CH305311A - Verfahren zur Entfernung von Kationen aus flüssigen Medien. - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Kationen aus flüssigen Medien.Info
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Description
Verfahren zur Entfernung von Kationen aus fliissigen Medien. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver- fahren zur Entfernung von Kationen aus flüssigen Medien nach Patentansprueh des Hauptpatentes. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass zur teilweisen Oxydation der kohlenstoffhaltigen Feststoffe ein Sauer- stoff und nitrose Gase enthaltendes DIedium benützt wurde. Zur Herstellung eines solchen Kationenaustauschers reicht eine kürzere Erhitzungsdauer aus. Als nitrose Gase können nieht nur Dämpfe von Salpetersäure, sondern auch andere Gase, die Oxyde von Stickstoff, insbesondere Stickstoffmonoxyd, enthalten, angewandt werden. Als sehr geeignet erwiesen sich die nitrosen Gase, die bei der Salpetersäureherstellung den gasformigen Überrest bilden und häufig als wertlos durch den Schornstein ins Freie abgeführt werden. Vorzugsweise werden nur geringe Mengen nitrose Gase, weniger als 10 Volumenprozente des oxydierenden Mediums, angewandt, weil mit diesen geringen Mengen bereits gute Ergebnisse erzielt werden. Wenn gewiinscht, können auch grössere Mengen nitrose Gase angewandt werden. Die Erhitzung des Ausgangsmaterials kann sogar ohne Bedenken in einem Medium, das vorwie- gend aus nitrosen Gasen besteht, vorgenommen werden. Bei diesen höheren Konzentrationen muss aber mit der Bildung von Oxy- dationsprodukten niedrigeren Molekularge- wichtes gerechnet werden. Es empfiehlt sich, das Ausgangsmaterial mit Hilfe des nitrose Gase enthaltenden Mediums im Zustande der Fluidisierung zu erhitzen. Die nitrosen Gase, die sich in den Reaktionsgasen befinden, können von neuem verwendet werden, so daB die Oxydation als Kreislaufprozess verläuft. Die Regenerierung der nitrosen Gase kann hierbei in bekannter Weise, z. B. mittels Schwe- felsäure, erfolgen. Beispiel : 200 g Magerkohle (Korngrösse 0, 3 bis 1, 0 mm) wurden in einem Fluidisierrohr (Durchmesser 5 cm) bei einer Temperatur von 300 C im Zustande der Fluidisierung während 22 Stunden mittels eines warmen nitrose Gase enthaltenden Luftstromes erhitzt. Je Minute wurden 16. Liter Luft, denen 1 Liter durch Verdampfung von Salpetersäure erhaltener nitroser Gase beigemischt worden war, in das Fluidisierrohr eingeleitet. Das Reaktionsprodukt wurde während einer halben Stunde bei Siedetemperatur mit 3 Litern n-Natronlauge behandelt. Das hydro lysierte Produkt wurde, nach erfolgter Filtrierung, mit destilliertem Wasser ausgewa- schen. Das Gewicht des Reaktionsproduktes entsprach, nach erfolgter Trocknung, an nähernd denjenigen des Ausgangsmaterials. Das Reaktionsprodukt wurde auf seine ionenaustauschenden Eigenschaften geprüft, indem mit ihm Leitungswasser (Gesamthärte 16, 4 = 16, 4 mg CaO pro 100 cm3) enthärtet wurde. Zu diesem Zwecke wurden Enthärtungsversuche durchgeführt, bei denen Mengen von jeweils 10 g Reaktionsprodukt zur Verwendung gelangten. Das zu enthärtende Wasser wurde in einem Rohr mit einem Durchmesser von 22 mm durez die über einer durchlöcherten Platte angebrachte Kationen- austauschersehicht, mit einer Durehflussge- schwindigkeit von 4-5 cm3 pro Minute, hin- durchgeleitet. Es wurde die NIenge Wasser gemessen, die bis zu dem Zeitpunkt des Durchbrechens des Kationenaustauschers durchfliesst, das heisst bis die ablaufende Flüs- sigkeit Calcium enthält. Nachdem 2, 9 Liter Leitungswasser durchgeflossen sind, erweist sich der Kationen- a. ustauscher als durchbrochen. Der Kationenaustauscher wurde darauf mittels einer zehnprozentigen Kochsalzlösung, die mit einer Geschwindigkeit von 1-2 cms pro Minute durchgeleitet wird, regeneriert. Nachdem 300 cm3 Kochsalzlösung durchgeflossen sind, enthält, wie sich erweist, die Regenerations- flüssigkeit 330 mg Calcium (als Caiciumoxyd berechnet). Nach dem Auswaschen mit destilliertem Wasser ist der Ionenaustauscher von neuem gebrauchsfähig. Nach dieser erstmaligen Regenerierung erwies sich der Kationenaustauscher, nachdem 2, 1 Liter Leitungswasser durchgeflossen waren, als durchbrochen. Nach der in gleicher Weise zum zweiten Male vorgenommenen Regenerierung (die Regenerationsflüssigkeit enthielt 320 mg Calciumoxyd) erwies sich der Kationenaustan- scher, ebenfalls nachdem 2, 1 Liter Leitungs- wasser durchgeflossen waren, als durch- broche. Nach der dritten Regenerierung (die Regenerationsflüssigkeit enthielt 335 mg Cal ciumoxyd) erfolgte, nachdem wieder 2, 1 Liter Leitungswasser durchgeflossen waren, der Durchbruch. Bei der vierten Regenerierung folgte der Behandlung mit 300 cm3 Kochsalzlösung (die Itegenerationsfliissigkeit entliielt 300 mg Cal ciumoxyd) eine weitere Regenerierung mittels 300 cm3 n-Salzsäure (die Regenerations- flüssigkeit enthielt 140 mg Calciumoxyd). Es erwies sich nun, dass der Durcbbruch erfolgte, nachdem 2, 5 Liter Leitungswasser durchgeflossen waren. Die fünfte Regenerierung wurde mittels 300 cm3 n-Salzsäure durchgeführt, wonach, wie sich erwies, die Regenerationsflüssigkeit 340 mg Calciumoxyd enthielt. Bei einer Behandlung mit einem Kationenaustauscher, zu dessen Oxydation Luft ohne Zusatz von nitrosen Gasen verwendet wurde, muss, um zu gleichen Ergebnissen zu gelangen, ein Produkt benutzt werden, bei welchem eine zwei-bis dreifache Erhitzungsdauer auf- gewandt wurde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Entfernung von Kationen aus flüssigen Medien nach Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass zur teilweisen Oxydation der kohlenstoff- haltigen Feststoffe ein Sauerstoff und nitrose Gase enthaltendes Medium benützt wurde.UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiclinet, dass zur Oxydation ein Medium mit weniger als 10 Volumenprozenten nitroser Gase benützt wurde.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den nach der Oxydation abgeführten Gasen zurück- gewonnenen nitrosen Gase im Gemisch mit Sauerstoff erneut zur Oxydation verwendet wurden.
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