CH306835A - Schleudersitzeinrichtung für Luftfahrzeuge. - Google Patents

Schleudersitzeinrichtung für Luftfahrzeuge.

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CH306835A
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Switzerland
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ejection
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Martin James
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Martin James
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D25/00Emergency apparatus or devices, not otherwise provided for
    • B64D25/08Ejecting or escaping means
    • B64D25/10Ejector seats

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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Description


      Schleudersitzeinrichtung    für Luftfahrzeuge.    Die Erfindung bezieht sich auf eine       #'elileudersitzeinriehtung    für Luftfahrzeuge  mit einem Rahmen, auf dem der Sitz montiert  ist, einer     Auswurfeinrichtung    für den Sitz,  einem Hauptfallschirm, einem Hilfsfallschirm,  einem .Sicherheitsgurt, einem     Gesiehtsschirm     und Mitteln zum Lösen des Hilfsfallschirmes       vom    Sitz, des Sicherheitsgurtes und des       Gesiehtssehirmes,    wobei der Hilfsfallschirm  den Hauptfallschirm auszieht und die Be  tätigung der genannten Lösemittel durch  einen     Zeitauslösemechanismus    ausgelöst wird.  



  Diese Einrichtung ist erfindungsgemäss ge  kennzeichnet durch eine mit dem Hilfsfall  schirm verbundene Ausziehöse, die durch eine       Verriegelungsvorrichtung    am Sitz festgehalten  wird, einen Behälter für den Hauptfallschirm  und ein in diesem angeordneten 'Tuch, auf  welchem das     Fallschirmpaek    aufliegt und  durch an der Ausziehöse befestigte Zugleinen,  das Ganze derart, dass nach dem Lösen der  Ausziehöse vom Sitz der     Gesiehtssehirm    gelöst,  das 'Tuch gestreckt, das Pack des Hauptfall  schirmes durch das Tuch aus dem Behälter  geworfen und dann geöffnet wird, so dass  der     Hauptfallschirm    sich entfalten kann.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind Aus  führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan  des dargestellt, und zwar zeigen:       Fig.    1 eine     Schleudersitzeinriehtung,          Fig.        \?    eine Detailansicht dieser Einrichtung,       Fig.    3 ein Schaubild, das die aus dem  Flugzeug ausgeworfene Einrichtung mit dem  Piloten veranschaulicht, nachdem das Tuch    und die Sitzsicherheitsgurte und der Gesichts  schirm freigegeben wurden,       Fig.    4 und     45    Seitenansichten, zum Teil im  Schnitt, des     Zeitauslösemechanismus,          Fig.    -6 eine Einzelansicht einer barometri  schen Einrichtung,

         Fig.    7 einen Aufriss, zum Teil im Schnitt,  eines     Gartenauslösemechanismus,          Fig.    8 die     Verriegelungsv        orrichtung    für  die Ausziehöse,       Fig.    9 ein Schaubild einer andern Ausfüh  rungsform,       Fig.    1'0 eine weitere Ausführungsform,       Fig.    11 eine Einzelheit von     Fig.    9,       Fig.    12. ein weiteres     Ausführungsbeispiel;

            F'ig.13,    14, 15 veranschaulichen das öff  nen des Fallschirmpackes und dessen Freigabe  von Hand oder selbsttätig,       Fig.    16 und 17 eine     Entriegelungseinrich-          tung    für den     Zeitauslösemechanismus.     



  Die in der Zeichnung dargestellten Sitze  sind im Flugzeug auf einem nicht gezeich  neten Rahmen montiert und können durch  Ziehen des Gesichtsschirmes 48 eine bekannte       Auswurfeinrichtung    betätigen, die den Sitz  durch den Rahmen geführt aus dem Flug  zeug auswirft. Die     Auswurfeinrichtung    wird  hier nicht näher beschrieben.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach den     Fig.    1  bis 8 ist. ein kombinierter     Zeitauslösemecha-          nismus    vorgesehen, der zwei Funktionen be  sitzt     a,    die Betätigung einer selbsttätigen     Ver-          riegelungsv        orrichtung    und     b    das Auslösen der       Sicherheitsgurte,         Die     Verriegelungsvorrichtung    besteht aus  einem Hebel 1' und einem Bügel 1     (Fig.8),     der am obern Ende der Rückenlehne des  Sitzes 2 befestigt ist.

   Eine     Anziehöse    3 wird  normalerweise durch zwei     gegeneinanderge-          haltenehakenförmige    Teile der     Verriegelungs-          vor        richtung    1 am Sitz gehalten, wobei der  eine hakenförmige Teil am Bügel 1 vorhan  den ist und der andere .durch ein Ende eines  am Bügel 1     angelenkten    Hebels 1' gebildet  wird. Die     öse    3 ist an einer Ausziehleine 4  befestigt, welche an einem Hilfsfallschirm an  gebracht ist, der in einem eigenen Behälter  untergebracht ist.  



  Der kombinierte     Zeitauslösemechanismus     ist in einem Gehäuse 5 angeordnet, und die  Teile des Mechanismus sind im einzelnen in  den     Fig.4    bis 8 dargestellt. Er besteht aus  einem Kolben 6, welcher     mittels    des Absatzes  115     (Fig.    8) in der Sperrlage einen den He  bel 1' haltenden Bolzen 7 gegen Bewegung  verriegelt, so dass die Ausziehöse 3 mit dem  Sitz 2 verbunden ist. Der Kolben 6 ist nor  malerweise in der obern Lage     (Fig.1    und 5)  entgegen dem Druck einer Feder 8, durch  einen Arm eines Winkelhebels 9 gehalten, der  durch ein     Zahnstangenglied    10 betätigt wird.

    Die Bewegung des     Zahnstangengliedes    7.0  nach oben erfolgt unter dem Druck einer  Feder 11, wobei die Geschwindigkeit durch  einen     Zeitverzögerungsmechanismus    mit einer  Hemmung gesteuert wird, der ein Zahnrad  getriebe 12 mit einem     Ritzel    13, das mit der  Zahnstange 10 in Eingriff steht, aufweist.  



  Das entere Ende des     Zahnstangengliedes     10 ist als Haken ausgebildet, der in     Fig.5     von einem Sperriegel 14 erfasst ist. Ein Keil  15 oder ein anderer Schiebemechanismus  zieht den Sperriegel 14 beim     Ausschleudern     des Sitzes aus dem Flugzeug zurück. Der Keil  15 kann durch ein Kabel betätigt werden,  das mit einem festen Teil des     Luftfahrzeuges     verbunden ist. Der Sperriegel 14 ist durch  einen federbelasteten Zapfen 16, der mit Ver  tiefungen 17 in Eingriff steht, in seiner  Sperrlage und in seiner zurückgezogenen Lage  gesichert.    Das     Zahrista.ngenglied        10    besitzt, eine     mit    18,  in die der andere Arm des Hebels 9 eingreift.  



  Das     Zahnstangenglied    10 ist während sei  ner Bewegung in einem Teil 19 geführt, der  im Gehäuse 5 angeordnet. ist, das an der Sitz  rücklehne befestigt ist.  



  Im     Zeitauslösemechanismus    ist eine baro  metrische Einrichtung enthalten, welche das  Arbeiten des     Zeitauslösemeehanismus    bei grö  sseren Höhen verzögert. Dadurch wird der  Pilot nach dem     Ausschleudern    in grosser Höhe  mit dem Sitz fallen, dessen Bewegung nur  durch den Hilfsfallschirm verzögert wird, so  dass er relativ rasch aus der kalten und  dünnen Atmosphäre auf eine Höhe fällt, in  der normales Atmen möglich ist; dann erst  wird der Pilot vom Sitz getrennt und fällt  hierauf mit dem Hauptfallschirm relativ lang  sam. Beispielsweise legt die     barometriselie     Einrichtung die Höhe des     Trennens    des Be  nützers vom Sitz auf höchstens 3000 m fest.

    Die barometrische Einrichtung     ('Fig.    4 und 6 )  weist eine     Aneroiddose    20 und einen 'Stift 21  auf, der in ein Zahnrad     2'2    auf der Welle  23 der Hemmeng eingreift. Die Einrichtung  ist derart eingestellt, dass normalerweise, das  heisst bei Höhen von zum Beispiel unter       3000m,    dieser Stift 21 den Gang der Hem  mung nicht beeinträchtigt; aber bei grosser  Höhe gestattet der geringe herrschende     atmo-          spärische    Druck der Dose 20 ein Ausdehnen,  so dass der Stift 2'1 zwischen die Zähne des  'Zahnrades 22 treten und die Zahnräder am  Drehen hindern kann.

   Mit Zunahme des  atmosphärischen Druckes     beim        ;Sinken    beginnt  die     Aneroiddose    zusammenzufallen, bis der  Stift aus den Zähnen gezogen wird und die  Zahnräder frei arbeiten können.  



  Auf dem     Zeitauslösemechanismus    befindet;  sich eine Einrichtung zum Lösen der Sicher  heitsgurte     (Fig.7).    Der Kolben 6 weist am  untern Ende einen Stift 25 auf. Dieser Stift  25 hält eine Klinkenanordnung 26 mit einer  durch eine Feder 2,8 beeinflussten Klinke 27  in einer Sperrlage. Ein Gleitrohr 29, das  unter dem Einfluss einer Feder 30 steht, ist  mit einem     Auslösekabel    31 verbunden, das in  einer biegsamen Hülle läuft.

   Das andere Ende      des Kabels ist an einem Zapfen am Ende. eines  Hebels 3'' an einem Gehäuse 33 bekannter  Art einer Sicherheitsgurte befestigt     (Fig.1).     Die Zapfenverbindung mit dem Kabel ist auf  dem letzteren gleitbar, um eine Betätigung  der     Gurtenauslösung    von Hand zu gestatten,  ohne dass das Kabel im Schlauch nach oben  verschoben werden muss.  



       Nun    sollen die Mittel der Konstruktion zum  lösen des     Gesichtsschirmes    und Auslösen des       Hauptfallschirmes    beschrieben werden.  



  An der Ausziehöse 3 ist eine Zugleine 34,  die in zwei     Trume    35 und 36 geteilt ist, be  festigt. Diese     Trume    liegen in 'Schutzkanälen  37 und vereinigen sich in der Mitte des  Kastens     3'8',    auf dem das !Kopfpolster 38 an  geordnet ist.  



  Jeder     Trum    ist zweiteilig, wobei die Teile  durch einen Stift     3'9    miteinander verbunden  sind. Ferner sind die     Trume    mit den obern  Ecken eines Tuches     40    verbunden     (Fig.3).     Dieses Tuch ist an der Hinterseite des Kopf  polsters 38 befestigt. Die     Trume    36 und 36  laufen dann hinter dem Tuch 40, an dem sie  befestigt sind, nach unten, um sich wieder zu  vereinigen und durch einen Schlitz 42 im  Tuch     hindurchzutreten,    in der Form einer  einzelnen Leine 43, die in einer 'Schlaufe 44,  die später erwähnt wird, zu endigen.  



  Zum Festhalten des Tuches 40 und des  Kopfpolsters 38 in ihrer Lage am Sitz, sind  zwei Ösen     4!5    an den obern Ecken des Tuches  und des Kopfpolsters angebracht. Diese Ösen       -15    sind zwischen Lappen 46 eingeführt, welche  Teile zu beiden Seiten des Kastens 3,8' be  festigt sind, wo die Ösen 45 durch die Stiften  39 gehalten werden. Zwei gleichartige Ösen       -17,    die am Gesichtsschirm     .48    befestigt sind,  sind in gleicher Weise durch die Stiften 39  gehalten, um den Gesichtsschirm 48 in seiner  Lage (siehe     Fig.2)    zu halten.  



  Das Tuch 40 verläuft auf der Vorderseite  des Sitzes nach unten, liegt zurück in den  Behälter 49 des Hauptfallschirmes und  kommt nach vorn und unten und ist endlich  in Federklammern 50 an der Vorderseite des  Behälters 49 festgeklemmt. Das Hauptfall  schirmpack'5,1 (siehe     Fig.    3) ist mit der Leine    43 verbunden und in -den Behälter 49, vor  das Tuch 40 eingeführt.  



  An jeder Seite     der,Sitzseitenwand    ist eine  Federklammer     52:    angebracht, in der ein Lap  pen an einem Band 53 eingreift     (F'ig.1),    das  seinerseits mit der Fallschirmgurte des Pi  loten verbunden ist. Der Zweck dieser Anord  nung ist, den Piloten zu verhindern,     deri    !Sitz  im Verlauf der Vorgänge während dem Fall  zu früh zu verlassen     und    sich so unter dem  Sitz zu befinden und zufällig von demselben  getroffen zu werden, wenn der ;Sitz vorbei  fliegt. Diese Verbindung mit dem 'Sitz ist die  letzte, die gelöst wird, wie später noch be  schrieben wird.  



  Mit den selbsttätigen Mitteln ist eine von  Hand     betätigbare    Einrichtung verbunden, mit  tels welcher der Pilot den Hauptfallschirm  freigeben kann, falls dies erforderlich ist, un  abhängig von den selbsttätigen Mitteln, die  durch die Freigabe der Ausziehöse 3 ge  steuert werden.     Fig.18    bis 15 zeigen diese       Handauslösemittel.     



  Zwei Stifte 5'5 durchdringen übliche ko  nische Zapfen 56 des Fallschirmpackes. Die  Reissleine '57 ist durch eine kleine Öse 58  direkt mit einem der Freigabestifte 5!5 in Ein  griff, der seinerseits mit einer Öse     59    ver  sehen ist, welche eine Leine     @60    umgibt, die  in das \Pack     hineinverläuft    und mit dem obern  'Teil der Kalotte des Fallschirmes verbunden  ist. Der andere     Auslösestift    '515 ist mit der  Öse '59 durch- eine Kabelverbindung     @6'2    ver  bunden.  



  Am Ende der Leine 43, abgewandt vom  Tuch 40, ist eine Hülse 6'3, zum Beispiel aus  Kunstharz, angeordnet, durch welche die  Leine verläuft. Die Leine endigt in der früher  erwähnten Schlaufe 44.  



  Der Verbindungsstift 65 ist an einer zwei  ten Hülse 66 angeordnet, und auf dem Stift  ist ein Federhaken     6'7    angebracht. - Diese  .zweite Hülse 66 kann frei auf der Hülse 63  gleiten. Die Sehlaufe 44 greift über den  Stiften 65, nachdem sie durch die Schlaufe 61  der Leine 60 durchgezogen     wurde.    Wie in       Fig.13    gezeigt, ist der Stift     645    nach vorn  geschoben, um die Schlaufen in Eingriff zu      halten. Ein zerreissbarer Faden     6'8,    zum Bei  spiel ein Baumwollfaden, hält den Stift 65  in seiner vordern Lage, das heisst die Hülse  66 kann nicht aus ihrer vordern Lage ge  zogen werden, bevor der Faden zerrissen ist.  



  Mit dem     Federhaken,    67 ist eine Schlaufe  69 am     Handbetätigungskabel   <B>70</B> befestigt,  welches durch die Hülle 71 verläuft und in  einem Handgriff     7"?,    nahe an der Fallschirm  gurte endigt.  



  Es ist zu beachten, dass auf diese Weise  eine Verbindung zwischen dem Hilfsfall  schirm und der Oberseite des Hauptfallschir  mes besteht.  



  Wenn das Tuch 40 oder die Leine 43  durch den Hilfsfallschirm angezogen wird,  wird ein Zug auf die Hülsen 6<B>,</B>3 und 66 aus  geübt und der Federhaken 67 wird von der  Öse 69 des     handbetätigten    Kabels 70 frei, die       Fallschirmauslösestiften    55 werden aus den  konischen Zapfen 56 herausgezogen und der  eine Stift 55 schlüpft durch die Öse 58 der  Reissleine frei, so dass der Fallschirm frei ist,  um selbsttätig aus dem Pack herausgezogen zu  werden.  



  Die Handsteuerung ist vorgesehen, um  dem Piloten zu gestatten, sich selbst und den  Hauptfallschirm vom Sitz zu befreien, so dass  beim Versagen des Ablaufes des selbsttätigen  Auswurfes oder auch bevor der ganze Aus  wurfvorgang ausgelöst wird, der Pilot freie  Aktionsfähigkeit besitzt.  



  In solchen Fällen muss der Pilot nach dem  Lösen der Sicherheitsgurte sich selbst vom  Tuch     40    oder der Zugleine 43 freimachen.  Zu diesem Zweck wird er die Handauslösung  mittels des Griffes 72 betätigen. Dies bewirkt  das Zerreissen des     Fadens,68    durch das Glei  ten der Hülse 6,6 auf der ersten Hülse 63,  wodurch der Verbindungsstift 65 aus der  Schlaufe     4.1    und diese aus der !Schlaufe 61  der Leine 60 herausgezogen wird. Beim Ver  lassen des Sitzes durch den Piloten löst sich  die Öse 69 der Handauslösung selbst vom  Federhaken 67 und der Pilot ist mit dem  Fallschirm allein.  



  Nach dem Verlassen des Sitzes und des  Luftfahrzeuges wird der Pilot die Reissleine    57 ziehen, deren Öse 58 dann die Auslöse  stiften 55 zieht und von denselben frei wird.  Dadurch wird die     Fallschirmkalotte    frei, um  sich in üblicher Weise zu entfalten. Tat  sächlich ist der Fallschirm jederzeit. mit     dLr     Fallschirmgurte verbunden, die vom Piloten  getragen wird und von der     Sicherheitsgurte     zu unterscheiden ist.  



  Das     Fallsehirmpaek    kann einen Leder  sehutzlappen besitzen, der die     Handauslöse-          ausrüstung    bedeckt.  



  Wie aus     Fig.    15 ersichtlich, sind der  Handgriff für die Handauslösung und der  Handgriff für die Reissleine 73 auf einen  Teil 74 der     Sicherheitsgurte,    nahe der Gurt  dose 33 befestigt. Um sicherzustellen, dass die  Handbetätigung 70, 71,     7'2    vor dem Zug an  der Reissleine 57 erfolgt, befindet sich der       Reissleinengriff    73 in einer Tasche 75, und  eine zusätzliche Tasche 76 mit, einer Klappe  77 ist für den Handgriff 72 vorgesehen. Die  Klappe 77 ist über den     Reissleinengriff    73  zurückgefaltet und durch Halter 78 in ihrer  Lage gehalten.

   Wenn der Handgriff 72 ge  zogen wird, um den Fallschirm von seiner  Befestigung am Tuch zu lösen, wird die  Klappe 77 freigemacht., um den Reissleinen  handgriff freizulegen und dem Piloten zu  gestatten, den Hauptfallschirm herauszuzie  hen.  



  Die     Fig.1,6    und 17 zeigen an Stelle des  Keils 15     (Fig.5)    eine andere     Entriegelungs-          einrichtung    für den     Zeitauslösemechanismus.     



  Diese     Entriegelungseinriehtung    weist,     einem     federbelasteten Hakenhebel 79 auf, der auf  einem Querglied 80, das mit einem     festere     Teil des Luftfahrzeuges verbunden ist, an  gebracht ist. Das hakenförmige Ende= des He  bels 7'9 steht in Eingriff mit. einem Hebel 81  auf einem Ende einer auf dem Sitz 2, mon  tierten Welle 82, auf deren anderem Ende  ein weiterer Hebel 83 befestigt ist, welcher  den Keil 15 ersetzt. Wenn der Sitz ausge  worfen wird, wird der Hebel 81 durch den  Hakenhebel 79 teilweise gedreht, wodurch  der Riegel 14 herausgezogen wird und das       Zahnstangenglied    10, wie früher beschrieben,  nach oben gehen kann.

   Ein weiteres Merk-      mal dieser Anordnung ist deren :Selbstver  riegelung, das heisst, wenn der .Sitz in seine  Lage im Luftfahrzeug gesenkt wird, wird  der Hebel 81 auf den Hakenhebel 79 auftref  fen und ihn abdrängen, bis er endlich in  die Lage gemäss     Fig.17    zurückspringen kann,  in der er bereit ist, den Mechanismus zu  betätigen, sobald der Sitz ansteigt. Am andern  Ende des Quergliedes 80 ist ein Vorsprung  84 angeordnet, der     bewirkt,    dass beim Aus  werfen des Sitzes die Patrone für das Ent  falten des Hilfsfallschirmes     abgefeuert    wird.  



  Die aufeinanderfolgenden Arbeitsstufen  beim     Ausschleudern    des     ,Sitzes    aus einem  Luftfahrzeug sind die folgenden:  Beim Herabziehen des Gesichtsschirmes  48 wird der Sitz (durch das Abfeuern der  Patrone der     Auswurfeinriehtung)    aus dem       Luftfahrzeug    herausgeschleudert. Die Auf  wärtsbewegung des Sitzes bewirkt das Ab  feuern der Patrone für den Hilfsfallschirm,  zum. Beispiel nach einer Verzögerung von  einer Sekunde. Der Hilfsfallschirm stabili  siert und verzögert den Fall des Sitzes mit  dem Piloten.

   Fünf Sekunden, nachdem der  Pilot mit dem Sitz die Kabine verlassen hat,  hat der     Zeitauslösemechanismus    seinen Weg  vollendet, sofern der Stift 21 der     Aneroiddose     das Zahnrad 22 freigegeben hat, In diesen  fünf Sekunden bewegte sich das     Zahnstan-          genglied    10 unter der Wirkung der Feder 11  nach oben und ist ausser Eingriff mit dem       ssitzel    13. Während dieser Bewegung schlägt  das     Zahnstangenglied    an einen Arm des  Winkelhebels 9 und     verschwenkt    ihn. Dies  gestattet dem Kolben 6, unter der Wirkung  der Feder  &  nach unten zu gehen, so dass der  Bolzen 7 frei wird.

   Der Hebel 1' kann sich       verschwenken,    und die Ausziehöse 3 kann  sich vom Sitz lösen.  



  Nachdem der Kolben 6 durch den Mecha  nismus freigegeben und unter der Wirkung  der Feder 8 gesenkt wurde, nimmt der Zy  linder des Kolbens den Stift     25    mit und von  der Klinke 27 weg. Wenn dies eintritt, wird  das Gleitrohr 29 durch die Feder -30 nach  oben     gedrüekt    und     verschwenkt    während die  ser     Bewegung    die ganze     Klinkenanordnung       2.6,     2'1    um den Zapfen     35,    ausserhalb des  Weges des Gleitrohres 29, so dass dieses sich  in die gestrichelt gezeichnete Lage nach       Fig.7    bewegen kann und dabei das Aus  lösekabel<B>31</B> mit.

   sich nimmt, welches seiner  seits den Hebel 32 an     der,Sicherheitsgurten-          dose    33     verschwenkt,    so dass der Pilot aus der.  Sicherheitsgurte freigegeben wird.  



  Der Hilfsfallschirm, welcher nun vom  Sitz frei ist, zieht die Zugleine     34    und die       Trume   <B>35</B> und 36 aus den Kanälen 37 und  die Stiften 39 aus den Lappen 46 heraus, um  dadurch den Gesichtsschirm 48 (welcher sich  in den Händen des Piloten befindet) und  das Tuch     40    vom Sitz freizugeben. Der Zug  wird dann auf das Kopfpolster<B>38</B> und das  Tuch 40 übertragen, wobei das letztere beim  Ausstrecken, das     Hauptfallschirmpaek    51 aus  seinem Behälter 49 hinter dem Piloten aus  wirft.

   Während das Tuch 40 nach oben ge  zogen wird     (Fig.3),    zieht .die Leine 43 zu  nächst über die Öse 59 die Freigabestiften  55 aus den konischen Zapfen 5,6 heraus, so  dass sich das     Hauptfallschirmpack    5.1 öffnet.  An der Leine 60 wird weiter die Kalotte des  Fallschirmes herausgezogen, worauf diese sich  ausbreiten kann. Der Pilot ist bis zu diesem  Zeitpunkt immer noch durch die Bänder     453     in den Federklammern 52 am Sitz festge  halten. Durch- das Ausbreiten des Haupt  fallschirmes wird jedoch der Pilot in seinem  Fall stark gebremst, und die Trägheit des  Sitzes löst die Federklammern und gestattet  dem     ;Sitze,    vom Piloten abzufallen.  



  Bei der Konstruktion nach     Fig.    9     wird     die Freigabe der Ausziehöse 3 vom Bügel 1  durch die unter Hinweis auf die     Fig.    16  und 17 beschriebene     Entriegelungseinrieh-          tung    bewirkt. Mit der Ausziehöse 3 ist eine  Zugleine 85 verbunden, welche einen Mecha  nismus betätigt, der den Hilfsfallschirm mit  der     Sicherheitsgurtendose    33 verbindet.  



  Der durch Halter 87 gehaltene Gesichts  schirm 48 wird durch Stangen 86 des er  wähnten Mechanismus freigegeben.  



  Das Tuch 40 ist, wie bei der Ausführung  nach     Fig.9    an seinem untern Ende durch  federbelastete Klammern 50 an der untern      Kante des Fallschirmbehälters 4,9 und an  seiner obern Kante an einer Zugleine 88  befestigt, die mit der Ausziehleine 4 ver  bunden ist, so dass der Zug des Hilfsfall  schirmes auf das Tuch das Fallschirmpack  nach vorn aus dem Behälter herauswirft und  dann das Tuch 40 aus den     federbelasteten     Klammern herauszieht.  



  Es besteht ebenfalls eine Verbindung zwi  schen der Leine 88 und dem     Auslösestift    des  Fallschirmpackes und damit dem Hauptfall  schirm, so dass der Hilfsfallschirm den ge  nannten Fallschirm aus dem Pack herauszieht.  Die Verbindung mit dem Fallschirmpack ist  wie früher erläutert.  



       Fig.    10 ist die Ansicht einer weiteren  Konstruktion, und in     Fig.11    ist eine Einzel  heit, zum Teil im Schnitt, des Mechanismus  auf den bereits in bezug mit     Fig.    9, hinge  wiesen wurde, dargestellt.  



  Bei dieser Konstruktion sind zwei Zug  leinen 89 und 90 vorgesehen, die Ösen 91  durchlaufen, die an den Enden zweier Bolzen  vorgesehen sind, welche nach Entfernung aus  Teilen 92 den Gesichtsschirm 48 vom Sitz  freigeben. Die Zugleine 89 läuft dann weiter  zum Mechanismus, der den Hilfsfallschirm  mit der     Sicherheitsgurtendose    3-3 verbindet.  Dieser     Mechanismus    weist einen geteilten  Verbindungsteil auf, mit einem obern Glied  93, das mit einem untern Glied 94 durch  einen in eine Bohrung im Glied 94 greifen  den, am Glied 93 befestigten konischen Zapfen  9:5 (siehe     Fig.11)    verbunden ist, Die Zug  leine 89 ist mit dem obern Glied 93 verbun  den. Das untere Glied 94 ist mit einem  Kabel 95', das zum Hebel an der Garten  freigabedose 33 führt, verbunden.

   Die Glie  der sind durch eine Hülse 96 miteinander in  Eingriff gehalten.  



  Die andere Zugleine 90 läuft vom zweiten  Bolzen 91 weiter und ist zuerst an     das    obere  Ende des Tuches 40, das im Behälter für den  Hauptfallschirm angeordnet ist, angeschlos  sen, dann über ein Kupplungsglied an Frei  gabestiften am     Fallsehirmpacl,:    und endlich  mit der Spitze der Kalotte des Hauptfall  schirmes.

           "Nenn    die Ausziehöse 3 vom Bügel 1 frei  gegeben wird, übt der Hilfsfallschirm über  die Leine 4 einen Zug auf die Zugleinen 89  und 90 aus und diese ziehen die Bolzen 91  aus, wodurch der Gesichtsschirm vom Sitz ge  löst wird. Über die Fortsetzung der     Zugleine     89 zieht der Zug die Glieder 93 und 94 in der  Hülse 96 nach oben, wodurch über das Kabel  9:5' die     Sicherheitsgurte    geöffnet wird. Wenn  die Verbindung aus der Hülse 96 herausgezo  gen wird, kann das obere Glied 9'3 sieh frei  vom untern Glied 94 lösen.  



  Der Zug des Hilfsfallschirmes über die  Zugleine 90 wirkt dann auf das obere Ende  des Tuches 40. Dies hat ein Ausstrecken des  Tuches zur Folge, das während dieses     Strek-          kens    das Fallschirmpack ans dem Behälter  49 auswirft und durch die vorher beschrie  bene Verbindung die Freigabestiften am     Paels     auszieht, so     da.ss    in der Folge die     Fallsehirm-          kalotte    mitgezogen wird.  



       Fig.12    zeigt eine weitere Konstruktions  variante. Bei dieser Anordnung sind Zag  leinen 97 mit der Ausziehöse 3, verbanden,  laufen von dort, zu den Bolzen 91 des Ge  sichtsschirmes und dann nach unten     zum     Tuch     4'0.    Die Freigabe des Hilfsfallschirmes  vom Sitz veranlasst die Zugleinen 97, die  Bolzen 91 auszuziehen und somit den Gesichts  schirm freizugeben. Auch das Tuch 40 wird  ausgezogen und gestreckt, wodurch der Fall  schirmpack     aas    dem Behälter 49 ausgewor  fen wird.     Sehulter-Sicherheitsgurten    werden  dabei durch das Herausziehen von Bolzen     98     freigegeben.  



  Am untern Ende des     Tnehes    40 befinden  sich Bolzen 99, welche normalerweise Sicher  heitsgurten 100 für die Sehenkel des Piloten  am Sitz festhalten. Beim Ausstrecken des  Tuches werden diese Bolzen 99 ebenfalls aus  gezogen, wodurch die     Schenkelgarten    und  auch das Tuch 40 vom Sitz frei werden.  



  Ein Kabel 101, das am Tuch befestigt. ist,  führt zu den Freigabestiften am     Fallsehirni-          pack.     



  Bei allen Konstruktionen können die     Zu2-          leinen    in Führungskanälen laufen. Die Bol  zen, die bei einzelnen Konstruktionen be-      schrieben sind, können durch     ,Stifte    3,9, ähn  lich den in den     Fig.2    und 3 gezeigten, er  setzt.      =erden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schleudersitzeinrichtung für Luftfahrzeuge mit einem Rahmen, auf dem der Sitz mon tiert ist, einer Auswurfeinrichtung für den Sitz, einem Hauptfallschirm, einem Hilfsfall schirm, einem Sicherheitsgurt, einem Ge sichtsschirm und Mitteln zum Lösen des llilfsfallschirmes vom Sitz, des Sicherheits gurtes und des Gesichtsschirmes, wobei der Ililfsfallschirm den Hauptfallschirm auszieht und die Betätigung der genannten Lösemittel durch einen Zeitauslösemechanismus ausge lost wird, gekennzeichnet durch eine mit dein Hilfsfallschirm verbundene Ausziehöse (3), die durch eine Verriegelungsvorrichtung (1, 1')
    am Sitz festgehalten wird, einen Be liälter (49) für den Hauptfallschirm und ein in diesem angeordneten Tuch (40), auf wel chem das Fallschirmpack (51) aufliegt und durch an der Ausziehöse befestigte Zugleinen (34, 35, 36, 8 & 8, 89, 90, 97), das Ganze derart, dass nach dem Lösen der Ausziehöse vom Sitz der Gesichtsschirm gelöst, das Tuch ge- streckt, das Pack (51) des Hauptfallschirmes dui-eli das Tuch aus dem Behälter geworfen und dann geöffnet wird, so dass der Haupt- I'allsehirm sich entfalten kann. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schleudersitz nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Tuch (40) über eine Zugleine (43) mit Freigabestiften (55) am Hauptfallschirmpack und über eine weitere Leine (60) mit dem Hauptfallschirm gekuppelt ist, so dass beim Ausstrecken des Tuches, das Hauptfallschirmpack geöffnet und der Hauptfallschirm daraus herausgezo gen wird.
    \'. Schleudersitz nach Unteranspruch 1, ge- l@enn7eiclinet durch eine Einrichtung zum Bösen der Sicherheitsgurte, mit einer Klin- lcenanordnung (26 bis 2,8).- 3. Schleudersitz nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeielmet, dass der Zeitauslöse- mechanismus ein Zahnradgetriebe (12, 13) aufweist. 4. 'Schleudersitz nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der Zeitauslöse- mechanismus (12, 13) die Klinkenanordnung (2216 bis '28) betätigt. 5. Schleudersitz nach.
    Unteranspruch 4, ge kennzeichnet durch zwei Bänder (53), die an der Fallschirmgurte und an jeder Seite der Sitzseitenwände (2i) befestigt sind, um den Piloten zu verhindern, den Sitz im Ver lauf der Vorgänge während dem Fall zu früh zu verlassen. 6. Schleudersitz nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass von Hand betätig- bare Mittel (67 bis 72.) zum Herausziehen des Hauptfallschirmes vorgesehen sind. 7.
    Schleudersitz nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Zugleine (43) für die Freigabestifte mit der genannten weiteren Leine (60) dadurch lösbar verbun den ist, dass eine iSchlaufe (44) dieser Zug leine (43) durch eine Schlaufe (6'1) der ge nannten weiteren Leine (60) hindurchgezo gen und durch einen Stift (65), gesichert ist, der durch die von Hand betätigbaren Mittel (6'7 bis 72,) entfernt werden kann.
    B. iSchleudersitz nach Unteranspruch 4, ge kennzeichnet durch eine barometrische Ein richtung (20, 21) im Zeitauslösemechanismus, um zu bewirken, dass dieser Mechanismus nur unterhalb einer bestimmten Höhe über Meer zu arbeiten beginnt. 9. Schleudersitz nach Unteranspruch 4, ge kennzeichnet durch eine Entriegelüngsein- richtung (79 bis 83) mit einer zwei Hebel aufweisenden Welle für die Freigabe des Zeit auslösemechanismus.
    1@0. Schleudersitz nach Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch ein Verbindungsorgan zum Lösen der Sicherheitsgurte, mit zwei durch eine Hülse (96) zusammengehaltenen Gliedern (93" 94), die sich nach dem Aus ziehen aus der Hülse voneinander lösen.
CH306835D 1951-09-07 1952-09-08 Schleudersitzeinrichtung für Luftfahrzeuge. CH306835A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN117386708A (zh) * 2023-09-22 2024-01-12 合肥江航飞机装备股份有限公司 一种卡爪式分离锁紧机构

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