Elektrische Fernwirkanlage zur Übertragung der Angaben einer Anzahl von Me & geräten. Diese Erfindung- bezieht sieh auf eine elektrische Fernwirkanlage. Es bestehen viele Anordnungen, die dem Zwecke dienen, eine dauernde überwaeliung von Messangaben einer Unterstation an einer Steuerstelle zu er möglichen. Im allgemeinen ist, es praktisch unmöglich, jedem Messgerät einen übertra- gungskanal zuzuteilen.
Ein Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine elektrische Fernwirkanlage zu schaffen, welche zur Übertragung von An- gaben einer Anzahl von Messgeräten dient und dadurch gekennzeichnet ist, dass jedem Messgerät im Geber ein Kontakt urigeordnet ist, der jedesmal betätigt wird, wenn das Messgerät einen vorgegebenen Betrag der Messgrösse gespeichert hat und jeder Kontakt einen Zeichengeber steuert,
der eine für jedes Messgeriit charakteristische Signalfolge an einen gemeinsamen Übertragungskanal liefert, und der Empfänger so ausgebildet ist, dass die Signalfolgen nach Charakteristik ge trennt, dein jedem Messgerät zugeordneten L'berwaehungsorgan zugeführt werden.
Die Erfindung kann beispielsweise zur Fernangabe von Ablesungyen an einer Anzahl von Kilowattstundenzählern und Messgerä ten, welche in einer oder mehreren elektrischen Unterzentralen liegen, verwendet -erden, wobei jedes Messgerä.t ihm einzeln zugeteilte Kontakte jedesmal schliesst, wenn die rotie renden Teile eine Drehung vollenden, wobei die entsprechenden Messgeräte in einer Haupt- oder Überwachungsstelle über einen gemein schaftlichen Signalkanal betätigt werden können.
Es ist gebräuchlich, als kennzeichnende Signale Zeichenfolgen zu verwenden, die aus Zeichen- und Abstandselementen bestehen. Die Anzahl der Elemente in der Zeichenfolge muss nur dazu genügen, eine eigene Zeichen folge für jeden getrennten Kontakt vorzu sehen. Im Interesse der allgemeinen Anpas sungsfähigkeit der Anlage werden jedoch vorzugsweise Zeichenfolgen eines Start-Stop- Fernschreibcode (Fünfer-Alphabet) verwen clet, dessen Elemente aufeinanderfolgend ge sendet werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt: Fig. 1. eine schematische Darstellung des Czebers, Fig. 2 ein detailliertes Schema der Anord nung nach Fig. 1, welches dazu dient, die Arbeitsweise im einzelnen zu verfolgen.
Fig. 3 zeigt die Schaltung einer Impuls- quelle.
Fi;-. -I zeigt schematisch den Empfangsteil in der Überwachungsstelle.
Fig. 5 zeigt schematisch die Anordnung einer elektrischen Signalanlage mit zwei Unterstationen und einer gemeinschaftlichen L berwacb ungsstelle.
Die Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau des Signalgebers. Die Messgerätekontakte 1, 2, 3 und 4 sind als Umschaltkontakte darge stellt. Diese Kontakte sind in der normalen Lage gezeigt, wenn aber irgendeines der Mess geräte eine i@Iessmenge gespeichert hat, welche an die Überwachungsstelle gemeldet werden muss, werden die Kontakte umgelegt.
Die Messgerätekontakte steuern die Spei ehereinrichtungen 5-8, welche die erfolgte Umschaltung des ihnen zugeordneten Kon taktes festhalten, bis der entsprechende Zei chengeber 9-12 im Verlauf des Arbeitszyklus zur Wirkung kommt und dem durch den Kontakt 1-4 gegebenen Befehl durch Aus senden eines bestimmten Signals nachkommt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier Messgerätekontakte mit den entsprechenden Speichereinricht-Lui.gen und Zeichengebern dargestellt. Es könnte natürlich auch eine grössere Anzahl vorgesehen werden.
Ebenso ist ein Verteiler vorgesehen, wel cher die Zeichengeber periodisch nacheinan der in Arbeitsbereitschaft bringt. Dieser Ver teiler besteht aus einer Kette von gasgefüll ten Röhren mit drei Elektroden, wobei jede dieser Röhren 13-16 eine der Zeichen geber 9-12 zugeordnet ist.
Jeder der Zeichengeber 9-12 besteht ebenfalls ans einer Kette von mit drei Elek troden versehenen gasgefüllten Röhren. Jede Zeichenfolge, welche übertragen wird, besteht analog, wie eine Start-Stop-Fernschreib- zeichenfolge, ,aus einem Startelement, fünf Zeichenelementen und einem Stopelement. Jeder Geber weist sieben Röhren auf, das heisst je eine für jedes Element der Zei chenfolge, und die Anoden jeder der Röhren sind über je eine der beiden Wicklungen eines polarisierten Telegraphenrelais 17 ge führt,
welche durch Betätigen eines Kon taktes 18 den jeweiligen Zustand der Leitung 19 (Strom, kein Strom bzw. Zeichenstrom, Trennstrom) bestimmen. Im folgenden seien die beiden Leitungszustände mit<B>111</B> und S und die entsprechenden Relaiswicklungen, welche den einen oder andern Zustand be wirken, mit 111- und S-Wicklungen bezeich net. Da zu gleicher Zeit nur ein Zeichen über- tragen wird, gehört das Relais 17 gemein schaftlich allen Übertragern an.
Die Verbindungen der Anoden der Röh ren in irgendeinem Zeichengeber mit der 1H- bzw. S-Wicklung des Relais 17 sind derart ausgeführt, dass jeder Zeichengeber eine für ihn charakteristische Zeichenfolge sendet, so bald durch den ihm zugehörigen Kontakt der Befehl hierzu erteilt wurde.
Die Anode der ersten Röhre jedes Zei- ehengebers ist zwecks Aussendung eines Start signals mit der S-Wicklung und die Anode jeder letzten Röhre zwecks Aussendung des Stopsignals mit der 37-Wicklung verbunden.
Die Anoden der Röhren im Zeichengeber 9, welcher dem Kontakt 1 zugeordnet ist, sind mit den Wickhmgen i11, S des Relais 17 der- ürt verbunden, dass ohne Start- und @Stop- element eine Zeichenfolge 37, S, S, 111, <I>S</I> aus gesandt wird. Entsprechend sind die von den Zeichengebern 10-12 ausgesandten Zeichen 117, <I>S, S,</I> 117, 3,1 bzw.<B>31,</B><I>S,</I> S, S, S bzw. 01, <I>S,</I> <I>S, S,</I> ?V7.
Die Röhren 13-16 des Verteilers werden durch eine Impulsquelle 20, welche über den Leiter 21. an alle Röhren des Verteilers ge schlossen ist, dazu veranlasst, in dieser Reihenfolge nacheinander zu arbeiten. Die Impulsquelle 20 ist ausserdem über einen Lei ter 22 mit allen Röhren aller Zeichengeber verbunden. Die Impulse, die an die Leiter 21 und 22 gegeben werden, sind gegeneinan der um den halben Impulsabstand phasen verschoben.
Die Arbeitsweise des Stromkreises nach Fig. 1 wird im folgenden beschrieben. Die Röhren 13-16 des Verteilers werden norma lerweise nacheinander leitend und bilden eine geschlossene Kette. Die Verbindungen einer Röhre zur nächsten geschieht so, dass, wenn eine Röhre leitend wird, eine positive Vor spannung an die nächste Röhre gelegt wird.
Diese positive Varspannung genügt nicht, um die nächste Röhre zu zünden, bis an sie über den Leiter 21 ein Impuls gelegt wird. Dieser Impuls wird an alle Röhren der Verteiler kette gegeben, genügt aber seinerseits allein nicht, um irgendeine -Röhre zu zünden. Die erwähnte Vorspannung zusammen. mit dem positiven Impuls ermöglichen jedoch die Zündung der nächsten Röhre. Wenn eine Röhre zündet., wird die vorangehende Röhre gelöscht. Dieses periodische Zünden der Ver teilerröhren findet. so lange statt, als keiner der Kontakte 1-4 umgeschaltet hat.
.Jede der Röhren 13-16 in der Verteiler kette erteilt, wenn sie gezündet hat, der Startröhre des ihr zugeordneten Zeichen gebers eine Vorspannung. Die Art der Ver bindung .Avisehen den letztgenannten Röhren ist derart, class diese Vorspannung normaler weise auf die Startröhre unwirksam ist, auch dann, wenn gerade ein Impuls über den Lei ter 22 an die Steuerelektrode der Startröhre gegeben wird.
Wenn. jedoch einer der Kon takte 1-4 umgeschaltet ist und die Speicher einrichtung 5, 6, 7 oder 8 entsprechend um gesteuert ist, werden die Eingangsverbindun gen der Startröhre des entspreehenden Zei chengebers geändert und die Vorspannung, die durch eine Verteilerröhre angelegt ist, bewirkt. beim Eintreffen eines Impulses über die Leitung 22 das Zünden dieser Startröhre.
Die Impulse werden in Intervallen von 20 Millisekunden an die Leitungen 21 und 22 gelegt, an die letztere aber mit einer zeit lichen Verschiebung von 10 msek gegenüber den Impulsen auf den Leitungen 21. Die Startröhre der Zeichengeber 9-12 wird <B>10</B> Millisekunden nach der Zündung der ent sprechenden Verteilerröhre leitend. Die An odenstromkreise aller Röhren im Verteiler und Zeiehengeber sind so untereinander ver bunden, dass auf das Zünden einer Röhre irgendeine Röhre, die vorher leitend ist, gelöscht wird. Wenn die Startröhre lei tend wird, bewirkt sie auch die Löschung der Speieherung des Kontaktumschalters.
Dann werden die Röhren des Zeichen gebers naeheinander leitend und betätigen das f@bertragerrelais 17 derart, dass die für den Zeichengeber eharakteristische Zei- ehenfolge über die Leitung 19 gesendet wird.
Das Stopzeichen jeder Zeichenfolge wird über eine Leitung 23, 24, 25 oder 26 zur nächstfolgenden Verteilerröhre 14, 15, 16 oder 13 geführt, wodurch diese zündet und die Weiterführung des Arbeitszyklus der Verteilerröhren einleitet.
Die Vorgänge in den Stromkreisen wer den nun an Hand von Fig. 2 genauer be schrieben, in welcher nur der Zeiehengeber 12, die entsprechende Speichereinrichtung 8, der Kontakt 4 und die drei Verteilerröhren 16, 15 und 7.3 dargestellt sind.
Alle die gezeigten Röhren sind Gas entladungsröhren mit drei Elektroden, welche eine kalte Kathode, eine Steuerelektrode und eine Anode aufweisen. Die Steuerelektrode und die Kathode sind gleichartig dargestellt, wobei bei allen Röhren im Zeichengeber 12 und in. der Speichereinrichtung 8 die Ka thode die rechts liegende Elektrode des Paares und bei den Röhren des Verteilers die obere Elektrode des Paares ist.
Da alle Röhren gleich sind, genügt es, wenn nur eine im Detail erklärt wird. Um z. B. die Röhre 27 zu zünden, muss der Raum zwisehen der Steuerelektrode 29 und der Ka thode 30 ionisiert sein, und es muss ein posi tives Potential gegenüber der Kathode an die Anode 28 gelegt werden. Solange dieses Po tential 130 V oder mehr beträgt, genügt der Ionisationsstrom, der bei einer Spannung von angenähert 70 V zwischen der Steuerelek trode 29 und der Kathode 30 entsteht, um einen Stromfluss zwischen der Anode 28 und der Kathode 30 zu erzeugen.
Nenn die zwi- sehen Anode und Kathode angelegte Span nung -unter 1.30 V sinkt, steigt der zur Zün dung der Röhre notwendige Ionisationsstrom zwischen der Steuerelektrode und der Ka thode und infolgedessen die Spannung, die zwischen den beiden liegt, rasch an.
Nenn angenommen wird, dass sich die vorangehende Röhre 31 in leitendem Zu stande befinde, so fliesst Strom vom positiven Pol der Stromquelle 32 (etwa 160V) Fig. 1 über einen Widerstand 33, die S-Wicklung von Relais 17, Röhre 31 Fig. 2, Widerstände 34 und 35 zum geerdeten negativen Pol der Spannungsquelle.
Die Widerstände 34 und 35 sind so bemessen, dass die Kathode der Röhre 31 mindestens eine Spannring von 70 V gegenüber Erde aufweist, und da in der Röhre 31, sofern sie gezündet hat, ein Span nungsabfall von 70 V vorhanden ist und der Widerstand der Wicklungen von Relais 17 niedrig ist, liegen die Anoden aller Röhren auf einem Potential von mindestens 130 V ge genüber ihrer Kathode.
Die Widerstände 34 und 35 sind gleich, und es wird daher eine Spannung von unge fähr 35 V zwischen die Steuerelektrode und die Kathode der Röhre 28 gelegt. Dieser Wert genügt aber allein nicht, um den Raum zwi schen diesen zwei Elektroden zu ionisieren. Es muss beachtet werden, dass parallel zu den Widerständen 34 und 35 ein Kondensator 36 liegt, welcher das Ansteigen der Spannung an den Widerständen 34 und 35 verzögert, wodurch das Zünden der Röhre 28 durch den gleichen Impuls, der die Zündung der Röhre 31 verursacht, verhindert wird.
Die Impulse werden mit solcher Polarität und in zeitlichen Zwischenräumen von 20 Millisekunden zwischen dem Leiter 22 und Erde angelegt, dass sie eine Spannung von angenähert 35 V zwischen der Steuerelektrode 29 und der Kathode 30 der Röhre 27 bewir ken. Wenn sich diese Spannung der Span- niuig am Widerstand 35 überlagert, wird die Steuerstrecke zünden und der Raum zwi schen der Steuerelektrode 29 und der Ka thode 30 der Röhre 27 ionisiert. Da die An ode 28 der Röhre 27 an einem Potential von mindestens 130 V gegenüber der Kathode 30 liegt, wird die Röhre 27 leitend.
Die Steuer elektroden aller Röhren im Zeichengeber 12 sind auf die gleiche Weise mit dem Impuls leiter 22 verbunden, jedoch ist die durch einen Impuls an die Steuerelektrode einer andern Röhre als 27 angelegte Spannung an sich selbst ungenügend, um die Entladung einzuleiten.
Wenn die Röhre 27 zündet, beträgt der Spannungsabfall an ihr ungefähr 70 V, und da der Spannungsanstieg an den Widerstän den 37 und 38 durch den Kondensator 39 verzögert wird, fällt das Anodenpotential der Röhre 27 und deshalb das Anodenpotential der Röhre 31 auf diesen Wert.
Die Röhre 31 wird deswegen gelöscht und die Ionisation in ihr verschwindet nach 3 Millisekunden. Die Spannung an den Widerständen 37 Lind 38 steigt jedoch genügend rasch, um ein Löschen der Röhre 27 zu verhindern, erreicht jedoch während der Dauer des Impulses, der die Röhre 27 zündete, nicht den vollen Wert. Die nächste Röhre 40 kann deshalb nicht durch den gleichen Impuls gezündet werden wie die Röhre 27, sondern sie muss auf den nächsten, an den Leiter 22 angelegten Impuls warten.
Die Arbeitsweise des Stromkreises nach Fig. 1 kann nun mit Hilfe der Darstellung in Fig. 2 verstanden werden. Die Anoden der Röhren 13-16 der Verteilerstufe sind über die J7-Wicklung des Relais 17 und den Wi derstand 33 mit dem positiven Pol 32 ver bunden. (In der Zeichnung Fig. 2 nicht dar gestellt.) Alle 20 Millisekunden wird ein Impuls an den Leiter 21 gelegt, wodurch nacheinan der die Röhren des Verteilers gezündet wer den, so dass jede Röhre des Verteilers wäh rend 20 Millisekunden leitend ist.
Ist bei spielsweise die Verteilerröhre 16 gezündet, so wird der ganze an den Widerständen 41 und 42 auftretende Spannungsabfall zwi schen die Steuerelektrode und die Kathode der nächsten Röhre 13 angelegt.
Die Verbindungsstelle zwischen den Wi derständen 41 und 42 ist nicht nur über den Widerstand 42, sondern in Sperrichtung .auch über den Gleiehrichter 43, einen Widerstand 44 und einen Widerstand 45 mit Erde ver bunden. Die Verbindungsstelle zwischen dem Gleichrichter 43 und dem Widerstand 44 ist über einen Widerstand mit der Steuerelek trode von 31 verbunden.
Der Sperrwider stand des Gleichriehters 43 beträgt an genähert 20 llegohm und die Widerstände von 44 und 45 betragen zusammen ange nähert 1/, Megohm. Die Spannung zwischen der Steuerelektrode und der Kathode der Röhre 31 beträgt deshalb nur wenige Volt und genügt nicht.
um die Röhre 31 zu zün den, auch wenn gerade ein Impuls an den Leiter 22 gelegt ist. Wenn jedoch die 111essgeräte- oder Zä,hler kontakte 4, die dem Zeichengeber 12 entspre chen, umgeschaltet haben, sind die Bedin gung en geändert. Normalerweise ist der Kontakt 4 in der linken Lage, und die Röhre 46 in der @peiehereinriehtun g 8 ist in leiten- (]ein Znstand. Der Stromfluh durch sie dient dazu, den Kondensator 47 über Kontakt 4 zu laden.
Wenn der Kontakt 4 umschaltet, wird der Kondensator 47 über die pi#imii.i-e Wick lung eines Aufwärtstransformators 48 entla den und der dadurch entstehende Stroiu- inipuls durch die sekundäre Wicklung des Transformators legt, eine genügende Span nung zwischen die Steuerelektrode und die Kathode der Röhre 49,
um sie zu zünden. Das Vorhandensein eines Widerstandes 50 in der gemeinsamen Anodenverbindung der Röhren 46 und 49 gewährleistet, dass die Spannung an der Röhre 46 unter den Wert fällt, wel cher nötig ist, um die Entladung der Röhre aufrechtzuerhalten, und dass die Llöhre lischt, so dass beim. Zurückfallen des Kontaktes 4 in die Normallage der Kondensator 47 nicht unmittelbar wieder aufgeladen wird.
Der Strom durch die Röhre 49 geht durch die Widerstände 51 und 45 und ebenso durch den Widerstand 44, den Gleiehrieliter 43 und den Widerstand 42 nach Erde.
Der Widerstand des Gleiehriehters 43 be trägt in der Durehlassriehtung ungefähr <B>30000</B> Ohm, so dass der Widerstand 44 im Verhältnis zu ihm gross ist, und dass die Spannung an der Verbindungsstelle zwischen dein Widerstand 44 und dem Gleichrichter 43, dank des Stromes in der Röhre 49, nur einige wenige Volt beträgt. Wenn deswegen die Röhre 16 lischt, genügt die Tatsache, dass die Röhre 49 gezündet hat, nicht, um Röhre 31 leitend zu machen, wenn ein Impuls am Leiter 22 auftritt.
Es folgt, nun die Betrachtung des Falles, wenn die beiden Röhren 16 und 49 leitend sind. Wird für den Augenblick die Verbin dung durch den Gleichrichter 43 und den Widerstand 44 vernachlässigt, so liegt die Verbindungsstelle zwischen den Widerstän den 41 und. 42 an derselben Spannung von + 35 Volt, wie die Verbindungsstelle zwi schen den Widerständen 51 und 45. Deshalb stört die Verbindung zwischen diesen beiden Stellen über den Gleichrichter 43 und den Widerstand 44 den Spannungsgradienten nicht und die Verbindungsstelle zwischen dem Gleichrichter 43 und ,dem Widerstand 44 liegt ebenfalls an einer Spannung von 35 Volt, welche cler Steuerelektrode der Röhre 31 aufgedrückt wird.
Die Wirkuna des Umstandes, dass die bei een Röhren 16 und 49 leitend sind, veranlasst die Röhre 31 beim Einfallen des nächsten Impulses auf Leiter '?, welches 10 Milli- sekunden, nachdem die Röhre 16 gezündet hat, geschieht, zu zünden. Die Röhre 16 wird gelöscht und der Zeichengeber 12 arbeitet in der Folge, um die Übertragung der Zeichen folge, für welche der Zeichengeber 12 einge stellt ist, über Linie 19 Fig. 1 zu veranlassen.
Wenn die Startröhre 31 gezündet hat, wird der Steuerelektrode der Röhre 46 eine Spannung aufgedrückt, und da deren Steuer elektrode ebenfalls mit dem Leiter 22 verbun den ist, zündet die Röhre 46 beim. nächsten Impuls. Infolge des den Anoden der Strom kreise der Röhren 46 und 49 gemeinschaft lichen Widerstandes 50 wird die Röhre 49 gelöscht. Die Speicherungseinrichtung 8 ist. daher wieder in die Normallage 7urück- versetzt., und der Kondensator 47 wird wieder aufgeladen, wenn der Kontakt 4 zur Ruhelage zurückgekehrt ist.
Die Kathode der letzten Röhre 52 im Zei chengeber 12 ist an die Steuerelektrode der Röhre 13 angeschlossen, welche in der Vertei lerkette auf die Röhre 16 folgt.
Da, die Steuerelektrode der Röhre 13 mit der Kathode der Röhre 16 verbunden ist, be stehen für den Strom von der Kathode der Röhre 52 nach Erde zwei parallele Wege, einer über den Widerstand -53 und einer über die Widerstände 41 und 42. Zum Zwecke, dass das volle Potential von 35 V auf die Steuerelektrode der Röhre 13 aufgedrückt werde, wird die Verbindung von der Kathode der Röhre 52 über die entsprechend bemesse nen Widerstände R2, R1 abgenommen, an- statt vom Mittelpunkt des Widerstandes 5$. Diese Darstellungen erklären ebenfalls, warum jede Röhre der Verteilerkette an die folgende Röhre in der Kette auf eine Art verbun den ist, welche etwas von derjenigen ab weicht,
nach welcher zwei aufeinanderfolgende Röhren des Zeichengebers 12 miteinander verbunden sind. In letzterem Falle ist die Mitte des Widerstandes zwischen der Ka thode der Röhre und Erde an die Steuer elektrode der nächsten Röhre angeschlossen, während im Falle der Verteilerkette die Ka thode einer Röhre ummittelbar mit der Steuerelektrode der nächsten Röhre verbin den ist.
Beim Erscheinen eines Impulses auf dem Leiter 21 zündet die Röhre 13 und die Röhre 52 erlischt. Es ist zu beachten, dass die Röhre 52 mir während 10 Millisekunden leitend ist.
Wenn der Messgerätekontakt, welcher der Röhre 13 zugeordnet ist und die mit ihr zusammenarbeitende Zeichen-Speichervorrich- tung 5 umgeschaltet hat, bleibt die Röhre 13 nur während der Dauer von 10 Millisekunden leitend und vervollständigt damit die 20 Milli sekunden Stopperiode für das entsprechende Fernschreibzeichen. Am Ende dieser Periode zündet die Startröhre, die zum Zeichen übertrager des Messgerätkontaktes 1 gehört, und das geeignete Fernschreibzeichen wird übertragen.
Wenn der 1VIessgerätkontakt je doch nicht umgeschaltet hat, wird die ge wohnte Arbeitsweise des Verteilers wieder hergestellt und die Röhre 13 bleibt für eine Dauer von 20 Millisekunden in leitendem Zu stand.
Die Fig. 3 zeigt die Einzelteile der Span nungsquelle 20 der Fig. 1. Diese ist ein Multi vibrator und besteht aus zwei gleichen Pentoden (Hochvakliumröhren) 54 und 55, welche in bekannter Weise miteinander ver bunden sind, wobei ihre Speisung durch eine gasgefüllte Röhre 56 stabilisiert wird. Die beiden Steuergitter sind an eine Stelle des Potentiometers 57 angeschlossen, welche zum Zwecke der Einstellung der Arbeitsfrequenz der Einrichtung einstellbar ist.
Die Gitter der Pentoden 54 und 55 sind mit den Gitterar der FIochvakuumtrioden 58 bzw. 59 über Kondensatoren verbunden, wobei Leiter 21 und 22 mit den Anoden dieser Trioden ver bunden sind.
Der Empfängerstromkreis, der mit dem oben beschriebenen Geber zusammenarbeitet und sich in der Überwachungsstelle befindet, ist im einzelnen bekannt, so dass hier nur eine kurze Beschreibung, welche sich auf das Schema Fig. 4 bezieht, nötig ist.
In der Überwachungsstelle ist die Signal leitung 19, welche von der Signalanlage nach Fig. 1 herkommt, an zwei in Reihe liegende polarisierte Telegraphenrelais 60 und 61 üblicher Bauart angeschlossen. Diese Relais sind in der Ruhelage der Anlage so vorge spannt, dass ihre Kontakte 62 und 63 sich in der Lage 31 befinden. Die Ausrüstung in der Überwachungsstelle weist unter anderem fünf gasgefüllte Kaltkathodenröhren 64 bis 68 auf, welche nur durch Rechtecke dargestellt sind, da ihre Schaltung derjenigen der Röhren 13 bis 16 der Fig. 1 gleich oder ähnlich ist.
Von diesen Röhren ist der mit 64 bezeichneten eine Reihe gasgefüllter Röhren 69 zugeordnet, die durch ein Rechteck dargestellt sind und der Unterteilung der Intervalle der Fern schreibzeichen dienen. Die Anzahl der Röhren 65 bis 68 und der Zeichenempfänger 70 bis 73 entspricht der Anzahl der Zeichengeber 9 bis 12 in Fig. 1. Die Röhren 64 bis 68 sind normalerweise leitend und die Kathode der Röhre 64 ist über den Leiter 74 mit dem Markierkontakt 63 verbunden und steht daher auch mit dem Kondensator 75 in Verbindung. Dieser Kondensator ist daher aufgeladen.
Wenn die polarisierten Relais 60 und 61 ihre Kontakte 62 und 63 in Beantwortung des Startelementes eines Fernschreibzeichens von der 01-Lage in die S-Lage umlegen, wird der Kondensator 75 über die Vorrichtmig 76 entladen. Diese vermittelt daraufhin unmit telbar einen Impuls über den Leiter 77. Da nach erfolgen Impulse in Abständen von 20 Millisekunden. Ebenfalls wird nach einer Pause von 10 Millisekunden ein Impuls auf den Leiter 78 gegeben, dem nachher Impulse in Intervallen von 20 Millisekunden über denselben Leiter folgen.
Der Leiter 78 steht über den Kontakt 62 je nach der Stellung des beweglichen Kon taktarmes mit den Steuerelektroden von be- stimmten in den Zeichenempfängern 70 bis 73 untergebrachten Röhren in Verbindung. Der Zeichenempfänger ist ähnlich aufgebaut wie der in Fig-. 2 -mit 12 bezeichnete Zeichen geber. Für eine bestimmte Zeielienfolge wird der Kontakt 62 so hin und her geschaltet, class die Röhren eines der Empfänger 70 bis 73, der auf die betreffende Zeichenfolge ein gestellt ist, der Reihe nach zünden, wodurch am Ende der Folge das entsprechende Relais 79 bis 82 anspricht.
Dieses schliesst während einer kurzen Zeitspanne seine Kontakte und veranlasst die Betätigung des entsprechenden Anzeigegerätes 83 bis 86.
Die in der Einheit 69 untergebrachte Reihe von Röhren zählt die Anzahl der zu empfangenden Elemente und erteilt nach dem Empfang des letzten Codeelementes den Röhren 6-I bis 68 eine Vorspannung, welche beim Erscheinen des nächsten Impulses, wel- eher über den Leiter 77 anfällt, diese Röhren leitend und alle übrigen Röhren der Einheit nichtleitend macht. Die Impulsquelle 76 wird ebenfalls zum Stillstand gebracht. Die eine oder andere dieser Röhren kann in mehr als einem Zeichenempfänger arbeiten.
Auf diese Weise könnte erreicht werden, dass dem Start- element nur eine Röhre zugeordnet zu werden brauchte, wobei diese den vier Empfängern geineinschaftlieh zugehören würde. Die Zei chenfolgen könnten so gewählt werden, dass die grösstmögliche Anzahl von Codeelementen allen Zeichenfolgen gemeinsam wäre. Auf diese Weise können die vier Zeichenfolgen mit einer gemeinschaftlichen Kombination der ersten drei Codeelemente beginnen, bei spielsweise mit Zeichen, Abstand, Abstand. Die Röhren, welche in Aufeinanderfolge auf diese drei Zeichenelemente ansprechen, kön nen deshalb auch für alle vier Zeichen empfänger gemeinsam sein.
Die Kontakte, deren Betätigung nach einer I'berwaehungsstelle signalisiert werden muss, können sich aneh in verschiedenen Unterstationen befinden. Die Fig. 5 zeigt schematisch, wie die Betätigung der Kon takte, von denen einige sich in einer Unter station und andere sich in einer andern Un terstation befinden, die entsprechenden An zeigegeräte in derselben Überwachungsstelle steuern.
In einer Unterstation 91 befinden sieh die Kontakte 1, 2, 3, 4, welche mittels der oben beschriebenen Arbeitsvorgänge unterschied liche Zeichenfolgen zu einem Empfänger 92 an einer Unterstation 93 übertra;,en und die Kontakte 87, 88, 89 und 90 darin betätigen. In der Unterstation 93 sind ebenfalls die Kontakte 94 und 95, deren Betätigung in der Hauptstelle angezeigt werden muss.
Deshalb ist in der Unterstation 93 ein Verteiler 96 vorgesehen, welcher Stellungen besitzt, die mit den entsprechenden Kontakten 87, 88, 89, 90, 94 und 95 und ebenso mit den entspre chenden Zeichenübertragern (nicht darge stellt) übereinstimmen, wobei die Betätigung irgendeines der Kontakte zur Ü berwachungs- stelle 97 signalisiert \wird, wo mittels der in vorangehenden erwähnten Vorgänge die indi viduellen Anzeigegeräte 83, 84,<B>85, 86,</B> 98 und 99 wahlweise betätigt werden.