Maschine zum Umbinden von Packstücken.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Maschine zum Umbinden von Packstükken, z. B. Ballen, Kisten, Paketen und dergleichen, mit Mitteln zum Vorschieben, Zu rüekziehen, Abschneiden und Verbinden von Bindematerial, welches durch eine Verbin dungsvorrichtnng hindurch, um das Packstück herum durch einen Haltegreifer hindurch und mit dem freien Ende wieder in die Verbindungsvorrichtung geführt werden kann, worauf nach Schliessen des Haltegreifers die erzeugte Schleife des Bindematerials nm das Packstück zusammengezogen und von dem restlichen Bindematerial abgeschnitten werden kann und die Teile des Bindematerials in der Verbindungsvorriehtung miteinander verbunden werden können.
Die erfindungsgemässe Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arbeitsschritte: Schliessen des Haltegreifers und Steuerung des Rüekwärtslaufes des Bindematerials mittels einer Fördereinrichtung cin- zeln von Hand mittels des gleichen llandhebels bewirkt werden können. Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert:
Die Betätigungselemente, die z. B. Nocken, Winkelarme und dergleichen sein können, können mit einer oder mit mehreren quergelagerten I-Iandsteuerwellen oder motorgetriebenen Steuerwellen antriebsverbunden sein. Sie können aber auch zum Teil mit Wellen der ersten Art und zum andern Teil mit Wellen der zweiten Art antriebsverbunden sein, je nach dem Ausmass der Automatisierung der Einrichtung.
Das endlose, biegsame Bindematerial wird zweckmässig von der Vorratsstelle längs einer rund um die Verpaektmg verlaufenden Führung in der Bindeebene zugeführt, an deren Ende der Haltegreifer vorgesehen ist, wobei ein freiea Materialende in die Verbindungs- vorrichtung ragen kann, und in welcher Führung, anschliessend an ein Schliessen des Haltegreifers und Rückführen des Materials zwecks Entfernens von überschüssigem, biegsamem Bindematerial und zwecks Schliessens der Bindematerialschlaufe um die Verpackung, die Verbindungsvorrichtung so betätigt wird, dass die in ihr liegenden Teile des biegsamen Materials miteinander verbunden werden.
Bevor das Material verbunden wird, wird das biegsame Bindematerial zweckmässig von einem Hilfsgreifer erfasst und angezogen zwecks Spannens der Schlinge, wenn das Rückführen des Materials nicht selbst schon ein genügend straffes Anliegen des Materials an der Ver packemg gewährleistet. Das biegsame Material kann vor oder nach dem Verbinden vom Vorrat abgetrennt werden.
Wenn, wie dies besonders bei gespanntem Metallband zweckmässig ist, dieses Material vor dem Verbinden abgetrennt wird, muss es auf der dem Haltegreifer gegenüberliegenden Seite der Verbindungsvor richt.-cmg durch einen Hilfsgreifer gefasst werden, damit die gespannte Schlinge auch gespannt bleibt, während das freie, abgetrennte Ende wie das vordere Ende in die Verbin dungsvormehtung hineinragt, wo die beiden Enden miteinander verbunden werden.
Das Ausmass der Automatisierung der einzelnen Arbeitsvorgänge, so, dass diese mlr eingeleitet werden müssen, kann bei verschiedenen Beispielen verschieden gewählt werden.
Einerseits ist es erwünscht, dass wenigstens das Auslösen der Schliessbewegung der Greifer und das Einleiten des Rüekführens des Materials einzeln von Hand ausgeführt werden.
Anderseits soll wenigstens das Arbeiten der Verbindungs- und der Abtrennvorrichtung nach erfolgtem Auslösen dieser Arbeitsschritte automatisch erfolgen, und die Anordnung kann derart sein, dass diese Arbeitsvorgänge, nach erfolgter Auslösung durch den Bedienenden, von diesem nicht mehr beeinflusst werden können.
Das Zuführen von Material, auch wenn es von Hand steuerbar ist, wird zweckmässig maschinell ausgeführt, indem das Material z. B. mit kontinuierlich rotierenden Walzen in Kontakt gebracht wird. Dieses Zuführen kann zum Teil automatisch erfolgen, so, dass z. B. in Verbindung mit der Führung rund um die Verpackung herum Anschlagmittel zum Begrenzen der Länge des zugeführten Materials und Mittel zum Bestimmen einer obern Grenze, bis zu welcher das biegsame Material beim Rückführen höchstens gespannt werden darf, ohne zu rutschen, vorgesehen sind.
Das Zuführen kann der erste oder der letzte einer Folge von Arbeitsvorgängen sein.
Wo eine Führung vorgesehen ist, so dass die Länge des zuzuführenden Materials bei jeder Operation praktisch dieselbe ist, kann dieser Vorgang in einfacher Weise in die automatisch erfolgenden Vorgänge aufgenommen sein, in welchem Fall zwecksmässig ein Arbeitskreislauf vorgesehen ist. Das automatische Zuführen von Material kann einstellbar sein, so dass es verschiedenen Grössen der Führung angepasst werden kann. Wenn dagegen die Länge des zugeführten Materials der Grösse der einzelnen Verpaclrnngen angepasst werden soll, z. B. wenn keine Führung vorgesehen ist, kann das Zuführen von Hand steuerbar sein.
Ob das Zuführen des biegsamen Materials nun automatisch oder von Hand erfolgt, ist es in beiden Fällen nicht nötig, die Einrichtung selbsteinstellbar zu machen, da die gleichförmige Länge des zugeführten Materials im einen Fall innerhalb enger Grenzen eingestellt und im andern Fall direkt von Hand eingestellt werden kann. Die Vorrichtung für das Rückführen des Materials dagegen sollte verstellbar sein. Auch in diesem Fall ist es vorteilhaft, die Vorrichtung von Hand zu steuern, um den Schlupf bei nnangepasster Einstellung und damit die Abnützung zu verringern, was bei automatischer Steuerung, die für die kleinste zu behandelnde Verpackung eingestellt sein muss, nur schwer erzielbar ist und somit mehr oder weniger grossen Schlupf bei grösseren Verpaelzmgen ergibt.
Auch kann viel Zeit gespart werden, wenn das Rüekführen von Hand gesteuert wird. Die Spannmittel, falls solche vorgesehen sind, können automatisch oder von Hand betätigbar sein, und zwar mit konstantem Zug, der ge nügt, um den ganzen Bereich der möglichen Einstellung zu decken. Das Öffnen der Greifer zum Entfernen der gebundenen Verpakkungen erfolgt zweckmässig automatisch.
Wenn, wie dies bei mehrheitlich automatischen Einrichtungen der Fall ist, nur ein Bedienungsorgan in einer bestimmten Rich tung aus einer Neutrallage bewegt werden muss, und zwar zuerst zum Schliessen der Greifer und dann zum Betätigen der Rückführvorrichtung und in einer entgegengesetzten Richtung aus der Neutrallage, zum Auslösen der andern, automatischen Arbeitsvorgänge der Einrichtung, ist keine Kulisse erforderlich. Wenn das Bedienungsorgan dagegen für eine ausgedehntere direkte Handsteuerung dient, ist zweckmässig eine solche Kulisse zur Führung des Handgriffes des Bedienrmgs- organs vorgesehen.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung näher dargestellt, und zwar Beispiele zur Verwendung von Metallstreifen als biegsames Bindematerial, wobei die eine Einrichtung weitgehender automatisiert ist, während eine Variante mehr zur direkten Handsteuerung geeignet - ist. Soweit die Teile nicht näher dargestellt und erläutert sind, handelt es sich um Bekanntes.
Die mehr automatisch arbeitende Einrichtung ist in den Fig. 1 bis 9 dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine allgemeine Vorderansicht der Einrichtung mit geschlossenen Greifern,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Einrichtung, in welcher der Steuermechanismus der Greifer sichtbar ist und die andern vor der vordern Deckplatte der Einrichtung liegenden Teile weggelassen sind,
Fig. 3 eine Draufsicht der Einrichtung unterhalb der Höhe des Auflagetisches, die Teile in neutraler Lage zeigend,
Fig. 4 einen Vertikalsehnitt in der Bindeebene, die Teile ebenfalls in der Neutrallage zeigend,
Fig. 4A eine Seitenansicht und
Fig. 4B einen Schnitt nach der Linie 41jb in Fig. 4A des rechtsliegenden Greifers,
Fig. 5 einen Schnitt analog zu Fig.
4, den voll ausgestreckten Spannarm zeigend, wobei die für diesen Arbeitsvorgang unwesentlichen Teile weggelassen sind,
Fig. 6 einen Vertikalsehnitt in einer Ebene hinter und parallel zur Bindeebene, die Steuerung der einzigen Kuppkmg zeigend, mit welcher die konstant rotierenden Teile mit den automatisch betätigbaren Teilen der Einrichtung kuppelbar sind,
Fig. 7 Teile, die vor der Deckplatte der Einrichtung liegen, und zwar in grösserem Massstab als in Fig. 1, jedoch in derselben Stellung,
Fig. 8A und 8B Front- bzw. Seitenansichten von Einzelheiten, das Betätigen der Grei fer-Steuervorrichtung von je Hand zeigend, und
Fig.
9A und 9B Front- bzw. Seitenansichten, die handbetätigbare Stenervorrichtung für das Rückführen des Metallbandes zeigend.
Die Fig. 10 bis 12 zeigen die Variante für mehr direkte Handsteuerung ; dabei zeigt:
Fig. 10 eine der Fig. 3 entsprechende Ansicht der in dieser Variante abgeänderten Teile der Einrichtung, die Steuerwelle in ihren beiden Arbeitsstellungen zeigend,
Fig. 11 eine Ansieht einer Einzelheit entsprechend Fig. 9A, die Handsteuerung des Bandes beim Zu- und Rückführen zeigend, und
Fig. 12 einen Schnitt entsprechend Fig. 4, die Handsteuerung des Spannens des Bandes unter Weglassung der übrigen in dieser Ebene liegenden Teile zeigend.
Die in den Fig. 1 bis 9 dargestellte Einrichtung besitzt den üblichen Auflagetisch 1.
An dessen vorderem Rand erstreckt sich in der Bindeebene eine Führung für das Metallband. Unter dem Tisch 1 sind drei vertikale Hauptplatten 2, 3 und 4 angeordnet; sie dienen zum Tragen der Vorrichtungen und liegen in zur Bindeebene parallelen Ebenen, und zwar die Platte 2 unmittelbar vor und die mittlere Platte 3 unmittelbar hinter der Bindeebene.
In einem mittleren Querschnitt der Führung sind unterhalb einer Rückstossplatte 5 auf Tisehhöhe (Fig. 3 und 4) der näherliegende oder erste Greifer 6, das Trennmesser 7, die Verbindungsvorrichtung 8 in Flucht mit der Öffnung 5a der Platte 5 und ein zweiter Greifer 9 angeordnet. Das Metallband wird aus der Führung heraus über die Greifer rund um die Verpaclamg herum geführt. Eine Verlängerung der Führung zwecks Einschliessung der Verpackung ist in Form eines gebogenen Führungskanals 10 vorgesehen, längs welchem das Band während des Heruinführens um die Verpackung gestossen wird.
Das Metallband kann in Längsrichtung von der näherliegenden Seite der Einrichtung her unter dem ersten Greifer 6 hindurch, durch die Verbindungsvorridrtung 8 und durch den zweiten Greif er 9 hindurchgeführt werden, um dann durch die Führung : 10 zu- rück durch den ersten Greifer 6 und erneut durch die Verbindungsvorrichtung 8 hindurch zum Anschlag 11 unmittelbar vor dem zweiten Greifer 9 geführt zu werden. Beide Greifer sind während dieses Zuführens des Bandes offen. Der genannte Anschlag 11 besitzt ein drehbares Querglied, das das Ende des Bandes nur ein erstes Mal durchtreten lässt, einen zweiten Durchgang des Bandes jedoch verhindert, indem das Querglied auf dem Anfangsteil des Bandes aufliegend das Bandende anhält.
Ein besonderes Merkmal des ersten Greifers 6 (Fig. 44 irnd 4B) liegt in der Form des untern Greiferarmes, der sich beim Schlie ssen um seinen Drehzapfen 6a aufwärts gegen die Platte 5 hin dreht und ausserdem als Führung für das l\ Metallband dient, das längs des ringsum geschlossenen Kanals 6b geführt wird, wodurch der untere Teil mit dem obern Teil des Bandes an dieser Stelle in enge Berührung gebracht werden kann, und der Abstand in Längsrichtung des Bewegungsweges des Bandes zwischen der Greiferfläche 6c des Haltegreifers 6 und der Verbindungsvorrichtung 8 wird so verringert.
Der kleine Umlenker 12, der unter der Platte 5 angeordnet ist, dient zur Verhinderung des Eindringens des Bandendes in die Öffnung 5a beim zweiten Durchgang des Bandes. Der Oberteil des Greifers 6 ist rinnenförmig (bei 6e) ausgebildet und bildet einen Teil der Führung für das Metallband. Um das Herausziehen der gebnn- denen VerpaeLzmg aus der Einrichtung zu ermöglichen, kann die Vorderwand 6f dieses Kanals 6e durch Drehen der Platte 6g um den Bolzen 6a entgegen der Wirkung der Feder 6h nach unten gedrüekt werden. Die Lage der Platte 6g bei niedergedrückter Vorderwand ist durch gestrichelte Linien in Fig. 4A dargestellt.
Das Trennmesser 7 ist dazu bestimmt, den untern Teil des Bandes dort, wo er aus dem Kanal 6b herausragt, abzuschneiden, und wirkt zu diesem Zweck mit dem Ende 6d des Greifers
6 zusammen. Wie in Fig. 3 ersichtlich, ist der Bolzen 6a exzentrisch gelagert, um ein Einstellen des Greifers 6 gegenüber dem Trennmesser 7 zu ermöglichen.
Der zweite Greifer 9 ist exzentrisch und kann gegen die Platte 5 geschlossen werden.
Das Trennmesser 7 und die Verbindungs- vorrichtung 8 sind beide automatisch durch Nocken auf der Steuerwelle 13 betätigbar.
Diese Welle liegt quer zur Bindeebene. Zuerst erfolgt dabei das Heben des Messers 7 auf dem Hebel 7b durch den Nocken 7a mittels eines Querhebels 7c, worauf die Aufwärtsbewegung der Verbindungsvorrichtung 8 durch den Nocken 8a erfolgt. Das Betätigen, d. h. Heben und Senken der beiden genannten Teile el folgt während einer vollen Umdrehung der Welle 13. Die Verbindungsvorrichtung kami von irgendeiner Bauart sein, die sieh zum Verbinden von sich überlappenden Bandenden eignet, z. B. durch Zerschneiden oder Deformieren derselben. Sie kann ohne oder mit einer Hülse versehen sein. Im zweiten Fall kann die Anordnung derart sein, dass ihr automatisch Band zugeführt wird, das abgetrennt und zu einer Hülse geformt wird.
Demzufolge kann eine Zuführungswalze vorgesehen sein, die von der Welle 13 antreibbar ist zwecks Zuführens solch einer Bandhülse quer zu den sich überlappenden Teilen, wobei das Abtrennen dieser Bandhülse durch die Vorirchtung 8 erfolgt, wenn letztere angehoben wird. Das Messer 7 kann dabei mit dem abgetrennten Bandende zusammenwirken, während dieses angehoben und die Bandhülse unter das Mes- ser geführt wird.
Die Mittel zum Zuführen des Bandes und zum Rückziehen desselben zwecks Schliessens der Schlinge weisen eine Walzenvorrichtung auf, die in der Bindeebene angeordnet ist und durch welche das Band von der Vorratsstelle zum Kanal 6b (Fig. 4) geführt wird.
Die untere Fläche des Bandes kommt dabei mit der einen oder andern von zwei miteinander drehverbundenen Walzen in Reibberührung, welche Walzen so angetrieben werden, dass sie gegenläufig mit konstanter Drehzahl rotieren, wie dies in der Zeichnung durch Pfeile angedeutet ist. Die erste Walze 14 bewirkt das Zuführen und die zweite Walze 15 das Wegführen des Bandes. Der erforderliche Druck auf der Oberfläche des Bandes, um die eine oder andere Walze zur Wirkung zu bringen, wird durch ein Paar von frei drehbaren Walzen 14a, 15a erzeugt.
Diese sind in einem Rahmen 16 gelagert, der symmetrisch auf der Welle 16a sitzt, mittels welcher dieser Rahmen aus einer Neutrallage, in welcher das Band unbeeinflusst zwischen den Walzenpaaren liegt, so verschwenkt werden kann, dass das Band entweder zwischen den Walzen 14 und 14a oder zwischen den Walzen 15, 15a von diesen erfasst wird. Die Walze 14 ist mit Seitenflanschen 14b versehen, wodurch der Walzenumfang die Zentrierung des Bandes bei dessen Abgabe in den Kanal 6b bewirkt.
Die Walze 14 ist direkt auf der Hauptquerwelle 17 der Einrichtung gelagert, welche Welle durch den Motor 17a mittels des Riementriebes 17b, 17c am näherliegenden Wellenende konstant angetrieben wird. Die Walze 15 wird durch die Welle 17 mittels der Zahnräder 14c, 15c über eine einstellbare Kupp- lung 1. 5b angetrieben, welche einen gewissen Schlupf der Walze 15 erlaubt, wenn die Schlinge an der Verpackung anliegt. Eine ähnliche Rutschkupplung kann für die Walze 14 vorgesehen sein.
Die Spannvorrichtung. besitzt einen Greifer 18, der auf der näherliegenden Seite der Zuführungswalzen auf einem Armpaar 18a angeordnet ist, das um einen Zapfen in der Bindeebene verschwenkbar ist. Das Spannen kann mittels der Stossstange 18b erfolgen, die bei 18c gelagert ist, wobei das Verschwenken gegen das obere Ende des kürzeren Armes 18d erfolgt, der zwischen den Armen 18a angeordnet ist, an deren unterem Ende er angelenkt ist, und zwar etwas oberhalb ihrer eigenen Drehzapfen. Dem Schub der Stange 18b wirkt eine Zugfeder 18e entgegen, deren Spannung konstant ist, um im ganzen Bereich der möglichen Greiferbewegung wirksam zu sein.
Um den Hub des Greifers 18 und somit die von ihm bewirkte Spannung innerhalb eines Bereiches einstellen zu können, ist eine einstellbare Druckfeder 18f mit Einstellknopf 18y vorgesehen, die zwischen dem Hebel 18d und den Armen 18a angeordnet ist. Der genannte Schub wird durch diese Feder im gewünschten Ausmass übertragen, um die Teile aus der in Fig. 4 gezeigten Lage in die in Fig. 5 gezeigte Lage zu bewegen. Der Greifer 18 ist normalerweise gegen den Anschlag 18h anliegend offen gehalten, wie dies in Fig. 4 ersichtlich ist, und schliesst sich automatisch, wenn er sich von diesem Anschlag wegbewegt.
Die Spannung wird durch die Rückführ Auslösevorrichtung 19, die den Spannmitteln zugeordnet ist, aufrechterhalten, bis das Ende des Arbeitskreislaufes erreicht oder annähernd erreicht ist, da es zweckmässig ist, das Band zu trennen, solange es gespannt ist. Die Auslösevorrichtung 19 sitzt auf einem Hebel 19a, der bei 19b drehbar und mit einer Querstrebe unter der Wirkung der Feder 19c in Eingriff gehalten ist, die zwischen den Armen 18a angeordnet ist. Diese Anordnung besitzt den Vorteil, dass die Stange 18b durch die Feder 18e unmittelbar zurückgezogen werden kann, um die Feder 18f vollständig zu entlasten, bevor die Arme 18a selbst von der Vorrich tanig 19 freigegeben werden und unter der restlichen Spannung der Feder 18e in die Ausgangslage zurückkehren.
Um das Zurückschlagen der Arine 18a zusätzlich zu dämpfen, ist ein Puffer 20 vorgesehen.
Der vollständig automatische Teil der Arbeitsvorgänge wird durch die Hauptantriebswelle 21 bewirkt, welche durch die Welle 17 über eine Kupplung 22 so angetrieben wird, dass sie sich während jedem Arbeitszyklus einmal dreht. Die Antriebsübertragung von der Welle 17 erfolgt mittels einer Schneckenwelle 23 über Kegelräder 17 < 1 und 23a; die Schnecke 23b auf der Welle 23 greift in ein rotierendes Schneckenrad-Kupplungselement 22a ein. Die Antriebsverbindung zwischen diesem Element und der Trommel 22b, die fest auf der Welle 21 sitzt, ist durch eine drehbare : Klaue 22c auf der Trommel 22b hergestellt, die, wenn ausgelöst, mit irgendeinem der Schlitze 22d des Elementes 22a in Eingriff kommt.
Die Kuppkmg wird mittels des Gliedes 24 gesteuert, das auf einer vertikalen Achse 24a drehbar angeordnet ist. Der Flügel 24b dieses Steuergliedes hält normalerweise (wie in Fig. 3 und 6 gezeigt) die Klaue 22c ausser Eingriff, und zwar mittels seiner Nockenkante 24c, über welcher Kante ein Vorsprung 24d vorgesehen ist, der als Anschlag dient, um ein Drehen der Trommel 22b zu verhindern. Durch Rotieren des Gliedes 24, bis dessen Kopfteil 24e in Eingriff mit dem Winkelarm 25 kommt und von diesem gehalten wird, wird die : Klaue 22c der Kupplung zum Eingriff freigegeben. Der genannte Winkelarm, der bei 25a drehbar gelagert ist, besitzt einen obern Schenkel 25b und einen hintern Teil 25c.
Eine zwischen dem Teil 25c und dem Glied 24 angeordnete Zugfeder 25d dient nicht nur zum Ineingriffbringen des Schenkels 25b mit dem Teil 24e beim Drehen des Gliedes 24, sondern drückt das Glied 24 selbst in seine normale Auskupp llmgslage gegen den Anschlag 24f. Unmittelbar vor die im Eingriff befindliche Kupplung ihre Umdrehung vollendet, kommt der Vorsprung 26d des Gliedes 22b mit dem hintern Arm 25c des Winkels 25 in Eingriff und befreit dadurch das Glied 24, so dass es sich in den Bewegungsweg der Klaue 22c bewegt, die dadurch zurückgezogen wird, indem sie über die Kante 24c gleitet und vollständig zurückgezogen ist, unmittelbar bevor sie den Vorsprung 24d erreicht.
Die Welle 21 ist mit der Antriebswelle 13 der Verbindungs- und der Trennvorrichtung, mittels des Kettentriebes 25, 21a, 13a auf den entsprechenden Wellen, über eine einfache Klauenkuppllmg 13b antriebsverbunden. Das Ein- und Auskuppeln der Kupplung 13b wird durch den Hebel 13c mittels des Nockens 13d auf der Welle 21 gesteuert, welche Mittel bewirken, dass die Welle 13 während jenes Teils der Umdrehung der Welle 21, während welcher das Verbinden und Abtrennen des Bandes erfolgt, eine volle Umdrehung ausführt.
Anderseits kann die Rotation der Welle 13 auch direkt durch die Hauptantriebswelle 17 erzeugt werden; dies würde jedoch die Kupp- lung 1 3b mehr beanspruchen, was durch die beschriebene Ausbildung vermieden wird.
Die Welle 21 trägt ferner verschiedene Nocken, deren Wirkungsweise im folgenden näher beschrieben ist, und zwar handelt es sich um die Greifersteuernocken 6i und 9a, den Zuführungssteuernocken 16b, der vor der Deckplatte 2 angeordnet ist, und die Nocken 18i und 19d zum Betätigen der Spannarme bzw. der Spanuvorrichtung zwischen den Platten 2 und 3.
Der nafierliegende Greifer 6 (Fig. 7) wird durch den Nocken 6i mittels der Walze 6j auf dem Arm 6k und ferner durch den Nocken
61 unter dem Greifer (siehe Fig. 4, welche die Greifer in Offenlage zeigt) betätigt. Der Arm
6k wird durch eine Zugfeder 6m gegen den
Nocken 6i gedrückt, welche Feder im Schliess sinne des Greifers wirkt, d. h. sie versucht, die
Teile in die in Fig. 7 gezeigte Lage zu bewe gen. Der Greifer kann entgegen der Wirkung der Feder 6m durch einen Lenker 6n auf der
Stange 60 in Offenlage gehalten werden, wel che Stange mit dem Arm 6k verbunden ist.
Der Lenker 6n kommt automatisch mit der
Klinke 26c in Eingriff, wenn der Nocken 6i im Sinne des Öffnens des Greifers wirkt.
Das Betätigen des zweiten Greifers 9 wird zur Hauptsache in Verbindung mit der Betätigung des ersten Greifers 6 durchgeführt, und zwar mittels der Stossstange 9b, die am Arm 6k drehbar angeordnet ist und durch die
Verbindung 9d auf den Hebelarm 9c des Greifers 9 wirkt. Im Gegensatz zum Greifer 6, der entweder vollständig offen oder vollständig geschlossen ist, kann das Schliessen des
Greifers 9 unter der Wirkung der Zugfeder
9e am Arm 9c abgestuft so erfolgen, dass diese Feder vorerst nur leicht zur Wirkung kommt, wobei das Band gerade noch durch den Greifer
9 durchgezogen werden kann, während der
Rückführung des Bandes.
Die Wirkung der
E'eder 9e wird dann verstärkt, um die Greifer arme stärker zusammenzudrücken, während das Band gespannt wird; diese Verstärkung der Federkraft geschieht durch die Wirkung des Nockens 9a über die Walze 9f auf dem
Arm 9g, an welchem die Feder befestigt ist.
Das automatische Öffnen und Schliessen des
Greifers 9 wird durch die Stange 9b gleichzeitig mit der Betätigung des Greifers 6 be bewirkt. Es ist zu bemerken, dass, wenn der Grei fer 9 nur leicht geschlossen ist, die Verbindung 9d genügend nachgiebig ist, um ein Weiterbewegen des Armes 9c während des vollständigen Sehliessens des Greifers 9 zu ermögli ehen. Der Nocken 9a vermindert die Spannung der Feder 9e, bevor die Greifer durch den
Nocken 6i geöffnet werden.
Das Zuführen des Metallbandes wird durch den Nocken 16b gesteuert, der über die Walze 16c am Arm 16d wirkt. Der letztere ist am Vorderende der Drehachse 16a des Walzenrahmens 16 befestigt, welche Achse durch die Zugfeder 16e, die am Arm 16d angreift, in jene Lage des Rahmens gedreht wird, in weleher die Walzen 14 und 14a sich in Wirklmgs- lage befinden. Der KamInteil des Nockens 16b hält den Rahmen entgegen der Wirkung dieser Feder in seiner Neutrallage.
Die Länge des Bandes, die zugeführt wird, während der niedere Teil des Nockens ein Verschwenken des Rahmens in die entsprechende frage er möglicht, kann durch Ändern der Schräglage des Armes auf der Welle 16a mittels der bei 16f gezeigten Mittel leicht eingestellt werden; jede über ein gewisses Mass hinausgehende Änderung verlangt jedoch das Einsetzen eines andern Nockens.
Die Nocken 18i und 19d zum Betätigen der Spannarme bzw. der Vorrichtung zur Aufrechterhaltung der Spannung sind in Fig. 4 gezeigt; der erstgenannte Nocken ist ausserdem in : Fig. 5 in seiner Wirkungslage gezeigt. Die Walze 18j an einem Ende der Stossstange 18b wird mit dem Nocken 18i in Eingriff gehalten.
Ein Paar von Führungswalzen 18k führt die Stange 18b. Das Ende des Sperrhebels 19a ist mit einer Walze 19e versehen, die zum Zusam menwirken mit dem Nocken 19d dient. Ans den bereits genannten Gründen sind die Nocken so geformt, dass die Stange 18b zurückgehen kann, bevor der Sperrhebel zwecks Freigabe der Arme 18a gehoben wird.
Im folgenden soll die Handsteuerung der Einrlchtnng mittels des Handhebels 26 näher beschrieben werden. Dieser Hebel ist auf der näherliegenden Seite der Vorrichtung auf der TIauptantriebswelle 26a befestigt, so dass er in einer zur Bindeebene parallelen Ebene verschwenkbar ist, wobei er die Welle 26a verdreht.
Durch Verdrehen der Welle 26a nach aussen aus ihrer Neutrallage. wird der Greiferlenker 6 durch Anheben der Klinke 26c am vordern Ende der Welle 26b ausgelöst. Die Klinke 26c ist in den Fig. 8A und 8B im Eingriff, in Fig. 7 dagegen ausser Eingriff gezeichnet. Die Verbindung zwischen den Wellen 26a und 26b ist durch die aneinander anliegenden Arme 26d und 26e hergestellt, welche Arme je auf der entsprechenden Welle befestigt sind. Auf den Arm 26e wirkt eine Zugfeder 2Sf, und zwar entgegen der Hand hebelbewegung, um die Klinke 26c mit dem Lenker 6n automatisch wieder in Eingriff zu bringen, wenn der letztere durch den Nocken 6i genügend zurückverschwenkt ist.
Ein weiteres Auswärtsvcrdrchen der Welle 26cit über die Winkelstellung hinaus, in welcher der Lenker freigegeben wird, bewirkt nur ein Heben der Klinke 26c ohne weiteren Effekt; dieser Bewegungsbereich der Welle wird jedoch dazu verwendet, das Verschwen heu des Walzenrahmens 16 zu steuern, um die Walzen 15, 15 durch die am besten in Fig. 9S und 9B ersichtlichen Mittel in Wirkungslage eu bringen. Diese Mittel weisen einen Arm 26g auf, der mittels einer Walze 26h Stossstange 26k befestigt ist, und zwar entgegen der Wirkung der Feder 26t (Fig. 3 und 6).
Der Kopf 26m am Ende der Stange 26k trägt einen Federlenker 26n, der dazu bestimmt ist, mit dem Kopfteil 24g des Steuergliedes zusammenzuwirken und dadurch das letztere so zu verdrehen, dass die Kupplung 22 in Eingriff kommt. Der Lenker 26n ermöglicht ein freies Zurückkehren der Stange 267c und der ihr zugeordneten Teile zusammen mit der Welle 26a.
In den Fig. 10 bis 12 sind soweit möglich die gleichen Bezugszahlen verwendet worden, wobei nur gegenüber dem vorangehend beschriebenen Beispiel geänderte Teile dargestellt sind. Die Unterschiede zwischen den beiden Beispielen sind zur Hauptsache folgende: Erstens das Umschalten von automatischer (durch die motorgetriebene Welle 21) auf Handsteuerung des Zuführens des Bandes unter Weglassung des Nockens 16b und des Armes 16d. Zweitens:
Zum Ersetzen des Nokkens 18z ist auf der Handsteuerwelle ein anderer Nocken 26r zum Bewegen der Spannarme vorgesehen, wobei die Wirkung der Auslösevorrichtung 19 automatisch bleibt; und drittens ist die Schliessfeder des Greifers 9 am Spannarmhebel 18d befestigt, um die Haltewirkung des Greifers während des Spannens zn erhöhen, und nicht am Arm 9g, der somit zusammen mit dem Nocken 9a weggelassen werden kann; diese letzte Änderung ist notwendig, da das Spannen erfolgt, bevor die Welle 21 zu drehen beginnt.
Um die beiden zusätzlichen Wirkungen der Handsteuerwelle 260 zu ermöglichen, auf welcher der Handhebel 26 in diesem Fall befestigt ist, ist die Welle längsverschiebbar (aus der gezeigten Lage) angeordnet, und zwar zu sammen mit ihren Betätigungsgliedern, die aus der vollausgezogen gezeichneten Lage in Fig. 10 in die gestrichelt gezeichnete Lage bewegbar sind. Die dadurch etwas komplizierter gewordene Handhabung des Handhebels wird durch dessen Führung in der H-Kulisse 26p erleichtert.
Die Handsteuervorrichtung des Walzenrahmens 16-zum Zu- und Rückführen des Bandes weist eine Gabel 16i (Fig. 11) auf, welche an Stelle des Armes 16g mit einem entsprechend geformten Arm 26q zusammen bewirkt, der die Walze 26h trägt. Der Arm 26q ist auf der Welle 260 befestigt. Die Gabel 16i wirkt ferner mit der Feder 167G zusammen, welche den Rahmen normalerweise in der neutralen Lage hält.
Die Betätigung der Spannarme von Hand erfolgt mittels eines Nockens 26r, der direkt auf die Walze 181 am vordern Ende des Hebels 18d bewirkt, anstatt auf den Drehzapfen 18c.
Dieser Nocken ist mit der Welle 260 mittels auf der letzteren angeordneter Keile antriebsverbunden. Diese verbundenen Teile sind relativ verschiebbar, indem die Welle längsverschoben werden kann. Die elastische Klinke 26t ist dazu bestimmt, den Nocken in der für das genannte Zusammenwirken erforderlichen Winkellage zu halten.
Die Zugfeder 9h zur Verstärkung der Greiferwirkung ist zwischen dem Spannarmhebel 18d und einem weiteren Hebelarm 9i des Hilfsgreifers befestigt, welcher Arm in der Bindeebene liegt.
Wenn die Welle 260 sich in ihrer voll ausgezogen gezeichneten Lage (Fig. 10) befindet, wenn also der Handhebel 26 im vorder Schenkel der Kulisse liegt, kommt die Welle 260 durch ihren Arm 26d mit dem Auslösearm 26e des Greiferlenkers und durch ihren Arm 26q mit der Walzenrahmengabel 16i in Eingriff. Auswärtsverdrehen der Welle hat demzufolge die gleiche Wirkung wie beim vorangehend beschriebenen Beispiel, während geradliniges nach einwärts Verschwenken ein gesteuertes Zuführen von Metallband bewirkt.
Wird der Handhebel durch den Steg der Kiilisse bewegt, so wird die Welle rückwärts in Längsrichtung so verschoben, dass die Keile 26s mit dem Spannocken 26r in Eingriff kommen. Gleichzeitig wird der Arm 26i in Eingriffslage mit dem Block 26j gebracht, um das Kupplungssteuerglied zu betätigen. Ein Auswärtsbewegen des Handhebels ihi genann- ten Schenkel der Kulisse bewirkt somit ein Spannen des Bandes; zu diesem Zweck ist dieser Schenkel in dieser Richtung offen ge lassen, damit der Handhebel die erforderliche grosse Bewegung ausführen kann. Geradliniges vorwärts-einwärts Verdrehen hat dagegen ein Auslösen des automatischen Ablaufes der folgenden Arbeitsvorgänge zur Folge, wie dies auch bei der vorangehend beschriebenen Einrichtung der Fall war.