CH306161A - Hochspannungsdurchführung. - Google Patents
Hochspannungsdurchführung.Info
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
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Description
<B>Hochspannungsdurchführung.</B> An Hoehspannungsapparaten mit Giess liarzisolation, wie Messwandlern und allgemei nen Transformatoren, stellt sich das Problem, die Hochspannungsleiter durch die Giessharz wandungen nach aussen zu führen. Die Durch führungen sind hier manchmal ein Teil des gesamten Giessharzkörpers. Die bisher bekann ten Vorkehrungen zur Beherrschung des Randfeldes beim LTbergang des isolierenden Teils auf Erde sind nicht oder nur unter er liebliehen Sehwierigkeiten anwendbar.
Zu die sen Vorkehrungen gehören Kondensator stenereinlagen, wie sie namentlich in Hart papierdurchführungen und ölimprägnierten Papierdurchführungen mit grossem Erfolg an gewandt werden, ferner die unter Öl verwen deten Spreizflanschanordnungen.
Nach vorliegender Erfindung, als deren Urlieber ..Imhof, dipl. El. Ing. (Schweiz), genannt wird, ist der isolierende Teil der den Gegenstand derselben bildenden Hochspan- nungsdurehführung fest; er besteht zum Bei spiel aus Giessharz oder aus keramischem Werkstoff;
die Dielektrizitätskonstante der äussern Zone des den Hochspannungsleiter umhüllenden Isolierkörpers beträgt auf wenig- stens einem Teil ihrer Gesamtlänge, jedenfalls aber unter dem Flansch, mindestens 10 und ist ferner mindestens so viel grösser als die jenige der das grösste Potentialgefälle tragen den Zone, dass bei der Prüfspannung Stiel büsehelentladungen vermieden werden und dass zugleich bei der Dauerspannung Gleitent- ladungen auf ein den Werkstoff nicht korro dierendes Mass beschränkt bleiben.
Es sind bereits Kabel bekannt, deren feste Isolierhülle aus zwei oder mehr koaxialen Schichten mit verschiedenen Dielektrizitäts- konstanten bestehen. Der Zweck ist aber dort, die Feldstärke in der innern Schicht der Iso lation, das heisst insbesondere in nächster Nähe des Leiters, zu verkleinern. Es gibt auch bereits Durchführungen, deren äusserer Teil eine höhere Dielektrizitätskonstante aufweist als der innere Teil, die zum Beispiel aussen Porzellan, innen Luft oder Öl oder Hartpapier und Öl aufweisen, indes also nicht nur feste Stoffe.
Mithin ist es hier lediglich ein Zufall, dass e aussen höher ist als innen, da die als Gefäss für den gasförmigen oder flüssigen Iso lierstoff dienende Hülle ein höheres e besitzen kann - z. B. wenn sie aus Porzellan besteht.
Nach der vorliegenden Erfindung werden ausschliesslich feste Isolierstoffe verwendet. Stets soll die äussere Schicht ein so hohes e haben, dass bei der Prüfspannung Stielbüschel entladungen vermieden werden und dass zu gleich bei der Dauerspannung Gleitentladun- gen auf ein den Werkstoff nicht korrodieren des Mass beschränkt bleiben.
Die Wirkung der Massnahmen nach der Erfindung beruhst auf der physikalischen Tatsache, dass das spe zifische Spannungsgefälle einer Kraftfluss- r öhre dem spezifischen dielektrischen Wider stand proportional ist und dass nach der Be ziehung D = ei ei = e2 (#2 = const. bei grö- sserer Dielektrizitätskonstante in der äussern Schicht als in der innern die elektrische Feld stärke und damit das Spannungsgefälle in der äussern Schicht verringert
werden.
Gewisse keramische Stoffe erlauben durch Beimengung von ferroelektrischen Stoffen, z. B. Titandioxy d (R.util) oder Titanaten zwei wertiger Metalle, ein sehr hohes a zu erreichen. Dasselbe ist bei gewissen Giessharzen möglich, insbesondere bei den härtbaren Niederdruck harzen, welche durch Polymerisation oder Polyaddition aus den direkten Ausgangsstof fen ohne Abspaltung flüchtiger Bestandteile entstehen, sei es bei niedriger oder erhöhter Temperatur.
Die erstrebten Wirkungen können eben falls erreicht werden, wenn der Übergang von El auf E2 stetig ist. Wenn der Durchmesser des Stromleiters relativ klein ist oder wenn die elektrische Festigkeit des ihm anliegenden Dielektrikums gering ist, wird es zweckmässig sein, eine an dem Stromleiter unmittelbar an liegende Schicht mit erhöhter Dielektrizitäts- konsta.nte anzubringen.
Die bekannte Vorschiebung der Erdelek- trode ins feste Dielektrikum kann auch hier vorteilhaft angewandt werden. Sie erfolgt dann in die äussere Schicht.
Es ändert an der Wirkung der erfinderi schen Massnahme nichts, wenn zum Schutz der Durchführung oder zur Erhöhung der Regen überschlagspannung radial noch weiter aussen ein Mantel, z. B. mit Schirmen, angebracht ist.
Die beiliegende Zeichnung zeigt in den Fig.1 bis 3 im Mittellängsschnitt je ein Aus führungsbeispiel.
In der Ausführungsform gemäss Fig. 1 ist 1 der unter Hochspannung stehende Strom leiter, 2 der an Erde liegende Flansch, 3, 4 und 5 sind Dielektrikumsschichten. In Fig.1. befinden sich drei, in Fig. 2 zwei Schichten, die dielektrisch in Reihe geschaltet sind. 3 ist in beiden Fällen die Schicht mit hoher Dielek. trizitätskonstante, sie erniedrigt die Feldstär ken in Plansehnähe und damit auch die axiale Oberflächenfeldstärke;
in Fig.1 besitzt Schicht 5 eine höhere Dielektrizitätskonstante als die Schicht 4, um die Radialfeldstärke in Leiternähe herabzusetzen. Die dünnen Zwi schenschichten 6, 7 und 8 im Beispiel der Fig.l besitzen eine gegenüber dem übrigen Dielektrikum hohe Dehnbarkeit. Im Beispiel Fig.2 sind die Flanschelektroden 2 ins In nere des Dielektrikums 5 vorgeschoben.
In Fig. 3 wächst. die Dielektrizitätskon- stante des Dielektrikums stetig von innen nach aussen; sie erreicht in der Zone um den Flansch den maximalen Wert.
In allen drei Figuren sind die ähnlichen Teile durch gleiche Bezugszahlen bezeichnet. Wenn es sich um Durchführungen grösse rer Abmessungen handelt, ist es des weiteren zweckmässig, da.ss wenigstens eine Schicht aus einem Werkstoff von solcher erhöhter elasti scher Dehnung besteht, dass die Ungleichhei ten der thermischen Ausdehnungskoeffizienten nicht zu unzulässig hohen mechanischen Span nungen führen. Da dies auch für die Grenz- fläche von Leiterbolzen oder dergleichen gegen Isolierwerkstoff gilt, ist es insbesondere vor teilhaft, dass die innere Isolierschicht erhöhte elastische Dehnbarkeit gegenüber der äussern besitzt.
Aus demselben Grunde kann in den Grenz gebieten eine isolierende Ausgleichsschicht er höhter Elastizität. angebracht sein.
Die Gegenstand der Erfindung bildende Durchführung kann nicht nur ein selbstän diges Gebilde, sondern eine Durchführung sein, die ein untrennbares Teil eines elektri schen Apparates bildet.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Hoelispannungsdurehführung, deren iso lierender Teil fest ist, dadurch gekeniizeieh- net, dass die Dielektrnzitätskonstante der äussern Zone des den IIoehspannungsleiter umhüllenden Isolierkörpers auf mindestens einen Teil ihrer Gesamtlänge, jedenfalls unter dem Plansch mindestens 10 beträgt und fer ner mindestens so viel grösser ist als diejenige der das grösste Potentialgefälle tragenden Zone,dass bei der Prüfspannung Stielbüschel entladungen vermieden werden und dass zu gleich bei der Dauerspannung Gleitentladun- gen auf ein den Werkstoff nicht korrodieren des Mass beschränkt bleiben. UNTERANSPRÜCHE: 1. Hochspannungsdurchführung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass deren isolierender Teil aus einem einzigen festen Dielektrikum besteht. 2. Hochspannungsdurchführung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass deren isolierender Teil aus wenigstens zwei verschiedenen festen, koaxialen Dielektrika besteht. 3.Hochspannungsdurchführung nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dielektrikum der Durchführung aus Giessharz besteht und dessen äussere Zone einen ferroelektrischen Zusatzstoff enthält. 4. Hochspannungsdurchführung nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dielektrikum der Durchführung aus Nie- derdrucli#harz besteht. 5. Hochspannungsdurchführung nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Schicht aus keramischem Werk stoff mit einer Dielektrizitätskonstante von mindestens 10 besteht.6. Hochspannungsdurchführung nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang von einer niedrigen zu einer hohen Dielektrizitätskonstante stetig erfolgt. 7. Hochspannungsdurchführung nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erdelektrode ins äussere Dielektrikum vor geschoben ist. B. Hochspannungsdurchführung nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Grenzzonen der verschiedenen Dielek- trika sich je eine Schicht befindet, deren ela stische Dehnbarkeit grösser ist als diejenige der übrigen Zonen. 9.Hochspannungsdurchführung nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Dielektrikumsschicht gegenüber der äussern eine erhöhte elastische Dehnbar keit besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH306161T | 1951-09-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH306161A true CH306161A (de) | 1955-03-31 |
Family
ID=4492710
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH306161D CH306161A (de) | 1951-09-28 | 1951-09-28 | Hochspannungsdurchführung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH306161A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3906553A1 (de) * | 1989-03-02 | 1990-09-06 | Asea Brown Boveri | Abschirmelektrode |
-
1951
- 1951-09-28 CH CH306161D patent/CH306161A/de unknown
Cited By (1)
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| DE3906553A1 (de) * | 1989-03-02 | 1990-09-06 | Asea Brown Boveri | Abschirmelektrode |
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