CH304805A - Spanabhebendes Werkzeug. - Google Patents
Spanabhebendes Werkzeug.Info
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Description
Spanabhebendes Werkzeug. Es sind bereits spanabhebende Werkzeuge bekannt, deren Arbeitsorgane aus einem Schneidenteil und einem an dessen Span ablauffläche eine Stufe bildenden Organ zum Formen und Zerkleinern des Fliessspans be steht. Es ist auch schon vorgeschlagen wor den, den Schneidenteil und das erwähnte Organ im Werkzeughalter in quer zur Schneide des Schneidenteils stehender Rich tung in bezug aufeinander und auf den Halter verschiebbar anzuordnen.
Vorliegende Erfindung betrifft ein span abhebendes Werkzeug der zuletzt genannten Art, und zwar zeichnet sich dasselbe dadurch aus, dass das Spanform- und -zerkleinerungs- organ unter dem Einfluss eines Mittels steht, welches einen Vorschub des Organs bei Ab nahme des bei der Bearbeitung auf das Organ von -den Spänen ausgeübten Druckes bewirkt und ein Zurückweichen des Organs bei Zu nahme dieses Druckes zulässt, um eine selbst tätige Einstellung des Organs entsprechend der jeweiligen Spandicke, zwecks Formung und Zerkleinerung verschieden dicker Späne, zu erreichen.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes sind in der beigefügten Zeichnung ver anschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch den Kopf eines ersten Werkzeuges, bei welchem das Span form- und -zerkleinerungsorgan unter dem Einfluss einer Feder steht, Fig. 2 in analoger Darstellung ein zweites Ausführungsbeispiel mit elektromagnetischer Beeinflussung des Spanform- und -zerkleine- rungsorgans, wobei der elektrische Stromkreis schematisch angegeben ist, und Fig.
3 in analoger Darstellung ein drittes Ausführungsbeispiel mit pneumatischer oder hydraulischer Beeinflussung des Spanform- und -zerkleinerungsorgans, wobei die Mittel zum Zuführen des verwendeten Druckmediums schematisch veranschaulicht sind.
Gemäss Fig. 1 ist der Schaft des Werk zeughalters 1 mit einem haubenartigen Teil 2 versehen, der mit dem Schaft aus einem einzigen Stück Material besteht und eine Art Gehäuse bildet, in welchem das Arbeitsorgan 3, 4 des Werkzeuges verschiebbar -untergebracht ist. Das Arbeitsorgan besteht aus einem zur eigent lichen Spanabhebung dienenden Schneiden teil 3 und einem Spanform- und -zerkleine- rungsorgan 4, welches an der Spanablauffläche des Schneidenteils eine Stufe bildet. Zum Feststellen des Schneidenteils 3 in der ein gestellten Lage im Teil 2 -dient eine Stell schraube 5, welche in den haubenartigen Teil 2 eingesetzt ist und durch einen im Organ 4 vorhandenen Längsschlitz 6 hindurchgreift.
Diese Schraube 5 dient in Verbindung mit dem Schlitz 6 auch gleichzeitig als Anschlag für das Organ 5 in seiner äussersten und seiner inner sten Lage im Teil z. Bei gelöster Stellschraube 5 kann der Schneidenteil 3 mit Hilfe einer Einstellschraube 7 bezüglich des Teils 2 des Werkzeughalters 1 und des Organs 4 in quer zu seiner Schneide verlaufender Riehtiuig ver schoben werden. Das Organ 4 steht unter dem Einfluss einer Feder 12, die bestrebt ist, das Organ 4 in ebenfalls quer zur Schneide ste hender Richtung nach vorn zu schieben. Die Feder 12 ist in einer hinter dem Organ 4 an geordneten Ausnehmung 8 des Teils 2 unter gebracht.
Das eine Ende der Feder 12 ist durch einen an der Rückseite des Organs 4 vorhandenen Zapfen 9 geführt und an dieser Rückseite des Organs 4 abgestützt, während das andere Ende der Feder an einem Ansatz 11 einer Schraube 10 gehalten und geführt und durch diese Schraube 10 abgestützt ist, welche die Ausnehmung 8 nach hinten ab schliesst. Durch Einstellen der Schraube 10 kann die Vorspannung der Feder 12 verändert werden, um das Werkzeug der Bearbeitung von Stählen mit verschiedener Festigkeit an passen zu können. .
Die Wirkungsweise des beschriebenen Werkzeuges ist wie folgt: Wenn eine Er höhung des Spandruckes auf das Organ 4, z. B. zufolge zunehmendem Vorschub des Werk- zeuges oder zufolge wachsender Spantiefe bei unrundlaufenden Werkstücken, auftritt, so wird das Organ 4 automatisch entgegen der Wirkung der Feder 12 zurückgeschoben.
Da durch wird einerseits dem grösseren Raum bedarf des dickeren Spanes für die ungehin derte Spanformung durch Vergrösserung des Abstandes der Vorderkante des Organs 4 von der Werkzeugschneide entsprochen, und tritt anderseits eine Kompression der Feder 12 auf, die automatisch einen gesteigerten Gegendruck zur Verformung -Lind Zerkleinerung des stär keren Spanes mittels des Organs 4 ergibt.
Sinkt der Spandruck bei verminderter Stärke des Spanes, so schiebt die gespannte Feder 12 das Organ 4 selbsttätig wieder vor, wo durch die gewünschte Spanformung durch Verkleinerung des Abstandes der vordern Kante des Organs 4 von der Werkzeugschneide auch bei verringerter Spandicke wiederum gesichert ist.
Wäre die Einstellung des Organs 4 fest, so könnte der Abstand zwischen diesem Organ und der Schneide in gewissen Fällen zu gross sein, so dass das Organ 4 unwirksam würde und der Span die Form von Wirrspänen an- nähme, oder es könnte der Abstand des Organs von der Schneide zu klein sein, wodurch Quetschungen des Spanes und ein Überdruck an der Schneide und damit eine Beschädi gung des Werkzeuges auftreten könnten. Mit dem beschriebenen spanabhebenden Werkzeug werden diese Mängel ausgeschaltet, ohne dass man das Spanformorgan von Hand dauernd entsprechend den jeweiligen Spanverhältnis sen verstellen muss, da das Organ sich in jedem Fall selbsttätig den geänderten Verhältnissen anpasst.
Die selbsttätige Einstellung des Organs 4 ist ausserordentlich empfindlich. Es wird ohne weiteres erreicht, dass sich die Lage des Organs 4 z. B. bei exzentrischem Lauf des Werkstük- kes, der mit dem an der Schneide ablaufenden Umfang des Werkstückes ändernden Span dicke beständig anpasst.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 sind die gleichen Bezugszeichen verwendet wie in Fig. 1, soweit es sich um übereinstimmende Elemente handelt. Der Unterschied liegt hauptsächlich darin, dass an Stelle der Feder 12 hier ein Elektromagnet vorhanden ist. Die ser weist eine in der Ausnehmung 8 unter gebrachte Spule 22 auf, deren Anschluss drähte 23 und 24 durch eine Öffnung des Schaftkopfes 2 herausgeführt sind. Das Span form- und -zerkleinerungsorgan 4 ist hinten mit einem bolzenförmigen Fortsatz 19 ver sehen, welcher die Spule 22 längsverschiebbar durchsetzt -Lind an seinem hintern, aus dem Schaftkopf herausragenden Ende eine Anker platte 20 trägt, deren Abstand vom Kopf in Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung des Organs 4 im Kopf ist.
Der Anschlussdraht 23 ist direkt an eine Stromquelle 25 angeschlossen, welche z. B. ein Transformator, ein Gleichrichter, ein Umfor mer usw. sein kann. Der andere Anschluss- draht 24 ist mit dem Schaltarm eines Stufen schalters 26 verbunden, dessen feststehende Kontaktelemente mit elektrischen Widerstän den 27 in Verbindung stehen, die miteinander in Reihe geschaltet und ebenfalls an die Strom quelle 25 angeschlossen sind. Mit Hilfe des Schalters 26 kann der Strom durch die Ma- Knetspule 22 ein- und ausgeschaltet sowie in seiner Stärke geregelt werden.
An Stelle des Schalters 26 und der Widerstände 27 könnte auch ein kontinuierlich veränderbarer Regel widerstand vorhanden sein.
Die Wirkungsweise ist wie folgt: Wird beim Arbeiten mit dem beschriebenen Werk zeug das Organ 4 durch den auftretenden Druck des vom Schneidenteil abgehobenen Spanes zurückgeschoben, so wird die Anker platte 20 stärker vom Schaftkopf entfernt. Mit Hilfe der mittels des Schalters 26 schalt baren Widerstände 27 wird die elektrische Stromstärke durch die Spule 22 derart einge stellt, dass der magnetische Zug auf die Anker platte 20 dem Spandruck auf das Organ 4 das Gleichgewicht zu halten vermag. Nimmt der Spandruck zufolge geringerer Spandicke ab, so schiebt der Magnet 20, 22 das Organ 4 weiter nach vorn; nimmt der Spandruck zu folge grösserer Spandicke zu, so wird der Anker 20 weiter von der Spule 22 weg geschoben.
Es ergibt sich daher eine selbst tätige Einstellung des Organs 4, analog zur Wirkungsweise der Feder 12 beim ersten Aus führungsbeispiel. Mittels des Schalters 26 kann die auf das Organ 4 wirkende magne tische Kraft den Eigenschaften des zu zerspa- nenden Materials und der jeweils gewünschten Spanformung und -zerkleinerung entspre chend eingestellt werden, wie es beim ersten Beispiel durch die Schraube 10 geschehen konnte.
Gemäss Fig. 3 ist das hintere Ende des Spanform- und -zerkleinerungsorgans 4 mit einem Kolben 29 versehen, der passend in der Ausnehmung 8 verschiebbar geführt ist. Die Ausnehmung 8 bildet hier einen Druckzylin der für ein gasförmiges oder hydraulisches Druckmittel. Nach hinten ist die Ausneh- mung 8 durch einen in sie eingeschraubten Nippel 30 abgeschlossen, durch welchen eine biegsame Rohrleitung 31 hindurchgeführt ist, deren anderes Ende mit einem einstellbaren Druckregulierventil 32 in Verbindung steht.
Dieses ist durch eine Rohrleitung 33 an einen Kompressor 34 bzw. eine Pumpe angeschlos- sen, der bzw. die mit einem Antriebsmotor 35 gekuppelt ist. n Die Wirkungsweise ist wie folgt: Wenn der ; Motor 35 in Betrieb ist, wird durch den Kom pressor 34 bzw. die Pumpe pneumatisches oder hydraulisches Medium, wie z. B. Luft oder Wasser, unter Druck über die Rohr leitungen 33 und 31 in den Zylinder 8 geför dert, wobei der im Zylinder 8 und auf den Kolben 29 wirkende Druck durch das Ventil geregelt wird.
Der auf das Organ 4 einwir kende Spandruck findet somit eine Gegen kraft, derart, dass das Organ 4 eine Gleich gewichtslage einnimmt. Steigt der Spandruck, so wird das Organ 4 entgegen dem Einfluss des Druckmediums weiter zurückgeschoben, sinkt der Spandruck, so drückt das Druckmedium das Organ 4 weiter nach vorn. Im Falle eines pneumatischen Druckmediums wirkt dieses selbst elastisch nachgiebig auf das Organ 4 und kann sich den durch die Schwankungen des Spandruckes bewirkten Bewegungen des Organs 4 selbsttätig anpassen. Ist das Druck medium aber eine praktisch nicht kompri- mierbare Flüssigkeit, so erfolgt der Ausgleich bei sich zurückbewegendem Organ 4 durch Abfliessen von Flüssigkeit durch das Ventil 32.
Mit Hilfe des Ventils 32 kann der Druck im Zylinder 8 eingestellt werden, damit den Eigenschaften des jeweils zu zerspanenden Werkstoffes und der gewünschten Spanfor mung und -zerkleinerung Rechnung getragen werden kann.
Gemäss nicht dargestellten Ausbildungs formen des spanabhebenden Werkzeuges könn ten auch mehrere solcher Spanform- und -zer- kleinerungsorgane und Schneidenteile an einem einzigen Werkzeugschaftkopf angeord net sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Spanabhebendes Werkzeug, dessen Arbeits organ aus einem Schneidenteil und einem an dessen Spanablauffläche eine Stufe bildenden Organ zum Formen und Zerkleinern des Fliessspans besteht, wobei der Schneidenteil und das erwähnte Organ im Werkzeughalter in quer zur Schneide des ersteren stehender Richtung in bezug aufeinander und auf den Falter verschiebbar sind, dadurch gekenn zeichnet, dass das Spanform- und -zerkleine- rungsorgan unter dem Einfluss eines Mittels steht,welches einen Vorschub des Organs bei Abnahme des bei der Bearbeitung auf das Organ von den Spänen ausgeübten Druckes bewirkt und ein Zurückweichen des Organs bei Zunahme dieses Druckes zulässt, um eine selbsttätige Einstellung des Organs entspre chend der jeweiligen Spandicke, zwecks For mung und Zerkleinerung verschieden dicker Späne, zu erreichen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Werkzeug nach Patentanspruch, bei welchem der Schneidenteil und das Spanform- und -zerkleinerungsorgan von einem hauben artigen -Teil des Werkzeughalters umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, dass der hauben artige Teil mit -dem Werkzeughalterschaft aus einem einzigen Stück Material besteht. 2. Werkzeug nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Spanform- und -zerkleinerungs- organ im Werkzeughalter ein Hohlraum zur Aufnahme des das Organ beeinflussenden Mittels vorhanden ist. 3.Werkzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Spanform- und -zerkleinerungsorgan unter dem Einfluss eines elastisch wirkenden mechanischen Mittels ist. 4. Werkzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Spanform- und -zerkleinerungsorgan unter dem Einfluss eines elektromagnetisch wirkenden Mittels ist. 5. Werkzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Spanform- und -zerkleinerungsorgan unter dem Einfluss eines pneumatisch wirkenden Mittels ist. 6. Werkstück nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass das Spanform- und -zerkleinerungsorgan unter dem Einfluss eines hydraulisch wirkenden Mittels ist. 7.Werkzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Mittel ein Ein stellorgan zugeordnet ist, mit- dessen Hilfe der vom Mittel auf das Spanform- und -zer- kleinerungsorgan ausgeübte Gegendruck ver ändert werden kann. B. Werkzeug nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 3 und 7, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Einstellorgan eine Schraube ist. 9. Werkzeug nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 4 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Einstellorgan ein Schal ter ist. 10. Werkzeug nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 5 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Einstellorgan ein Ventil ist. 11.Werkzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Spanform- und -zerkleinerungsorgan ein Längsschlitz zur Durchführung der Feststellschraube des Schneidenteils vorhanden ist, welcher Schlitz, in Zusammenarbeit mit der Feststellschraube gleichzeitig als Anschlag für das Organ in seiner äussersten und seiner innersten Lage dient. 12. Werkzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mehrere Spanform- und -zerkleinerungsorgane und Schneidenteile an einem Werkzeughalter verschiebbar ange ordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1189357B (de) * | 1959-12-23 | 1965-03-18 | Hans Heinlein | Spanabhebendes Werkzeug |
| US4135845A (en) * | 1978-04-26 | 1979-01-23 | Andrew Rea | Cutting tool |
| DE102009014971B3 (de) * | 2009-03-18 | 2010-05-27 | Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn Gmbh | Werkzeug und Werkzeughalter für die spanende Bearbeitung |
-
1951
- 1951-07-24 CH CH304805D patent/CH304805A/de unknown
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|---|---|---|---|---|
| DE1189357B (de) * | 1959-12-23 | 1965-03-18 | Hans Heinlein | Spanabhebendes Werkzeug |
| US4135845A (en) * | 1978-04-26 | 1979-01-23 | Andrew Rea | Cutting tool |
| DE102009014971B3 (de) * | 2009-03-18 | 2010-05-27 | Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn Gmbh | Werkzeug und Werkzeughalter für die spanende Bearbeitung |
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