Plattenwechsler. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Plattenwechsler mit einem motorisch an getriebenen Plattenteller, in dessen Hohlachse eine Stange axial verschiebbar ist, .die einen Gummikörper zusammenpresst.
Die Erfindung besteht darin, dass der Gummikörper in schlitzförmigen Öffnungen einer Hohlachse des Plattenhalters gelagert ist und die Hohlachse radial durchsetzt: In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Grundriss der den Steuer mechanismus tragenden Grundplatte gemäss dem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 2 einen Horizontalschnitt unmittelbar unter der Grundplatte, Fig. 3 bis 5 je einen Schnitt nach den Li nien III-III bzw. IV-IV bzw.
V-V der Fig. 1, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 2, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII=VII der Fig. 4, Fig. 8 .das zweite Ausführungsbeispiel in einer Ansicht von. unten, Fig. 9 eine Ansicht in Richtung A von Fig. 8, Fig. 10 einen -Schnitt nach der Linie i X-X der Fig. 8,
Fig. 11 bis 16 Einzelheiten.
Die Vorrichtung gemäss den Fig. 1 bis 7 weist eine Grundplatte 1 auf, an welcher der ganze Steuermechanismus befestigt ist und die auch den Plattenteller 2 trägt. Der Plat tenteller 2 ist mit einer Schnecke 3. mittels Konus 3a (Fig. 4) fest verbunden. Die Schnecke 3 ist auf einer Hohlachse 4 drehbar gelagert, welche an einer Platte 5 befestigt ist. Die Platte 5 steht mit der Grundplatte 1 durch' Pfeiler 5' in fester Verbindung. In. die Hohlachse 4 ist eine Stapelwelle 4', welche höhl ausgebildet ist, eingelassen. In der Stapelwelle 4' ist eine Stange 6 axial ver schiebbar gelagert.
Diese Stange 6 liegt mit ihrem sintern Ende; welches einen Schlitz auf weist, auf einem Hebel 7 auf, der über eine Achse 8 mit einem Hebel 9 (Fig. 6) fest ver bunden ist. Im obern Ende der Stange 6 be findet sich eine konische Andrehung 6a (Fig. 7), die auf zwei gegenüberliegenden Seiten (Fig. 4) zurückgefräst ist. Die Stapel welle 4' ist mittels Stift 10 in einer Nut 10' der Achse 4 geführt.
In der Stapelwelle 4' be findet sich ein Schlitz 4", in welchem über eine Druckplatte 14 ein prismatischer Gummi körper 11 eingespannt ist. Die Druckplatte 14 lagert mittels einer zylindrischen Bohrung auf der Stange 6. Unterhalb des Schlitzes 4" der Stapelwelle 4' sind um 90 versetzt und einander gegenüberliegend zwei konische Lö cher 12 vorgesehen, in welchen je eine Kugel 13 liegt (Fig. 7). Die Löcher 12 sind so aus gebildet, dass die Kugeln 13 nicht hinausfallen können.
Mit der Schnecke 3 kann ein Schnecken rad 15 in Eingriff gebracht werden, welches mit einer Steuerwelle 17 fest verbunden ist. Letztere lagert mit ihren Enden in Lager büchsen 18 und 19. Die Lagerbüchse 19 ist mittels, einer Druckfeder 20 im Schlitz 19' des Lagersteges 26 vertikal verschiebbar gela gert. Das Schneckenrad 15 weist eine zahn freie Lücke 16 (Fug. 4) auf.
Auf der Grundplatte 1 befindet ,sich der Tonarmsockel 30, welcher den Tonarmträger 31 und Tonarm 31' über Kugeln 33 und Hohlwelle 32 trägt. Am untern Ende der Hohlwelle 32 ist ein Friktionshebel 34 be festigt. Innerhalb der Hohlwelle 32 ist die Tonarmhubstange 35 axial verschiebbar ge lagert. Der Friktionshebel 34 trägt einen Bolzen 36 (Fug. 2), welcher durch den Schlitz 38 des Hebels 37 ragt und mit letzterem in Verbindung steht.
Am andern Ende des Hebels 37 ist ein Hebel 40 mittels Bolzen 39 beweglich befestigt. Der Hebel 40 steht durch eine Feder 42 (Fug. 5) friktionsartig mit dem Bolzen 41 in Verbindung. Letzterer ist in einer Büchse 43, welche einen Schlitz 43' auf- @reist, gelagert. Am obern Ende der Welle<B>'t1</B> ist ein Tasthebel 44 befestigt. In die Schlitze 43' der Büchse 43 und 41' des Bolzens 41 ragt das eine Ende eines Hebels 45. Letzterer wird durch eine Zugfeder 46 an die Büchse 43 ge zogen.
Der Hebel 45 ist über Bolzen 47 auf dem Starterhebel 48 drehbar gelagert und weist eine Anschlagnase 49 auf, welche am Bolzen 50 einer Kurvenscheibe 51 ansteht. Die Kurvenscheibe 51 weist am Umfang Kurven abschnitte 52, 53, 54, 55 und 56 auf.
Die Kurvenscheibe 51 ist auf der Achse 57 befestigt. Letztere ist in einer Hohlachse 5.8 gelagert, welche auch auf der Grundplatte 1 befestigt ist. Das obere Ende der Achse 57 ist mit dem Plattentaster 59 fest verbunden. Auf der Grundplatte 1 ist ein Schalter 60 an gebracht, dessen Schalthebel an dqr Kurve 5<B>2</B> der Scheibe 51 anliegt.
Auf :dem Tasterhebel 44 ist ein Klinken hebel 61 (Fug. 1) mittels Bolzen 62 drehbar gelagert. Die Klinke 61 kann mit der Nase 64 eines unter :der Wirkung einer Feder 63' stehenden, um einen Bolzen 65 schwenkbaren Hebelarmes 63 in Eingriff gebracht werden. Der Bolzen 65 trägt einen Stift 66 (Fug. 6), an welchem die Nase 67 der Kurvenscheibe 68 anliegt. Letztere ist auf der Steuerwelle 17 befestigt. Auf der Welle 17 ist in der Höhe des Hebels 9 eine verstellbare Schraube 69 eingelassen.
Die Feder 70 (Fug. 1) ist durch Schraube 71 auf dem Taster 44 befestigt und drückt auf den Bolzen 72, welcher auf der Klinke 61 befestigt ist. Im Plattenteller 2 ist ein Bolzen 73 eingelassen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Aus führungsform ist folgende: Vorerst werden eine Anzahl der abzuspie lenden Schallplatten über die Stapelwelle 4' gesteckt, wobei sie auf den über die Stapel welle vorstehenden Kugeln 13 aufliegen. Dies geht besonders deutlich aus Fig. 7 hervor. Um eine Schallplatte abspielen zu lassen, ver stellt man den über .die Grundplatte 1 vor stehenden Griff 48' (Fug. 1) im Uhrzeiger drehsinn. Da der Griff 48' mit dem Hebel 48 fest verbunden ist, verdreht die Anschlagnase 49 über den Bolzen 50 die Kurvenscheibe 51 in Pfeilrichtung I (Fug. 2), und Kurve 52 gibt den Schalthebel 60a des Schalters 60 frei. Der Strom des Antriebsmotors wird damit eingeschaltet.
Der Plattenteller 2 und die Schnecke 3 drehen vorerst leer. Gleichzeitig mit der Verschwenkung des Hebels 48 wird Hebel 45 nach links (Fug. 2) geschoben. Der Bolzen 41 erhält durch das freie Ende des Hebels 45 eine kleine Drehung im Uhrzeiger drehsinn und bewegt den Tasterhebel 44 ge gen das Zentrum des Plattentellers 2. Die Klinke 61 greift über die aufgebogene Nase 64 am Klinkenhebel 63. Der Bolzen 73 dreht sich mit dem Plattenteller 2 um, läuft auf den Tasterhebel 44 auf und versetzt ihm einen Stoss.
Letzterer wird vom Zentrum des Plat- tentellers 2 abgedrängt und beschreibt eine kleine Gegenuhrzeigerdrehung um den Bolzen 41. Dadurch beschreibt der Klinkenhebel 63 eine kleine Drehbewegung mit Zentrum im Bolzen 65 im Uhrzeigersinn (Fug. 2). Da durch wird der Anschlagbolzen 66 von der Nase 67 der Kurvenscheibe 68 (Fug. 6) weg gedreht, und die Feder 25 kann sich entspan nen.
Sie dreht über den Bolzen 24 und die Scheibe 23 die Kurvenwelle 17 und damit das Schneckenrad 15, so dass letzteres mit der Schnecke 3 in Eingriff kommt. Somit wird die Welle 17 in Pfeilrichtung motorisch an getrieben. Zuerst senkt sich der auf dem I\Tocken 22a aufliegende Stift 57.
Die Kurven scheibe 51 erhält sofort eine Drehung in Pfeilrichtung I (Fig. 2) :durch Friktion des Exzenters. 22b einer mit der Welle 17 fest verbundenen Büchse 22, bis der Plattentaster 59 an den Schallplatten ansteht. Gleichzeitig läuft ein Exzenter 21"' auf dem Friktions- hebel 34 auf und versucht letzteren im Ge- genührzeigersinn zu drehen.
Da aber der Friktionshebel am Bolzen 47a anschlägt, so steht auch der Tonarm 31' in seiner Aus gangsstellung still (Fig. 2). Nun läuft die Schraube 69 auf dein Hebel 9 auf (Fig. 6). Dadurch bewegt sich der Hebel 7 gegen die Stange 6 und letztere wird nach oben ge drückt (Fig. 4). Der prismatische Gummi körper 11 im Schlitz der Stapelwelle 4' wird über die Druckplatte 14 an die Innenkanten der Schallplatten gedrückt, .die somit in die ser Lage gehalten werden.
Die konische An drehung an -der Stange 6 verschiebt sich gleichzeitig so weit nach oben, bis die unterste Platte vom Gummikörper freiliegt und die Kugeln 13 nach innen weichen können, womit die unterste Platte auf den Plattenteller 2 fällt, der die Schallplatte sofort in Drehung bringt.
Inzwischen hat sich die Welle 17 so weit ge dreht, dass die Friktion zwischen Exzenter 22b und Kurvenscheibe 51 aufgehört hat zu wirken. Während des Hinunterfallens der Schallplatte hat sich der Plattentaster 59 je nach Grösse der Schallplatte im Uhrzeigersinn (Fig. 1) zu rückgedreht, hervorgerufen durch die Be rührung der Schallplatte an der Schrägfläche 59a. Gleichzeitig hat sich die Kurvenscheibe 51 mit dem. Plattentaster 59 zurückgedreht, da beide Teile über Achse 57 fest verbunden sind, so dass eine der Kurven<B>55</B> oder 56 (je nach Grösse der Platten)
bei Verdrehung des Friktionshebels 34 an Bolzen 34a ansteht.
Nun läuft der Nocken 21a einer Büchse 21 auf !der Tonarmhubstange 35 auf und hebt mit letzterem den Tonarm 31'. Der Exzenter 21' an der Brücke 21 berührt jetzt den Frik- tionshebel 34, welcher über die Hohlachse 32 mit dem Tonarmhadter 31 und dem Tonarm 31' verbunden ist und dreht letzteren im Uhrzeigerdrehsinn mit Drehpunkt im Sockel 30, bis der Friktionshebel 34 mit dem Bolzen 34a an der Kurve 55 bzw. 56 ansteht.
Der Nocken 21a lässt jetzt die Hubstange 35 hinunter, so dass der Tonarm 31' mit seiner Nadel in der Einlaufrille auf dem Schall plattenrand aufsetzen kann. Gleichzeitig wird der Bolzen 57 durch den Nocken 22a gehoben und damit die Kurvenscheibe 51 aus dem Wirkungsbereich des Bolzens 34a des Frik- tionshebels 34 .gebracht, damit der Tonarm 31' frei spielen kann.
Inzwischen hat die Kurvenwelle 17 nahezu eine Umdrehung zurückgelegt und die Feder 63' den- Klinkenhebel wieder in seine Aus gangslage gezogen, ebenfalls läuft die Nase 67 des Nockens 68 (Fig. 6) im Moment auf den Stift 66 auf, da die Zahnlücke 16 des Zahnrades 15 wieder in der Ausgangsstallung angelangt ist. Gleichzeitig sind aber Schnek- kenrad 15 und Schnecke 3 nicht mehr im Ein griff, so dass der Schaltmechanismus ruht.
Durch das Abspielen der Schallplatte schwenkt der Tonarm 31' gegen das Zentrum des Plattentellers. Ist die Schallplatte -ein Stück weit abgespielt, so hat sich der Ton arm 31' und mit ihm der Friktionshebel 34 und der Bolzen 36 so weit verschoben, dass, letzterer am andern Ende des Schlitzes 38 des Hebels 37 ansteht. Mit jeder Umdrehung der Schallplatte verschiebt sich der Tonarm 31' um einen kleinen Betrag gegen das Zen trum und somit auch der.
Bolzen 36, welcher wiederum den Hebel 37 und über die Prik- tionskupplung (Fig. 5) und Bolzen 41 den Hebel 44 gegen das Zentrum des Platten- tellers schiebt.
Da die Verschiebung nur sehr klein ist, so kann die Klinke 61 nicht in die Nase 64 des Klinkenhebels 63 einklinken, und sobald der Bolzen 73 an den Hebel 44 auf läuft, wird letzterer wieder zurückgeschoben. Ist die Platte abgespielt und läuft der Ton arm 31' auf,die Endrille ein, so beschreibt es einen viel grösseren Weg pro Umdrehung.
des Plattentellers. Der -Hebel 44 wird durch die beschriebene Friktion (Fig. 7) auch eine grössere Drehung beschreiben, so dass die Klinke 61 in der Nase 64 des Klinkenhebels 63 einklinkt, womit das bereits oben beschrie bene Arbeitsspiel von neuem.
beginnt, Ist die letzte Platte abgespielt, so dreht sich der Plattentaster 59 in seiner Gegenuhr zeigerrichtung (Fig. 1), bis der Bolzen. 59b auf der Kante<B>59e,</B> der Hohlwelle 58 ansteht. Gleichzeitig läuft der Nocken 21a auf Stift 35 auf und hebt den Tonarm 31', wie bereits beschrieben, von der Schallplatte ab.
Sobald der Tonarm von der Platte abgehoben ist, läuft der Exzenter 21"' auf dem Friktions- hebel 34 auf und bewirkt eine Drehbewegung des letzteren im Gegenuhrzeigersinn, bis der Friktionshebel 34 am Bolzen 47a ansteht, so dass der Tonarm 31' in seine -Ausgangslage zurückschwenkt. Läuft nun der Exzenter 21' auf den Hebel 34 auf, so kann sich letzterer nicht mehr im Uhrzeigersinn verdrehen,
da der Bolzen 34a an der Kurve 52 ansteht. Der Plattentaster 59 hat sich ja, wie oben be schrieben, in seine Endstellung gedreht und damit auch die Kurvenscheibe 51 entspre chend verstellt. Somit bleibt der Tonarm 31' in seiner Ausgangslage stehen.
Hebt sieh nun der Stift 57 (Fig. 3), so schaltet Kurve 54 über den Hebel des Schal ters 60 (Fig. 7) den elektrischen Strom aus und der Motor -stellt ab.
Will. man die abgespielten Platten vom Plattenteller wegnehmen, so dreht man den Plattentaster 59 in der Uhrzeigerrichtung, bis der Bolzen 59b an der Kante 59d (Fig. 3) der Hohlachse 58- ansteht.
Dann wird die Stapelwelle 4' um 90 gedreht, so dass die an- gefrästen Flächen 6' (Fig. 4) an der Stange 6 auf die Höhe der Kugeln 13 (Fig. 7) zu liegen kommen und die letzteren nach innen weichen, können, so dass die abgespielten Schallplatten abgehoben werden können.
Bei dem in den Fig. 4 und 7 dargestellten Plattenhalter kann zwischen der Stange 6 und dem Gummikörper 11 statt einer starren Platte 14 auch eine Blattfeder eingelegt sein, die in ihrer Längsmitte gebogen ist. Dieser Mittelteil stützt sich dann auf die Stange 6, während die äussern Enden der Feder am Gummikörper 11 von unten anliegen. Beim Aufwärtsdrücken der Stange 6 wird damit erreicht, dass die untersten Partien des Gummikörpers 11 etwas nach aussen gedrückt werden und somit die zweitunterste sowie die darüberliegenden Schallplatten sicher fest halten.
Die unterste Schallplatte fällt im Mo ment des Aufwärtsdrückens der Stange 6 be reits nach unten. Es ist auch möglich, in den Gummikörper von seiner Unterseite aug- g.ehend in der Längsmitte einen Einschnitt zu machen, der ebenfalls den Zweck hat, damit beim Aufwärtsdrücken der Platte 14 . die untersten Partien des Gummikörpers 11 etwas nach aussen gedrückt werden.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 8-13 sind alle gleichen bzw. dem selben Zweck dienenden Teile gleich bezeich net wie .in den vorangegangenen Figuren. Wie aus den Fig. 8 und 11 hervorgeht; ist der Hebel 48 mit einem Lappen 48a versehen, durch welchen eine Stange 71 ragt. Diese Stange 71 sitzt in einer Drehachse 72 fest, die durch die Grundplatte 1 hindurchgeführt und auf der obern Seite mit dem Einschalt knopf 70 versehen ist.
Beim Drehen dieses Knopfes kann deshalb der Hebel 48 ver- schwenkt und damit über seine Nase 49 und den auf der Scheibe 51 befestigten Zapfen 50 in bereits beschriebener Weise der Schalter 60 betätigt und damit der Stromkreis für den Motor 90 geschlossen werden.
Am Hebel 48 (Fig. 8) ist eine Stossstange 74 angelenkt, welche an einem Zapfen 75 ge führt ist und unter der Wirkung einer Zug feder 76 steht. Sowohl der Zapfen 75 wie die Feder 76 stehen mit der Grundplatte 1 in fester Verbindung. Das freie Ende der Stange 74 trägt einen aufgebogenen Lappen 75a, der mindestens nahe eines Stiftes 73 sich befin det.
Dieser Stift 73 ist auf dem bereits be schriebenen Bolzen 65 befestigt. Der Zweck der Stange 7.4 liegt darin, beim Einschalten des Motorstromkreises die Steuerwelle 17 frei zugeben, damit das auf ihr sitzende Schnek- kenrad 15. mit der Schnecke 3 in Eingriff kommt.
Wird nämlich der llebel 4$ vor- schwenkt und damit die Stange 74 entgegen der Wirkung der Feder 76 verstellt, so trifft der Lappen 75a auf den Stift 73 und ver- schwenkt damit den Bolzen 65. in bereits be schriebener Weise entfernt sich dadurch der Stift 66 von der Nase 67 der Nocke 68, womit die Steuerwelle 17 frei wird..
An Stelle der Zugfeder 25 im ersten Ausführungsbeispiel ist bei dieser Ausführung eine Flachfeder 77 an der Platte 5 befestigt, die auf einen mit der Welle 17 fest verbundenen Nocken 78 drückt. Sobald die Welle 17 frei wird, be wirkt die Feder 77 über den Nocken 78 eine kurze Drehung der ersteren, und zwar so weit, bis das Schneckenrad 15 mit der Schnecke 3 in Eingriff kommt. Inder Folge beginnt auch hier wieder das bereits be schriebene Spiel.
Bei der vorerwähnten Drehung des Bol zens 65 ist auch der fest mit ihm verbundene, in Fig. 16 dargestellte Klinkenhebel 63a ver- schwenkt worden, und zwar so weit, dass die Feder 63' über die durch die Axe des Bolzens 65 gehende Totpunktlage verbracht wurde. Der Stift 66 bleibt damit ausserhalb der Bahn des sich drehenden Nockens 68 stehen.
Nach ungefähr einer halben Drehung der Welle 17 trifft deren Nocken 78 auf einen mit dem Bolzen 65 verbundenen Stift 66a und dreht über letzteren den Bolzen 65 wieder in seine frühere Lage zurück, so dass nach 'einer gan zen Drehung der Welle 17 die Nase 67 des Nockens 68 wieder am Stift 66 ansteht. Die Stifte 66 und 66a bestehen zweckmässig aus einem Stück.
In analoger Weise erfolgt das Versehwenken des Klinkenhebels 63a in die andere Endlage, sobald beim Einlaufen des, Tonarmes in. die Endrille der Hebelarm 44 so weit verschwenkt wird, dass die Klinke 61 sich am Stift 63a des Klinkenhebels ein hängt.
Wie aus den Fig. 9, 12 und 14 hervorgeht, ist der Exzenter 21' seitlich mit einer wei teren Kurve 21" versehen. Diese letztere steuert einen unter der Wirkung der Feder 27 stehenden, im Ansatz 26 der Grundplatte 1 axial verschiebbaren Bolzen 28. - Sobald der Exzenter 21' den h'riktionshebel 24 so weit verstellt hat, dass der Tonarm 31' über der Anfangsrille steht, ist der schmale Teil der Kurve 21" auf die Höhe des Bolzens 28 ver stellt worden.
Damit vermag die Feder 27 den Bolzen 28 an den Friktionshebel 34 anzu drücken und damit letzteren samt dem Ton arm festzuhalten. Anschliessend erfolgt dann in bekannter Weise vom Nocken 21a aus über den Stift 35 das Senken des Tonarmes auf die Anfangsrille. Im nächsten Moment jedoch drückt der breitere Teil der Kurve 21" den Bolzen 28 wieder, vom Friktionshebel weg, so dass der Tonarm jetzt wieder frei wird. und deshalb auch in den Rillen der Schallplatte frei spielen kann.
Wie in den Fig. 8 und 13 dargestellt ist,. wird der Antriebsmotor 90 nicht mit der Platte 1, sondern. mit einer besonderen Trag platte 80 verbunden. Die Platte 1 ist über Puffer 81 federnd mit der Platte 80 verbun den, womit ein Minimum von Erschütterun gen auf die Grundplatte 1 und damit auf die Schallplatten übertragen wird.
Zwischen dem Motor und der nicht dargestellten Platten- teller-Antriebsrolle ist ein stufenloses Reib- räderwecbselgetriebe 82, 83 vorgesehen, dessen Rolle 83 verschiebbar gelagert ist, während die Rolle 82 auf der Rotorwelle selbst auf < gekeilt ist. Diese letztere steht unter der Wirkung einer Druckfeder, welche die Rolle 82 an die Rolle 83 andrückt. Die Rolle 83 ist in einer Hohlwelle 84 drehbar gelagert, wel che mittels Stiften 85 in eine schrauben linienförmige Nut 86 einer Büchse 87 ein greift.
Die letztere weist ferner eine Ring nut 88 auf, um welche ein endloses Antriebs organ 89 geschlungen ist. Das Antriebsorgan 89 umschlingt ferner eine Rolle 91, auf deren Achse 92 oberhalb der Grundplatte 1 ein Griff 93 befestigt ist. Durch Drehen des Griffes 93 kann daher die Büchse 87 gedreht und demzufolge vermittels der Nut 86 und dem Stiften 85 die Rolle 83 in axialer Rich tung verstellt werden. Auf diese Weise lässt sieh in einfacher Weise eine stufenlose Re gulierung der Geschwindigkeit des abzuspie lenden Plattentellers erreichen.
Die beschriebenen Xönstruktionen haben den Vorteil, dass die Steuerung des ganzen Antriebsmechanismus durch eine einzige Steuerwelle erfolgt, welche zur Auslösung der verschiedenen Bewegungen dient. Ein besonderer Vorteil liegt. zudem noch darin, dass Steuerwelle und.Tonarm nicht zwang läufig miteinander gekuppelt sind, sondern dass letzterer nur durch Friktion zwischen den Exzentern 21', 21"' mit dem Friktions- hebel 34 in Bewegung gesetzt wird. Auf diese Weise erhält man einen narrensicheren An trieb des Tonarmes.
Es heisst dies, dass der letztere ohne weiteres von Hand in irgend einer Weise verstellt werden kann, ohne dass irgendwelche Rückwirkungen auf ,den Steuer mechanismus eintreten. Im Gegenteil, durch die Reibungsverbindungen ist es jederzeit möglich, dass sich der Tonarm nur so weit v erschwenken kann, als dies der Friktions- hebel 34 zulässt. Eine besonders einfache und schonende Lösung bezüglich ..des Platten wechslers wird durch die Anordnung der Kugeln 13 -und des Gummikörpers 11 ermög licht, wobei eine Betätigung der Stange 6 ge nügt, um .die gewünschte Wirkung zu er zielen.
Selbstverständlich ist es auch möglich, einen analogen Mechanismus herzustellen, bei welchem nach dem Abspielen einer Platte der Tonarm in beschriebener Weise nach aussen verstellt wird und wobei dann an schliessend durch Verschwenken des Platten tasters 59 der Schalter 60 ein Ausschalten des Motors bewirkt.
In diesem Fall muss also jedesmal zum Bespielen einer Platte der Griff 4$ verschwenkt werden, während dies im ge zeichneten Beispiel nur das erste Mal vor dem Bespielen des ganzen Plattenstapels erfolgen muss und alle nachherigen Steuerbewegungen selbsttätig gesteuert werden. Nach dem Ab spielen der letzten Platte wird dann in be kannter Weise durch Vermittlung des Plat tentasters 59 das Abstellen des Motors be wirkt.