DEA0019082MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 22. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 48b GRUPPE INTERNAT. KLASSE C 23c
A 19082 VI/48b
Paul von Arx, Sissach (Schweiz)
ist als Erfinder genannt worden
Es ist bekannt, daß die Innenmetallisierung von Rohrleitungen nach dem Schoopschen Metallspritzverfahren
einen sehr wirksamen Korrosionsschutz bildet. Bed bereits verlegten Rohrleitungen ist jedoch
eine solche ItinenmetaMisierung nur schwer
durchzuführen, so daß sie nur ganz ausnahmsweise, bei verhältnismäßig kurzen Rohrleitungen vorgenommen
wird. Druckleitungen von Kraftwerken konnten deshalb nach ihrer Verlegung nicht mehr
mit einer Innenmetallisierung, z. B. einer aufgespritzten Zinkschicht, versehen werden.
An sich kennt man in der Technik bereits die Metallspritzung unter Gasdruck in Hohlkörpern,
wobei man die Metallisierung abschnittweise in Spannungsausgleichenden Teilstücken ausführte.
Derartige Verfahren waren mehr zum Metallisieren
von in der Länge kurzen Hohlkörpern, z. B: Büchsen u. dgl., geeignet. Ferner kennt man die Herstellung
metallischer Hohlkörper, wobei mittels· einer oder mehrerer in der Längsachse sich bewegenden
Düsen Metallschichten gegen eine sich drehende Form durch Aufspritzen gebildet werden. Auch
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diese Methode eignet sich n'ur für die Herstellung von in der Länge und im Durchmesser beschränkten
Hohlkörpern.
: Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur
Metallisierung der Innenoberfläche von Rohrleitungen, insbesondere Druckleitungen von Kraftwerken,
also verhältnismäßig langen und,' im Durchmesser großen Gegenständen, welches sich erfindungsgemäß
dadurch auszeichnet, daß man Metallspritzorgane innerhalb der Rohrleitung in einem
bestimmten Abstand zu letzterer in der Axial- unld Querrichtung bewegt und die Bewegungen in der
Querrichtung mittels eines in einem Fahrgestell drehbar angeordneten Trägers herbeiführt. Die
Bewegungen in der Axialrichtung bewerkstelligt man hingegen durch Vorschub des Fahrgestelles
mit dem auf ihm angeordneten Träger und der Metallspritzorgane längs der Rohrleitungsachsc.
Bei der zur Ausübung des Verfahrens geeigneten Einrichtung ist erfindungsgemäß ein Fahrgestell
in der zu metallisierenden Rohrleitung fahrbar angeordnet, in welch ersterem ein Träger1 drehbar
lagert, der durch einen am Fahrgestell vorgesehenen Antriebsmechanismus angetrieben ist, und
am Träger sindi urn fangs sei ts Metallspritzpistolen
angebracht, welche radial verstellbar sind zwecks Einstellen der Distanzen von der Rohrleitungswand.
Da's Fahrgestell ist dabei mit einem, Fortbewegungsaggregat verbunden,
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer für die Durchführung des Verfahrens geeigneten
Einrichtung schematisch dargestellt, welche gleichzeitig zur Erläuterung des Verfahrens
dient. Es zeigt
Fig. ι einen· Längsschnitt durch eine Metallisierungsemrichtung,
Fig. 2 einen Querschnitt zur derselben gemäß der Schnittlinie I-I der Fig. 1,
Fig. 3 eine Anordnung der Metallspritzpistolen 4^ in einem größeren Maßstab,
Fig. 4 eine Draufsicht auf Fig. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht auf einem Teil der Fig. 3, Fig. 6 eine Ansicht des einen Endes der Einrichtung,
Fig. 7 einen- Wendeantrieb,
Fig. 5 eine Draufsicht auf einem Teil der Fig. 3, Fig. 6 eine Ansicht des einen Endes der Einrichtung,
Fig. 7 einen- Wendeantrieb,
Fig. 8 und 9 eine Metallisierumgseinrichtung in
Gebrauchslage und
Fig. 10 eine Lagerung eines Fahrrades.
In der Zeichnung bedeutet 1 ein vorderes und' 2 ein hinteres Maschinengestell, die über Stangen 3 miteinander fest verbunden sind. An den beiden Maschinengestellen sind je zwei oben zusammenlaufende Führungshülsen 4 befestigt, in dienen je eine an ihrem unteren Ende ein gummibereiftes Rad 5 tragende Führungsstange 6 längs verschiebbar gelagert ist. Ferner ist an den Maschinengestellen je ein Zugring 7 bzw. 8 befestigt. An den einander zugekehrten Seiten der Maschinengestelle i, 2 sind je vier Führungsrollen 9 drehbar gelagert, die je einen Ring 10 bzw. 11 tragen. Diese Ringe sind miteinander durch, mehrere ■ regelmäßig verteilte Traversen 12 verbunden. Beispielsweise sind in der Zeichnung vier solcher Traversen vorgesehen, nämlich je eine auf jeder Seite und je eine oben und unten. Auf jeder Traverse 12 sind beispielsweise zwei Metallspritzpistolen 13 bekannter Ausführung so gelagert, daß sie gemeinsam in radialer Richtung bezüglich der Ringe 10,11 verschiebbar sind. Diese Anordnung ist am besten aus den Fig. 3 bis 5 ersichtlich. Die Metallspritzpistolen sind auf einer Trägerplatte 14 montiert, die an ihren beiden Enden mit je einer Führungsstange 15 versehen ist. Letztere sind in je einer Federhülse 16 längs verschiebbar gelagert und werden durch je eine Feder 17, die gegen einen Bund 18 wirkt, in der dargestellten Lage gehalten. Die Trägerplatte 14 kann demnach entgegen, der Wirkung der Federn 17 gegen die Federhülsen bewegt werden. Die Federhülsen 16 sind ihrerseits in der Traverse 12 längs verschiebbar gelagert. Sie weisen auf ihrer hinteren Oberfläche eine Zahnung auf, in die ein Zahnrad 19 eingreift. Die beiden Zahnräder der Federhülsen einer jeden Traverse sind miteinander über eine Achse 19' verbunden,. Wird letztere durch eine Kurbel, die auf das dazu vorgesehene Achsenende aufgesteckt wird, gedreht, so bewegt sich demnach die Trägerplatte 14 nach außen oder nach innen in bezug auf die Ringachse. Durch einen Arretierstift 20 kann eine gewählte Lage der Trägerplatte 14 gesichert werden. In der Mitte der Trägerplatte 14 ist eine Führungsstange
In der Zeichnung bedeutet 1 ein vorderes und' 2 ein hinteres Maschinengestell, die über Stangen 3 miteinander fest verbunden sind. An den beiden Maschinengestellen sind je zwei oben zusammenlaufende Führungshülsen 4 befestigt, in dienen je eine an ihrem unteren Ende ein gummibereiftes Rad 5 tragende Führungsstange 6 längs verschiebbar gelagert ist. Ferner ist an den Maschinengestellen je ein Zugring 7 bzw. 8 befestigt. An den einander zugekehrten Seiten der Maschinengestelle i, 2 sind je vier Führungsrollen 9 drehbar gelagert, die je einen Ring 10 bzw. 11 tragen. Diese Ringe sind miteinander durch, mehrere ■ regelmäßig verteilte Traversen 12 verbunden. Beispielsweise sind in der Zeichnung vier solcher Traversen vorgesehen, nämlich je eine auf jeder Seite und je eine oben und unten. Auf jeder Traverse 12 sind beispielsweise zwei Metallspritzpistolen 13 bekannter Ausführung so gelagert, daß sie gemeinsam in radialer Richtung bezüglich der Ringe 10,11 verschiebbar sind. Diese Anordnung ist am besten aus den Fig. 3 bis 5 ersichtlich. Die Metallspritzpistolen sind auf einer Trägerplatte 14 montiert, die an ihren beiden Enden mit je einer Führungsstange 15 versehen ist. Letztere sind in je einer Federhülse 16 längs verschiebbar gelagert und werden durch je eine Feder 17, die gegen einen Bund 18 wirkt, in der dargestellten Lage gehalten. Die Trägerplatte 14 kann demnach entgegen, der Wirkung der Federn 17 gegen die Federhülsen bewegt werden. Die Federhülsen 16 sind ihrerseits in der Traverse 12 längs verschiebbar gelagert. Sie weisen auf ihrer hinteren Oberfläche eine Zahnung auf, in die ein Zahnrad 19 eingreift. Die beiden Zahnräder der Federhülsen einer jeden Traverse sind miteinander über eine Achse 19' verbunden,. Wird letztere durch eine Kurbel, die auf das dazu vorgesehene Achsenende aufgesteckt wird, gedreht, so bewegt sich demnach die Trägerplatte 14 nach außen oder nach innen in bezug auf die Ringachse. Durch einen Arretierstift 20 kann eine gewählte Lage der Trägerplatte 14 gesichert werden. In der Mitte der Trägerplatte 14 ist eine Führungsstange
21 längs verschiebbar gelagert. Diese Stange trägt auf der einen Seite eine Zahnung, in die ein unter
der Trägerplatte angeordnetes und. über eine Achse
22 vermittels einer auf diese aufsteckbaren Kurbel antreibbares Zahnrad eingreift. An ihrem oberen
Ende trägt die Führungsstange 21 eine Fühlerrolle 23, die vorzugsweise gummibereift ist, und
die über ein Lager 24 in der Führungssitange 21 so gelagert ist, daß sie sich um die Längsachse der
Führungsstange 21 drehen kann. Die an der Führungsstange 21 angebrachte Skala25 bzw.- Maßstabeinteilung
(s. Fig. 3) gestattet die Lage der Führungsstange 21 bzw. der Fühlerrolle 23 bezüglich
der Trägerplatte 14 einzustellen. Durch die beschriebene Lagerung der Metallspritzpistolen: 13
wird bezweckt, daß der Abstand ihrer Mundstücke von einer zu metallisierenden Rohrwandlung 26
unter allen Umständen unverändert gleich dem vermittels der Führungsstangen 21 eingestellten Ab- no
stand bleibt. Dies wird dadurch erreicht, daß, nachdem der gewünschte Spritzabstand vermittels der
Fühlerrolle 23 eingestellt worden ist, die Trägerplatte 14 durch Verschiebung der Federhülseni 16
gegen die Rohrwandung zu bewegt wird, bis die Fühlerrolle 23 auf dieselbe auftrifft, worauf die
Federhülse 16 noch um einen bestimmten Betrag in gleicher Richtung weiterverschoben werden,, sodaß
sich der Bund 18 von seiner Auflage abhebt und die Feder 17 zusammengedrückt wird. Es ergibt
sich, daß die Trägerplatte 14 jetzt durch Federdruck gegen die Rohrwandung gedrückt wird und
die Fühlerrolle 23 stets an die Rohrwandung 26 gedruckt hält, wodurch der Spritzabstand gesichert ist..
Die Zufuhr des zu verspritzenden Drahtes 27, z.B. Zinkdraht, erfolgt über je ein den Metall-,
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Spritzpistolen zugeordnetes Leitrohr 28. Konzeivtrisch
zum. Ring 11 sind drei Rohrleitungen 29 für
Gas, Luft und Sauerstoff und ein Ringkabel 30 für Zünd- und Steuerstrom angeordnet. Die Metall-Spritzpistolen
13 sind über Schlauchverbindlungen 31 mit den Rohrleitungen 29 und über flexible
Kabelverbindungen 32 mit dem Ringkabel 30 verbunden. Für den Durchtritt dieser Verbindungen
zu den Metallspritzpistolen ist die Traverse 12 mit einer länglichen Öffnung 33 versehen (s. Fig. 5).
Die Traverse 12 weist ferner zwei Bohrungen 34 für die Lagerung der Federhülsen. 16 auf.
Die Leitrohre 28 für die Spritzdtähte 27 sind im Maschinengestell· 2 in einem gemeinsamen Schutzrohr
35 (s. Fig. 1) untergebracht. Am linken Ende dieses Maschinengestelles sind Vorratsrollen 36 für
den Spritzdraht drehbar gelagert. Die Zufuhrschläuche zu den Rohrleitungen 29 und die elektrischen
Kabel und Drähte sind zusammengefaßt durch ein gebogenes Schutzrohr 37 und sind nach
unten aus dem Maschinengestell 2 und dann nach links aus der Metallspritzeinrichtung herausgeführt.
Aus der Fig. 6, die eine Ansicht des rechten Endes der beschriebenen Metallspritzeinrdchtung
zeigt, geht die Höhenverstelleinrichtung für dieselbe hervor. Damit die Metallspritzeinrichtung
richtig arbeiten kann, ist. es Bedingung, daß die Mittelpunkte der beiden Ringe 10,11 mit der Rohrachse
übereinstimmen. Um diese Aufstellung bei Röhren mit unterschiedlichen Durchmessern leicht
vornehmen zu können, weisen die Führungsstangen 6 für die Fahrräder 5 auf den einander zugekehrten
Seiten je eine Zähnung auf, und in der Wandung der Führungshülsen 4 ist je ein Zahnritzel
angeordnet, welches mit dieser Zahnung im Eingriff steht. Die Zahnritzel je der einen Längsseite
der Metallspritzeinrichtung stehen; miteinander durch weiter nicht dargestellte Getriebemittel
in. Wirkverbindüng. Ferner sind die Zahnritzel am rechten Ende der Metallspritzeinrichtung
je mit einem Kettenrad 38 bzw. 39 fest verbunden. Die letzteren sind über Ketten 40 mit weiteren
Kettenrädern 41 verbunden, welche mit je einem
Zahnrad 42 auf einer Achse drehbar gelagert sind. Das rechte Zahnrad 42 (s. Fig. 6) steht mit einem
durch eine Kurbel 43 antreibbaren Zahnrad 44 direkt im Eingriff, während zwischen dem linken
Zahnrad 42 und dem Zahnrad 44 ein Umkehrrad-So 45 angeordnet ist. Durch diese Anordnung wird erreicht,
daß beim Drehen der Kurbel im Uhrzeigersinn die Fahrräder 5 gehoben bzw. die Metallspritzeinrichtung
gesenkt wird, und umgekehrt. Befindet sich die Metallspritzeinrichtung in der gewünschten.
Lage, so werden die Führungsstangen 6 durch Arretierschrauben 46 gesichert.
Der Spritzvorschub in Richtung der Rohrachse erfolgt bei der beschriebenen Metallspritzeinrichtung
durch Längsverschiebung derselben. Um das ganze Rohrinnere zu bespritzen, muß dieser Verschiebung
noch eine Schwenkbewegung der die Spritzpistolen tragenden Ringe10, 11 überlagert
werden. Im vorliegenden Fall hat diese Schwenkbewegung einen Winkel von etwa 900 zu bestreichen.
Je nach der Anzahl von Spritzgruppen kann aber die Schwenkbewegung größer oder kleiner
sein. Um die Schwenkbewegung ausführen zu können, ist der Ring 10 mit einem Zahnradsektor
47 versehen (3. Fig. iund2), in den ein Zahnrad
48 eingreift, welches über ein Zahnradgetriebe 48' mit einer Achse 49 in Verbindung steht. Auf der
Achse 49 sind zwai Zahnräder 50 bzw. 51 lose gelagert,
welche durch zwei zwischen ihnen angeordl· nete magnetische Kupplungen 52, 53 mit der Achse
49 abwechslungsweise kuppelbar sind. Das Zahnrad 50 wird über ein Getriebe 54 und ein Zahnrad-SS
durch einen Elektromotor 56 direkt angetrieben, während das Zahnrad 51 über das Getriebe 54, ein
Zahnrad 57 und ein Umkehrradi 58 angetrieben wird. Dies hat zur Folge, daß die Zahnräder 50, 51 80'
einander entgegengesetzte Drehrichtungen aufweisen. Die magnetischen Kupplungen 52, 53 sind
über je einen Endschalter 59 bzw. 60, die miteinander so mechanisch verbunden sind, daß beim
Schließen des einen Schalters der andere gleichzeitig geöffnet wird, abwechslungswei.se erregbar.
Die Endschalter 59, 60 sind am Maschinengestell 1 befestigt und werden jeweils kurz vor Erreichung
der beiden Endlagen der Schwenkbewegung des Ringes 10 durch ein an ihm angeordnetes Steuerglied
betätigt. Durch Änderung dbr Übersetzung der beschriebenen Getriebeeinrichtung oder durch
Änderung der Drehzahl des Elektromotors 56 kann die Geschwindigkeit der Schwenkbewegung auf
einen praktisch günstigen Wert eingestellt werden. Um eine tadellose Bespritzung des Rohrinnern zu
erhalten, müssen natürlich die Schwenkbewegung und die Fortbewegung der Metallspritzeinrichtung
aufeinander abgestimmt sein.
Für den Transport der beschriebenen Einrichtung sind an den Maschinengestellen 1, 2 je zwei
Füße 61 vorgesehen, auf welche die Einrichtung abgesetzt werden kann. Auch bei der Einführung
der Metallspritzeinrichtung in ein Rohr und bei der Einstellung der richtigen Höhenlage können
die Füße 61 nützliche Dienste leisten.
Der Motor 56 kann gleichzeitig für den Schwenk antrieb
des Ringes 10 und den Antrieb der Fahrräder 5 dienen, und zwar so, daß die Schwenkbewegung
der Metallspritzpistolen 13 und deren Vorschubbewegung zwangläufig untereinander verbündten
sind.
In der Fig. 8 ist die beschriebene Metallspritzeinrichtung 62 in Gebrauchslage im Innern einer
schräg verlegten Druckleitung 63 dargestellt. Sie wird, an einem Seil 64 hängend, vermittels einer
Seilwinde 65 mit einer bestimmten Vorschubgeschwindigkeit
im Rohr heruntergelassen. Vermittels einer zweiten Winde 66 wird das aus den
Schlauch- und Kabelverbindungen kombinierte Zufuhrkabel 67 dem Vorschub entsprechend nachgegeben. An der Winde 66 erfolgt die Verbindung
der Kabelleitungen mit der Stromquelle usw. über Schleifringe und Bürsten und die Verbindung der
Schlauchleitungen' mit den verschiedenen Gasbehältern über Rillenkupplungen. Ist genügend
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Platz am oberen Ende der Druckleitung vorhanden, so kann das kombinierte Kabel auch nur in großen
Windungen am Boden bereitgelegt werden und nach Bedarf nachgegeben werden,. Ist hingegen am
oberen Druckleitungsende nur wenig Platz vorhanden, so wird hier nur die Seilwinde^ aufgestellt,
während die Winde 66 für das kombinierte Kabel am unteren "Druckleitungsende aufgestellt
oder das kombinierte Kabel hier bereitgelegt wird. ίο Je nachdem die Metallspritzeinirichtung zweckmäßiger
oben oder unten in die Rohrleitung ein^
geführt wird, wird sie dann vermittels der Seilwinde 65 im Rohr 63 heruntergelassen oder heraufgezogen.
Falls sie von oben eingeführt wird, muß das kombinierte Kabel vorerst im Rohr hochgezogen und mit der Metallspritzeinriehtung verbunden
werden. Beim Herunterlassen der Metallspritizeinrichtung
wird dann das kombinierte Kabel am unteren Druckleitungsende in Windungen gelegt.
Ist oben auch kein Platz für die Seilwinde 65 vorhanden, so wird diese im Innern des oberen
Rohrendes selbst gelagert und durch sich an der Rohrwandung abstützende Spreizeinrichtungen gesichert.
Eine solche Lösung findet allgemein bei verhältnismäßig langen Rohrleitungen statt und ist
in der Fig. 9 an einem horizontal verlegten Rohr 68 dargestellt. In diesem Fall ward die Metallisierung
des Rohres abschnittweise vorgenommen. Nach Beendigung eines Abschnittes wird die
Seilwinde 65 nach vor» verlegt und verankert,
das kombinierte Kabel 67 wieder hinter der Metallspritzeinrichtung 62 in Windungen bereitgelegt
und mit den Gasdruckflaschen 69 bzw. mit einem nachgeführten elektrischen1 Kabel verbunden.
Eine bedeutende Vereinfachung kann bei horizontal verlegten Rohrleitungen dad'urch erzielt
werden, daß die Metallspritzeinrichtung selbstfahrend ausgebildet wird, wodurch auf die Seilwinde
65 verzichtet werden kann. Da die abschnittweise Verlegung dieser Winde jeweils verhältnismäßig
viel Zeit benötigt, ergibt sieh durch die selbstfahrende Ausführungsform der Metallspritzeinrichtung
ein erheblicher Zeitgewinn, da nach jedem Abschnitt nur noch das kombinierte Kabel
6γ nachgeführt, in Windungen bereitgelegt und mit
den Gasdruckflaschen 69 verbunden und das elektrische Kabel nachgezogen und mit dem kombinierten
Kabel gekuppelt wird.
Bei der selbstfahrenden Ausführung der Metall-Spritzeinrichtung
sind die Fahrräder 5 je am einem vertikal verschwenkbaren Hebel 70 angeordnet. In
der Fig. 10 ist eine solche Anordnung dargestellt.
Der Hebel 70 ist um eine am Maschinengestell befestigte Achse 71 drehbar gelagert. Auf dieser
Achse ist ein Kettenrad 72 und ein mit diesem fest verbundenes Zahnrad 73 drehbar gelagert. Letzteres
wird über ein weiteres Zahnrad 74 und weiter nicht dargestellte Getriebemittel durch den Elektromotor
56 angetrieben. Das Kettenrad 72 treibt über eine Kette 75 ein auf der Achse des Fahrrades 5 gelagertes
und mit diesem fest verbundenes Kettenrad 76 an. Am Hebel 70 ist eine kreissektorförmigum
die Achse 71 gebogene Zahnstange "JJ befestigt,
in welche ein vermittels einer aufsteckbaren Kurbel 78 antreibbares Ritzel eingreift. Die so einstel'lbare
Schwenklage des Hebels 70 wird vermittels einer Arretierschraube 79 gesichert. Die Verstellung
der vier Schwenkhebel 70 kann natürlich gemeinsam erfolgen. Ferner werden nur die beiden
am Maschinengestell 1 angeordneten Fahrräder 5 angetrieben oder alle vier. Die selbstfahrende Metallspritzeinrichtung
hat den Vorteil, daß die beiden Vorschübe, längs und1 quer zum Rohr, zwangsmäßig
zusammenhängen, so daß ihr gegenseitiges Verhältnis sicher eingehalten werden kann.
Um das Nachführen der verschiedenen Schläuche für die Gaszufuhren zu vermeiden, können die Gasdruckflaschen
auch am Maschinengestell 2 befestigt werden. Es verbleibt dann nur noch ein elektrisches
Kabel für den Stromanschluß und für die verschiedenen Steuerdrähte, welches verhältnismäßig leicht
nachzuführen ist. Bei Verwendung einer Winde für das Kabel entfallen dann auch die verhältnis- :
mäßig komplizierten . Drehanschlüsse für die Schläuche. Bei verhältnismäßig kleinen Rohrdurchmessern
können die Druckflaschen nicht mehr am Maschinengestell befestigt werden. Um trotzdem
nur kurze Schlauchverbindungen verwenden zu können, werden die Druckflaschenbatterien· auf ein
besonderes Fahrzeug montiert, welches an die Metallspritzeinrichtung angehängt wird.
Obwohl· die beschriebene Einrichtung mit Metallspritzpistolen dargestellt und erläutert wurde,
ist es ohne weiteres möglich, die Bestückung auch . mit Farbspritzpistolen vorzunehmen und die Spritzeinrichtung
für die Überziehung des Rohrinnern mit einem Farbbelag, z. B. Teerbelag, zu verwenden.
Claims (23)
1. Verfahren zur Metallisierung von Rohrleitungen, insbesondere Druckleitungen von
Kraftwerken, wobei vermittels in der Achse beweglich angeordneter Metallspritzpistolen unter
Gasdruck verflüssigtes Metall zur Bildung einer Schutzschicht auf die Innenfläche der Leitungen
gespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man Metallspritzorgane innerhalb der Rohrleitung
in einem Abstand zu letzterer in der Axial- und Querrichtung bewegt und die Bewegung
in der Querrichtung mittels, eines meinem
Fahrgestell drehbar angeordneten Trägers herbeiführt, während man diejenige der Axialrichtung
durch Vorschub des Fahrgestelles mit dem auf ihm angeordneten Träger und der Metallspritzorgane längs der Rohrleitungs achse
bewerkstelligt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Metalilspritzorganie mittels des drehbaren Trägers abwechslungsweise
hin- und herversöhwenkt und die Verschwenkbewegungen
durch einen mit diesem zusammenwirkenden, am Fahrgestell angeordneten
Antriebsmechanismus veranlaßt, während' man den Vorschub in der Rohrleitungsachse
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durch Fortbewegung des Fahrgestelles mitsamt dem Träger ;und den Metallspritzorganen erzeugt.
':
3. Verfahren nach. Ansprüchen 1 und 2, da-. durch gekennzeichnet, daß man mehrere Gruppen
von Metallspritzorganen in einem bestimmten Abstand zur Rohrinnenwandung gemeinsam
quer zur Rohrachse verschwenkt.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegungen
durch einen in der die Metallspritzorgane tragenden Einrichtung untergebrachten
Antrieb herbeigeführt werden, wobei die Fortbewegung in 'der Rohrachse durch einen außerhalb
dieser Einrichtung stehenden Antrieb erfolgt, ;
5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegungen der Metallspritzorgane sowie die
Fortbewegung des Fahrgestelles durch einen in der Einrichtung untergebrachten Antrieb veranlaßt
wird. . . .
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5> dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegung
der Metallspritzpistolen und ihre Vorschubbewegung zwangsweise miteinander verbunden
werden.
7. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Ansprüchen; 1 bis 6, mit in der Längs-
und in der Drehrichtung beweglichen Metallspritzpistolen, die innerhalb der Rohrleitungen
angeordnet sind und zur schichtenweisen Metallauftragung auf die Innenflächen der Leitungen
im Spritzverfahren dienen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fahrgestell in der zu
bearbeitenden Rohrleitung fahrbar angeordnet ist, in welch ersterem ein Träger drehbar
lagert, der durch einen am Fahrgestell vorgesehenen Antriebsmechanismus angetrieben ist
und am Träger umfangseits die an sich beikannten Metallspritzpistolen angebracht sind,
welche radial verstellbar sind, wobei das Fahrgestell
mit einem Schubaggregat in Bewegungsverbindung steht.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen zwei mit Fahr- ' rädern versehenen und miteinander verbundenen
Maschinengestellen die durch Ringe gebildeten Träger angeordnet sind, wobei die
Ringe durch Traversen, welch letzteren je mindestens eine Metallspritzpistole zugeordnet ist,
verbunden sind und die Ringe mit den Metallspritzpistolen um die gemeinsame Längsachse
der beiden Maschinengestelle drehbar gelagert sind. .
9. Einrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, da-■ durch gekennzeichnet, daß an jeder der einander
zugekehrten Seiten der beiden Maschinen,-gestelle Führungsrollen drehbar gelagert sind,
auf denen, die Innenseite des zugeordneten Ringes aufliegt.
10. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Enden einer jeden Traverse je eine Federhülse
in radialer Richtung zu der Achse der beiden Ringe längs verschiebbar angeordnet ist.
11. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Federhülsen einer jeden Traverse vermittels in eine
in ihrer. Mantelfläche vorgesehene Zahnung eingreifende
Zahnräder gemeinsam verstellbar und vermittels eines Arretierstiftes in der eingestellten
Lage arretierbar sind.
12. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Federhülse eine aus dieser heraus ragende Führungsstange längs verschiebbar gelagert ist, die vermittels
einer in der Federhülse untergebrachten und auf einem Bund der Führungsstange wirkenden
Feder in radialer Richtung zu der Achse der beiden Ringe nach außen gedrückt wird.
13. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Enden der Führungsstangen einer Traverse
miteinander durch eine mindestens eine Metallspritzpistole und eine Fühlerrolle tragende
Trägerplatte verbunden sind.
14. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 10
und 13, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Trägerplatte zwei Metallspritzpistolen und zwisehen
diesen eine Fühlerrolle angeordnet sind.
15. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 10,
13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Fühlerrolle am äußeren Ende einer radiail an^
geordneten Führungsstange um die Achse der letzteren drehbar gelagert ist und die Rollenführungsstange
vermittels eines in eine an ihrer Mantelfläche angeordnete Zahnung eingreifenden
Zahnrades längs verschiebbar gelagert ist.
16. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 10
und 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungsstange der Fühlerrolle längs ihrer Mantelfläche mit einer Maßstabteilung versehen
ist, vermittels welcher die Lage der Fühlerroille
bezüglich der Trägerplatte einstellbar ist.
17. Einrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß am einen Ring ein
Zahnradsektor konzentrisch angeordnet ist, in den ein motorangetriebenes Zahnrad eingreift,
wobei zwischen Motor und Zahnrad Getriebemittel und zwei magnetische Kupplungen vorgesehen
sind, vermittels denen der Antrieb des Zahnradsektors kurz vor Erreichung der beiden
Endlagen der .Schwenkbewegungen des· Ringes über durch ihn gesteuerte Endschalter gewendet
wird1.
18. Einrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die an den
Maschinengestellen vorgesehenen Fahrräder an Führungsstangen angeordnet sind, die in an
den Maschinengestellen befestigten Führungshülsen vermittels in in der Mantelfläche der
Führungsstangen vorgesehenen Zahnungen eingreifender Zahnräder längs verschiebbar sind
19. Einrichtung nach' Ansprüchen 7, 8 und
18, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Zahn-
609 708/190
A 19082 VI/48b
räder für den Antrieb der Führungsstangen über Getriebemittel miteinander verbunden
sind, derart, daß die Fahrräder gemeinsam gegenüber dem Maschinengestell einstellbar
sind.
20. Einrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrräder an
den außenseitigen Enden von Hebeln angeordnet
sind, welch letztere ihrerseits mit ihren
ίο inneren Enden drehbar in den Maschinen-
gestelleii lagern, wobei diese Hebel vermittels kreisförmiger Zahnstangen und in letztere eingreifender,
in den Maschinengestellen angeord- : neter Zahnräder vertikal verschwenkt werden
können,
21. Einrichtung nach Ansprüchen 7, 8 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Zahnräder
für den Antrieb der kreissektorförmigen Zahnstangen über Getriebemittel miteinander
verbunden sind, derart, daß die Fährräder ge- ao meinsam gegenüber den Maschinengestellen einstellbar
sind.
22. Einrichtung nach Ansprüchen 7, 8 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß an den Fahrrädern
Kettenräder befestigt sind, die über Ketten mit auf den Schwenkachsen der Hebel
angeordneten Kettenrädern in Wirkverbindung stehen, welch letztere über mit ihnen fest verbundenen
Zahnrädern und weiteren Getriebemitteln gemeinsam durch einen Motor angetrieben sind. ^0
23. Einrichtung nach Ansprüchen 7, 8, 20 und 22, dadurch gekennzeichnet, daß für den
Schwenkantrieb des Ringes und den Antrieb der Fahrräder der gleiche Motor vorgesehen ist.
35
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 805 339, 574 026.
Deutsche Patentschriften Nr. 805 339, 574 026.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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