CH302710A - Schaltungsanordnung mit Gasentladungsröhre. - Google Patents

Schaltungsanordnung mit Gasentladungsröhre.

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CH302710A
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Ag Standard Telephon Und Radio
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Standard Telephon & Radio Ag
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    • H—ELECTRICITY
    • H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03K—PULSE TECHNIQUE
    • H03K29/00—Pulse counters comprising multi-stable elements, e.g. for ternary scale, for decimal scale; Analogous frequency dividers

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Description


      Schaltungsanordnung    mit     Gasentladungsröhre.       Die     Erfindung    betrifft eine Schaltungs  anordnung, welche eine     Gasentladungsröhre          mit    einer aus Hauptstrecken und Übertra  gungsstrecken bestehenden Reihe von     Ent-          lad-ungsstrecken    aufweist.  



  Der Zweck der     Erfindung    besteht in der  Schaffung neuer     Anwendungsmöglichkeiten.     für     Gasentladungsröhren,    und zwar sowohl  von     Kaltkathodenröhren    wie auch von     Thy-          ratronröhren.    '  Die erfindungsgemässe Schaltungsanord  nung, in welcher die Entladung in einer ersten  der genannten Entladungsstrecken     die        Zünd-          spannung    einer benachbarten nicht gezünde  ten Entladungsstrecke herabsetzt,

   und welche  weiter einen Impulseingang und ferner zu und  zwischen den     EntladungsstreckenSchaltungs-          verbindungen    solcher     Art        aufweist,    dass ein  an den Impulseingang angelegter Impuls  in Verbindung mit der erwähnten     Zünd-          spannungsverminderung    an sich genügt, um  eine vorher nicht gezündete Strecke zum  Zünden zu bringen, ist gekennzeichnet durch  eine derartige     Ausbildung    der genannten  Schaltungsverbindungen, dass die an den Im  pulseingang angelegten Impulse nur an die       Übertragungsstrecken    gelangen, und dass die       Hauptentladungsstrecken,

      an welche die Im  pulse nicht angelegt werden, infolge der     Im-          pulsanlegung    der Reihe nach zünden.  



  In der Zeichnung sind einige Ausführungs  beispiele der Erfindung dargestellt.    Zunächst sei an Hand der     Fig.    1 und 2 das    Prinzip der Entladungsübertragung von einer  Hauptstrecke zu einer folgenden mit     Hilfe     einer     Übertragungsstrecke        erläutert.     



       Fig.    1 zeigt eine     Gasentladungsröhre        mit     drei Kathoden 1C, 20,<B>30</B> und einer gemein  samen Anode<I>A.</I> Die Anode<I>A</I> ist über einen  Widerstand     R3    mit dem positiven Pol einer       Spannungsquelle    V von beispielsweise 220 V  verbunden. Die erste und dritte Kathode 1C,  3C sind über je     ein.        Widerstands-Kapazitäts-          Netzwerk    Cl,     R,    bzw.     C2,        R2    mit Erde ver  bunden.

   Die     zwischenliegende    Kathode 2C ist  über einen Widerstand     R4    mit dem Schieber  eines     Potentiometers        R5    verbünden, welches       zwischen    einem positiven Potential und Erde       liegt.    Die Leitung zwischen     R4    und dem  Schieber des     Potentiometers        R5    ist über     einen     Kondensator     C3    mit einer Impulsquelle PS  verbunden.  



  Nehmen wir an, dass anfänglich ein Strom  über     R3,    die gemeinsame Anode A, die Ka  thode<B>10</B> und den Widerstand     R,    nach Erde  fliesst, wobei der Kondensator     Cl    geladen  wird. Die Batteriespannung     wird    über den  Widerstand     R3,    die Entladungsstrecke zwi  schen A und<B>10</B> und den Widerstand     R,.     geteilt.

   Das Potential über     R3    ist mit     V1,    das  jenige über der Entladungsstrecke mit     VS     und das über     R,    mit     V2    bezeichnet.     V,.    und     V2     betragen beispielsweise je 60 Volt und     VS,    die       Röhrenbrennspannung,    100 Volt.      Das Potential an der Kathode 2C ist     mit     VB bezeichnet und     wird    mittels des     Potentio-          meters        B5    gleich dem Potential     V2    gemacht.

    Das Potential der dritten Kathode<B>30</B> ist       Null.    Dieser Zustand ist in der     linken    Spalte  von     Fig.    2 gezeigt, welche den Potential  verlauf an den drei Kathoden zeigt.  



  Ein negativer Impuls von der Ampli  tude     V2        wird    über den Kondensator     0"    an  den Widerstand     R4    angelegt, was in     Fig.    2  durch die erste vertikale gestrichelte Linie  dargestellt ist.

   Das Potential an der     hfittel-          kathode    2C     wird    auf     Null        verringert,    und       infolge      der     Ionisationskopplung    überträgt  sich die Entladung nach dieser Strecke, da die       Spannung    an dieser Strecke von     VS    auf       VS+V2    vergrössert     wird.     



  Die gesamte     Batteriespannungämrd    jetzt       auf    die zweite     Entladungsstrecke    und den  Widerstand     B3        aufgeteilt.    Da die zweite Ent  ladungsstrecke bei der Spannung     VS    brennt,  steigt jetzt die Spannung über     R3    auf     V,+        V,     an und verringert dadurch die Spannung an  der ersten Entladungsstrecke von     VS    auf       VS-V,

  .    Die Spannung an der ersten Ent  ladungsstrecke     wird    deshalb unter die     Brenn-          spannung    verringert, und     die    erste Entla  dungsstrecke     erlischt.    Der Kondensator     C,     entlädt sich jetzt, und das Potential an der  ersten Kathode fällt schnell ab. Bei Beendi  gung des     Impulses        kehrt    das Potential an der  Kathode 2C auf den Wert<I>VB =</I>     V2        zurück,     so dass die     Spannung    über     R3    gleich     V,    wird.

    Dieser Zustand ist     durch    die zweite vertikale  gestrichelte Linie in     Fig.    2 gezeigt. Die Span  nung an der dritten Entladungsstrecke     wird     jetzt     VS+V2,    und die     Ionisationskopplung     veranlasst die Zündung dieser Entladungs  strecke.

   Die Spannung an der zweiten Ent  ladungsstrecke     wird    jetzt auf     VS-V2    er  niedrigt, während     die    Kathode 3C auf     Erd-          potential        liegt    und der Kondensator     C2    sich  auflädt,     wodurch    die     mittlere    Entladungs  strecke in derselben Weise wie die erste Ent  ladungsstrecke zum Erlöschen gebracht     wird.     Dieser Vorgang ist in     Fig.    2 zwischen der  zweiten und dritten vertikalen gestrichelten       Linie    dargestellt.

   Das Potential an der ersten    Kathode 1C fällt infolge der Entladung des  Kondensators     C,        mit    einer Zeitkonstante       C,.        R,    auf     Null    ab, und das Potential der  dritten Kathode 3C erhöht sich auf ein Po  tential     VZ    mit der     Zeitkönstante     
EMI0002.0074     
    Wenn die erste Entladungsstrecke 1 C       brennt    und ein elektrischer Impuls an die  zweite Entladungsstrecke 2C angelegt wird,  versucht dies automatisch     die    Übertragung  der     Entladung    von der ersten Entladungs  strecke nach der dritten Entladungs  strecke<B>30,

  </B> wobei     die    erste Entladungs  strecke 1C zum Erlöschen gebracht     wird.     



       Wenn    jetzt ein zweiter     Impuls    an     die     Kathode 2C angelegt wird, wird die Entla  dung nach der ersten Entladungsstrecke in  gleicher Weise zurückübertragen,     wie    dies  zwischen der dritten und     vierten.    gestrichelten       vertikalen    Linie in     Fig.    2 durch die Potential  veränderungen gezeigt ist.  



  Für eine befriedigende Arbeitsweise dieser       Anordnung    ist es notwendig, dass die     Ionisa-          tionskopplung    zwischen der ersten und drit  ten Entladungsstrecke geringer ist als zwi  schen der ersten     und    zweiten Entladungs  strecke. In     einem    praktischen Fall     verringerte     der Strom der ersten Entladungsstrecke das       Zündpotential    der zweiten Strecke auf einen  etwa 40 Volt über der     Brennspannung    liegen  den Wert und das Zündpotential der dritten  Entladungsstrecke auf einen 80 Volt über der  Brennspannung     liegenden    Wert.

   Ein     mit    einer       Spannung        V2    gleich 60 Volt betriebener Zähler  arbeitet so     mit    genügender Sicherheit. Eine  Elektrode, die     die        Entladung    von einer Ka  thode nach einer andern überträgt,     wie    dies  die     Elektrode    2C tut,     wird    als Übertragungs  elektrode bezeichnet.  



       Fig.    3 zeigt die Verwendung von Über  tragungselektroden in einer Verteilerröhre  mit einer grossen Anzahl Kathoden.  



  Die     Übertragungselektroden    2C, 4C, 6C  usw. sind     zwischen    den Arbeitskathoden 1C,  <I>3C,</I>     5C        usw:    angeordnet. Die     Übertragungs-          elektroden    sind     abwechslungsweise    miteinan-      der verbunden, und die so gebildeten     Elek-          trodensätze    2C, 6C usw. und 4C, 8C usw. sind       mit    den     RC-Kreisen        R41,        R43,        C31    bzw.

   R42,       R44,   <B>C32</B>     und    einer gemeinsamen     Vorspan-          nungsquelle    verbunden. Ferner sind geeignete  Mittel vorgesehen, um negative     Spannungs-          impulse    an     C31    und     C32    anzulegen.

       Wenn    die  Entladungsstrecke     A-1C        anfänglich    leitend  ist, überträgt der erste an     den.    Eingang 1 an  gelegte Impuls die Entladung über     die    erste  Übertragungselektrode 2C nach der zweiten       Arbeitsentladungsstrecke        A-3C.    Der     zweite     Impuls gelangt an den Eingang 2 und über  trägt die Entladung nach der Entladungs  strecke<I>A-50</I> usw.     Wenn    die entsprechende       Arbeitsentladungsstrecke    zündet, tritt ein  Spannungsabfall von beispielsweise 60 Volt  über jedem     RC-Kathodenkreis    auf.  



  Ein besonderes Merkmal dieser Art     Zähl-          einrichtung    besteht darin,     daB        die    Richtung,  in welcher die     Entladefolge    fortschreitet,  durch die Lage derjenigen Entladungsstrecke  bezüglich der leitenden     Entlädungsstrecke     bestimmt ist, an welche der nächste oder  erste     Impuls    angelegt wird. Wenn der erste  Impuls an den Eingang 1 angelegt wird,  wenn     A-3C    leitend ist, schreitet die Ent  ladungsfolge von rechts nach     links    vorwärts  und wenn der erste Impuls an den Eingang. 2  angelegt wird, schreitet die Entladungsfolge  von links nach rechts fort.

   Dieses Merkmal  macht die Vorrichtung für eine numerische  Steuerung brauchbar, wie sie bei automati  schen     Telephonanlagen        verwendet    wird, und  die Röhre kann als     Impuls-Regenerator    ver  wendet werden, da die     Ziffer    sowohl einge  zählt wie auch umgekehrt ausgezählt werden  kann. Dies vermeidet die Schwierigkeit, kom  plementäre Zahlen verwenden zu müssen.  



  Wenn individuelle Kathodenausgangs  kreise für die     verschiedenen        Hauptentla-          dungsstrecken    nicht erforderlich sind, können  die Kathoden in     wechselnder    Folge miteinan  der verbunden werden, und die Anzahl der       RC-Netzwerke    verringert sich auf zwei.

       Fig.    4       zeigt    eine derartige     Schaltung,    in welcher  auch     Mittel    vorgesehen sind, welche in Ab  hängigkeit der Kathodenpotentiale     die    Rich-         tung        bestimmen,    in der die Entladung bei  aufeinanderfolgenden Impulsen     fortschreitet.     Wenn eine Richtungsumkehrung der fort  schreitenden Entladungsfolge     erforderlich    ist,  werden die Verbindungen     zwischen    den  Gleichrichtern und den Kathoden umgekehrt.

    Die Arbeitskathoden 1, 5, 9 usw, sind mit  einander verbunden, und die Kathoden 3,  7, 11 usw. sind getrennt davon ebenfalls  miteinander verbunden und jeder Satz dieser  Elektroden ist mit einem     Widerstands-Kapa-          zitäts-Netzwerk    C4, R4     bzw.        C3,        R3    verbun  den.    Die     Übertragungselektroden    2, 6,. 10 usw.  und 4, 8, 12 usw. bilden auch je einen Satz  miteinander verbundener Elektroden, und  jeder     Satz    ist über einen Widerstand     R5     bzw.     R6        mit    80 Volt positiv vorgespannt.  



  Die gemeinsame Anode ist     mit    der Bat  terie von 220 Volt über den Widerstand R7  verbunden, an welchem, sobald eine Strecke  gezündet ist, ein     Spannungsabfall    von 60 Volt       auftritt,    so dass die Anode auf einem Poten  tial von 160 Volt liegt.

   Jeder Satz von     Über-          tragungselektroden    ist über einen Konden  sator     C2    bzw.     Cl    und einen Widerstand     R2     bzw.     R1    über einen für beide Leitungen ge  meinsamen Widerstand     R$        mit    dem     +Pol     einer     60-Volt-Batterie        und    über einen Kon  densator     C5    mit einer Quelle     PSS\    verbunden,

    welche negative Impulse     von.    60 Volt     liefert.     Die     Verbindungspunkte    zwischen den Kon  densatoren     Cl    bzw.     C2    und den Widerstän  den     B1    bzw.     R2    sind über Gleichrichter     1VIR1     bzw.     MR,    und einen     Zweiweg-Doppelkon.-          taktschalter        S1,   <B>8,</B>     mit    den Arbeitskathoden  verbunden.

           Ein        Impuls.    von PS gelangt an beide  Widerstände     B1    und     R2,    aber er     wird    für den  einen der Sätze von Übertragungselektroden       in    der folgenden Weise     unwirksam    gemacht  Die gezündete     Arbeitsentladungsstrecke     weist ein positives     Kathoden-Potential    von  60 Volt auf, und     dieses    liegt auch an der  Anodenseite des entsprechenden Gleichrich  ters     .MR,,    oder     -HR,.    Sobald nun ein negativer       Impuls        ankommt,

          wird    der betreffende           Gleichrichter    durchlässig, so dass das positive  Potential an der     Elektrodenseite    von     Bi     oder     R2    bestehen bleibt,     obwohl    der negative       Impuls    das Potential auf der andern Seite der  Widerstände     Bi    und     R2    auf Null     reduziert,          und    daher     wird        kein    Zündpotential auf den  dem leitenden Gleichrichter zugeordneten  Satz von     Übertragungselektroden    aufgeprägt.  



  Je nach der     Schalterstellung    des Schal  ters<B>8"</B>     8'2        wird    sich die Entladungsfolge nach  unten oder nach oben     fortsetzen.    Wenn die       Entladungsstrecke    3 gezündet ist,     liegt    ein  Potential von     -E-60    Volt über den Schalter     S,_     an der Anode des Gleichrichters     1!2R1.    Beim       Eintreffen    eines Impulses über     0S    verbleibt  infolge der     niederohmigen    Verbindung von  der Kathode 3 über den Gleichrichter     MR,

       zum     Verbindungspunkt    von     Cl,        R,.        dieser          Punkt    auf dem Potential von     -E-60    Volt, und  der negative Impuls kann nur über<B>0,</B>     R2    zur  Verbindungsleitung, welche zur Kathode 2       führt,    übertragen werden. Die Entladungs  folge wird somit nach unten verlaufen.

   Wenn  jedoch der Schalter     8"   <B>8,</B> in der umgekehrter  Stellung steht, wird das Potential von der  Kathode<I>3 an</I>     MR,    angelegt, um die     Impulse     über     C2    nach der Kathode 2 zu     neutralisieren,     so dass ein negativer Impuls nur über     R,.,        C,_          wirksam        wird,    um die Entladungsstrecke 4  zu zünden, und die Entladungsfolge wird  nach oben weitergehen.

     Obgleich die     Arbeitskathoden'gruppen-          weise    mit     gemeinsamen    Netzwerken verbun  den sind, entsteht keine Störung, da in jedem       Zeitpunkt        nur        eine    Gruppe ein eine Zündung  ermöglichendes Kathodenpotential erhält.

   In  gleicher Weise hat die Verbindung der Im  pulsleitungen     mit    gemeinsamen     Übertra-          gungselektrodengruppen    keine     nachteilige          Wirkung,    da nur diejenigen     Übertragungs-          entladestrecken    durch     Ionisationskopplung     zünden     können,    die     benachbart    einer gezün  deten Entladungsstrecke liegen,

   und     für    die  eine oder die andere     dieser    beiden Strecken       wird    die     Wirkung    der Impulse     in    der soeben       beschriebenen    Weise neutralisiert.  



  Die in     Fig.    4 gezeigte     Zähleinrichtung     dient zur Speicherung von     Wahlimpulsen.       Eine Ziffer darstellende Impulse verursachen  eine Entladungsfolge von der     anfänglichen     Lage in Richtung nach einer Kathode,     die    der       aufgespeicherten        Ziffer    entspricht. Wenn es  später     erforderlich    ist, wird der Schalter     S          betätigt    und die Entladungsfolge schreitet  impulsmässig in der entgegengesetzten Rich  tung fort.

   Die     Anzahl    der Impulse, die nötig  ist, um die Entladung in die Ausgangslage  zurückzubringen, stellt die aufgespeicherte  Ziffer dar.  



  Die Zündelektrode T     kann    ausser zur  Zündung der Strecke 1 auch dazu verwendet  werden, um eine elektrische     Anzeige    zugeben,  dass die     Entladung    an den     Ausgangspunkt          zurückgekehrt    ist, und sie wirkt     in,    diesem  Fall als Sonde     in,    der ersten Entladungs  strecke, die eine Spannung von der ersten  Entladungsstrecke ableitet.  



  Es besteht in der Telegraphie ein Bedürf  nis nach einer Wählvorrichtung, welche eine  bestimmte abgehende Leitung in Abhängig  keit eines     Fernschreibersignals    auswählen  kann. Eine bekannte Lösung der Aufgabe be  steht darin, eine Anzahl     Röhren,    wie in     Fig.    5  gezeigt, anzuordnen. Wenn man bei der       obersten    Röhre     beginnt    und einen     Dreier-          Code    verwendet, welcher aus den Elementen  Zeichenstrom     1V1'    und Trennstrom     S    gebildet  ist, ist es möglich, eine bestimmte von acht  Abgangsleitungen zu erreichen.

   Jede Röhre  bereitet die zwei ihr folgenden Röhren für  die     Zündung    vor, und je nachdem, ob das  folgende Element ein Element     .M    oder     S    ist,  wird die eine oder andere der beiden Röhren  gezündet.  



  Die Buchstaben unter den Röhren der  letzten Reihe     bezeichnen    die Signalfolge,       durch    welche die Röhre gezündet worden ist,       S162S   <I>z.</I> B. bedeutet Trennstrom, Zeichen  strom, Trennstrom.  



       Fig.    6 zeigt     eine        derartige    Anordnung, bei  der alle Entladungsstrecken im gleichen Ent  ladungsgefäss untergebracht sind. Alle Ka  thoden und     Übertragungselektroden    haben  eine     gemeinsame    Anode A.  



  Die Impulse werden entweder den     Zei-,          chen-    oder     Trennübertragungselektroden    über      die Leiter     .M    bzw. 8     zugeführt,    und die Aus  gangsströme werden zwischen der ausgewähl  ten Endkathode und der gemeinsamen Anode  erhalten.  



  Es ist     ersichtlich,    dass     irgendeine    aus einer  Anzahl abgehender Leitungen L ausgewählt       werden.        kann.    Anstatt eines     Dreier-Codes    aus  zwei Elementen kann auch     ein        Fünfer-Code     angewendet werden, in welchem Fall     eine     Abgangsleitung aus 32     möglichen    ausgewählt  werden kann.  



       Fig.    7 zeigt eine praktisch     günstigere    An  ordnung der in     Fig.    6 gezeigten Elektroden  anordnung, um     ein,    genaues Arbeiten zu er  reichen. Die Entladungsfolge bewegt sich  nach rechts oder nach     links    von der Start  kathode aus, je nachdem, ob der erste Impuls  ein Zeichen- oder     Trennimpuls    ist. Die Im  pulse gelangen entweder an die unter sich       verbundenen,        TrennübertragungselektrodenrS\     oder an die ebenfalls unter sich verbundenen       Zeichenübertragungselektroden        111.     



       Fig.    8 zeigt     eine    Röhre, die dazu dient,  Zeichen eines binären     Dreier-Codes    zu erzeu  gen und bei der zwei zusätzliche     Reiben        Über-          tragungsentladungsstrecken    und zwei zusätz  liche Reihen     (SER    und<I>ER)</I>     Hauptentla-          dungsstrecken    vorgesehen sind, wobei jede  Reihe eine     Entladungsstreckenanzahl    hat, die  gleich der Anzahl der letzten Stufe     LR    der       Pyramide    ist.

   Die Übertragungskathoden  sind durch die Buchstaben     g,    Y bezeichnet,  an die phasenverschobene Folgen von Span  nungsimpulsen angelegt werden. Die Ver  bindungen nach den     Übertragungskathoden     sind     reicht    gezeigt, sind jedoch gleich jenen  der     Fig.    3, wobei jede Reihe von Übertra  gungskathoden in     Fig.    8 als eine der Über  tragungskathoden     in.        Fig.    3 zu betrachten ist.

    Die Hauptkathoden sind durch Kreise be  zeichnet, und mit     1V1    oder     AS    bezeichnet, je  nachdem, ob der zur Kathode     fliessende    Ent  ladungsstrom     ein    Zeichen- oder     Trennsignal     erzeugt. Die Anode ist schematisch dar  gestellt und     mit   <I>AN</I> bezeichnet. Jede Haupt  kathode ist mit einer von vier     Leitungen.    ver  bunden, von denen jede über ein     Widerstands-          Kapazitäts-Kopplungsnetzwerk        Bi,        Cl    ...

           R4,   <I>C4</I> mit den Zeichen- und Trennwicklun  gen eines Telegraphenrelais     SR    verbunden  ist, dessen     Signalisierungskontakte    mit     sri     bezeichnet sind. Die Hauptkathoden der     End-          reihe   <I>ER</I> werden Basiskathoden genannt, sie  sind alle über     R3,        C3        mit    der Zeichenwicklung  des Relais     SR    verbunden, um die Ruhelage  auf einem     Signalkanal    einzustellen. Wenn       eine    bestimmte der letztgenannten Entla  dungsstrecken, z.

   B. die Strecke 6, durch       irgendein    bekanntes     Mittel    gezündet wird,       wird    die Zeichenwicklung des Relais     SR    er  regt, und der Anker     srl    wird auf     seinem        m-          Kontakt    gehalten.

   Wenn die Impulsfolgen an  die     Übertragungskathoden,        ä,.   <I>Y</I> angelegt  werden,     wird    der erste Impuls an den     X-          Kathoden.    die Entladung auf die der gezünde  ten Basiskathode am nächsten     liegende    Ent  ladungsstrecke in der     Startelementstufe        SER     übertragen.

   Das Auslöschen der Entladungs  strecke 6     in    der     Basiskathodenstufe    erregt  die Wicklung     .M    ab, und die     Entladung    der  Entladungsstrecke     in    der     Startelementstufe     erregt die Wicklung     S,    und der Anker     srl     wechselt nach dem Kontakt s, wodurch     ein          Trennsignal    ausgesendet wird.  



  Der nächste     Y-Impuls    überträgt die Ent  ladung nach der entsprechenden Strecke in  der letzten Reihe     LR    der     Pyramide.    In jeder  Reihe der     Pyramide    sind einige     Entladungs-          strecken.@        erforderlich,    um Zeichenströme zu       erzeugen;    und andere, um     Trennströme    zu  erzeugen.

   Zeichenkathoden sind in den ver  schiedenen Reihen     zusammen        vielfachge-          schaltet,    und die     Trennkathoden    sind  ebenfalls     vielfachgeschaltet,    so dass zwei Viel  fachsätze für jede Zeichenart vorhanden     sind.     Die     Vielfachschaltungen        sind        einzeln    über  die     Widerstands-Kapazitäts-Kopplungsnetz-          werke        R1,        Cl   <B>...</B>     R4,

          C4        mit    den entsprechen  den     Wicklungen,    des Relais     SR    verbunden.  



  Die Reihenfolge der     zündenden    Entla  dungsstrecken ist durch- die Wahl der     ersten,     Entladungsstrecke     bestimmt,    da jede     Eut-          ladungsstrecke    in jeder Reihe nur eine     einzige     Strecke in der nächsten Reihe bei der ge  gebenen Arbeitsrichtung     beeinflussen    kann.

    Die Folge von Entladungsstrecken, die zün-      den,     wenn,    die Entladungsstrecke 6 in der       Basiskathodenstufe    zuerst gezündet     wird,    ist  durch eine gestrichelte     Linie    angegeben, und  es     wird    der Code     S-MSN-N    ausgesandt  werden. Das     Stopelement        1V1        wird        immer     unter     Steuerung    der obersten Entladungs  strecke ausgesandt.

   Jede Kombination des       binären        Dreier-Codes    kann durch     die    gezeigte       Röhre    ausgesandt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung, welche eine Gas entladungsröhre mit einer aus Hauptstrecken und Übertragungsstrecken. bestehende Reihe von Entladungsstrecken aufweist, in welcher die Entladung in einer ersten Entladungs strecke die Zündspannung einer benach barten, nicht gezündeten Strecke herabsetzt, und welche weiter einen Impulseingang und ferner zu und zwischen den Entladungs strecken Schaltungsverbindungen solcherArt aufweist,
    dass ein an den Impulseingang an gelegter Impuls in Verbindung mit der ge nannten Zündspannungsherabsetzung an sich genügt, um eine vorher nicht gezündete Ent ladungsstrecke zum Zünden zu bringen, ge- kennzeichnet durch eine derartige Ausbildung der genannten Schaltungsverbindungen., dass die an den Impulseingang angelegten Impulse nur an die Übertragungsstrecken gelangen, und dass die Hauptentladungsstrecken, an welche keine Impulse gelangen,
    infolge der Impulsanlegung der Reihe nach zünden. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patent anspruch, gekennzeichnet durch eine der artige Ausbildung der genannten Schaltungs verbindungen, dass durch einen an die Über tragungsstrecken angelegten Impuls die- jenige dieser Strecken zündet, die benachbart zu einer gezündeten Hauptstrecke liegt und dadurch die Zündspannung einer benach barten, nicht gezündeten Hauptstrecke herab setzt, so dass bei Beendigung des Impulses die letztgenannte Hauptstrecke gezündet und die erstgenannte Hauptstrecke gelöscht wird. ,, 2.
    Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 1, gekennzeichnet durch in die Speise spannungsstromkreise der Hauptstrecken aufgenommene Begrenzungswiderstände, welche bewirken, dass nur in einer Haupt strecke eine anfängliche Entladung auftreten kann und jeweils nur eine Hauptstrecken- Entladung gezündet sein kann.
CH302710D 1948-06-11 1949-06-11 Schaltungsanordnung mit Gasentladungsröhre. CH302710A (de)

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