CH298644A - Isolierendes dielektrisches Material. - Google Patents

Isolierendes dielektrisches Material.

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CH298644A
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/02Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances
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Description


  Isolierendes     dielektrisches    Material.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein isolierendes Material, insbesondere  für Kondensatoren und     Hochfrequenzkabel.     



  Bekanntlich wird die Leistung eines     Wech-          selstromkondensat.ors    durch die Zahl der Volt  ampere, die er bei kontinuierlichem Betrieb  ohne übermässige Überhitzung und chemische  Zersetzung aufnehmen kann, bestimmt. Die  Aufnahmefähigkeit in Voltampere ist. dem  Quadrat der angelegten Spannung, der spe  zifischen induktiven Kapazität und dem Ver  lustfaktor proportional. Zur Erzielung einer  maximalen     Voltampere-Aufnahmefähigkeit    ist  es deshalb     zweckmässig;    eine hohe     dielektrische     Festigkeit zu haben, um das Anlegen einer  hohen Spannung bei hoher spezifischer in-.       dttktiver    Kapazität und gleichzeitig minima  lem Verlustfaktor zu ermöglichen.  



  Es ist üblich, als     Dielektrikum    zwischen  den Elektroden eines Kondensators für Hoch  frequenzkreise natürlichen Glimmer zu ver  wenden, da dieser bei den höheren Frequen  zen einen günstigen Verlustfaktor aufweist.  Die     Voltampere-Charakteristik    eines. mit  diesem Material als     Dielektrikum    versehenen       Kondensators    ist jedoch durch die spezifische  induktive Kapazität und die     dielektrische     Festigkeit des Glimmers begrenzt, wobei die  letztere Grösse leider klein und ungünstig ist.

    Eine wichtige Tatsache ist, dass .die     dielektri-          sch,e    Festigkeit, bestimmt durch den     Ionisa-          tions-    oder     Koronaspiegel,    der als Angabe  des Grenzspiegels dienen kann, für die mei-         sten    festen     Dielektrika,    wie Glimmer, Harze,  Wachse und keramische Materialien, verhält  nismässig klein ist. Ausserdem weisen Kon  densatoren mit natürlichem Glimmer als     Di-          elektrikum,    selbst wenn der Glimmer mit  einem flüssigen     Dielektrikum    kombiniert ist,  ein geringes     Wärmeableitüngsvermögen    auf.

    Anderseits zerfallen     Cellulösematerialien    als       Dielektrika    bei den höheren Temperaturen,  beispielsweise bei 150  C. .  



       Das,        dielektrische    Material gemäss der vor  liegenden Erfindung besteht     aus    einem selbst  tragenden     Glimmerkörper;    z. B. einem     Blatt,     der aus unregelmässig angeordneten, sich  überlappenden, durch natürliche     Molekilar-          kräfte    zusammengehaltenen, kleinen Glimmer  flocken zusammengesetzt ist, und ist dadurch  gekennzeichnet, dass in den Zwischenräumen  zwischen den     _        Glimmerflocken    ein von Luft  verschiedener isolierender Stoff vorhanden  ist.  



  Im folgenden werden Ausführungsbei  spiele des     Erfindiuigsgegenstandes    an Hand  der beiliegenden Zeichnung erläutert.  



       Fig.    1 ist eine perspektivische Ansicht,  teilweise im Schnitt, eines mit dem erfin  dungsgemässen     dielektrischen    Material ausge  rüsteten     Kondensators    mit parallelen Platten.  



       Fig.    2 ist ein Schnitt durch ein elektri  sches Kabel, das ebenfalls mit dem     dielektri-          schen    Material     gerriäss    der vorliegenden Erfin  dung versehen ist.

             Fig.    3 ist eine graphische Darstellung, die  die Abhängigkeit des     Verlustfaktors    (in      /o)     von der Frequenz (in Hz bzw.     Megahz)    für  verschiedene als     Dielektrika    verwendete  Stoffe (B für Papier     -f-    Öl, A für wieder  vereinigten     Flockenglimmer        -I-    Öl,     Ü    für     trok-          kenen    natürlichen Glimmer, D für Mineralöl).  



       Fig.    4 ist eine graphische Darstellung,  die die Durchschlagsfestigkeit in Volt pro       Millizoll    für verschiedene Stärken 'des     Di-          elektrikums    für verschiedene     Dielektrika    (E  für wiedervereinigten     Flockenglimmer        -h    Öl,  Kraftpapier     -I-    Öl, F für natürlichen Glim  mer, Harze, feste     Dielektrikä)    zeigt, und       Fig.    5     ist    eine graphische Darstellung, die  den Scheinwiderstand in Abhängigkeit von  der Temperatur in   C für natürlichen Glim  mer (G)

       und    wiedervereinigten Flock     englim-          mer    (H) zeigt.  



  Wie bereits erwähnt wurde, wird natür  licher Glimmer für     Hochfrequenzkondensato-          ren    verwendet, und     zwar    wegen seines kleinen       erhistfaktors,    wie aus einem Vergleich der  in     Fig.    3 dargestellten Kurven ersichtlich ist..  Werden jedoch     Glimmerblätter    mit einer ge  eigneten Isolierflüssigkeit, wie z. B.

   Mineralöl,  imprägniert, so besitzen sie nur anfänglich  verhältnismässig hohe     Ionisationsspiegel    und  erleiden unter elektrischer Belastung Scha  den, so dass der     Ionisationsspiegel    sich dem  jenigen, der durch die Kurve F in     Fig.    4  dargestellt ist,     annähert,    wodurch     eine    rasche       Beschädigung    und ein     Versagen    des     Dielek-          trikums    verursacht werden.

   Der Grund für  diese     Erscheinung    beruht wahrscheinlich auf  der Tatsache, dass natürliche     Glimmerblätter     mit geschichteter Struktur Hohlräume ent  halten,     -und    dass natürliche geschichtete Blät  ter in einer zu den Ebenen der Schichten.       trans,versalen    Richtung undurchlässig sind,  so dass beim Imprägnieren nur die Zwischen  räume zwischen den Schichten ausgefüllt wer  den, nicht aber die Hohlräume,     die    wegen  der Undurchlässigkeit des Materials durch  die Imprägnierflüssigkeit nicht erreicht wer  den können.

   Auf jeden Fall ist es nicht  zweckmässig, ein Isolieröl mit natürlichem  Glimmer als     Dielektrikum    zu kombinieren    und dadurch gegenüber natürlichem Glimmer  ohne Öl einen Vorteil erzielen zu wollen.  



  In     Fig.    1 ist ein Kondensator mit par  allelen Platten     dargestellt,    in welchem die  Zahl 10 ein zwischen leitenden Platten 11  angeordnetes     Kondensatordielektrikum    be  zeichnet, das aus mit. einer     Isolierflüssigkeit     oder einem Isoliergas unter     Druck    imprägnier  ten     Glimmerblättern    besteht, die so herge  stellt werden, dass man natürlichen Glimmer  bei einer Temperatur von etwa 800  C brennt,  um eine     Entblätterung    des Glimmers hervor  zurufen, das gebrannte Produkt in Wasser  zerkleinert, um verhältnismässig kleine     Glim-          merflocken    und .einen Schlamm zu erzeugen,

    der hierauf in ein Deckelgefäss oder in eine       Spezialpapier-Herstellungsmaschine    überge  führt wird, wo das Wasser     abgeführt.        ;wird     und ein dichter feuchter Filz     aus    kleinsten       Glimmerflocken    zurückbleibt. Der Filz wird  hierauf in 'einem Ofen bei 100 bis 150  C ge  trocknet.

   Das fertige Material ist aus sich       überlappenden    und unregelmässig angeord  neten kleinsten Flocken aus reinem Glimmer  zusammengesetzt., die durch die zwischen den  Flocken wirkenden natürlichen Molekular  kräfte zusammengehalten werden unter Bil  dung     eines    selbsttragenden Blattes, das im  Gegensatz zu natürlichem Glimmer für Flüs  sigkeiten und Gase in allen Richtungen durch  lässig ist.  



  Da theoretisch zu erwarten war, dass Glim  mer in Form kleinster Flocken immer noch  tiefe     Ionisationsspiegel        aufweisen        würde,    wie  dies bei grösseren natürlichen     Glimmerblät-          tern    der Fall ist und durch die Kurve F in       Fig.    4 zum     Ausdruck    gebracht ist, stellt. das  Resultat der höheren     Ionisationsspiegel    eine  völlig unerwartete Tatsache dar, die in keiner  Weise hätte vorausgesehen werden können.

    Prüfungen haben     indessen    ergeben dass     Ioni-          sationsspiegel    erhalten werden, die mit den  jenigen von     Dielektrika        aus    Öl und Papier       vergleiehbar    sind, wie aus der Kurve E in       Fig.    4 ersichtlich ist. Ausser diesem neuen  Resultat wird gleichzeitig ein Verlustfaktor  erzielt, der     verhältnismässig    klein ist.

   So zeigt      beispielsweise die Prüfungskurve     g    von       Fig.    3 einerseits, dass die Kombination aus  neu zusammengesetztem Glimmer und einem  Isolieröl bei den höheren Frequenzen einen       Verlustfaktor    aufweist, der     beträchtlich    unter  demjenigen der     Papier-Öl-Dielektrika    (Kurve  B) liegt, und anderseits, dass     euer    Verlustfak  tor mit steigender Frequenz, statt zuzuneh  men, abnimmt, bis er sich dem     Verlustfaktor     von natürlichem Glimmer bei .einer Frequenz  von einer Million annähert.  



  Das     dielektrische    Material gemäss der Er  findung weist somit     eine        verhältnismäss    hohe  spezifische induktive     Kapazität    und gleich  zeitig geringe     Verluste    und einen hohen     Ioni-          sationsspiegel        auf    und kann als     Kondensator:

            dielektrikum    verwendet werden, das sich in  ganz aussergewöhnlicher Weise gut zum Ar  beiten mit grossen     Kilovoltampere-Energien     pro     Volumeinheit        eignet.        Das        d>lektrische     Material gemäss der vorliegenden     Erfindung     eignet sich wegen seiner     elektrischen    und  mechanischen Charakteristika besonders für  Anwendungen auf dem     Hochfrequenzgebiet.     Es wurde beispielsweise ein 0,1 mm dickes     di-          elektrisches    Blatt bei 500 Kilohertz und 400  Volt pro 0,025 mm geprüft,

   wobei nach einer  Prüfungsdauer von 100 Stunden kaum eine  Beschädigung beobachtet werden konnte. Bis  her war es üblich, bei Radiofrequenzen natür  lichen Glimmer bei etwa 50 Volt pro 0,025 mm  in Dicken von 0,025 bis 0,1     min    zu     verwenden,          während    es mit dem erfindungsgemäss neu  zusammengesetzten Glimmer in Kombination  mit. Öl     möglicht    ist, bei 200 Volt pro 0,025 mm  gefahrlos zu arbeiten.

   Die Entdeckung, dass ein  kleiner Verlustfaktor und eine hohe     dielek-          trisehe    Festigkeit in einem einzigen     dielektri-          sehen    Material kombiniert werden können,  ermöglicht den Bau     eines    Kondensators, der  16 mal leistungsfähiger ist als     Kondensatoren     mit natürlichem Glimmer.  



  Ausserdem liefert das neuartige     dielektri-          sche        Material    einen guten     Kondensatortempe-          raturkoeffizienten,    wie aus den Kurven der       Fig.    5 ersichtlich ist. Die Wichtigkeit dieser  Charakteristik für die Anwendung auf dem       Iloehfrequenzgebiet    ist offensichtlich, da, so-    bald ein Kondensator in :einen abgestimmten  Kreis geschaltet worden ist     und    die Kapazi  tät bei Temperaturänderungen beträchtlichen  Veränderungen unterworfen ist, der Kreis  aus der Resonanz gebracht wird.  



  Das - neuartige     dielektrische    Material ist  schliesslich,     wie    natürlicher     Glimmer,    befä  higt, einer Temperatur von mindestens     150 -C     erfolgreich zu widerstehen, besitzt jedoch  ausserdem, im     Gegensatz    zu natürlichem Glim  mer, ein hohes     Ableitungsvermögen    für die  Wärme aus dem Innern des Stapels nach den  leitenden Platten oder Elektroden eines     Kon-          densators.     



  Einige Kurven der Zeichnung zeigen im  besonderen die Charakteristika dies neuen Ma  terials, bei dem der neu     aufgebaute    Glimmer  körper mit Mineralöl imprägniert ist. Andere  Versuche mit Glimmer in Kombination mit  andern     dielektrischen    Flüssigkeiten, wie z. B.       halogenierten        Kohl;enwasserstoffen    und     Di-          butylsebacat,    ergeben     äquivalente    Charakte  ristika..

   Tatsächlich lassen die bisher durchge  führten Versuche mit verschiedenen Flüssig  keiten eindeutig erkennen, dass jede Flüs  sigkeit mit einem Widerstand von mehr als  104 Ohm pro     ems    in Kombination mit dem  neu zusammengesetzten     Glimmer    die voran  gehend erläuterte Kombination neuer Charak  teristika liefert.  



  Der neu     zusammengesetzte    Glimmer kann  mit einer     Isolierflüssigkeit    oder einem von  Luft verschiedenen     Isoliergas,    beispielsweise  finit fluorierten     Kohlenwasserstoffen,    unter  -der Markenbezeichnung      Freone     bekannt,       Schwefelhexafluorid    oder Stickstoff unter  Druck, gefüllt oder     imprägniert    werden, wo  bei eine ungewöhnlich kleine spezifische, in  duktive Kapazität und geringe     dielektrische     Verluste erhalten werden.

   Diese Kombination  eignet sich sehr gut für     Hochfrequenzkab.el.     Als     Beispiel    dieser Anwendung ist in     Fig.    2  ein koaxiales Kabel dargestellt, das ein.  anderes Gas als Luft unter Druck enthält       und    in welches neu zusammengesetzter Glim  mer 12 eingeführt wurde, der     Isolierträger-          stücke    bildet, die in Abständen längs des           Kabels    angeordnet sind und dazu dienen, den  zentralen oder     axialen    Leiter 13 zu isoliere       und    vom äussern Leiter 14 in     Abstand    zu  halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dielektrisches Material, insbesondere für Kondensatoren und Hochfrequenzkabel, das aus einem selbsttragenden Glimmerkörper be steht, der aus unregelmässig angeordneten, sich überlappenden, durch natürliche Moleku- larkräfte zusammengehaltenen, kleinen Glim- merflocken zusammengesetzt ist, dadurch ge kennzeichnet,
    dass in den Zwischenräumen zwischen den Glimmerflocken ein von Luft verschiedener isolierender Stoff vorhanden ist. UNTERAN SPRüCHE 1. Dielektrisches Material nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der iso- lierende Stoff aus einem unter Druck befind lichen inexlen Gas besteht.
    2. Dielektrisches Material nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Gas Schwefelhexafluo- rid ist. 3. Dielektrisches Material nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gas Stickstoff ist. 4. Dielektrisches Material nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss der iso lierende Stoff aus einem Mineralöl besteht.. 5. Dielektrisches Material nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der iso lierende Stoff Dibutylsebacat ist.
CH298644D 1949-11-10 1950-11-09 Isolierendes dielektrisches Material. CH298644A (de)

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