Einrichtung zum Zuführen und Öffnen von gefalteten Kartonhüllen, insbesondere für Verpackungsmaschinen
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung zum Zuführen und Öffnen von gefalteten Kartonhüllen, umfassend einen mittels zwei Nocken vertikal und horizontal beweglichen Saugnapf zum Abziehen der jeweils untersten gefalteten Hülle aus einem Magazin und Förderorgane zum Fördern der einzelnen Hüllen zu einer zum Öffnen der gefalteten Hüllen dienenden Vorrichtung.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Saugnapf in Förderrichtung gesehen unterhalb des hinteren Teils des Magazins angeordnet und derart gesteuert ist, dass er sich nach dem Erfassen einer Hülle zuerst entgegen der Förderrichtung der unterhalb des Magazins angeord neten Förderorgane bewegt und die e nächste Hülle bereits aus dem Magazin abzieht, wenn sich die vorher abgezogene Hülle noch teilweise unterhalb des Magazins befindet, dass ferner die zum Öffnen der gefalteten Hülle dienende Vorrichtung eine Klinge aufweist, die mit einem weiteren Förderorgan derart zusammenwirkt, dass sie eine geschlossene translatorische Bewegung gegen dieses Förderorgan bzw.
von demselben weg ausführt um die untere und obere Wand der Hülle auseinanderzubewegen, so dass die untere hintere Ecke der Hülle von einem auf der Fördervorrichtung angeordneten Halteprisma erfasst werden kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Verpackungsmaschine mit der Einrichtung zum Zuführen und Aufrichten der Kartonzuschnitte;
Fig. 2 einen teilweisen Umriss der in Fig. 1 dargestellten Maschine;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Einrichtung zum Zuführen und Aufrichten der Kartonzuschnitte;
Fig. 4 eine Seitenansicht der Kartonzuführvorrich- tung;
Fig. 5 einen Sohnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 4;
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 2;
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Teiles der Vorrichtung zum Aufrichten der Kartonzuschnitte;
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines Teiles der Vorrichtung zum Aufrichten der Kartonzuschnitte unter einem anderen Blickwinkel ;
Fig. 9, 10 und 11 schematische Darstellungen der Kartonzuführvorrichtung in verschiedenen Ar beitsstellungen;
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht eines ein zeiten Kartonzuschnittes, der durch die nachstehend beschriebene Einrichtung zugeführt und aufgerichtet werden kann, und
Fig. 13 eine schematische und perspektivische Darstellung der verschiedenen Antriebsmechanismen der Verpackungsmaschine.
Die dargestellte Verpackungsmaschine umfasst eine Zuführvorrichtung A (Fig. 1 und 2) für die zu verpackenden Gegenstände, die aus einer Zuführvorrichtung B (Fig. 1, 2, 3 und 4) und einer Aufricht Vorrichtung C bestehende Einrichtung zum Zuführen und Aufrichten der Kartonhüllen (Fig. 1, 2 und 3), eine Vorrichtung D zum Einfüllen der Gegenstände (Fig. 1) und eine Schliessvornichtung E (Fig. 1) für die gefüllten Kartonhüllen.
Die Zuführvorrichtung A für die zu verpackenden Gegenstände umfasst ein aus flachen Gliedern zusammengesetztes Förderband 12 (Fig. 1, 2 und 13), welches von der Rückseite der Maschine gegen die Vorderseite derselben läuft und zwar in der Nähe des rechten Maschinenendes. Das Förderband 12 läuft an seinem vorderen Ende um eine Antriebs, trommel 14 und an seinem hinteren Ende um eine Leerlauftrommel 16. Auf dem Förderband sind mehrere senkrecht von ihm abstehende Schieber 18 vorge sehen, zwischen welche die zu verpackenden Gegenstände eingebracht werden.
Das Magazin für die Kartonhüllen ist als Ganzes mit 20 (Fig. 1-5 und 8) bezeichnet. Es ist bei der Zuführvorrichtung B neben der Zuführvorrichtung A für die zu verpackenden Gegenstände angeordnet.
Das Magazin 20 umfasst zwei senkrechte, gegeneinander offene U-förmige Schienen 22, 24. Dieselben sind auf einer Querschiene 26 (Fig. 14 und 8) mittels Bolzen 28 einstellbar befestigt, wobei sich diese Bolzen durch quer zu den Schienen 22, 24 verlaufende Schlitze 30 erstrecken. Die Schienen 22, 24 können dadurch einander genähert bzw. voneinander entfernt werden, um so Kartonhüllen von verschiedener Breite aufnehmen zu können. Die Querschiene 26 ist an ihnen beiden Enden an Stützen 32 und 34 (Fig. 1 und 8) befestigt, die ihrerseits am Maschinengestell befestigt sind.
Mittels Bolzen 42 ist eine Platte 40 (Fig. 3, 4 und 8) einstellbar an der Querschiene 26 angebracht.
Die erwähnten Bolzen 42 erstrecken sich durch vertikale Schlitze 44 (Fig. 8) der Platte 40. Am oberen Ende der letzteren ist eine querverlaufende horizontale Welle 46 drehbar gelagert. Eine zweite, nach vorne und nach rückwärts einstellbare Platte 48 ist an der Welle 46 gelagert und erstreckt sich von derselben weg nach unten. Der untere Teil 50 der Platte 48 liegt in der Ebene der vorderen Flanschen der Magazinschienen 22 und 24. Die Platte 48 trägt an ihrem unteren Ende ein Paar von im Abstand voneinander angeordneten Haken 52 (Fig. 5). Jeder der Haken 52 weist eine horizontale Oberfläche 54 auf, die nach rückwärts in das Magazin 20 ragt und die vorderen Kanten der Kartonhüllen trägt und eine nach unten und vorne geneigte Fläche 56, unter welcher sich die Kartonhüllen hindurchbewegen müssen, wenn sie aus dem Magazin entfernt werden.
Die Platte 48 wird normalerweise durch eine Druckfeder 60 in der in Fig. 3 dargestellten hintersten Lage gehalten. Die erwähnte Druckfeder liegt gegen die vordere Fläche der Platte 48 an und wird durch das versenkte Ende einer Stellschraube 62 aufgenommen, die in eine mit entsprechendem Gewinde versehene Öffnung der Platte 40 eingeschraubt ist.
Die Rückwärtsbewegung der Platte 48 ist durch einen an ihr befestigten Bolzen 64 begrenzt, der sich nach vorne durch eine Öffnung in der Platte 40 erstreckt.
Auf den Bolzen 64 ist eine Stellmutter 68 aufgeschraubt, die durch eine Gegenmutter70 in der eingestellten Lage gesichert wird. Dadurch wird erreicht, dass sich die Platte 48 nicht weiter nach rückwärts bewegen kann als bis die Mutter 68 gegen die Vorderseite der Platte 40 auftrifft.
Die hinteren Teile der gefalteten Kartonhüllen, die noch aufgerichtet werden müssen, ruhen auf Anschlägen, welche durch Bolzen 72 und 73 (Fig. 3 und 5) gebildet werden, welche sich durch vertikale Schlitze 74 und 75 in den Stegen der Schienen 22 bzw. 24 erstrecken. Diese Bolzen sind durch Muttern 76 und 77 gehalten. Die Köpfe der Bolzen 72 und 73 sind wie bei 78 (Fig. 3 und 5) angedeutet zur Hälfte entfernt, so dass sie Anschläge bilden, auf welchen die Kartonhüllen aufliegen können.
Falls in der noch zu beschreibenden Zuführvor- richtung für die Kartonhüllen eine Störung eintritt und sich eine Hülle verklemmt, so dass sie nicht unter die Haken 52 gelangt, wird die Platte 48 nach vorne gestossen und die Welle 46 im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 3 und 4) verdreht. Diese Drehung der Welle 46 bewegt einen einen Schalter betätigenden Arm 80 (Fig. 1, 4 und 8), der auf der Welle 46 sitzt, wodurch die Maschine durch Betätigung des auf der Schiene 24 angebrachten Mikroschalters 82 stillgesetzt wird.
Nunmehr soll die Zuführvorrichtung für die gefalteten Kartonhüllen beschrieben werden, die namentlich in den Fig. 3-5 und 9-11 dargestellt ist.
Diese Zuführvorrichtung umfasst ein grosses Gussstück 90, welches zwischen den Wangen 92 und 94 (Fig. 5) des Maschinengestelles angebracht ist. Eine Kettenführung 96 (Fig. 3 und 5) ist auf die ebene Oberseite des Gusstückes 90 mittels eines Keils 98 aufgekeilt, welcher in passende Längsnuten 100 bzw.
102 (Fig. 5) des Gusstückes 90 und der Kettenführung 96 eintritt. Das Förderorgan 103 für die gefalteten Kartonhüllen umfasst ein Kettenpaar 104 und 106, welche sich in den Führungsnuten 108, 110 der Seitenflächen der Kettenführung 96 bewegen. Die Ketten 104 und 106 verlaufen um Kettenräder 120, 122 (Fig. 3 und 13), die auf einer Welle 124 be festigt sind. Diese letztere ist drehbar in einem Kettenspannarm 126 gelagert. Der Kettenspannarm 126 ist in der Kettenführung 96 einstellbar gelagert (Fig. 3) und zwar vermittels einer Kopfschraube 128, die sich durch einen Schlitz 130 des Spannarmes 126 erstreckt und die in eine entsprechende Gewinde bohrung auf der Unterseite der Führung 96, nahe dem vorderen Ende der letzteren eingeschraubt ist.
Nahe dem hinteren Teil der Führung 96 verlaufen die Ketten 104 und 106 um frei drehbar gelagerte Kettenräder 140, 142 (Fig. 3 und 13), die auf einer Welle 144 sitzen, die ihrerseits drehbar in den sich nach rückwärts erstreckenden Seitenteilen 146 des Gusstückes 90 gelagert ist. Auf der Antriebswelle 152, die drehbar in den Wangen 92 und 94 gelagert und in noch zu beschreibender Weise angetrieben ist, ist ein Paar von Antriebskettenrädern 150 (Fig. 3, 5 und 13) befestigt. Die letzteren treiben die Ketten 104 und 106 mit gleicher Geschwindigkeit an und bewegen sie in einer solchen Richtung, dass das obere Trum jeder r Kette sich durch die Nuten 108 bzw. 110 der Führung 96 nach vorne bewegt.
Die Ketten 104 und 106 werden durch ein Paar von Spann-Kettenrädern 160, 161 (Fig. 3 und 13) in gespannter Lage gehalten, welche Kettenräder auf einer Welle 162 befestigt sind, die zwischen einem Plattenpaar 164 und 166 (Fig. 3 und 5) drehbar gelagert ist. Jede dieser Platten ist auf der Antriebswelle 152 und schwenkbar um dieselbe gelagert. Ein Steg 168 verbindet die unteren Enden der Platten 164 und 166 starr miteinander. Die Platten 164 und 166 sind um die Achse der Antriebswelle 152 schwenkbar, um so die Spannung der Ketten 104 und 106 einstellen zu können. Die Platten 164 und 166 werden durch Kopfschrauben 170 (Fig. 3) in der gewünschten Lage gehalten. Diese Kopfschrauben erstrecken sich durch passende Schlitze 172 in den Wangen 92, 94 und treten in Gewindebohrungen des Steges 168 ein.
Die Ketten 104 und 106 tragen beide Paare von einander gegenüberliegenden Kartonhaltern 190, die in gleichmässigen Abständen über die Länge der Ketten verteilt sind. Jeder der Halter 190 weist eine nach vorne gerichtete Nase 192 auf, welche über die obere Oberfläche der Führung 96 hinausragt, wenn sich die Ketten unter dem Magazin 20 hindurchbewegen, während sich hierbei das obere Trum jeder Kete 104 bzw. 106 innerhalb der Führungsnuten 108 bzw. 110 der Führung 96 (Fig. 3) befindet.
Ein Paar r von Saugnäpfen 200 und 202 (Fig. 2, 4 und 5) können die unterste Kartonhülle im Magazin 20 erfassen und dieselbe nach unten auf die Oberfläche der Führung 96 ziehen, wobei die hintere Kante der Hülle unter die Nasen 192 eines Paares von Haltern 190 der Ketten 104 und 106 zu liegen kommt. Die beiden Saugnäpfe 200 und 202 sind in analoger Weise auf beiden Seiten der Förderketten angeordnet und es wird im folgenden lediglich die Anordnung des Saugnapfes 202 auf der rechten Seite beschrieben werden.
Der Saugnapf 202 ist am oberen Ende eines starren Rohres 204 angebracht, welch letzteres mittels einer Mutter 208 an einem Halter 206 befestigt ist.
Das eine Ende eines biegsamen Rohres 210 ist an das starre Rohr 204 angeschlossen und kommuniziert mit dem Hohlraum in demselben. Das andere Ende des Rohres 210 ist mit einem Vakuum-Steuerventil 322 (Fig. 2) verbunden, das im folgenden noch beschrieben werden wird. Der Halter 206 weist einen mit Gewinde versehenen Teil 212 (Fig. 5) auf und er ist mittels einer Mutter r 214 mit einer Schiene 216 verbunden, welche ihrerseits mittels der U-förmigen Klammer 218 (Fig. 4 und 5) festgeklemmt, welche einen Bolzen 219 aufweist und mit dem einen Ende eines Armes 220 verbunden ist. Der Arm 220 sitzt drehbar auf einer Welle 222, welche an einem zweiten Arm 224 befestigt ist.
Dieser letztere kann auf der Schwingwelle 226, welche an der Wange 94 des Maschinengestelles befestigt ist und von ihr seitlich vorsteht, vorwärts und rückwärts schwingen.
Zwei Nockenscheiben 242 und 244 (Fig. 4) sind auf der oben erwähnten Antriebswelle 152 befestigt und werden durch dieselben in Drehung versetzt. Ein die Nockenrolle 254 tragender Arm 246 ist auf der Welle 222 drehbar und mittels einer Kopfschraube 248, die durch einen passenden gebogenen Schlitz 250 im Arm 220 hindurchgeht und in eine passende Gewindebohrung des Armes 246 eintritt, einstellbar mit dem Arm 220 verbunden. Das hinterste Ende des Armes 246 trägt eine Stummelwelle 252, auf welcher die Nockenrolle 254 drehbar gelagert ist. Diese Nokkenrolle liegt gegen die Nockenscheibe 242 an. In ähnlicher Weise ist eine Stummelwelle 260 am zwei- ten Arm 224 befestigt und sie trägt eine zweite Nokkenrolle 262, welche mit der Nockenscheibe 244 zusammenwirkt.
Eine Druckfeder 280, die zwischen der hinteren Oberfläche des Armes 224 und einem Halter 282, der am vorderen Ende einer Stellschraube 284 angeordnet ist, angebracht ist, ist bestrebt, den Arm 224 in seine vorderste Lage zu bewegen, d. h. in Fig. 4 im Uhrzeigersinn um die Welle 226 zu drehen.
Die Stellschraube 284 ist in eine passende Gewindebohrung des Steges 286 eines in der Wange 94 befestigten Trägers 288 eingeschraubt und sie ist durch eine Gegenmutter 290 in ihrer eingestellten Lage ge sichert. Eine Federführung 292 ist am Halter 282 befestigt und ragt durch einen passenden Schlitz 294 (Fig. 5) des Armes 224.
In analoger Weise ist eine Druckfeder 300 bestrebt, den Arm 220 im Uhrzeigersinn (Fig. 4) um die Welle 222 zu verdrehen. Diese Druckfeder ist zwischen der hinteren Oberfläche des Armes 224 und einer Stellmutter 302 angebracht. Die letztere ist auf eine Federführung 304 aufgeschraubt, welche die Feder 300 durchsetzt und durch einen passenden Schlitz 306 (Fig. 5) des Armes 224 ragt. Die Federführung 304 ist mittels eines Schwenkzapfens 308 an einem Arm 310 befestigt, welcher aus einem Stück mit dem Arm 246 besteht. Eine passende Gegenmutter 312 sichert die Mutter 302 in ihrer einge- stellten Lage auf der Federlungsstange 304.
Aus der beschriebenen Konstruktion ergibt sich, dass die Nockenscheibe 242 und die Feder 280 zusammenwirken, um eine vorwärts und rückwärts schwingende Bewegung des Armes 224 um seine Welle 226 herbeizuführen, was eine Vorwärts- bzw.
Rückwärtsbewegung des Saugnapfes 202 zur Folge hat. In analoger Weise bewirken die Nockenscheibe 244 und die Feder 300 eine Schwingbewegung des Armes 220 um die Welle 222, wodurch eine Auf- und Abwärtsbewegung des Saugnapfes 202 zustande kommt.
Wie erwähnt, ist der Saugnapf in gleichartiger Weise auf der gegenüberliegenden Seite der Förderkette angeordnet und er wird durch ein gleichartiges Paar von Nockenscheiben gesteuert, die auf der Welle 240 befestigt sind. Die entsprechenden Nockenscheiben 242 und 244 bewirken, dass sich die Saugnäpfe 200 und 202 gleichzeitig so bewegen, dass sie sich nach oben gegen die unterste Kartonhülle im Magazin 20 bewegen und dieselbe erfassen. Die Saug näpfe werden alsdann nach unten und nach rückwärts bewegt, wobei sie die unterste Kartonhülle mitnehmen. Sie streifen sie dabei von den Anschlägen auf den Bolzen 72 und 73 auf der Rückseite des Magazins 20 ab und bewegen sie nach rückwärts, so dass die vordere Kante des Kartons von der oberen Fläche 54 der Haken 52 abgleitet.
Die hintere Kante der Kartonhülle wird unter die vorspringenden Nasen 192 eines Paares von Kartonhaltern 190 eingeführt, welche durch die Kette 104 und 106 vorwärtsbewegt werden.
Wenn die hinterste Kante der Kartonhülle unter die Nasen 192 eines Paares von Kartonhaltern 190 gelangt ist, liegt die Kartonhülle auf der oberen Oberfläche der Führung 96. Das hinterste Ende der Schiene 216 berührt das vordere Ende eines Stössels 320, welcher das pneumatische Steuerventil 322 (Fig. 2) betätigt, das am Maschinengestell in der Be wegungsrichtung der Schiene 216 und hinter derselben angeordnet ist. Eine Leitung 323 verbindet das Steuerventil 322 mit einer motorisch angetriebenen Absaugpumpe 324 (Fig. 1). Eine weitere Rückwärtsbewegung der Schiene 216 bewegt den Stössel 320 nach hinten, wobei er das Ventil 322 betätigt und das Vakuum in den Saugnäpfen 200 und 202 aufhebt und dieselben unter atmosphärischen Druck bringt. Auf diese Weise wird die Kartonhülle durch die Saugnäpfe freigegeben.
Sie wird dann durch die Kartonhalter 140 der Ketten 104 und 106 längs der oberen Oberfläche der Führung 96 vorwärts bewegt.
Eine geeignete Ausführung einer Kartonhülle, die in der vorliegenden Verpackungsmaschine aufgerich tet und abgefüllt werden kann, ist in Fig. 12 perspektivisch dargestellt. Sie umfasst eine obere Breitseite 350, eine vordere Schmalseite 352, eine hintere Schmalseite 354 und eine untere Breitseite 356. Von der vorderen Schmalseite 352 stehen Lappen 360 ab.
In ähnlicher Weise ist die hintere Schmalseite 354 mit vorstehenden Lappen 362 versehen. Die Breitseiten 350, 356 sind an beiden Enden mit Klappen 358 bzw. 364 versehen. Die Teile 360, 362 und 364 sind länger und ragen somit über die äussere Kante der Klappe 358 der oberen Breitseite 350 hinaus.
Wenn die Hüllen im Magazin aufgestapelt liegen, liegt die hintere Schmalseite 354 in einer Ebene mit der oberen Breitseite 350. In gleicher Weise liegt die vordere Schmalseite 352 in der gleichen Ebene wie die untere Breitseite 356. In dieser zusammengefalteten Lage werden die Kartonhüllen durch die Halter 190 längs der Oberseite der Führung 96 vorwärts bewegt.
Wenn sich die flach gefalteten Kartonhüllen unter dem Magazin 20 vorwärts bewegen, berührt ein Paar von Trennmessern 370 und 372 (Fig. 2 und 8) die Oberfläche der vorstehenden Lappen 360, 362 und 364, welche dann unter diese Trennmesser gedrückt werden, während die oberen Lappen 358 oberhalb der Oberseiten' der fraglichen Trennmesser 370 und 372 verbleiben. Beidseitig des Bewegungsweges der Kartonhüllen sind Tragplatten 374 und 376 (Fig. 2 und 7) angeordnet, deren hintere Kanten in der gleichen Ebene liegen wie die vorderen Enden der Trennmesser 370 und 372, gegen welche sie anliegen. Dadurch werden die Kartonhüllen, wenn sie sich weiter durch die Maschine bewegen, unterstützt, da die Lappen 358 der oberen Breitseiten 350 der Kartonhüllen auf den Oberflächen der Platten 374 und 376 aufliegen.
Ein die Kartonhüllen ausrichtendes und weiterförderndes Förderorgan 400 (Fig. 3, 7 und 13) ist auf das oben erwähnte Förderorgan 103 ausgerichtet, wobei das rückwärtige Ende des ersteren dem vorderen Ende des letzteren benachbart ist. Das Förderorgan 400 weist drei Förderketten 402, 404 und 406 (Fig. 6, 7 und 13) auf, welche sich längs einer Führung 408 bewegen, die zwischen den Wangen 92 und 94 des Maschinengestelles angeordnet ist. Die mittlere Kette 402 ist rittlings über eine Leiste 414 im mittleren Teil der Führung 408 geführt und erstreckt sich in Längsrichtung derselben. Die äusseren Ketten 404 und 406 bewegen sich in seitlichen Nuten 416 und 418, die in zwei nach oben vorspringenden Teilen 420 und 422 der Oberseite der Führung 408 angebracht sind.
Die mittlere Kette 402 trägt in gleichmässigen Abständen über ihre Länge verteilt Prismen 430 (Fig. 3, 8 und 13), welche dazu dienen, die Vorderseite einer Kartonhülle, die durch das Förderorgan 400 gefördert wird, zu erfassen. In üblicher Weise sind die beiden äusseren Ketten 404 und 406 je mit in gleichmässigen Abständen angeordneten, nach aussen vorstehenden Prismen 432 versehen, welche die hintere Seite der Kartonhülle ergreifen. Die gegenseitige Lage der mittleren Kette 402 in bezug auf die beiden äusseren Ketten 404 und 406 kann ver ändert werden, um den Abstand zwischen den Prismen 430 auf der mittleren Kette und den Prismen 432 auf den äusseren Ketten entsprechend den verschiedenen Grössen der Kartonhüllen einstellen zu können.
Wenn die Kartonhüllen die Vorderkante der Führung 96 verlassen, werden sie in der oben beschriebenen Weise durch die Tragplatten 374 und 376, sowie durch eine nach vorne vorstehende Zunge 440 (Fig. 2 und 8) getragen, welch letztere am mittleren Teil der Führung 96 befestigt ist. Auf der linken Maschinenseite und in der Nähe des vorderen Endes der Zunge 440 und damit beim hinteren Ende des die Kartonhüllen ausrichtenden Förderorganes 400 ist ein die Hülle aufrichtender Klingenmechanismus 448 (Fig. 2, 8 und 13) angeordnet, der eine die Hülle aufrichtende Klinge 450 (Fig. 3, 6, 8 und 13) aufweist. Die Klinge 450 ist auf einem Block 452 befestigt, der seinerseits auf eine vertikale Welle 454 aufgeklemmt ist, die in einem Gehäuse 456 drehbar gelagert ist.
Das Gehäuse 456 ist auf eine vertikale Welle 458 aufgesplintet, die in geeigneter Weise gelagert und in der später beschriebenen Weise angetrieben wird. Innerhalb des Gehäuses 456 ist ein die vertikale Welle 458 umgebendes, ortsfestes Sonnenrad 460 (Fig. 2) untergebracht, welches mit einem auf einer Welle 464 befestigten Planetenrad 462 kämmt. Die Welle 464 ist im Gehäuse 456 drehbar gelagert. In gleicher Weise ist das Planetenrad 462 in Eingriff mit einem auf der Welle 454 befestigten Zahnrad 466. Infolge der Anordnung des soeben beschriebenen Planetengetriebes bewegt sich die die Hüllen aufrichtende Klinge 450 translatorisch in einer geschlossenen Bahn.
Die Klinge 450 (Fig. 3 und 8) ist im Querschnitt L-förmig, mit einem flachen horizontalen Flansch 470 und einem vertikalen Flansch 472. Der letztere ist beim inneren Ende der Klinge 450 ausgeschnitten und mit einer nach unten und aussen geneigten I Kante 474 versehen. Wenn sich die Klinge 450 nach innen bewegt, wird das innerste Ende des Flansches 470 zwischen die obere und untere Breitseite der Hülle eingeführt und die nach unten und aussen geneigte Kante 474 des vertikalen Flansches drückt die untere Wand von der oberen Wand weg nach unten, was sich am besten den Fig. 3 und 7 entnehmen lässt.
Zu gleicher Zeit wenn sich die Klinge 450 nach innen bewegt, bewegt sich ein Paar von Haltern 190 der Ketten 104 und 106 um die vorderen Kettenräder 120 und 122. Hierbei wird die hintere Schmalseite 354 der Hülle nach unten gedrückt, um das Öffnen der Hülle zu erleichtern. Die vordere Schmalseite kommt gegen ein Prismenpaar 430 der mittleren Kette 402 des Förderorganes 400 zu liegen. Ein Prismenpaar 432 der äusseren Ketten 404 und 406 nähert sich dem obersten Teil der hinteren Kettenräder und sie berühren die unterste hintere Ecke der Hülle. Wenn sich die Prismen n dann vollständig in ihre vertikale Lage bewegt haben, wirken sie mit dem vorangehenden Prismenpaar 430 der mittleren Kette zusammen, um die Hülle in ihrer geöffneten und ausgerichteten Lage zu halten.
Während die Hülle geöffnet wird, wird sie durch Niederhalter 480 und 482 (Fig. 2, 3 und 8 gehalten.
Dieselben sind mittels Bolzen 484 und 486 an zwei am Maschinengestell angeordneten Haltern 488 und 490 befestigt. Der Niederhalter 480 weist einen nach unten gerichteten Flansch 492 (Fig. 3 und 8) auf.
Der Niederhalter 482 besitzt einen entsprechenden Flansch 494. Die unteren Kanten dieser Flansche 492 und 494 berühren die Oberseite der Hülle in der Nähe der Seitenkanten der letzteren.
Nachdem die Hülle völlig geöffnet worden ist, wird sie durch eine Klappenschliesseinrichtung 500 (Fig. 1 und 2) geführt, in welcher der vordere Lappen 360 am linken Ende eine gebogene Führungsschiene 501 (Fig. 2) berührt und dadurch einwärts gebogen wird. Kurz darauf wird der hintere Lappen 362 durch einen auf einer Kette 504 befestigten Finger 502 einwärts gefaltet und kommt dann zur Anlage an die Innenseite der gebogenen Führungsschiene 501. Die Kette 504, welche den Finger 502 trägt, läuft um ein Leerlauf-Kettenrad 508 (Fig. 2), das drehbar auf einer vertikalen Achse 510 angeordnet ist. Diese letztere ist in der Nähe der linken Seite des Bewegungsweges der Hüllen und in der Nähe des hinteren Endes der gebogenen Führungsschiene 501 vorgesehen.
Diese gebogene Führungsschiene besteht aus einem Stück mit einer rückwärtigen Verlängerung eimer vertikalen Platte 506 (Fig. 2 und 8), welche sich in der Längsrichtung der Maschine erstreckt und welche die Lappen 360 und 362 am linken Hüllenende in ihrer einwärts gefalteten Lage hält, während die zugehörigen oberen und unteren Lappen 358 und 364 sich untenhalb bzw. oberhalb den unteren bzw. oberen Kanten der Platte 506 erstrecken.
Nachdem die Lappen 360 und 362 auf der linken Hüllenseite einwärts umgelegt worden sind, und während sich die zugehörigen oberen und unteren Lappen 358 und 364 immer noch horizontal ausgestreckt sind, bewegt sich die Hülle längs des Förderorganes 400, bis die zu verpackenden Gegenstände auf die linke Seite des Förderorganes 12 gefördert und durch eine Förderkette 520 (Fig. 13) in das offene rechte Hüllenende eingeführt werden. Nachdem die Hülle durch Einbringen eines oder mehrerer Gegenstände gefüllt worden ist, bewegt sie sich durch einen anderen Falter 522 (Fig. 1). Hierbei werden die Lappen 360 und 362 am rechten Hüllenende in genau gleicher Weise umgeklappt wie dies oben in bezug auf die Lappen 360 und 362 des linken Hüllenendes beschrieben worden ist.
Die Hülle wird dann durch die Falter 524 und 526 der Hüllenschliessein- richtung E (Fig. 1) hindurchgeführt, wobei die unteren und oberen Lappen 364 bzw. 358 an beiden Stirnseiten der Hülle geschlossen werden, indem sie ineinandergreifen.
Der Antrieb der Maschine (Fig. 13) umfasst t einen Motor und ein Geschwindigkeitswechselgetriebe 600 mit einer Ausgangswelle 602. Auf der letzteren ist ein Kettenrad 604 befestigt, das eine Kette 606 mitnimmt, die ihrerseits ein auf der Welle 610 befestigtes Kettenrad 608 antreibt. Die Welle 610 verläuft längs der Rückseite der Maschine und kann eine Maschine zur Herstellung von Pasteten oder eine ähnliche Maschine antreiben, deren Antrieb auf denjenigen der Verpackungsmaschine abgestimmt sein muss. Ein zweites Kettenrad 612, das auf der Welle 602 sitzt, treibt über eine Kette 614 eine Vorgelegewelle 616, welche sich längs der linken Maschinenseite erstreckt. Ein auf der Vorgelegewelle 616 angebrachtes Kegelrad 618 kämmt mit einem weiteren Kegelrad 620, welches dadurch angetrieben wird.
Das letztere ist am linken Ende der Antriebswelle 152 angeordnet, welche, wie oben beschrieben, die Welle darstellt, auf welcher die Antriebs-Kettenräder 150 für die Hüllen-Förderketten 104 und 106 und die Nockenscheiben 242 und 244 angeordnet sind.
Auf der Vorgelegewelle 616 sitzt ein Kettenrad 640, welches über eine Kette 642 ein Kettenrad 644 antreibt, das auf der Welle 646 sitzt. Ein an der letzteren sitzendes Kegelrad 648 treibt ein Kegelrad 650, das auf dem unteren Ende der vertikalen Welle 458 sitzt, wie oben erwähnt, die Antriebswelle für den die gefalteten Kartonhüllen öffnenden Messermechanismus 448 bildet.
Ein auf der Vorgelegewelle 616 sitzendes Kegelrad 660 kämmt mit einem Kegelrad 662, das auf der Querwelle 664 sitzt, die im Maschinengestell gelagert ist und ein Kettenrad 666 trägt, das eine Kette 668 antreibt. Diese Kette treibt eine Zusatzeinrichtung, z. B. eine Pasteten-Press- und Abtrennvorrichtung.
Das Kegelrad 670 kämmt mit dem Kegelrad 662 und ist am unteren Ende einer vertikalen Welle 672 befestigt, welche an ihrem oberen Ende ein Kettenrad 674 trägt. Dieses letztere treibt über eine Kette 676 ein Kettenrad 678 am oberen Ende der vertikalen Welle 680 an. An ihrem unteren Ende trägt die Welle 680 ein Kettenrad 682, um welches. herum die bereits erwähnte Kette 504 verläuft.
Ein am vorderen Ende der Vorgelegewelle 616 befestigtes Kegelrad 700 treibt t ein Kegelrad 702 an, das auf der Querwelle 704 befestigt ist Diese Querwelle ist in den Wangen 92 und 94 der Maschine gelagert. Ein auf der Welle 704 sitzendes Kegelrad 706 kämmt mit einem Kegelrad 708, welches auf dem unteren Ende einer vertikalen Welle 710 sitzt. Diese Welle trägt an ihrem oberen Ende ein Kettenrad 712, welches über eine Kette 714 das am oberen Ende einer vertikalen Welle 718 angeordnete Kettenrad 716 antreibt. Das untere Ende der Welle 718 trägt ein Kettenrad 720, das die Kette 722 für die nicht gezeichneten Finger der Klappenfalteinrichtung 522 antreibt, welch letztere die hintere Klappe 362 am rechten Ende der Hülle einwärts faltet.
Ein zweites Kettenrad 724 ist in der Nähe des unteren Endes der Welle 718 befestigt und treibt über eine Kette 726 ein nicht gezeichnetes Kettenrad, das auf einer vertikalen Welle 728 sitzt. Die Welle 728 trägt einen den zu verpackenden Gegenstand einführenden Finger 730.
Die Welle 728 trägt an ihrem oberen Ende auch noch ein Kettenrad 732, um welche sich um die Kettenräder 774 herum und berühren in der in Fig. 3 gezeigten Weise die hintere Ecke der Hülle, da wo die hintere Schmalseite 354 mit der unteren Breitseite 356 zusammentrifft. Die weitere Bewegung der Ketten 402, 404 und 406 bringt die Prismen in ihre voll aufgerichtete Stellung, wodurch das Öffnen der Hülle beendigt wird. Die in Fig. 3 zu vorderst gezeichnete Kartonhülle ist völlig geöffnet und sie wird durch die begrenzende Wirkung einer zusammenwirkenden Gruppe von Prismen 430 und 432 in dieser geöffneten Lage gehalten.
Nachdem die Kartonhüllen völlig geöffnet worden sind, werden sie durch das Förderorgan 400 parallel zu der Bewegungsrichtung der zu verpackenden Gegenstände auf dem Förderorgan 12 bewegt. Die die zu verpackenden Gegenstände einführende Kette 520 (Fig. 13) bewegt die Gegenstände anschliessend von der Seite her in die Hüllen und der Finger 730 (Fig. 13) setzt sie darin ab. Die Falteneinrichtung drückt dann auf die vorderen und hinteren rechten Klappen und die Hülle wird durch die Hüllen Schliessvorrichtung E geführt.
Es ergibt sich aus dem Vorstehenden, dass eine neuartige Einrichtung zum Zuführen und Öffnen von gefalteten Kartonhüllen geschaffen wurde, die verhältnismässig einfach ist und bei sehr hoher Arbeitsgeschwindigkeit arbeiten kann.