CH299283A - Verfahren zur Herstellung von B-6,7-Epoxyhexachlortetracyclododecen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von B-6,7-Epoxyhexachlortetracyclododecen.

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  Verfahren zur Herstellung von     ss-6,7.Epoxyhexachlortetracyclodode@en.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung einer  neuen Substanz, die eine überraschend hohe  Toxizität gegenüber Insekten und insbeson  dere solche Insekten, die durch die bisher  verwendeten     halogenierten        Kohlenwasserstoffe     und ihre Derivate nicht angegriffen werden,  aufweist.  



  Die Schweizer Patente     Nrn.281998    und  290803 beziehen sich auf Verfahren zur Her  stellung von     polycyclischen        halogenierten        Koh-          lenwasserstoffen,    nämlich     Hexachlortetracyclo-          dodecadien    und     6,7-Epoxyhexachlorteträcyclo-          dodecen,    die nicht nur eine unerwartet hohe       insektizide        )Virksamkeit,    sondern auch eine  überraschend hohe Beständigkeit gegenüber       Reagenzien    aufweisen,

   die die bekannten orga  nischen     halogenierten    Insektengifte normaler  weise leicht zersetzen.  



  Der nach dem Verfahren gemäss vorliegen  der Erfindung hergestellte neue,     polycyclische,          halogenierte    Kohlenwasserstoff weist ausser  den gewöhnlichen Eigenschaften der oben ge  nannten Verbindungen noch neue Eigenschaf  ten auf, welche diesen Kohlenwasserstoff für  die Vertilgung von Ungeziefer, welches durch  viele oder die meisten Verbindungen der  Klasse, welcher der vorliegende Kohlenwasser  stoff angehört, nicht angegriffen wird, be  sonders geeignet und wertvoll machen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her  stellung der neuen Substanz, nämlich ss-6,7-         Epoxyhexachlortetracyclododecen,    das     die    fol  gende plane Strukturformel aufweist:  
EMI0001.0021     
    ist dadurch gekennzeichnet, dass     ss-Hexachlor-          tetracyclododecadien    der Oxydation mit einer       Perverbindung-unterworfen    wird.     ss-6,7-Epoxy-          hexachlortetracyclododecen    ist einweisser kri  stalliner Körper, der unter Zersetzung bei  etwa 245  C schmilzt.  



  In den letzten Jahren wurde eine. grosse  Zahl     halogenierter        Kohlenwasgerstäf-    bzw.  einfacher     Kohlenwasserstoffderivate-gefun-          den,        gefnn-          den,    die gegenüber zahlreichen Insektenarten  in hohem Grade toxisch sind. Diese Substan  zen sind jedoch gewissen Einschränkungen       unterworfen,    welche ihre Verwendbarkeit in  kleinem oder grösserem Ausmass vermindern.

    Mit Ausnahme der in den oben genannten  Patenten beschriebenen     Verbindungen    zeigen  alle bisher bekanntgewordenen organischen,  halogenhaltigen Insektengifte das Bestreben,  Halogen und gleichzeitig ihre     insektizide     Wirksamkeit zu verlieren.  



  Ausserdem sind alle bisher entdeckten ha  logenierten     Kohlenwasserstoffgifte,    die gegen      zahlreiche Arten von Insektenungeziefer zwar  sehr wirksam sind, für die     Vertilgung    zahl  reicher anderer,     ebenso    schädlicher Insekten  arten von     beschränktem    oder geringem Wert.  Diese Tatsache ist an sich nicht besonders  überraschend, da es eine sehr grosse Zahl       bekannter    Insektenarten gibt und zwischen  diesen Arten grosse Unterschiede vorhanden  sein können. Es ist deshalb nicht erstaunlich,  dass es keine einzelne     insektizide    Verbindung  gibt, die     mit_    Erfolg gegen alle Insektenarten  eingesetzt werden könnte.  



  Etwas weniger verständlich ist die Tat  sache, dass gewisse grosse Klassen von schäd  lichen Insekten gegen alle bisher     gefundenen          halogeniert.en        Insektengifte,    einschliesslich der  in den oben genannten Patenten beschriebenen  Verbindungen, praktisch     immun    sind.  



  Es     wurde    nun gefunden, dass gewisse  Klassen von Insekten, die bisher durch Ver  wendung     halogenierter        Kohlenwasserstoffe     nicht viertilgbar sind, gegenüber der Wir  kung der neuen Substanz sehr     empfindlich     sind. Da diese Klassen von     Insekten    bisher  gegen Verbindungen dieses allgemeinen Typs  verhältnismässig     widerstandsfähig    waren, ist  die Tatsache, dass - sie durch die neue Sub  stanz angegriffen werden, sowohl neu als  überraschend.

   Diese Tatsache ist noch über  raschender,     wenn    man in Betracht zieht, dass  die neue Substanz der im Schweizer Patent       Nr.290803    beschriebenen Verbindung struk  turell sehr ähnlich ist. Sie ist tatsächlich ein       Stereoisomer    der letztgenannten Verbindung.  Wie das genannte     Isomer,    besitzt die neue  Verbindung eine sehr starke.     insektizide    Wirk  samkeit, enthält jedoch derart fest gebundene  Halogenatome, dass sie unter alkalischen Be  dingungen, unter welchen die ältere     haloge-          nierten        insektiziden    Substanzen Halogen und  gleichzeitig an Wirksamkeit verlieren, be  ständig ist.  



  Das     Reaktionsprodukt,    das erhalten wird,       wenn    ein     Mol        1,2,3,4,7,7-Hexachlorbicyclo-          (2,2,1)-2,5-heptadien    mit 1     Mol        Cyclopenta-          dien    zur Reaktion gebracht wird, oder wenn  1     Mol        Hexachlorcyclopentadien    mit 1     Mol            Bicyclo-(2,2,1)-2,5-heptadien    zur Reaktion ge  bracht wird, besitzt die folgende ebene Struk  turformel  
EMI0002.0037     
    Werden die primären Produkte mit einer       Persäure    behandelt,

   so erhält man     epoxydierte     neue Derivate, die in ähnlicher Weise durch  eine ebene     Strukturformel    dargestellt werden  können:  
EMI0002.0041     
    Die ebene     Struktur    I stellt die beiden  primären Produkte dar, die erhalten werden,  wenn 1     Mol        Hexachloreyclopentadien    mit 1       Mol        Bicyclo-(2,2,1)-2,5-heptadien    zur Reaktion  gebracht wird, und wenn 1     Mol        Cyclopenta-          dien    mit 1     Mol        1,2,3,4,7,7-Hexachlorbicyclo-          (2,2,1)-2,

  5-heptadien    zur Reaktion gebracht       wird.    Die Struktur     I4    stellt das erfindungs  gemäss hergestellte     fl-6,7-Epoxyhexachlortetra-          cyclododecen    sowie das nach dem Verfahren des  Schweizer Patentes     Nr.290803    hergestellte  6,     7-Epoxyhexachlortetracyclododecen    dar. Die  durch eine einzige ebene     Strukturformel    dar  gestellten beiden Verbindungen sind physika  lisch und chemisch voneinander verschieden.

    Um die zwischen den Verbindungen, die durch  die obere ebene     Strukturformel    richtig dar  gestellt werden können, bestehenden Unter  schiede zu erläutern und zu erklären, ist es  deshalb nötig, kurz auf die stereochemischen  Konfigurationen dieser     Verbindungen    einzu  gehen.      Es sei eine einfache     Bicyeloheptenverbin-          dung,    wie z. B.  
EMI0003.0003     
    als Beispiel genommen.

   Man kann als wahr  scheinlich annehmen, dass die     Kohlenstoff-          atome    2, 3, 5 und 6 in der Papierebene liegen,  während die     Kohlenstoffatome    1 und 4 über  dieser Ebene und das     Kohlenstoffatom    7  noch höher als die Atome 1 und 4 über dieser  Ebene liegen. Die die Atome H und X und H  und Y mit den     Kohlenstoffatomen    2 und 3  verbindenden Bindungen sind" dann als über  und unter der Papierebene angeordnet ge  dacht.

   Der     planen        Struktur        II    entsprechen  somit (abgesehen von der     optisehen        Isomerie)     drei     Stereoisomere,    die - wie aus der bei  liegenden Zeichnung hervorgeht - durch  dreidimensionale Figuren [vergleiche     (a),    (b)  und (e) ] dargestellt werden können.

   Sind X  und Y Chloratome, so sind entsprechend der  am meisten gebräuchlichen Nomenklatur die  Verbindung (a) eine     Transdiehlor-Verbin-          dung,    (b) eine     exo-cis-Dichlorverbindung        und     (e) eine     endo-cis-Dichlorverbindung.     



  Es wird ferner allgemein als wahrscheinlich  angenommen, dass, wenn die Glieder X und Y  Teile eines nicht mehr als sechs Atome ent  haltenden Ringsystems bilden, die auf diese  Weise verbundenen Ringe entweder eine     exo-          cis-    oder eine     endo-cis-Konfiguration    aufwei  sen     müssen.    Eine     trans-Konfiguration    ist  wahrscheinlich notwendigerweise ausgeschlos  sen.  



  Untersucht man die durch die obige For  mel I dargestellte Verbindung eingehender, so  gelangt man zum Schluss, dass vier theoretisch  mögliche     Stereoisomere    angenommen werden  können:  1. eine Verbindung, in welcher der zweite  sechsgliedrige Ring in der     exo-cis-Stellung    an-    geschlossen ist und in welcher die     endo-          Methanbrücke.    im zweiten Ring in einem     all-          gemeinen.    Sinn in die gleiche Richtung ge  richtet ist, wie die     endo-Methanbrücke    im  ersten sechsgliedrigen Ring.  



  2. eine Verbindung, in welcher der zweite  sechsgliedrige Ring in der     exo-cis-Stellung    an  geschlossen ist, in welcher jedoch die     zweite          endo-Methanbrücke    bezüglich der ersten in die  entgegengesetzte Richtung gerichtet ist.  



  Man kann dies dreidimensional wie in der  beiliegenden Zeichnung [vergleiche (d) und  (e) ] darstellen.  



  Der Verbindung (d) wird eine     exo-exo-          Konfiguration    zugesprochen, während den bei  den Ringen A und B eine     exo-Konfiguration     zugesprochen wird. Ferner wird angenommen,  dass die Verbindung (e) eine     exo-endo-Konfi-          gurätion    aufweist und dass der Ring A in  Verbindung (e) eine     exo-Konfiguration    und  der Ring B der Verbindung (e) eine     endo-          Konfiguratiön    besitzen.  



  Die beiden andern durch die ebene Struk  turformel I dargestellten Verbindungen sind  die entsprechenden Varianten, in welchen der  zweite angeschlossene Ring sich in der     endo-          eis-Stellung    befindet. Diese Verbindungen  können     dreidimensional,    wie mit (f) und (g)  in der beiliegenden     Zeichnung    dargestellt, wie  dergegeben werden.  



  Es wird daher der     Verbindung    (f) eine       endo-exo-Konfiguration    zugesprochen, wäh  rend für den Ring A in Verbindung (f) eine       endo-Konfiguration    und für den Ring Bin  Verbindung (f) eine     exo-Konfiguration    ange  nommen werden. In ähnlicher     Weise    wird  der Verbindung (g) eine     endo-endo-Konfigu-          ration    zugesprochen, während für die beiden  Ringe der Verbindung (g) eine     endo-Konfi-          guration    angenommen wird.  



  Es ist nicht mit     Gewissheit    bekannt, wel  che der gezeigten Konfigurationen den ver  schiedenen vorliegenden Verbindungen zuzu  schreiben ist. Es wird angenommen, dass die  durch     Umsetzung    von 1     Mol        Hexachlor        cyclo-          pentadien    mit 1     Mol        Bicyclo-(2,2,1)-2,5-hep-          tadien    erhaltene Verbindung entweder die     exo-          exo-Konfiguration    (d) oder die endo-exo-Kon-           figuration    (f) besitzt.

   Im folgenden wird die  auf diese Weise erhaltene Konfiguration als        < calpha-Konfiguration     bezeichnet, während  die Reihe der auf diese Weise erhaltenen  Verbindung als      alpha-Reihe         bezeichnet    wird.

    Es wird ferner angenommen, dass bei der       Umsetzling    von     Cyclopentadien    mit 1     Mol     1, 2,     3,4,7,7-Hexacblorbicyclo    - (2,2,1) -<B>2,5</B>     -hepta-          dien    entstehende     Verbindung    entweder die       endo-endo-Konfiguration    (g) oder die     exo-          endo-Konfiguration    (e) besitzt.

   Im folgenden  wird daher die durch diese zweite Reaktions  methode erhaltene Konfiguration als      beta-          Konfiguration     bezeichnet, während die Reihe  der     auf    diese Weise erhaltenen Verbindungen  als      beta-Reihe     bezeichnet     wird.    Es wird       ausserdem    angenommen, dass, wenn die erste  dieser     Verbindungen        (alpha)    die     exo-exo-Kon-          figuration    besitzt, die zweite dieser Verbin  dungen     (beta)    dann die     endo-endo-Konfigu-          ration    aufweist,

   während, wenn die     alpha-Ver-          bindungen    die     endo-exo-Konfigtiration    besit  zen, die     beta-Verbindungen    dann die     exo-          endo-Konfiguration    aufweisen.  



  Es     ist    anzunehmen, dass bei der Diskus  sion der Konfiguration die räumlichen Bezie  hungen, die bestehen, wenn die in Betracht.  fallende Verbindung eine solche mit mehr  als     zwei        Bicycloheptanringen    ist, bisher noch  nicht berücksichtigt worden sind. Es folgt je  doch     aus    den obigen Ausführungen, dass bei  der     Addition    von 1     Mol    eines     Cyclopentadiens     an 1     Mol    einer gegebenen kondensierten     poly-          cyclischen    Verbindung 4     Stereoisomere    ent  stehen können.

   Unsere gegenwärtigen Kennt  nisse weisen darauf hin, dass Reaktionen die  ser Art das Bestreben haben, derart zu ver  laufen, dass     stereochemisch    reine     Produkte     entstehen, die     vorwiegend        (wenn    auch nicht       notwendigerweise    ausschliesslich) durch die  Reaktionskomponenten bestimmt sind. Es folgt  daraus, dass bei der nachträglichen Anlage  rung von     Cyclopentadienen    an die     tetracycli-          schen    primären Produkte in Wirklichkeit nur  eine der vier theoretisch möglichen Additions  konfigurationen entstehen wird.

   Eine weitere  wichtige     zti    beachtende Tatsache ist die, dass  diese     Anlagerumgsreaktionen    zwischen Cyclo-         pentadienen    und den vier     (alpha,    Beta usw.)  primären     Stereoisomeren    des     Hexahalogen-          tetracyclododecadiens    in jedem Fall praktisch  den gleichen Reaktionsverlauf aufweisen. d. h.

    die Anlagerung eines     Cyelopentadiens    an die  Doppelbindung eines nicht     halogenierten        Bi-          cycloheptenrin.gsystems.    Es erscheint deshalb  vernünftig, anzunehmen, dass die stereoche  mische Konfiguration in der Umgebung der  zusätzlichen Kondensationspunkte für jedes  der vier primären     Isomere    die gleiche sein  wird.  



  Die Herstellung des beim vorliegenden  Verfahren verwendeten     ss-Hexachlortetracyclo-          dodecadiens    kann z. B. nach dem Verfahren  gemäss     Sehweizer    Patent Nr. 295916 erfolgen.  Die     Peroxydation    kann beispielsweise mittels  einer Lösung von     Peressigsätlre    in einem ge  eigneten     Lösungsmittel,    wie z. B. Benzol,       durchgeführt    werden.

      <I>Beispiel:</I>       ss-Hexachlortetracyclododecadien        (ss-1,2,3,          4,10,10-Hexachlor-1,4,4a,5,8,8a-hexahydro-1,4,          5,8-dimethano-naphthalin)        (l.2    g, 0,033     '12o1)     wurde in 50     em3    Benzol gelöst, worauf die  Lösung mit 15     g    35     1/o        iger        Peressigsäure    ver  setzt wurde. Die Zugabe wurde tropfenweise  unter Rühren der Lösung durchgeführt.  Die Reaktionskomponenten wiesen anfänglich  Raumtemperatur auf.

   Die Reaktion war mässig       exotherm.    Das     Reaktionsgemisch    wurde über  Nacht gerührt und dann während etwa 1  Stunde bei 45  C erhitzt. Das Reaktionsge  misch wurde hierauf der     Wasserdampfdestil-          lation    unterworfen, um überschüssige     Peressig-          säure,    Essigsäure und Benzol zu entfernen.  Der erhaltene feste Rückstand wurde mit       Diäthyläther    extrahiert, worauf die Ätherlö  sung mit Wasser gewaschen und über wasser  freiem Natriumsulfat getrocknet wurde. Die  erhaltene praktisch wasserfreie Lösung wurde  auf ein Wasserbad gestellt.

   Der nach Ab  dampfen des Äthers zurückgebliebene Rück  stand wurde aus Methanol     umkristallisiert.     Auf diese Weise wurden 11,5 g einer weissen       kristallisierten    Substanz erhalten, die     unter     Zersetzung bei 245  C schmolz.      <I>Analyse:</I> für     012118C160:    C 37,860/0, H       2,110l0,        Cl        55,95%;        gefunden:        C        38,0%,        H     2,19 0/0,     Cl        55,81/0.     



  Die auf diese Weise erhaltene Verbindung  ist das     ss-Epoxyhexachlortetracyclodecen    (ss       1,2,3,4,10,10,6,7-Epoxy-1,4,4a,5,6,7,8,8a-octahy-          dro-1,4,5,8-dimethanonaphthalin),    welchem die  folgende ebene Strukturformel     zukommt:     
EMI0005.0015     
    Obschon aus Gründen der Klarheit die  Stereochemie der neuen Verbindung etwas  eingehender diskutiert wurde, um die Struk  tur dieses Materials aufzuklären, soll die Er  lindung durch die obigen     .Ausführungen    be  züglich der Reaktionsmechanismen, der stereo  chemischen     Konfigurationen    oder der Struk  turtheorie natürlich nicht     eingeschränkt    sein.  



  Das neue Produkt besitzt, wie bereits er  wähnt, einen grossen praktischen Wert als  Insektengift. Es ist gegen     Alkalien    sowohl in       wässrigen    als auch in     nichtwässrigen    Lösungen  völlig beständig. Die neue Verbindung weist  ausserdem gegenüber zahlreichen Insekten  arten einen hohen Grad von Toxizität auf.  Es geht dies im besonderen aus den folgenden  Ausführungen hervor.  



  In der Tabelle     II    ist die Toxizität der  neuen Verbindung gegenüber der gewöhnli  ehen Hausfliege     (Musca        domestica),    bezogen  auf die Toxizität des neuen     halogenierten    In  sektizids     Chlordane,    die     für    diesen Zweck als       100%        eingesetzt        ist,

          angegeben.        Die        angeführ-          ten    Zahlen wurden     unter    Anwendung der  Prüfmethode von     Kearns        (Kearns'        modified     Small     ellamber        method    of     test,        Soap        and          Sanitary        Chemicals,    Mai 1948, Seite 133) er  halten.

   Die Zahlen der Tabelle     II    stellen das  Verhältnis zwischen dem zur Erzielung einer       LD;;o    erforderlichen Gewicht an     Chlordane     und dem zur     Erzielung    der gleichen Mortali-         tät    erforderlichen Gewicht der geprüften Ver  bindung dar.  



  Die Bedeutung dieser Prüfungen lässt sich  leichter ermessen, wenn Tabelle I zugezogen  wird, in welcher die Verhältniszahlen für die  gewöhnlich     verwendeten    organischen     haloge-          nierten    Insektizide angegeben sind, welche in  ähnlichen     Prüfversuchen    mit     Heptachlor    als       Standardsubstanz    verglichen     wurden.     
EMI0005.0058     
  
    <I>Tabelle <SEP> I:</I>
<tb>  Verbindung <SEP> Relative <SEP> Toxizität
<tb>  Heptachlor <SEP> <B>1001/0</B>
<tb>  y-Isomer, <SEP> Hexachlorcyclohexan <SEP> 100%
<tb>  Chlordane <SEP> 40 <SEP> %
<tb>   DDT  <SEP> (Markenprodukt) <SEP> 10%     
EMI0005.0059     
  
    <I>Tabelle <SEP> Il:

  </I>
<tb>  Verbindung <SEP> 'Relative <SEP> Toxizität
<tb>  Chlordane <SEP> (Standardsubstanz) <SEP> 1000/0
<tb>  a-Hexachlortetracyclododecadien <SEP> 3401/o
<tb>  ss-6,7-Epoxyhexachlortetracyclododecen <SEP> 312%       Prüfungen der     insektiziden    Wirksamkeit  der neuen     Verbindung    unter     Verwendung     von andern Insekten als Fliegen haben er  geben, dass diese     Verbindung    hohe     Toxizität     gegenüber den meisten Insekten besitzt.  



  Am nützlichsten ist die neue Verbin  dung jedoch     überraschenderweise    auf Gebie  ten, die von denjenigen, auf     welchert.die    frü  her     bekanntgewordenen    Glieder dieser Gruppe  von Substanzen am wirksamsten sind, ver  schieden sind. Gewisse der früher .bekannt  gewordenen Glieder dieser Gruppe von Sub  stanzen, wie z. B.     a-5,6-Epoxy-hexachlörtetra-.          cyclododecen,    sind gegen den mexikanischen  Bohnenkäfer wirksam. Diese     Wirksamkeit    ist  jedoch viel geringer als die Wirksamkeit des  nach dem. vorliegenden Verfahren hergestell  ten Produktes.

   Es wurde gefunden, dass das  nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren her  gestellte     ss-6,7-Epoxy-hexachlortetracyclodode-          een    10- bis 20mal so giftig wie     Rotenon    gegen  über dem     mexikanischen    Bohnenkäfer     und     seinen Larven ist.     Rotenon    wird gegenwärtig      allgemein als Standardsubstanz für die Ver  tilgung dieses Insektes angesehen.

   Da dieses  besondere Insekt gegen die normalerweise  zur     Vertilgung    zahlreicher anderer schädlicher  Insektenarten     verwendeten        halogenierten        Koh-          lenw        asserstoffe    resistent ist, bildet die Tat  sache, das die neue     Verbindung    wirksam ist,  eine besondere Überraschung.  



  Die     Resistenz    der verschiedenen     Aphis-          a.rten    gegen die Wirkung der     halogenierten     Insektengifte ist noch     Priel    grösser als die  jenige des mexikanischen Bohnenkäfers: Es  sind gegenwärtig in der Tat nur drei Substan  zen bekannt, die gegen die zahlreichen Abarten  dieses Ungeziefers wirksam sind, nämlich       Tetraäthyl-pyrophosphat    oder     Hexaäthyltetra-          phosphat,        Parathion    und     Nicotin.     



  Diese Verbindungen müssen wegen ihrer  hohen Toxizität gegenüber Säugern, der Leich  tigkeit, mit welcher sie vom Körperabsorbiert  werden,     und    der grossen Geschwindigkeit,  mit welcher sie wirken, mit     gmösster    Sorgfalt  gehandhabt werden, da sie gefährlich sind.  Ausserdem weist keine dieser Verbindungen  als     Aphizid    in merklichem Ausmass eine     rema-          nente    Wirksamkeit auf.  



  Es wurde     nun    gefunden, dass das neue ss  6,7-Hexachlortetracyclododecen gegen die       Aphisarten    ausserordentlich wirksam ist. Prü  fungen haben ergeben, dass     .ss-6,7-Epoxyhexa-          chlortetracyclododecen    mehr als     13mal    so gif  tig gegenüber     Aphiden    ist wie     Nicotinsulfat.     Ebenfalls wichtig     ist    die. Tatsache, dass diese  neue Verbindung     einen    sehr hohen Grad von       remanenter        Wirksamkeit    aufweist.  



  Wegen ihrer physikalischen Form, ihrer  viel geringeren     Absorbierbarkeit    nach äusser  licher Verabreichung auf dem     Säugetierkör-          per    und der viel kleineren Geschwindigkeit  der     Giftwirkung    gegenüber Säugetieren, ist  die neue Verbindung im Gebrauch- viel un  gefährlicher als     Parathion    oder - die     Nicotin-          salze.     



  Die neue Substanz ist in allen     gewöhnlichen     organischen     Lösungsmitteln    löslich     und    kann  auf alle     gebräuchlichen    Arten als -Insekten  gift verwendet     werden.    So kann man die  Substanz in den normalerweise verwendeten    Trägerölen auflösen (wie dies zur Erzielung  der in Tabelle     1I    angeführten Daten getan  wurde)     und    die erhaltenen     Lösungen    zerstäu  ben oder     sonstwie    in der gebräuchlichen  Weise verwenden.

   Man kann die Substanz  auch mit fein zerteilten Trägersubstanzen       kombinieren,    um     benetzbare    und     nichtbenetz-          bare        insektizide    staubförmige Produkte zu  erzeugen. Sie kann in Gegenwart von     Emulgier-          mitteln    zusammen mit Wasser und mit Was  ser und Ölen verwendet werden, -um Insekti  zide Emulsionen zu erhalten.

   Die neue Sub  stanz kann auch     Ärosolgemischen    einverleibt  werden und kann im allgemeinen entweder als  einziges Insektengift - in einem Insektiziden  Gemisch oder kombiniert mit     andern    Insekti  ziden verwendet werden, um eine Kombina  tion von Eigenschaften und andern günstigen  Charakteristiken zu erhalten.  



  Wegen ihrer ungewöhnlichen Eigenschaf  ten und ihrer grossen Beständigkeit eignet  sich die neue     Verbindung    besonders gut für  eine Anzahl weniger gebräuchlicher, jedoch  höchst erwünschter Anwendungen. So kann  sie     Anstriehmaterialien,    Lacken, Firnissen       und    Polierwachsen zugesetzt werden, die nach  dem Auftragen Oberflächen mit grosser     in-          sektizider    Wirksamkeit besitzen. Die neue Sub  stanz kann     Papierprodiüiten    aller Arten zuge  setzt werden, entweder durch geeignete Im  prägnierung der fertigen Papierprodukte oder  durch Einverleibung während der Herstel  lung.

   In ähnlicher Weise kann die Substanz  Klebmitteln, Weichmachern, Druckfarben,       Kautschnkprodukten    usw. einverleibt werden,  um fertige Produkte zu erhalten, die gegen  Insekten toxisch wirken und dem Angriff  durch Insekten widerstehen. Die neue     Sub-          tanz    kann auch verschiedenen Arten von  Plastik und Plastikfolien zugesetzt werden,  um     Verpaekimgs-        und    Hüllenmaterialien zu  erhalten, die selbst gegen Angriff durch In  sekten widerstandsfähig sind und die in ihnen  eingehüllten Gegenstände gegen solchen An  griff     zu    schützen vermögen.

   Wegen ihrer  hohen Beständigkeit gegenüber der Einwir  kung von Alkalien kann die neue Substanz  Tünchen und andern Oberfläehenbehandlungs-           mitteln    zugesetzt werden. Der     Pachmann    wird  erkennen, dass für diese     Substanz    noch zahl  reiche andere ähnliche     Verwendtmgsmöglich-          lieiten        bestehen.     



  Es ist zu beachten, dass die neue Substanz,  das     ss-6,7-Epoxy-hexachlortetracyclododeeen,     in ungewöhnlichem Ausmass gegenüber Rat  ten giftig wirkt. Sie kann deshalb zur Ver  tilgung dieses Ungeziefers verwendet werden,  und insbesondere dann, wenn eine bleibende  Wirksamkeit während längerer Zeit erforder  lich ist. Dieses Material wird sich als besonders  wertvoll     erweisen.    für die Bekämpfung von  Nagetieren in Obstgärten, wo das Auftreten  der Feldmaus und     ähnlicher    Nager ein ernst  liches Problem darstellt.

   Auf das Erdreich  aufgebracht oder leicht in die Oberflächen  schicht des Erdreiches eingearbeitet, wird die  ses Material nicht nur dazu dienen, das Nage  tierungeziefer zu vertilgen, sondern auch  schädliche Insekten, die an und     -unter    der  Erdoberfläche angetroffen werden, zu besei  tigen.  



  Der Fachmann wird erkennen, dass für die  erfindungsgemäss erhaltene neue Substanz  ausser den bereits genannten noch zahlreiche  andere Verwendungsmöglichkeiten bestehen.  So wird sie als Weichmacher und als Kleb  mittel für zahlreiche Arten von harzartigen  und polymeren Materialien wertvoll sein. Diese  Verbindung eignet sieh auch als Ausgangs  material und     Zwischenprodukt    für Parfüme,  Heilmittel, Fungizide und andere in Gewerbe  und Wissenschaft nützliche     organische    Ver  bindungen.

Claims (1)

  1. PATDNTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von ss-6,7- Epoxy-hexachlortetracyclododecen mit folgen der ebener Strukturformel: EMI0007.0017 dadurch gekennzeichnet, dass ss-Hexachlor- tetracyclododecadien der Oxydation mit einer Perverbindung unterworfen wird. ss-6,7-Epoxy-hexaehlortetracyclododecen ist eine weisse, kristalline, feste Substanz, die unter Zersetzung bei etwa 245 C schmilzt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ss-Hexachlortetra- cyclododecadien mit Peressigsäure zur Reak tion gebracht wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in einem Lösungsmittel durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass als Lösungsmittel Benzol ver wendet wird.
CH299283D 1950-04-18 1951-04-17 Verfahren zur Herstellung von B-6,7-Epoxyhexachlortetracyclododecen. CH299283A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1024963B (de) * 1954-12-16 1958-02-27 Velsicol Chemical Corp Verfahren zur Herstellung von Bis-(epoxycyclopentyl)-aether

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1024963B (de) * 1954-12-16 1958-02-27 Velsicol Chemical Corp Verfahren zur Herstellung von Bis-(epoxycyclopentyl)-aether

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