CH307630A - Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren Disazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren Disazofarbstoffes.

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CH307630A
CH307630A CH307630DA CH307630A CH 307630 A CH307630 A CH 307630A CH 307630D A CH307630D A CH 307630DA CH 307630 A CH307630 A CH 307630A
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Ag J R Geigy
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    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/02Disazo dyes
    • C09B33/153Disazo dyes in which the coupling component is a bis-(aceto-acetyl amide) or a bis-(benzoyl-acetylamide)
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren     Disazofarbstoffes.       Die vorliegende Erfindung betrifft die  Verstellung von neuen,     metallisierbaren    Dis  azofarbstoffen, deren     gekupferte        Cellulose-          färbungen    so gute     Nassechtheiten    aufweisen,  dass sie eine mehrfache Seifenwäsche aushal  ten. Die in     grünstichig-gelben    Tönen färben  den, neuen Farbstoffe bereichern die Gruppe  der licht- und waschechten, kupferbaren     Cellu-          losefarbstoffe    in einem Farbbereich, wo hohen  Anforderungen genügende Vertreter bisher  fehlten.

   Sie schliessen damit eine Lücke in die  ser wertvollen     Farbstoffklasse.     



  In der Patentschrift Nr. 256520 ist unter  anderem gezeigt worden, dass durch Kupplung  von je einem     Mol    einer     diazotierten        2-Amino-          1-oxybenzol-    und     2-Amino-l-carboxybenzolver-          bindung    mit einer     4,4'-Di-acetoacetylamino-          diphenylverbindung        metallisierbare        Disazo-          farbstoffe    erhalten werden können, deren     ge-          kupferte        Cellulosefärbungen    eine mehrfache  Seifenwäsche aushalten.

   Sie färben jedoch in  ziemlich     rotstichig-gelben    Tönen.     Vorbekannte     ähnliche     Disazofarbstoffe    aus 2     Mol        diazo-          tierten        2-Amino-l-carboxybenzolverbindungen     sind ihnen im Ziehvermögen unterlegen und  geben     gekupferte        Cellulosefärbungen,    deren  geringe     Nassechtheiten    eine mehrfache Seifen.       wäsche    nicht gestatten.  



  Es wurde nun gefunden, dass man wert  volle,     grünstichig-gelbe    bis     reingelbe,    kupfer  bare     Disazofarbstoffe    erhält, wenn man in  beliebiger Reihenfolge ein     Mol    einer     unsul-          fiert.en        4,4'-Di-acetoacetylamino-diphenylver-          bindung,    die in     3,3'-Stellung    noch weiter sub-         stitLiiert    sein kann,

   mit je einem     Mol    einer       Diazoniumverbindung    der allgemeinen For  mel  
EMI0001.0048  
       a     und einem     Mol    einer     o-Carboxy-diazoniumver-          bindung    der Benzol- oder     Naphthalinreihe     kuppelt, die auch mit der ersten identisch  sein kann. In dieser Formel bedeutet A einen ,  Rest der Benzol- oder     Naphthalinreihe,    der  durch mindestens eine saure, wasserlöslich  machende Gruppe substituiert ist, und daneben  noch andere in     Azofarbstoffen    übliche     Sub-          stituenten    enthalten kann.  



  Unter den erfindungsgemäss verwendbaren       Azokomponenten    sind neben dem     4,4'-Di-aceto-          a.cetylamino-diphenyl    selbst die in     3,3'-Stellung     durch niedermolekulare     Alkyl-    und     Alkoxy-          gruppen    oder durch Halogen substituierten  Derivate zu nennen, wobei das     3,3'-Dimethoxy-          4,4'-diaminodiphenyl    hervorragend     nassechte,     aber etwas rötere, das     3,3'-Dichlor-4,4'-diamino-          diphenyl    und das     3,3'-Dimethyl-4,

  4'-diamino-          diphenyl    bezüglich Farbton und Eigenschaf  ten die interessantesten erfindungsgemässen       Disazofarbstoffe    ergibt.  



  Die charakteristischen     Diazokomponenten     entsprechend obiger Formel sind neu. Man  kann sie aus 1     Mol        5-Amino-2-acetylaminoben-          zol-l-carbonsätare    und 1     Mol    einer solchen A  entsprechenden primären     Aminoverbindung         der Benzol- und     Naphthalinreihe    herstellen,  die als saure, wasserlöslich machende Gruppen  mindestens eine     Sulfonsäure-    oder     Carboxyl-          gruppe    enthält und daneben, wie in     Azofarb-          stoffen    üblich, mit Halogen,     Alkyl-,

          Alkoxy-,          Hydroxylgruppen    oder     heterocyclischen    Re  sten weitersubstituiert sein kann, indem man  die     wässrige    Lösung der     Alkalisalze    entweder  mit     Phosgen    behandelt, bis die primären       Aminogruppen    verschwunden sind, oder aber  indem man zuerst die eine der Komponenten,  vorzugsweise die A entsprechende,

   mit einem       Chlorameisensäure-phenolester        acyliert    und  mit dem erhaltenen     Arylcarbaminsäurephenol-          ester    die andere Komponente in wässriger Lö  sung der     Alkalisalze    so lange behandelt, bis  unter Abspaltung von Phenol das unsymme  trische     Harnstoffderivat    gebildet ist, worauf  man die     Acetylaminogruppe    unter milden Be  dingungen verseift.

   Nach der ersten Methode  gleichzeitig entstandene symmetrische Harn  stoffderivate kann man nach     Verseifung    der       Aceti-laminogruppen    mit verdünnten Mineral  säuren und auf Grund der verschiedenen Was  serlöslichkeit der     Alkalisalze    abtrennen.  



  Brauchbare, A entsprechende     Aminover-          bindungen    der Benzol- und     Naphthalinreihe     sind beispielsweise die 3- oder     4-Aminobenzol-          1-sulfonsäuren    oder     -carbonsäuren,    die     2-Me-          thoxy-,        2-Chlor-    oder     2-Methyl-5-aminobenzol-          1-sulfonsäuren,    die     4-Chlor-    oder     4-Methyl-5-          aminobenzol-l-sulfonsäuren,

      die     5-Amino-2-          oxybenzol-l-carbonsäure,    die     5-Amino-3-me-          thyl-    oder     -3-sulfo-2-oxybenzol-l-carbonsäitren,     die     1-Aminonaphthalin-4-sulfonsäure,    die     2-          Aminonaphthalin-4,8-    oder     -6,8-disulfonsäuren,     die     2-(4'-Aminophenyl)-6-methyl-benzthiazol-          5-    oder     -7-sulfonsäuren.     



  Als zweite     Diazokomponentekann    entweder  die gleiche oder eine verschiedene     o-Aminocar-          bonsäure    der Benzol- und     Naphthalinreihe    ver  wendet werden, im letzteren Fall beispiels  weise     2-Aminobenzol-l-earbonsäure,        2-Amino-          benzol-1,4-    oder     1,5-dicarbonsäure,        2-Amino-l-          carboxybenzol-4-    oder     -5-sulfonsäure    und die  entsprechenden     Sulfonsäureamide,        -di-methyl-          amide,

          -äthanolamide    usw.,     1-Aminonaphtha-          lin-2-carbonsäure,    2-Aminonaphthalin-3-car-    Bonsäure, insbesondere aber 5-     Acylamino-2-          amino-benzoesäuren    wie     5-Acetylamino-,        5-          Carbomethoxya.mino-,        5-Carbäthoxy        amino-,        5-          Carbo-methoxyäthoxyamino    - 2 -     aminobenzoe-          säure,

      weil diese von     besonders    günstigem Ein  fluss auf das Ziehvermögen und die     Echthei-          ten    der damit hergestellten, erfindungs  gemässen Farbstoffe sind.  



  Die     Diazotierung    der neuen, charakteri  stischen     Diazokomponenten    geschieht zweck  mässig nach der indirekten Methode durch  Eintropfen einer     wässrigen    Lösung ihrer Al  kalisalze, die auch die nötige Menge Alkali  nitrit gelöst enthält, in verdünnte Mineral  säure in der Kälte.  



  Die Kupplung wird in neutraler bis     a.lkali-          seher    Lösung bzw. Suspension durchgeführt.  Bei der Herstellung unsymmetrischer     Disazo-          farbstoffe    verfährt man stufenweise und kup  pelt zweckmässig in erster Stufe diejenige     Di-          azokomponente,    welche zu einem leichter was  serlöslichen     Monoazofarbstoffzwischenprodukt     führt.  



  Die durch     Aussalzen    der Kupplungslösung,  Absaugen und Trocknen gewonnenen erfin  dungsgemässen     Disazofarbstoffe    stellen gelbe  Pulver vor, die sich in heissem Wasser, gege  benenfalls nach     Vermischen    mit alkalisch rea  gierenden anorganischen Salzen wie Natrium  phosphate oder     -polyphosphate    gut lösen und       Cellulosefasern    nach üblichen Methoden direkt  in     grünstiehig-gelben    Tönen färben.  



  Die     Kupferung    der erfindungsgemässen       Disazofarbstoffe    kann im Färbebad oder auf  frischem Bad mit üblichen Kupfersalzen, wie  z. B. Kupfersulfat oder Kupferacetat, in neu  tralem oder schwach saurem Mittel erfolgen.  Gegebenenfalls kann man auch gegen     Alkalien     beständige Kupferverbindungen verwenden,  wie sie z. B. bei der Umsetzung von Kupfer  sulfat mit     Nat.riumtartrat    in     sodaalkaliseliem     Bade erhalten werden. Bei der Nachbehand  lung der     Cellulosefärbung    mit kupferabgeben  den Mitteln wird der Farbton nur wenig ver  ändert, dagegen die     Nassechtheiten    und die  Lichtechtheit wesentlich verbessert.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines kupfer-      baren     Disazofarbstoffes.    Das Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass man 2     Mol        diazo-          t.ierter        4-Amino-diphenylharnstoff-3-carbon-          säure-3'-sulfonsäure    mit 1     Mol        4,4'-Diaceto-          acetylamino-1,1'-dipheny    1 kuppelt.  



  Der erhaltene neue     Disazofarbstoff    stellt  ein gelbes Pulver dar. Er besitzt ein gutes  Ziehvermögen auf     Cellulosefasern,    die er nach  gekupfert in reinen,     grünstichig-gelben    Tönen  färbt.  



  <I>Beispiel:</I>  70,2 Teile     4-Amino-diphenylharnstoff-3-          carbonsäure-3'-sulfonsäure    werden in 700 Tei-  
EMI0003.0015     
    ab. Der getrocknete Farbstoff stellt ein gelbes  Pulver dar, welches sich in Wasser und in       konz.        Schwefelsäure    gelb löst. Er besitzt       eiii    gutes Ziehvermögen auf     Cellulosefasern,     die er     nachgekupfert    in reinen     grünstichig-          gelben    Tönen von ausgezeichneten     Nassecht-          heiten    färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kupfer baren Disazofarbstoffes, dadurch gekennzeich- len Wasser mit 16 Teilen Ätznatron gelöst, mit 13,8 Teilen Natriumnitrit vermischt und durch Zustürzen von 72 Teilen konz. Salzsäure bei 5 bis 10 diazotiert. Man streut in die zitronengelbe Suspension der Diazoniumverbindung 12 Teile Natriumbicarbonat und lässt eine Lösung von 35,2 Teilen 4,4'-Diacetoacetylamino-1,
    1'-di- phenyl in 500 Teilen Wasser und 8 Teilen Ätznatron zufliessen. Nach 12 Stunden er wärmt man die dicke Suspension langsam auf 80 , versetzt mit 10% Kochsalz, berechnet auf das erhaltene Volumen, und filtriert den aus gefallenen Disazofarbstoff der Formel net, dass man 2 Mol diazotierter 4-Amino- dipheniTlharnstoff-3-carbonsäure-3'-sulfonsäure mit 1 Mol 4,4'-Diacetoacetylamino-1,1'-diphenyl kuppelt.
    Der erhaltene neue Disazofarbstoff stellt ein gelbes Pulver dar. Er besitzt ein gutes Ziehvermögen auf Cellulosefasern, die er nach gekupfert in reinen grünstichig-gelben Tönen färbt.
CH307630D 1955-06-15 1952-05-08 Verfahren zur Herstellung eines kupferbaren Disazofarbstoffes. CH307630A (de)

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