CH304751A - Im Erdreich angeordneter Luftschutzbunker. - Google Patents
Im Erdreich angeordneter Luftschutzbunker.Info
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Description
Im Erdreich angeordneter Luftschutzbunker. Vorliegende Erfindung bezieht sieh auf einen im Erdreich angeordneten Luftschutz bunker.
Gemäss der Erfindung weist der Luft schutzbunker einen Aufenthaltsraum auf, ge bildet durch mindestens ein horizontal liegen des Rohr aus armiertem Beton sowie einen Block aus vibrierten Beton, welcher das Rohr seitlich, an den Enden und oben bedeckt und von einer in einer senkrechten 2Zittelebene durch die Rohrachse über dem Rohr liegenden Stelle aus dachartig gegen die Längsseiten und die Enden verläuft.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel eines Luftschutzbiuzkers ge mäss der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch den Bunker, Fig. 2 einen Querschnitt des Bunkers nach der Linie II-II in Fig.1. Fig. 3 eine Draufsicht und Fig.4 eine Einzelheit in grösserem Mass stab.
Der gezeichnete Luftschutzbunker weist ein horizontal liegendes Rohr 1 aus dreifach armiertem Beton auf, das den eigentlichen Aufenthaltsraum darstellt und an den Enden durch Wände - abgeschlossen ist. Die Ober kante des Rohres liegt nun mindestens zwei Meter unter der Erdoberfläche und die Ober seite, die Seiten- und Endwände des Rohres 1 sind von einem Block 2 aus vibrierten Beton umgeben, wobei dieser Block 2 von einer in der senkrechten Mittelebene durch die Rohr achse über dem Rohr liegenden Stelle aus dachartig gegen die Längsseiten und die En den zu verläuft. Auf diese Weise werden direkte Bombentreffer vom Bunker abgelenkt, so dass sie neben dem 4Aidenthaltsraum ex plodieren.
Splitter und Druckwellen werden ebenfalls zufolge der dachartigen Ausbildung des Blockes 2 abgelenkt.
Neben dem Rohr 1 sind senkrecht verlau fende Belüftungsschächte 3 angeordnet, die oben durch Öffnungen 4 mit der freien Atmo sphäre üz Verbindung stehen und deren un teres, offenes Ende auf einem :Schotterbett 5 aufliegt. Im Schacht 3 ist ein Träger 6 lose eingeschoben, von welchem auswechselbare Schichten aus verschiedenartig gewähltem Filtermaterial getragen werden.
Von oben nach unten können aufeinanderfolgend gro bes, dann feines Kies und Sand angeordnet werden, sodann aber auch giftgasabsorbie- rende Materialien.
Die Schächte 3 stehen über eine Öffnung 7 mit dem Aufenthaltsraiun im Rohr 1 in Verbindung; wobei in dieser Öffnung 7 eine Klappe 8 angeordnet ist, welche durch ein Gegengewicht 9 in der<B>Off</B> enlage gehalten und von Hand geschlossen werden kann (Fig.4). An die Öffnung 7 ist ein Gehäuse 10 aus für radioaktive Stoffe undurchlässigem Material, zum Beispiel Blei, angeschlossen, in dem Leit wände 1'-1 die durch den Schacht 3 angeso gene Luft zwingen,
Schichten aus Bleiwolle 12 zu durchsetzen, wobei dieses Blei radio- aktive Bestandteile in dieser Luft zurückhält, so dass diese Luft gereinigt in den Aufent haltsraum eintritt. An den Aufenthaltsraum schliesst sich ein Vorraum (Entgiftungsraum) 13 an, durch welchen hindurch der Aufent haltsraum betreten werden kann und der über zwei in entgegengesetzten Richtungen verlau fende Treppen 14, die ins Freie führen, zu gänglich ist. Gegenüber den Treppen und dem Aufenthaltsraum sind Wände mit Drehtüren 1'5 angebracht.
Die Drehtüren bestehen aus armiertem Beton und sind um senkrechte Zapfen 16 schwenkbar, und die seitlichen Wände der Türen und der Türöffnungen sind parallel zueinander, aber zur 'Türebene ge neigt. In Bügel 17 lösbar einzulegende Quer- balken 18 dienen zum Sichern der Türen bei Druckbeanspruchungen, wobei in die Bügel eingesetzte Schrauben 19 das Anpressen der Balken .gestatten, so dass die Zapfen 16 ent lastet sind.
Am andern Ende des Aufenthaltsratunes ist ein Notausgang 20 mit einer gleichartig ausgebildeten Drehtüre 1'5, von der aus eine zweimal rechtwinklig abgebogene 'Treppe 2,1 ins Freie führt. Der Notausgang 20 geht durch einen Nebenraum, der einen Klosett raum 22 einschliesst.
Für kleinere Bunker kann ein Notausstieg 23 (Fig.1) vorgesehen sein, der durch die Decke des Rohres 1 und den Block 2 ins Freie führt. Im Rohr 1 ist dieser Ausstiegschacht 23 durch eine mittels Querbalken gesicherte, lösbare Platte abgeschlossen, über der Erd reich angeordnet ist.
Für grössere Bunker können weitere Rohre 1 senkrecht abzweigend vorgesehen sein, wobei der daehartige überdeckende Block sich auch über diese Rohre hinweg erstreckt.
In einem besonderen Abteil des Rohres 1 ist ein Verbrennungsmotor 24 zum Antrieb einer Luftpumpe 25, angeordnet. Der Motor 24 kann auch ein Dynamo antreiben zur Er zeugung elektrischer Energie für Beleuchtung und Heizung sowie für einen Elektrolyseur zur Erzeugung von 'Sauerstoff zur Beimi schung zur Luft im Aufenthaltsraum. Die Luftpampe ist mit einem Druckbe hälter 26 verbunden, und Druckluftleitiwgen führen in alle Räume des Bunkers sowie in die Belüftungsschächte.
Das Auspuffrohr 27 des Motors ist ins Freie über dem Bunker geführt. Ein eben falls ins Freie öffnendes Rohr 28 ist unten durch einen durchlässigen Pfropfen 29 aus Bleiwolle abgeschlossen um.d gestattet das Durchstecken eines Geigerzählers zur Prü fung der Aussenluft auf Radioaktivität.
Die durch den Belüftungsschacht 3 von der Pinnpe-25 angesaugte Luft wird im Filter des Schachtes vorgereinigt und im Kasten 143 von radioaktiven Stoffen befreit. Diese Luft kann dann zur Erzeugung eines L'berdruckes in den Räumen des Bunkers benützt werden. Ventile in den Verteilleitungen gestatten das Ausblasen von Luft zu den einzelnen Bunker räumen.
Ein Wasserbehälter 30 kann zur weiteren Reinigung und Kühlung der Luft, die dann durch das Wasser in diesem Behälter getrie ben wird, benutzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Im Erdreich angeordneter Luftschutzbun ker, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe einen Aufenthaltsraum aufweist., gebildet durch mindestens ein horizontal liegendes Rohr aus armiertem Beton sowie einen Block aus vibrierten Beton, welcher das Rohr seitlich, an den Enden und oben bedeckt tuid von einer in einer senkrechten Mittelebene durch die Rohrachse über dem Rohr liegenden Stelle aus dachartig gegen die Längsseiten und die Enden verläuft. UNTERANSPRÜCHE 1.Luftschutzbunker nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am einen Ende des Aufenthaltsraumes und von diesem durch eine Wand mit in ihr angeordneter Drehtüre ein Vorraum angeordnet ist, an den sich zwei in. entgegengesetzten Richtungen ver laufende, ins Freie führende Treppen an schliessen, wobei zwischen dem Vorraum und den Treppen eine weitere Drehtüre angeord net ist.2. Luftschutzbunker nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehtüren aus armiertem Beton bestehen imd um iii einer senkrechten Achse liegende Zapfen schwenkbar sind, wobei die seitlichen Wände der Türen und der Türöffniuigen parallel mx- einander, aber schräg zur Ebene der Türöff nungen stehen und dass quer über die Türen legbare,in Bügeln neben der Türöffnung fest- hlemmbare Querbalken vorgesehen sind. 3. Luftschutzbunker nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des Aufenthaltsraumes mindestens ein. lotrecht verlaufender, oben ins Freie ausmündender und unten offener Belüftungsschacht ange ordnet ist,welcher auf einem Träger aus wechselbar angeordnete Filterkörper enthält und der mit dem Aufenthaltsraum durch eine verschliessbare öffnimg in Verbindung steht. 4. Luftschutzbunker nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ver- bindungsöffnung zwischen Belüftungsschacht und Aufenthaltsraum eine sich gegen den Schacht zu öffnende, durch besondere Mittel in der<B>Off</B> enlage gehaltene, von Hand ver schliessbare Klappe angeordnet ist. 5.Luftschutzbunker nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Aufent haltsraum vor der Verbindungsöffnung zum Belüftungsschacht ein Gehäuse aus für radio aktive Stoffe undurchlässigem Material an geordnet ist, das eine Filtermasse zur Ab- sorption radioaktiver Stoffe enthält und durch welches hindurch Luft aus dem Freien durch den Schacht angesaugt wird. 6.Luftschutzbunker nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Luft pumpe zum Ansaugen von Frischluft aus dem Belüftungssehacht durch das Filtergehäuse hindurch, ein Verbrennungsmotor für den Antrieb dieser Pumpe, ein von der letzteren gespiesenes Druckluftreservoir und Verteil- leitungen für die Druckluft in den Aufent haltsraum und den Vorraiun vorgesehen sind sowie eine Anlage zur Erzeugung von Sauer stoff.7. Luftschutzbunker nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ver brennungsmotor und die Pumpe in einem be sonderen Abteil des Aufenthaltsraumes unter gebracht sind und dass eine die Auspufflei tung des Motors ins @ Freie abführende Lei tung vorgesehen ist.B. Luftschutzbunker nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass vom Aufent haltsraum ein als Notausstieg dienender Schacht durch die Wandung des Rohres und den Betonblock nach oben ins Freie führt, wobei dieser Schacht gegen den Aufenthalts raum zu durch eine lösbare Platte abgeschlos sen ist, über der Erdreich angeordnet ist.9. Liütschutzbunker nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine aus dem Aufenthaltsraum ins Freie füli- rende Luftleitung vorgesehen ist, deren un teres Ende ein luftdurchlässiger Pfropfen aus radioaktive Stoffe absorbierendem Ma terial angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH304751T | 1951-09-18 |
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|---|---|
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Family Applications (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH304751A (de) |
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| RU2430862C2 (ru) * | 2009-07-28 | 2011-10-10 | Учреждение Российской академии наук Государственный научный центр Российской Федерации - Институт медико-биологических проблем Российской академии наук (ГНЦ РФ - ИМБП РАН) | Модуль имитатор поверхности марса наземного экспериментального комплекса для моделирования длительных космических полетов |
-
1951
- 1951-09-18 CH CH304751D patent/CH304751A/de unknown
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