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Die Erfindung betrifft eine Schneidevorrichtung an einer Knopflochnähmaschine für Tuchstücke, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Eine Schneidevorrichtung dieser Art ist bekannt (DE-GM 76 34 151). Bei der bekannten Schneidevorrichtung ist der Arbeitsdruck der pneumatischen Kolben-Zylinder-Einheit so bemessen, daß der durch das bewegliche Messer ausgeübte Druck bei allen Arbeitsvorgängen gleich ist. Dies ist nachteilig, weil für gewisse Tucharten, die schwierig zu verarbeiten sind, beispielsweise weil sie vergleichsweise hart sind, ein höherer Druck des beweglichen Messers benötigt wird als bei gewissen anderen Tuchen, die vergleichsweise leicht zu bearbeiten und leicht zu schneiden sind. Wenn daher der Arbeitsdruck auf einen Wert eingestellt ist, wie er zum Schneiden schwierig zu bearbeitender Materialien erforderlich ist, ergibt sich dann, wenn leicht zu schneidendes Material verarbeitet wird, eine vergleichsweise hohe Beanspruchung der verschiedenen Teile der Vorrichtung.
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Durch die ältere Patentanmeldung P 31 44 965.4-25, die als DE-OS 31 44 965 nachveröffentlicht wurde, ist auch eine Beschneidvorrichtung für eine Nähmaschine bekannt, die zum Beschneiden einer Werkstückkante während des Nähens und auch bei in Nadeltiefstellung stillstehender Nähmaschine geeignet ist. Der Antrieb für das Beschneidmesser umfaßt eine mit dem Nähmaschinenantrieb gekoppelte Lenkereinrichtung und eine unabhängig vom Nähmaschinenantrieb betätigbare pneumatische Kolben-Zylinder-Einrichtung. Die beiden Antriebseinrichtungen sind wahlweise betätigbar, und die Lenkeinrichtung wird beim Nähen mit normaler Geschwindigkeit verwendet, während die pneumatische Kolben-Zylinder-Einrichtung beim Stillstand der Nähmaschine und dann verwendet wird, wenn die über den Nähmaschinenantrieb und die Lenkereinrichtung hervorgerufene Schneidfrequenz des Schneidmessers unterhalb der Frequenz liegt, die von der pneumatischen Kolben-Zylinder- Einrichtung hervorgerufen werden kann.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schneidevorrichtung derart auszuführen, daß einwandfreies Schneiden von Tuchstücken aus verschiedenen Materialien ohne Überbeanspruchung der Teile der Vorrichtung erhalten wird.
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Diese Aufgabe wird bei einer Schneidvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
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Mit der Schneidvorrichtung gemäß der Erfindung kann der Betrieb einer solchen Vorrichtung für eine Knopflochnähmaschine nicht nur an die verschiedensten Tucharten optimal angepaßt werden, sondern es ist auch eine Anpassung an unterschiedliche Arbeitszyklen der Knopflochnähmaschine in optimaler Weise möglich, was nicht nur bedeutet, daß alle möglicherweise zu verarbeitenden Materialien unabhängig vom Betrieb der Nähmaschine einwandfrei geschnitten werden, sondern auch eine Überbeanspruchung der mechanischen Teile der Vorrichtung vermieden wird.
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Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden in den Unteransprüchen (Ansprüche 2 und 3) gekennzeichnet.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigen
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Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Knopflochnähmaschine, die mit einer Tuchschneidevorrichtung gemäß der Erfindung ausgerüstet ist,
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Fig. 2 eine weitere schematische Ansicht mit der Darstellung der Anordnung der Tuchschneidevorrichtung der Erfindung.
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In Fig. 1 umfaßt die Knopflochnähmaschine einen Knopflochnähmaschinenkörper 1, ein Bett 2 des Nähmaschinenkörpers 1, einen Arm 3, eine Nadelstange 4, eine Nähnadel 5, welche am unteren Ende der Nadelstange befestigt ist und durch die Nadelstange auf- und abbewegbar ist, sowie eine Tuchschneidevorrichtung 8.
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Bei der in Fig. 2 dargestellten Tuchschneidemaschine ist ein bewegliches Messer 14 abnehmbar am Ende eines hammerartigen Hebels 12 befestigt. Der Kipphebel 12 ist drehbar an einer nicht dargestellten Achse befestigt, welche in ein Loch 10 eingesetzt ist und als Kippachse dient. Ein stationäres Messer 16 ist auf solche Weise vorgesehen, daß es mit dem beweglichen Messer 14 ausgerichtet ist. Ein Tuchstück wird entlang der Knopflochform durch Betätigen der Messer 14 und 16 geschnitten. Damit das bewegliche Messer 14 mit dem stationären Messer 16 zusammenwirken kann, ist ein mechanisches Lenkergestänge 18 vorgesehen. Das Lenkergestänge 18 umfaßt eine Kipphebel 22, welcher drehbar an einer nicht dargestellten Schwenkachse befestigt ist, die in ein Loch 20 des Hebels 22 eingesetzt ist. Ein Endabschnitt des Kipphebels 22 ist hin- und hergehend mittels einer Stoßstange 24 an einem Endabschnitt des zuvor beschriebenen Kipphebels 12 befestigt.
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Zum Antreiben des beweglichen Messers ist ein pneumatische Steuervorrichtung 26 vorgesehen.
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Die Steuervorrichtung 26 weist einen Zylinder 28 auf. Die Kolbenstange 30 des Pneumatikzylinders 28 und der andere Endabschnitt des Hebels 22 sind miteinander durch eine Stoßstange 32 gekoppelt.
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Ein Luftzuführungsrohr 34 und ein Luftrückführungsrohr 36 sind mit dem Zylinder 28 so verbunden, daß Luft aus einem nicht dargestellten Kompressor dem Luftzylinder 28 über das Luftzuführungsrohr 34 zugeführt wird. Die Luft im Zylinder 28 wird durch das Luftrückführungsrohr 36 abgeführt.
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Die Tuchschneidevorrichtung weist ein Solenoidventil 38 auf, um Luft zum Zylinder 28 zuzuführen bzw. von diesem Zylinder 28 abzuführen. Wenn das Solenoidventil 38 erregt wird, wird die über ein Rohr 40 vom Kompressor herangeführte Luft durch das Luftzuführungsrohr 34 dem Zylinder 28 zugeführt. Wenn das Solenoidventil 38 entregt wird, wird die im Zylinder 28 befindliche Luft durch das Luftrückführungsrohr 36 abgeführt. Das Solenoidventil 38 wird entsprechend den Daten betrieben, die durch eine Steuerung 42, die einen Mikrocomputer, enthält vorgegeben werden, d. h. das Solenoidventil 38 wird entsprechend einer gewünschten Zeitfolge entregt und erregt. Ein beweglicher Messerbetätigungswahlschalter 44 ist auf der Steuerung 42 so vorgesehen, daß der Betrieb und Nichtbetrieb des hammerartigen Hebels 12 frei gewählt werden können.
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Um die Betriebsgeschwindigkeit des beweglichen Messers 14 zu steuern, ist für das Luftzuführungsrohr 34 eine pneumatische Steuervorrichtung 46 und für das Luftrückführungsrohr 36 ebenfalls eine pneumatische Steuervorrichtung 48 vorgesehen. Die pneumatischen Steuervorrichtungen 46 und 48 sind beispielsweise Nadelventile. Die Luftzufuhrgeschwindigkeit und die Luftrückfuhrgeschwindigkeit können dadurch gesteuert werden, daß Steuerköpfe 46 a, 48 a der Steuereinrichtungen 46 und 48 betätigt werden.
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Um den Betätigungsdruck des beweglichen Messer 14 zu steuern, ist im Mittelabschnitt des Rohres 40 eine Steuervorrichtung 50 vorgesehen. Die Steuervorrichtung 50 ist beispielsweise ein Nadelventil. Der Druck der dem Zylinder 28 zugeführten Luft, d. h. der Betriebsdruck bzw. Betätigungsdruck des beweglichen Messers 14 kann dadurch gesteuert werden, daß der Steuerknopf 50 a der Steuervorrichtung 50 betätigt wird.
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In Fig. 2 bezeichnen die Bezugszeichen 52-55 verschiedene Kugelkupplungen im mechanischen Lenkergestänge 18 (Kugelgelenke).
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Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung wird nachfolgend beschrieben. Wenn es gewünscht wird, das Tuch zu einem bestimmten Zeitpunkt zu schneiden, so wird das Solenoidventil 38 erregt, so daß Luft vom Luftkompressor über die Rohre 40 und 34 dem Luftzylinder 28 zugeführt wird. Als Resultat wird die Kolbenstange 30 des Luftzylinders 28 in Richtung des Pfeiles A bewegt. Als Folge wird der Kipphebel 22 im Uhrzeigersinn und der hammerartigen Hebel 12 im Gegenuhrzeigersinn gedreht, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Dies bedeutet, daß das bewegliche Messer 14 mit dem stationären Messer 16 zusammenarbeitet, um das Tuchstück unter Druck zu schneiden, so daß ein Knopfloch einer gewünschten Form ausgebildet wird.
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Nach dem Schneidvorgang wird das Solenoidventil entregt und die Luft im Luftzylinder 28 durch das Rohr 36 abgegeben. Dementsprechend wird die Kolbenstange des Luftzylinders in Richtung des Pfeiles B bewegt und das bewegliche Messer 14 in die Ursprungslage zurückgedreht.
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Die Einstellung des Hubs des beweglichen Messers 14 kann dadurch erreicht werden, daß die Erregungsperiode des Solenoidventils 38 gesteuert wird. Daher kann der meist geeignete Hub für die Dicke des Tuchstückes ausgewählt werden, welches zur Ausbildung eines Knopfloches geschnitten werden soll.
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Die Betriebsgeschwindigkeit des beweglichen Messers 14 kann dadurch gesteuert werden, daß die Steuerköpfe 46 a und 48 a der pneumatischen Steuervorrichtungen 46 und 48 betätigt werden. Daher kann der Tuchschneidevorgang mit einer gewünschten Geschwindigkeit durchgeführt werden.
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Der Betriebs- bzw. Betätigungsdruck des beweglichen Messers 14 kann dadurch eingestellt werden, daß der Steuerknopf 50 a der Steuervorrichtung 50 betätigt wird. Daher kann innerhalb der Grenze der mechanischen Festigkeit der Komponenten, einschließlich der Messer 14 und 16, der meist gewünschte Tuchschneidedruck für die Dicke des Tuchstückes vorgesehen werden, in welches das Knopfloch geschnitten werden soll.
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Aus der vorstehenden Beschreibung wird deutlich, daß die Tuchschneidevorrichtung der Erfindung der Luftantriebseinheit 26 für das Antreiben des beweglichen Messers 14 verwendet. Daher können der Hub, die Betriebsgeschwindigkeit und der Betätigungsdruck in Übereinstimmung mit der Dicke des zu schneidenden Tuchstückes bestimmt werden. Keine übermäßig großen Kräfte werden auf die Komponenten übertragen, einschließlich der Messer 14 und 16.