CH307905A - Verfahren zur Herstellung von fugenlosen, gegen Schall, Wärme und Feuchtigkeit isolierenden Unterlagsböden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fugenlosen, gegen Schall, Wärme und Feuchtigkeit isolierenden Unterlagsböden.

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CH307905A
CH307905A CH307905DA CH307905A CH 307905 A CH307905 A CH 307905A CH 307905D A CH307905D A CH 307905DA CH 307905 A CH307905 A CH 307905A
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Bruno Dr Seltner
Wueest Walter
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Bruno Dr Seltner
Wueest Walter
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F15/00Flooring
    • E04F15/18Separately-laid insulating layers; Other additional insulating measures; Floating floors
    • E04F15/20Separately-laid insulating layers; Other additional insulating measures; Floating floors for sound insulation

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Description


  Verfahren zur Herstellung von fugenlosen, gegen Schall, Wärme und Feuchtigkeit  isolierenden     Unterlagsböden.       Im Bauhandwerk, namentlich im Woh  nungshau, ist es üblich, auf die eigentliche  Boden-     bzW.        Deckenkonstruktion    (vorzugs  weise Betonboden- oder     Betondeckenkonstruk-          tion    ) eine mehr oder     weniger    isolierende       Sehieht    von     durehsehnittlieh    einigen     Centi-          metern    Dicke     aufzutragen,

      die als      LTnterlags-          boden     bezeichnet wird und auf der man dann       clen    Bodenbelag (Parkett, Linoleum oder     der-          gieWien)    aufklebt. oder     sonstwie    befestigt.  



  Es sind L     nterlajböden    der verschieden  sten     Systeme        bekannt.    Man kann sie je nach  Art der     verwendeten    Füllmaterialien etwa. in  folgende Gruppen einteilen:  1.     solche.    die mit einer plastischen Masse,       beispielsweise    Beton,     Schlaekenbetorr,    Tuff  beton oder dergleichen, aufgefüllt und dann  mit. einem Glattstrich,     meist        Zementglattstrieh     oder     dergleichen,    versehen werden und nach  dein Abbinden eine mehr oder weniger ein  lieitliehe     :Masse    darstellen;

    solche, die mit. einem mehr oder weniger  lockern Material angefüllt, dann mit Teer oder  einem andern Bindemittel verdichtet oder  mindestens teilweise durchtränkt werden oder       deren        Fiillmaterial    vor dem Auffüllen mit  Teer behandelt und dann als     Makadam        fer3t-          ;estanipft    oder festgewalzt und hernach mit  einem     tra;-fähigen    Element     und    einem zusätz  lichen Glattstrich oder auch nur mit einem       Clattsti-ieh    versehen werden;

    3. solche, die mit. lockerem     Material    aufge  füllt werden, das Bernach     festgestampft    und    schliesslich mit einer armierten     Estrichdeck-          schieht    (Hartgips) versehen wird.  



  Allen drei Gruppen haften indessen  gewisse Nachteile an. Bei Gruppe 1, der wohl  am meisten     verwendeten,    wird als hauptsäch  licher Nachteil empfunden, dass mit der plasti  schen     Auffüllmasse    sehr viel zusätzliches Was  ser in den an sieh schon sehr feuchten Bau  gebracht wird, was oft eine     Zuwartezeit    von 3  bis 4 Wochen bedingt, bevor die Fussböden  beläge aufgebracht. werden können. Auch sind  die Isoliereigenschaften, wenn nicht beson  dere, kostspielige Z     orkehrungen    getroffen  werden, meist gering.  



  Gruppe 2 wird     nur    noch selten angewandt,  da das Füllmaterial beim Feststampfen oder  Festwalzen an den Stampf- bzw. Walzwerk  zeugen leicht kleben bleibt und eine Planie  rung erschwert. Ausserdem werden durch die  Bindemittel die     Lufträume,    die wichtigsten  Träger der     Wärmeisolierung,    grösstenteils aus  gefüllt und damit ihrer Funktion beraubt.  Zudem geben diese     Unterlagsböden    oft be  lästigende Gerüche ab.  



  Auch die nach Gruppe 3 angefertigten       Unterlagsböden    sind nur noch selten in Ge  brauch, da einerseits das     Feststampfen    der  lockern Füllmassen zeitraubend und schwierig  ist, anderseits die     Armieming    des Estrich  belages (meist ein Drahtnetz) sieh verteuernd  auswirkt und schliesslich dieser Belag durch  Feuchtigkeitsaufnahme aus dem Bau mit der  Zeit korrodiert, brüchig und rissig wird.           Alle    diese Nachteile können bei der Her  stellung von     Unterlagsböden    nach dem erfin  dungsgemässen Verfahren     vermieden    werden.

    Ausserdem bietet das     beanspruchte    Verfahren  weitere     wesentliche        Vorteile    gegenüber allen  bisher bekanntgewordenen Verfahren zur  Herstellung von     Unterlagsböden:        Einsparung     von Arbeitszeit, vereinfachtes Herstellungs  verfahren, das auch von Hilfskräften aus  geführt werden kann, keine     Verzögerung    im  Aufbringen des     Bodenbelages.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass man auf die Unter  lage eine lockere, mit feinen Lufträumen       durchsetzte,        isolierende        Füllmaterialsehicht     aufbringt, die mindestens zuoberst aus fein  körnigem Material besteht, und dass man dann  eine rasch erhärtende     Masse        aufträgt,    die eine  solche Konsistenz besitzt, dass sie     durch     Gravitationswirkung von selbst eine Niveau  fläche zu bilden vermag, ohne aber die Luft  räume der lockern Füllschicht     auszufüllen,     und die nach dem     Erhärten    eine begeh- und  belastungsfähige,

   bei Dauerbelastung sieh  nicht deformierende, harte, feuchtigkeitsun  durchlässige Oberfläche bildet.  



  In der Zeichnung ist ein nach dem erfin  dungsgemässen Verfahren hergestellter     Unter-          lagsboden    dargestellt.  



  In der Zeichnung bezeichnet 1 die bei  spielsweise durch eine Betondecke dargestellte  Unterlage des     Unterlagsbodens.    Auf die       Betondecke    1 wird die lockere Füllmaterial  schicht 2 aufgebracht, deren oberste     Grenz-          schicht    aus feinkörnigem Material 3 besteht.  Auf diese feinkörnige     Schicht.    3 wird weiter  die rasch erhärtende     hasse    4 aufgetragen.  



  Als Füllstoffe können grundsätzlich die  verschiedensten     11Taterialien    verwendet wer  den, sofern sie locker aufgefüllt werden kön  nen, feine Lufträume zwischen sich     einzu-          schliessen    vermögen     und/oder    solche selbst  enthalten, diese auch nach     Verfestigung    der       Oberfläche    bewahren, keine chemischen -Um  setzungen ergeben und auch sonst den physika  lischen Anforderungen entsprechen, die ganz  allgemein an derartige     1Haterialien    gestellt  werden müssen.

   Ihre Auswahl richtet, sich in    erster Linie nach dem Grad der     geforderten          Isolierfähigkeit    des     Unterlagsbodens.    Im ein  fachsten Fall kann gewöhnlicher Baukies oder  Sand genügen. Bei höheren Anforderungen  an die     Isolierfähigkeit    des     Unterlagsbodens     werden Versätze gewählt, die eine ent  sprechend niedrige     Wärmeleitzahl    aufweisen  (Versätze mit.

   feinem Sand,     Diatomeenerde,          Kieselgur,    Korkmehl oder     Korkschrot,    Säg  mehl, gemahlene Sehlacke, geschrotete Schlacke,  Asche, Asbestfasern, Pflanzenfasern, Holz  mehl,     Strohhä.eksel,        Tuff,        CTlaswolle,    Tier  haare und dergleichen mehr; zersetzungs  fähige Stoffe können vor ihrer Verwendung  einem     Imprägnationsverfahren        unterworfen     werden). Die     Auswahl    der Füllstoffe ist also  ausgesprochen variationsfähig und den jewei  ligen Verhältnissen     angleiehbar.     



  Die nach     Massgabe    des     geforderten        Isolier-          grades    gewählten     Füllstoffe    bilden auf der  Unterlage eine lockere, mit feinen Luft  räumen durchsetzte, isolierende Schicht, die  mindestens     zuoberst,    aus     feinkörnigem    Mate  rial besteht, um das     Verfestigungsmittel        arte     Ausfüllen der     Lufträume    des lockeren Füll  materials zu hindern. Die so entstandene     Füll-          schicht    braucht weder gestampft noch gewalzt  zu werden.  



  Auf die     Füllsehichtoberfläche    wird nun  mehr eine schnell erhärtende Masse von der  oben beschriebenen Beschaffenheit aufge  tragen, vorzugsweise aufgegossen oder auf  gespritzt. Als solche Massen kommen beispiels  weise in Frage: gelöstes Kasein enthaltende       Verfestigungsmittel,    gelöste     Zellulosederivate,     zum Beispiel     Zelluloseazetat    oder Zellulose  nitrat enthaltende     Verfestigoingsmittel,    ge  löste Kunstharze, z.

   B.     Harnstoffharz    oder       Resorcin-Formaldehvdharz    enthaltende     Ver-          festigungsmittel,        Isocyanatklebstoffe,        Kunst-          barzleime,    im Handel als  Aushärtende     Mebr-          komponentenkleber     bekannt, die in der Regel  keine Lösungsmittel enthalten, sondern bei  der     Abbindung    im Ganzen erhärten infolge  einer chemischen Reaktion in der flüssigen  Mischung ohne Abgabe flüchtiger Reaktions  produkte, gegebenenfalls auch anorganische,

    zum Beispiel     kalziumsulfatbaltige    Massen von      entsprechendem     Konsistenzgrad.    Die Ausbil  dung der Niveaufläche kann durch einfachen       Lattenglattzug    beschleunigt werden. Ein ge  sonderter Glattstrich und     Armierungsele-          mente    erübrigen sich. Der Bodenbelag (Par  kett., Linoleum, Dielen, Steinplatten,     Terrazzo     oder dergleichen) kann unmittelbar auf den  so erhaltenen     Unterlagsboden    geklebt, ge  nagelt oder     sonstwie    fixiert, werden.  



  Bei Verwendung einer Masse, die Gips als       erhärtenden    Stoff enthält, ist es zweckmässig,  der Masse auch     Kaliumsulfat    zuzusetzen,       woraufhin    sieh ein Doppelsulfat     CaS04.K.SO4          (lIartmarmor)    bildet, das keiner besonderen       Armierung    bedarf und durch Feuchtigkeits  einflüsse nicht korrodiert, nicht, rissig und  nietet brüchig wird.  



  Bei aussergewöhnlich hohen Ansprüchen  an die     Isolierfähigkeit    des     Unterlagbodens     kann dieser zusätzlich eine     Isoliermatten-    oder       Isolierplattenunterlage    oder eine     Isolierplat-          tenauflage,    oder beides erhalten.  



  Bei einer speziellen Ausführungsform des  erfindungsgemässen Verfahrens wird als  lockeres Füllmaterial ein Versatz von geeigne  ten Stoffen, zum Beispiel Kies und Sand, mit       dem    Pulver eines aushärtenden     Mehrkompo-          nentenklebers    verwendet.

   Diese spezielle Aus  führungsform     wird    mit Vorteil angewendet,  wenn sich noch viel Feuchtigkeit in der     Unter-          hage    (Betondecke) befindet oder das Füll  rnaterial beim Lagern im Freien     feLicht    ge  worden ist, da die Feuchtigkeit durch den     aus-          lOrtenden        Mehrkomponentenkleber    gebunden  wird.

Claims (1)

  1. PATEN TAKTSPRUCH Verfahren zur Herstellung von fugenlosen, gegen Sehall, Wärme und Feuchtigkeit isolie renden Unterlagsböden, dadurch gekennzeich net, dass man auf die Unterlage eine lockere, mit.
    feinen Lufträumen durchsetzte, isolie- rende Füllmaterialschicht aufbringt, die mindestens zuoberst aus feinkörnigem Mate rial besteht, und dass man dann eine rasch erhärtende Masse aufträgt, die eine solche Konsistenz besitzt, dass sie durch Gravitations wirkung von selbst eine Niveaufläche zu bil den vermag, ohne aber die Lufträume der lockeren Füllmaterialschicht auszufüllen, und die nach dem Erhärten eine begeh- und be lastungsfähige, bei Dauerbelastung sich nicht deformierende, harte, feuchtigkeitsundurch lässige Oberfläche bildet. UNTERAN.SPR.LTCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein poröses Füll material verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die rasch er härtende Masse aufgegossen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die rasch erhär tende Masse aufgespritzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass die rasch erhär tende Masse Kasein in gelöster Form enthält. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die rasch erhär tende Masse ein Zellulosederivat in gelöster Form enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die rasch erhär tende Masse Kunstharze enthält. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine anorganische, rasch erhärtende Masse verwendet wird. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die blasse Kalzium sulfat enthält. 9. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Masse Kal.ium- sulfat und Kalziumsulfat enthält.
CH307905D 1951-07-11 1951-07-11 Verfahren zur Herstellung von fugenlosen, gegen Schall, Wärme und Feuchtigkeit isolierenden Unterlagsböden. CH307905A (de)

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