CH310192A - Schachtofen mit Feuerung für nicht festen Brennstoff. - Google Patents
Schachtofen mit Feuerung für nicht festen Brennstoff.Info
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Description
Schachtofen mit Feuerung für nicht festen Brennstoff: Die Erfindung betrifft Schachtöfen, z. B. zum Brennen von Zement, Kalk, Magnesit, Dolomit, Schamotte und ähnlichen Stoffen. Bei den bekannten Schachtöfen erfolgt das Brennen von Zement und- ähnlichen Stoffen dadurch, dass das Rohgut in Stücken oder gra nuliert aufgegeben wird, wobei feste Brenn stoffe in Lagen zwischen dem Rohgut ge schichtet werden. -Wesentlich an diesen be kannten Schachtöfen ist, dass der Brennstoff nur in festem Zustande, also nicht flüssig oder gasförmig, zugegeben werden kann.
Es ist bereits versucht worden, für den Brennvorgang bzw. das Sintern, Kalzinieren und Glühen flüssige oder gasförmige Brenn stoffe zu verwenden. Alle Versuche dieser Art endeten jedoch ohne ein praktisches Resultat. Die Unmöglichkeit, bisher in -Schachtöfen der gebräuchlichen Bauart als Brennstoff Gase oder Flüssigkeiten zum Brennen zu verwen den, ist darauf zurückzuführen, dass bei den bekannten Schachtöfen angestrebt werden muss, die Sinterzone möglichst dicht unter der Gicht entstehen zu lassen. Das wird durch die Menge und die Geschwindigkeit der von unten zugegebenen Luft erreicht. Erst hierdurch kann ein Schnellbrand mit hoher Leistung, guter Qualität und geringem Wärmever brauch erhalten werden.
Bei Zugabe von flüs sigen oder gasförmigen Brennstoffen hingegen war eine Kontrolle über die Lage und Aus- dehnung der Sinterzone nicht möglich. Aus dem gleichen Grunde könnten auch feste Brennstoffe gemeinsam mit flüssigen oder gas förmigen Brennstoffen nicht verwendet wer den.
Diese Nachteile können vermieden werden, wenn eine Düsen- und Zündeinrichtung in einer geeigneten Lage angeordnet wird, so dass auch gasförmige oder flüssige Brennstoffe allein oder in Verbindung mit festen Brenn stoffen mit Erfolg verwendet werden können. In Ländern, in denen Brennöle für einen ge ringen Preis verkauft werden, ist die Verwen dung gasförmiger oder flüssiger Brennstoffe weitaus wirtschaftlicher als die Verwendung fester Brennstoffe, zumal wenn, die Schacht öfen in unmittelbarer Nähe von Gas- oder Erdölvorkommen aufgestellt werden können.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schacht ofen zum Sintern, Kalzinieren oder Glühen, bei dem im Schacht, z. B. etwa in der Höhe der Sinterzone, vorzugsweise unter der Gicht, ein Zündkopf angeordnet ist, der aus feuer festem Material besteht. Bei einer Ausfüh rungsform kann dieser Zündkopf höhenver= schieblich angeordnet werden, wodurch die Lage der Brennzone verändert werden kann.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Er findung können auch Vorrichtungen vorgese hen werden, durch die eine ständige Auf- und Abwärtsbewegung des Zündkopfes innerhalb eines-gewissen Bereiches erzielt werden kann. Hierdurch kann auch das Nachrutschen vom Rohgut erleichtert werden. Auch ist es unter CJmständen angezeigt, den Zündkopf durch Wasser zu kühlen.
Der Zündkopf nach der Erfindung besteht aus einem hohlen Körper, der sich nach unten öffnet. Im Zündkopf mündet mittels einer Düse wenigstens eine Zuleitung für nicht festen Brennstoff.
Die aus der tiefergelegenen Kühlzone des Schachtofens dem Brenngut entgegenkom mende, beispielsweise auf etwa 900 bis 1000 C erhitzte Verbrennungsluft strömt auf den Zündkopf zu. Bei Verwendung von Brennöl.' wird dieses innerhalb des Zündkopfes und in dessen Nähe vergast. Zusätzlich können hier bei auch durch die als Spritzdüse ausgebildete Düse oder in .der Nähe dieser Düse Abgase, beispielsweise aus dem Schachtofenschorn- stein, in den Zündkopf eingeführt werden.
Die Zündung des vergasten Brennöls oder des zugeführten Gases erfolgt dann, sobald die aus der Kühlzone emporsteigende erhitzte Luft beim Zündkopf mit dem gasförmigen Brennstoff zusammentrifft. Die Zündung wird dabei innerhalb des Zündkopfes oder auch in der Nähe des Zündkopfes erfolgen.
Als nichtfester Brennstoff kann Brennöl oder Gas oder auch ein Gemisch von beidem verwendet werden. In letzterem Fall kann Brennöl und Gas in getrennten Leitungen dem Zündkopf zugeführt werden, wobei auch für beide Stoffe jeweils geeignete Düsen Verwen dung finden können. Wesentlich ist dabei, dass ein zündfähiger Nebel entsteht, der Gas anteile und Brennölpartikelchen in geeigneter Zusammensetzung enthält.
Ein zündfähiger Nebel dieser Zusammen- Setzung kann auch gemeinsam mit festen Brennstoffen zur Durchführung des Brenn vorganges verwendet werden, wobei die letz teren in bekannter Weise in einzelnen Schich ten zwischen dem Rohgut eingebracht werden.
An Hand der Zeichnung wird die Erfin dung an mehreren Ausführungsbeispielen er läutert.
Fig.1 zeigt einen Schachtofen, bei dem der Zündkopf fest und unmittelbar unter der Gicht angeordnet ist. Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform des Zündkopfes.
Fig. 3 zeigt eine ähnliche Ausführungsform wie Fig.1, jedoch mit dem Unterschied, dass der Zündkopf höhenverschieblich und der Schornstein in der Mitte angeordnet ist.
Fig.4 zeigt eine Variante zu Fig.3 mit nach unten erweitertem Zündkopf und ver kürzter Sinterzone.
Fig.5 zeigt einen Schachtofen, der vor zugsweise zum Kalkbrennen dient und bei dem der Zündkopf tiefer im Schacht und be weglich angeordnet ist.
In Fig.1 ist der obere Teil eines Schacht ofens, beispielsweise zum. Brennen von Ze ment, dargestellt, der aus dem eigentlichen Schacht 1, dem erweiterten Giehtabsatz 2 und der eigentlichen Gicht 3 besteht. Bei diesem Schachtofen erfolgt die Zugabe der Zuschlag stoffe durch eine vorzugsweise rotierende Schurre 4. Der Schornstein 5 ist mit Rück sicht auf die hierbei angewendete Zuführung der Zuschlagstoffe seitlich angeordnet. Im Innern des Schachtofens ist der obere Teil der Kühlzone mit 6, die Sinterzone mit 7 und die Trockenzone mit 8 bezeichnet.
Oberhalb der Sinterzone befindet sich ein Zündkopf 9, der aus einem sich nach unten öffnenden Hohlkörper aus feuerfestem Material besteht. Im Innern des Zündkopfes 9 befindet sich der Zündraum 10, der einen Sammelraum für einen zündfähigen, gasförmigen Brennstoff bildet. Die Zuführung der gasförmigen oder flüssigen Brennstoffe erfolgt durch eine Rohrleitung 11, die im obern Teil des Zünd kopfes 9 in einer Spritz- oder Verteilerdüse 1.2 endet.
Vorzugsweise kann auch eine Ver bindung zwischen dem Zündraum 10 und dem Schornstein 5 durch eine Umlaufleitung 13 hergestellt werden, durch die die Ofengase im Rücklauf teilweise in den Zündraum 10 gelangen können. Die Bewegungsrichtung der gasförmigen oder flüssigen Brennstoffe und der zugeführten Ofengase wurde durch Pfeile angedeutet. Die Zündung des im. Zündkopf 9 sich sammelnden gasförmigen Brennstoffes erfolgt durch die von unten nach oben strö mende Heissluft, deren Richtung im Bereich des Schachtes 1 ebenfalls durch Pfeile an gedeutet ist.
Infolge der sich im Zündkopf 9 bildenden Verbrennung entsteht in unmittel barer Nähe des Zündkopfes, in den meisten Fällen etwas unter dem Zündkopf, die soge nannte Sinterzone 7. Infolge der erläuterten Ausbildung und der gezeigten Anordnung des Zündkopfes wird erreicht, dass sich die Sin- terzone bei Zementschachtöfen in einer Höhe befindet, die für einen Schnellbrand erfor derlich ist. Unter bestimmten Umständen ist es auch möglich, in den Zündkopf zusätzlich Wasser oder Wasserdampf einzuführen.
Die Verbrennungsluft, die ursprünglich Wasser dampf enthält, kann nämlich beim Aufstei gen in der Kühlzone ihr Wasser durch Hy dratisieren am kalzinierten oder gesinterten Produkt verlieren. Sie tritt dann in verhält nismässig trockenem Zustande in die -Sinter zone 7, wo die für eine gute Verbrennung erforderliche Wasserdampfmenge nicht mehr in ausreichenden Anteilen vorhanden ist.
Fig.2 zeigt eine besondere Ausführungs form 9' des Zündkopfes. Bei dieser Ausfüh rungsform hat der Raum um die Spritz- oder Verteilerdüse eine Verengung erfahren.
In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbei spiel für einen Schachtofen gemäss. der Erfin dung dargestellt. Bei diesem Ausführungsbei , spiel erfolgt die Zugabe der Zuschlagstoffe am Rande mittels Trichtern 4', die vorzugs weise drehbar angeordnet sind. Mit Rücksicht auf die Art der Zuführung der Zuschlag stoffe wurde der Schornstein 5' in der Mitte der Gicht angeordnet. Die Ausbildung des Zündkopfes 10 ist die gleiche wie bei dem in Fig.1 dargestellten Ausführungsbeispiel. Ab weichend ist jedoch der Zündkopf höhenver- schieblich mittels einer Vorrichtung 14 an geordnet.
Durch die Verschiebbarkeit des Zündkopfes kann die Höhe und Lage der Sinterzone 7 beeinflusst werden.
Für die Verwendung bei verschiedenen Materialien können besonders geartete Zünd- s köpfe verwendet werden. Bei stark sintern- dem Material kann beispielsweise der Zünd kopf nach unten erweitert werden. Ein Bei spiel hierfür ist in der Fig. 4 dargestellt und mit 9" bezeichnet. Bei Anwendung eines der artigen Zündkopfes erfolgt die Bildung 'einer breiteren Sinterzone von geringerer Tiefe, welche Sinterzone bei grosser Gasgeschwin digkeit eine schnellere Kalzinierung bewirkt.
Bei Glüh- und Kalzinierprozessen, z. B. beim Brennen von Kalk, wird der Zündkopf tiefer im Schacht angebracht. Eine derartige Anordnung ist in Fig. 5 dargestellt. Bei der artigen ölen ist die galzinierzone 7' bedeu tend höher. Auch die Trocknungszone 8 ist erheblich höher wie bei den in Fig.1 bis 4 dargestellten Beispielen.
Bei Tieferlegung des Zündkopfes 9 muss ein Führungsrohr 15 vor gesehen werden, in dessen Hohlraum der Zündkopf auch in der Höhe verstellt werden kann. Durch die Anordnung eines derartigen Führungsrohres 15 wird auch eine bessere Verteilung der Gase erreicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mit einer Feuerung für nichtfesten Brenn stoff ausgerüsteter Schachtofen zum Sintern,. Kalzinieren und Glühen, dadurch gekenn zeichnet, dass im Innern des Schachtes ein aus feuerfestem Material bestehender Glüh- kopf angeordnet ist, der aus einem sich nach unten öffnenden Hohllhörper besteht und in dem mittels einer Düse mindestens eine Zu leitung (11) für nicht festen Brennstoff mün det, der beim Betrieb des Ofens im Innern (10) des Zündkopfes und in seiner Nähe gas förmigen Brennstoff bildet, der durch er hitzte, von der Kühlzone des Ofens zum Zünd- kopf aufsteigende Luft gezündet wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Schachtofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Zündkopf in der Nähe der Düse (7.2) eine Verengung zum Schutz der Düse gegen zu hohe Strahlung aufweist. 2. Schachtofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Zündkopf nach unten erweitert ist. 3. Schachtofen nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass ausser dem Brennstoff minde- stens eines der beiden, aus Abgasen und Wäs- serdämpf bestehenden Medien in den Zünd kopf eingeführt wird. 4.Schachtofen nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3,@ dadurch gekenn zeichnet, dass der Glühkopf zur Erzielung einer höheren Hitzebesfändigkeit -: mit Wäs ser gekühlt wird. 5. Schachtofen nach Patentanspruch und Unteränsprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zündkopf höhenversehieb- lieh angeordnet ist, derart, dass auch eine ständige Auf- und Abwärtsbewegung des Zündkopfes möglich ist. 6. Schachtofen nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zündkopf (9) innerhalb eines Führungsrohres (15) angeordnet ist.
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|---|---|---|---|
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082181B (de) * | 1956-09-21 | 1960-05-19 | Rudolf O Bracke Dipl Ing | Beheizungseinrichtung zur Beheizung von Schuettgut, z. B. Kalkstein, in Schachtoefen |
| DE1124863B (de) * | 1954-05-22 | 1962-03-01 | Polysius Gmbh | Mittels Brenner beheizbarer Schachtofen zum Brennen von Zement und aehnlichem Gut |
| DE1185978B (de) * | 1959-04-11 | 1965-01-21 | Edison Settore Chimico S P A A | Vorrichtung an gasbeheizten Schachtoefen fuer die Karbonatzersetzung bei Mineralien und Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung |
-
1953
- 1953-01-20 CH CH310192D patent/CH310192A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1124863B (de) * | 1954-05-22 | 1962-03-01 | Polysius Gmbh | Mittels Brenner beheizbarer Schachtofen zum Brennen von Zement und aehnlichem Gut |
| DE1082181B (de) * | 1956-09-21 | 1960-05-19 | Rudolf O Bracke Dipl Ing | Beheizungseinrichtung zur Beheizung von Schuettgut, z. B. Kalkstein, in Schachtoefen |
| DE1185978B (de) * | 1959-04-11 | 1965-01-21 | Edison Settore Chimico S P A A | Vorrichtung an gasbeheizten Schachtoefen fuer die Karbonatzersetzung bei Mineralien und Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung |
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