CH308282A - Verfahren zum Überziehen von Rohrleitungen mit einem Spritzbelag, insbesondere von Druckleitungen von Kraftwerken, und einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Überziehen von Rohrleitungen mit einem Spritzbelag, insbesondere von Druckleitungen von Kraftwerken, und einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum Überziehen von Rohrleitungen mit einem Spritzbelag, insbesondere von Druckleitungen von Kraftwerken, und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Es ist bekannt, dass die Innenmetallisie- rung von Rohrleitungen nach einem Metall- spritzverfahren einen sehr wirksamen Korro sionsschutz bildet. Bei bereits verlegten Rohr leitungen ist jedoch eine solche Innenmetalli- sierung nur schwer durchzuführen, so dass sie nur ganz ausnahmsweise bei verhältnismässig kurzen Rohrleitungen\ vorgenommen wird.
Druckleitungen von Kraftwerken konnten des halb nach ihrer Verlegung nicht mehr mit einer Innenmetallisierung, z. B. einer aufge spritzten Zinkschicht, versehen werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Überziehen von Rohr leitungen mit einem Spritzbelag, insbeson dere von Druckleitungen von Kraftwerken. Erfindungsgemäss zeichnet sich dasselbe da durch aus, dass man Spritzorgane innerhalb der Rohrleitung in einem bestimmten Abstand zu letzterer in der Axial- und Querrichtung bewegt, und die Bewegungen in der Quer richtung mittels eines, in einem Fahrgestell drehbar angeordneten Trägers herbeiführt, während man die Bewegungen in der Axial richtung durch Vorschub des Fahrgestelles mit dem auf ihm angeordneten Träger und der Spritzorgane längs der Rohrleitungsaxe bewerkstelligt.
Bei der zur Ausübung des Verfahrens ge eigneten Einrichtung ist erfindungsgemäss ein Fahrgestell in der mit dem Spritzbelag zu versehenden Rohrleitung fahrbar angeordnet, in welch ersterem ein Träger drehbar lagert, der durch einem am Fahrgestell vorgesehenen Antriebsmechanismus angetrieben ist und am Träger sind umfangseits Spritzpistolen ange bracht, welche radial verstellbar sind zwecks Einstellen der Distanzen in bezug zur Rohr leitungswand. Das Fahrgestell steht dabei mit einem Schubaggregat in Bewegungsverbin dung, zwecks Erzeugung eines Vorschubes des Fahrgestelles in Richtung der Rohrleitungs- axe.
In der Zeichnung sind ein Ausführungs beispiel der für die Durchführung des Ver fahrens geeigneten Einrichtung gemäss der Erfindung sowie Varianten schematisch dar gestellt, welche gleichzeitig zur Erläuterung des Verfahrens dienen.
Es zeigen: , Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Me- tallisiereinrichtung, Fig. 2 einen Querschnitt zu derselben ge mäss der Schnittlinie I-I der Fig. 1, Fig. 3 eine Anordnung der Metallspritz pistolen in einem grösseren Massstab, Fig. 4 ,eine Draufsicht auf Fig. 3, Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Teil der Fig.3, .
Fig. 6 eine Ansicht des einen Endes der Einrichtung, Fig. 7 einen Wendeantrieb, Fig. 8 und 9 eine Metallisiereinrichtung in Gebrauchslage und Fig. 10 eine Lagerung eines Fahrrades. In der Zeichnung bedeutet 1 ein vorderes und 2 einhinteres Maschinengestell, die über Stangen 3 miteinander fest zu einem Fahr gestell verbunden sind.
An den beiden Ma schinengestellen sind je zwei oben zusammen laufende Führungshülsen 4 befestigt, in denen je eine an ihrem untern Ende ein gummibereiftes Rad 5 tragende Führungs stange 6 längsverschiebbar gelagert ist. Ferner ist .an den Maschinengestellen je ein Zugsring 7 bzw. 8 befestigt. An -den einander zugekehr ten Seiten der Maschinengestelle 1, 2 sind je vier Führungsrollen 9 drehbar gelagert, die je einen Ring 10 bzw. 11 tragen. Diese Ringe sind miteinander durch mehrere regelmässig verteilte Traversen 12 verbunden.
Beispiels weise sind in der Zeichnung vier solcher Tra versen vorgesehen, nämlich je eine hinten und vorn und je eine oben und unten. Auf jeder Traverse 12 sind zwei Metallspritzpistolen 13, bekannter Ausführung, so gelagert, dass sie gemeinsam in radialer Richtung bezüglich der Ringe 10, 11 verschiebbar sind. Diese Anord nung ist am besten aus den Fig. 3 bis 5 er sichtlich. Die Metallspritzpistolen sind auf einer Trägerplatte 14 montiert, die an ihren beiden Enden mit je einer. Führungsstange 15 versehen ist.
Letztere sind in je einer Führungshülse 16 längsverschiebbar gelagert und werden durch je eine Feder 17, die gegen einen Bund 18 wirkt, in der dargestellten Lage gehalten. Jede Trägerplatte 14 kann demnach .entgegen der Wirkung der Federn 17 gegen die Federhülsen bewegt werden. Die Federhülsen 16 sind ihrerseits in der Tra verse 12 längsverschiebbar gelagert. Sie wei sen auf ihrer hintern Mantelfläche eine Zahnung auf, in die ein _ Zahnrad eingreift. Die beiden Zahnräder der Federhülsen einer jeden Traverse sind miteinander über eine Achse 19 verbunden.
Wird letztere durch eine- Kurbel, die auf das dazu vorgesehene Achsenende aufgesteckt wird, gedreht, so be wegt sich .demnach die Trägerplatte 14 nach aussen oder nach innen bezüglich der Ringare. Durch einen, Arretierstift 20 kann eine ge wählte Lage der Trägerplatte 14 gesichert werden. In der Mitte der Trägerplatte 14 ist eine radial angeordnete Führungsstange 21 längsverschiebbar gelagert. Diese Stange trägt auf der einen Seite eine Zahnung, in die ein unter der Trägerplatte angeordnetes und über eine Achse 22, vermittels einer auf diese aufsteckbaren Kurbel antrepbbares Zahn rad eingreift.
An ihrem obern Ende trägt die Führungsstange 21 eine Fühlerrolle 23, die vorzugsweise gummibereift ist und die über ein Lager 24 in der Führungsstange 21 so gelagert ist, dass sie sich um die Längsare der Führungsstange 21 drehen kann. Eine an der Führungsstange 21 längs ihrer Mantel fläche angebrachte Massteilung 25 (siehe Fig. 3) gestattet die Lage der Führungsstange 21 bzw. der Fühlerrolle 23 bezüglich der Trä gerplatte 14 einzustellen.
Durch die beschrie bene Lagerung der Metallspritzpistolen 13 wird bezweckt, dass der Abstand ihrer Mund stücke von einer zu metallisierenden Rohr wandung 26 unter allen Umständen unverän dert gleich dem vermittels der Fühlerrolle 23 eingestellten Abstand bleibt.
Dies wird da durch erreicht, dass, nachdem der gewünschte Spritzabstand vermittels der Fühlerrolle 23 eingestellt worden ist, die Trägerplatte 14, durch Verschiebung der Federhülsen 16, gegen die Rohrwandung zu bewegt wird, bis die Fühlerrolle 23 auf dieselbe auftrifft, worauf die Federhülsen 16 noch um einen be stimmten Betrag in gleicher Richtung weiter verschoben werden, so dass sich der Bund 18 von seiner Auflage abhebt und die Feder 17 zusammengedruckt wird.
Es ergibt sich, dass die Trägerplatte 14 jetzt durch Federdruck gegen die Rohrwandung gedrückt wird und die Fühlerrolle 23 stets an die Rohrwandung 26 gedrückt hält, wodurch der Spritzabstand gesichert ist.
Die Zufuhr des zu verspritzenden Drahtes 27, z. B. Zinkdraht, erfolgt über je ein den Metallspritzpistolen zugeordnetes Leitrohr 28. Konzentrisch zum Ring 11 sind drei Ring leitungen 29 für Gas, Luft und Sauerstoff und ein Ringkabel 30 für Zünd- und Steuer strom angeordnet. Die Metallspritzpistolen 13 sind über Schlauchverbindungen 31 mit den Ringleitungen 29 und über flexible Kabel- verbindungen 32 mit dem Ringkabel 30 ver bunden. Für den Durchtritt dieser Verbin dungen zu den Metallspritzpistolen ist die Traverse 12 mit einer länglichen öffnung 33 versehen (siehe Fig. 5). Die Traverse 12 weist ferner zwei Bohrungen 34 für die Lagerung der Federhülsen 16 auf.
Die Leitrohre 28 für die Spritzdrähte 27 sind im Maschinengestell 2 in einem gemein samen Schutzrohr 35 (siehe Fig. 1) unter gebracht. Am linken Ende dieses Maschinen gestelles sind Vorratsrollen 36 für den Spritz draht drehbar gelagert. Die Zufuhrschläuche zu den Ringleitungen 29 und die elektrischen Kabel und Drähte sind zusammengefasst durch ein gebogenes Schutzrohr 37 und sind nach unten aus dem Maschinengestell 2 und dann nach links aus der Metallspritzeinrich- tung herausgeführt.
Aus der Fig. 6, die eine Ansicht des rech ten Endes der beschriebenen Metallspritz- einrichtung zeigt, geht die Höhenverstellein- richtung für dieselbe hervor. Damit die Me- tallspritzeinrichtung richtig arbeiten kann, ist es Bedingung, dass die Mittelpunkte der beiden Ringe 10, 11 mit der Rohraxe über einstimmen.
Um diese Aufstellung bei Röhren mit unterschiedlichen Durchmessern leicht vornehmen zu können, weisen die Führungs stangen 6 für die Fahrräder 5 auf den ein ander zugekehrten Seiten je eine Zahnung auf und in der Wandung der Führungshülsen 4 ist je ein Zahnritzel angeordnet, welches mit dieser Zahnung in Eingriff steht.
Die Zahn ritzel je der einen Längsseite der Metall- spritzeinriehtung stehen miteinander durch weiter nicht dargestellte Getriebemittel in Wirkverbindung. Ferner sind die Zahnritzel am rechten Ende der Metallspritzeinrichtung je: mit einem Kettenrad 38 bzw. 39 fest ver bunden. Die letzteren sind über Ketten 40 mit weiteren Kettenrädern 41 verbunden, welche mit je einem Zahnrad 42 .auf einer Achse drehbar gelagert sind.
Das rechte Zahn rad 42 (siehe Fig. 6) steht mit einem durch eine Kurbel 43 antreibbaren Zahnrad 44 di rekt im Eingriff, während zwischen dem linken Zahnrad 42 und dem Zahnrad 44 ein Umkehrrad 45 angeordnet ist. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass beim Drehen der Kurbel im Uhrzeigersinn alle vier Fahr räder 5 gehoben bzw. die Metallspritzeinrich- tung gesenkt wird und umgekehrt. Befindet sich die Metallspritzeinrichtung in der ge wünschten Lage, so werden die Führungs stangen 6 durch Arretierschrauben 46 ge sichert.
Der Spritzvorschub in Richtung der Rohr- axe erfolgt beider beschriebenen Metallspritz- einrichtung durch Längsverschiebung dersel ben. Um,das ganze Rohrinnere zu bespritzen, muss dieser Verschiebung noch eine Schwenk bewegung der die Spritzpistolen tragenden Ringe 10, .11 überlagert werden. Im vorlie genden Fall hat diese Schwenkbewegung einen Winkel von etwa 90 zu bestreichen.
Je nach der Anzahl von Spritzgruppen (hier sind vier Gruppen mit je zwei Pistolen vorhanden) kann aber die Schwenkbewegung grösser oder kleiner sein. Um die Schwenkbewegung aus führen zu können, ist der Ring 10 mit einem Zahnradsektor 47 versehen (siehe Fig. 1 und 2), in den ein Zahnrad 48 eingreift, welches über ein Getriebe mit einer Achse 49 in Ver bindung steht. Auf der Achse 49 sind zwei Zahnräder 50 bzw. 51 lose gelagert, welche durch zwei zwischen ihnen angeordnete ma gnetische Kupplungen 52, 53 mit der Achse 49 abwechslungsweise kuppelbar sind.
Das Zahnrad 50 wird über ein Getriebe 54 und ein Zahnrad 55 durch einen Elektromotor. 56 direkt angetrieben, während das Zahnrad 51 über das Getriebe 54, ein Zahnrad 57 und ein TJmkehrrad 58 angetrieben wird. Dies hat zur Folge, dass die Zahnräder 50, 51 einander ent gegengesetzte Drehrichtungen aufweisen. Die magnetischen Kupplungen 52, 53 sind über je einen Endschalter 59 bzw. 60, die miteinander so mechanisch verbunden sind, dass beim Schliessen des einen Schalters der andere gleichzeitig geöffnet wird, abwechslungsweise erregbar.
Die Endschalter 59, 60 sind am Ma schinengestell 1 befestigt und werden jeweils kurz vor Erreichung der beiden Endlagen der Schwenkbewegung des Ringes 10 durch ein an ihm angeordnetes Steuerglied betätigt. Durch Änderung der Übersetzung der beschriebenen Getriebeeinrichtung oder durch Änderung der Drehzahl des Elektromotors 56, kann die Ge schwindigkeit .der Schwenkbewegung auf einen praktisch günstigen Wert eingestellt werden. Um eine tadellose Bespritzung des Rohr innern zu erhalten, müssen natürlich die Schwenkbewegung und die Fortbewegung der Metallspritzeinrichtung aufeinander abge stimmt sein.
Für den Transport der beschriebenen Ein richtung sind an den Maschinengestellen 1, 2 je zwei Füsse 61 vorgesehen, auf welche die Einrichtung abgesetzt werden kann. Auch bei der Einführung der Metallspritzeinrichtung in ein Rohr und bei der Einstellung der rich tigen Höhenlage können dis Füsse 61 nütz liche Dienste leisten.
In der Fig. 8 ist die beschriebene Metall spritzeinrichtung 62 in Gebrauchslage im. Innern einer schräg verlegten Druckleitung 63 dargestellt. Sie wird, an einem Seil 64 hängend, vermittels einer .Seilwinde 65 mit einer bestimmten Vorschubgeschwindigkeit im Rohr heruntergelassen. Vermittels einer zwei ten Winde 66 wird der aus den Schlauch- und Kabelverbindungen kombinierte Zufuhrkabel 67- dem Vorschub entsprechend nachgegeben.
An der Winde 66 erfolgt die Verbindung der Kabelleitungen mit der Stromquelle usw. über Schleifringe und Bürsten, und die Verbin dung der Schlauchleitungen mit den verschie denen Gasbehältern über Rillenkupplungen. Ist genügend Platz am obern Ende der Druck leitung vorhanden, so -kann das kombinierte Kabel auch nur in grossen Windungen am Boden bereit gelegt werden und nach Bedarf nachgegeben werden.
Ist hingegen am obern Druckleitungsende nur wenig Platz vorhan den, so wird hier nur die Seilwinde 65 auf gestellt, während die Winde 66 für das kom binierte Kabel am untern Druckleitungsende aufgestellt wird oder das kombinierte Kabel hier bereitgestellt wird. Je nachdem die Me- tallspritzeinrichtung zweckmässiger oben oder unten in die Rohrleitung eingeführt wird, wird sie dann vermittels der Seilwinde 65 im Rohr 63 heruntergelassen oder heraufgezogen.
Falls sie von oben eingeführt wird, muh das kombinierte Kabel vorerst im Rohr hoch gezogen und mit der Metallspritzeinrichtuug verbunden werden. Beim Herunterlassen der Metallspritzeinrichtung wird dann das kombi nierte Kabel am untern Druckleitungsende in Windungen gelegt. Ist oben auch kein Platz für die Seilwinde 65 vorhanden, so wird diese im Innern des obern Rohrendes selbst gelagert und durch sich an der Rohrwandung abstützende Spreizeinrichtungen gesichert.
Eine solche Lösung findet allgemein bei ver hältnismässig langen Rohrleitungen statt, und ist in der Fig. 9 an einem horizontal verlegten Rohr 68 dargestellt. In diesem Fall wird die Metallisierung des Rohres abschnittweise vor genommen. Nach Beendigung eines Absehnit- tes wird die Seilwinde 65 nach vorn verlegt und verankert, das kombinierte Kabel 67 wie der hinter der Metallspritzeinrichtung 6\? in Windungen bereitgelegt und mit den Gas druckflaschen 69 bzw. mit einem nachgeführ ten elektrischen Kabel verbunden.
Eine be deutende Vereinfachung kann bei horizontal verlegten Rohrleitungen dadurch erzielt wer den, dass die Metallspritzeinrichtung selbst fahrend ausgebildet wird, wodurch auf die Seilwinde 65 verzichtet werden kann Lind der Antrieb sich in der Einrichtung befindet. Da die abschnittweise Verlegung dieser Winde jeweils verhältnismässig viel Zeit benötigt, er gibt sich durch die selbstfahrende Ausfüh rungsform der Metallspritzeinrichtung ein er heblicher Zeitgewinn, da nach jedem Ab schnitt nur noch das kombinierte Kabel 67 nachgeführt, in Windungen bereitgelegt und mit den Gasdruckflaschen 69 verbunden und das elektrische Kabel nachgezogen und mit dem kombinierten. Kabel gekuppelt wird.
Bei der selbstfahrenden Ausführung der Metallspritzeinrichtung sind die Fahrräder 5 je an einem Ende eines vertikal verschwenk- ba.ren Hebels 70 angeordnet. In der Fig. 10 ist eine solche Anordnung dargestellt. Der Hebel 70 ist um eine am zugehörigen Maschinen gestell befestigte Achse 71 drehbar gelagert. Auf dieser Achse ist ein Kettenrad 72 und ein mit diesem fest verbundenes Zahnrad 73 drehbar gelagert. Letzteres wird über ein wei teres Zahnrad 74 und weiter nicht dargestellte Getriebemittel durch den Elektromotor 56 angetrieben. Das Kettenrad 72 treibt über eine Kette 75 ein auf der Achse des Fahr rades 5 gelagertes und mit diesem fest ver bundenes Kettenrad 76 an.
Am Hebel 70 ist eine kreissektorförmige um die Achse 71 ge bogene Zahnstange 77 befestigt, in welche ein vermittels einer aufsteckbaren Kurbel 78 an- treibbares Ritzel eingreift. Die so einstellbare Schwenklage des Hebels 70 wird vermittels einer Arretierschraube 29 gesichert. Die Ver stellung der vier Schwenkhebel 70 kann na türlich gemeinsam erfolgen. Ferner werden nur die beiden am Maschinengestell 1 ange ordneten Fahrräder 5 angetrieben oder alle vier.
Die selbstfahrende Metallspritzeinrich- tung hat den Vorteil, dass die beiden Vor schübe, längs und quer zum Rohr, zwang mässig zusammenhängen, so dass ihr gegen seitiges Verhältnis sicher eingehalten werden kann.
Um das Nachführen der verschiedenen Schläuche für die Gaszufuhren zu vermeiden, können die Gasdruckflaschen auch am Ma schinengestell 2 befestigt werden. Es verbleibt dann nur noch ein elektrisches Kabel für den Stromanschluss und für die verschiedenen Steuerdrähte, welches verhältnismässig leicht nachzuführen ist. Bei Verwendung einer Winde für das Kabel entfallen dann auch die verhältnismässig komplizierten Drehanschlüsse für die Schläuche. Bei verhältnismässig klei nen Rohrdurchmessern können die Druckfla schen nicht mehr am Maschinengestell befestigt werden.
Um trotzdem nur kurze Schlauch verbindungen verwenden zu können, werden die Druckflaschenbatterien auf ein besonderes Fahrzeug montiert, welches an die Metall- spritzeinriehtung angehängt wird.
Obwohl die beschriebene Einrichtung mit Metallspritzpistolen dargestellt und erläutert wurde, ist es ohne weiteres möglich, die Be stückung auch mit Farbspritzpistolen vorzu nehmen und die Spritzeinrichtung für die überziehung des Rohrinnern mit einem Farb- belag, z. B. Teerbelag, zu verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRCCIIE ; I. Verfahren zum Überziehen von Rohr leitungen mit einem Spritzbelag, insbeson dere von Druckleitungen von Kraftwerken, dadurch gekennzeichnet, dass man Spritz- organe innerhalb .der Rohrleitung in einem Abstand zu letzterer in dei Axial- und Quer richtung bewegt, und die Bewegungen in der Querrichtung mittels eines in einem Fahr gestell drehbar angeordneten Trägers herbei führt, während man diejenigen der Axial- richtung durch Vorschub des Fahrgestelles mit dem auf ihm angeordneten Träger und der Spritzorgane längs der Rohrleitungsaxe bewerkstelligt.II. Einrichtung zur Aasübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Fahrgestell in der mit dem Spritzbelag zu versehenden Rohrleitung fahrbar angeordnet ist, in welch ersterem ein Träger drehbar lagert, der durch einen am Fahrgestell vorgesehenen Antriebsmechanis mus angetrieben ist und am Träger umfang- seits Spritzpistolen angebracht sind, welche radial verstellbar sind zwecks Einstellen der Distanzen in bezug zur Rohrleitungswänd,wo bei das Fahrgestell mit einem Schubaggregat in Bewegungsverbindung steht zwecks Erzeu gung eines Vorschubes des Fahrgestelles in Richtung der 'Rohrleitungsaxe. - UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspimch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Spritz- organe mittels des drehbaren Trägers alterna tiv hin und her verschwenkt und die Ver- schwenkbewegungen durch einen mit diesem in Bewegungsverbindung stehenden, am Fahr gestellangeordneten Antriebsmechanismusver- @anlasst,während man den Vorschub in Rich tung der Rohrleitungsaxe durch Fortbewe gung des Fahrgestelles mitsamt dem Träger -und den Spritzorganen erzeugt. 2. Verfahren nach I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mehrere Gruppen von Spritzorganen in einem bestimmten Abstand zur Rohrinnen- wandurig gemeinsam quer zur Rohraxe ver- schwenkt. 3.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schwenkbewegungen durch einen, in der die Spritzorgane tragenden. Ein richtung untergebrachten Antrieb herbeige führt werden, wobei die Fortbewegung in Richtung der Rohraxe durch einen ausserhalb dieser Einrichtung stehenden Antrieb erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schwenkbewegungen der Spritzorgane sowie die Fortbewegung des Fährgestelles durch einen in der Einrichtung untergebrachten Antrieb veranlasst wird. 5.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei, mit Fahrrädern versehenen und miteinander verbundenen Maschinengestellen, die durch Ringe gebildeten Träger angeordnet sind, wo bei die Ringe durch Traversen, welch letz teren je eine Spritzpistole zugeordnet ist, ver bunden sind und die Ringe mit den Spritz pistolen um die gemeinsame Längsaxe der beiden- Maschinengestelle drehbar gelagert sind. 6.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass an jeder,. der einander zugekehrten Seiten der beiden Maschinengestelle Füh rungsrollen drehbar gelagert sind, auf denen die Innenseite des zugeordneten Ringes auf liegt. 7. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass an den beiden Enden einer jeden Traverse je eine Federhülse in radialer Rich tung zu der Axe der beiden Ringe längsver schiebbar angeordnet ist.B. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Federhülsen einer jeden Traverse vermittels in eine in ihrer Mantelfläche vorgesehene Zahnung ein greifender Zahnräder gemeinsam verstellbar und vermittels eines Arretierstiftes in der ein gestellten Lage arretierbar sind.9.- Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 5, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Federhülse eine aus dieser herausragende Führungsstange längsverschiebbar gelagert ist, die vermittels einer in der Federhülse untergebrachten und auf einen Bund der Führungsstange wirkende Feder in radialer Richtung zu der Axe der beiden Ringe nach aussen gedrückt wird. 10.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5, 7 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden äussern Enden .der Führungsstangen einer Traverse mitein ander durch eine mindestens eine Spritz pistole und eine Fühlerrolle tragende Träger platte verbinden sind. 11. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 5, 7 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass auf der Trägerplatte zwei Spritzpistolen und zwischen diesen die Füh- l errolle angeordnet sind. 12.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5, 7 bis 11, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Fühlerrolle am äussern Ende einer radial angeordneten Führungs stange um die Axe der letzteren drehbar ge lagert ist und die Führungsstange vermittels eines in eine an ihrer Mantelfläche angeord nete Zahnung eingreifenden Zahnrades längs verschiebbar gelagert ist. 13.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5, 7 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass ,die Führungsstange der Fühlerrolle längs ihrer Mantelfläche mit einer Massteilung versehen ist, vermittels wel cher die Lage der Fühlerrolle bezüglich der Trägerplatte einstellbar ist. 14.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich- xiet, dass am einen Ring ein Zahnradsektor konzentrisch angeordnet ist, in den ein motor angetriebenes Zahnrad eingreift, wobei zwi schen Motor und Zahnrad Getriebemittel und zwei magnetische Kupplungen vorgesehen sind, vermittels denen der Antrieb des Zahn radsektors bei Erreichung seiner Endstel lungen über durch ihn gesteuerte Endschalter gewendet wird.15. Einrichtung nach Patentanspruch I1 und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass die an den Maschinengestellen vor gesehenen Fahrräder an Führungsstangen an geordnet sind, die in an den Maschinen gestellen befestigten Führungshülsen vermit tels in die Mantelfläche der Führungsstangen vorgesehenen Zahnungen eingreifenden Zahn räder längsverschiebbar sind. 16. Einrichtung nach Patentanspruch II Lind Unteransprüchen 5 und 15, dadurch ge kennzeichnet, dass die vier Zahnräder für den Antrieb der Führungsstangen über Getriebe mittel miteinander verbunden sind, derart, dass die Fahrräder gemeinsam gegenüber den Maschinengestellen einstellbar sind. 17.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch<B>5,</B> dadurch gekennzeich net, dass die an den Maschinengestellen vor gesehenen Fahrräder am einen Ende von He beln angeordnet sind, deren andere Enden an den Maschinengestellen drehbar gelagert sind, welche Hebel vermittels je einer an ihnen be festigten kreissektorförmigen Zahnstange und eines am zugehörigen Maschinengestell dreh bar gelagerten und in die Zahnstangen ein- greifenden Zahnrades bezüglich der Maschi nengestelle einstellbar sind.18. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5 und 17, dadurch ge kennzeichnet, dass die vier Zahnräder für den Antrieb der kreissektorförmigen Zahnstangen über Getriebemittel miteinander verbunden sind, derart, .dass die Fahrräder gemeinsam gegenüber den Maschinengestellen einstellbar sind. 19.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5 und 17, dadurch ge kennzeichnet, dass an den Fahrrädern Ketten räder befestigt sind, die über Ketten mit auf den Schwenkachsen der Hebel angeordneten Kettenrädern in 'Wirkverbindung stehen, welch letztere über mit ihnen fest verbundene Zahnräder und weitere Getriebemittel gemein sam durch einen Motor angetrieben sind. 20.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5, 17 und 7.9, dadurch gekennzeichnet, dass für den Schwenkantrieb des Ringes und den Antrieb der Fahrräder der gleiche Motor vorgesehen ist, derart, dass die Schwenkbewegung der Spritzpistolen und ihre Vorschubbewegung zwangweise miteinan der verbunden sind.
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| CH308282T | 1952-11-06 |
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| CH308282D CH308282A (de) | 1952-11-06 | 1952-11-06 | Verfahren zum Überziehen von Rohrleitungen mit einem Spritzbelag, insbesondere von Druckleitungen von Kraftwerken, und einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. |
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