CH156233A - Durchführungsisolator für Hoch- und Höchstspannung. - Google Patents
Durchführungsisolator für Hoch- und Höchstspannung.Info
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Description
Durchführungsisolator für Hoch- und Höchstspannung. Die bis heute bekannt gewordenen Durch führungsisolatoren für Hoch- und Höchst spannungen, welche mit einem halb oder ganz flüssigen oder schmelzbaren Dielektrikum gefüllt sind, weisen folgende Merkmale auf: Durch einen von Isolierteilen umhüllten Hohlraum führt der Leiter; der erwähnte Raum ist mit dem flüssigen Isolierstoff gefüllt.
Um Teildurchschläge des flüssigen Dielektrikums bei Brückenbildung im elek trischen Feld zu verhindern, werden dünn wandige Rohre aus festem Isolierstoff ein gebracht, welche bei ordnungsgemässem Be trieb nur einen sehr geringen Teil des Ge samtpotentials tragen, da die Dielektrizitäts- konstante des festen Isolierstoffes in der Regel weit höher ist als diejenige der Fül lung. Zur Verbesserung des elektrischen Feldes werden bisweilen in die'Rohre leitende Beläge eingebracht.
Diese Art - der Kon struktion ergibt sehr grosse Abmessungen, da am Leiter und an der Erdelektrode weit grössere Beanspruchungen herrschen als im restlichen Teil des Dielektrikums, so dass nur relativ kleine Partien desselben voll au,#- nutzbar sind. Die Vorausberechnung solcher Isolatoren ist unsicher. Eine andere Kon struktion setzt als aktiven Teil der Durch führung einen homogenen Kondensatorkörper in Öl; der erstere dient also als eigentlicher Isolator, die Ölfüllung verhindert lediglich den Zutritt der Feuchtigkeit.
Weiterhin sind Kondensatordurchführungen aus festem Di- elektrikum bekannt, bei denen sich zwischen zwei koaxialen, festen Körpern eine öl- gefüllte Trennspalte befindet. Das Öl hat hier lediglich eine zusätzliche Kühlung oder die Abhaltung von Feuchtigkeit zum Zweck und sein aktives Volumen liegt demnach nicht in den erfindungsgemäss angegebenen Grenzen. Diese Ausführungen ergeben teure Durchführungen; die einen wegen grossem Materialaufwand, die andern des teuren Iso- lierkörpers wegen.
Die vorliegende Erfindung umfasst eine Anordnung, welche kleinste Dimensionen der Isolatoren bei sicherer Vorausberechenbar keit und damit also beste Materialausnüt zung, beste Betriebssicherheit bei grosser Wirtschaftlichkeit erreichen lässt.
Die Fig. 1 bis 6 stellen schematische Radialschnitte von Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung dar. 1 ist das Leiterrohr oder ein leitender Belag von glei chem oder annähernd gleichem Potential; 2 ist die geerdete Elektrode oder ein Belag von gleichem oder annähernd bleichem Po tential; 3 sind leitende Einlagen in zum Beispiel koaxialer Anordnung; 4 und 5 sind Dielektrika; die Dielektrizitätskonstante von 5 ist grösser als diejenige von 4. Die Fig. 1 bis 3 sind prinzipiell gleich, stellen aber verschiedene mögliche Fälle dar.
Durch die einmal erfolgte Dimensionierung der Be läge 1 bis 3 nach Länge und. Durchmesser sind bei gegebenen Dielektrika die radialen und achsialen Beanspruchungen gegeben. Die Fig. ja bis 3a zeigen die den Fig. 1 bis :; entsprechenden radialen elektrischen Bean spruchungen. Wäre der ganze Raum, mit Material gleicher Dielektrizitätskonstante gefüllt, ergäbe sich Kurve 1. Es ist er sichtlich, da.ss einzelne Partien viel stär ker beansprucht sind als die übrigen, so dass diese Teile für die Dimensionierung mass gebend sind.
Erfindungsgemäss wird nun an den Stellen grösster Beanspruchung ein Ma terial grösserer Dielektrizitätskonstante ver wendet, wodurch die Beanspruchungen etwa nach Kurve 2, Fig. ja bis 3a, verlaufen. Durch diese Anordnung sind die Unter schiede zwischen grösster und kleinster Be anspruchung stark verringert, eine weit bessere Materialausnützung ist die Folge.
Die Fig. la bis 3a zeigen aber auch, dass ein ganz bestimmter, durch die geometrischen Abmessungen und durch das Verhältnis der Dielektrizitätskonstanten gegebener Anteil an Materialien mit grösserer Dielektrizitäts- konstante die besten Ergebnisse zeitigt. Ist nämlich der Anteil an Materialien mit grösserer Dielektrizitätskonstante zu klein, so werden die Spitzen der Kurven 1 nur wenig gemildert; ist er zu groll, so entstehen zu grosse Feldstärken im mittleren Teil der Kurve 2.
Die Berechnungen der leitenden Einlagen für gleichmässige radiale oder gleichmässige achsiale Spannungsverteilung, oder für einen Zwischenfall, führen prinzipiell zum glei chen Resultat; im ersten Falle muss für die Darstellung in den Eig. ja bis 3a als Abszisse die "radiale Distanz", im zweiten Falle die "achsiale Distanz" gewählt wer den. Es ist selbstverständlich, dass' neben dem eigentlichen Füllmaterial mehrere weitere Isolierstoffe mit verschiedener Dielektrizi- tätskonsetante Verwendung finden können.
Bezeichnet man den Raum, begrenzt durch den Erdbelag, die Umhüllende der Belag enden und den Leiterbelag, als aktives Vo lumen, so liegt für gebräuchliche Dielektrika der beste Gehalt an Materialien mit höherer Dielektrizitätskonstante zwischen 5 % und 70 % des aktiven Volumens. Als Dielektrilm können dienen: Tran3- formeröl, halbflüssige, plastische Massen oder Mischungen derselben, mit (01 oder Harz imprägnierte Faserstoffe, keramische Stoffe usw.
Für die Partien, welche grössere Di- elektrizitätskonstanten erhalten sollen, kann man unter den angegebenen Stoffen mit Vorteil einen solchen bevorzugen, welcher sich durch Vakuumimprägnation eines festen Stoffes mit dem Hauptfüllmittel, zum Bei spiel Isolieröl, erhalten lässt. Dadurch kann die Dielektrizitätskonstante der Kombination durch Veränderung des Gehaltes an 01 oder festem Isolierstoff variiert werden. Die Verwendung eines festen Iolierstoffes ist. für die äusserste und innerste Partie zweck mässig.
Die leitenden Einlagen können, wie .in Fig. 1 bis 3 gezeigt, das ganze aktive Vo lumen durchsetzen, oder aber nur zur Steue rung der Oberflächen-Spannungsverteilung angebracht sein. Endlich können beide Ar ten der Verteilung gleichzeitig angewandt werden, wie etwa in Fig. 4 dargestellt ist. Die äusserste Einlage 2 wird zweckmässig ganz in festes Isoliermaterial eingebettet. Die Beläge können aus Metallfolie, aus gitterartigen Metallgebilden, aus halbleiten den Belägen oder dergleichen bestehen.
Es ist denkbar, die Beläge im flüssigen oder plastischen Material aus steifen Blechzylin dern herzustellen, oder sie in dünnwandige Rohre aus festem Isolierstoff einzubetten. Diese insbesondere können für grosse Längen, wie in Fig. 5 gezeigt ist, zusammengesetzt sein. 6 sind die Tragrohre, 7 Rohre, Um wicklungen aus Isolierstoff usw. Zweckmässig werden die leitenden Beläge an den Stellen grösster Beanspruchungen dichter gelegt.
Als Gefäss für den aktiven Teil sind Umhüllungen aus Porzellan, Steingut, Hart papier usw. verwendbar. Auf die Dielektri- zitätskonstante des Umhüllungsmaterials und auf dessen dielektrische Eigenschaften ist kein besonderer Wert zu legen, da diese Teile elektrisch nicht. mehr beansprucht sind als die Umgebungsluft. Der Belag 2 wird zweckmässig so lang gemacht. dass er über die Ränder des Befestigungsflansches erheb lich hinausreicht. Es ist auch denkbar, einen äussern Isolierkörper aus festem Material grosser Dielektrizitätskonstante herzustellen und als Behälter zu benützen, wie beispiels weise in der Fig. 6 dargestellt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Durchführungsisolator für Hoch- und Höchstspannung mit leitenden Kondensator einlagen und mit einfüllbarem Isolierstoff, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stellen grösster Beanspruchung, bezogen auf durch- wegs gleichartiges Dielektrikum, feste, pla- stisclhe oder flüssige Isolierstoffe von grö sserer Dielektrizitätskonstante, als sie der einfüllbare Stoff aufweist,angeordnet sind und dass der Anteil an Stoffen grösserer Pi- elektrizitätskonstante nicht we nib-er als 5 , und nicht mehr als<B>70%</B> clc s aktiven Vo lumens beträgt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Durchführungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Isolierstoffe von grösserer Dielektrizi- tätskonstanteeine Kombination des Füll mittels mit saugfähigen Isolierstoffen von grösserer Dielektrizitätskonst.ante verwendet wird.2. Durchführungsisolätor nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Dielektrikum mit höherer Dielektrizitäts- konstante Hartpapier, als solches mit kleinerer Dielektrizitätskonstante <B>01</B> ver wendet wird. 3. Durchführungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Dielektrikum mit höherer Dielektrizitäts- konstante ölimprägniertes Papier, als solches mit kleinerer Dielektrizitätskoii- stante Öl verwendet wird. 4.Durchführungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der .Teil, welcher aus Material mit grösserer Dielektrizitätekonstante besteht, als Be hälter dient.
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