CH302493A - Ringläufer. - Google Patents
Ringläufer.Info
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Description
Ringläufer. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Ringläufer, z. B. für Spinn- und Zwirnmaschinen.
Es wurden bereits Läufer in Vorschlag gebraeht, die aus thermoplastischen Stoffen, wie z. B. Nylon, Polystirene, Zellulose-Ester, V iny lchlorid oder andern Polymeren be stehen. Der besondere Grund für die Ver wendung von Thermoplasten als Läufermate rial liegt in der guten Verarbeit- und Ver formbarkeit dieser Stoffe. Eine merkliche Leistungssteigerung lässt sich jedoch mit solchen Läufern nicht erzielen, da solche thermoplastische Materialien unter dem Ein fluss der beim Betrieb zwischen Ring und Läufer entwiekelten Reibungswärme an- selhmelzen und sich rasch verbrauchen.
Wie Verswehe zeigen, ist die Gebrauchs dauer von Kunststoffläufern in hohem Masse von der mechanischen Härte der Laufflächen abhängig.
Die Benützung von Kunststoffen mit nichtthermoplastischem, sondern thermohärt- barem Charakter für die Läufer, bei denen daher die der Reibung ausgesetzten Teile eine grössere Härte bewahren (thermogehärtete Phenolharze mit einer mechanischen Härte von bis lHv = 60 kg/mm2 scheinen hierfür be sonders prädestiniert zu sein), würde die an geführten Mängel weitgehend beseitigen. Der praktischen Verwendung solcher Werkstoffe für Läufer, die dazu bestimmt sind, mit zwei Sehenkeln den Ring zu umgreifen, standen jedoch bisher hindernd im Wege: die ausge sprochene Sprödigkeit der thermohärtbaren Kunststoffe und ihre Eigenheit, nur eine kleine Formänderungsarbeit aufnehmen zu können.
Der erfindungsgemässe Ringläufer, der dazu bestimmt ist, mit zwei Schenkeln den Ring zu umgreifen, zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens die Laufflächen der Schenkel aus thermdhärtbarem Kunstharz bestehen und dass die Sehenkel durch ein nichtmetallisches Verbindungsstück verbun den sind, welches mindestens teilweise aus einem andern Material als die Laufflächen besteht und elastisch verformbar ist, um das Ardsetzen des Läufers auf einen Ring zu er möglichen.
Infolgedessen werden dem Ringläufer auf das thermohärtende Kunstharz zurückzufüh rende hervorragende Laufeigenschaften gege ben, die sieh trotz hoher Geschwindigkeiten und starker Wärmeentwicklung und demge mäss gesteigerten Temperaturen nicht wesent lich ändern; anderseits wird durch das vorge sehene elastiseh verformbare niehtmetallisehe Verbindungsstück das Aufsetzen des Läufer, auf den Ring ohne Schädigung der spröde ren andern Teile des Läufers ermöglicht.
In der beiliegenden Zeichnung sind meh rere Ausführungsbeispiele des Erfindungs- gegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 in Ansicht einen. Läufer im Mo ment des Aufbringens auf den Ring, Fig. 2 in Schnittdarstellung einen Läufer, der ein elastisches Verbindungsstück aus Kunststoff aufweist, Fig. 3 eine Variante zur Ausführung nach Fig. 2, Fig. 4 bis 7 verschiedene Ausführungs varianten von Verbindungsstücken, erzeugt durch Einlage von Fasermaterial, teilweise im Schnitt, und Fig. 8 im Schnitt einen Läufer von beson derem Querschnitt.
Fig. 1 soll demonstrieren, dass die ganze beim Aufsetzen des Läufers 1 auf den Ring 2 erforderliche Verformung von dem (noch genauer zu definierenden) zwischen den Grenzen a-b liegenden elastischen Teil 3 des Verhindungsstückes der beiden seitlichen Läuferschenkel 4 aufgenommen wird. Die Läuferschenkel 4 sind in ihrer Stärke so di mensioniert, dass sie in dem hier dargestell ten Belastungszustand nicht leiden.
Nach Fig. 2 bestehen die beiden Läufer schenkel 5, die mit dem (hier nicht gezeigten) Ring in Gleitberührung kommen, aus einem thermohärtenden Kunstharz, da,s, sich für diesen Verwendungszweck besonders eignet. Zur besseren übersieht sind die Kunstharz teile der erwähnten Art in allen Schnittdar stellungen in gleicher Richtung schraffiert. Das Verbindungsstück 6 der Läuferschenkel 5 besteht aus einer elastischen Kunstmasse (besonders geeignet sind z. B. Nylon oder andere zähe polymere Stoffe), die beim Auf setzen des Läufers auf den Ring die Verfor mung übernimmt und im Betrieb zwischen den beiden seitlichen Läuferschenkeln 5 even tuell auftretende Schwingungen zu dämpfen vermag.
Zur fabrikatorischen Vereinfachung ist es gemäss Fig. 3 auch möglich, die beiden seitlichen Läuferschenkel 5 durch eine dünne Seele 7 des bleichen Werkstoffes zu verbin den. Dabei ist im Bereich dieses Verbindungs stuckes 7 der Läuferschenkel 5 ein doppel tes elastisches Glied 8 vorgesehen, welches aus zähem elastischem Kunststoff besteht, der einen Füllstoff enthält.
In der Ausführung des Ringläufers ge mäss Fig. 4 ist der Querschnitt des Verbin- der Läuferschenkel 5 in der Bogenmitte durch eine äussere Vertiefung verkleinert. Die minimale Dicke ist dabei so gewählt, dass der Kunststoff durch die beim Aufsetzen des Läufers auf den Riug erforder liche V erformtung nicht über die zulässige Grenze beansprucht wird. Aus Sicherheits gründen, und um eine höhere Festigkeit zu erzielen, sind im Bogen des Läufers Faser stränge eingelegt, deren Menge in bezug auf den Querschnitt des Läufers so bemessen ist, dass in der Fabrikation durch Druckwirkung innerhalb der Grenzen a-b ein Schiclhtpress- stoff mit niedrigem Kunstharzanteil und damit von grundsätzlich andern elastischen Eigenschaften entsteht.
Während in den beiden seitlichen Schenkeln 5 der Charakter des Kunstharzes überwiegt, ist innerhalb der Grenzen a-b der Einfluss der eng mitein ander vergitterten Fasern überwiegend. Das elastische Bindeglied 15 wird in diesem Fall durch eine geeignete Paarung zwischen der Grundsubstanz des Läufers und Faserstoff erzeugt. Dieses Bindeglied 15 ist unm ein Mehrfaches elastischer und zäher als die beiden seitlichen Schenkel und vermag ohne weiteres die durch das Spreizen des Läufers beim Aufsetzen desselben auf den Ring ent stehende Deformation des Läufers ohne Scha den aufzunehmen und sie wieder rückgängig zu machen. Dieses Bindeglied ist auch be sonders unempfindlich gegen stossweise Be lastung. Als Fasermaterial kommen Gespin ste aus natürlichen oder künstlichen Fasern in Betracht.
Vorzüglich einen siele auch auf einander geschichtete Gewebestreifen, beson ders aber 1Iisehgewebe aus beliebigen svntlie- tischen Hoehpolv meren und Baumwolle.
Das elastische Glied aus Sehiehtpressstoff kann bei leichten Läufern auch, wie in Fig. 5 gezeigt, grössere Länge, nämlich bis zii den Grenzen d-e erhalten, und es. kann sieh das eingelegte Fasermaterial bis in die abgeboge nen Läuferenden (Schenkelenden) erstrecken.
Das Fasermaterial ist aber auch in diesem Falle, um optimale CTleiteig-ensehaften und eine lange Gebrauchsdauer des Läufers zu erhalten,\ auf der Strecke zwischen den Sehen- Iceln von einem schützenden Kunstharzmantel umgeben, doch besteht der Schichtpressstoff zum grösseren Teil aus Fasermaterial.
An Stelle eines einzigen elastischen Glie des ist in, besonderen Fällen die Anordnung zweier solcher Elemente 15 zweckmässig. Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. 6 dargestellt.
In Fig. 7 ist ein Zwirnläufer gezeigt. Die örtliche Lage des elastischen Gliedes 15 am Läufer ist dabei so gewählt, dass unter l unlieb kleinster Verformung des Bindeglie des 15 (das in seiner Ausführung demjenigen nach Fig. 4 entspricht) ein grösstmögliches Öffnen der beiden Läuferenden 16 möglich ist; der aufgeweitete Läufer ist gestrichelt dargestellt. Das elastische Glied kann jedoch auch andere Lagen am Läufer einnehmen.
Ohne die charakteristischen Eigenschaf ten der Läufer-Grundsubstanz merklich zu verändern, können dieser in kleinen Mengen auch bestimmte Füllstoffe beigegeben werden. Zur Erhöhung der Gleitfähigkeit eignet sieh besonders ein Zusatz von Graphit oder Talk, während zur Erhöhung der Wärmeleitfähig keit und damit zur Brechung gefährlicher Temperaturspitzen an der Oberfläche des Läufers (zufolge Reibung) ein Zusatz von Metallpulver, z. B. Aluminiumpulver, gute Dienste leistet.
Die Läufer können runde, rechteckige wie auch andere Querschnittsformen besitzen. Fig. 8 zeigt schematisch einen im Quer schnitt T-förmigen Läufer 19, welcher mit seinem mittleren Steg an der Ringoberfläche 18 anliegt, um die Reibung zwischen dem Ring und dem Läufer möglichst klein zu hal ten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ringläufer, der dazu bestimmt ist, mit zwei Sehenkeln den Ring zu umgreifen, da- durch gekennzeichnet, dass mindestens die Laufflächen der Schenkel aus thermohärt- barem Kunstharz bestehen, und dass die Schenkel durch ein nichtmetallisches Verbin dungsstück verbunden sind, welches minde stens teilweise aus einem andern Material als die Laufflächen besteht und elastisch ver formbar ist, um das Aufsetzen des Läufers auf einen Ring zu ermöglichen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Ringläufer nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das thermohär- tende Kunstharz ein Formaldehyd-Kondensa tionsprodukt ist. 2.Ringläufer nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das thermohär- tende Kunstharz ein Phenolformaldehyd-Kon densationsprodukt ist. 3. Ringläufer nach Patentansprtch, da durch gekennzeichnet, dass das Material des Verbindungsstückes aus einem Kunstharz be steht, das eine höhere Elastizität besitzt als das Material der Laufflächen. 4. Ringläufer nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück aus einem Poly mer besteht. 5.Ringläufer nach Patentansprue-h, da durch gekennzeichnet, dass das thermohär- tende Kunstharz einen Füllstoff mit höherer Wärmeleitfähigkeit enthält. 6. Ringläufer nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das thermohär- tende Kunstharz einen Füllstoff mit höherer Gleitfähigkeit enthält. 7.Ringläufer nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Verbindungs stück aus dem thermohärtbaren Kunstharz der Laufflächen als Grundsubstanz des Läu fers und eingelegtem Fasermaterial gebildet ist.
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