Verfahren zur verschlüsselten Fernansteuerung eines Telephonographen über eine Telephon- leitung und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Es ist bekannt, dass Telephonographen miL Vokalen über Telephonleitungen zum Zwecke einer Ansteuerung auf Wiedergabe beschickt werden können.
Ferner ist bekannt, dass die Abgabe der einzelnen Vokale<B>A, E,</B> 1,<B>0</B> und <B>U</B> in der Reihenfolge erfolgen muss, die der eingestellten Verschlüsselungseinrielltung ent spricht, um eine Wiedergabe des Telephono- graphen zu bewirken.
Bei solchen Einrichtungen muss aber die Gewähr dafür gegeben werden, dass der Un befugte zur Auslösung der Vorgänge nicht in der Lage ist. Der Aufwand an Filtern und automatischer Schalteinrichtung wird. daclureb. sehr teuer und kompliziert. Ferner sind ge wisse Vokale über Telephonleitungen gar nicht za gebrauchen, da das Telephonnetz nur die Frequenzen von etwa<B>300</B> bis<B>2500</B> Hertz durchlässt.
Um aber die einzelnen Vokale bzw. For- manten untereinander zu unterscheiden, müs sen zum Beispiel bei den Vokalen<B>E,</B> I und<B>0</B> mindestens zwei Filter pro Vokal angeschlos sen und der Verschlüsselungseinrichtang zu gefügt werden.
Ferner haben die bekannten Einrichtun gen verschiedene Nachteile. So muss unter an derem der Anrufende die Vokale präzis und genau aussprechen, was in den verschiedenen Sprachen und Ausdrücken grosse Mühe macht, auch muss der Rhythmus der Abgabe der Vo kale genau eingehalten werden.
Auch ist es sehr wichtig, dass die Fernansteuerung eines cl mit der Versehlüsselungseinrichtung versehe- nen Telephonographen so funktioniert, dass der Anrufende nicht merkt, wenn er einen falschen Code bzw. einen Vokal zuviel oder zuwenig ausgesprochen hat.
Vorliegende Erfindung ermöglicht, alle diese Mängel zu beseitigen. Das erlindungs- gemässe Verfahren zeichnet sieh dadurch aus, dass zwecks Ansteuerung auf Wiedergabe we nigstens ein akListisches Zeichen in einem vor bestimmten Frequenzbereich entsprechend der am Telephonographen eingestellten Verschlüs selungseinrichtung gesendet wird.
Die Einrichtung zur Durchführang des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei Filter vorgesehen sind, von denen das eine ausschliesslich auf Anrufe, in der obern Hälfte und das andere auf solche in der un tern Hälfte des über die Telephonleitung über tragbaren Frequenzbandes liegenden Fre quenzen anspricht.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein<U>Bei-</U> spiel einer Ausführungsform der erfindungs- gemässen Einrichtung dargestellt, welches auch zur beispielsweisen Erläuterung des er findungsgemässen Verfahrens dient.
Es zeigen: Fig. 1. ein Schaltschema, Fig. 2 ein Schaltdiagramm und die Fig. <B>3</B> bis<B>5</B> verschiedene Schaltstellzu-igen von Codeschaltern.
Erfolgt durch einen beliebigen Teilnehmer des Telephonnetzes, an dem der in Fig. <B>1</B> der Zeichnung dargestellte Telephonograph ange schlossen ist, ein Anruf, so -wird (durch in der Zeichnung nicht dargestellte, an sieh bekannte Mittel) die Verbindung zwischen diesem Teil nehmer und dem Telephonographen über eine Leitung<B>1</B> und 2 und das Telephonamt her gestellt.
Der ntni vom letzteren ausgesandte Rufstrom erregt ein Relais<B>3</B> über Kontakte 4, <B>5</B> und einen Kondensator<B>6.</B> Das Relais<B>3</B> schliesst nun einen Kontakt<B>7</B> -und erregt ein Relais<B>8,</B> -und zwar über den Stromkreis: Erde, Kontakt<B>7,</B> Anzuigswie'kl-Luig des Relais <B>8,</B> Batterie. Das Relais<B>8</B> schaltet seine Kon takte 4,<B>5, 9, 10</B> und<B>11</B> um bzw. ein. Über den Kontakt<B>9</B> wird ein Motor<B>13</B> an Spannung gelegt. Ferner wird die Leitang <B>1</B> und 2 durch das Umschalten der Kontakte 4 und<B>5</B> an einen Übertrager 12 gelegt.
Die Verbin dung des Telephonographen mit dem Tele- phonamt wird dadurch gehalten.
Nun wird eine elektromagnetische Kupp lung 14 eines Antwortgebers über den Strom kreis: Erde, Kontakt 142, Kontakt<B>10,</B> Kupp lung 14, Batterie erregt. Der Motor<B>13</B> treibt stark untersetzt acht Nockenscheiben I bis VIII an, welche in der angegebenen Pfeil richtung umzulaiden beginnen. Gleichzeitig wird durch den Motor<B>13</B> ein Tonträger<B>15</B> in Be-wegung gesetzt und der Anrufende hört über einen Sprechkopf<B>16</B> den Antwortgeber über den Übertragungsweg: Erde, Sprech kopf<B>16,</B> Kontakt<B>17,</B> Kontakt<B>18,</B> Wiedergabe verstärker<B>19,</B> Kontakt 20, Übertrager 12, Erde.
Das Relais<B>8</B> verbleibt in der angezogenen Stellung durch Erregung' über den Strom kreis: Erde, Kontakt 21 der Nockenscheibe I, Kontakt<B>11,</B> Haltewickl-Luig des Relais<B>8,</B> Bat terie.
Ein Filterverstärker 22, ein Impulsver stärker<B>23</B> und eine Summtoneinrichtung 24 sind jetzt ebenfalls mit dem Übertrager 12 bzw. mit dem Telephonamt verbunden.
Der Ausgang des Filterverstürkers 22 ist durch einen Kontakt<B>25</B> noch kurzgeschlossen, dadurüli wird erreicht, dass der Filterverstär- kerausgang und damit zwei einen magneti schen Kreis mit einer primären und einer sekundären Wicklung aufweisende Filter<B>26</B> und<B>27,</B> deren Sekundärwicklungen<B>je</B> einen Kondensator<B>28'</B> bzw. <B>29</B> parallel geschaltet und deren Primärwieldungen zueinander par allel geschaltet und gemeinsam am Ausgang des Filterverstärkers liegen, erst dann frei gegeben werden, wenn der Anrufende den ersten Teil eines akustischen Zeichens,
z.B. den ersten Konsonanten eines Wortes, einer Zahl usw. ausgesprochen hat. Ein Impuls- rel.ais <B>30</B> empfängt sämtliche Impulse, die ge sprochen werden, sei es vom Anrufenden her, sei es vom Telephonographen her, das heisst auch die eines Tonträgers<B>33</B> bzw. eines SprecU:opfes 34 bei einer Wiedergabe. Um aber bei der Wiedergabe des Tonträgers 1.5 (Antwortgeber) die Impulse zu sperren, wird das Gitter<B>31</B> einer Röhre<B>35</B> an Erde gelegt Uber den Stromkreis: Erde, Kontakt<B>32,</B> Git ter<B>31</B> der Röhre<B>35.</B>
Dadurch wird also das Relais<B>30</B> während der Zeit, in welcher der Anrufende über das Telephonamt den Antwortgeber hört, nicht erregt werden. Es ist dies diejenige Zeit, die in Fig. 2 der Strecke 43 entspricht. Nach Be endigung der Wiedergabe wird ein Relais 45 durch den Nocken<B>37</B> der Nockenscheibe II erregt über den Stromkreis: Erde, Kontakt 46 (No#kenscheibe II), Anzug#wicklung des Re lais 45, Batterie.
Relais 45 wird aber nur kurze Zeit, das heisst maximal eine Sekunde, erregt bleiben (siehe Strecke<B>123</B> in Fig. 2). Dies ist die jenige Zeit, die dem Anrufenden zur Ver- lügung steht, um<B>je</B> nach der Codeeinstellung den ersten Impuls einer tiefen bzw. hohen Frequenz abzugeben.
Da das Schaltschema der Fig. <B>1</B> in Ruhelage gezeichnet ist, das heisst bei ihm angenommen worden ist, dass noch keine Aufzeichnungen auf den Tonträger<B>33</B> erfolgt sind und dass ferner der Anrufende während der Zeitstrecke<B>1-23</B> (Fig. 2) keinen Impuls abgegeben hat, so hört der Anrufende anschliessend in bekannter Weise vom Ant wortgeber bzw. Tonträger<B>15</B> eine Sprech anforderung.
Die Nockenscheibe III hat mit einem Nok- ken <B>38</B> einen Kontakt<B>117</B> geschlossen, wobei sich ein Aufnahmerelais<B>125</B> erregt über den Stromkreis: Erde, Sucher<B>S47,</B> Kontaktarm 49, Segment<B>66,</B> Kontakt<B>117,</B> Nockenscheibe III, Anzugswicklung des Relais<B>125,</B> Batterie.
Das Relais<B>125</B> schaltet nun den Wieder gabeverstärker<B>19</B> ab und einen Aufnahme verstärker<B>126</B> ein bzw. legt diesen an den Übertrager 12 über den folgenden Übertra gungsweg: Erde, Übertrager 12, Kontakt 20, -Auif-nahmeverstärker <B>126,</B> Kontakt<B>1.8,</B> Kon takt<B>17,</B> Sprechkopf 34, Tonträger<B>33.</B>
Das Relais 45 wurde ebenfalls erregt beim Anziehen von Relais<B>125,</B> -und zwar über den Stromkreis: Erde, Kontakt 120, Anzugswick lung des Relais 45, Batterie.
Das Relais 45 hat seine Kontakte<B>17, 32,</B> <B>107</B> und<B>350</B> also umgesehaltet.
Die Sperrung von Relais<B>30</B> bzw. des Git ters<B>31,</B> der Röhre<B>35</B> wird durch das Öffnen des Kontaktes<B>32</B> aufgehoben. Spricht nun der Anrufende, so wird Relais<B>30</B> über den Impulsverstärker<B>23</B> und die Röhre<B>35</B> erregt. Das Relais<B>30</B> spricht also auf die Impulse, die der Anrufende abgibt, an. Es schaltet da bei seine Kontakte<B>136, 1.35,</B> 134 und<B>133,</B> Das Relais 1.49 kann nicht erregt werden, trotz- dein der Kontakt 134 geschlossen wird, weil die Noekenscheibe II mit ihrem Nocken<B>37</B> die beiden Kontakte 46 und 47 bereits wieder getrennt hat.
Durch das Schliessen von Kon takt<B>135</B> des Relais<B>30</B> wird nun ein Impuls- halterelais 148<B>'</B> erregt, welches durch die Wir kung des Kondensators<B>139</B> stark abfallver zögert ist, das heisst es wird die Sprachimpuls- unterbreehungen des Anrufenden über brücken. Durch diese Vorrichtung wird die Abschaltung des Telephonographen eingelei tet. Das Relais 148 wird erregt über den Stromlueis: + <B>250</B> V, Relais 148, Anode der Röhre<B>172,</B> Kathode 146, Mittelanzapfting des an<B>250</B> V angeschlossenen Spannungsteilers 1.45, 144.
Das Gitter 147 der Röhre<B>172</B> ist in der Ruhelage frei und lädt sich negativ auf. Sobald der Kontakt<B>135</B> des Relais<B>30</B> gesehlos- sen wird, wird das Gitter der Röhre<B>172</B> über den Widerstand<B>137</B> mit der Kathode 146 ver bunden, wodurch das Gitter 147 positiver und das Relais 148 erregt wird, Der Spannungsteiler besteht aus einem Widerstand 145 und einer Lampe 144; damit wird erreicht, dass die Abfallverzögerung bzw. die Abfallzeit des Relais 148 konstant bleibt.
Das Relais 148 wird während der Zeit, in welcher der Anrufende nicht spricht, dadurch gehalten, dass der entladene Kondensator<B>139</B> über die Kontakte 140 und 122 mit dem Git ter 147 der Röhre<B>172</B> verbunden wird, wo durch das Gitter 147 sich langsam negativ auflädt.
Der Kondensator<B>139</B> ist in der Ruhestel lung deg Kontaktes 140 über einen Wider stand<B>138</B> kurzgeschlossen.
Die Haltung von Relais<B>125</B> und Relais 45 wird nun von Relais 1.48 bzw. dessen Kontakt 141 übernommen, und zwar über den Strom kreis: Erde, Kontakt 141, Kontakt 124, Halte- wieldung des Relais<B>125,</B> Batterie, und par allel: Kontakt<B>107,</B> Haltewicklung des Relais 45, -Batterie.
Ein die elektromagnetische Kupplung 14 enthaltender Stromkreis wird durch das<B>öff-</B> nen des Kontaktes 142 vom Relais 148 unterbro chen; die Haltung bzw. der Vorwärtslauf der Nockenscheiben <B>1</B> bis VIII -and des Tonträ gers<B>15</B> wird durch die Nockenscheibe V bzw. dessen Kontakt<B>115</B> über den Stromkreis: Erde, Kontakt<B>115,</B> Kontakt<B>10,</B> elektromagne tische Kupplang 14, Batterie, übernommen.
Sobald der Kontakt<B>115</B> wieder getrennt wird, wird der Antwortgeber stillstehen bzw. die I.#upplu#g 14 wird wieder stroinlos. Nach dem Relais 148 erregt worden ist, wird nun ein Suchermagnet<B>52</B> erregt und die Schalt arme 48-51 machen einen Schritt vorwärts, das heisst auf Position 2. Diese Position 2 markiert deni Telephonographen, dass eine Mitteilung auf dem Tonträger<B>33</B> eingegangen ist. Der Suchermagnet<B>52</B> wird erregt Über den Stromkreis: Erde, Kontakt 104, Schalt arm<B>50,</B> Segment<B>78,</B> Kontakt 143, Kontakt<B>53,</B> Suchermagnet<B>52,</B> Batterie.
Der Suchermagnet<B>52</B> wird aber sofort wieder stromlos.
Die Mitteilungen, die nun der Anrufende spricht, werden auf den Tonträger<B>33</B> über den Sprechkopf 34 magnetisch in bekannter Weise aufgezeichnet.
Eine elektromagnetische Kupplung<B>118</B> setzt nun in bekannter Weise (im Schema nicht näher dargestellt) den Aufnahmetonträ ger<B>33</B> in Bewegung, das heisst kuppelt Auf.- nallme- und Wiedergabevorrichtung mit dem Motor<B>13.</B> Die Kupplung<B>118</B> wird erregt über den Stromkreis: Erde, Kontakt 121 des Relais <B>125,</B> elektromagnetische Kupplung<B>11.8,</B> Bat terie.
Sobald der Anrufende seine Mitteilungen beendet hat, wird das Impulsrel.ais <B>30</B> nicht mehr erregt, während das Relais 148 noch so lange (etwa<B>7</B> Sekunden) erregt bleibt, bis der Kondensator<B>139</B> geladen ist. Dann wird das Relais 1.48 ebenfalls stromlos. Durch das Öffnen des Kontaktes 141 werden Relais<B>125</B> -Lind Relais 45 stromlos. Relais<B>30</B> kann nach dieser Zeit (etwa<B>7</B> Sekunden) nicht mehr er regt werden, da das Gitter<B>31</B> der Röhre<B>35</B> über den Kontakt<B>32</B> wieder an Erde gelegt -worden ist.
Der Antwortgeber bzw. die Kupplung 14 wird durch das Schliessen des Kontaktes 142 erregt bleiben, bis derAntwortgeber bzw. die Nockenscheibe I den Kontakt 21 unterbricht. Ist der Antwortgeber, das heisst die Nocken- selieiben <B>1</B> bis VIII und mit ihnen der Ton träger<B>15</B> wieder in der Nullstellung, so wird auch Relais<B>8</B> stromlos, -Luid die Leitung<B>1</B> und <B>92</B> wird wieder. an das Wechselstromrelais <B>3</B> geschaltet.
Die Einstellung eines bestimmten Codes erfolgt durch Einstellung der Codeschalter 201, 202 und<B>203.</B> Es sind dies drei gewöhn liche, handelsübliehe Schalter, von denen der erste 14 Positionen und die beiden andern<B>je</B> <B>15</B> Positionen aufweisen.
In den Fig. <B>3</B> bis<B>5</B> sind die mit diesen Schaltern einstellbaren Schaltstellungen zu sammengestellt. Darin bedeutet die Bezeich nung T, dass eine tiefe (z.B. 200 bis 400 Hertz) -tuid die Bezeichnung H, dass eine hohe Frequenz (z.
B.<B>1600</B> bis 2200 Hertz) einge stellt worden isi. Wird der Schalter 201 zum Beispiel auf Position<B>7,</B> der Schalter 202 auf Position 2 -und der Schalter 2Q? auf Position<B>1</B> eingestellt, so ergibt dies folgenden Code: H, T, T; <I>11,<B>0,</B></I><B> 0; 0, 0, 0.</B> Ein solcher beliebig ausgewählter Code wird nun vom Inhabe <B> </B> r des Gerätes vor einer beabsichtigten Reise einge stellt. Von einem beliebigen Orte aus kann er nun seinen Apparat anrufen.
Geschieht dies genau gemäss dem am Apparat eingestellten Code, das heisst gemäss dem obigen Beispiel, durch Anrufe von hoher, tiefer, tiefer und hoher Frequenz, so -wird das Gerät richtig an- gestetiert und beginnt mit der Wiedergabe der inzwischen aufgenommenen Gespräche. Die Vorgänge, die im Gerät dabei stattfinden, sind in folgenden Beispielen näher erläutert. <I>Beispiel<B>1:</B></I> <I>Richtige</I> Ansteuerung mit<I>Code H, T,</I> T und H-Frequenzen. Der Anruf geschieht wie besprochen.
Das Relais<B>3</B> wird vom Rufstrom erregt, wor auf über den Kontakt<B>7</B> das Relais<B>8</B> Span nung erhält und über die Kontakte 21 und<B>11</B> gehalten wird.'Die elektromagnetische Kupp lung 14 wird ebenfalls erregt und der An rufende hört den Antwortgeber bzw. die Bot- schalt des Tonträgers<B>15.</B> Nachdem der Nok- ken <B>37</B> der Nockenscheibe II seine. Kontakte 46 -tind 47 geschlossen hat, kann der An rufende seinen ersten Codeanruf (hohe Fre quenz) abgeben. Dadurch erhält das Gitter<B>31</B> der Röhre<B>35</B> über den Stromkreis.
Erde, Übertrager 12 und Impulsverstärker<B>23</B> eine positivere Vorspannung, und das Relais<B>30</B> wird über Spannungsklemme<B>+ 250</B> V, Relais <B>30,</B> Anode, Kathode, Kathodenwiderstand und Erde erregt.
Der Sucher S47 steht auf Position 2, da durch kann nun das Impuls-Filterrelais <B>1-19</B> 1 erregt werden, das mit seinem Kontakt<B>25</B> den Filterverstärkungsausgang freigibt, so dass die beiden Filter<B>26</B> und<B>27</B> mit dem An rufenden verbunden werden. Relais 149 wird erregt über den Stromkreis: Erde, Kontakt! 104, Sucherarm<B>50</B> (Position 2), Segment<B>79,</B> Kontakt<B>47</B> der Nockenscheibe II, Kontakt 134 des Relais<B>30,</B> Relais 149, Batterie.
Der Kondensator<B>158</B> wird ebenfalls ge laden; dadurch wird das Relais 149 verzögert abfallen. Während dieser Zeit wird dem An rufenden ein kurzer Summton übermittelt.
Da der Anrufende eine hohe Frequenz spricht, wird über das Filter<B>27</B> und den variablen Kondensator<B>29</B> das Gitter<B>176</B> der Röhre<B>173</B> positiver, und das Relais<B>161</B> wird über<B>+ 250</B> V, Relais<B>161</B> und Anode, Kathode und Kathoclenwiderstand der Röhre<B>173,</B> Erde erregt. Relais<B>160</B> wird hingegen nicht erregt. Da die Spitzenspannungen nur ganz kurze Zeit auftreten, wird Relais<B>161</B> dadurch gehalten, dass das Gitter<B>176</B> über den Strom kreis-. Erde, Kontakt<B>153</B> des Relais 149, Kon takt<B>167</B> des Relais<B>161,</B> Gitter<B>176</B> der Röhre <B>173</B> an Erdpotential gelegt wird.
Der in Ruhelage des Relais<B>161</B> geladene Kondensator<B>171</B> wird nun über den Code schalter 201 und den Sucher<B>S47</B> sowie das Relais<B>132</B> entladen über den Stromkreis: Kondensator<B>171,</B> Kontakt<B>166</B> des Relais<B>161,</B> Segment<B>219</B> (Position<B>7),</B> Codeschalter 201, Schaltarm 204, Sucher<B>S47</B> (Position 2), Seg ment<B>57,</B> Sucherarin 48, Kontakt 54 des Su- ehermagnetes <B>52,</B> Anzugswicklung des Relais <B>132,</B> Kondensator<B>171.</B>
Relais<B>132,</B> welches ebenfalls abfallverzö gert ist, wird gehalten über den Stromkreis: Erde, Kontakt<B>152,</B> Kontakt<B>131,</B> Haltewick lung des Relais<B>132,</B> Batterie, und nach<B>Öff-</B> nung des Kontaktes<B>152</B> über den sieh dann äber das Relais<B>132</B> entladenden Kondensa tor<B>159.</B>
Es ist noch zu erwähnen, dass das Gitter <B>31</B> durch das Erregen des Relais 45 über den Kontakt<B>32</B> freigegeben wurde. Nachdem das Prülrelais <B>132</B> erregt worden ist, wird nun der Suchermagnet<B>52</B> erregt über den Strom kreis: Erde, Kontakt<B>130,</B> Suchermagnet<B>52,</B> Batterie.
Die Anzugswicklung des Relais<B>132</B> wird stromlos, da der Suchermagnet<B>52</B> seine Kon takte<B>53</B> und 54 trennt bzw. umschaltet. Der Restst.rom des Kondensators<B>171</B> wird über den Widerstand<B>55</B> und Kontakt 54 vernichtet.
Hat nun der Anrufende sein erstes Code zeichen ausgesprochen, so wird Relais<B>30</B> stromlos. Der Anrufende hört einen kurzen Suminfon (AbfallverzögerUng des Uelais 149) über den Stromkreis: Kontakt<B>151,</B> Kontakt <B>133</B> des abgefallenen Relais<B>30,</B> Summtonein- richtung 24, übertrage-r 12, Telephonamt bzw. Anrufenden.
Nun wird auch Relais 149 stromlos, fer ner Relais<B>161</B> -und Relais<B>132.</B> Dadurch wird nun auch der Sueliermagnet <B>52</B> stromlos, und die Kontaktarme 48. bis<B>51</B> wurden von Posi tion 2 auf Position<B>3</B> vorgerückt.
Relais 45 wird nicht mehr vom Kontakt 46 der Nockenscheibe II erregt, da in dieser Zeit der Nocken<B>37</B> der Nockenscheibe II bereits die beiden Kontakte 46 und 47 wieder ge trennt hat, sondern Relais 45 wird jetzt er regt über den Stromkreis: Erde, Sucherarm 49, Segment<B>68,</B> Anzugswieklung des Relais 45, Batterie, und gehalten über den Strom kreis: Erde, Kontakt 141, Kontakt<B>107,</B> Halte wicklung des Relais 45, Batterie.
Relais 45 wird nun während der ganzen Ansteuerungsperiode über den Sucher S47 bzw. dessen Arm 49 und die Segmente<B>69</B> bis <B>77</B> gehalten.
Nachdem der Anrufende den kurzen Summton gehört hat, kann nun das zweite Codezeichen gesprochen werden. Nach unse rem Beispiel eine tiefe Frequenz. Relais<B>30</B> wird also wiederum erregt, ebenfalls Relais 149, das den Kurzschluss des Ausganges des Filterverstärkers 22 aufhebt und die Leitung zu den beiden Filtern<B>9-6</B> bzw. <B>27</B> durchschal tet. Relais 149 wird nun nicht mehr über Kontakt 47 der Nockenscheibe II erregt, son dern über den Stromkreis: Erde, Kontakt 104 des Relais 102, Suchera,rm <B>50,</B> Segment<B>80,</B> Kontakt 134 des Relais<B>30,</B> Relais 149, Bat terie.
In unserem Beispiel nehmen wir an, dass der Anrulende <B>-</B> den Code richtig zuspricht, also eine tiefe Frequenz; deshalb wird Relais <B>160</B> erregt, da über den Stromkreis: Ausgang des, Filterverstärkers 22, Filter<B>26,</B> variabler Kondensator<B>28',</B> das Gitter<B>175</B> der Röhre 174 positiver wird Lind der jetzt über<B>+ 250</B> V, Relais<B>160,</B> Röhre 174, Erde fliessende An odenstrom das Relais<B>160</B> erregt.
Der<B>in</B> hulielage geladene Kondensator<B>17ö</B> wird nun das Prüfrelais<B>132</B> erregen über den Stromkreis: Kondensator<B>170,</B> Kontakt <B>162</B> des Relais<B>160,</B> Codeschalter 201, Segment <B>233</B> (Position<B>7),</B> Schaltarm<B>205,</B> Sucher S47 (Position<B>3),</B> Segment<B>58,</B> Sueherarm 48, Kon takt 54, Aufzugswicklung des Relais<B>132,</B> Kon densator<B>170.</B>
Relais<B>132</B> wird wieder über Kontakt<B>152</B> gehalten. Relais<B>160</B> wird dadurch gehalten, dass das Gitter<B>175</B> der Röhre 174 über den Stromkreis: Erde, Kontakt 154 des Relais 149, Kontakt<B>163</B> direkt an Erde gelegt wird.
Es ist noch zu erwähnen, dass die elektro magnetische Kupplung 1.4 weiter erregt bleibt und der Antwortgeber weiterläuft, auch wenn' Relais 148 seinen Kontakt 142 trennt, und zwar über den Stromkreis Erde, Kontakt<B>115</B> der Nockenscheibe V, Kontakt<B>10,</B> Kupplung 14, Batterie.
Der Antwortgeber bzw. die Nockenscheiben I bis VIII und der Tonträger<B>15</B> laufen wei ter, bis der Kontakt<B>115</B> der Nockensc'heibe V getrennt wird. Der Anrufende hört durch das Erregen des Relais 45 bzw. durch das Abschal ten des Sprechkopfes<B>16</B> infolge Umschaltens des Kontaktes<B>17</B> die iin vorhergehenden Bei spiel erwähnte Sprechaufforderung nicht.
Hat nun der Anrufende sein zweites Code- zeiellen gesprochen, so wird er wieder einen kurzen Summton hören, -and zwar über das abgefallene Relais<B>30</B> und das abfallverzö gerte Relais 149.
Der Sucher<B>S47</B> -Lind dessen Arme 48 bis <B>51</B> werden auf Position 4 vorgerückt. Die Rest spannung des Kondensators<B>170</B> wird wie bei Kondensator<B>171</B> über den Entladewiderstand <B>55</B> vernichtet; damit wird verhütet, dass beim Vorwärtssehalten der Sucherarine 48 bis<B>51</B> die Restspann-ang nochmals das Relais<B>132</B> erregen kann.
Nun wird der Anrufende das dritte Code zeichen sprechen, in unserem Beispiel eine tiefe Frequenz. Die Relais<B>30,</B> 149 und<B>160</B> werden wieder erregt. Relais<B>132</B> wird erregt über den Stromkreis: Kondensator<B>170,</B> Kon takt<B>162</B> des Relais<B>160,</B> Codeschalter 201, Segment 247, Schaltarin 206, Sucher A47 (Position 4), Segment<B>59,</B> Sucherarm 48, Kon takt 54, Anzugswicklung des Relais<B>132,</B> Kon densator<B>170.</B>
Der Anrufende spricht nun, nachdem er den Summton gehört hat, das vierte und letzte Codezeichen (hohe Frequenz). Alle Strom kreise werden wieder, wie schon erwähnt, er regt. Da über die Leitung eine hohe Frequenz gesprochen wird, wird nun Relais<B>161</B> wieder erregt wie beim ersten Codezeiehen. Relais 1032 wird erregt durch den Kondensator<B>171</B> über den Stromkreis: Kondensator<B>171,</B> Kontakt <B>166</B> des Relais<B>161,</B> Codeschalter 202<B>*</B> (Posi tion 2), Segment<B>256,</B> Schaltarin <B>207,</B> Sucher S47 (Position<B>5),</B> Segment<B>60,</B> Sucherarm 48, Kontakt 54, Anzugswieklung des Relais<B>132,</B> Kondensator.
Die einzelnen Stromkreise der Relais<B>30,</B> 149 (verzögert),<B>132</B> (verzögert) und<B>161</B> werden stromlos.
Nun muss der Sucher<B>S47</B> auf die Position. <B>11</B> vorgerückt werden, und zwar über den fol genden Stromkreis: Erde, Codesehalter 202 (Position 2), Segment<B>271,</B> Schalta-rni <B>208,</B> Sucher S47 (Position<B>6),</B> Segment<B>61,</B> Sucher arm 48, Kontakt 54, Anzugswicklung des Re lais<B>132,</B> Batterie.
Der Suchermagnet<B>53</B> wird erregt über den Stromkreis: Erde, Kontakt<B>130,</B> Suchermagnet <B>52,</B> Batterie.
Relais<B>132</B> wird durch das Öffnen des Kon taktes 54 wieder stromlos und damit auch der Suchermagnet<B>52.</B> Da nun der Schaltarm <B>209</B> des Codeschalters 202 auf Position 2 und die Schaltarme 210, 211 und 212 des Codeschal ters<B>203</B> in der Position<B>1</B> stehen, werden die Segmente<B>286, 300, 315</B> und<B>330</B> das Relais <B>132</B> immer wieder erregen und stromlos machen. A-Lieh wird Relais<B>132</B> mit seinem Kontakt<B>130</B> den Suchermagnet<B>52</B> anziehen bzw. abfallen lassen.
Der Sucher S47 wird also am Ende der Impulsserie auf Position<B>11</B> stehen.
Die Noekenscheiben I bis VIII und mit ihnen der Tonträger<B>15</B> laufen immer noch weiter. Das Relais<B>125</B> konnte nieht erregt werden, trotzdem der Nocken 28 der Noeken- scheibe III den Kontakt<B>117</B> geschlossen hat, da der Sucher<B>S47</B> nicht mehr in der Posi tion<B>1</B> bzw. Position 2 steht.
Die Aufnahmeposition ist dadurch verhin dert, und es kann nun, nachdem der An rufende den Code richtig gesprochen hat, die Wiedergabe eingeleitet werden.
Die Nockenselieibe IV wird mit ihrem Nok- ken <B>39</B> ihren Kontakt<B>116</B> schliessen, und Re lais<B>108</B> kann erregt werden über den Strom kreis: Erde, Kontakt 104 des Relais 102, Sucherarm<B>50,</B> Segment<B>88</B> (Position<B>11),</B> Kontakt<B>116</B> der Nockenscheibe IV, Anzugs wicklung des Relais<B>108,</B> Batterie.
Die elektromagnetische Kupplung<B>118</B> wird erregt über den Stromkreis: Erde, Kon takt<B>113</B> des Relais<B>108,</B> Kupplung<B>118,</B> Bat terie.
In der Darstellung Fig. <B>1</B> ist die Rück- spulung des Tonträgers<B>33</B> nicht näher erläu tert, sondern als bekannt vorausgesetzt. -So wird angenommen, dass der Tonträger<B>33</B> mit dessen Sprechkopf 34 wieder in der Ausgangs stellung steht und durch die Einkupplung des Elektromagneten<B>118</B> die Wiedergabe bereits durch den Anrufenden gehört werden kann.
Der Antwortgeber bzw. die Nockenscheiben I bis VIII und mit ihnen auch der Tonträger<B>15</B> laufen noch weiter über den Stromkreis: Erde, Kontakt<B>115</B> der Nockenscheibe V,'Kontakt <B>10,</B> Kupplung 14, Batterie.
Sobald der Nocken 40 den Kontakt<B>115</B> wieder getrennt hat, wird der Antwortgeber stillstehen. Der Anrufende hört also die Mit teilung über den Tonträger<B>33</B> über den Stromkreis: Erde, Sprechkopf 34, Kontakt<B>17</B> des Relais 45, Kontakt<B>18,</B> Wiedergabever stärker<B>19,</B> Kontakt 20, übertrager 12, Erde.
Das Relais 45 ist immer noch erregt über den Stromkreis: Erde, Sucherarm 49, Segment <B>76,</B> Anzugswicklung des Relais 45, Batterie.
Das Impulsrelais<B>30</B> kann nun erregt wer den, das heisst es wird die Impulse parallel zum übertrager 12 über den Impulsverstärker <B>23</B> mitmachen, indem durch das positiver wer dende Gitter<B>31</B> die Röhre<B>35</B> einen für die Urregung des kelals- <B>20</B> genügend starken Anodenstrom führt.
Da Relais<B>108</B> erregt ist, wird wiederum wie bei der Aufnahme, das Impulshalterelais 148 erregt über den Stromkreis:<B>+ 250</B> V, Relais 148, Röhre<B>172,</B> Mittelanzapfung des an<B>250</B> V angeschlossenen Spannimgsteilers 1.44 und 145. Das Gitter 147 der Röhre<B>172</B> wird dabei durch die Kontakte<B>135</B> des Relais <B>30</B> und<B>110</B> des Relais<B>108</B> über den Wider stand<B>137</B> mit der Kathode 146 verbunden.
Die Haltung von Relais 148 während den Impulspausen von Relais<B>30</B> wird nun wie derum der Kondensator<B>139</B> übernehmen. Die Haltung von Relais<B>108</B> und 45 wird gesichert über den Stromkreis: Erde, Kontakt 141 des Relais 148, Kontakt<B>109</B> des Relais<B>108,</B> Bat terie, und parallel über Kontakt<B>107,</B> Relais 45, Batterie.
Der Sucher<B>S47</B> kann nun wieder in seine Ausgangsstellung zurückgehen; und zwar durch Erregung über den Stromkreis: Erde, Kontakte<B>111</B> und 112 des Relais<B>108,</B> Seg mente<B>92</B> bis<B>100</B> einerseits und anderseits Segmente<B>101</B> und<B>90</B> (Sucher<B>S47),</B> Sucher arm 51., Kontakt<B>53</B> (Selbstunterbrecher>, Suchermagnet<B>52,</B> Batterie.
Der Sucher wird also bis zur Position 2- zurücklaufen, Dies entspricht der Position für eine neue Aufzeichnung oder Wiedergabe steuerung. Ist die Wiedergabe beendet, das heisst erhält das Impulsrelais<B>30</B> keine Im pulse mehr, so wird das Impulshalterelais 148 (beispielsweise nach<B>7</B> Sekunden) ebenfalls stromlos. Dadurch werden<U>die</U> Relais<B>108</B> und 45 und die elektromagnetiselie Kupplung<B>118</B> stromlos, das heisst der Tonträger<B>33</B> wird ste- henbleiben.
Durch das Abfallen von Relais 148 (Kon takt 142) werden nun der Antwortgeber bzw. die Nockenscheiben I bis VIII und mit ihnen .der Tonträger<B>15</B> in die Ausgangsstellung zu rückdrehen.
Sobald der Kontakt 21 der Noekenscheibe I getrennt wird, fällt Relais<B>8</B> ab, und die Telephonleitung ist wieder an das Wechsel- stromrelais <B>3</B> geschaltet. .Deispiel <B>J:</B> Als zweites Beispiel wird angenommen, dass der Anrufende das erste Codezeichen (hohe Frequenz) richtig ausgesprochen hat, hingegen das zweite falsch, und zwar gibt er keine tiefe und auch keine hohe Frequenz, sondern eine dazwischenliegende ab. Der An ruf, die Durchsehaltung der Leitung<B>1</B> und 2, ferner die Herstellung der einzelnen Strom kreise werden wie -unter Beispiel<B>1</B> durchge führt.
Somit steht der Sucher<B>S47</B> auf der Position<B>3.</B> Wird nun der Anrufende eine Frequenz abgeben, für die die Filter<B>26</B> und <B>27</B> -unempfindlich sind, das heisst für die die Relais<B>161</B> bzw. <B>160</B> also nicht erregt werden können, so muss der Telephonograph die Wie dergabe verweigern bzw. sperren. Es sei an genommen, dass der Anrufende eine Frequenz a<B>.</B> bgibt, die ausserhalb der Frequenzen der bei den Filter<B>26</B> und<B>17</B> liege, somit werden die Relais<B>161</B> und<B>160</B> stromlos bleiben und das Prüfrelais<B>132</B> kann nicht erregt werden.
Re lais 149 wird dagegen immer erregt und gibt init seinem Kontakt<B>25</B> den Kurzschluss des Filterausganges frei. Da der Anrufende keine tiefe bzw. keine hohe Frequenz spricht, son dern eine andere Frequenz, so wird Relais<B>30</B> -und mit ihm Relais 149 wie bereits beschrie ben erregt. Für die Markierung der Falsch- a ,insteuerung (Verhinderung der Wiedergabe) ist Relais 102 vorgesehen.
Letzteres ist ein Spezialrelais, das einerseits mit der einen Wicklumg durch den Kondensator<B>156</B> erreolt wird und anderseits über zwei weitere parallel geschaltete Wickl-Lmgen anzugsverzögernd wirkt. Es ist bekannt, dass zur Erzielung einer Anzugsverzögerung von etwa<B>100</B> Millisekun den die Wicklung aus zwei Teilen bestehen kann, nämlich aus einer Hauptwicklung mit vielen Windungen und einer Gegenwicklung mit wenigen Windungen.
Sobald der zStrom eingeschaltet ist, wird derselbe in der nur eine kleine Selbstinduktion aufweisenden Gegen wicklung gegenüber dem Strom in der Haupt- wickl-ung rascher ansteigen und ein der Hauptwickl-ang entgegengesetztes Feld bilden. Die Hauptwicklang wird dann erst nach eini ger Zeit (etwa<B>100</B> Millisekunden) das Haupt- feld erzeugen. Durch das Erregen von helais 149 wird der Kondensator<B>156</B> geladen über den Stromkreis: Erde, Kontakt<B>127</B> des Relais <B>132,</B> Kontakt<B>155,</B> Kondensator<B>156,</B> Batterie.
Sobald nun der Anrufende nicht mehr spricht, wird Relais<B>30</B> stromlos und Relais 149 fällt verzögert ab. Der Anrufende hört den Summton ungeachtet der Tatsache, ob der Code richtig oder unrichtig gesprochen wor den ist. Durch diese Massnahme ist die Ge heimhaltung des Codes gewährleistet. Nach dem nun Relais 149 stromlos geworden ist, kann der geladene Kondensator<B>156</B> Relais 1.02 erregen über den Stromkreis: Kondensa tor<B>156,</B> Kontakt<B>155</B> des Relais 149, Anzugs- wickl-ang des Relais 102, Kondensator<B>156.</B>
Es ist noch zu erwähnen, dass bei richtiger Codeabgabe Relais 102 über den zuletzt an gegebenen Stromkreis nicht erregt werden kann, da Relais<B>132</B> durch richtige Codeabgabe erregt wird, somit jeweils- der Kondensator <B>156</B> über den Entladewiderstand <B>157</B> entladen wird über den Stromkreis: Batterie, Entlade- widerstand <B>157,</B> Kontakt<B>127</B> des angezogenen Relais<B>132,</B> Kontakt<B>155</B> des angezogenen Re lais 149, Kondensator<B>157,</B> Batterie.
Relais 102 wurde also erregt und wird ge halten über den Stromkreis: Erde, Kontakt 114 der Nockenscheibe VI, Kontakt<B>103,</B> par allel geschaltete Wicklungen des Relais 102, Batterie.
Relais 102 besorgt nun den Vorwärtslauf des Suchers S47 von Position<B>3</B> auf Position 12. Die beiden Kontakte<B>105</B> und<B>106</B> des Re lais 102 werden geschlossen, und es ergibt sich für den Suchermagneten<B>52</B> folgender Stromkreis. Erde, Kontakt<B>105</B> des Relais 102, Segmente<B>92</B> bis<B>100,</B> Sucherarm<B>51,</B> Kontakt <B>53</B> (Selbstunterbrecherkontakt), Suehermagnet <B>52,</B> Batterie.
Der Sucher<B>S47</B> läuft somit bis zur zwölf ten Position. Um zu verhindern, dass Relais <B>108</B> (Wiedergabeeinriehtung Position<B>11,</B> Su cher<B>S47)</B> erregt werden kann, wird die Erde vom Sucherarm<B>50</B> durch das öffnen des Kon taktes 104 des Relais 102 abgeschaltet. Relais 45 wird gehalten über den Stromkreis: Erde, Sucherarin 49, Segment<B>77</B> (Position 12), An- zugswieklung des Relais 45, Batterie.
Relais 45 muss erregt bleiben, damit der Anrufende seine weiteren Frequenzen, das heisst Codezeichen, abgeben kann. Das Relais <B>30</B> bzw '. 149 werden weiterhin erregt, somit hört der Anrufende auch immer den Summ.- ton. Der Antwortgeber bzw. die elektromagne tische Kupplung 14 ist während dieses Vor ganges immer in der Pfeilrichtung weiter<B>ge-</B> laufen; selbstverständlich auch der damit ge- kuppelte Tonträger<B>15.</B>
Es muss der Sucher<B>S47</B> wieder in seine ursprüngliche Ausgangsstellung Position 2 gebracht werden, damit die Einrichtung für eine nächste Ansteuerung zur Aufnahme oder Wiedergabe bereitsteht. Dies geschieht über den folgenden Stromkreis: Erde, Kontakt<B>106</B> des Relais 102, Kontakt<B>119</B> der Nockenscheibe VII, Segmente<B>101</B> und<B>90,</B> Sucherarin <B>51,</B> Kontakt<B>53,</B> Suchermagnet<B>52,</B> Batterie.
Sobald die Haltung von Relais 102 auf gehoben wird (Öffnen des Kontaktes 114 der Nockenscheibe VI) werden die weiteren Code impulse des Anrufenden wirkungslos, da Re lais 45 stromlos wird (Zurückschalten des Su- eliers <B>S47</B> von Position 12 zu Position 2) -Lind das Gitter<B>31</B> an Erde gelegt wird (Kontakt <B>32</B> des Relais 45).
Die Abschaltung erfolgt wie früher be schrieben durch das öffnen des Kontaktes 21 der Nockenseheibe I bzw. durch das Strom- loswerden des Relais<B>8,</B> Dadurch ist der Tele- phonograph mit der Amtsleitung über das Re lais<B>3</B> wieder verbunden.
<I>Beispiel<B>3:</B></I> (Falsche Ansteuerung) Es sei nun angenommen, dass der<B>An-</B> rufende versucht, eine Wiedergabe einzulei ten, wobei er beispielsweise das erste Codezei chen (hohe Frquenz) richtig ausgesprochen hat.
Nach unserem Beispiel wird immer noch angenommen, dass die Codeschalter 201 auf Position<B>7,</B> 202 auf *Position 2 und<B>203</B> auf Position<B>1</B> stehen, entsprechend dem Code hohe<B>-</B> tiefe<B>-</B> tiefe<B>-</B> hohe Frequenz. Sämtliche Strom-kreise sind in der Reihen folge wie beim Beispiel<B>1</B> erregt worden.<B>Nach</B> unserem Beispiel sollte der Anrufende nun ein Codezeichen tiefer Frequenz abgeben. Würde er ein Codezeichen hoher Frequenz abgeben, so würde Relais 102 (Falschsteue rung) erregt. Die Relais<B>30</B> und 149 werden dann wiederum in bekannter Weise erregt, hingegen kann das Relais<B>132</B> nicht erregt werden.
Dadurch wird Relais 102 mittels der Entladung des Kondensators<B>156</B> erregt und gehalten wie unter Beispiel 2 erwähnt, wo durch eine Falschansteuerung verhindert wird.
Würde der Anrufende anderseits ohne Un terbruch eine hohe -Lind anschliessend eine tiefe Frequenz sprechen, so wird Relais<B>30</B> und mit ihm Relais 149 während der ganzen Dauer (hohe und tiefe Frequenzen) erregt bleiben. Somit wird eine Frequenz, in unserem Bei spiel die hohe Frequenz, Relais<B>132</B> erregen -(richtige Ansteuerung). Da aber der Anru fende ohne Unterbruch sogleich auch noch eine tiefe Frequenz spricht, wird ihm die Wie dergabe nicht gelingen, trotzdem die tiefe Frequenz richtig ist. Durch diese Anordnung (Verriegelung) ist es also unmöglich, dass der Anrufende ohne Kenntnis des Codes eine Wiedergabe bewirken kann.
Bei der Abgabe der hohen Frequenz (rich tige Ansteuerung gemäss Code) wird nämlich Relais<B>161</B> erregt. Die Entladung des Kon- densators <B>171</B> wird, wie schon beschrieben, Relais<B>132</B> erregen. Relais 102 wird noch nicht erregt.
Gibt aber der Anruf ende ohne Unter bruch die tiefe Frequenz ab, so wird nun so fort Relais 102 erregt\ und die Wiedergabe verhindert, und zwar über den Stromkreis: Erde, Kontakt<B>136</B> des Relais<B>30,</B> Kontakt 164 des Relais<B>160</B> (das nun ebenfalls erregt wurde durch die Abgabe der tiefen Frequenz), Kontakt<B>169</B> des Relais<B>161</B> (das erregt bleibt durch die Gitterhaltung Relais 149), Kontakt 128 (Relais<B>132,</B> das erregt und gehalten wird durch Kontakt<B>152</B> des Relais 149), Kontakt <B>150</B> (Relais 149, das ebenfalls noch erregt ist), parallel geschaltete Anzugsverzögertnigswick- lungen des Relais 102, Batterie, Die Flerstellung,
der weiteren Stromkreise und die Abschaltung erfolgen wie bereits be schrieben. Selbstverständlich wird auch die Wiedergabe verhindert, wenn der Anrufende zuerst die tiefe Frequenz statt der hohen und dann die hohe Frequenz statt der tiefen ohne Unterbruch spricht. Spricht der Anrufende die tiefe Frequenz, so werden die Relais<B>30,</B> 1.49 und <B>160</B> in bekannter Weise erregt. Relais <B>132</B> ist also noch nicht erregt. Für Relais 102 ergibt sich folgender Stromkreis: Erde, Kon takt<B>136</B> des Relais<B>30,</B> Kontakt 164 des Re lais<B>160,</B> Kontakt<B>128</B> des stromlosen Relais <B>132,</B> Kontakt<B>150</B> des Relais 149, Anzugsver- zögerungswicklungen des Relais 102, Batterie.
Relais 102 wird somit erregt und die Ver hinderung der Wiedergabe bzw. die Abschal tung besorgen.
Die beiden Kontakte<B>129</B> und.<B>128</B> des Re lais<B>132</B> und ferner die Kontakte<B>168, 169,</B> 164 und<B>165</B> der Relais<B>160</B> und<B>161</B> sorgen durch die dann stattfindende Erregung des Relais 102 dafür, dass bei gleichzeitig oder rasch nacheinander eintreffenden Codezeichen die Wiedergabe verhindert wird.
Der Summton beim beschriebenen Tele- phonographen wird in jedem Falle abgegeben, ungeachtet dessen, ob der Anrufende das Wort oder die Zahl bzw. tiefe oder hohe Fre quenzen richtig oder unrichtig abgibt. Diese .Anordnung ist wichtig und hat den Zweck, dass der Anrufende nicht die tiefen und die hohen Frequenzen im gleichen Moment ab geben kann, sondern er muss immer wieder absetzen, das heisst aufhören zu sprechen, und in diesem Augenblick wird dem Anrufenden der Summton zu Gehör gebracht.
Diese Art Verriegelung ist ebenfalls von besonderer Bedeutung. Das Relais 102 ist an- zugverzögert. Ferner wird es mittels des Kon- densators <B>156</B> erregt. Dieses Relai s wird immer dann erregt, wenn während der Ansteuerungs- periode Frequenzen ankommen, die durch die Filter<B>26, 27</B> nicht durchgelassen werden. Fer ner wird das Relais 102 auch dann erregt, wenn im gleichen Atemzug (ohne Unterbre- ellung) die tiefe und hohe Frequenz eintref fen. Dann wird die Wiedergabe verhindert.
.Nur dadurch ist es möglich, dass die 2000 Verriegel-Lingsmöglichkeiten gewährleistet sind. Ferner, wenn die Frequenzen richtig abgege ben werden, wird der Kondensator<B>156 je-</B> weils über den Kontakt<B>127</B> entladen und ver hindert dadurch das Erregen von Relais 102. Mit andern Worten, es kann also nicht vor kommen, dass der Anrufende eine andere Fre quenz mit Erfolg abgeben kann als die des eingestellten Codes. Ferner kann er nur eine Frequenz zwischen dem einen 1.ind dem an dern Summton abgeben, ansonst Relais 102 erregt wird.
Die Kondensatoren<B>170, 171</B> werden<B>je-</B> weils nach dem Prüfen des Relais<B>132</B> über den Kontakt 54 bzw. über den Widerstand<B>55</B> entladen. Dadurch wird verhindert, dass das Relais<B>132</B> nochmals erregt wird. Wenn noch eine Restspannung in den Kondensatoren<B>170,</B> <B>171</B> ist<B>'</B> würde sonst das Relais<B>132</B> und der Suchermagnet<B>52</B> nach dessen Abfallen noch mals erregt, da die Relais<B>160, 161</B> ja ver zögert abfallen.
Durch die Position des Suchers<B>S47</B> wird angezeigt, ob eine Mitteihmg auf dem Ton träger<B>33</B> eingegangen ist oder nicht.
Die Relais<B>160, 161</B> werden jeweils beim Erregen des Relais 149 durch das Schliessen der Kontakte 154 bzw. <B>153</B> über das Gitter gehalten, das heisst die Gitter<B>175, 176</B> worden an Erde gelegt. Diese Anordnung bezweckt, da die gewissen Frequenzen nur von kurzer i Dauer sind, die Sicherheit zu gewährleisten, dass das Relais<B>132</B> erregt werden kann.
Zum Erregen des Relais<B>132</B> werden diese Relais <B>1.60, 161.</B> über die Gitter gehalten, und zwar so lange, bis Relais 149 wieder stromlos wird. z <I>Beispiel 4:</I> (Falsche Ansteuerung) Selbstverständlich muss auch die Wieder gabe gesperrt bleiben, wenn die Anzahl der vom Anrufenden gesprochenen Codezeichen tiefer bzw. hoher Frequenzen zu klein ist ge genüber den auf den Cddeschaltern 201, 202, <B>203</B> eingestellten tiefen bzw. hohen Frequen zen. In unserem Beispiel müsste der Anrufende hohe<B>-</B> tiefe<B>-</B> tiefe<B>-</B> hohe Frequenzen sprechen.
Spricht der Anrufende mir drei statt vier Codewörter, so wird Relais 102 ebenfalls er regt, und zwar über Stromkreis: Erde, Kon takt<B>351,</B> Kontakt<B>352,</B> Kontakt<B>350,</B> Relais 102, Batterie. Das Relais wird wiederum ge halten im Stromkreis. Erde, Kontakt 114, Kontakt<B>103,</B> Relais 102, Batterie. Die<B>Ab-</B> schaltung erfolgt wie schon beschrieben.
Dadurch, dass bei der beschriebenen Ein richtung nur zwei Filter vorgesehen sind, ist es verhältnismässig leicht, in jeder Sprache kurze Wörter, Zahlen oder sonstige Laute -zu finden, die sieh für die Filter<B>26, 27</B> eignen, das heisst entweder nur tiefe oder nur hohe. Frequenzen enthalten. Die Filterfrequenzen lassen sich übrigens durch die Kondensatoren <B>28, 29</B> nach Wunsch einstellen, so dass sie an bestimmte Wörter, Zahlen oder sonstige Laute angepasst werden können.
Vorteilhaft ist auch der Umstand, dass die beschriebene Einrich tung an ein beliebiges Telephonnetz anschliess- bar ist, unabhängig davon, ob dieses für<B>300</B> bis<B>2500</B> Hertz oder 200 bis<B>3000</B> Hertz ein gerichtet ist. Trotzdem nur zwei Filter vor gesehen sind, besitzt die beschriebene Schal tungsanordnung über 2000 Verschlüsselungs- mög,lichkeiten. An die Anrufe ist keine beson dere Bedingung geknüpft. Diese'können lang oder kurz abgegeben werden.
Bedingung ist lediglich, dass ihre Frequenz der eingestellten Versehlüsselung entspricht.