CH305732A - Verfahren und Anlage zum Ätzen von Aluminiumfolien. - Google Patents

Verfahren und Anlage zum Ätzen von Aluminiumfolien.

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CH305732A
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Gmbh Aluminium-Walzwerk Singen
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Aluminium Walzwerke Singen
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    • C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23F—NON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F1/00—Etching metallic material by chemical means
    • C23F1/10—Etching compositions
    • C23F1/14—Aqueous compositions
    • C23F1/16—Acidic compositions
    • C23F1/20—Acidic compositions for etching aluminium or alloys thereof

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Description


      Verfahren    und Anlage zum Ätzen von     Aluminiumfolien.       Die Erfindung bezieht sich auf die Auf  rauhung     N-on    Aluminiumfolien, die vor     allem     in     Elektrolytkondensatoren    verwendet wer  den. Es sind verschiedene Verfahren zur Er  reichung einer Oberflächenvergrösserung an  Aluminiumfolien durch rein chemische Atzung  bekannt.

   Vor dem. Ätzen erfolgt meistens ein  Beizen in alkalischen Lösungen zur Entfer  nung von     Walzöl,        Oxydhäuten    und andern  störenden     Oberflächenverunreinigungen.    Nach  verschiedenen Verfahren wird die Folie so  dann durch Eintauchen zum Beispiel in ein  salzsäurehaltiges     Ätzbad    auf     gerauht    und an  schliessend einem     Reinigungsverfahren    unter  worfen und     getrocknet.     



  Man kennt Stand- und kontinuierliche       Ätzverfahren.    Nach dem     'Standätzverfahren     wird das     Folienband    vor dein Ätzen entweder  aufgerollt oder in Formate geschnitten und  an Haltevorrichtungen befestigt, mit deren  Hilfe die Folien nacheinander in ein     Beizbad,     ein     Ätzbad    und ein oder mehrere Reinigungs  bäder eingetaucht und sodann getrocknet wer  den.

   Nach dem kontinuierlichen     Ätzverfahren     durchläuft die Folie in Bandform nacheinan  der das Beiz.-, das Ätz-     und    das     Reinigiu@gs-          bad    und hierauf eine     Trocknungsvorrichtung.     Bei letzterem Verfahren ist die Bandgeschwin  digkeit durch die für die     Aufrauhimg    benö  tigte Ä     tzzeit    weitgehend festgelegt, da die       Eintauchlänge    der Folie im Säurebad nicht  beliebig gesteigert werden kann.

      Für Elektrolytkondensatoren ist eine etwa  0,1     inm    starke,     aufgerauhte    Folie anzustreben,  die bei möglichst grosser Reinheit des ver  wendeten Aluminiums (zum Beispiel 99,80 bis       99,99        %        Al)        durch        Ätzen        eine        acht-        bis        zwölf-          fache    Vergrösserung der aktiven Oberfläche  bei möglichst geringem Streubereich     (zuin     Beispiel unter          5     1/o)    erhalten hat.

   Betriebs  technisch ist ein solches     Ätzverfahren    er  wünscht, das diese     Eigenschaft    bei einem     hIin-          destmass    an Überwachung und vor allem in  möglichst kurzer     Ätzzeit    (zum Beispiel 4 bis  10 Minuten) sicher erreichen lässt.  



  Die     mit    einem einzigen Säurebad arbeiten  den rein chemischen     Ätzverfahren    (Ein  stufenätzung) haben den Nachteil, dass zur  Erreichung einer hohen, gleichmässigen und  reproduzierbaren     Aufrauhung    sehr lange     Ätz-          zeiten    bei geringer Aggressivität des     Ätzbades     (zum Beispiel bei niedriger 'Temperatur) ein  gehalten werden müssen.

   Hierbei ist dem       Standätzverfahren    der Vorzug zu geben, ob  wohl es mehr Arbeitsaufwand als kontinuier  liche     Ätzverfahren    (mit einer     Durchlauf-          geschwindigkeit    von mindestens einigen Me  tern pro Minute) erfordert.  



       Untersuchungen    haben ergeben, dass sich  die     Ätzzeit    durch Erhöhung der Aggressivität  des     Ätzbades    bis zur Erreichung der grösst  möglichen     Aufrauhung    wesentlich herabsetzen  lässt; aber gleichzeitig     sinkt    der absolute Wert  der     reproduzierbaren        Oberflächenvergrösse-.              rung,    und zudem lässt sich der     Ätzvorgang          immer    weniger beherrschen, so dass die Ober  flächenvergrösserung starke Schwankungen  aufweist.  



  Die     Fig.    1 der beiliegenden     Zeichnung    gibt.  bei einer     Einstulfenätztmg    beispielsweise den  zeitlichen Verlauf von     Oberflächenvergrösse-          rung    (0 V) und Gewichtsverlust     (GV)    an.  Die ausgezogenen Kurven zeigen die Ober  flächenvergrösserung und die gestrichelten den  Gewichtsverlust     in    Abhängigkeit von der     Ätz-          zeit    (linear aufgetragen).  



  Für eine     grundsätzliche        Erörterung    ist es  belanglos, auf welche Weise die Aggressivität  des     Ätzbades    erhöht wird. Im vorliegenden       Beispiel    ist dies durch Erhöhen der Tem  peratur geschehen.  



  Die Kurven I,     II        und        III    entsprechen in  der Reihenfolge den bei jeweils herabgesetzten  Temperaturen erzielten Werten, Die     Fig.    1  lässt erkennen, dass die     Reaktion    der Säure  mit dem     Aluminium    nach     Eintauchen    der  Folie zunächst träge ist.

   Die bis zu den Punk  ten     ai,        a2    und     a3    benötigte Zeit ( Induktions  periode ), nach deren Ablauf     Aufrauhung     und Gewichtsverlust merklich rasch     anwäclt-          sen,        wird    mit     zunehmender        Aggressivität    der  Säure     kleiner.    Während der Gewichtsverlust  mit der     Ätzzeit    stetig     zunimmt,    erreicht die  Oberflächenvergrösserung     ein        Höchstmass        (c1,

            c2,    c3), das mit     zunehmender    Aggressivität  der Säure stetig     sinkt.    Je höher     nun    die Wirk  samkeit der Säure ist, um so schneller kann       eine     Überätzung  (beginnend bei     dl    oder       d2)        eintreten,    was für die     Erzeugung        einer     guten     Atürauhung    selbstverständlich     umer-          wünscht    ist.

   Eine solche Überätzung bewirkt  einerseits     eine        Verminderung    der     Aufrau-          hung    durch Abtragen der vorspringenden  Oberflächenteile     und    anderseits eine rasche       Zunahme    des Gewichtsverlustes.

   Bald nach       Einsetzen    der     Überätzung,    oft innerhalb weni  ger Sekunden, tritt eine völlige     Zerfressumg     der Folie ein (Punkt     ei    bzw.     e2).    Sobald näm  lich die entstehende Reaktionswärme von der  reagierenden Oberfläche nicht mehr schnell  genug abgeleitet werden kann, tritt infolge    lokaler Temperaturerhöhung eine starke     Be-          schleunigang    des     Ätzvorganges    auf.  



  Stark aggressive Säuren erhöhen nicht nur  die 'Gefahr der Überätzung, sondern, wie oben  bereits     erwähnt,    ergeben eine sehr     -ungleich-          mässige        Aufrauhung.    Innerhalb eines Alu  minium-Folienbandes oder     zwischen    mehreren  Bändern gibt es immer gewisse Unterschiede  in den     physikalisch-chemisehen    Eigenschaften.  Diese Unterschiede wirken sich auf die Ge  schwindigkeit der     Aufrauhung    um so stärker  aus, je höher die     Aggressivität    der Säure ist.

    Versucht man, die Ätzung unter solchen Be  dingungen vorzunehmen, welche die Errei  chung des Höchstmasses an Oberflächenver  grösserung gestatten, so ist damit zu rechnen,  dass     einzelne    Teile der Folien     überätzt    wer  den: und eine     Zerfressimg    eintritt. Um die Ge  fahr einer Überätzung auszuschalten, kann  man im Betrieb die     Ätzzeit    höchstens bis zum       Punkt        b1    bzw. b2 bzw. b3 ausnützen.

   Jeden  falls sind ausserdem bei Verwendung einer  starken     .Säure    die     Schwankungen    der     Aufrau-          hung    noch sehr hoch (zum Beispiel   15 0/0),  was für die Qualität der geätzten Folie einen  weiteren Nachteil bedeutet.  



  Anderseits lässt die     Fig.    1 erkennen,     da.ss     die Verhältnisse mit abnehmender Aggressivi  tät immer stabiler werden; Versuche der An  melderun haben ergeben, dass die Ätzung bei  verschiedenen Folien gut (das heisst auf etwa  5     %)        reproduziert        werden        kann,        denn        der     erzielbare Höchstwert der Oberflächenvergrö  sserung wird nicht nur höher, sondern bleibt  während einer langen Zeit erhalten.

       Eine     Überätzung kommt daher im Betrieb prak  tisch gar nicht vor, so dass die betriebstech  nisch anwendbare     Ätzzeit        b3    fast das Höchst  mass der     Aufrauhung    zu erreichen gestattet.  Es ergibt sich jedoch für die Produktion der  wesentliche. Nachteil der langen     Ätzzeit,    der  die     Anwendung    gerade des betrieblich wert  vollen kontinuierlichen     Ätzverfahrens    bei  niedriger     Aggressivität    der     Ätzsäure    unren  tabel macht.

   Bisher wurde bei kontinuierli  chen, rein chemischen     Ätzverfahren        ein    Kom  promiss der Art angestrebt, dass man die zu  gleich betrieblich wie für die     Qualität    der ge-      ätzten Folie optimalen     Verhältnisse    bei mitt  lerer     Aggressivität    der     Ätzsäure    .(im Beispiel  nach der     Fig.    1 bei der 'Temperatur der mitt  leren Kurve) zu erreichen suchte.     :Die    so ge  ätzten Folien weisen aber trotz mässiger Band  geschwindigkeit noch hohe Streuungen der  Oberflächenvergrösserung (z.

   B.          10  /o) und  eine unbefriedigende     Aufrauhtmg    auf, insbe  sondere bei höheren Reinheitsgraden des     AlLi-          miniums,    an denen die Hersteller von Elek  trolytkondensatoren besonders Interesse haben.  



  Die     Aufrauhgeschwindigkeit    sollte zu  nächst nach möglichst kurzer Induktions  periode auf hohe Werte ansteigen     und    dann  in einen stabilen Verlauf übergehen, das heisst  sie soll sich     asymptotiseh        _    dem Werte 0  nähern.

   Im Gegensatz hierzu ist es beim  Durchlaufen von Folien durch ein einziges       Ätzbad    typisch, dass die Reaktion der Säure  mit der Folie erst nach einem Viertel der  aufgewendeten     Ätzzeit    einigermassen in Gang  kommt (Ablauf der Induktionsperiode) und  in der Nähe des Austrittes der Folie aus dem       Ätzbad    oft schon bedenklich stark wird und  nahe an eine Überätzung     herankommt.     Wertvoll für die betriebliche Herstellung von  geätzten Folien ist also bei einer Einstufen  ätzung nur der mittlere Teil der aufgewen  deten     Ätzzeit.     



  Erfindungsgemäss sollen nun die     Alumi-          niumfolien    nacheinander in zwei oder mehr  Bädern     aufgerauht    werden, wobei die Aggres  sivität der     Ätzlösung    von Bad zu Bad stufen  weise verringert wird ( Stufenätzung ). Zu  nächst kann mit stark angreifender Säure  die     Oberflächenvergrösserung    möglichst schnell  hochgetrieben werden, worauf zum Beispiel  mit schwächerer oder kälterer Säure die Auf  rauhung langsam vertieft wird, ohne dass die  bereits     aufgerauhten    Teile der Oberfläche wie  der abgetragen werden.

   Auf diese Weise kön  nen die sich scheinbar widersprechenden For  derungen der kurzen     Ätzzeit,    der hohen     Lmd     der gut reproduzierbaren     Aufrauhung    weit  gehend erfüllt werden, wie dies aus     Fig.   <B>'</B>ersichtlich ist, in der die Oberflächenvergrösse  rung zweier. Aluminiumfolien A Lund B glei  ehen Reinheitsgrades und     unterschiedlicher            Ätzbarkeit    (Kurven A und B) während einer  Ätzung in drei Stufen aufgezeichnet ist (trotz       annähernd    gleicher Metallreinheit weisen Alu  miniumfolien immer Unterschiede in der     Ätz-          barkeit    auf).

   Die Folie A wird anfänglich  stärker angegriffen als die Folie B; es hat  sich gezeigt, dass ein solcher Unterschied sich  hauptsächlich auf die     Geschwindigkeit    der       Aufrauhimg    auswirkt (aus diesem Grunde  musste beim Beispiel der     Einstufenätzung    nach       Fig.    1 der 'Sicherheitsabstand zwischen den       Punkten    b und c eingehalten werden).  



  Die     Fig.    2 lässt die wesentlichen Vorteile  einer solchen     Stufenätzung    klar erkennen, bei  der die Aggressivität der Säure von Stufe  zu Stufe abnimmt. Die betrieblich aufzuwen  dende     Ätzzeit    wird so wirtschaftlich wie mög  lich ausgenützt, indem eine kurze Induktions  periode     und        eine    hohe anfängliche     Aufrauh-          geschwindigkeit    angestrebt werden..

   Die in  einer     Einstufenätzung    nach     Fig:    1 erst in der       Ätzzeit    nach b3 in reproduzierbarer Weise er  reichte hohe     Aufrauhimg    wird nun in we  sentlich kürzerer Zeit erzielt. Unterschiede in  der     Aufrauhgeschwindigkeit    einzelner Flä  chenelemente des gleichen     Folienbandes    wer  den weitgehend     ausgeglichen,    was an der sta  bilen Endphase der Ätzung liegt.  



  Die     Erfindung        beschränkt    sich aber nicht       auf    die im Beispiel nach     Fig.    2 aufgezeich  nete Reihenfolge der Stufen. Auch die Anwen  dung von Gleich- oder Wechselstrom zur För  derung der Ätzung sowie die Zugabe von       reaktionshemmenden    oder -steigernden Zu  sätzen, wie Sulfaten, Schwefelsäure, Salpeter  säure,     Salzen    von edleren Metallen als Alu  minium- in     einer    oder mehreren 'Stufen, kann  bei der erfindungsgemässen Stufenätzung her  angezogen werden.

   Man kann auch die Anwen  dung von Gleich- oder Wechselstrom für einen  Teil der Stufen vorsehen, wobei es zum Bei  spiel vorteilhaft     sein    kann, in der ersten Stufe  stromlos, das heisst rein chemisch, zu ätzen.  



  Folgende Beispiele     veranschaLdichen    die       ErfindLmg     <I>Beispiel</I>     1:.     



  Als Material wird eine Folie aus elektro  lytisch raffiniertem Aluminium von     einer              Reinheit        von        99,99        %        verwendet.        Nach        dem     Beizen in Natronlauge     wird    sie in einer  ersten Stufe während 110 Sekunden in einem  30  C     warmen    Bad     aiügerauht,

      das durch       Mischung    von 400     em3    32prozentiger     HCl    und       10(Y        ems    konzentrierter     HNO3    sowie von 100 g       FeC13    mit einem Liter Wasser erhalten wurde  und ausserdem 15 g Al (hier, wie an andern  Stellen der Beispiele, die sich auf den Alu  miniumgehalt der     Ätzlösung    beziehen, bedeu  tet Aluminium nichtmetallisches Aluminium,  sondern     Aluminium-Kationen)    pro Liter ent  hält. Nach dieser ersten     Aufrauhimg    ist die  Oberflächenvergrösserung (gemessen nach  DIN 41 330, 4. Ausgabe) eine 55fache.

   So  dann wird die     Ätzung    während 120 Sekun  den in einem 2'5  C warmen Bad fortgesetzt,  das aus     10prozentiger    Salzsäure besteht, die  etwa 10 g Aluminium pro Liter enthält. In  dieser zweiten Stufe wird die     Aufrauhung    auf  das Achtfache getrieben.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Eine Folie aus     hochreinem        Alluninium          (99,97prozentiges    Al, Rest Fe und     Si)    wird  nach dem     Beizen    in Natronlauge während  90 Sekunden in 33  C warmer,     115prozentiger          Salzsäure    geätzt, die 50g     FeC13    und 10 g  Al pro Liter enthält, wodurch eine etwa drei  fache     Aufrauhimg        erzielt    wird.

   In der zweiten  Stufe wird die     Aufrauhung    mit 20  C war  mer, 20prozentiger Salzsäure mit 50 g Al pro  Liter 4 Minuten lang fortgesetzt     und    schliess  lich eine     Aufrauhung        iun    das     Siebenfache     erreicht.  



  <I>Beispiel 3:</I>       Eine    Folie aus hochreinem     Aluminium          (99,97prozentiges    Al, Rest Fe und     Si)    wurde  nach Beizen in Natronlauge     in    einer ersten       Stufe    bei     65     C in einer 12prozentigen Salz  säurelösung, die 12 g     Al/Liter        und    10 g     PeCI;     pro Liter enthielt, geätzt, wobei eine Ober  flächenvergrösserung (gemessen nach DIN 41  330, 4. Ausgabe) -tun das Sechsfache erreicht  wurde.

   Hierauf wurde die     Ätzung    in einer  zweiten Stufe bei 40  C in     12prozentiger        Salz-          säurelösung    mit 10g     Al/Liter    abgeschlossen       und    dabei     eine    gesamte Qberflächenvergrösse-         rung    uni das Zehnfache (mit     Schwankungen          von             4     %)

          erzielt.        Die        Ätzzeit        betrug        in        der     ersten Stufe<B>160</B> und in der zweiten Stufe  250 Sekunden. In einer einzigen Stufe konnte  bei dieser hochreinen Folie auch in einem  Vielfachen der genannten     Ätzzeit    nie eine  auch nur annähernd gleich hohe und ebenso  gleichmässige     Aufrauhung    erzielt werden, ob  wohl     viele    verschiedene Säuregemische benützt  wurden.  



  Die     Erfindung    kann sowohl im     Stand-          als    auch im kontinuierlichen     Ätzverfahren     ausgeübt werden.  



  Beim     'Standätzverfahren    werden die Fo  lien nacheinander in die verschiedenen Säure  bäder eingetaucht.  



  Das kontinuierliche     Ätzverfahren    lässt sich  weitgehend automatisieren. Eine hierfür       brauchbare        Stufenätzmaschine    ist in     Fig.    3 im  Längsschnitt schematisch     und    als Beispiel dar  gestellt. Zur Vornahme der Stufenätzung  zieht man das zuvor     gebeizte        Folienband     durch drei Säurebecken 1, 2' und 3, die aus  mit Gummi     überzogenem    Stahlblech bestehen       und    mit aus den gleichen Materialien ange  fertigten, keilförmigen Verdrängungskörpern  4 versehen sind.

   Nach Verlassen der     'Stufen-          ätzmaschine    wird das     Folienband    gewaschen       und    getrocknet. Die     Umlenkwalzen    5 bestehen  beispielsweise aus Glas oder Porzellan. Mit 6  sind     Kontaktthermometer    bezeichnet, die über  die Relais die     Heizung    und die Kühlung der  einzelnen Behälter automatisch steuern. In  diesem Beispiel wird das Heizen dadurch be  werkstelligt, dass durch die Düsenreihen 7  Dampf gegen die     Aussenseite    der Säurebecken  geblasen wird.

   Sobald die Dampfleitung aus  geschaltet wird, hört das Heizen     augenbliek-          lieh    auf, was bei andern     Heizverfahren    nicht  der Fall ist. Die Kühlung erfolgt durch An  spritzen der äussern Wände der Becken mit  Wasser, was durch die     Düsenreihe    8 erfolgt.  Auch hier kann die     Wirkung    augenblicklich       unterbrochen    werden. Zweckmässig wird das       Gregenstromprinzip    angewandt, indem die Fo  lien     und    die Säure in entgegengesetzten Rich  tungen bewegt werden.

             Auf    ihrem Weg wird die     @Salu'e    teils durch  die chemische Reaktion,     teils    durch Aussen  heizung langsam wärmer und reichert sich  immer mehr an Aluminium an.     .Sie    kann auf  ihrem Weg durch die einzelnen     Ätzstufen    je  nach dem Reinheitsgrad des     F'olienbandes    ver  dünnt, konzentriert oder zum Beispiel mit  Eisensalzen versetzt werden.

   Es     ist    auch mög  1ich, zwischen jedem Säurebecken und dein  nachfolgenden     Dreiweghahnen    und     entspre-          ehende    Rohrverbindungen anzubringen, mit  deren Hilfe die Fliessrichtung der Säure be  liebig bestimmt und auch ein Teil der ver  brauchten Säure abfliessen gelassen werden  kann.  



  Es ist vorteilhaft, wie im Beispiel nach       Fig.    3 gezeigt, die     Ätzbäder    schmal zu halten,  weil dann die     Ätzsäure    thermisch besser regu  liert und ihr Aluminiumgehalt niedriger ge  halten werden kann.  



  Die     zickzackartige        Anordnung    der Säure  bäder nach     Fig.    3 kann selbstverständlich  ganz oder teilweise durch eine andere Anord  nung ersetzt werden,     zum    Beispiel durch  rechteckige Säuretröge, was die Erstellung der  Anlage vereinfacht, aber den Vorteil einer  hohen Relativgeschwindigkeit der Säure zur       Folienbahn    teilweise wieder preisgibt.  



  Man kommt selbstverständlich nicht aus  dem Rahmen der vorliegenden Erfindung,  wenn man zum Beispiel einen     Waschprozess     oder eine andere Behandlung     zwischenschaltet.     Wesentlich ist lediglich eine Reihenfolge von  mindestens zwei     Aufraiihätzungen,    wobei die  Aggressivität der     Ätzlösung    von Stufe zu  Stufe verringert wird.

   Nicht     zu    den     Aiürauh-          bädern    im Sinne der Erfindung gehören die  üblichen Bäder, die zur Reinigung der Folie  vor oder nach dem     Aufrauhprozess    dienen und  eine nur unwesentliche     Aufrauhung    bewirken:  Die Ätzung in einer weitgehend automati  sierten     Stufenätzmaschine    gestattet, eine hohe,  gleichmässige und reproduzierbare     Aufrau-          hung    in kurzen     Ätzzeiten        und    bei einem Min  destmass an     Lberwachung    zu erreichen.

   Die  Vorteile gegenüber der rein chemischen     Ein-          stiifenätzung    können an folgendem Beispiel  augenfällig gemacht werden: Um durch eine         rein        chemische        'tinstufenätzung    eine     Aufrait-          hung    um das 8- bis 12fache zu erzielen, be  nötigt man bei 'Temperaturen zwischen 35  und     0     C Zeiten von etwa     W    bis 150 Minuten.  In der     :Stufenätzmaschine    kann aber die  gleiche     Aufrauhung    sogar bei hochreinem Alu  minium in 4 bis     1,0    Minuten erreicht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zinn Ätzen von Aluminium folien zwecks mehrfacher Vergrösserung ihrer aktiven Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folien nacheinander in mindestens zwei Bädern aiügerauht werden, wobei die Aggressivität der ÄtzlösLmg von Bad zu Bad stufenweise verringert wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Ätzlösungen der nacheinander benützten Bäder sich durch ihre Temperatur und ihre Konzentration von einander unterscheiden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Aggressivität der Ätzlösung von Bad zu Bad durch Herab setzung der Temperatur verringert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Aggressivität der Ätzlösung von Bad zu Bad durch Verän derung der Konzentration verringert wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Ätzstufe die Ätzung durch Verwendung von elektrischem Strom beschleunigt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ätziuig in mindestens einer Stufe rein chemisch erfolgt. 6. Verfahren nach .Patentanspruch I und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ätzung mindestens in der ersten Stufe rein chemisch erfolgt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Ätzlösungen ausser Wasser als hauptsächlichen Bestandteil Salzsäure enthalten. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass clie Ahuninium- folien in Bandform ununterbrochen durch die verschiedenen Ät.zbäder gezogen werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Polienband und die Ätzlösungen in entgegengesetzten Richtungen bewegt werden.
    PATENTANSPRUCH II Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere hin tereinandergeschaltete Badbehälter sowie Um lenkrollen, die ein Durchziehen der Folien- bänder durch die verschiedenen Bäder ermög lichen, aufweist. UNT i;RANSPRÜCHE 10. Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie Mittel zum Auf blasen von Dampf gegen die Aussenwände der Bäder aufweist und dass die Behälter dünn-: wandig sind. 1'1.
    Anlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, d.ass sie Mittel zum Aufspritzen von Wasser auf die Aussenwände aufweist. 12. Anlage nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 10 und 11, dadurch gekenn zeichnet, dass sie mit Vorrichtungen zur auto- matiscben Temperaturregelung versehen ist.
CH305732D 1951-02-14 1952-02-09 Verfahren und Anlage zum Ätzen von Aluminiumfolien. CH305732A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0064607A1 (de) * 1981-05-07 1982-11-17 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zum Ätzen einer rekristallisierten Aluminiumfolie für Elektrolytkondensatoren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0064607A1 (de) * 1981-05-07 1982-11-17 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zum Ätzen einer rekristallisierten Aluminiumfolie für Elektrolytkondensatoren

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