CH308280A - Verfahren zur Herstellung eines fleckenbeständigen Formkörpers und darnach hergestelltes Erzeugnis. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines fleckenbeständigen Formkörpers und darnach hergestelltes Erzeugnis.

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CH308280A
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines fleckenbeständigen   Formkorpers    und darnach hergestelltes Erzeugnis.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines   fleekenbe-    ständigen Formkörpers. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein hitzehärtbares Melamin-Benzoguanamin-Formaldebyd Kondensationsprodukt, in welchem das Molverhältnis von Benzoguanamin zu Melamin.



  1 : 3,   3    bis 2 : 1 und dasjenige von Benzoguanamin und Melamin zu Formaldehyd 1 : 1, 5 bis 1 :   2,    beträgt, unter Anwendung von Hitze und Druck verformt. Mit Vorteil wird ein Kondensationsprodukt verformt, in welchem das Molverhältnis von Benzoguanamin   zu Melamin 1 :    1, 6 und dasjenige von Benzoguanamin und Melamin zu Formaldehyd 1 : 1, 5 beträgt. Die Kondensationsprodukte können vor dem Verformen mit Füllstoffen,   Schmier. und/oder Färbemitteln    vermischt werden.



   Es ist bekannt, dass auf dem Gebiet der    Harzpressmassen Aminotriazin-Aldehyd-Harze    im allgemeinen, und Melamin-Formaldehyd Harze im besonderen, gewisse bemerkenswerte Vorteile besitzen. Diese Harze sind mittels Hitze härtbar und besitzen im gehärteten Zustand eine grössere Beständigkeit gegen Wasser, gegen das Erweichen   dureh    Lösungsmittel oder gegen andere Fehler, die durch   Einwir-      kung    von Hitze verursacht werden.

   Ferner besitzen sie verbesserte   Erieehstrombeständig-    keit und Beständigkeit gegen   Oberflächen-    fehler, wie Glanzverminderung, Ri¯bildung und Verfärbung durch   Hitze Lmd Licht.    Diese und andere Vorteile gestatten die Herstellung von geformten Gegenständen mit verbesserten Eigenschaften.



   Der allgemeinen Verwendbarkeit der   Mel-    aminharze sind aber durch gewisse   physika-    lische Eigenschaften Grenzen gesetzt. So ergeben zum Beispiel Melaminharze allein Pressgegenstände, welche eine geringe Kaffee  fleckenbeständigkeit    besitzen, wenn das Molverhältnis von Melamin zu Formaldehyd im Harz 1 :   2    oder hoher, zum Beispiel 1 : 3, ist. Es wurde ferner festgestellt, dass   Benzoguan-       amin-Formaldehyd-Harze zwar Pressgegen-    stÏnde von ausgezeichneter Kaffeefleckenbeständigkeit liefern, aber nicht die   wünsch-    baren   Härtungseigenschaften besitzen, welche    den Melamin-Formaldehyd-Harzen zukommen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren besitzt den Vorteil, dass, selbst bei Mitverwendung von Füllstoffen und/oder von beim Verpressen üblichen Zusätzen, unter Ausnützung der guten   Härtungseigenschaften    der Melamin  Formaldehyd-Harze    Formkorper und Er  zeugnisse,    wie Tafelgeschirr, hergestellt werden können, deren KaffeefleckenbestÏndigkeit derjenigen von aus   BenzoguanaminSormal-      dehyd-Harzen    hergestellten Pressgegenständen gleichwertig ist.



   Das nachfolgende Beispiel, in welchem alle Teile Gewichtsteile sind, soll den Gegenstand der vorliegenden Erfindung näher erläutern.



  Das darin verwendete   Melamin-Benzoguan-      amin-Formalde'hyd-Kondensationsprodukt,    in welchem das Molverhältnis   von Benzoguan-    amin zu Melamin etwa 1 : 1, 6 und dasjenige von Benzoguanamin und Melamin zu Formaldehyd etwa   1    : 1, 5 beträgt,   kurde    wie folgt erhalten:    184    Teile Benzoguanamin, 192 Teile Melamin und 335 Teile einer 37% igen wϯrigen, Formaldehydlösung werden in einem geeigneten, mit Thermometer, R hrer und R ckflu¯kühler versehenen Reaktionsgefäss während annähernd 5 Minuten miteinander gemischt.



  Der   pE-Wert    wird mittels Natriumhydroxyd auf 6,   2,    bis 6, 6 (Glaselektrode bei 25¯) eingestellt. Das Reaktionsgemisch wird dann innerhalb   25-35 Minuten    zum Sieden   (97 )    erhitzt ; das Erhitzen wird fortgesetzt, bis das Harz hydrophob wird (90-120 Minuten).



  Der erhaltene Sirup wird innerhalb   10120    Minuten auf   60-66  abgekühlt    und dann mit   289.    Teilen einer   60l /aigen    wässrigen Butanollösung versetzt,   tüchtig    gemischt und filtriert.



   Beispiel:
100 Teile des vorstehend beschriebenen Sirups   (50"/e      Troekengehalt)    werden bei 60 bis 650 mit   19, 5 Teilen os-Cellulosepulpe wäh-    rend 25 Minuten innig vermischt. Das Gemiseh wird gesiebt und dann 30 Minuten bei   80 ,    gemessen mit   dem Trockenthermometer,    bzw. bei   46 ,    gemessen mit dem Nassthermometer, und anschlie¯end   15    Minuten bei   8i3       (Trockenthermometer)    bzw. 46  (Nassthermometer) getrocknet. 100 Teile der getrockneten Ware werden   16-18    Stunden mit 0, 26 Teilen Phthalsäureanhydrid und   0, 75 Teilen Zink-    stearat in einer Kugelmühle gemahlen.

   Die so bereitete Pressmasse wird dann unter einem Druck von ungefähr   2115    kg/em2 bei 150  geformt, wobei die Pressdauer zwischen 2 und 20 Minuten variiert. Bei jeder   Verpressungs-    dauer werden Pressgegenstände erhalten, die   ausgezeiehnete : Eligenschaftell und    gutes Aussehen besitzen.



   Die   Pressgegenstände    werden dann folgendem, genau eingehaltenem   Fleckentest    unterworfen : Sie werden in Kaffee getaucht unter Einhaltung von Bedingungen, wie sie   fiir      Tafelgeschirr    üblich sind. Bei dieser Prüfung werden 40 g gemahlener Kaffee in   700    cm3 Wasser   (4    Tassen) gegeben und die Mischung aufgekocht und 5 Minuten kochend gehalten.



  Zu dieser   Kaffeelosung    werden 6   Teelöffel    Zueker (11/2 Teel¯ffel pro Tasse) und 60 cm3 Rahm gegeben. Die Mischung wird gut gerührt und durch ein Filtertuch filtriert.



  500 cm3 der so erhaltenen   Kaffeelösung    werden in ein mit einem   8zölligen    Uhrglas be  decktes'Gefäss gefüllt und Muster    des geformten Harzes in der Grosse von 1/2 Zoll auf   1    Zoll werden zur Hälfte in die   Kaffeelosung    getaucht und das Gefäss in einen auf 60  er  wärmten    Ofen gestellt Der so hergestellte Kaffee hat einen   pH-Wert    von 5, 1. Der Kaffee wird alle   24    Stunden gegen in gleicher Weise hergestellten Kaffee ausgetauscht. Jedesmal wird die gleiche   Kaffeemarke    von gleicher Feinheit verwendet, damit bei jedem nachfolgenden Versuch die gleichen Bedingmgen herrschen.

   Alle   24 Stunden    werden die ge  formten    Harzstüeke wie folgt gewaschen : Eine   Losung    von   1    Liter Wasser und   1    EBl¯ffel voll Waschmittel werden auf   55-60     erwärmt. Die Muster werden in diese Lösung gebracht und nach 3 Minuten in frischem Wasser von   8'5     2 Minuten lang gespült. Sie werden dann auf ein sauberes Tuch gelegt, um an der Luft zu trocknen. Die Muster werden dann visuell und mikroskopiseh auf Anzeichen von Flecken, Rissen, Pre¯fehlern und Verfärbung geprüft. Nach jedem 24stündigen Eintauchen werden die Muster mit einem noch nicht geprüften Muster verglichen.

   Die   Formstüeke    zeigen Spuren von   Kaffeeflecken    nach 1000 Stunden und die ersten beanstandbaren Flecken nach 2000 Stunden ; anderseits zeigen Pressmusterstüeke aus Melamin-Formaldehyd-Harz mit einem Molverhältnis von   1    1, 5 erste Spuren von Flecken nach   600    Stunden und die ersten beanstandbaren Flecken nach 1500 Stunden. Pressmusterstücke aus   Melamin-Formaldehyd-Harz    mit einem Molverhältnis von 1 : 2 zeigen erste Fleckenspuren nach 350 Stunden und die ersten beanstandbaren Flecken nach 700 Stunden. Pressmusterstüeke aus   Melamin-Formaldehyd-Harz    mit einem Molverhältnis von 1 : 3 zeigen erste  Spuren von Flecken nach 150 Stunden und die ersten   beanstandbaren E5leeken naeh    450 Stunden.



   Au¯er den vorbeschriebenen Pressstüeken mit und ohne Füllstoffe können auch Pressmassen hergestellt werden, worin dem Harz andere Zusätze beigegeben werden, wie   Färbe-    mittel, zum Beispiel Pigmente oder andere Farbstoffe und dergleichen, ohne die vorteilhaften Eigenschaften der Pre¯st cke herabzumindern.



   An Stelle der   a-Cellulose-Pulpe    kann man jeden bekannten Füllstoff verwenden, der sich für die Herstellung synthetischer Formharze eignet, wie Walnu¯chalenmehl, Holzmehl, künstliche Cellulosefasern, das heisst Kunstseide und dergleichen. Ausserdem kann man statt dem Zinkstearat jedes andere für ähnliche Zwecke übliche Schmiermittel verwenden.   Pernerhin    kann man als sauren Härtungskatalysator statt Phthalsäureanhydrid auch   Sa ; lzsäure, Schwefelsäure, Essig-    säure, Benzoesäure, Maleinsäure und dergleichen verwenden.

   Au¯er f r den Gebrauch in   hitzehärtenden    Pressmassen f r die Herstellung von Geschirr, zum Beispiel Tassen, Untertassen, Tellern usw., kann die erfin  dungsgemäss    zu verwendende Masse auch gut fiir die Herstellung von Knöpfen und andern   Pressstücken    dienen, in welchem Falle es vorteilhaft ist, ein klares Pressstück herzustellen unter Weglassung eines Fiillers und unter Verwendung oder Weglassung von Pigment-, Farbstoff-und dergleichen Zusätzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I : Verfahren zur Herstellung eines fleeken- beständigen Formk¯rpers, dadurch gekejnn- zeichnet, dass man ein hitzehärtbares Melamin Benzoguanamin-Formaldehyd-Kondensationsprodukt, in welchem das Molverhältnis von Benzoguanamin zu Melamin 1 : 3, 3 bis 2 : 1 und dasjenige von Benzoguanamin und Melamin zu Formaldehyd 1 : 1, 5 bis 1 : 2, 1 beträgt, unter Anwendung von Hitze und Druck ver format.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man ein hitzehärtbares Kondensationsprodukt verformt, in welchem das Molverhältnis von Benzoguan- amin zu Melamin 1 : 1, 6 und dasjenige von Benzoguanamin und Melamin zu Formaldehyd 1 : 1, 5 betrÏgt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das hitzehärtbare Kondensationsprodukt nach Vermischen mit Füllstoffen verformt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das hitzehärtbare Kondensations- produkt nach Vermischen mit Füllstoffen und anschliessendem Trocknen verformt.
    PATENTANSPRUCH II : 'Fleckenbeständiger Formkorper, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. tfNTERANSPRÜCHE : 4. Fleckenbeständiger Formkorper naeh Patentanspruch II, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Unteransprach 1.
    5. Fleckenbeständiger Formkorper nach Patentanspruch II, hergestellt naeh dem Verfahren gemäss Unteranspruch 2.
CH308280D 1952-01-10 1952-01-10 Verfahren zur Herstellung eines fleckenbeständigen Formkörpers und darnach hergestelltes Erzeugnis. CH308280A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0561432A1 (de) * 1992-01-29 1993-09-22 Dsm N.V. Mit Diamino-S-Triazin modifizierte Melamin-formaldehydharzzusammensetzung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0561432A1 (de) * 1992-01-29 1993-09-22 Dsm N.V. Mit Diamino-S-Triazin modifizierte Melamin-formaldehydharzzusammensetzung

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