentransport ve. rlangt man bekanntlieh, dass die Geschwin- digkeit unmittelbar vor und hinter den Sta tionen gering ist. Ebenso wird bei Revisionsfahrt. en eine geringe Geschwindigkeit verlangt.
Schliesslich wird bisweilen-zwecks Verminderung des Seilverschlei¯es und der Abnutzung der beweglichen Teile-seitens der Betriebsgesellsehaften die Forderung gestellt, dass die Möglichkeit bestehen soll, in Zeiten geringen Verkehrs mit einer unternormalen Geschwindigkeit, in verkehrsstarken Zeiten mit übernormaler Geschwindigkeit zu fahren, wobei diese Verkehrsspitzen ohne zu sätzliche Investierungen und mögliehst unter Vermeiden der heute blichen, verhältnis- mässig teuren GerÏte möglich sein soll.
Es ist bekannt, dass Drehstrommotoren in einem Bereich bis zu etwa 1/5 ihrer Nenn drehzahl mit dten bekannten Steuerorganen und geeignet ausgebildeten Schalteinrichtungen noch sicher beherrscht werden können.
Erfindungsgemäss sind zur Erzielung der erforderlichen Höchstleistung mindestens zwei Drehstrommotoren vorgesehen, und Mittel, welche ermöglichen, diese Motoren wahlweise einzeln oder gemeinsam auf ein einziges Trieborgan wirken zu lassen.
Die beiden Drehstrommotoren können so ausgebildet sein, dass sich die Leistungen derselben im Verhältnis von 1 : 2 verhalten.
Ferner kann der Antrieb ber ein unsymme- trisches Planetengetriebe auf die Antriebsscheibe oder Windentrommel erfolgen.
Dadurch ist es möglich, beispielsweise beim Anfahren zunÏchst, den schwächeren Motor in Gang zu setzen und erst, wenn dieser seine Nenndrehzahl und seine Nennlei- stung erreicht hat, den stärkeren Motor in Gang zu setzen.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungs- beispiel der Antriebsanordnung nach der Er findung dar. Zu beiden Seiten des Getriebe- kastens l sind die koaxialen Drehstrommotoren 2 und 3 angeordnet. Die Antriebskraft des Motors 3 ist doppelt so gross wie die des Mo- tors 2, so dass also, falls die Gesamtantriebsleistung der beiden Motoren ? 2 und 3 ins gesamt 100 PS beträgt, der Motor ? 33, 3 PS und der Motor 3 66, 7 PS Leistung besitzt.
Die Drehstrommotoren 2 und 3 arbeiten ber je eine Kupplung 4 bzw. 5 auf die mit dem Planetenradträger 6 koaxialen Regel- zahnrÏder 7 bzw. 8, welche mit den im Planetenradträger 6 gelagerten Kegelzahnrä- dern 9 und'10 kämmen. Der an seiner Peripherie mit einem Zahnkranz versehene Pla netenradträger 6 kämmt mit dem Stirnzahn- rad 11, welches ber das mit ihm verbmdene Ritzel das Zahnrad 12 und die mit ihm auf der gleichen Achse sitzende Antriebsscheibe 13 der Schwebebahn für den Personentransport antreibt.
Die Arbeitsweise des in der Zeichnung dargestellten Ausf hrungsbeispiels einer Antriebsvorrichtung f r Personenschwebebah- nen ist etwa die folgende :
Beim Anlassen wird zunächst der kleinere Motor 2 eingeschaltet. Das Planetengetriebe mit Vorgelege ist so ausgebildet, dass bei stillstehendem grossem Motor 3 und bei mit der Nenndrehzahl laufendem kleinem Motor 2 dasWindwerkbzw.dieSeilbahnantriebs- scheibe 13 nur mit einem Drittel der normalen Geschwindigkeit umläuft.
Da ein Drehstrommotor bekanntlich bis zu etwa einem Fünftel seiner Nenndrehzahl bei Anwendung einer normalen Widerstands- schaltung ohne weiteres verwendbar ist, so ergibt sich mit der dargestellten Antriebs- anordnung ein sehr weicher Anlauf und ausserdem die Mögliehkeit, die Seilbahn- antriebsscheibe 13 bei vollbelastetem, also mit g nstigstem Wirkungsgrad arbeitendem Mo- tor 2 mit einem Drittel der normalen Ge schwindigkeit anzutreiben.
Wird nunmehr auch der Motor 3 ein geschaltet, so erhöht sich mit zunehmender Aussehaltung des Anlasswiderstandes die Lei stung und Drehzahl des Motors 3, welcher schliesslich die Geschwindigkeit der Antriebs scheibe 13 auf den Höchstwert bringt. Der Motor 2 behält hierbei seine Nenndrehzahl bei.
Wird eine mittlere Geschwindigkeit ge wünscht, wie sie mittels der Leistvng des Mo- tors 3 allein erzielt werden kann, so wird, nachdem das Anlaufen mittels des Motors 2 bewirkt worden ist, eine Umsehaltung auf den unterdessen ebenfalls angelassenen Motor
3 vorgenommen und unter fortschreitendem Aussehalten des Anlaufwiderstandes des Motors 3 der Motor 2 nach und nach stillgesetzt.
Bei einer derartigen Schaltungsweise ist es also ohne weiteres möglieh, clie Anlage auch mit 2/3 der Höchstgeschwindigkeit bei voll- ausgelastetem Motor 3 zu betreiben.
Die oben geschilderten Schaltungen k¯n nen nach den angegebenen Anweisungen von Hand ausgeführt werden. Zur Vereinfachung und zweeks Vermeidung von Irrtümern ist es jedoch zweckmϯig und auch ohne weiteres möglich, eine besondere Schaltanlage vorzusehen, die beim Betätigen, beispielsweise beim Drehen eines an ihr angebrachten Hebels, die oben genannten Schaltmassnahmen selbsttätig durchf hrt.
Sie kann so aus- gebildet sein, dass beim Drehen einer Kurbel oder dergleiehen zum Zweeke des Anlaufens der Anlage zunächst die Anlasswiderstände des schwächeren Motors und erst spÏter die des stÏrkeren Alotors mit fortsehreitender Betätigung der Anlasserkurbel ausgeschaltet werden,
Die Schaltanlage kann aber auch so ausgebildet sein, dass mit fortschreitender Betä- tigung der Anlasserkurbel bei jedem der Drehstrommotoren zunÏchst die zum Anlaufen dienenden Widerstände ausgeschaltet und alsdann unter weiterem Ausschalten der Widerstände des einen Motors der andere Motor nach und nach wieder vollständig stillgesetzt wird.
Wenn beim dargestellten und beschriebe nen Ausführungsbeispiel auch die Untertei- lung der gesamten auf die Motoren 2 und 3 verteilten Leistung im Verhältnis 1 : 2 angenommen worden ist, so können selbstver- ständlieh alle andern, durch die besonderen Betriebsbedingungen und Erfordernisse be dingten Verhältnisse gewählt werden.
Die Anordnung gemäss der Erfindung hat t weiterhin den nicht unbedeutenden Vorteil, da¯, falls einmal eine Motorstörung auftritt, es keineswegs notwendig ist, die Anlage bis zur Herbeisehaffung eines neuen Antriebsorgans oder bis zur Reparatur des beschä digten Motors stillzusetzen ; deiin man kann die Anlage mit dem brauchbar gebliebenen Alotor weiter betreiben.
Während der betriebsschwachen Zeit, wo die Anlage bestimmungsgemäss nur mit einem Buchteil der Höchstgeschwindigkeit t betrieben wird, lassen sich auch die Über lXolungsarbeiten an jeweils einem der beiden Motoren vornehmen. Bei solchen Anlagen, bei denen heute wegen unerlϯlicher Betriebssicherheit jeweils ein Ersatzmotor auf Lager gehalten werden muss, erübrigt sich bei Anwendung der Erfindung aus den oben ge- nannten Gesiehtspunkten ein derartiger Er satzmotor, weil, wie schon erwÏhnt, stets mindestens ein Nlotor zur Verfügung steht, um die Anlage, wenn aueh mit verminderter Geschwindigkeit, in Betrieb zu halten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Antriebsanordnung f r Seilbahnen sowie Kabelkrananlagen, dadurch gekennzeichnet, lal3, zur Erzielung der erforderlichen Höchst- leistung mindestens zwei Drehstrommotoren vorgesehen sind und Mittel, welche ermögli- chen, die genannten Motoren wahlweise einzeln oder gemeinsam auf ein einziges Trieborgan wirken zu lassen.UNTERANSPR¯CHE: 1. Antriebsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, clab die Drehstrommotoren, über ein gemeinsames Planetenradgetriebe das Trieborgan antreiben.2. Antriebsanordnung nach Patentan spruch und Unteranspruch l, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Planetenradgetriebe unsymmetrisch ist.3. Antriebsanordnung nach Patentanspruch und Unteran. spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nennleistungen der beiden das gemeinsame Planetengetriebe antreibenden Motoren ungleich sind.4. Antriebsa. nordmmg nach Patentan- spruch und Unteranspriiehen 1 und 3, dadurch gekennzeiehnet, dass sieh die Nennlei- stungen der beiden Motoren wie 1 : 2 ver- halten.5. Antriebsanordnnng nach Patentanspruch und Unteransprüehen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Drehstromschaltanlage für die beiden, auf das Planeten- radgetriebe arbeitenden Drehstrommotoren so ausgebildet ist, dass zum Anlaufen der Anlage zunÏchst die Anlasserwiderstände des schwächeren Motors und erst später die des stärkeren Motors mit fortschreitender Betäti- gung des Anlassers ausgeschaltet werden.6. Antriebsanordnung nach Patentan sprueh und Unteransprüehen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehstromschaltanlage für die beiden auf das Planeten- radgetriebe arbeitenden Drehstrommotoren so ausgebildet ist, dass mit fortschreitender Betätigung des Anlassers bei jedem der Drehstrommotoren zunäehst die zum Anlaufen die nenden Widerstände ausgeschaltet und als dann unter weiterem Ausschalten der Wider- stÏnde des einen Rotors der andere Motor nach und nach wieder vollstÏndig stillgelegt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH297231T | 1951-09-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH297231A true CH297231A (de) | 1954-03-15 |
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ID=4489534
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|---|---|---|---|
| CH297231D CH297231A (de) | 1951-09-17 | 1951-09-17 | Antriebsanordnung für Seilbahnen sowie Kabelkrananlagen. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH297231A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1179507B (de) * | 1956-09-14 | 1964-10-08 | Demag Ag | Antrieb fuer Foerderanlagen |
| DE1257819B (de) * | 1959-09-21 | 1968-01-04 | Ing Sepp Hochmuth | Antrieb von Transporteinrichtungen mit endlosem Zugseil fuer Einseilbetrieb |
| DE3035263A1 (de) * | 1979-09-24 | 1981-07-09 | Wiener Brückenbau- und Eisenkonstruktions-AG, Wien | Vorrichtung zum foerdern von schuettgut |
| AT511720B1 (de) * | 2011-09-01 | 2013-02-15 | Hehenberger Gerald | Energiegewinnungsanlage |
-
1951
- 1951-09-17 CH CH297231D patent/CH297231A/de unknown
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| AT511720B1 (de) * | 2011-09-01 | 2013-02-15 | Hehenberger Gerald | Energiegewinnungsanlage |
| AT511720A4 (de) * | 2011-09-01 | 2013-02-15 | Hehenberger Gerald | Energiegewinnungsanlage |
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