CH306624A - Verfahren zur Herstellung von keinen unangenehmen Geruch und Geschmack aufweisenden, niedrigschmelzenden Gemischen aus hochschmelzenden tierischen Fetten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von keinen unangenehmen Geruch und Geschmack aufweisenden, niedrigschmelzenden Gemischen aus hochschmelzenden tierischen Fetten.Info
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
- C11B3/00—Refining fats or fatty oils
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Description
Verfahren zur Herstellung von keinen unangenehmen Geruch und Geschmack aufweisenden, niedrigschmelzenden Gemischen aus hochschmelzenden tierischen Fetten. Ilocliselimelzende tierische Fette, wie z. B. Rindertalg, Iiammeltalg oder Iinoehenfelt (--#larldett), lassen sich in der Fleischwaren- industrie, insbesondere bei der Wurstherstel- lung, kaum verwerten.
Abgesehen davon, (lass der für. den Verbraucher unangenehme Stearingertieli und 'Talggeschmack in der so Hergestellten Wurst in Erscheinung tritt, setzt sieh auch das Fett beim Verzehr am Gaumen ab. Eine Wurstqualität mit Zusatz von qclilaelitfetten wird von der Verbrau- el)ei#scIiaft als minderwertig abgelehnt.
Nach. dem Verfahren gemäss der Erfin dung gelingt es nun, die bei der Fleisch- warenfabrikat.ion anfallenden liochschniel- zenden tierischen Fette, insbesondere Ham meltalg, Rindertalg, Iinoclienfett und der gleichen, zu einem brauchbaren Rohstoff für die Wurstfabrikation umzuarbeiten, der den störenden Geruch der :Stearine und den unan genehmen Talggeselimacli:
nicht mehr auf weist und vor allem einen niedrigen .Schmelz- punkt besitzt, so dass das Fett nietet mehr ain Gaumen. klebt. Das erfindungsgemässe Verfahren ist da durch gekennzeichnet, dass man die hoch- selimelzenden tierischen Fette in der Wärme finit Milcheiweiss behandelt.
Es ist mitunter zweckmässig, ausserdem i organische oder anorganische 'Salze in Pul verform zuzusetzen, beispielsweise die Na- triumsalze der Phosphorsäure, Salzsäure, Essigsäure, oder Zitronensäure. Der Betrag dieses Zusatzes sollte 5 % vom Fettgewicht nicht übersteigen. Das Produkt lässt sich mit kochendem Wasser leicht zu einer Emulsion verarbeiten.
Das Milcheiweiss setzt sieh bei dem vor liegenden Verfahren mit einem Teil der in den Hochschmelzenden tierischen Fetten vor handenen Stoffe, nämlich mit denjenigen, welche den unangenehmen Geruch bzw. Ge- schmaek bedingen, zu Komplexverbindungen um, wodurch der störende Geruch der Stearine und der Talggeschmack zum Ver schwinden gebraelit werden. Weiterhin wird, wie gesagt, durch den Zusatz des Milch eiweisses eine erhebliche Herabsetzung des Schmelzpunktes erreicht.
<I>Beispiel:</I> 4 Teile eines ausgelassenen, von den Ver unreinigungen getrennten Rindertalgs werden auf etwa 100 erhitzt. In den vorgewärmten Cutter (Fleischmilch- und -hackmaschine) werden 2 Teile Milcheiweiss in Pulverform finit 5%. Natriumphosphat und -acetat gege- ben und dann wird das erhitzte Fett hinzu geschüttet.
Nach gründlicher Dureharbeitung werden 4 'Teile kochend heisses Wasser zuge setzt, lind ,die Mischung wird ,so lange fort gesetzt, bis sich die Emulsion am Behälter rand anlegt. Die Verwendung des Natriumsalzes der Phosphorsäure kommt nur in Betracht, soweit keine lebensmittelgesetzliehen Bestimmungen entgegenstehen. Sonst kann man an Stelle von Natriumphosphat auch Natriumzitrat verwenden.
Auf diese Weise lässt sich eine erstklas sige Fettqualität für Koehwurst, Brühwurst und alle sonstigen Würste von streichfähiger Beschaffenheit erzielen.
Die besonderen Vorteile dieses Verfahrens bestehen darin, dass 1. in dem Wurstfabrikat ein höherer Fettgehalt untergebracht werden kann, 2.. in dem Erzeugnis ein erhöhter Ge halt an tierischen Eiweissstoffen vorhanden ist und 3. die bisher für den menschlichen Genuss unbeliebten Sehlaehtfette restlos Ver wendung finden können.
Das Endprodukt des Verfahrens lässt sich nicht nur zur Herstellung von Emulsionen, sondern auch bei der Herstellung von son stigen Fettgemischen für Nahrungszweeke anwenden, z. B. bei der Herstellung von Mayonnaise, Buttercreme und dergleichen.
Claims (1)
- PATENTANTS'PRUCH Verfahren zur Herstellung von keinen unangenehmen Geruch und Geschmack auf- weisenden, niedrigsehmelzenden ("emisclien aus hoehschmelzenden tierischen Fetten, da durch gekennzeichnet, dass man die Fette in der Wärme mit Milcheiweiss behandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gelcennzeiehnet, dass auf 90 bis 100 erhitzt wird. 2.Verfahren naeh Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass das llilchei:veil3 :n Pulverform zugesetzt wird. 3. Verfahren naeh Patentansl)rtteh, da durch gekennzeichnet, dass ausserdem minde stens ein anorganisches Salz in Pulverform zugesetzt. wird.\ Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ausserdem minde stens ein organisches Salz in Pulverform zu gesetzt wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in einem vorgewärmten 1Iisch@,efäss vorgenom- men wird. \
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE306624X | 1950-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH306624A true CH306624A (de) | 1955-04-30 |
Family
ID=6121180
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH306624D CH306624A (de) | 1950-12-21 | 1951-12-20 | Verfahren zur Herstellung von keinen unangenehmen Geruch und Geschmack aufweisenden, niedrigschmelzenden Gemischen aus hochschmelzenden tierischen Fetten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH306624A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1231533B (de) * | 1957-10-15 | 1966-12-29 | Phil Willy Pfaff Dipl Chem Dr | Verfahren zur Verbesserung des Gefueges von fettenthaltenden Lebensmitteln mit Ausnahme von Fleisch und Fleischerzeugnissen bei voelliger Erhaltung ihrer Struktur und Homogenitaet beim Pasteurisieren und Sterilisieren |
| DE1231532B (de) * | 1963-08-06 | 1966-12-29 | Phil Willy Pfaff Dipl Chem Dr | Verfahren zum Tiefgefrieren und Auftauen von pasteurisierten oder sterilisierten Lebensmitteln mit Sossen und/oder anderen Beigaben |
-
1951
- 1951-12-20 CH CH306624D patent/CH306624A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1231533B (de) * | 1957-10-15 | 1966-12-29 | Phil Willy Pfaff Dipl Chem Dr | Verfahren zur Verbesserung des Gefueges von fettenthaltenden Lebensmitteln mit Ausnahme von Fleisch und Fleischerzeugnissen bei voelliger Erhaltung ihrer Struktur und Homogenitaet beim Pasteurisieren und Sterilisieren |
| DE1231532B (de) * | 1963-08-06 | 1966-12-29 | Phil Willy Pfaff Dipl Chem Dr | Verfahren zum Tiefgefrieren und Auftauen von pasteurisierten oder sterilisierten Lebensmitteln mit Sossen und/oder anderen Beigaben |
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