CH308948A - Verfahren zur Herstellung von Metallrohlingen für die Erzeugung von Hohlkörpern durch Auspressen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallrohlingen für die Erzeugung von Hohlkörpern durch Auspressen.

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CH308948A
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Description


  <B>Verfahren zur Herstellung von</B>     Metallrohlingen   <B>für die Erzeugung von</B>     Hohlkörpern     durch Auspressen.    Zur Erzeugung von zylindrischen Hohl  gegenständen nach der     Auspressmethode    und  insbesondere zur     Erzeugung    von Tuben für  Zahnpasten, Lebensmittelkonserven, Arznei  mittel oder dergleichen kann man aus     Ble-          ehen    oder Bändern geeigneter Stärke Zylinder  ausstanzen, welche einen     zweekentspreehenden     Durchmesser und Höhe besitzen, und diese       Zcliiider    sodann dem     Auspressvorgang    unter  werfen,

   wodurch der Behälter mit     gesehlos-          senem    oder durchlochtem Boden oder mit vor  stehenden Ansätzen - je nach dem     vorgese-          lienen        Verwendungszweek    - gebildet wird.  



  Das Ausstanzen dieser Zylinder und Schei  ben aus Blechen verursacht Abfälle, welche  theoretisch etwas mehr als 10 /o betragen, sieh  praktisch jedoch aus technologischen Gründen       gewöhnlieh    auf 30 /o und mehr belaufen. An  Stelle     derVerwendung    von Blech     alsAusgangs-          inaterial    könnte man auch gewalztes Material       init    rechteckigem Querschnitt verwenden, wel  ches     gewöhnlich    pro Gewichtseinheit einen  niedrigeren Preis besitzt als Blech.

   Würde  man jedoch von so einem Walzmaterial eine  einzige Reihe von Scheiben ausstanzen, so wäre       der        theoretisehe        Abfall        27%"        in        der        Praxis     jedoch über     -10 /o,    was     jeglielien    Vorteil der  niedrigeren Anschaffungskosten des     Aus-          gangsmaterials    hinfällig machen würde.  



  Die Erfindung hat sich zur Aufgabe ge  stellt, die     Ausnützung    von Walzmaterial zur  Erzeugung von Hohlkörpern durch Auspres-         sen    zu ermöglichen, und zwar nicht allein.  durch Herabsetzen des Abfallprozentsatzes  beim Ausstanzen - bezüglich jenen, den man  mit Blechen erhält. -, sondern auch durch  völlige Ausschaltung dieses Abfalles.  



       Erfindungsgemäss    werden die Rohlinge  nicht durch Ausstanzen, sondern durch Form  veränderung und darauffolgendes Brechen  des Walzmaterials erhalten.  



  Genauer gesagt wird das metallische     Walz-          gut,    welches rechteckigen Querschnitt besitzt  und dessen Breite kleiner als der Aussendurch  messer des herzustellenden Hohlkörpers ist,  dadurch in seiner Form verändert, dass von  einander entfernte Abschnitte seiner kleineren  Seiten symmetrisch gegen die Achse des Walz  gutes hin     zusammengepresst    werden, während  das Walzgut selbst frei längs seiner grösseren  Seiten     geführt    vorwärtsbewegt wird. Das der  massen verformte W     a,lzgut    wird sodann an  den durch diese Verformungen verminderten       Querschnittsstellen    zerbrochen.  



  Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine  Vorrichtung zur Durchführung des genannten  Verfahrens. Diese Vorrichtung beinhaltet ein  Rollenpaar, welches mit gleicher Umfangs  geschwindigkeit umläuft, wobei die Rollen am  Umfang mit Nuten, die einander gegenüber  liegen, versehen sind, welche Nuten etwas brei  ter als die Stärke des Profilstückes und tiefer  als die halbe Breite des Profilstückes sind. Der  Boden jeder Nute ist über die gesamte Länge      mit Vorsprüngen     versehen,    die bis nahe an  den     Umfang    der Rolle reichen.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    des erfindungs  gemässen Verfahrens sowie der Vorrichtung  wird an Hand der     Zeichnung    beispielsweise  erläutert, wobei       Fig.l    eine     Ansieht    der Vorrichtung mit  teilweise entfernten Abschnitten,       Fig.    2 ein Schnitt nach der Linie     A- < 1     der     Fig.1.        Fig.3    ein Schnitt nach der Linie     B-B     der     Fig.1    und       Fig.4    ein Schnitt nach der Linie     C-C     der     Fig.1    ist.  



  Wie ans den Abbildungen ersichtlich ist,  besteht die     Vorrichtung    aus einer Stützplatte  1, in welcher die durch Zahnräder 4 und 5  angetriebenen Wellen     \?und    3     gelagert    sind.       An    der Welle 3 ist eine Scheibe 6     befestigt,     welche am     Umfang    an einer ihrer Seiten mit       trapezförmigen        Vertiefungen    7, die durch  Spitzen 21 voneinander getrennt. sind, ver  sehen ist. Gegen diese Seitenfläche der Scheibe  6 ist.     mittels    Schrauben 19 eine Scheibe 8 glei  chen Durchmessers     befestigt.     



  An der Welle 2 ist eine Scheibe 14 be  festigt, mit welcher mittels Schrauben 20       (Fig.    3) ein Ring 9     verbunden    ist, der an  einer seiner     Seitenfläehen        fünfeckige    Vor  sprünge 10 besitzt, deren Form aus     Fig.    1 er  sichtlich ist und welche mit ihren Spitzen     ""     bis nahe an den     Umfang    des     Ringes    9 reichen.  In den.

   Zwischenräumen zwischen den Vor  sprüngen 10 sind - radial beweglich -     pris-          matisehe    Körper 11 angeordnet, welche ver  mittels einer nahe ihrem Ende ausgenom  menen Nut mit einer kreisförmigen, exzentri  schen Rippe 12, die an     einer        Verlängerung    13  der Grundplatte 1     vorgesehen    ist, in     Eingriff     stehen.  



  Die Scheibe 6, der Ring 9 und die an     ihnen     angebrachten Scheiben 8 und 14 besitzen einen  derartigen     Durchmesser,    dass sie sieh     tangen-          tial    berühren, und besitzen eine derartige Lage,  dass die entsprechenden Spitzen 21 und 22    miteinander in     Eingriff    kommen.

   Einem Ab  schnitt. des U     mfanges    des     drehenden    Elemen  tes     9-1-1        gegenüber    ist. an der Grundplatte 1  ein gebogener Teil 15-17     befestigt,    der mit       einer-    Nut 16     versehen    ist, die in der Ebene  der Vorsprünge 10 und der     verschiebbaren     Körper 11 liegt.  



  Ein Teil des Endes des Stückes 15 befin  det     sieh    weiter entfernt.     vom        Tangentialpunkt     der beiden Scheiben und     verlängert    sieh an  der Seite der Nut 16 in     einen    gebogenen Ab  schnitt 17 gegen die Platte 1.     (F'ig.4).    Die       Wirkungsweise    der     Vorriehtung    ist folgende:  Nachdem die beiden Wellen ? und 3 ver  mittels der Zahnräder 4 und 5 in Umdrehung  versetzt wurden, wird in den Zwischenraum  zwischen der Scheibe 6 und den Ring 9, an  der Stelle der     vorerwähnten    Umfangsnut, ein       'NValzgut    7 8 eingeführt.

   Der     Querschnitt    die  ses     VN        alzgutes    ist rechteckig; seine Dicke ist       geringer    als die Breite der     trapezförmigen     Vertiefungen 7 und als die Breite der Vor  sprünge 10, und seine Breite ist.     geringer    als  die doppelte Tiefe     besagter        Vertiefung    7.

   Das       Walz-gut    18 wird von     den    Spitzen 21 und     \_'?          ergriffen    und an den Stellen dieser Spitzen       zusammengepresst    und     t-erformt,        gelangt    so  dann in die folgenden Hohlräume der Schei  ben, in welchen es mit     geringem    Spiel bleibt  und somit die Form     einer    Kette von     Sechs-          eeken    annimmt, die     -untereinander    nur durch  dünne Stellen restlichen Materials     verbunden     sind.  



  Es ist     beachtenswert,    dass sieh die pris  matischen     Körper    11 an den     Tangentenpnnk-          ten    zwischen den beiden Seheiben in vollstän  dig     gegen    die Welle 2     zurückgeschobener    Lage  befinden, und zwar infolge der     Wirkung    der  exzentrischen Rippe 12.  



  Das an den     Tangentenpunkten        zv#-isehen     den beiden Rollen austretende     Walzgrit    wird  an dem Ring 9 anliegend gehalten und in die       i\Tut    16 des Stückes 15 eingeführt. In diesem  Verlauf werden die     prismatisehen    Körper 11  nach und nach durch die Rippe 12     gegen    den  Scheibenumfang verschoben und stossen somit      das verformte     Walzgut    aus, wie in     Fig.1        ge-          zeign    ist.  



  Nach ungefähr einer halben Umdrehung  befindet sich das verformte     Profilstüek    voll  ständig ausserhalb der entsprechenden Aus.  nehmung des Ringes 9 und wird anschliessend       clureh    die Nute 16 geführt. Am Ende dieser  Nut angelangt, wird es durch das gekrümmte  Ende 17 seitlich gebogen, wobei diese neuer  lielre Verformung den Bruch des Formstückes  1     ängs    seiner eingeschnürten Stellen verursacht,  derart, dass nach der Reihe bei jedem Bruch  ein     sechseekiges    Prisma 23 abgetrennt wird.

    Diese fallen beispielsweise durch ein Loch der  Platte 1 in einen nicht dargestellten     Sammel-          behälter.    Die Stücke 23 werden sodann vor  zugsweise einem Arbeitsgang unterzogen, in  welchem die Grate entfernt und die Kanten  abgerundet werden, indem sie wirr durchein  ander in an sich bekannter Weise in einer  rotierenden Trommel umwälzen gelassen wer  den, wonach sie für den Arbeitsgang des Aus  pressens bereit sind.  



  Die erläuterte Ausführungsform     kann        na-          türlieh    auf vielerlei Art abgeändert werden.  Die Form der Stücke 23 kann anders als die       beschriebene    sein, z. B. ein regelmässiges oder  leicht unregelmässiges Polygon mit     versehie-          clener    Seitenzahl oder auch ein Kreis.

   Die  Vorrichtung zur Durchführung des Verfah  rens kann Abänderungen unterworfen wer  den; so kann zum Beispiel der     Auswerfteil     des verformten Walzgutes aus dem Ring 9  eine andere Form besitzen; die Teilung der  verschiedenen Stücke 23 voneinander kann  durch     -Mittel    erfolgen, die in der Scheibe  selbst angeordnet sind, oder es kann der Bruch  des Walzgutes an den verformten geschwäch  ten Stellen durch Verbiegen auf andere Art  und Weise durchgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von vielecki gen Rohlingen aus Metallstreifen mit recht- eekigem Querschnitt zur Erzeugung von Hohlkörpern durch Auspressen, dadurch ge kennzeichnet, dass besagter Streifen durch zwei sich drehende scheibenförmige Rollen durchgeführt wird, welche mit sich gegen überliegenden Spitzen versehen sind, wobei der Streifen durch starr mit diesen Spitzen verbundene Flanken lose geführt wird, wo nach die Abschnitte des eingekerbten Strei fens voneinander abgetrennt werden.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit einem Paar von zusammenwirkenden, gezahnten, scheibenförmigen Rollen, die mit Mitteln ver sehen sind, um sie mit gleicher Umfangs geschwindigkeit umlaufen zu lassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen gekoppelt sind und einander mit Umfangsnuten gegenüber liegen, wobei jede dieser Umfangsnuten der Rollen mit Zähnen versehen ist, dessen Spit zen bis in die Nähe des Rollenumfanges rei chen. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Abschnitte des eingekerbten Streifens durch Abrollen längs einer Linie abgetrennt werden, die senkrecht auf die eingekerbte Fläche des Streifens steht. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne einer der Rollen fünfeckig mit einem dreieckigen äussern Ende ausgebildet sind und vom Boden der Rille am Umfang dieser Rolle ausgehen. 3.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Zähne mit pris matischen, zwischen ihnen angeordneten Kör pern abwechselnd aufeinanderfolgen, welche Körper radial gerichtet und in dieser Rich tung unter dem Einfluss eines ringförmigen Elementes, welches in das innere Ende der Körper eingreift, beweglich sind, wobei be sagtes Ringelement exzentrisch bezüglich der Drehachse der Rolle angeordnet und mit der Rolle drehbar ist und wobei die äussern En den besagter Körper Teile des Bodens der Umfangsnut der Rolle bilden. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die genannten Körper durch Umdrehung der Rolle eine voll ständige Hin- und Herbewegung ausführen, wobei sie an jener Stelle, an der die Rollen praktisch miteinander in Berührung stehen, ihre innerste Lage und an der entgegenge setzten Stelle ihre äusserste Lage einnehmen. 5.
    Vorrichtung nach Unteransprueh 3, ge- kennzeichnet durch eine kreisförmige Füh rung um jene Rolle herum, welche mit Zäh nen und versehiebbaren Körpern versehen ist, welche Führung eine Rille gegenüber der Umfangsnut der Rolle besitzt und an ihrem Ausgangsende seitlieb gebogen ist.
CH308948D 1952-01-30 1953-10-08 Verfahren zur Herstellung von Metallrohlingen für die Erzeugung von Hohlkörpern durch Auspressen. CH308948A (de)

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