CH379313A - Getriebeanlage für ein Zweischraubenschiff - Google Patents

Getriebeanlage für ein Zweischraubenschiff

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CH379313A
CH379313A CH884460A CH884460A CH379313A CH 379313 A CH379313 A CH 379313A CH 884460 A CH884460 A CH 884460A CH 884460 A CH884460 A CH 884460A CH 379313 A CH379313 A CH 379313A
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CH
Switzerland
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propeller
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cross
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CH884460A
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Inventor
Duerig Alfred
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Schweizerische Lokomotiv
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Description


  Getriebeanlage für ein     Zweischraubenschiff       Die Erfindung bezieht sich auf eine     Getriebean-          lage    für ein     Zweischraubenschiff,    bei der jeder der  beiden zu den Propellern führenden Antriebszüge ein       Hauptvorgelege    besitzt, dessen     Ritzel        kuppelbar    mit  dem Antriebsmotor verbunden ist.  



  Bei Schiffsantrieben dieser Gattung stellt sich die  Aufgabe, einerseits für den Fall eines Motorausset  zers und anderseits für den Fall eines Propelleraus  setzers die Anlage ohne Anhalten des     Schiffes          raschestens    umzustellen und gleichzeitig die defekt  gewordenen Antriebsteile (Motor oder Propeller) ab  zuschalten.     Erfindungsgemäss    wird diese Aufgabe  dadurch gelöst, dass ein     Querverbindungszug    zwi  schen den beiden Antriebszügen vorgesehen ist, der  beidseitig einerseits an den Antriebsmotor und an  derseits an die Propellerwelle     kuppelbar    ist.

       Zweck-          mässigerweise    wird bei einigermassen grösserer Di  stanz     zwischen    den Antriebszügen der     Querverbin-          dungszug    als quer zur     Schiffslängsachse    liegende Kar  danwelle ausgebildet.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen       Fig.    1 die Anlage     @    im     Grundriss    und in schema  tischer Darstellung, wobei die Schnittlinie     II-II    von       Fig.    1 in die Zeichnungsebene     herausgeklappt    ist;       Fig.    2 dieselbe im     Aufriss    und zwar mit den  zugehörigen Getriebegehäusen ;       Fig.    3 dieselbe Darstellung wie in     Fig.    1, mit  Eintragung des Kraftverlaufs für den Fall eines aus  setzenden Motors ;

         Fig.    4 dieselbe Darstellung wie in     Fig.    1, mit  Eintragung des Kraftverlaufs für den Fall eines aus  setzenden     Propellers.     



  Der     linksseitige    Antriebszug ist mit A, der rechts  seitige mit B bezeichnet. Beide Züge besitzen einen    z. B. als Verbrennungsmotor ausgebildeten, in der  Zeichnung nicht näher dargestellten Antriebsmotor 1  bzw. 2, einen Antriebspropeller 3 bzw. 4 und ferner  ein     Hauptvorgelege    5/6 bzw. 7/8. Die     Ritzel    5 und  7 sind durch eine ausschaltbare     Reibungshauptkupp-          lung    I A bzw. I B mit der der betreffenden Ein  gangswelle 9 bzw. 10 verbunden. über diese Haupt  teile werden die Propeller normalerweise von ihrem  Motor aus     angetrieben,    wobei die Hauptkupplungen  I A und I B eingeschaltet sind.

   Die Kupplungen sind  Reibungskupplungen, bei denen im     Innern    des  Zahnrades etwa gemäss dem     schweizerischen    Patent  Nr. 99571 auf der Welle zwei axial verschiebbare  und mit     Rillen    versehene Kupplungsscheiben ange  ordnet sind und mittels Druckmittels gegen die     in-          nenseitig        ebenfalls        gerillten    Zahnradwände gedrückt  werden können. Die     hiezu    erforderliche     Drucköl-          pumpe    kann von     einem    der Zahnräder oder auch  durch eine Fremdquelle, z.

   B.     elektrisch        angetrieben     werden. Sie ist auf der Zeichnung nicht dargestellt.  



  Die beiden Getriebezüge A und B sind durch  einen als     Kardanwelle    11     mit    Gelenken 11a ausge  bildeten     Querverbindungszug        miteinander    verbun  den. Diese     Kardanwelle    ist auf beiden Seiten einer  seits an den betreffenden Antriebsmotor und ander  seits an die betreffende Propellerwelle     kuppelbar     angeschlossen.     Hiezu    besitzt jedes Getriebe ein zu  sätzliches     Vorgelege,    das aus der     Vorgelegewelle    12  bzw. 13, dem drehfest mit ihr verbundenen Zahnrad  14 bzw.

   15, sowie aus dem durch die erste     Rei-          bungshilfskupplung        1I    A bzw.     II    B     abschaltbarem     Zahnrad 16     bzw.17    besteht. Die Kardanwelle 11 ist über  das     Kegelradvorgelege    18 bzw. 19 mit der     Vorge-          legewelle    12     bzw.    13 verbunden.

   Die Zahnräder 16  bzw. 17     kämmen    mit den Rädern 22 bzw. 23, wäh  rend das Zahnrad 14 bzw. 15 in das durch die  zweite     Hilfskupplung        III    A bzw.     III    B     zuschaltbare         Zahnrad 24     bzw.    25 eingreift. Die kompletten Wel  len- und     Zahnradzüge    sind in geschlossenen Gehäu  sen 20 und 21 untergebracht und damit dauernd  reichlich geschmiert.  



  Die ganze Getriebeanlage wird folgendermassen  und für folgende Fälle geschaltet  Wie bereits erwähnt,     arbeiten    bei normalem Be  trieb die Antriebsmotoren 1, 2 direkt über die Haupt  kupplungen I A und I B und über die     Hauptvorge-          lege    5/6 bzw. 7/8 auf die Propeller 3, 4. Alle übri  gen Kupplungen sind dabei ausgeschaltet. Die Kar  danwelle 11 sowie die     anschliessenden        Vorgelege     stehen deshalb bei diesem Betriebszustand still und  haben keine Kräfte zu übertragen.

   Dies ist eine sehr  vorteilhafte Eigenschaft der Anlage,     träb    sie doch       wesentlich    dazu bei, die Abnützung des     Querverbin-          dungszuges    zu     vermindern.     



  Für den Fall, dass ein Motor aussetzt     (Fig.    3),  z. B. der Motor 2, wird dieser abgeschaltet.     Ausser-          dem    soll nun der intakte Motor 1 nicht nur  den ihm zugeteilten Propeller 3 sondern auch den  zweiten Propeller 4 antreiben.     Hiezu    werden die  Kupplungen I B und     II    B ausgeschaltet und damit  der Motor 2 von seinem Getriebe getrennt. Ferner  wird im A-Getriebe die Hilfskupplung     II    A einge  schaltet.

   Mit diesen     Schaltungen        nimmt    gemäss dem  strichpunktierten Linienzug von     Fig.    3 die Verbin  dung vom intakten Motor 1 nach dem Propeller 4  des andern Antriebszuges ihren Weg über die nach  stehend genannten Organe  Motor 1, Welle 9, Zahnrad 22, Zahnrad 16, Hilfs  kupplung     II    A,     Vorgelegewelle    12, Kegelräder  18, Kardanwelle 11,     Kegelräder    19, Zahnrad 15,  Zahnrad 25, Hilfskupplung     III    B,     Vorgelege    7/8,  Propeller 4.  



  In diesem Fall ist somit der aussetzende Motor  2 vollständig von seinen weiteren Getrieben getrennt  und der intakte Motor 1 treibt beide Propeller 3  und 4 an. Da beide Propeller wieder gleich rasch  laufen, verteilt sich die Motorleistung zu gleichen  Teilen auf die beiden Antriebsseiten.  



  Für den Fall des     Aussetzens    eines Propellers       (Fig.    4), z. B. des Propellers 4 des Antriebszuges B,  wird dessen Antriebsmotor 2 von seiner Verbindung  mit diesem Propeller getrennt und nun über Kardan  welle 11 mit dem intakten Propeller 3 der Anlage A  verbunden.     Hiezu    wird zunächst die Kupplung I B  ausgeschaltet und es werden dann gleichzeitig die       Hilfskupplungen        II    B der     Antriebsgruppe    B sowie  die Kupplung     III    A der Antriebsgruppe A einge  schaltet.

   Mit diesen     Massnahmen    verläuft dann     ge-          mäss    dem strichpunktierten Linienzug von     Fig.    4  die Verbindung zwischen dem Motor 2 und dem  Propeller 3 über die nachstehend genannten Organe:  Motor 2, Zahnräder 23, 17, Hilfskupplung     1I    B,       Vorgelegewelle    13, Kegelräder 19, Kardanwelle    <B>11,</B> Kegelräder 18, Zahnräder 14, 24, Hilfs  kupplung     III    A,     Hauptvorgelege    5/6, Propeller 3.

    Der intakte Propeller 3 wird damit mit etwa  doppelter Leistung belastet und es ist deshalb im  Interesse eines noch guten Wirkungsgrades     zweck-          mässig,    die Propeller als     Verstellpropeller    mit will  kürlich einstellbarem     Anstellwinkel    vorzusehen. Wie  bereits erwähnt, liegt nun der defekte Propeller 4  still und das Schiff kann somit seinen Weg ohne  Störung     fortsetzen    bis sich Gelegenheit bietet, den  eingetretenen Propellerdefekt zu beheben. Wie beim  vorher besprochenen Fall kann die beschriebene  Umstellung mittels der ein- und ausschaltbaren  Kupplungen     raschestens    vorgenommen und gegebe  nenfalls auch sofort wieder rückgängig gemacht  werden.

   Bei den erwähnten beiden     ausserordent-          lichen    Betriebsfällen wird keine der Kupplungen  überlastet, obschon im zweitgenannten Betriebsfall  die doppelte Motorleistung nach dem intakt geblie  benen Propeller geleitet wird. Auch diese Eigen  schaft begünstigt die Betriebssicherheit der Anlage.  



  In Abweichung von der     im        Ausführungsbeispiel     gezeigten Lösung könnte u. U. anstatt einer Quer  verbindung mittels Kardanwelle eine solche mittels       Stirnräderzug    vorgesehen werden. Dies wird mög  lich , wenn die Antriebszüge nicht zu weit auseinan  der liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Getriebeanlage für ein Zweischraubenschiff, bei der jeder der beiden zu den Propellern führenden Antriebszüge ein Hauptvorgeleae besitzt, dessen Ritzel kuppelbar mit dem Antriebsmotor verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Querverbin- dungszug (11-19) zwischen den beiden Antriebszü gen (A, B) vorgesehen ist, der beidseitig einerseits an den Antriebsmotor und anderseits an die Pro pellerwelle kuppelbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Getriebeanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Querverbindungszug eine Kardanwelle (11) aufweist, die durch Kegelradvor- gelege (18 bzw. 19) an die Hauptvorgelege (5/6 bzw. 7/8) angeschlossen ist. 4.
    Getriebeanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig zwischen die Quer verbindungswelle und das Antriebsritzel (5 bzw. 7) ein Winkelvorgelege (18 bzw. 19) angeordnet ist, das durch eine erste schaltbare Hilfskupplung (1I A bzw. II B) an die Motorwelle und durch je eine zweite schaltbare Hilfskupplung (III A bzw. III B) an die Ritzelwelle (5 bzw. 7) angeschlossen ist. 3.
    Getriebeanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall des Aussetzens eines Motors (2) der intakte Motor (1) über die Hilfskupplung (1I A) des intakten Antriebszuges (A), über die Ouerverbindungswelle und über die zweite Hilfskupplung (III B) an die zum Aussetzmotor (2) gehörende Propellerwelle angeschlossen werden kann (Fig. 3).
    4. Getriebeanalge nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall des Aussetzens eines Propellers (4) der intakte Propeller (3) über die erste Hilfskupplung (II B) des ausfallenden An triebszuges (B) über die Querverbindungswelle (11) und über die zweite Hilfskupplung (III A) des in takten Antriebszuges (A) verbunden werden kann. Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3617425A1 (de) * 1986-01-10 1987-07-16 Tacke Kg F Schiffsantriebsanlage mit zwei verstellprobellern
DE3619545A1 (de) * 1986-06-13 1987-12-17 Tacke Kg F Schiffsantriebsanlage mit zwei verstellprobellern
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DE102018111402B3 (de) * 2018-05-14 2019-11-07 Schottel Gmbh Azimuth-Antrieb für ein Schiff

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