CH302507A - Einrichtung zur richtungswechselnden Drehbewegung von Arbeitsmaschinen, insbesondere von Trommelwaschmaschinen, mittels eines Einphasen-Kurzschlussankermotors. - Google Patents

Einrichtung zur richtungswechselnden Drehbewegung von Arbeitsmaschinen, insbesondere von Trommelwaschmaschinen, mittels eines Einphasen-Kurzschlussankermotors.

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CH302507A
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CH
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Inventor
Gudrun-Waesche Maschinenfabrik
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Seibt & Kapp Gmbh Maschf
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description


  <B>Einrichtung zur richtungswechselnden</B>     Drehbewegung   <B>von</B>     Arbeitsmaschinen,   <B>insbesondere</B>  von     Trommelwaschmaschinen,    mittels eines     Einphasen-Kurzschlussankermotors.       Die Erfindung     betrifft    eine Einrichtung  zur richtungswechselnden Drehbewegung von  Arbeitsmaschinen, insbesondere von     Trom-          rnelwaschmaschinen,    mittels eines Einphasen  Kurzschlussankermotors, also eines Motors       mit    labilem     Drehrichtungssinn.    Sie macht es  sich zur Aufgabe,

   die Mängel und     Unvoll-          kommenheiten    seither bekannter Steuerungs  organe zu beheben und die Verwendung       umständlicher    Schaltaggregate entbehrlich  zu machen.  



  Es sind z. B. Schaltaggregate bekannt,  die aus einer Schaltwalze     mit    einem ihr  besonders zugeordneten Motor oder aber aus  einem Quecksilberschalter mit Verzögerungs  einrichtung bestehen. Diese Schaltaggregate  müssen bewirken, dass der Antriebsmotor  beim Übergang von der     Rechtsdrehung    zur  Linksdrehung vollkommen zur Ruhe kommt.  Sie erfordern einen im Verhältnis zu den  sonstigen Herstellungskosten der Maschine  unerwünscht grossen Kostenaufwand und  erweisen sich oft als störanfällig. Dies ist  besonders bei Waschmaschinen     nachteilig,     die vielfach von technisch ungeschultem  Personal bedient werden müssen.  



  Bei den bekannten Einrichtungen müssen  ausserdem die Schaltpausen so gross gewählt  werden, dass auch bei geringer Belastung der  Maschine     die        bewegten    Massen mit dem  Antriebsmotor gemeinsam zum Stillstand    kommen. Hierdurch ergibt sich eine Ver  längerung des Arbeitsvorganges mit der Folge  einer gewissen     Unwirtschaftlichkeit.     



  Bei Anwendung des     Umsteuerungsprin-          zips        ergibt    sich eine Schwierigkeit durch das  unvermeidliche Spiel, das     zwischen    Zahn  rädern und sonstigen Übertragungsorganen  in dem     Untersetzungsgetriebe    vorgesehen  sein muss, denn nach dem Einschalten     kann     der Motor bis     zur        Überwindung    der Summe  der Spiele     schon,    eine so hohe Geschwindig  keit erreicht haben, dass die alsdann ein  setzende     Kraftübertragung    sich durch einen  harten Stoss äussert.

   Man begegnet diesem  Umstand durch Anwendung     eines    elastischen  Zwischentriebes, z. B. eines Riementriebes,  oder einer     @    elastischen Kupplung. Man kann  auch beispielsweise die bei einer Trommel  waschmaschine eintretende Rückdrehung der  Trommel ausnützen und den Zeitpunkt des       Wiedereinschaltens    des Motors so wählen,  dass ihm diese rückläufige Trommelbewegung  vorangeht. In der     Praxis    hat es sich jedoch       erwiesen,    dass der beabsichtigte Zweck     nur     unvollkommen erreicht     wird,    weil unvermeid  liche     Belastungsschwankungen    zur Auswir  kung kommen.  



  Nun haben     Einphasenmotoren    bekannt  lich die Eigenschaft, erst nach Einschalten  einer Hilfsphase, die durch Phasenverschie  bung ein Drehfeld     erzeugt,    in Gang zu kom-           men    und dann auch nach Ausschalten der       Hilfsphase    weiterzulaufen, weil bei der Rota  tion des     Ankers    durch das Zusammenwirken  des magnetischen Primärfeldes und des  Ankerfeldes sich ein neues Drehfeld bildet,  welches das Drehmoment erzeugt.

   So     wie    bei  Inbetriebsetzung des     Einphasen-Wechsel-          strommotors    die Einleitung der Bewegung  durch eine Hilfsphase erfolgt, ist sie auch  durch einen mechanischen Bewegungsimpuls  nach der einen oder andern Drehrichtung       bewirkbar.    Der Rotor behält dann die ihm  mechanisch erteilte Drehbewegung bei.  Ausserdem ist erfahrungsgemäss das     Kipp-          moment    eines solchen     Einphasenmotors    ver  hältnismässig gering.  



  Die Erfindung macht sich nun diese  Umstände zunutze. Sie besteht darin, dass der  Maschinenanlage ein mechanischer Kraft  speicher zugeordnet wird, der nach Ablauf  einer gewissen Umdrehungszahl mit der       Maschine    zeitweise kraftschlüssig gekuppelt       wird    und dabei deren Bewegungsenergie auf  nimmt, dann das Drehmoment der Maschine  überwindet und die aufgespeicherte Energie  für die Drehbewegung in entgegengesetzter  Richtung nutzbar macht.  



  Als. Kraftspeicher kann     ein.    Gewicht die  nen, das während einer gewissen     Trommel-          bewegung    angehoben und dann zur Wirkung  freigegeben wird. Bei einer andern Ausfüh  rungsform der Erfindung dient als Kraft  speicher eine Zugfeder, die während einer  gewissen     Trommelbewegung    gespannt und  dann zur Wirkung freigegeben wird.  



  Vorzugsweise ist auf einen Achszapfen der  Maschine ein     Mitnehmerorgan    mit entgegen  gesetzt zueinander abgebogenen Anschlag  enden aufgesetzt, wobei ein Anschlagende in  die Bewegungsebene eines     auf    einer Achsnabe  sitzenden Anschlagstiftes und das andere  Anschlagende in die Bewegungsebene eines  mit dem vorgesehenen Kraftspeicher ver  bundenen Hebels     hineinragt.     



  Bei Anordnung eines Gewichtes als Kraft  speicher wird dieses von einem lose auf dem  Achszapfen der Maschine sitzenden Gelenk  hebelpaar erfasst, während bei Ausbildung    des     Kraftspeichers    als     Zugfeder    ein Ende  dieser Feder in bezug auf die Maschine fest  angeordnet ist, während ihr anderes Ende  von einem auf dem Achszapfen der Maschine  lose aufgesetzten Hebel erfasst wird. Die  Wirkung des Kraftspeichers als Organ zur  Einleitung der Rückdrehung der Maschinen  trommel und damit zur Erteilung eines  Kraftimpulses in bezug auf den Einphasen  motor, dessen Anlauf nunmehr in entgegen  gesetzter Drehrichtung zu erfolgen hat, wird  dadurch unterstützt, dass z.

   B. bei einer  Waschtrommel die Wäsche in dem für die  Umsteuerung vorgesehenen Zeitpunkt sich  im wesentlichen so einseitig am Wasch  trommelumfang zusammenballt, dass ihre  Masse zusätzlich im Sinne der einzuleitenden       Rückdrehbewegung    zur Wirkung kommt.  



  In der Zeichnung sind die erwähnten Aus  führungsformen der Erfindung beispielsweise  und schematisch veranschaulicht.  



       Fig.    1 zeigt schaubildlich eine Wasch  maschinentrommel     mit    Antrieb und einem  aus einem Gewicht bestehenden Kraftspei  cher       Fig.    2 stellt     die        Waschmaschinentrommel     von der Stirnseite her gesehen dar und zeigt  die Verwendung einer Feder als Kraft  speicher;       Fig.    3 zeigt die Maschinentrommel nach       Fig.    2 in der Umschaltstellung bei gespannter       Kraftspeicherfeder,    und       Fig.    4 veranschaulicht, wie sich z. B. eine  Wäschecharge in der umlaufenden Wäsche  trommel verlagert.  



       Auf    dem Achszapfen c der Waschtrommel       a    sitzt lose ein Hebel d, an welchen ein weite  rer Hebel     f        angelenkt    ist, der ein Gewicht e  trägt.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach den       Fig.    2 und 3 ist an Stelle des Gewichtes e eine  Zugfeder     ja    vorgesehen.  



  Ein     Mitnehmerorgan    g ist auf den Achs  zapfen c lose aufgesetzt, und es weist ent  gegengesetzt zueinander abgebogene An  schlagenden auf. Eines der Anschlagenden  ragt     in    die     Bewegungsebene    eines auf einer  Achsnabe     i    befestigten     Mitnehmerstiftes   <I>k</I>      hinein, während das andere Anschlagende in  die Bewegungsebene des dem     Kraftspeicher     zugeordneten und lose auf dem Achszapfen c  sitzenden Hebels d hineinragt.  



  Das vorerwähnte     Mitnehmerorgan    sowie  der mit. einer Achsnabe verbundene Anschlag  stift finden in gleicher Weise bei der Kraft  speicherausführungsform gemäss den schema  tischen     Fig.    2 und 3 Verwendung.  



  Bei Drehung der Trommel a legt. sich zu  einem gewissen Zeitpunkt der     Mitnehmer-          stift    k gegen das ihm zugeordnete Anschlag  ende des     Mitnehmerorgans        g    an, das nunmehr  auch drehbewegt wird, bis sein anderes  Anschlagende mit dem zum Kraftspeicher  gehörenden Hebel d kraftschlüssig in Ver  bindung kommt. Bei weiterer Drehbewegung  bewirkt das     Mitnehmerorgan        die        Aufladung     des Kraftspeichers.  



  Bei der Umkehr der Drehbewegung der  Trommel     a    gibt der     Mitnehmerstift    k das       Mitnehmerorgan    g frei und ermöglicht da  durch die Auslösung der Wirkung des Kraft  speichers. Bei dem Ausführungsbeispiel nach       Fig.    1 ist diese Lage des als Gewicht aus  gebildeten Kraftspeichers in strichpunktier  ten Linien gezeigt, während in     Fig.    3 ver  anschaulicht ist, in welcher Lage sich der von  dem     Mitnehmerorgan        g        bewegte    Hebel im  Augenblick der Auslösung des als Feder h  ausgebildeten     Kraftspeichers    befindet.  



  Der Kraftspeicher wirkt. jeweils dem  Drehmoment des Motors b entgegen. Die  Bewegungsenergie der bewegten Massen so  wie das Drehmoment des Motors wird über  wunden, wodurch die Bewegung und das  Drehmoment entfällt, da     dieses    sich ja erst  bei der Bewegung bildet. Der Energiespeicher  dreht nunmehr den Motor in entgegengesetz  ter Richtung. Der Motor seinerseits baut  durch die eingeleitete Bewegung sein Dreh  moment wieder auf und setzt die Bewegung       fort.    Erstmalig muss bei Inbetriebsetzung  durch einen     Hilfsphasenschalter    die Bewe  gung eingeleitet werden.  



  In     Fig.    4 ist     schematisch    gezeigt, in  welcher Lage sich die Wäschecharge bei  einer Waschtrommel etwa im Augenblick der    Bewegungsumkehr befindet, und es ist ver  ständlich, dass die Wäschecharge     iv    durch ihr  Eigengewicht die     Kraftspeicherwirkung    un  terstützt.  



  Da sich das in den     Übertragungsorganen     des Getriebes vorgesehene Spiel während der  Bewegung dann ausgleicht, wenn der mecha  nische Kraftimpuls in den elektrischen Im  puls übergeht, tritt selbst bei einer Summe  von grösseren Spielen keinerlei Stoss auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur richtungswechselnden Drehbewegung von Arbeitsmaschinen, ins besondere von Trommelwaschmaschinen, mittels eines Einphasen-Kurzschlussanker- motors, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenanlage ein mechanischer Kraft speicher zugeordnet ist, der nach Ablauf einer gewissen Umdrehungszahl mit der Maschine zeitweise kraftschlüssig gekuppelt wird und dabei deren Bewegungsenergie aufnimmt, dann das Drehmoment der Maschine über windet und die aufgespeicherte Energie für die Drehbewegung in entgegengesetzter Rich tung nutzbar macht.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Einnichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Kraft speicher ein Gewicht (e) vorgesehen ist, das während einer gewissen Maschinendrehbewe- gung angehoben und dann zur Wirkung frei gegeben wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Kraft speicher eine Zugfeder vorgesehen ist, die während einer gewissen Maschinendrehbewe- gung gespannt und dann zur Wirkung frei gegeben wird. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen Achs zapfen (c) der Maschine ein Mitnehmerorgan (g) mit entgegengesetzt zueinander abgeboge nen Anschlagenden lose aufgesetzt ist, wobei ein Anschlagende in die Bewegungsebene eines auf einer Achsnabe (i) sitzenden Anschlagstiftes (k) und das andere Anschlag- ende in die Bewegungsebene eines mit dem vorgesehenen Kraftspeicher verbundenen He bels (d) hineinragt. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das als Kraftspeicher vorgesehene Gewicht (e) von einem lose auf dem Achszapfen (c) der Maschine sitzenden Gelenkhebel <I>(d, f)</I> erfasst wird. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kraftspeicher bildende Zugfeder (h) mit. einem Ende maschinenseitig fest angeordnet ist, während ihr anderes Ende von einem auf dem Achs zapfen (c) der Maschine lose aufgesetzten Hebel (d) erfasst wird.
CH302507D 1951-06-02 1952-05-12 Einrichtung zur richtungswechselnden Drehbewegung von Arbeitsmaschinen, insbesondere von Trommelwaschmaschinen, mittels eines Einphasen-Kurzschlussankermotors. CH302507A (de)

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