DEA0019082MA - - Google Patents

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DEA0019082MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 22. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 48b GRUPPE INTERNAT. KLASSE C 23c
A 19082 VI/48b
Paul von Arx, Sissach (Schweiz)
ist als Erfinder genannt worden
Es ist bekannt, daß die Innenmetallisierung von Rohrleitungen nach dem Schoopschen Metallspritzverfahren einen sehr wirksamen Korrosionsschutz bildet. Bed bereits verlegten Rohrleitungen ist jedoch eine solche ItinenmetaMisierung nur schwer durchzuführen, so daß sie nur ganz ausnahmsweise, bei verhältnismäßig kurzen Rohrleitungen vorgenommen wird. Druckleitungen von Kraftwerken konnten deshalb nach ihrer Verlegung nicht mehr mit einer Innenmetallisierung, z. B. einer aufgespritzten Zinkschicht, versehen werden.
An sich kennt man in der Technik bereits die Metallspritzung unter Gasdruck in Hohlkörpern, wobei man die Metallisierung abschnittweise in Spannungsausgleichenden Teilstücken ausführte. Derartige Verfahren waren mehr zum Metallisieren von in der Länge kurzen Hohlkörpern, z. B: Büchsen u. dgl., geeignet. Ferner kennt man die Herstellung metallischer Hohlkörper, wobei mittels· einer oder mehrerer in der Längsachse sich bewegenden Düsen Metallschichten gegen eine sich drehende Form durch Aufspritzen gebildet werden. Auch
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diese Methode eignet sich n'ur für die Herstellung von in der Länge und im Durchmesser beschränkten Hohlkörpern.
: Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur
Metallisierung der Innenoberfläche von Rohrleitungen, insbesondere Druckleitungen von Kraftwerken, also verhältnismäßig langen und,' im Durchmesser großen Gegenständen, welches sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, daß man Metallspritzorgane innerhalb der Rohrleitung in einem bestimmten Abstand zu letzterer in der Axial- unld Querrichtung bewegt und die Bewegungen in der Querrichtung mittels eines in einem Fahrgestell drehbar angeordneten Trägers herbeiführt. Die Bewegungen in der Axialrichtung bewerkstelligt man hingegen durch Vorschub des Fahrgestelles mit dem auf ihm angeordneten Träger und der Metallspritzorgane längs der Rohrleitungsachsc.
Bei der zur Ausübung des Verfahrens geeigneten Einrichtung ist erfindungsgemäß ein Fahrgestell in der zu metallisierenden Rohrleitung fahrbar angeordnet, in welch ersterem ein Träger1 drehbar lagert, der durch einen am Fahrgestell vorgesehenen Antriebsmechanismus angetrieben ist, und am Träger sindi urn fangs sei ts Metallspritzpistolen angebracht, welche radial verstellbar sind zwecks Einstellen der Distanzen von der Rohrleitungswand. Da's Fahrgestell ist dabei mit einem, Fortbewegungsaggregat verbunden,
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer für die Durchführung des Verfahrens geeigneten Einrichtung schematisch dargestellt, welche gleichzeitig zur Erläuterung des Verfahrens dient. Es zeigt
Fig. ι einen· Längsschnitt durch eine Metallisierungsemrichtung,
Fig. 2 einen Querschnitt zur derselben gemäß der Schnittlinie I-I der Fig. 1,
Fig. 3 eine Anordnung der Metallspritzpistolen 4^ in einem größeren Maßstab,
Fig. 4 eine Draufsicht auf Fig. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht auf einem Teil der Fig. 3, Fig. 6 eine Ansicht des einen Endes der Einrichtung,
Fig. 7 einen- Wendeantrieb,
Fig. 8 und 9 eine Metallisierumgseinrichtung in Gebrauchslage und
Fig. 10 eine Lagerung eines Fahrrades.
In der Zeichnung bedeutet 1 ein vorderes und' 2 ein hinteres Maschinengestell, die über Stangen 3 miteinander fest verbunden sind. An den beiden Maschinengestellen sind je zwei oben zusammenlaufende Führungshülsen 4 befestigt, in dienen je eine an ihrem unteren Ende ein gummibereiftes Rad 5 tragende Führungsstange 6 längs verschiebbar gelagert ist. Ferner ist an den Maschinengestellen je ein Zugring 7 bzw. 8 befestigt. An den einander zugekehrten Seiten der Maschinengestelle i, 2 sind je vier Führungsrollen 9 drehbar gelagert, die je einen Ring 10 bzw. 11 tragen. Diese Ringe sind miteinander durch, mehrere ■ regelmäßig verteilte Traversen 12 verbunden. Beispielsweise sind in der Zeichnung vier solcher Traversen vorgesehen, nämlich je eine auf jeder Seite und je eine oben und unten. Auf jeder Traverse 12 sind beispielsweise zwei Metallspritzpistolen 13 bekannter Ausführung so gelagert, daß sie gemeinsam in radialer Richtung bezüglich der Ringe 10,11 verschiebbar sind. Diese Anordnung ist am besten aus den Fig. 3 bis 5 ersichtlich. Die Metallspritzpistolen sind auf einer Trägerplatte 14 montiert, die an ihren beiden Enden mit je einer Führungsstange 15 versehen ist. Letztere sind in je einer Federhülse 16 längs verschiebbar gelagert und werden durch je eine Feder 17, die gegen einen Bund 18 wirkt, in der dargestellten Lage gehalten. Die Trägerplatte 14 kann demnach entgegen, der Wirkung der Federn 17 gegen die Federhülsen bewegt werden. Die Federhülsen 16 sind ihrerseits in der Traverse 12 längs verschiebbar gelagert. Sie weisen auf ihrer hinteren Oberfläche eine Zahnung auf, in die ein Zahnrad 19 eingreift. Die beiden Zahnräder der Federhülsen einer jeden Traverse sind miteinander über eine Achse 19' verbunden,. Wird letztere durch eine Kurbel, die auf das dazu vorgesehene Achsenende aufgesteckt wird, gedreht, so bewegt sich demnach die Trägerplatte 14 nach außen oder nach innen in bezug auf die Ringachse. Durch einen Arretierstift 20 kann eine gewählte Lage der Trägerplatte 14 gesichert werden. In der Mitte der Trägerplatte 14 ist eine Führungsstange
21 längs verschiebbar gelagert. Diese Stange trägt auf der einen Seite eine Zahnung, in die ein unter der Trägerplatte angeordnetes und. über eine Achse
22 vermittels einer auf diese aufsteckbaren Kurbel antreibbares Zahnrad eingreift. An ihrem oberen Ende trägt die Führungsstange 21 eine Fühlerrolle 23, die vorzugsweise gummibereift ist, und die über ein Lager 24 in der Führungssitange 21 so gelagert ist, daß sie sich um die Längsachse der Führungsstange 21 drehen kann. Die an der Führungsstange 21 angebrachte Skala25 bzw.- Maßstabeinteilung (s. Fig. 3) gestattet die Lage der Führungsstange 21 bzw. der Fühlerrolle 23 bezüglich der Trägerplatte 14 einzustellen. Durch die beschriebene Lagerung der Metallspritzpistolen: 13 wird bezweckt, daß der Abstand ihrer Mundstücke von einer zu metallisierenden Rohrwandlung 26 unter allen Umständen unverändert gleich dem vermittels der Führungsstangen 21 eingestellten Ab- no stand bleibt. Dies wird dadurch erreicht, daß, nachdem der gewünschte Spritzabstand vermittels der Fühlerrolle 23 eingestellt worden ist, die Trägerplatte 14 durch Verschiebung der Federhülseni 16 gegen die Rohrwandung zu bewegt wird, bis die Fühlerrolle 23 auf dieselbe auftrifft, worauf die Federhülse 16 noch um einen bestimmten Betrag in gleicher Richtung weiterverschoben werden,, sodaß sich der Bund 18 von seiner Auflage abhebt und die Feder 17 zusammengedrückt wird. Es ergibt sich, daß die Trägerplatte 14 jetzt durch Federdruck gegen die Rohrwandung gedrückt wird und die Fühlerrolle 23 stets an die Rohrwandung 26 gedruckt hält, wodurch der Spritzabstand gesichert ist..
Die Zufuhr des zu verspritzenden Drahtes 27, z.B. Zinkdraht, erfolgt über je ein den Metall-,
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Spritzpistolen zugeordnetes Leitrohr 28. Konzeivtrisch zum. Ring 11 sind drei Rohrleitungen 29 für Gas, Luft und Sauerstoff und ein Ringkabel 30 für Zünd- und Steuerstrom angeordnet. Die Metall-Spritzpistolen 13 sind über Schlauchverbindlungen 31 mit den Rohrleitungen 29 und über flexible Kabelverbindungen 32 mit dem Ringkabel 30 verbunden. Für den Durchtritt dieser Verbindungen zu den Metallspritzpistolen ist die Traverse 12 mit einer länglichen Öffnung 33 versehen (s. Fig. 5). Die Traverse 12 weist ferner zwei Bohrungen 34 für die Lagerung der Federhülsen. 16 auf.
Die Leitrohre 28 für die Spritzdtähte 27 sind im Maschinengestell· 2 in einem gemeinsamen Schutzrohr 35 (s. Fig. 1) untergebracht. Am linken Ende dieses Maschinengestelles sind Vorratsrollen 36 für den Spritzdraht drehbar gelagert. Die Zufuhrschläuche zu den Rohrleitungen 29 und die elektrischen Kabel und Drähte sind zusammengefaßt durch ein gebogenes Schutzrohr 37 und sind nach unten aus dem Maschinengestell 2 und dann nach links aus der Metallspritzeinrichtung herausgeführt.
Aus der Fig. 6, die eine Ansicht des rechten Endes der beschriebenen Metallspritzeinrdchtung zeigt, geht die Höhenverstelleinrichtung für dieselbe hervor. Damit die Metallspritzeinrichtung richtig arbeiten kann, ist. es Bedingung, daß die Mittelpunkte der beiden Ringe 10,11 mit der Rohrachse übereinstimmen. Um diese Aufstellung bei Röhren mit unterschiedlichen Durchmessern leicht vornehmen zu können, weisen die Führungsstangen 6 für die Fahrräder 5 auf den einander zugekehrten Seiten je eine Zähnung auf, und in der Wandung der Führungshülsen 4 ist je ein Zahnritzel angeordnet, welches mit dieser Zahnung im Eingriff steht. Die Zahnritzel je der einen Längsseite der Metallspritzeinrichtung stehen; miteinander durch weiter nicht dargestellte Getriebemittel in. Wirkverbindüng. Ferner sind die Zahnritzel am rechten Ende der Metallspritzeinrichtung je mit einem Kettenrad 38 bzw. 39 fest verbunden. Die letzteren sind über Ketten 40 mit weiteren Kettenrädern 41 verbunden, welche mit je einem Zahnrad 42 auf einer Achse drehbar gelagert sind. Das rechte Zahnrad 42 (s. Fig. 6) steht mit einem durch eine Kurbel 43 antreibbaren Zahnrad 44 direkt im Eingriff, während zwischen dem linken Zahnrad 42 und dem Zahnrad 44 ein Umkehrrad-So 45 angeordnet ist. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß beim Drehen der Kurbel im Uhrzeigersinn die Fahrräder 5 gehoben bzw. die Metallspritzeinrichtung gesenkt wird, und umgekehrt. Befindet sich die Metallspritzeinrichtung in der gewünschten. Lage, so werden die Führungsstangen 6 durch Arretierschrauben 46 gesichert.
Der Spritzvorschub in Richtung der Rohrachse erfolgt bei der beschriebenen Metallspritzeinrichtung durch Längsverschiebung derselben. Um das ganze Rohrinnere zu bespritzen, muß dieser Verschiebung noch eine Schwenkbewegung der die Spritzpistolen tragenden Ringe10, 11 überlagert werden. Im vorliegenden Fall hat diese Schwenkbewegung einen Winkel von etwa 900 zu bestreichen. Je nach der Anzahl von Spritzgruppen kann aber die Schwenkbewegung größer oder kleiner sein. Um die Schwenkbewegung ausführen zu können, ist der Ring 10 mit einem Zahnradsektor
47 versehen (3. Fig. iund2), in den ein Zahnrad
48 eingreift, welches über ein Zahnradgetriebe 48' mit einer Achse 49 in Verbindung steht. Auf der Achse 49 sind zwai Zahnräder 50 bzw. 51 lose gelagert, welche durch zwei zwischen ihnen angeordl· nete magnetische Kupplungen 52, 53 mit der Achse
49 abwechslungsweise kuppelbar sind. Das Zahnrad 50 wird über ein Getriebe 54 und ein Zahnrad-SS durch einen Elektromotor 56 direkt angetrieben, während das Zahnrad 51 über das Getriebe 54, ein Zahnrad 57 und ein Umkehrradi 58 angetrieben wird. Dies hat zur Folge, daß die Zahnräder 50, 51 80' einander entgegengesetzte Drehrichtungen aufweisen. Die magnetischen Kupplungen 52, 53 sind über je einen Endschalter 59 bzw. 60, die miteinander so mechanisch verbunden sind, daß beim Schließen des einen Schalters der andere gleichzeitig geöffnet wird, abwechslungswei.se erregbar. Die Endschalter 59, 60 sind am Maschinengestell 1 befestigt und werden jeweils kurz vor Erreichung der beiden Endlagen der Schwenkbewegung des Ringes 10 durch ein an ihm angeordnetes Steuerglied betätigt. Durch Änderung dbr Übersetzung der beschriebenen Getriebeeinrichtung oder durch Änderung der Drehzahl des Elektromotors 56 kann die Geschwindigkeit der Schwenkbewegung auf einen praktisch günstigen Wert eingestellt werden. Um eine tadellose Bespritzung des Rohrinnern zu erhalten, müssen natürlich die Schwenkbewegung und die Fortbewegung der Metallspritzeinrichtung aufeinander abgestimmt sein.
Für den Transport der beschriebenen Einrichtung sind an den Maschinengestellen 1, 2 je zwei Füße 61 vorgesehen, auf welche die Einrichtung abgesetzt werden kann. Auch bei der Einführung der Metallspritzeinrichtung in ein Rohr und bei der Einstellung der richtigen Höhenlage können die Füße 61 nützliche Dienste leisten.
Der Motor 56 kann gleichzeitig für den Schwenk antrieb des Ringes 10 und den Antrieb der Fahrräder 5 dienen, und zwar so, daß die Schwenkbewegung der Metallspritzpistolen 13 und deren Vorschubbewegung zwangläufig untereinander verbündten sind.
In der Fig. 8 ist die beschriebene Metallspritzeinrichtung 62 in Gebrauchslage im Innern einer schräg verlegten Druckleitung 63 dargestellt. Sie wird, an einem Seil 64 hängend, vermittels einer Seilwinde 65 mit einer bestimmten Vorschubgeschwindigkeit im Rohr heruntergelassen. Vermittels einer zweiten Winde 66 wird das aus den Schlauch- und Kabelverbindungen kombinierte Zufuhrkabel 67 dem Vorschub entsprechend nachgegeben. An der Winde 66 erfolgt die Verbindung der Kabelleitungen mit der Stromquelle usw. über Schleifringe und Bürsten und die Verbindung der Schlauchleitungen' mit den verschiedenen Gasbehältern über Rillenkupplungen. Ist genügend
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Platz am oberen Ende der Druckleitung vorhanden, so kann das kombinierte Kabel auch nur in großen Windungen am Boden bereitgelegt werden und nach Bedarf nachgegeben werden,. Ist hingegen am oberen Druckleitungsende nur wenig Platz vorhanden, so wird hier nur die Seilwinde^ aufgestellt, während die Winde 66 für das kombinierte Kabel am unteren "Druckleitungsende aufgestellt oder das kombinierte Kabel hier bereitgelegt wird. ίο Je nachdem die Metallspritzeinirichtung zweckmäßiger oben oder unten in die Rohrleitung ein^ geführt wird, wird sie dann vermittels der Seilwinde 65 im Rohr 63 heruntergelassen oder heraufgezogen. Falls sie von oben eingeführt wird, muß das kombinierte Kabel vorerst im Rohr hochgezogen und mit der Metallspritzeinriehtung verbunden werden. Beim Herunterlassen der Metallspritizeinrichtung wird dann das kombinierte Kabel am unteren Druckleitungsende in Windungen gelegt. Ist oben auch kein Platz für die Seilwinde 65 vorhanden, so wird diese im Innern des oberen Rohrendes selbst gelagert und durch sich an der Rohrwandung abstützende Spreizeinrichtungen gesichert. Eine solche Lösung findet allgemein bei verhältnismäßig langen Rohrleitungen statt und ist in der Fig. 9 an einem horizontal verlegten Rohr 68 dargestellt. In diesem Fall ward die Metallisierung des Rohres abschnittweise vorgenommen. Nach Beendigung eines Abschnittes wird die Seilwinde 65 nach vor» verlegt und verankert, das kombinierte Kabel 67 wieder hinter der Metallspritzeinrichtung 62 in Windungen bereitgelegt und mit den Gasdruckflaschen 69 bzw. mit einem nachgeführten elektrischen1 Kabel verbunden. Eine bedeutende Vereinfachung kann bei horizontal verlegten Rohrleitungen dad'urch erzielt werden, daß die Metallspritzeinrichtung selbstfahrend ausgebildet wird, wodurch auf die Seilwinde 65 verzichtet werden kann. Da die abschnittweise Verlegung dieser Winde jeweils verhältnismäßig viel Zeit benötigt, ergibt sieh durch die selbstfahrende Ausführungsform der Metallspritzeinrichtung ein erheblicher Zeitgewinn, da nach jedem Abschnitt nur noch das kombinierte Kabel nachgeführt, in Windungen bereitgelegt und mit den Gasdruckflaschen 69 verbunden und das elektrische Kabel nachgezogen und mit dem kombinierten Kabel gekuppelt wird.
Bei der selbstfahrenden Ausführung der Metall-Spritzeinrichtung sind die Fahrräder 5 je am einem vertikal verschwenkbaren Hebel 70 angeordnet. In der Fig. 10 ist eine solche Anordnung dargestellt. Der Hebel 70 ist um eine am Maschinengestell befestigte Achse 71 drehbar gelagert. Auf dieser Achse ist ein Kettenrad 72 und ein mit diesem fest verbundenes Zahnrad 73 drehbar gelagert. Letzteres wird über ein weiteres Zahnrad 74 und weiter nicht dargestellte Getriebemittel durch den Elektromotor 56 angetrieben. Das Kettenrad 72 treibt über eine Kette 75 ein auf der Achse des Fahrrades 5 gelagertes und mit diesem fest verbundenes Kettenrad 76 an. Am Hebel 70 ist eine kreissektorförmigum die Achse 71 gebogene Zahnstange "JJ befestigt, in welche ein vermittels einer aufsteckbaren Kurbel 78 antreibbares Ritzel eingreift. Die so einstel'lbare Schwenklage des Hebels 70 wird vermittels einer Arretierschraube 79 gesichert. Die Verstellung der vier Schwenkhebel 70 kann natürlich gemeinsam erfolgen. Ferner werden nur die beiden am Maschinengestell 1 angeordneten Fahrräder 5 angetrieben oder alle vier. Die selbstfahrende Metallspritzeinrichtung hat den Vorteil, daß die beiden Vorschübe, längs und1 quer zum Rohr, zwangsmäßig zusammenhängen, so daß ihr gegenseitiges Verhältnis sicher eingehalten werden kann.
Um das Nachführen der verschiedenen Schläuche für die Gaszufuhren zu vermeiden, können die Gasdruckflaschen auch am Maschinengestell 2 befestigt werden. Es verbleibt dann nur noch ein elektrisches Kabel für den Stromanschluß und für die verschiedenen Steuerdrähte, welches verhältnismäßig leicht nachzuführen ist. Bei Verwendung einer Winde für das Kabel entfallen dann auch die verhältnis- : mäßig komplizierten . Drehanschlüsse für die Schläuche. Bei verhältnismäßig kleinen Rohrdurchmessern können die Druckflaschen nicht mehr am Maschinengestell befestigt werden. Um trotzdem nur kurze Schlauchverbindungen verwenden zu können, werden die Druckflaschenbatterien· auf ein besonderes Fahrzeug montiert, welches an die Metallspritzeinrichtung angehängt wird.
Obwohl· die beschriebene Einrichtung mit Metallspritzpistolen dargestellt und erläutert wurde, ist es ohne weiteres möglich, die Bestückung auch . mit Farbspritzpistolen vorzunehmen und die Spritzeinrichtung für die Überziehung des Rohrinnern mit einem Farbbelag, z. B. Teerbelag, zu verwenden.

Claims (23)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Metallisierung von Rohrleitungen, insbesondere Druckleitungen von Kraftwerken, wobei vermittels in der Achse beweglich angeordneter Metallspritzpistolen unter Gasdruck verflüssigtes Metall zur Bildung einer Schutzschicht auf die Innenfläche der Leitungen gespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man Metallspritzorgane innerhalb der Rohrleitung in einem Abstand zu letzterer in der Axial- und Querrichtung bewegt und die Bewegung in der Querrichtung mittels, eines meinem Fahrgestell drehbar angeordneten Trägers herbeiführt, während man diejenige der Axialrichtung durch Vorschub des Fahrgestelles mit dem auf ihm angeordneten Träger und der Metallspritzorgane längs der Rohrleitungs achse bewerkstelligt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Metalilspritzorganie mittels des drehbaren Trägers abwechslungsweise hin- und herversöhwenkt und die Verschwenkbewegungen durch einen mit diesem zusammenwirkenden, am Fahrgestell angeordneten Antriebsmechanismus veranlaßt, während' man den Vorschub in der Rohrleitungsachse
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durch Fortbewegung des Fahrgestelles mitsamt dem Träger ;und den Metallspritzorganen erzeugt. ':
3. Verfahren nach. Ansprüchen 1 und 2, da-. durch gekennzeichnet, daß man mehrere Gruppen von Metallspritzorganen in einem bestimmten Abstand zur Rohrinnenwandung gemeinsam quer zur Rohrachse verschwenkt.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegungen durch einen in der die Metallspritzorgane tragenden Einrichtung untergebrachten Antrieb herbeigeführt werden, wobei die Fortbewegung in 'der Rohrachse durch einen außerhalb dieser Einrichtung stehenden Antrieb erfolgt, ;
5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegungen der Metallspritzorgane sowie die Fortbewegung des Fahrgestelles durch einen in der Einrichtung untergebrachten Antrieb veranlaßt wird. . . .
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5> dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegung der Metallspritzpistolen und ihre Vorschubbewegung zwangsweise miteinander verbunden werden.
7. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Ansprüchen; 1 bis 6, mit in der Längs- und in der Drehrichtung beweglichen Metallspritzpistolen, die innerhalb der Rohrleitungen angeordnet sind und zur schichtenweisen Metallauftragung auf die Innenflächen der Leitungen im Spritzverfahren dienen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fahrgestell in der zu bearbeitenden Rohrleitung fahrbar angeordnet ist, in welch ersterem ein Träger drehbar lagert, der durch einen am Fahrgestell vorgesehenen Antriebsmechanismus angetrieben ist und am Träger umfangseits die an sich beikannten Metallspritzpistolen angebracht sind, welche radial verstellbar sind, wobei das Fahrgestell mit einem Schubaggregat in Bewegungsverbindung steht.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen zwei mit Fahr- ' rädern versehenen und miteinander verbundenen Maschinengestellen die durch Ringe gebildeten Träger angeordnet sind, wobei die Ringe durch Traversen, welch letzteren je mindestens eine Metallspritzpistole zugeordnet ist, verbunden sind und die Ringe mit den Metallspritzpistolen um die gemeinsame Längsachse der beiden Maschinengestelle drehbar gelagert sind. .
9. Einrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, da-■ durch gekennzeichnet, daß an jeder der einander zugekehrten Seiten der beiden Maschinen,-gestelle Führungsrollen drehbar gelagert sind, auf denen, die Innenseite des zugeordneten Ringes aufliegt.
10. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Enden einer jeden Traverse je eine Federhülse in radialer Richtung zu der Achse der beiden Ringe längs verschiebbar angeordnet ist.
11. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Federhülsen einer jeden Traverse vermittels in eine in ihrer. Mantelfläche vorgesehene Zahnung eingreifende Zahnräder gemeinsam verstellbar und vermittels eines Arretierstiftes in der eingestellten Lage arretierbar sind.
12. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Federhülse eine aus dieser heraus ragende Führungsstange längs verschiebbar gelagert ist, die vermittels einer in der Federhülse untergebrachten und auf einem Bund der Führungsstange wirkenden Feder in radialer Richtung zu der Achse der beiden Ringe nach außen gedrückt wird.
13. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Enden der Führungsstangen einer Traverse miteinander durch eine mindestens eine Metallspritzpistole und eine Fühlerrolle tragende Trägerplatte verbunden sind.
14. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 10 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Trägerplatte zwei Metallspritzpistolen und zwisehen diesen eine Fühlerrolle angeordnet sind.
15. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 10, 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Fühlerrolle am äußeren Ende einer radiail an^ geordneten Führungsstange um die Achse der letzteren drehbar gelagert ist und die Rollenführungsstange vermittels eines in eine an ihrer Mantelfläche angeordnete Zahnung eingreifenden Zahnrades längs verschiebbar gelagert ist.
16. Einrichtung nach Ansprüchen 7 bis 10 und 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange der Fühlerrolle längs ihrer Mantelfläche mit einer Maßstabteilung versehen ist, vermittels welcher die Lage der Fühlerroille bezüglich der Trägerplatte einstellbar ist.
17. Einrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß am einen Ring ein Zahnradsektor konzentrisch angeordnet ist, in den ein motorangetriebenes Zahnrad eingreift, wobei zwischen Motor und Zahnrad Getriebemittel und zwei magnetische Kupplungen vorgesehen sind, vermittels denen der Antrieb des Zahnradsektors kurz vor Erreichung der beiden Endlagen der .Schwenkbewegungen des· Ringes über durch ihn gesteuerte Endschalter gewendet wird1.
18. Einrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Maschinengestellen vorgesehenen Fahrräder an Führungsstangen angeordnet sind, die in an den Maschinengestellen befestigten Führungshülsen vermittels in in der Mantelfläche der Führungsstangen vorgesehenen Zahnungen eingreifender Zahnräder längs verschiebbar sind
19. Einrichtung nach' Ansprüchen 7, 8 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Zahn-
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räder für den Antrieb der Führungsstangen über Getriebemittel miteinander verbunden sind, derart, daß die Fahrräder gemeinsam gegenüber dem Maschinengestell einstellbar sind.
20. Einrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrräder an den außenseitigen Enden von Hebeln angeordnet sind, welch letztere ihrerseits mit ihren
ίο inneren Enden drehbar in den Maschinen-
gestelleii lagern, wobei diese Hebel vermittels kreisförmiger Zahnstangen und in letztere eingreifender, in den Maschinengestellen angeord- : neter Zahnräder vertikal verschwenkt werden können,
21. Einrichtung nach Ansprüchen 7, 8 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Zahnräder für den Antrieb der kreissektorförmigen Zahnstangen über Getriebemittel miteinander verbunden sind, derart, daß die Fährräder ge- ao meinsam gegenüber den Maschinengestellen einstellbar sind.
22. Einrichtung nach Ansprüchen 7, 8 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß an den Fahrrädern Kettenräder befestigt sind, die über Ketten mit auf den Schwenkachsen der Hebel angeordneten Kettenrädern in Wirkverbindung stehen, welch letztere über mit ihnen fest verbundenen Zahnrädern und weiteren Getriebemitteln gemeinsam durch einen Motor angetrieben sind. ^0
23. Einrichtung nach Ansprüchen 7, 8, 20 und 22, dadurch gekennzeichnet, daß für den Schwenkantrieb des Ringes und den Antrieb der Fahrräder der gleiche Motor vorgesehen ist.
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In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 805 339, 574 026.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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