CH298142A - Verfahren zur Zerstörung und Beseitigung von Stoffen, die die Haltbarkeit und Lagerbeständigkeit herabsetzen, aus Ölen oder Fetten. - Google Patents

Verfahren zur Zerstörung und Beseitigung von Stoffen, die die Haltbarkeit und Lagerbeständigkeit herabsetzen, aus Ölen oder Fetten.

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CH298142A
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Aktiengesel Metallgesellschaft
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Metallgesellschaft Ag
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    • C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00—Refining fats or fatty oils
    • C11B3/001—Refining fats or fatty oils by a combination of two or more of the means hereafter

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Description


  Verfahren zur Zerstörung und Beseitigung von Stoffen, die die Haltbarkeit und Lager  beständigkeit herabsetzen, aus Ölen oder Fetten.    öle oder Fette pflanzlichen, tierischen  oder synthetischen Ursprungs werden in der  Weise raffiniert, dass die freien Fettsäuren  daraus durch Neutralisation als Seifen ab  geschieden werden und dass die neutralisier  ten Öle gegebenenfalls nach Bleichung  desodorisiert werden. Der Neutralisation geht  oft. eine Vorreinigung voraus, die die Ent  fernung von Phosphatiden, Eiweiss-, Schleim  stoffen oder dergleichen     zum    Ziele hat,     und     die z.

   B. in einer Behandlung des Ausgangs  öls mit Wasser,     verdünnten    Säuren,     Salz-          lösungen,        oberflächenaktiven    Stoffen oder  dergleichen besteht. Bei vielen Ölen, z. B.  Sojaöl,     Palmöl,    Tran, Fischöl, oder derglei  chen, beobachtet man indessen, dass die La  gerfähigkeit zu     wünschen    übrig lässt. Insbe  sondere können die Öle leicht reversieren,  d. h. der durch die Desodorisation entfernte  Geruch oder Geschmack tritt mehr oder we  niger stark wieder auf.  



  Durch die Erfindung gelingt es, Öle oder  Fette derart zu reinigen, dass die Gefahr     des     Reversierens beseitigt ist.  



  Gegenstand     des    vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Zerstörung und Beseiti  gung von Stoffen aus Ölen oder Fetten, die  die Haltbarkeit und     Lagerbeständigkeit    der  Öle oder Fette herabsetzen, das dadurch ge  kennzeichnet ist, dass die freien Fettsäuren  aus den Ölen oder Fetten durch Neutralisa  tion weitgehend entfernt werden, dass in Ge-    genwart von Adsorptionsmitteln lund unter  Anwendung von Wasserdampf im Vakuum,  die schädlichen Stoffe durch Erhitzen auf  Temperaturen, bei denen eine starke Aufhel  lung der Farbe des Öls eintritt, in Stoffe  umgewandelt werden, die sieh teils durch  Destillation,

       teils        durch    Behandlung mit     ober-          flächenaktiven    Stoffen     aus    dem Ö1 oder Fett       entfernen        lassen,    und dass nach dieser Be  handlung bei hoher -Temperatur eine Be  handlung mit     oberflächenaktiven    Stoffen bei  wesentlich niedrigerer Temperatur durch  geführt wird. .  



       Als        Adsorptionsmittel    eignen sich insbe  sondere     Aktivkohle,        Kieselgel    oder derglei  chen. Zweckmässig arbeitet man im techni  schen Hochvakuum, z. B. unter einem abso  luten Druck von .etwa 10 -1 mm     Hg    oder  weniger, z. B. 6 bis 8 mm     Hg,    bei Tempera  turen von etwa 250 bis 310  C. Die maximale       Behandlungstemperatur    ist bei den verschie  denen Ölen oder Fetten verschieden. Sie ist  in     allen    Fällen aber dadurch festgelegt, dass  so hoch erhitzt werden soll, dass eine starke  Aufhellung der Farbe der Öle oder Fette -ein  tritt.  



  Durch die Erhitzung auf die die Aufhel  lung der Farbe bewirkende Temperatur und  durch die Gegenwart von     Adsorptionsmitteln     werden diejenigen Stoffe zerstört und besei  tigt, die sonst das     Reversieren    des Öls bedin  gen würden. Ausserdem werden durch die      Wasserdampfbehandlung gleichzeitig die Ge  schmacks-     und    Geruchsstoffe aus dem Öl ent  fernt.  



  Die Behandlung mit     Wasserdampf    im  Vakuum kann auch zunächst eine zeitlang bei  Temperaturen von 180 bis 250  C durch  geführt werden, tun eine weitgehende     Des-          odorisation    zu erzielen. Dann wird unter Bei  behaltung der Wasserdampfzufuhr auf die       Temperatur    erhitzt, die für die     starke    Auf  hellung des     Öls    oder Fettes notwendig ist,  z. B. auf 270 bis 290 ,C. Dann wird das Öl  einer Behandlung mit oberflächenaktiven  Stoffen bei wesentlich niedrigerer Tempera  tur, z. B. zwischen 50 bis 120  C unterworfen.  Die Abkühlung auf diese Temperatur kann  bei normaler Wasserdampfzufuhr erfolgen.

    Durch die Behandlung mit oberflächen  aktiven Stoffen bei den gegebenen Tempera  turen wird einerseits eine weitere     Farb-          verbesserung    erzielt, anderseits wird der Ver  edlungseffekt weiter verstärkt, was z. B. bei  der Anwendung des neuen Verfahrens auf  besonders schwierige Öle, wie Fischöl, Sojaöl  oder Palmöl von Vorteil sein kann und was  sich insbesondere dahin auswirkt, dass das Öl  eine gute Haltbarkeit und Lagerfähigkeit  erhält, weil die schädlichen Stoffe, die diese  Eigenschaften     beeinträchtigen,    durch Erhitzen  auf Temperaturen, bei denen eine starke Auf  hellung     des        Öls    eintritt, in Stoffe umgewan  delt werden, die sich teils durch Destillation,

    teils durch Behandlung mit oberflächen  aktiven Stoffen aus demn Öl oder Fett entfer  nen lassen und diese Entfernung im neuen  Verfahren     durchgeführt    wird.  



  Im     Anschluss    an die     Aufhellung,    die  nach Einstellen der erforderlichen Tempera  tur in ziemlich kurzer Zeit und sehr deut  lich auftritt, kann noch eine Behandlung bei  der gleichen oder gegebenenfalls erhöhten  oder wenig erniedrigten Temperatur durch  geführt werden, die die Wirkung des Ver  fahrens verbessert. Nach dem Auftreten der  Aufhellung kann man mit verringerter     Was-          serdampfzuftuhr    arbeiten.  



  Auf die Behandlung mit oberflächen  aktiven     Stoffen    folgt     zweckmässig    noch eine    kurze Desodorisation, insbesondere wenn der  Bleicherdegeschmack aus dem Öl oder Fett  beseitigt werden soll. Die freien Fettsäuren  brauchen bei der Neutralisation, die in be  kannter Weise erfolgen kann, nicht völlig  entfernt zu werden, da auch bei der kombi  nierten Wasserdampf-Wärmebehandlung eine  Abdestillation von Fettsäuren, die noch im  Öl vorhanden sind und die sich gegebenenfalls  frisch bilden können, eintritt. Auch in die  sem Falle     werden    Öle oder Fette mit sehr nie  drigen Fettsäuregehalten von z. B.     0,31/o    und  weniger erhalten..  



       Das    neue     Verfahren    kann in bekannten  Apparaturen durchgeführt werden.    <I>Beispiel:</I>  71,2 kg Sojaöl, das nach bekanntem Ver  fahren mit verdünnter     (7o/oiger)        Salzsäure          v        orgereinigt    worden war, wurde     mittels        Ätz-          alkalien,        Alkalikarbonaten    oder Mischungen  dieser Stoffe neutralisiert; dann wurden  213g Aktivkohle eingerührt. Die Mischung  von Öl     und    Aktivkohle wurde in ein Va  kuumgefäss gebracht, das für die Dämpfung  von Ölen geeignet ist.

   Das Öl wurde erwärmt,  und es wurde dabei Wasserdampf (direkter  Dampf) in einer Menge von 7     kg/h    unter den  Bedingungen eines technischen Hochvakuums,  cl. h. eines absoluten Druckes von etwa  8 - 6 mm     Hg-Säule,    durch     das    Öl geleitet.  Mit Erreichen einer Temperatur von 290  C  wurde die     Erwärmung    unterbrochen, gleich  zeitig die direkte     Wasserdampfmenge    auf       1/1o    des vorher angeführten Wertes gedros  selt und 15 Minuten lang das Öl     unter    diesen  Bedingungen gehalten; hierbei trat eine       starke    Aufhellung des Öls ein.

   Im Anschluss  hieran wurde die Dämpfung des Öls bei nun  mehr fallender Temperatur, die durch Was  serkühlung erzielt wurde und bei Durchgabe  der gleichen Menge direkten Wasserdampfes,  die bei der Aufwärmung des Öls     zur    Anwen  dung kam, fortgesetzt. Bei einer Temperatur  von 220  C     wurde    durch Abstellen des Kühl  wassers der Wärmeentzug     unterbrochen    und  bei 220  C eine Stunde lang die Dämpfung       unter    sonst gleichen     Bedingungen    durch-      geführt. Hierauf erfolgte die weitere Abküh  lung des Öls unter Beibehalten der gleichen  Menge direkten Wasserdampfs bis auf 70  C.

    Dem im Vakuumgefäss befindlichen, vom  Wasserdampf intensiv umgewälzten Öl wur  den durch Einsaugen 700 g aktivierte Bleich  erde zugesetzt, die man 15 Minuten lang ein  wirken liess. Anschliessend wurde auf 50  C  gekühlt und das     Öl-Aktivkohle-Bleicherde-          Gemisch    nach Aufhebung des Vakuums im  Behandlungsgefäss auf eine Filterpresse ge  geben. Das ablaufende blanke Öl wurde in  einem Desodorisationsgefäss bei 150  C eine  halbe Stunde lang gedämpft und anschlie  ssend auf 35  C heruntergekühlt.  



  Das Raffinat hatte einen vollmundigen  Charakter; es war vollständig von dem spezi  fischen Sojageruch und     -geschmack    befreit.  Durch die Behandlung erfuhr das Sojaöl  eine sehr starke Bleichung. Die rotgelbe  Farbe des Rohöls verwandelte sich in ein rei  nes, helles Weissgelb. Eine Reversierung von  Geruch und Geschmack war auch nach einer  Lagerung von sechs Monaten nicht fest  zustellen.  



  Es hat sich gezeigt, dass erfindungs  gemäss behandelte Öle oder Fette,     wenn    sie  andern Ölen oder Fetten zugesetzt werden,  die nach den bekannten üblichen einfacheren  Methoden raffiniert worden sind, deren Halt  barkeit     wesentlich    verbessern.  



  Ein weiterer Vorteil derartiger Mischöle  besteht, wenn als veredelnde Komponente  nach dem vorliegenden Verfahren raffinierte,  stärker ungesättigte oder trocknende Öle ver  wendet werden, darin, dass die     Trocknungs-          eigenschaften,    die diese Komponente hat, in  der Mischung nicht mehr störend wirken.  



  Wenn man ein leicht angehärtetes, nach  dem vorliegenden     Verfahren    veredeltes  Fischöl mit einem normal raffinierten  Rüböl mischt, so kann nach einer Lagerzeit  von Geschmacksreversiercmg einem halben Jahr keine festgestellt Geruchs- werden. bz-w'  Geschmacksreversierung festgestellt werden.  Auch zeigt diese Ölmischung nach dieser La  gerzeit noch nicht die üblichen     Ranziditäts-          reaktionen,  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Zerstörung und Beseiti gung von Stoffen aus Ölen oder Fetten, die die Haltbarkeit und Lagerbeständigkeit der Öle oder Fette herabsetzen, dadurch gekenn zeichnet, dass die freien Fettsäuren aus den Ölen oder Fetten durch Neutralisation weit gehend entfernt werden, dass in Gegenwart von Adsorptionsmitteln und unter Anwen dung von Wasserdampf im Vakuum, die schädlichen Stoffe durch Erhitzen auf Tem peraturen, bei .denen eine starke Aufhellung der Farbe des Öls eintritt, in Stoffe umge wandelt werden, die sich teils durch Destil lation, teils durch Behandlung mit oberflä chenaktiven Stoffen aus dem Öl oder Fett entfernen lassen,
    und dass nach dieser Be handlung bei hoher Temperatur eine Be handlung mit oberflächenaktiven Stoffen bei wesentlich niedrigerer Temperatur durch-. geführt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch,- da durch gekennzeichnet, dass nach dem Auf treten der Aufhellung die der Behandlung zugeführte Wasserdampfmenge verringert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nach der Be handlung bei hoher Temperatur die Adsorp- tionsmittel abfiltriert werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bei der Be handlung bei hoher Temperatur benutzten Adsorptionsmittel zusammen mit den bei der nachfolgenden Behandlung angewendeten oberflächenaktiven Stoffen herausgenommen werden. 4. Verfahren nach , Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nach der Behand- lung mit oberflächenaktiven Stoffen die Öle oder Fette desodorisiert werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Hochvakuum gearbeitet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bereits vorgerei- nigte Öle oder Fette behandelt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Aktivkohle als Ad sorptionsmittel verwendet wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als oberflächen aktive Stoffe Bleichmittel verwendet werden.
CH298142D 1950-10-23 1951-01-25 Verfahren zur Zerstörung und Beseitigung von Stoffen, die die Haltbarkeit und Lagerbeständigkeit herabsetzen, aus Ölen oder Fetten. CH298142A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1097065B (de) * 1957-03-21 1961-01-12 Unilever Nv Verfahren zur Herstellung essbarer Glyceridoele gesteigerter Haltbarkeit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1097065B (de) * 1957-03-21 1961-01-12 Unilever Nv Verfahren zur Herstellung essbarer Glyceridoele gesteigerter Haltbarkeit

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