CH297237A - Einrichtung bei Stellwerken, im besonderen bei Rangierstellwerken und Ablaufanlagen. - Google Patents
Einrichtung bei Stellwerken, im besonderen bei Rangierstellwerken und Ablaufanlagen.Info
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- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L17/00—Switching systems for classification yards
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Description
Einrichtung bei Stellwerken, im besonderen bei Rangierstellwerken und Ablaufanlagen. Bei den bekannten Einrichtungen für das stellen von Weichen mittels Tasten oder klei nen Hebeln, wie es bei den neuzeitlichen Stell werken üblich ist, wird die Weichenstellung durch das Arbeiten einer Reihe von Relais - zumindest zweier Relais - bewirkt. In Anlehnung an die frühere Schaltung der Weichensteuerungseinrichtung von elektri schen Hebelstellwerken wird hierbei z. B. durch das erstarbeitende Relais der Wechsel von der Überwachungsspannung auf die Stell spannung bewirkt und durch das zweite, vom Wechsel des ersten abhängigen Relais die Stellspannung an den Weichenantrieb an geschaltet.
Bei der gewünschten Schnelligkeit der Weichenstellungen, insbesondere auch für Rangier- und Ablaufweichen, ist der durch das Nacheinanderarbeiten der Relais bedingte Zeitverlust störend, zumal er nicht nur einmal bei der Einleitung der Weichenstellung, das heisst. beim Ansprechen der Relais, sondern auch nach der Umstellung der Weiche, das heisst beim Abfallen der Relais in die Grund stellung, ein zweites Mal anfällt. :yachteilig ist auch der Kontakt- und Leitungsaufwand der bisherigen Ausführungen, der durch die ge genseitige Anschaltung und Überprüfung der Relais bedingt ist.
Die erwähnten Nachteile treten auch auf, wo nicht zwei verschiedene Spannungen, sondern nur eine Stell und Überwachungsspannung zur Anwendung kommt, und wo also kein Spannungswechsel, sondern nur eine Spannungsab- und -wieder- anschaltung vorgenommen wird. Die. Erfin dung vermeidet nun die erwähnten Nachteile dadurch, dass die Erregerspulen der den Stell vorgang einleitenden zwei Relais in Reihe ge schaltet sind. Da im allgemeinen nur das eigentliche Stehrelais, das die Antriebsleitung zum Motor schaltet, mit stärkeren Kontakten entsprechend seiner höheren Schaltleistung ausgeführt ist, ist es zweckmässig, dafür zu sorgen, dass dieses Relais seine Kontakte erst wechselt, nachdem die andern Relais ihre Auf gabe bereits erfüllt haben.
Dies kann entweder durch mechanische Abhängigkeit der Relais erreicht werden oder durch entsprechende Be messung der Wicklungen oder durch schalt technische Massnahmen, zum Beispiel dadurch, dass parallel zum Stellrelais ein Kondensator angeordnet wird, der dem 'Stellrelais eine ge wisse Anzugsverzögerung gibt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Abbildung der Zeich nung veranschaulicht und im folgenden er läutert. Hierbei ist 10 das Spannungsrelais, zum Beispiel ein Spannungswechsler oder ein Spannungsabsehalter, 20 ist das Stehrelais, das als Stützrelais oder als Kipprelais ausge bildet sein kann. Die Erregerspulen beider Relais sind in Reihe geschaltet. Durch Schliessen des Tastenkontaktes T1 wird die Umstellung der Weichen eingeleitet.
Bei Schliessen des Kontaktes T1 zieht der Span nungswechsler 10 an, unterbricht den Kon takt 11 und damit auch die Stromzufuhr zu dem Kondensator KI.. Gleichzeitig wird der Kontakt 12 geschlossen, und der Kondensator gibt nun seine Ladung über diesen Kontakt an das Relais 10 ab. Bei Schliessen des Kon taktes T1 erhält auch Blas .Steilrelais 20 Strom. Zweckmässig sind die beiden Wicklungen der Relais 10 und 20 so bemessen, dass Relais 10 kurzzeitig vor Relais 20 anzieht.
Man kann dieses jedoch auch durch Par allelschaltung eines Kondensators K2 zum Relais 20 erreichen. Das Relais 10 bewirkt nun in einem nicht gezeichneten Stromkreis den Wechsel der Spannung bzw. die Vorbereitung der Anschaltung der Spannung an die Steil leitungen. Das Steilrelais 20 bringt den Über wachungsmagneten zum Abfall und bewirkt die Anschaltung des Motors. Bei automati scher Weichenschaltung würden an Stelle der Weichentaste T1 der Kontakt R1 für die Plus stellung bzw. R2 für die Minusstellung treten. Die Unterbrechung dieses Stromkreises erfolgt dann durch entsprechende Kontakte 2'1 bzw. 22 des Steilrelais 20.
Die Umschaltung von Hand auf automatische Stellung wird in be kannter Weise bewirkt durch Umschaltkon takte U1 und U2. Da der Spannungswechsler 10 nur so lange angezogen bleibt, wie die Ent ladung des Kondensators K1 andauert, ist. dieser Spannungswechsler gleichzeitig als selbsttätiger Spannungsabschalter wirksam, das heisst. er unterbricht nach einer Anzahl von Sekunden die Stelleitungen, auch wenn der Motor nicht in die Endlage gelangt ist. und verhindert. damit in diesem Fall den dauernden Stromfluss und eine Beschädigung des Motors.
Die Erfindung ist im besonderen von Be deutung für Rangierstellwerke und Ablauf anlagen, wo die Weichenumstellung mit be sonders grosser Geschwindigkeit erfolgen muss und wobei man unter Umständen auch noch mit Handbetätigung in die automatische Weichenstellung eingreifen muss.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung bei Stellwerken, bei welchen die Weichenumstellung durch ein Steilrelais und ein Spannungsschaltrelais bewirkt wird, im besonderen bei Rangierstellwerken und Ab laufanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregerspulen beider den Stellvorganu ein leitenden Relais in Reihe geschaltet sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Steilrelais (20) eine Ankeranzugsverzögerung aufweist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannungsrelais (10) durch einen Kontakt (11) den Stromkreis des zu ihm par allel liegenden Kondensators (K1) unterbricht und durch einen Kontakt (12) sieh selbst an die Klemmen des Kondensators legt. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Spannungsrelais gleichzeitig als automatiseher Spannung:sabsehalter wirk sam ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH297237T | 1951-10-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH297237A true CH297237A (de) | 1954-03-15 |
Family
ID=4489538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH297237D CH297237A (de) | 1951-10-01 | 1951-10-01 | Einrichtung bei Stellwerken, im besonderen bei Rangierstellwerken und Ablaufanlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH297237A (de) |
-
1951
- 1951-10-01 CH CH297237D patent/CH297237A/de unknown
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